Saison 1998 Saison 1999/00 Saison 2001/02 Saison 2003/04
Saison 1998/99 Saison 2000/01
Begegnungen der Saison 2002/2003 in Meisterschaft, Pokal und bei Turnieren
Championsleague (Vorrunde)
Torpedo Eisen - Traktor Grüngürtel 5:2
Sonntag, 16. März 2003, um 15 Uhr auf der Jahnwiese
Bei strahlendem Sonnenschein fanden sich 15 gesunde Torpedos nach der langen Winterpause ein. Es fehlten Guido, Kai und Thomas, so daß fast die komplette Abwehrreihe umgebaut werden mußte. Neben Marc machte jedoch Boris auf der für ihn ungewohnten Manndeckerposition ein gute Spiel.
Torpedo Eisen zeigte von der ersten Minute an, daß man auch dieses Jahr bei der Vergabe der Viertelfinalplätze ein Wörtchen mitreden will. Ohne großes Abtasten stürmte Torpedo Eisen auf das Tor von Traktor Grüngürtel ein. Und schon der zweite Angriff war von Erfolg gekrönt. Der unsichere Traktor-Torhüter nahm einen Ball vor seinen Füßen nicht in die Hand, da er einen Rückpass vermutete. Christian schaltete am schnellsten und drückte aus 3 Metern den Ball über die Linie zum 1:0. Nur wenige Augenblicke später setzte sich Björn auf der rechten Seite durch, paßte auf den auf der Höhe des 16-Meter-Raumes lauernden Philip, der den Ball äußerst sehenswert zum 2:0 in den rechten Winkel hämmerte.
War Traktor Grüngürtel schon nach 8 Minuten K.O.? Nein, fast im unmittelbaren Gegenzug sollte es noch mal spannend werden. Marc spielte im eigenen Strafraum zwar den Ball mit der Brust, aber von allen Seiten sah es so wie ein Handspiel aus. Folgerichtig pfiff Schiedsrichter Rudolph Elfmeter und Marc bekam die gelbe Karte. Torhüter Markus, das ganze Spiel ohne Fehler, hatte beim Strafstoß jedoch keine Chance. Nach 12 Minuten stand es nur noch 2:1 für Torpedo.
Doch die Mannschaft ließ sich nicht irritieren und setzte Traktor Grüngürtel pausenlos unter Druck. Der Lohn der Mühe sollte einmal mehr nach einer Ecke folgen; Björn schoss eine solche nach einer knappe halben Stunde scharf von der linken Seite in den Strafraum. David erkannte die Flugbahn am schnellsten und stieß nach kurzem Anlauf den Ball mit dem Kopf zum hoch verdienten 3:1 ins Netz.
Torpedo setzte seinen Sturmlauf weiter fort, und so hätte die Führung von Torpedo Eisen zur Halbzeit durchaus auch noch etwas höher ausfallen können.
Nach dem Wechsel ging es genauso weiter wie in den ersten 45 Minuten. Torpedo Eisen machte viel Druck und brauchte wiederum nur wenige Minuten zum ersten Treffer in der zweiten Halbzeit. Lutz passte aus zentraler Position auf Elmar am linken Flügel, der auf Höhe des 16ers in selbigem auf Björn querlegte, der mit einem schönen Schuss zum 4:1 vollendete. Eine schöne Kombination!
Der Torhunger von Torpedo Eisen war damit aber noch nicht gestillt. In der 65. Minute setzte sich Björn bei einem der vielen Konter auf der rechten Seite durch und flankte auf den freistehenden Ulf, der keine Mühe hatte, den Ball per Kopf zum 5:1 im Tor unterzubringen.
Mit der hohen Führung im Rücken wurde Torpedo Eisen etwas nachlässiger. In der 78. Minute führte dies zu einer Unterzahlsituation, die es einem Spieler von Traktor Grüngürtel ermöglichte, in Strafraumnähe frei zum Schuß zu kommen. Libero Philip versuchte noch, sein Bein dazwischen zu halten, fälschte ihn jedoch nur noch unglücklich und unhaltbar für Markus ins eigene Tor.
In den letzten Minute ergab sich noch die ein oder andere Chance für Torpedo Eisen, den alten Abstand wieder herzustellen. Am Ende blieb es jedoch beim 6:2. Damit ist Torpedo Eisen erfolgreich in die diesjährige Champiosnleague gestartet. Mit der gezeigten Leistung muss sich Torpedo Eisen hinter keiner anderen Mannschaft verstecken.
Tore: 1:0 Christian (3.), 2:0 Philip (8.), 2:1 Handelfmeter (12.), 3:1 David (29.), 4:1 Björn (52.), 5:1 Ulf (65.), 5:2 (78.)
Torpedo Eisen - Boca Feez Seniors 1:1
Sonntag, 30. März 2003, um 15 Uhr auf der Jahnwiese
Torpedo Eisen hat nun fast schon im Abonnement Glück mit dem Wetter. Bei 20 Grad, strahlendem Sonnenschein und einer eindrucksvollen Fankulisse wollte Torpedo Eisen heute einen großen Schritt Richtung Viertelfinale machen. Und Torpedo Eisen machte da weiter, wo man vor zwei Wochen aufgehört hatte, nämlich mit schnellen Angriffen und einem guten Kurzpassspiel. Nach nur zwei Minuten scheiterte Björn nur knapp am gegnerischen K eeper und kaum eine Minute später verfehlt Gregor nach einer Ecke nur knapp das Tor. Boca Feez hatte in den ersten Minuten keine Antwort auf die stürmisch angreifenden Torpedos. Völlig verdient sollte sich Torpedo Eisen daher die Führung erarbeiten. Nach 20 Minuten setzte sich Christian auf der rechten Seite durch, flankte auf den frei stehenden Björn, der den Ball aufs Tor schoss. Bocas Torwart konnte zwar reflexartig noch die Hande an den Ball bringen, aber er war zu hart geschossen. Er ging kurz hoch in die Luft, prallte dem Keeper auf den Hinterkopf und rollte dann zum 1:0 ins Tor.
Die Führung hätte Torpedo Eisen eigentlich Sicherheit geben sollen und die Mannschaft auf eine schnelles zweites Tor spielen müssen. Doch das Gegenteil war der Fall. Sehr schnell verfiel man in den alten Fehler, die Bälle phantasielos nach vorne zum Gegner zu schießen, statt den freien und besser postierten Nebenmann zu suchen. Boca Feez erkannte schnell, dass sich bei Torpedo Eisen etwas geändert hatte und ergriff seinerseits die Initiative. Und wie! Vom Mittelfeld wurde immer wieder die pfeilschnelle "scharze Perle" von Boca Feez in Szene gesetzt. Obwohl dies einem immer gleichen Muster folgte war die Torpedo Abwehr damit komplett überfordert. Gingen die ersten Schüsse noch am Tor vorbei oder wurden vom glänzend aufgegelgten Markus entschärft, so war letzterer nach einer guten halben Stunde chancenlos als der gegnerische Stürmer schön freigespielt den Ball an ihm zum Ausgleich vorbeischob. Zur Halbzeit war dann Boca Feez die domminierende Mannschaft und Torpedo Eisen konnte mit dem 1:1 noch hoch zufrieden ob der gebotenen Leistung sein.
Die Probleme wurden in der Pause zwar erkannt und Torpedo Eisen nahm sich vor, mehr zu laufen und zu kämpfen, aber das Resultat war gleich null. Zum Glück war Boca Feez auch nicht so stark, die schwächelnden Torpedos dauerhaft unter Druck zu setzen. Die ersten 35 Minuten der zweiten Halbzeit lassen sich daher am besten durch das Wort Lethargie beschreiben. Wären die Torhüter beider Mannschaften nicht auf dem Platz gewesen, am Ergebnis hätte dies in dieser Phase auch nichts geändert.
Zehn Minuten vor Schluss der Partie wachte dann Torpedo Eisen noch einmal kurz auf. Philip und Sinisa gingen offensiver mit nach vorne und es schien doch noch etwas zu gehen. Uns siehe da, Christian bekam noch eine echte Torchance. Eine hohe Flanke von Gregor wurde vom Boca Torwart unterschätzt und Christian drückte den Ball über ihn hinweg Richtung Torlinie. Doch leider hatte der Ball keine Wucht und ein Abwehrspieler konnte ihn noch von der Linie kratzen. Damit schien Torpedo Eisen nun zufrieden zu sein und überlies in den letzten fünf Minuten das Zepter wieder Boca Feez. Und diese drehten noch einmal richtig auf. Einen Drehschuss aus elf Metern parierte Markus mit einer tollen Flugeinlage und zwei Minuten später schlug der Ball knapp neben dem Tor von außen gegen das Netz. Zum Glück für Torpedo Eisen pfiff der gut aufgelegte Schiedsrichter Winzen exakt nach 90 Minuten ab, so dass es bei dem für Torpedo Eisen fast schon etwas schmeichelhaften 1:1 blieb.
Wie schon in den Vorjahren gab Torpedo Eisen damit Punkte gegen einen in der Gruppe als "Punktebringer" eingestuften Gegner ab. Dadurch wird nun jedes der drei ausstehenden Spiele für Torpedo Eisen zu einem Endspiel, wenn man noch Chancen auf das Viertelfinale wahren will. So oder so, ohne eine Rückkehr zum gelungenen Kurzpassspiel und einigem Mehr an läuferischem Einsatz hat die Mannschaft kaum Chancen zum sechsten Mal in Folge das Viertelfinale zu erreichen.
Tore: 1:0 Björn (20.), 1:1 (32.)
Torpedo Eisen - Cream Team 3:5
Sonntag, 27. April 2003, um 15.00 Uhr auf der Jahnwiese
Nach dem 1:1 gegen Boca Feez Seniors in der Vorwoche, stand Torpedo Eisen
unter erheblichem Druck. Allen war klar, dass bei einer Niederlage nur noch
geringe Chancen auf den Einzug ins Viertelfinale bestehen würden. So
nahm man sich vor, es diesmal besser zu machen als beim letzten
Aufeinandertreffen beider Teams im Pokalhalbfinale 2001. Damals ging das
Cream Team als 2:1-Sieger vom Platz.
Doch alle guten Vorsätze waren nach 20 Minuten nur noch Makulatur. Dem
1:0 für das Cream Team in der 12. Minute folgte nur acht Minuten
später das 2:0. Aufgrund der Spielanteile war die Führung zu diesem
Zeitpunkt auch nicht unverdient.
Doch Torpedo Eisen kam nach diesem frühen Rückstand besser ins
Spiel und zeigte nun zumindest mehr kämpferischen Einsatz als in der
Anfangsphase. In der 33. Minute wurden diese Bemühungen dann auch belohnt.
Der unsichere Torwart des Cream Teams konnte einen eigentlich
ungefährlichen Ball nicht wegschlagen. Christian reagierte am schnellsten
und verwandelte zum 1:2.
In der Halbzeitpause war man bei Torpedo Eisen guter Dinge, dass man das
Spiel noch wenden könnte. Spielbestimmende Mannschaft war nach dem
Wiederanpfiff aber das Cream Team. Ein ums andere Mal sah sich Torpedo-Torwart
Markus gegnerischen Stürmern gegenüber, die allein auf sein Tor
zuliefen. Mit gekonnten Paraden verhinderte er in dieser Phase einen
höheren Rückstand.
Und wie so häufig im Fussball, wurde das Auslassen von Chancen auch
diesmal bestraft: In der 57. Minute schaffte es Björn nach einer langen
Flanke in die Spitze, den Ball irgendwie über den Torwart hinweg zum
2:2-Ausgleich ins Tor zu befördern. Zum ersten Mal hatte man jetzt den
Eindruck, dass das Spiel kippen könnte.
Doch nur zwei Minuten wurde Markus, der vorher noch mehrfach den Rückstand
verhindert hatte, zur tragischen Figur. Kurz hinter der Mittellinie schlug
ein Spieler des Cream Teams den Ball einfach mit voller Wucht nach vorne.
Den steil herunterkommenden Ball schätzte Markus falsch ein. Beim
Zurücklaufen kam er dann noch ins Straucheln, so dass der Ball zur
Überraschung aller im Tor Einschlug.
In der 68. Minute folgte dann das endültige K.O. für Torpedo Eisen.
Bei einem Freistoss aus 20 Metern Torentfernung waren Mauer und Torwart schlecht
postiert. Der Freistossschütze vom Cream Team nutzte dies eiskalt aus
und verwandelte zum 4:2 für das Cream Team.
In der 76. Minute fiel dann noch das 5:2. Torpedo Eisen gelang in der 87.
Minute durch Christian noch die Ergebniskosmetik zum 3:5.
Insgesamt war der Sieg für das Cream Team aufgrund der Spielanteile
völlig gerechtfertigt. Ohne Schützenhilfe kann Torpedo Eisen sich
jetzt nicht mehr für das Viertelfinale qualifizieren.
0:1 (12.), 0:2 (20.), 1:2 Christian (33.), 2:2 Björn (57.), 2:3 (59.),
2:4 (68.), 2:5 (76.), 3:5 Christian (88.)
Torpedo Eisen - Meßdiener 3:2
Sonntag, 25. Mai 2003, um 15 Uhr auf der Jahnwiese
Wenn Traktor Grüngürtel gegen Cream Team oder Boca Feez Seniors
gegen Inter Filos gepunktet hätten, hätte Torpedo Eisen noch einmal
um die Runde der letzten Acht kämpfen können. Bei Spielbeginn waren
die Halbzeitstände der beiden Partien bekannt und Torpedo Eisen konnte
aufgrund der beiden Unentschieden noch hoffen. Zwar fehlte Torwart Markus
immer noch verletzungsbedingt, aber Uwe sprang ein und versprach sein bestes
zu geben.
Torpedo Eisen übernahm von Beginn an die Initiative gegen die Messdiener,
die an ihre starken Leistungen aus dem Vorjahr nicht anknüpfen konnten.
Torpedo Eisen ließ den Ball laufen und erspielte sich immer wieder
gute Tormöglichkeiten, die aber in der Anfangsphase allesamt ungenutzt
bleiben sollten. Insbesondere Björn gefiel in dieser Phase durch das
stetige Herausarbeiten von Einschussmöglichkeiten. Doch aus irgendeinem
Grund wollte der Ball nicht ins Eckige.
Nach etwas mehr als 20 Minuten kam dann der Lohn für das Anrennen. Ein
weiter Einwurf von Elmar wurde von Thomas Richtug Tor gedrückt. Der
Torhüter bekam zwar noch die Finger dazwischen, doch Christian hatte
dann keine Mühe mehr, den Ball über die Linie zum verdienten 1:0
einzuschieben. Torpedo Eisen machte danach weiter Druck und zur Halbzeit
hätte es eigentlich 3:0 stehen müssen. Die Messdiener waren nur
noch ein Schatten früherer Tage und kamen lediglich nach ein, zwei Ecken
zu eher zufälligen Chancen. Torwart Uwe parierte einen guten Kopfball,
aber das war es dann auch schon.
In der zweiten Hälfte knüpfte Torpedo Eisen nahtlos an die Leistung
der ersten Halbzeit an. In schöner Regelmäßigkeit wurden
hochkarätige Chancen erspielt und diesmal sollte es auch mit dem Treffen
besser klappen. Nach wenigen Minuten in der zweiten Hälfte setzte sich
David auf der linken Seite durch, sah den heranstürmenden Lutz, legte
quer und Lutz hämmerte den Ball aus 15 Metern in den linken Winkel zum
2:0. Ein Tor, wie es Lutz regelmäßig einmal pro Saison gelingt.
Zwar wußte Torpedo Eisen seit der Halbzeit, dass nun keinerlei Aussichten
auf Erreichen des Virtelfinales mehr bestanden, aber spielerisch sollte noch
einmal nachgelegt werden. Nach wenig mehr als einer Stunde nutzte David einen
nur halbherzigen Rückpass der Messdiener, spitzelte dem Torwart den
ball weg und schob unbedrängt zum hochverdienten 3:0 ein.
Torpedo Eisen ließ es nun ruhiger angehen und die Messdiener kamen
nun ebenfalls das ein oder andere Mal über die Mittellinie. Echte Torchancen
sollten für sie gegen die von Libero Philip glänzend eingestellte
Abwehr mit Kai und Marc aber Mangelware bleiben. Dennoch, gut 20 Minuten
vor dem Ende gab es Freistoß am 16-Meterraum von Torpedo Eisen. Dieser
wurde scharf über die Abwehr geschossen und Aushilfkeeper Uwe bekam
die Hände nicht rechtzeitig über den Kopf, 3:1 nur noch.
Fast im Gegenzug gelangen David und Sega mit einem schönen Doppelpassspiel
und Abschluss durch Sega fast das 4:1. Doch der gut pfeiffende Schiedsrichter
Winzen erkannte auf Abseits. Kurz vor Schluss wieder Freistoss an der
Strafraumgrenze von Torpedo Eisen, nur diesmal auf der anderen Seite. Wie
in einer Doublette des ersten Tores der Messdiener senkte sich der Ball wiederum
über den Kopf von Uwe zum 3:2 ins Netz. Sollte das Spiel doch noch kippen?
Torpedo Eisen besann sich eines besseren und machte noch einmal Druck nach
vorne. Zwar gelang dem Team kein Tor mehr, aber die Messdiener erhielten
auch keine Einschussmöglichkeiten mehr. Am Ende gewinnt Torpedo Eisen
eine extrem faire Partie gegen die Messdiener vom Ergebnis her zu knapp mit
3:2 und kann am kommenden Wochenende gegen Inter Filos noch einmal zeigen,
dass man sich kommende Saison noch nicht in Torpedo Alteisen umbenennen muss.
Seit 1998 wird Torpedo Eisen allerding definitiv zum ersten Mal nicht im
Viertelfinale vertreten sein und in der kommenden Saison in der Vorrunde
nicht mehr gesetzt werden. Aber dafür ist die Mannschaft ja noch im
Pokal vertreten...
Tore: 1:0 Christian (22.), 2:0 Lutz (56.), 3:0 David (64.), 3:1 (73.), 3:2
(83.)
Torpedo Eisen - Inter Filos 4:3
Sonntag, 1. Juni 2003, um 15 Uhr auf der Jahnwiese
Spiele zwischen Torpedo Eisen und Inter Filos sind etwas Besonderes. Obwohl
es für beide Mannschaften um nichts mehr ging, da Inter Filos in jedem
Fall Gruppenerster und Torpedo Eisen ausgeschieden war, sollte sich diese
Phrase noch einmal bestätigen.
Bei Temperaturen um 30 Grad trat Torpedo Eisen mit einem Kader von 12 Spielern
an. Es fehlten Thomas, Lutz, Elmar und Björn. Außerdem musste
Torpedo Eisen ohne den verletzten Torwart Markus und den Dauerpatienten Guido
antreten. So sprang Sega für Markus im Tor ein und Michael verstärkte
das Mittelfeld.
Die ersten zwanzig Minuten verliefen positiv für Torpedo Eisen. Zwar
hatte Inter Filos mehr Ballbesitz, doch die klareren Möglichkeiten waren
auf der Seite von Eisen. Christian wurde in der 10 Minute mit einem Steilpass
geschickt, zielte auf die lange Ecke, doch der gut aufgelegte Filos-Keeper
konnte diesen Schuss parieren. Auch Christoph auf der linken Seite kam zu
einer Großchance, die er nicht verwerten konnte. In der 23. Minute
gab Inter Filos den ersten Warnschuss ab. Aus 25 Metern flog ein scharfer
Linksschuss knapp am Tor von Torpedo vorbei. In der 35. Minute wurde die
mangelnde Torchancenverwertung der ersten Minuten vom Gegner gnadenlos bestraft.
Ein Spieler von Filos wurde von der Torpedo-Abwehr 20 Meter vor dem Tor nicht
entschlossen genug attackiert, so dass er schauen konnte, dass Sega etwas
vorgerückt war, und ihn mit einem Lupfer überwinden konnte.
Nach der Pause hatte Inter Filos die größeren Spielanteile. Immer
wieder spielten sie über die Außen und mit hohen Bällen in
den Strafraum, die als Rezept dienen sollten, um das zweite Tor zu
schießen. Doch der gut aufgelegte Sega entpuppte sich als
Antizipationskünstler und entschärfte mit seinen Fangeinalgen ein
ums andere Mal die gefährlichen Filos-Flanken. In der 55. Minute wurde
ein Stürmer von Inter Filos von Pitbull Sinisa im 16-Meter-Raum gelegt.
Schiedsrichter Rudolf Capelli erkannte auf Elfmeter, der mit Gewalt verwandelt
wurde. 10 Minuten später wurde ein langer Ball in den Sechzehner gespielt.
Die Abwehr von Torpedo Eisen blieb paralysiert, weil sich jeder auf den anderen
verlassen hatte, so dass sich der Filos-Spieler in aller Ruhe den Ball vorlegen
und am herauseilenden Sega vorbeischieben konnte. 3:0 für Filos nach
65 Minuten. Der Sack schien zugemacht worden zu sein.
Nach einem Zauberpass von Phillip ins Herz der aufrückenden Viererkette
von Inter Filos, konnte David in der 70. Minute alleine auf den Torwart zulaufen
und hatte keine Mühe, mit einem sehenswerten Lupfer auf 1:3 zu
verkürzen. Hatte dieses Tor für ein wenig Bewegung gesorgt, so
wurde der Mannschaft von Eisen nach einer Roten Karte an Filos wegen Meckerns
eine zusätzliche Dosis Motivation verpasst. Libero Phillip brachte sich
nun in der Offensive mit ein, denn die zahlenmäßige
Überlegenheit sollte nicht ungenutzt bleiben. In der 75. Minute spielte
Ulf einen flachen Steilpass auf Phillip, der ihn hervorragend verwertete.
Bei der Ballannahme wurde ein Gegenspieler ausgeschaltet, der zweite wurde
mit einem Haken stehen gelassen und schließlich legte er mit dem
Außenrist den Ball am Filos-Torhüter vorbei.
In der 83. Minute kam es zu einem gelungenen Doppelpass zwischen Michael
und David, der auf den Sechzehner zulief, einen Gegenspieler ausspielte und
den ganzen Frust der verkorksten Championsleague in einen Schuss setzte,
der unhaltbar im Netz zappelte.
In der 89. Minute konnte Verteidiger Marc nichts mehr hinten halten. Er
rückte auf, wurde von Michael angespielt, ließ einen Gegenspieler
aussteigen und spielte einen butterweichen Pass auf den links mitlaufenden
Boris. Dieser drang in den Sechzehner ein und verwandelte mit der Pike zum
4:3 Endstand; der wichtigste Treffer in seiner noch jungen Karriere.
Tore: 0:1 (35.), 0:2 (55.), 0:3 (65.), 1:3 David (70.), 2:3 Philip (75.),
3:3 David (83.), 4:3 Boris (89.)
Vorrunde (Championsleague)
Torpedo Eisen - Rasensportfreunde Uganda Waragi 6:1
Sonntag, 1.9.2002, um 15.00 Uhr auf der Jahnwiese
Bei strahlendem Sonnenschein wollte
Torpedo Eisen dieses Jahr erfolgreicher als vor einem Jahr in die Saison
starten. Zwar fehlten Thomas, Björn, Gregor und Jörg, aber dafür
waren Boris, Selcuk, Sega und nach langer Zeit Sascha mit dabei. Anders als
in der vorangegangenen Saison im Halbfinale und im Spiel um Platz 3 hatte
sich Torpedo Eisen vorgenommen, von Anfang an schönen und effizienten
Fußball zu spielen, was auch über volle 90 Minuten gelingen
sollte.
Beide Mannschaften hatten sich gerade erst ein wenig abgetastet, als Torpedo
Eisen zeigte, wie heute Fußball gespielt werden sollte. In der Abwehr
wurde der Ball ohne Hast immer wieder auf den besser postierten Nebenmann
gespielt, um dann ohne Vorwarnung schnell in eine sich auftuende Lücke
gespielt zu werden. So bekam der Torwart von Uganda Waragi schon in den ersten
zwei Minuten zwei Kracher auf das Tor, die er aber noch entschärfen
konnte. In der siebten Minute halfen dann aber auch keine
Torhüterkünste mehr, als David den Ball auf dem rechten Flügel
erhielt, präzise auf Markus am Fünfmeterraum paßte und dieser
den Ball sicher zum frühen 1:0 verwandelte. Den diesmal wieder anwesenden
Torpedo Fans war klar, Torpedo wollte eine frühe Entscheidung des Spieles
erzwingen. So war es nicht weiter verwunderlich, daß nach nur sieben
weiteren Minuten diesmal Boris auf dem rechten Flügel freigespielt wurde
und dieser eine scharfe Flanke in den Strafraum schlug, die Christian mit
Anlauf und einem wuchtigen Kopfstoß zum 2:0 versenkte.
Nach der beruhigenden Führung blieb das Spiel sehr einseitig. Uganda
Waragi kam selten bis auf Strafraumhöhe in die Torpedo-Hälfte,
und wenn, dann sprang nichts zählbares heraus. Torpdo Eisen spielte
weiter guten Kombinationsfußball, mußte sich aber bis zur 28.
Minute gedulden, bis es wirklich wieder Aufregung vor dem Uganda Waragi Tor
gab. Was war geschehen? Lutz hatte Abwehr und Torhüter umspielt und
mußte den Ball nur noch einschieben. Doch der Torhüter griff nach
Lutzs Fuß und brachte ihn zu Fall. Klarer Elfmeter dachten die umstehenden
Zuschauer. Doch nach einigem Überlegen entschied der souverän pfeifende
Rudolf auf Freistoß für Uganda Waragi. Angeblich war ein Foul
von Lutz der anderen Aktion vorausgegangen. Doch Torpedo Eisen ließ
sich nicht beirren und legte gleich nach. In der 30. Minute schlug David
einen Steilpaß auf Christian, der daraufhin seinen Gegenspielern davonlief
und schließlich auch den Torwart zur 3:0-Führung überwand.
In den letzten Minuten der ersten Halbzeit wäre beinahe auch Uganda
Waragi noch ein Tor gelungen. Aus einem Getümmel am Fünfmeterraum
konnte einer ihrer Spieler den Ball aber nur an den Pfosten setzen.
In der zweiten Halbzeit blieb Torpedo Eisen seiner Linie zunächst treu
und spielte weiter einen ansehnlichen Kombinationsfußball. Nach einigen
Minuten schlich sich dann daber doch der Schlendrian ein wenig ein und es
kam zu einer kurzen Druckphase von Uganda Waragi, die vor allem von einer
Eckenserie geprägt war. Torpedo Eisen gelang es aber, sich wieder
freizuschwimmen und eigene Torchancen herauszuspielen. Auch Libero Philip
schaltete sich gelegentlich in das Spiel nach vorne ein. So auch in der 62.
Minute, als er plötzlich mit dem Ball frei auf den Torwart zulaufen
konnte. Seinen ersten Schuß parierte der Torwart noch, doch der
Nachschuß aus spitzem Winkel saß und Torpedo Eisen führte
4:0.
20 Minuten vor schluß sollte dann auch Uganda Waragi noch zu einem
Tor kommen. Einer ihrer Spieler wurde in der Mitte nicht konsequent genug
attackiert und schloß einen schönen Sololauf mit einem strammen
Flachschuß aus zwanzig Metern zum 1:4 ab. Torpedo Eisen ließ
sich jedoch nicht beirren und setzte seinerseits die Uganda-Abwehr weiter
unter Druck. So kam es dann noch zu zwei weiteren Treffern für Torpedo
Eisen: In der 77. Minute verwandelte Marc nach schöner Flanke von David
per Kopf zum 5:1 und in der 83. Minute gelang Boris in seinem zweiten Spiel
für Torpedo Eisen nach einer von Elmar geschlagenen Ecke ebenfalls per
Kopf das Tor zum 6:1-Endstand.
Insgesamt läßt die spielerisch gute Leistung von Torpedo Eisen
für den weiteren Saisonverlauf hoffen. Allerdings muß sich noch
zeigen, ob Torpedo Eisen auch in temporeicheren Partien ähnlich gut
kombinieren kann.
Tore: 1:0 Markus G.(7.), 2:0 Christian (14.), 3:0 Christian (30.), 4:0 Philip
(62.), 4:1 (70.), 5:1 Marc (77.), 6:1 Boris (83.)
Gespielt haben: Markus C., Guido, Philip, Kai, Elmar, Sascha, Markus G.,
Marc, Christoph H., Boris, Lutz, Selcuk, David, Sega, Christian
Torpedo Eisen - Homa 3:1
Sonntag, 15.9.2002, um 15.00 Uhr auf den Poller Wiesen
Tabellenerster gegen Tabellenzweiter lautete die Paarung des heutigen Spieltages. Angesichts dieser spannenden Konstellation war Torpedo Eisen nach langer Zeit mal wieder mit 16 Spielern
am Start. Doch auch Homa war mit einem großen Kader vertreten, so dass
trotz strahlendem Sonnensschein und entsprechenden Temperaturen nicht die
Kondition über den Spielausgang entscheiden sollte. Bei Torpedo Eisen
wollte Markus G. sein Abschiedsspiel bestreiten, da er zukünftig sein
Unwesen in Leipzig treiben wird.
Torpedo Eisen begann so wie das letzte Spiel geendet hatte. Mit einem sehr
konzentrierten Spielaufbau wurde Homa gleich vom Start weg in die Defensive
gedrängt und insbesondere Markus war anzumerken, dass er nicht ohne
ein Tor nach Leipzig wechseln wollte. In der 12. Spielminute hatte Christian
sich auf der rechten Seite durchsetzen können und paßte auf den
im Strafraum völlig frei postierten Markus, der auf dem holprigen Platz
den Ball allerdings nicht richtig unter Kontrolle bekam und verzog. Nur wenige
Minuten später kam es fast zu einer Doublette. Markus wurde wieder aus
dem Mittelfeld frei angespielt, doch die Nerven lagen im Abschiedsspiel einfach
blank und Markus verzog wiederum knapp. Doch Markus war nicht alleine mit
den Chancen etwas zu großzügig. Gregor, Christian und David vergaben
in der ersten halben Stune ebenfalls hochkarätige Chancen. Für
die gut 50 Zuschauer am Spielfeldrand schien es aber nur eine Frage der Zeit
zu sein, bis sich etwas entscheidendes tun sollte.
Nach nicht ganz einer halben Stunde war es dann auch endlich so weit. Eine
von Elmar scharf getretene Flanke wurde von einem Homa-Spieler mit der Hand
ins Seitenaus abgewehrt. Der ansonsten gut pfeiffende Rudolf entschied jedoch
statt Elfmeter auf Einwurf. Dieser wurde von Elmar bis in die Strafraummitte
geworfen, wo ein Abwehrspieler von Homa über den Ball trat. David reagierte
am schnellsten und schoß den Ball unhaltbar zum zu diesem Zeitpunkt
hochverdienten 1:0 ins Tor. Bis zu dieser Spielphase hatte die Abwehr von
Torpedo Eisen jeden Angriffsversuch von Homa zunichte gemacht und einen
überlegten Spielaufbau gezeigt. Doch das sollte sich nun leider
ändern. Wie schon in ähnlichen Spielen in der Vergangenheit hielt
nun der Schlendrian Einzug und Homa wurde von Minute zu Minute stärker.
Nur gut, dass Torhüter Markus heute glänzend aufgelegt war, und
und alle Chancen entschärfen konnte. In der Schlussphase der ersten
Halbzeit wollte Homa dann mit allen Mitteln den Ausgleich und versuchte
über die ein oder andere Schwalbe einen Elfmeter zu schinden. Doch Rudolf
fiel zum Glück für Torpedo Eisen auf diese Versuche nicht herein
und brachte das Spiel souverän in die Halbzeit.
Nach der Halbzeit hatte sich Homa von dieser Taktik wieder verabschiedet,
und es entwickelte sich ein für die Zuschauer recht flottes Spiel mit
Chancen auf beiden Seiten. Wiederum war es Markus G., der nun endlich sein
Abschiedstor für Torpedo Eisen erzielen wollte, der nun die Abwehrreihen
von Homa durcheinander brachte. Doch statt eines Torerfolges sollte das Spiel
für ihn tragisch enden. Als er einen Ball aus dem Seitenaus für
einen Einwurf holen wollte, lief er mitten in eine am Rheinufer grasende
Schaafsherde. Als ihm eines der Schaafe im Liebesrausch offensichtlich zu
nahe kam, trat Markus in ein Loch im Boden und verstauchte sich den Knöchel
schwer. Leider konnte Markus nicht mehr weitermachen. Ganz Torpedo Eisen
wünscht von dieser Stelle gute Besserung und hofft, Markus in den
nächsten Wochen noch einmal für ein echtes Abschiedsspiel mit
mindestens einem Tor von Markus begrüßen zu dürfen!!!
Torpedo Eisen steckte die Verletzung zum Glüch weg und antwortete
seinerseits mit weiteren Angriffen auf das Tor von Homa. In der 62. spielte
Elmar mit einem 30 Meter-Paß wiederholt steil in die Spitze. Lutz nahm
den Ball gekonnt auf und zirkelte ihn mit der Pike am falsch postierten
Torhüter zum 2:0 in Netz. Bei Torpedo Eisen dachten nun alle, das Spiel
sei gelaufen. Doch Homa gab sich noch nicht geschlagen und konnterte immer
wieder gefährlich. Der Anschlusstreffer lag in der Luft. Doch etwas
Glück und Torhüter Markus verhinderten zunächst schlimmeres.
Nach etwas über 70 Minuten passierte es dennoch. Philip setzte sich
im eigenen Strafraum robust gegen einen Homa-Stürmer durch, der mit
einem lauten Schrei zu Boden ging. Schiedsrichter Rudolf entschied ohne zu
zögern auf Elmeter. Ein nicht zwingende, aber vertretbare Entscheidung.
Der Elfer wurde für Torhüter Markus unhaltbar unter die Latte ins
Tor geschossen. Es stand nur noch 2:1.
Häufig führt ein solcher Spielverlauf dazu, dass die
zurückliegende Mannschaft noch einmal eine zweite Lunge bekommt und
die führende Mannschaft mit dem Rücken zur Wand der Ergebnis über
die Zeit retten will. Zum Glück ließ sich Torpedo Eisen jedoch
nicht in die Abwehr drängen und konnte immer wieder eigene,
gefährliche Konter vortragen. In dieser Phase waren es insbesondere
Lutz, Gregor und Neuzugang Ulf, die die gegnerische Abwehr und den Torhüter
von Homa in Angst und Schrecken versetzten. Die schnellen Angriffe zeigten
dann gut zehn Minuten vor Ende der Partie Wirkung. Bei Homa ließ die
Kondition nach und Torpedo Eisen kam zu mehr und mehr hochkarätigen
Torgelegenheiten. In der 82. Minute scheiterte nach einer Ecke Guido
zunächst mit einem Kopfball, doch Gregor erwischte den von der Homa-Abwehr
nicht richtig weggeschlagenen Ball und schoss zum 3:1 ein! Torpedo Eisen
war jetzt noch einmal richtig erwacht und drängte weiter nach vorne.
Die beste Chance hatte wiederum Gregor, dessen Kopfball vom Homa-Torhüter
allerdings unschädlich gemacht werden konnte. Das 4:1 wäre angesichts
des Spielverlaufs vielleicht auch einen Tick des Guten zu viel gewesen.
Torpedo Eisen zeigte, dass es gegen die quirlig und schnell aggierenden
Stürmer von Homa alles andere als leicht ist, ein Spiel zu gewinnen.
In der gezeigten Form ist Homa sicherlich einer der Hauptkandidaten in unserer
Gruppe auf den Einzug in die Championsleague. Torpedo Eisen ist mit sechs
Punkten aus zwei Spielen ebenfalls auf einem guten Weg und sollte in zwei
Wochen gegen Zap Zarap hoffentlich den Erfolg aus dem Vorjahr wiederholen
können. Neuzugang Ulf gab ein sehr gelungenes Debüt. Bei der gezeigten
Leistung dürfte es nur eine Frage der Zeit sein, bis seine Bälle
in den gegnerischen Tornetzen zappeln. Markus G. wünschen wir von dieser
Stelle noch mal gute Besserung und hoffen auf ein "echtes" Abschiedspiel
im Herbst ohne Verletzungssorgen.
Tore: 1:0 David (27.), 2:0 Lutz (62.), 2:1 Foulelfmeter (73.), 3:1 Gregor
(82.)
Gespielt haben: Markus C., Guido, Philip, Kai, Elmar, Sinisa, Markus G.,
Marc, Christoph H., Boris, Lutz, Ulf, David, Gregor, Christian
Torpedo Eisen - Zapzarap 3:0
Sonntag, 29.9.2002, um 15.00 Uhr auf der Jahnwiese
Wenn Torpedo kommt, kommt der Sommer! So oder so ähnlich scheint sich diese Saison das Wetter nach unseren Spielterminen zu richten. Ohne Philip, Jörg, Sascha, Markus
G. und Björn aber dafür mit dem aus Brasilien zurückgekehrten
Thomas ging Torpedo Eisen von Anfang an mit viel Elan ins Spiel. Zap Zarap
hatte Schönheit und Ausdauer überraschend mit 2:0 geschlagen, so
dass niemand die Mannschaft unterschätzen wollte. Nach kurzem Abtasten
sollte sich dann ein Spiel auf ein Tor entwickeln und zwar über die
vollen 90 Minuten. Die ersten Torschüsse der Offensivabteilung waren
aber noch zu harmlos, um Torpedo Eisen in Führung zu bringen.
Letzteres sollte sich aber bald ändern. Nach einer knappen Viertelstunde
wurde es David, der heute auf der ungewohnten Vorstopperposition spielte,
hinten zu langweilig, und mit einem tollen Solo über den ganzen Platz
ließ er mindestens fünf Gegenspieler stehen. Auf Höhe des
gegnerischen Strafraums hatte er immer noch so viel Übersicht und Kraft,
dass er den besser postierten Ulf anspielte, der mit wenig Mühe zum
hoch verdienten 1:0 einschob und damit bereits in seinem zweiten Einsatz
für Torpedo Eisen den ersten Treffer schaffte.
Torpedo Eisen ließ nun nicht locker und wollte mehr. Immer wieder gelangen
tolle Kombinationen in die Spitze, die jedoch leider nicht entsprechend belohnt
wurden. War früher insbesondere das Kopfballspiel eine Schwäche
von Torpedo Eisen, so wird es langsam zu einer Stärke. Torpedo Eisen
erspielte sich ungezählte Eckbälle, die Marc, Guido und Gregor
per Kopf zwar immer gefährlich, aber ebenso knapp am Tor vorbeisetzten.
Irgendwie war der Teufel drinn. Ein zweites Tor wollte vor der Halbzeit einfach
nicht fallen. Sehr souverän stand dafür die Abwehr von Torpedo
Eisen. In der ersten Halbzeit konnten die Chronisten keine einzige Torchance
für Zap Zarap notieren.
Nach der Halbzeitpause ging es genauso weiter wie vor der Pause. Torpedo
drückte und Zap Zarap kam nur selten aus der eigenen Hälfte heraus.
Die spielerische Überlegenheit wurde aber leider durch eine eklatante
Schußschwäche getrübt. Nach einer Stunde dann aber doch die
Endscheidung. David spielte den freistehenden Sega im Strafraum an und mit
einem sehenswerten Lupfer über den gegnerischen Torwart besorgte er
das längst überfällige 2:0. Nur wenige Minuten später
sollte Sega dann zum Mann des Tages werden. Christian hatte sich zum wiederholten
Male auf der rechten Seite durchgesetzt, paßte auf den wiederum
freistehenden Sega, der diesmal mit einem strammen Schuss in den linken Winkel
zum 3:0 vollendete.
Zap Zarap leistete nun keine Gegenwehr mehr. Dass das Team dennoch eine einzige
Torchance erhalten sollte, lag allerdings daran, dass die Torpedo Abwehr
mal testen wollte, ob Torhüter Markus noch wach war. Er war zum Glück
hellwach, und klärte mit viel Routine alles Unbill, was zu gegnerischen
Toren hätte führen können. In den letzten 20 Minuten hätte
Torpedo Eisen das Ergebnis eigentlich noch deutlich ausbauen müssen.
Doch immer wieder wurde aus aussichtsreicher Position am Tor vorbei oder
in die Arme des Torhüters geschossen, so dass es beim hochverdienten
3:0 blieb. Bei der gezeigten Abwehr- und Mittelfeldleistung sowie dem
gefährlichen Kopfballspiel ist Torpedo auf einem guten Weg wieder so
richtig toll in Form zu kommen. Wenn dann noch die Chancenausbeute verbessert
wird, hat Torpedo Eisen beste Chancen auf den Gruppensieg.
Positiv hervorzuheben ist auch noch die Neuentdeckung des Spiels. Schiedsrichter
Thomas Andres pfiff stets fair und war immer auf Höhe des Balles.
Tore: 1:0 Ulf (15.), 2:0 Sega (65.), 3:0 Sega (73.)
Gespielt haben: Markus C., Marc, Guido, Thomas, Kai, David, Elmar, Sinisa,
Lutz, Ulf, Boris, Christoph H.,Gregor, Christian, Sega
Torpedo Eisen - Engelshof 6:1
Sonntag, 13.10.2002, um 15.00 Uhr auf der Jahnwiese
Der zweimalige Vizemeister gegen den Dauerabonnenten der Zitronenliga sollte eigentlich eine klare Angelegenheit sein. So dachte der Engelshof, der ohne Schiedsrichter angereist war, und
auch Torpedo Eisen, die mal soeben im Vorüberziehen das Spiel mit
"mindestens" acht Toren Unterschied gewinnen wollten...
In der Realität kommt es dann zum Glück anders als man denkt. Doch
zunächst sollte Torpedo Eisen von Anfang an die spielbestimmende Mannschaft
sein. David scheiterte gleich in der zweiten Minute am glänzend aufgelegten
gegnerischen Torwart und auch Gregor nutzte nach nur wenige Minuten nicht
die 100%-ige Chance zur Führung. Wenig später sollte dann aber
doch das etwas kuriose 1:0 fallen. Sinisa, der heute über 90 Minuten
richtig gut aufspielte, hatte im Strafraum den freistehenden Elmar angespielt,
der aus sieben Metern einfach draufdrosch. Für den geschlagenen
Torhüter klärte allerdings ein Abwehrspieler mit der Hand auf der
Linie. Normalerweise eine klare rote Karte und Elfmeter. Ohne Schiedsrichter
entwickelte sich jedoch eine kurze Diskussion nach der es weder Elfmeter
noch eine rote Karte gab. Dafür wurde der Schuss als Treffer zum 1:0
gewertet.
Irgendwie gab die Führung Torpedo Eisen auch keine Sicherheit. Das Spiel
in die Spitze war häufig zerfahren und es gab viel zu viele Fehlpässe.
Engelshof kam selber ein paar mal gut vor das Tor von Torpedo Eisen und konnte
mit einigen Fernschüssen andeuten, dass man sich nicht von vornherein
geschlagen geben wollte. Wie es richtig geht, zeigte nach einer knappen halben
Stunde eine schöne Kombination über die linke Seite. Philip spielte
Elmar an, der flankte auf den freistehenden David am Elfmeterpunkt, der wiederum
den Ball auf Sinisa legte, der ihn im Tor versenkte. Schade nur, dass der
Treffer wegen Abseits nicht gegeben werden konnte.
Besser machte es dann nur wenige Minuten später Thomas. Läuferisch
in der ersten Halbzeit ohnehin einer der aktivsten, tankte er sich in der
Mitte durch und versenkte unhaltbar zum verdienten 2:0 und Pausenstand. Nach
der Pause blieb Torpedo Eisen zwar am Drücker, aber die Chancenauswertung
blieb grottenschlecht. Sega, Elmar, Gregor und andere vergaben die Chancen
meist freistehend vor dem Tor wie am Fließband. So war es nicht weiter
verwunderlich, dass der Engelshof Land sah und einige eigene Angriffe startete.
Nach zehn Minuten in der zweiten halbzeit sollte es dann tatsächlich
geschehen. Der Engelshof nutzte eine Unaufmerksamkeit in der ansonsten sicheren
Torpedo Abwehr und verkürzte zum 2:1, unhaltbar für Torhüter
Ralf, der den heute abwesenden Markus vertrat.
Jetzt wachte Torpedo Eisen endlich auf und versuchte mehr Druck zu entfachen.
Schon in der 58. Minute wurden die Bemühungen belohnt. Einen Eckball
konnte Engelshof zwar noch auf die linke Seite abwehren. Dort kam aber Elmar
an den Ball und flankte hoch auf den Elfmeterpunkt, von wo Marc den Ball
wunderschön mit dem Kopf zum 3:1 in die rechte Torecke beförderte.
In der 58. Minute ging es dann über die rechte Seite. David setzte sich
in seiner unnachahmlichen Art durch und versuchte, den Ball fast von der
Torauslinie nach innen zu flanken. Dies gelang ihm zwar nicht ganz; daß
der Ball sich direkt über den verduzten Torwart von Engelshof hinweg
zum 4:1 ins lange Toreck senkte, dürfte ihm aber auch recht gewesen
sein. Das Spiel entwickelte sich nun also doch noch zu einer klaren
Angelegenheit.
Torpedo Eisen erspielte sich jetzt munter weitere Chancen. Nach einer
unübersichtlichen Situation im Strafraum von Engelshof, rollte der Ball
in der 72. Minute vor die Füße von Sinisa, der eigentlich nur
noch einschieben mußte. Aber da hatte er die Rechnung ohne Torpedo-Libero
Philip gemacht. Der brannte nämlich auch auf ein Tor und grätschte
mit letzter Kraft vor Sinisa in den Ball und verwandelte selbst zum 5:1.
Da sich nach der klaren Führung bei Torpedo Eisen wieder ein wenig der
Schlendrian breit machte, kam auch Engelshof noch zu der ein oder anderen
Einschußmöglichkeit, ohne daß etwas Zählbares dabei
herauskam. Den Schlußpunkt setzte stattdessen Torpedo Eisen in der
90. Minute. Nach einer langen Flanke von Sinisa lief Elmar mit dem Ball den
weit aufgerückten gegnerischen Abwehrspielern auf und davon und
überwand schließlich auch noch den Torwart zum 6:1.
Am Ende gelang Torpedo Eisen also doch noch ein klarer Siege in einem jederzeit
fairen Spiel. Damit ist Torpedo Eisen aufgrund der gleichzeitigen Niederlage
von Schönheit und Ausdauer gegen Homa der Gruppensieg nicht mehr zu
nehmen.
Tore: 1:0 Elmar (19.), 2:0 Thomas (36.), 2:1 (54.), 3:1 Marc (58.), 4:1 David
(63.), 5:1 Philip (72.), 6:1 Elmar (90.)
Gespielt haben: Ralf, Marc, Guido, Philip, Kai, Elmar, Sinisa, Boris, David,
Thomas, Sega, Gregor
Torpedo Eisen - Schönheit und Ausdauer 2:1
Sonntag, 10.11.2002, um 15.00 Uhr am Salzburger Weg
Nach wetterbedingten Spielausfällen in den beiden Vorwochen hatte Torpedo Eisen diesmal mehr
Glück. Die Jahnwiese war zwar nach wie vor gesperrt, das Spiel gegen
Schönheit und Ausdauer konnte aber ersatzweise auf den Ascheplätzen
am Salzburger Weg stattfinden. Für den Tabellenplatz von Torpedo Eisen
war das Spiel zwar nicht mehr von Bedeutung, aber nach der Niederlage im
letzten Aufeinandertreffen beider Mannschaften wollte man es diesmal besser
machen.
Den ersten Akzent setzte jedoch die Mannschaft von Schönheit und Ausdauer,
welche gleich in der ersten Minute nach einem großen Durcheinander
im Torpedo-Starfraum die erste Chance des Spiels hatte. In den folgenden
Minuten nahm dann aber zunehmend Torpedo Eisen das Heft in die Hand und zeigte
mitunter sehr schönen Kombinationsfußball. Nur die Chancenauswertung
ließ mal wieder zu wünschen übrig. In der 15. Minute sollte
sich dies rächen. Schönheit und Ausdauer nutzte eine leichte
Desorientierung in der ansonsten sicheren Torpedo-Abwehr aus, so daß
ein Spieler plötzlich frei auf Torhüter Markus zulaufen konnte.
Dieser wehrte den Ball zunächst noch ab, aber nach einem Gestochere
im Strafraum fand der Ball dann doch noch den Weg ins Tor.
Torpedo Eisen zeigte sich von dem frühen Rückstand allerdings wenig
beeindruckt und ließ sich in seiner Linie nicht beirren. Und so gelang
schon in der 24. Minute der Ausgleich. David war in der Mitte an den Ball
gekommen, faßte sich ein Herz und schoß aus siebzehn Metern unhaltbar
in die rechte Torecke. Kurze Zeit später setzte sich dann Christian
wunderbar auf der rechten Seite durch. War er kurz nach Spielbeginn noch
freistehend vor dem Torhüter von Schönheit und Ausdauer gescheitert,
so wollte er diesmal kein Risiko eingehen und paßte auf den besser
postierten Jörg. Der hatte in dieser Situation aber leider die Seuche
am Fuß kleben und schob den Ball links am leeren Tor vorbei.
Schließlich war es Brasilienrückkehrer Björn, der in der
35. Minute dann doch die zu diesem Zeitpunkt verdiente 2:1-Führung für
Torpedo Eisen erzielte. Nach einem Paß von Boris, den Christian zum
Glück nur unwesentlich abfälschte, hämmerte Björn den
Ball in den rechten Torwinkel.
In der Halbzeit konnte man bei Torpedo Eisen insgesamt recht zufrieden sein.
Bei einer besseren Chancenverwertung hätte das Spiel allerdings auch
schon entschieden sein können. Nach der Pause blieb Torpedo Eisen
zunächst weiter am Drücker. Als es nach einer Stunde jedoch immer
noch 2:1 stand, witterte Schönheit und Ausdauer langsam Morgenluft und
kam immer öfters gefährlich in die Nähe des Torpedo-Tores.
Hatte Torhüter Markus bei einem satten Pfostenschuß von
Schönheit und Ausdauer noch viel Glück, so stellte er etwas
später in einigen brenzligen Situationen sein ganzes Können unter
Beweis und bewahrte Torpedo Eisen vor dem Ausgleich. Als schließlich
Marc nach wiederholtem Foulspiel für zehn Minuten vom Platz mußte,
begann die stärkste Druckphase von Schönheit und Ausdauer. Mehr
als eine Reihe von Ecken ließ die Torpedo-Abwehr jetzt aber nicht mehr
zu, so daß das knappe aber insgesmat verdiente 2:1 bis zum Schluß
verteidigt werden konnte.
Nach dem Schlußpfiff wendete sich bei Torpedo Eisen die Aufmerksamkeit
schnell weg vom Spiel zu dem Kasten Bier, den Torpedo-Gründungsmitglied
Jörg anläßlich seines beruflich bedingten Abschiedes aus
Köln gespendet hatte. Die ganze Mannschaft wünscht ihm alles Gute
für seine Zukunft in Trier!
Tore: 0:1 (15.), 1:1 David (24.), 2:1 Björn (35.)
Gespielt haben: Markus, Marc, Guido, Philip, Kai, Elmar, Jörg, Boris,
David, Thomas, Sega, Björn, Christian
Staus und Behinderungen - Torpedo Eisen 2:2 Spielabbruch nach 90 Minuten wegen Dunkelheit
Sonntag, 24.11.2002, um 14:30 Uhr auf der Jahnwiese
Seit einigen Jahren teilen sich
Torpedo Eisen und Staus und Behinderungen sonntags zwischen 15 und 17 Uhr
einen Platz auf der Jahnwiese, der auch für dieses Pokalspiel genutzt
werden sollte. Da Ende November ein Spielbeginn um 15 Uhr im Falle einer
Verlängerung jedoch zu spät ist, war diesmal der Anpfiff für
14:30 Uhr vereinbart. So kam es, daß Torpedo Eisen bereits kurz nach
14 Uhr vollzählig anwesend war. Vom Gegner war zu diesem Zeitpunkt jedoch
noch nichts zu sehen, und es wurde bald klar, daß man bei Staus und
Behinderungen noch von einem Beginn um 15 Uhr ausging. So blieb Torpedo Eisen
zunächst nichts anderes übrig als abzuwarten. Gegen 15:10 Uhr war
dann auch Staus und Behinderungen endlich auf dem Platz, und das Spiel konnte
beginnen.
Torpedo Eisen war zwar zunächst die optisch überlegene Mannschaft,
konnte aber in der Nähe des gegnerischen Tores nur wenig Durchschlagskraft
entwickeln. Insbedondere die Ecken waren meist leichte Beute für den
Torwart oder die Abwehr von Staus und Behinderungen. In der 25. Minute hatte
Torpedo Eisen dann Gelegenheit, beim Gegner zu studieren wie man es besser
macht. Ein nur unzureichend attackierter Spieler von Staus und Behinderungen
hämmerte den Ball nach einer Ecke mit Kopf unhaltbar unter die Latte
ins Torpedo-Tor.
In der Folgezeit war Torpedo Eisen sichtlich bemüht, das Ruder
herumzureißen, spielte aber oft viel zu planlos. In der 37. Minute
wurde es dann endlich einmal richtig gemacht: Nachdem sich Christian auf
der rechten Seite durchgesetzt hatte, schlug er den Ball nicht einfach
phantasielos in den vom Torwart beherrschten Fünfmeterraum, sondern
legte ihn auf den freistehenden Thomas zurück. Dieser bewahrte die Ruhe
und beförderte den Ball sicher zum Ausgleich in die rechte Torecke.
Kurz nach Beginn der zweiten Halbzeit hatte Torpedo Eisen dann die riesige
Chance zur 2:1-Führung, aber der frei auf den Torwart zulaufende Björn
schoß knapp am Tor vorbei. Wer gedacht hatte, daß diese Chance
der Auftakt für eine großangelegte Offensive von Torpedo Eisen
sei, sah sich in der Folgezeit getäuscht. Immer seltener kam Torpedo
Eisen gefährlich vor das gegnerische Tor und hatte in der eigenen Abwehr
das ein oder andere Mal alle Hände voll zu tun. Trotzdem schien sich
in der 73. Minute für Torpedo Eisen doch noch alles zum Guten zu wenden.
Christian konnte bei einem energischen Antritt im gegnerischen Strafraum
nur noch per Foul gestoppt werden und Thomas verwandelte den daraus
resultierenden Elfmeter sicher zum 2:1.
Doch Staus und Behinderungen gab nicht auf und kam noch einige Male
gefährlich vor das Tor von Torpedo Eisen. So auch bei einem schnellen
Konter in der 81. Minute. Guido konnte auf der rechte Seite zunächst
eine Flanke in den Straftraum nicht verhindern. Dort ließ ein Stürmer
von Staus und Behinderungen mit einer geschickten Drehung auch noch Libero
Philip aussteigen und schob den Ball zum Ausgleich ins rechte Toreck. Bei
diesem Spielstand blieb es dann bis zum Schlußpfiff.
Normalerweise hätte jetzt eine 30-minütige Verlängerung
angestanden, aber aufgrund der einbrechenden Dunkelheit war daran nicht mehr
zu denken. Während Staus und Behinderungen ein sofortige
Elfmeterschießen bervorzugte, wollte Torpedo Eisen - etwas sauer aufgrund
des verspäteten Erscheinens des Gegners - zumindest eine kurze
Verlängerung. Das Los entschied schließlich für eine
zehnminütige Verlängerung, die aber aufgrund der rasch einbrechenden
Dunkelheit bereits kurz nach dem Anpfiff abgebrochen werden mußte.
Beide Mannschaften einigten sich nun auf eine Spielwiederholung am nächsten
Wochenende.
Tore: 0:1 (25.), 1:1 Thomas (37.), 2:1 Thomas (73., Foulelfmeter), 2:2 (81.)
Wiederholungsspiel
Staus und Behinderungen - Torpedo Eisen 0:4
Sonntag, 1.12.2002, um 14:00 Uhr auf der Jahnwiese
Nachdem das Pokalspiel zwischen
Torpedo Eisen und Staus und Behinderungen in der Vorwoche aufgrund der
einbrechenden Dunkelheit abgebrochen wurde, waren diesmal beide Mannschaften
rechtzeitig für einen Spielbeginn um 14 Uhr vor Ort. Die Dreibeiner
hatten freundlicherweise ihren ab 14 Uhr gemieteten Platz zur Verfügung
gestellt, so daß einer Durchführung des Spiels vor Einbruch der
Dunkelheit eigentlich nichts mehr im Wege stehen sollte. Daß sich der
Anpfiff dann doch noch um 45 Minuten verzögerte, lag an der zweiten
Mannschaft von Borussia Hohenlind, die die Platzsperre auf den Stadionvorwiesen
zum Anlaß genommen hatte, einfach den von den Dreibeinern gemieteten
Platz bis 14:45 Uhr für ihr Spiel in der Kreisliga C zu okkupieren,
obwohl sie auch auf den Salzburger Weg hätte ausweichen können.
Da auch alle anderen Plätze belegt waren, verhinderte dieser
skandalöse Vorgang einen pünktlichen Spielbeginn.
Nach dem verspäteten Anpfiff legte Torpedo Eisen einen furiosen Start
hin und erspielte sich gleich in den ersten Minuten mehrere hochkarätige
Chancen. Bereits in der 9. Minute wurden diese Bemühungen von Erfolg
gekrönt. Björn flankte von der rechten Seite auf den in der linken
Strafraumhälfte postierten David. Dieser fackelte nicht lange und ließ
mit einem satten Linksschuß in die rechte Torecke Torhüter Ralf
keine Chance.
Torpedo Eisen blieb nach der frühen Führung zunächst die
dominierende Mannschaft und erspielte sich einige weitere Torgelegenheiten.
Gegen Mitte der Halbzeit kam dann Staus und Behinderungen langsam besser
ins Spiel. Doch genau in dem Moment, in dem die Angriffsbemühungen von
Torpedo Eisen zu verflachen drohten, schlug der Ball zum zweiten Mal im Tor
von Staus und Behinderungen ein. Nach einem Steilpaß von
München-Legionär Christoph M. lies Christian mit seinem Antritt
zwei Abwehrspieler stehen und war auch einen Tick schneller als der aus seinem
Tor herauseilende Ralf und lupfte den Ball über ihn hinweg zur
2:0-Führung ins Tor.
Staus und Behinderungen gab sich noch nicht geschlagen und entwickelte zu
Beginn der zweiten Halbzeit mehr Druck auf das Torpedo-Tor. Torwart Markus
und die Abwehr von Torpedo Eisen konnten sich allerdings in einigen brenzligen
Situationen bewähren und ließen den Anschlußtreffer nicht
zu. Mit der Zeit nahm Torpedo Eisen wieder mehr das Heft in die Hand. In
der 69. Minute gelang schließlich die endgültige Entscheidung.
Nach einem Getümmel im Strafraum von Staus und Behinderungen kam der
Ball zu David, der mit einem Heber über den weit vor seinem Tor stehenden
Ralf das 3:0 für Torpedo Eisen erzielte.
Torpedo Eisen war nun wieder die klar spielbestimmende Mannschaft. Schon
kurz nach dem 3:0 hätte Sega das 4:0 machen müssen, brachte aber
das Kunststück fertig aus einem halben Meter Torentfernung über
das Tor zu schießen. Besser machte es schließlich Libero Philip,
der bei seinen Vorstößen in die gegnerische Hälfte immer
wieder für Gefahr sorgte. So auch in der 76. Minute, als er in der
Nähe der Mittellinie an den Ball kam und sich nicht wieder von ihm trennte.
Nachdem er mehrere Spieler von Staus und Behinderungen ausgetanzt hatte,
war nur noch Torhüter Ralf vor ihm. Aber auch diesem ließ er mit
einem platzierten Schuß keine Chance und stellte damit den 4:0-Endstand
her.
Nach einigen organisatorischen Problemen konnte dieses Pokalspiel letztendlich
doch noch zu einem ordentlichen Ende geführt werden. Angesichts des
Ausgangs des ersten Spieles ist das Weiterkommen von Torpedo Eisen trotz
des klaren 4:0-Sieges im Wiederholungsspiel als etwas glücklich zu
bezeichnen.
Tore: 0:1 David (9.), 0:2 Christian (34.), 0:3 David (69.), 0:4 Philip (76.)
Torpedo Eisen - Squadra Jura 2:0
Sonntag, 11.5.2003, um 11:00 Uhr auf der Jahnwiese
Trotz bestem Wetter bekam Squadra Jura leider auch nicht annähernd genügend Leute auf den Platz. Da die halbherzigen Versuche, sich durch andere Hobbykicker auf der Jahnwiese zu verstärken, auch nicht erfolgreich waren, ging das Spiel kampflos an Torpedo Eisen.
Achtelfinale
Torpedo Eisen - Mainzer Hof 2:0
Sonntag, 7.9.2003, um 15 Uhr auf der Jahnwiese
Das Spiel gegen Mainzer Hof begann mit zwei kleinen Aufregern. Zum einen hatten wir nur ein passendes Netz dabei, zum anderen hatte Mainzer Hof keinen Schiedsrichter organisiert. Netterweise half aber ein (mir unbekannter) Schiri aus, der seine Sache mehr als ordentlich machte. Guido besorgte zur zweiten Halbzeit ein Ersatznetz.
Das Spiel begann eher schleppend. Torpedo war das gesamte Spiel über optisch überlegen, jedoch mangelte es zunächst an der Konsequenz im 16m-Raum. Pech hatte Lutz als er in der 15. Minute mit seinem Schuß nur den Pfosten traf. Neuzugang Karl hatte zwei, drei gute Szene in der ersten Halbzeit, konnte sich aber auch noch nicht entscheidend durchsetzen. Bester Mannschaftsteil bis dato war die Abwehr um Libero Philip, in der Kai und vertretungsweise Boris ganze Arbeit vollrichteten und keine einzige Torchance der Gäste im ersten Durchgang zu ließ.
Zu Beginn der zweiten Halbzeit die stärkste Phase von Mainzer Hof mit zwei guten Torchancen, bei denen einmal Ulf auf der Linie und Torwart Markus für den getunnelten Spielertrainer Philip (Majestätsbeleidigung!) klären mußten. In die Offensive von Eisen kam erst wieder mehr Schwung als Björn eingewechselt wurde. Ihm war es auch vorenthalten in der 60. Minute das 1:0 zu markieren. Nach schönem Solo von Philip auf der rechten Seite und anschließender Maßflanke konnte Björn in Gerd-Müller-Manier einnetzen.
Danach wurde das Spiel ruppiger. Unschöner Höhepunkt als in der 65. Minute nach einem Zweikampf von Sini mit seinem Gegenspieler letzterer aufsprang und Sini mit Fußtritten attakierte. Nach einem kleinen Spielertumult, dann die logische Hinausstellung des Mainzers. Sini erhielt eine 10-Minuten-Strafe, die aber mehr eine Konzessionsentscheidung darstellte als gerechtfertigt war.
Ab dann spielte nur noch Torpedo und Karl konnte nach Vorabeit von David in seinem ersten offiziellen Spiel für Eisen sein ersten Treffer verbuchen. Allerdings hätte Karl wenige Minuten nach dem 2:0 auf 3:0 erhöhen müssen, aber er scheiterte aus 5m am leeren Tor und an seinen Nerven.
Schließlich blieb es bei dem Arbeitssieg von 2:0. Um ins Pokal-Halbfinale zu gelangen bedarf es gegen Boca Feez einer deutlichen Steigerung im Offensivbereich und dass ohne den urlaubsbedingt fehlenden David. Eine harte Nuß, die auf Torpedo am Sonntag, den 28.09.03, zu kommt.
Viertelfinale
Torpedo Eisen - Boca Feez Seniors 2:1
Sonntag, 28.9.2003, um 15 Uhr auf der Jahnwiese
Torpedo bestritt dieses Spiel mit dem letzten Aufgebot: Ulf, Elmar, Lutz, Marc, Christoph M. und David fehlten verletzungs- oder urlaubsbedingt. Zu allem Überfluß könnten Björn und Sini erst Mitte der 1. Halbzeit auflaufen. Guido kam somit unfreiwillig zu seinem Comeback von Anfang an in der Startformation nach einem dreiviertel Jahr, Sebastian war sogar erstmals wieder seit 5 Jahren bei einem Pflichtspiel dabei. Zusätzlich half Sven aus.
Die Devise war von vornherein vorgegeben: hinten dicht stehen und vorne auf Konter hoffen. Bereits nach zwei Minuten war jedoch die Theorie über den Haufen geworfen. Nach einem strammen Schuß aus 23 Metern des besten Boca Feez-Spielers (Nr.4) an diesem Tage, schlug der Ball unhaltbar für den sehr gut aufgelegten Markus zum 0:1 ein.
Von diesem frühen Schock konnte sich Torpedo in den ersten 20 Minuten überhaupt nicht erholen. Der schnelle Vincent überlief die löchrige Abwehr von Torpedo dass ein oder andere Male, zu weiteren Tore kam es jedoch nicht. Erst mit der Hereinnahme von Björn und Sini nach 20 Minuten bekam Eisen das Spiel mehr in den Griff, jedoch blieben herausgespielte Tor-Chancen Mangelware.
Zwei Minuten vor der Halbzeit dann der unverhoffte Ausgleich. Christian trifft per direkt verwandelter Ecke von rechts, ein sensationelles Tor. Viel Zeit zum Jubeln blieb aber nicht, in der zweiten Halbzeit knüpfte Boca Feez an ihre erste starke Viertelstunde des Spiels an. Torpedo stark unter Druck. Zu allem Überfluß wird Thomas wegen Meckerns von Schiri Winzen zunächst für 10 Minuten, wenig später wegen Foulspiels sogar vom Platz gestellt.
In Unterzahl fiel es noch schwerer einen kontrollierten Spielaufbau zu gestalten. Eisen stellte sich hinten rein, vorne half der liebe Gott in Form von Christian und Kalle. Nach einem langen Abschlag von Markus, nahm Christian den Ball auf, umspielte seinen Gegner und servierte maßgerecht für den mitgelaufenen Sini. Dieser schenkte dem kostbaren Augenblick des Aufenthalts im gegnerischen Strafraums noch einen besondere Note, indem er nicht direkt abschloß, sondern sich noch eine Pirouette gönnte, um dann unter tosendem Jubel der Torpedo-Fans zum 2:1 einzuschieben.
Unglaublich, Eisen hatte das Spiel in Unterzahl gedreht. Den wütenden Angriffen von Boca Feez schmißen sich aufopferungsvoll die Torpedo-Spieler entgegen. Allen voran die Abwehr um Kai, Philip, Sebastian, Christoph und Sven. Björn könnte immer wieder den Ball behaupten, doch der Druck nahm unausweichlich zu. Trotz des hohen Spielanteils seitens Boca Feez, eine richtige gefährliche Torchance sprang nicht heraus.
Dies wäre wahrscheinlich auch so geblieben, wenn nicht 8 Minuten vor Schluß Libero Philip, den ansonsten bei Sebastian in der zweiten Halbzeit völlig abgemeldeten Vincent, beim Torschuß regelwidrig behindert hätte. Der Elfmeter, die letzte Chance von Boca Feez, aber sie konnte nicht genutzt werden. Der Ball strich um einige Meter am Tor vorbei. So blieb es bei dem hart umkämpften 2:1 Sieg. Letztlich war es ein Erfolg des Willens und der großartigen Moral der Eisen-Spieler. Nochmals ein Lob an alle Kämpfer !
Tore: 0:1 (4.), 1:1 Christian (41.), 2:1 Sinisa (73.)
Halbfinale
Torpedo Eisen - Cream Team 0:2
Sonntag, 19.10.2003, um 15 Uhr auf der Jahnwiese
Im Pokalhalbfinale ging es gegen einen unbequemen Gegner: gegen Cream Team hatte Torpedo noch nie gewinnen können. Personell könnte aber fast aus dem vollen geschöpft werden. Alles was bei Torpedo Rang und Namen hat, war an Bord. Dummerweise hatte sich Torjäger Thommy beim Training verletzt. Ein Test vor Spielbeginn ergab, dass Thommy kurzfristig ausfiel. Dies war ein schwerer Schlag für Torpedo, trotzdem ging man selbstbewußt ins Spiel.
Schon früh zeichnete sich der Spielverlauf des Spiels ab. Cream Team, das technisch stärkerer und visiertere Team kontrollierte das Spiel, Torpedo hielt mit Kampfkraft und geschickten Konter dagegen. In den ersten 20 Minuten neutralisierten sich beide. Umso überraschender die Führung für Cream Team. Nach einer zu kurzen Kopfballabwehr kam Cream Teams Bester an diesem Tage an den Ball, lupfte den Ball über die Abwehr und könnte trotz Bedrängnis zum 1:0 einschieben. Eine feine Einzelleistung des Stürmers.
Torpedo versuchte zu antworten. Pech für den aufgerückten Marc als nach einer Ecke sein Kopfball nur knapp das Gehäuse von Cream Team verfehlte.
Zur Halbzeit wurde noch einmal der Geist von Torpedo beschworen. Noch war nichts verloren. Aber auch Cream Team konnte noch zu legen. Es entwickelte sich ein schnelles, rasantes Spiel indem die physische Überlegenheit Cream Teams immer deutlicher wurde. Mehrmals mußte der gut aufgelegte Keeper Markus für seine Vorderleute retten. Torpedo kämpfte mit Leidenschaft, aber leider vergeblich. Wieder war es der gleiche Stürmer, der in der 60 Minuten seinem Gegenspieler Sebastian mit dem Rücken zum Tor alt aussehen ließ und mit erschreckender Kaltschnäuzigkeit zum vorentscheidenden 2:0 einnetzte.
Das Endspiel schien in unerreichbare Ferne gerückt. Doch Torpedo bewies Moral, löste den Libero auf und kämpfte. David und Philip trieben das Spiel nach vorne. Torpedo konnte eine ganze Anzahl von Ecken für sich verbuchen. Einige
brenzlige Situation spielten sich im Strafraum von Cream Team ab, aber wirkliche zwingende Torchance sprangen nicht heraus. Die beste vergab Philip in der 80. Minute als er nach einem Stellungsfehler eines Abwehrspielers einen Kopfball knapp über das Tor setzte. Wäre dies der Anschlußtreffer gewesen, hätte es noch einmal spannend weder können. So souverän wie Cream Team im Spiel nach vorne auftrat, desto anfälliger schienen sie wenn sie unter Druck gesetzt wurden.So aber blieb es bei einem insgesamt verdienten Sieg für Cream Team ohne das sich die Mannschaft von Torpedo Vorwürfe lassen machen müßte. Hinzuzufügen ist noch, dass das Spiel von Schiri Rudolph gut geleitet wurde und sehr fair war, was in der Vergangenheit bei Spielen zwischen den beiden Mannschaften nicht immer der Fall war.
Tore: 0:1 (20. Minute), 0:2 (60. Minute)
Gespielt haben: Markus - Kai, Sebastian, Stefan, Philip, Boris, Guido - Christoph, Lutz, Thomas, David, Ulf, Sini - Björn, Karl.
Karnevalscup im Soccer World 2003
SoccerWorld lud ein zum Hallenturnier auf der einmaligen
Kunstrasen-Anlage in Köln-Lövenich. Torpedo, die seit Eröffnung
von SoccerWorld wöchentlich auf der Anlage trainieren, nahm dankend
an und konnte den letzten Platz für das 16-köpfige Turnier noch
bekommen.
Allerdings schien es schwerer als erwartet eine schlagkräftige Truppe
zusammen zu bekommen und so waren es lediglich 7 Eisener die gewollt waren
sich der Herausforderung zu stellen. Zu den bewährten Stammkräften
wie Guido, Sinisa, Christian, Björn und Philip gesellten sich noch
Björns Bruder Dennis, der schon einige Male bei Bunte-Liga-Spielen seinen
Können unter Beweis stellte, und Altmeister Werner, der auch sonst mit
Torpedo mittrainiert. Zu allem Überfluß zog sich Björn beim
Abschlußtraining auch noch eine Zerrung zu, so dass der Mannschaft
nicht allzu große Chancen für das Turnier eingeräumt wurden.
Aber es sollte alles ganz anders kommen.
Das in den letzten Jahren in der Bunten Liga manifestierte Lospech blieb
Torpedo auch dieses Mal treu. Eisen erwischte die schwerste Vorrundengruppen
und sah sich 3 türkischen Teams gegenüber, die nun darauf brannten
mit ihrer technischen Überlegenheit den Gegner in Grund und Boden zu
spielen. So galt zunächst das Augenmerk ganz auf mannschaftliche
Geschlossenheit und aggresives Zweikampfverhalten. Genau dies stellte sich
später als Grundstein für den Erfolg heraus.
Das erste Spiel ging gegen Team Egeli. Nach hektischem Spiel ging Torpedo
jeweils mit 1:0 durch Björn und 2:1 durch Dennis in Führung, schaffte
es aber nicht die Führung nach Hause zu bringen und musste durch ein
Freistoß-Tor den Ausgleich hinnehmen. Herrschte zu diesem Zeitpunkt
noch etwas Unzufriedenheit über den verpassten Sieg, so wich diese schnell
nach dem zweiten Spiel gegen Kölntürkspor. Philip hat per Siebenmeter
die seiningen in Führung gebracht und Christian baute die Führung
mit einem lupenreinen Hattrick aus. Nach dem 2:2 und 4:0 schien der Einzug
in das Viertelfinale in greifbare Nähe gerückt.
Torpedo wollte in seinem letzten Vorrundenspiel nun nichts mehr anbrennen
lassen und erstickte die letzten Hoffnungen des FC Trüp auf ein Weiterkommen
mit einem 7:2 Kantersieg. Unter den Torschützen Christian, Björn,
Dennis, Sinisa und Philip 2x auch der frischgebackene vierfache Vater Werner,
der als ältester Turnierspieler wie ein Jungbrunnen den jungen Hasen
das Fürchten lehrte.
Die Bilanz nach der Vorrunde besser als erwartet. Als Gruppenerster ging
es gegen Die Mongolen. Eine sehr junge Truppe, die mit starken Auftritten
in der Vorrunde für Furore gesorgt hatte. Torpedo aber wich keinen
Millimeter von seiner Taktik ab und ging äußerst konzentriert
ans Werk. Philip sorgte mit 2 frühen Toren für eine beruhigende
Führung. Danach spielte sich Torpedo in einen wahren Rausch. Jedes folgende
Tor entsprang einer Kombination aus 3 bis 4 Stationen und mit 10:1
(Torschützen: Sinisa, Christian 2x, Dennis 2x, Björn 2x, Philip
3x) war den Mongolen schließlich der Zahn gezogen.
Im Halbfinale wartet nun Action United und nach Einschätzung der Experten
der vermutlich leichteste Gegner von den drei möglichen. Wieder brachte
Philip Eisen früh in Führung. Doch diese Führung war zum ersten
Mal kontraproduktiv und Torpedo ließ ein wenig die sie vorher stark
gemachte Kampfkraft vermissen. Selbst eine zweimüntige
Überzahlsituation ließ Torpedo ungenutzt. Torpedo behielt zwar
durch Tore von Dennis und Philip die Führung jedoch gab sich Action
United nicht geschlagen und fightete sich immer wieder ran. Nur Dank
unzähliger Parade von Guido konnte ein Rückstand verhindert werden.
Schließlich war es Sinisa der mit einer unbändigen Willenskraft
das 4:2 erzielte und für die Vorentscheidung sorgte. Das 3:4 Sekunden
vor Schluß durch Action United war nur noch Ergebniskorrektur.
Damit stand Torpedo im Finale und es war für alle Beteiligten wohl etwas
überraschend. Angesichts der dünnen Personaldecke und zusätlichen
Verletzungen von Björn und Philip ein großer, nicht zu erwartender
Erfolg. Aber Eisen wollte mehr. Endlich das Trauma der verlorenen Endspiele
besiegen, endlich am Ende auch mal ganz vorne zu stehen, das war das Begehren
jedes einzelnen Torpedo-Spielers als es ins Finale ging. Im Finale stieß
man auf einen alten Bekannten: Team Egeli. Das Team aus der Vorrunde, gegen
das Torpedo als einziges Federn gelassen hat. Team Egeli wäre aber
wahrscheinlich nicht so weit gekommen, hätte es sich nicht zusätzlich
mit Spielern aus ausgeschiedenen Mannschaften verstärkt. Im Vorfeld
waren sie daher leichter Favorit gegenüber Torpedo.
Aber Eisen ließ sich davon ebeso wenig beeindrucken wie von der Mehrzahl
der Fans, die Team Egeli lautstark unterstützten. Und wie schon in den
vorangegangenen Spielen ging Torpedo durch ein frühes Tor von Philip
in Führung. Aus schier unmöglichen Winkel traf er zum 1:0. Team
Egeli nahm den Kampf an. Nachdem Guido schon zweimal prächtig parieren
konnte war er beim dritten Mal chancenlos, 1:1.
Doch alles was Torpedo vorher schon so ausgezeichnet hatte, fand seine
Fortsetzung im Finale. Die unermüdliche kämpfenden Sinisa und Werner,
die Antreiber Dennis und Björn und die stets brandgefährlichen
Christian und Philip liefen nun zu Hochform auf. 5 Minuten vor Ende konnte
sich Philip auf der linken Seite bei einem Konter gegen seinen Gegenspieler
durchsetzen und legte den Ball vorbei an dem herauseilenden Torhüter
auf den mitgelaufenen Björn, der den Ball zur wiederholten Führung
über die Linie drückte.
Doch die Führung wehrte nicht lange. Ein langer Ball in die Torpedo
Abwehr, die Verteidigung uneins und ein schönes, unhaltbares Kopfballtor
verwehrteTorpedo den sicher geglaubten Sieg. 2:2 nach reguläre Spielzeit
wie schon im ersten Aufeinandertreffen.
Da ohne Verlängerung gespielt wurde, mußte das
Siebenmeterschießen die Entscheidnug bringen und daran hat bekanntlich
Torpedo gute Erinnerungen. Noch nie hat Eisen ein Elfmeterschießen
verloren. Im Bewußtsein dessen versenkten die drei Torpedo-Schützen
Dennis, Christian und Philip ihre Siebenmeter ohne dem Torwart auch nur den
Hauch einer Chance zu lassen. Nachdem die ersten beiden Elfer ähnlich
schnörkelos von Team Egeli verwandelt wurden, lag es nun an dem besten
Torhüter des Turniers seine Mannschaft zum Sieg zu verhelfen. Während
sich der letzte Schütze von Team Egeli den Ball zu recht legte, fixierte
Guido diesen wie es die Alteisen Torhüter-Legende Henning immer tat
und mit einem Reflex konnte er den entscheidenen Siebenmeter halten, durch
den Torpedo schließlich das Spiel gewann.
Aufgrund der konzentrierten und engagierten Leistung ein verdienter Turniersieger
wie es auch Veranstalter und ehemaliger Zweitligaprofi Andi Wessels sah.
Und als dieser schließlich den Pokal an den Turniersieger
überreichte, war allen wieder klar: "Marmor, Stein und Liebe bricht,
nur Torpedo Eisen nicht"