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Begegnungen der Saison 2003/2004 in Meisterschaft und Pokal, Hallenturnier "Müllem Cup 2004" und BuLi-Kleinfeldturnier


Meisterschaft 2003/2004

Play-Offs

Viertelfinale:

Torpedo Eisen - Sprit Connection 4:2 n.V.
Sonntag, 4.7.04, um 15 Uhr auf den Jahnwiesen

Nach über einem Jahr Abstinenz stand Torpedo endlich wieder in einem Viertelfinalspiel und hatte damit schon das erklärte Saisonziel erreicht. Obwohl der Gegner im Viertelfinale Sprit Connection hieß und dieser als Favorit in die Partie ging, wollte sich Eisen mit dem Erreichten noch nicht zufrieden geben. Dementsprechend brannten die Torpedos auf ein Weiterkommen, und alle aktuellen Spieler standen zur Verfügung.

Das Spiel begann aber unter denkbar schlechten Vorzeichen. Die ersten 10 Minuten konnte sich Eisen kaum aus der eigenen Hälfte befreien. Sprit begann sehr schwungvoll, Eisen dagegen total konfus. Zu allem Überfluss musste Spielertrainer Philip bereits nach 10 Minuten wegen einer Zerrung ausgewechselt werden. Stefan spielte von da an Libero und sollte dies mit großer Bravour erledigen. Nachdem die ersten Angriffswellen von Sprit verpufften, kam Eisen immer besser ins Spiel. Ein Warnschuss von dem fleißigen Sini war die erste nennenswerte Aktion nach 12 Minuten. Vor allem über den starken Björn lief das Spiel von Eisen rund. So auch in der 17. Minute, als nach einem langen Pass aus der Abwehr in die Spitze Björn den Ball aus schier unerreichbarer Position noch gegen seinen Gegenspieler behaupten konnte, einen weiteren Abwehrspieler austanzte, um dann mit toller Übersicht auf den Elfmeterpunkt zurückzulegen, von wo aus Thomas mit seinen Siebenmeilenstiefel anrauschte, um den Ball aus vollem Lauf in das Tordreieck zu hämmern. Wow, was für ein Tor! Sprit reklamierte zwar kurz, dass Thommy seinen Gegenspieler bei dieser Aktion behindert hätte, diese Meinung konnte aber der gut leitende Schiri Rudolph nicht teilen.

Mit der Führung im Rücken spielte Eisen befreiter. Kurze Zeit später erkämpfte sich David im Mittelfeld den Ball und passte auf den schon lauernden Tommy, der keine Mühe hatte, aus 10m die Führung auf 2:0 auszubauen. Alles schien für Torpedo zu laufen. Die Abwehr mit Stefan, Kai und Guido stand sicher und im Mittelfeld beherrschten Lutz, David, Thomas, Sini und Gregor ihre Gegenspieler. Sprit konnte sich keine zwingende Torchancen mehr erspielen. Die Klasse von Sprit zeigte sich allerdings kurz vor der Halbzeit als nach einem Ballverlust im Mittelfeld ein Stürmer von Sprit unbedrängt zum 1:2 (Abseits ?) einnetzen konnte. Damit war das Spiel wieder offen.

Nach der Halbzeit ein anderes Bild: Sprit, durch den Anschlusstreffer beflügelt, drängte nun auf den Ausgleich. Dennoch hatte Tommy kurz nach der Halbzeit die große Chance, das Spiel frühzeitig zu entscheiden, doch sein Schuss aus 8m konnte von Sprit`s Torhüter reflexartig pariert werden. Dies war aber für lange Zeit die letzte Gelegenheit für Eisen. Sprit schnürte Torpedo phasenweise in der eigenen Hälfte derart ein, dass selbst die Befreiungsschläge noch nicht mal bis zur Mittellinie kamen. In diese Drangperiode hinein fiel auch dann der Ausgleich. Nachdem sich nach einer hohen Flanke Sebi und Stefan uneins waren, nutzte der zweite Stürmer von Sprit die Gunst der Stunde und köpfte den Ball an dem sonst sicheren Markus vorbei ins Tor. Auch wenn dieses Tor mehr ein Geschenk der Eisener Hintermannschaft war, so ging der Ausgleich bis zu diesem Zeitpunkt völlig in Ordnung.

Nach dem Ausgleich aber fing sich Torpedo wieder und gestaltete das Spiel offener. Pech hatte Tommy in der letzten Minute der regulären Spielzeit, als er nach Thomas Flanke kurz vor dem Tor nur knapp den Ball verpaßte. So blieb es beim 2:2 in der regulären Spielzeit.

In der Verlängerung machte sich dann die konditionelle Überlegenheit von Torpedo bemerkbar. Mit den neuen Kräften Boris, Christoph, Karl, Marc und Sebi konnte sich Torpedo ein Übergewicht im Mittelfeld erkämpfen. Vor allem über Sebi`s rechte Seite liefen jetzt die Angriffe. Dieser hatte auch die beste Chance in der ersten Halbzeit der Verlängerung als er mit einem Flachschuss auf Höhe der Grundlinie am Torwart von Sprit scheiterte. Zu Beginn der zweiten Halbzeit hatte sich Spielertrainer Philip schon gedanklich auf ein Elfmeterschießen eingestellt, als David mit einer tollen Einzelaktionen Sprit aus allen Halbfinalträumen riss. Aus halbrechter Position, ca. 18m zum Tor, hatte sich David den Ball erkämpft und schoss per Dropkick den Ball in die lange Ecke. Auch wenn dies die Vorentscheidung sein sollte, gab Sprit nicht auf und versuchte mit hohen Bällen noch den Ausgleich zu erzielen. Kurz vor Schluss dann die endgültige Entscheidung, als ein Befreiungsschlag von Sini von David aufgenommen wurde und dieser mit viel Übersicht den Ball über den herausgeeilten Torwart lupfte: 4: 2 ! Alle lagen sich in den Armen, Torpedo hatte das Halbfinale erreicht. 

Ein toller Erfolg gegen einen starken und immer fairen Gegner. Im Halbfinale trifft man nun auf die Bayern der Bunten-Liga: Graskloppers. Gegen den Abonnenten-Meister gab es noch nie einen Sieg in einem Meisterschaftsspiel. Es wird Zeit, dass sich die Dinge ändern!

Tore: 1:0 Thomas (Vorarbeit: Björn, 17. Minute), 2:0 Tommy (Vorarbeit: David, 24. Minute), 2:1 (42. Minute), 2:2 (65. Minute), 3:2 David (106. Minute),  4:2 David (Vorarbeit: Sini, 119.Minute)

Gespielt haben: Markus - Kai, Philip, Stefan, Guido, Sebi - Lutz, Boris, Christoph, Sini, Marc, Thomas, Gregor, David - Björn, Karl, Tommy.

...Und nach dem Spiel:

       

Halbfinale:

Torpedo Eisen - Grasskloppers 3:4
Sonntag, 11.7.04, um 11 Uhr auf den Jahnwiesen

Nach dem tollen Sieg im Viertelfinale wartete nun im Halbfinale mit der Mannschaft von Graskloppers die nächste Herausforderung für Torpedo Eisen. Im Vergleich zur Vorwoche gab es zwei Änderungen im Kader: Gregor musste aufgrund einer Erkältung passen, der wieder genesene Philip kehrte zurück ins Team. Leider verletzte sich Thomas vor dem Spiel und konnte daher nur gehandicapt ins Spiel gehen. Ansonsten war man mit den mitgereisten Fans aus Jelmsdorf und Bremen und den Spielerfrauen guter Dinge, die Negativserie gegen Graskloppers endlich zu stoppen.

Die ersten Minuten des Spiels tasteten sich beide Mannschaften verhalten ab. Es ergaben sich kleinere Chancen für Tommy, Björn und Philip, die aber nicht zwingend waren. Graskloppers spielte wie erwartet, kontrolliert und auf die Fehler des Gegners lauernd. Mit dieser Taktik hatten sie auch nach 12 Minuten Erfolg: nach einem missglückten Befreiungsversuch von Libero Stefan trudelte der Ball genau vor die Füße von Graskloppers Stürmer Markus, der mit viel Ruhe den Ball an Torpedos Torwart Markus vorbeilegte und zum 1:0 einschoss.

Trotz des frühen Rückschlages, spielte Torpedo weiter beherzt nach vorne. Es ergaben sich eine Reihe von Ecken, aus denen die erste gute Torchance für Torpedo resultierte, als Christoph - der kleinste Spieler auf dem Platz (!) - per Kopfball nur die Latte traf. Von diesem Ereignis derart beflügelt, zielte er zwei Minuten später besser: Nach einer Ecke von Björn Verwirrung in der Graskloppers-Abwehr, der Ball konnte nicht geklärt werden und Schlitzohr Christoph mit links zum 1:1 Ausgleich (danach bedurfte es erstmal einer halben Stunde um den jubelnden Torschützen wieder einzufangen).

Wer nun gedacht hatte, das Geschenkeverteilen auf beiden Seiten sei damit erledigt, sah sich getäuscht. Nach einer Ecke sieben Minuten vor Ende der ersten Halbzeit konnte Stürmer Karl im eigenen Strafraum den Ball nicht aus der Gefahrenzone befördern, und wieder einmal nutzte Graskloppers die individuelle Schwäche der Torpedos gnadenlos aus und ging erneut in Führung. Das war auch der Halbzeitstand in einem ausgeglichenen Spiel, wobei Graskloppers aufgrund seiner Abgezocktheit nicht unverdient 2:1 führte.

Doch Torpedo gab sich noch nicht geschlagen und wollte in den verbleibenden 45 Minuten nochmal zurückschlagen. Gesagt getan: Kurz nach Beginn der zweiten Halbzeit verblüffte Thomas mit einem schnell ausgeführten Einwurf gleich mehrer Grasklopper, Philip nahm den Ball auf und jagte ihn aus 13m leicht abgefälscht in die Maschen. Ein schönes Tor und das richtige Startsignal für die Torpedos, das Spiel wieder rumzureißen.

Angepeitscht von den nun entfesselten Torpedo-Fans spielte Eisen weiter nach vorne. Und es kam wie es kommen musste: in diese Drangphase hinein die Führung durch den eifrigen Björn, dessen Schuss von der Strafraumgrenze abgefälscht über den Torwart unhaltbar ins langen Eck segelte: 3:2! Torpedo hatte das Spiel gedreht. Nun lag es an den Graskloppers, wieder ins Spiel zurück zu gelangen. Sie versuchten es mit ihrer altbewährten Methode: hohe Bälle in den Strafraum. Doch dieses Mittel führte zunächst zu keinem Erfolg. Die Abwehr um Libero Stefan, Guido, Sebi und Kai ließ nicht viel anbrennen. Das Mittelfeld um "die Lunge" Sini, Thomas, Lutz, Sebi, Philip und David verrichteten ganze Arbeit und vorne lauerten Tommy und Björn auf ihre Konterchance. Es ergaben sich dann auch 2-3 gute Kontergelegenheiten für Eisen, die teilweise zu leichtfertig vergeben wurden. Pech hatte Tommy, als nach toller Vorarbeit von Björn sein Schuss nur Zentimeter am Posten vorbeistrich. In dieser Phase hätte Torpedo mit einem weiteren Treffer das Spiel entscheiden können. So sollte es dann doch ganz anders kommen.

Doch Graskloppers gab sich noch nicht geschlagen. Nach einer umstrittenen Szene entschied der ansonsten souverän wirkende Schiri Rudolph in der 80. Minute auf Freistoß in Höhe der Eckfahne für Graskloppers. Den anschließenden Freistoß köpfte der bis dato nicht sonderlich in Erscheinung getretene Stürmer Andreas von Graskloppers trotz Bedrängnis durch Marc zum Ausgleich. Bei allem Ärger über den Ausgleich, Respekt vor der Leistung des mittlerweile ja auch nicht mehr ganz taufrischen Dino der Bunten-Liga.

Damit war das Spiel wieder offen. Torpedo versuchte wieder, das Spiel an sich zu reißen, doch die Kräfte ließen nach. Zu allem Überfluss verletzten sich auch noch Tommy und Björn. Der endgültige K.O. dann drei Minuten vor Schluss, als nach einem zu kurz geklärten Abwehrversuch ein Mittelfeldspieler von Graskloppers mit einem Sonntagsschuss Torpedo aus allen Finalträumen riss.

Eisen versuchte es noch einmal, aber es hat nicht sollen sein. In einem kämpferisch guten und spannenden Spiel bis zum Schluss zog die etwas glücklichere Mannschaft schließlich ins Finale. Ausschlaggebend für die Niederlage waren die individuellen Fehler im eigenem Strafraum und das "zu grün" sein der Torpedos.Eisen braucht sich aber nicht zu grämen. Die Mannschaft hat ein gutes Spiel gezeigt und sowieso - trotz des frühen unglücklichen Ausscheidens im Pokal - eine tolle Saison gespielt. Außerdem besteht am kommende Samstag zumindest noch die Möglichkeit im Spiel um Platz 3 gegen den ehemaligen Gruppengegner Lok Libuda Dritter der Bunten.Liga zu werden, und das wäre auch schon eine ehrenhafte Leistung.

Tore: 0:1 (12. Minute), 1:1 Christoph (18. Minute), 1:2 (38. Minute), 2:2 Philip (Vorarbeit Thomas, 47. Minute), 3:2 Björn (54. Minute), 3:3 (80. Minute), 3:4 (87. Minute)

Gespielt haben: Markus - Kai, Stefan, Guido, Sebi - Lutz, Marc, Sini, Christoph, Philip, David, Boris, Thomas - Björn, Tommy, Karl

 

Spiel um Platz 3:

Torpedo Eisen - Lok Libuda 5:4 n.E. (1:1)
Samstag, 17.7.04, um 13 Uhr auf den Poller Wiesen

 

Hauptrunde

Torpedo Eisen - FC Rheingrätscher 1:0
Sonntag, 18.4.04, um 15 Uhr auf den Poller Wiesen

Im Auftaktspiel von Torpedo gegen den Neuling der Liga FC Rheingrätscher ging es darum, einen Ausrutscher wie im Vorjahr gegen einen eher unterklassig einzustufenden Gegner zu vermeiden. Obwohl gleich 5 Spieler von Eisen fehlten und Sega noch nachnominiert werden musste, lautete die ausgegebene Parole von Spielertrainer Philip "Sieg ist Pflicht".

Die ersten 20 Minuten spielten beide Mannschaften eher abwartend. Torpedo übernahm zwar das Kommando, außer ein paar harmlosen Weitschüssen ereigneten sich aber keinen nennenswerten Szenen. Erst nach einem Lehrbuch-Konter, der zum 1:0 führte, lief das Uhrwerk Eisen rund. Nach einem Eckball von Rheingrätscher konnte Philip den Ball aus dem 16-er zu Karl köpfen, der mit einer geschickten Drehung seinen Gegenspieler stehen ließ und auf den schon an der Mittellinie lauernden David passte. In unnachahmlicher Art nahm dieser den Ball auf und spurtete 40m über den Platz, um am Torwart vorbei zur Führung von Torpedo einzunetzen.

In der Folgezeit wurde Torpedo immer stärker. Nach fast identischer Vorarbeit von Karl, der in der ersten Halbzeit Eisens Bester war, hätte Philip auf 2:0 erhöhen müssen, scheiterte aber an dem immer stärker werdenden Keeper von Rheingrätscher.

Mit der Überlegenheit von Torpedo mischte sich jedoch eine Nachlässigkeit in der Hintermannschaft ein, die fast bestraft worden wäre, als nach feinem Solo eines Mittelfeldspielers von Rheingrätscher der Pfosten für Eisen rettete. Auf der anderen Seiten aber ebenso Pech für Karl, dessen Schuss aus 10m am Innenpfosten wieder heraussprang. Eine gute Möglichkeit besaß noch Sega, der nach einer Ecke von Björn freistehend über das Tor köpfte.

Nach der Halbzeit spielte nur noch eine Mannschaft. Rheingrätscher hatte in der zweiten Spielhälfte bis auf 2 Freistöße, die im Nirvana verpufften, keine einzige Torchance mehr. Eisen spielte auch ohne Abwehrchef Stefan aus einer bombensicheren Abwehr um Marc, Sebi, den mit Sini zweikampfstärksten Spieler am heutigen Tage, Boris und Kai. Vor allem wurde das Flügelspiel immer wieder miteinbezogen. War dies in der ersten Halbzeit noch über die linke Seite mit Boris und Chris, so wurden in der zweiten Halbzeit die Angriffe vermehrt über die rechte Seite von Kai und Björn gefahren. Das einzige Manko an diesem Spieltag war das Auslassen der Torchancen.

Nach einer Ecke von Björn hatten David und Sega gleich im Doppelpack das 2:0 auf dem Kopf, aber für den schon geschlagenen Torwart konnte ein Abwehrspieler noch auf der Linie klären. Pech hatte auch David nach einem Traumsolo gegen fünf Rheingrätscher, als er einmal mehr am Schlussmann des Gegners scheiterte. Weiter Chancen durch Fernschüsse von Boris, Thomas, David und Björn folgten, ohne dass dies zu einem weitern Treffer führten. Vielleicht machte sich doch die Abwesenheit von Thommy, dem Torschützenkönig der letzten Saison, bemerkbar?!

Dennoch zeigte TE eine feine Mannschaftsleistung mit einem überragenden David, die zu einem hochverdienten Erfolg von Torpedo führte, wobei ein weitaus höherer Sieg gegen einen in der 2. Halbzeit stark nachlassenden Gegner möglich gewesen wäre. Viel Zeit zum Hadern über die vertanen Chancen, die Tordifferenz auszubauen, bleibt allerdings nicht, denn am Sonntag steht schon das nächste (Pokal-)Spiel an. Dabei bekommt es Eisen mit einem ganz anderen Kaliber zu tun: Dynamo Tresen hat bislang noch nicht verloren und gegen renommierte Mannschaften eindrucksvoll gepunktet, so dass dies sicherlich kein Spaziergang wird.

Tore: 1:0 David (24., Vorarbeit Karl)

Gespielt haben: Guido - Kai, Marc, Sebi, Boris - Philip, Sini, Thomas, Christoph, Björn - David, Karl, Sega

 

 

Torpedo Eisen - Independiente 3:2
Sonntag, 2.5.04, um 15 Uhr auf der Jahnwiese

Nach der etwas unglücklichen Niederlage im Pokal ging es für die Mannen von Torpedo nun darum, sich voll auf die Meisterschaft zu konzentrieren.

Verstärkt wurde das Team durch Lutz Skywalker und dem nach einjähriger Abstinenz wieder einsatzbereiten Gregor. Die Anwesenheit Letzteren wurde als positives Omen gewertet, da jener im letzten Aufeinandertreffen gegen Independiente vor zwei Jahren den 2:1 Siegtreffer erzielte und damit die Niederlagenserie gegen den früheren Angstgegner beendete.

Torpedo hatte umgestellt und für den kurzfristig krank gewordenen Karl stellte sich Spielertrainer Philip selbst in den Sturm. Diese Maßnahme wurde von manchen Torpedo-Spielern anfangs noch mit Schmunzeln vernommen, sollte sich später aber als genialer Schachzug des Trainerfuches erweisen!

Torpedo begann sehr konzentriert. Schon nach 6 Minuten dann auch die Führung für Eisen: Sini hatte mit seiner unvergleichlichen Kämpfernatur den Ball im Mittelfeld erobert und zu Philip gepasst, der mit einen schönem Heber den über links startenden David einsetzte, welcher kurz vor der Grundlinie den Ball flach hereinbringen konnte, genau auf den heranstürmenden Tommy, der mit feiner Grätsche in Gerd-Müller-Manier den Ball zum 1:0 über die Linie drückte. Ein Auftakt nach Maß. Independiente, die bereits im Auftaktspiel gegen Libuda verloren hatten, stand unter Zugzwang. Angetrieben von dem in der ersten Halbzeit besten Independiente-Spieler (der ohne Namen auf dem Trikot) übernahmen die Latinos das Kommando auf dem Spielfeld, ohne sich jedoch zwingende Torchancen zu erarbeiten. So musste Torpedo in Gestalt von Torwart Markus - der im übrigen sonst fehlerfrei hielt - schon selber nachhelfen, als dieser sich bei einem Freistoß in der 31. Minute von rechter Position verschätzte und den Ball unbedrängt ins eigene Netz bugsierte und dadurch Independiente ausgleichen konnte. Torpedo war von diesem Lapsus geschockt und konnte zunächst nicht ins Spiel zurückfinden.

Fünf Minuten später dann sogar die Führung von Independiente, als ein Stürmer im Strafraum geschickt den Ball gegen zwei Abwehrspieler abschirmte um dann auf einen Mitspieler zu passen, welcher aus 8m unhaltbar trocken einschießen konnte. Somit war die schöne Ausgangsbasis der Führung verspielt und Independiente verdient in Führung gegangen.

Torpedo Eisen versuchte nun mehr nach vorne zu spielen, doch es entstanden zunächst keine zwingenden Aktionen. Kurios dann die folgenden Szene als Independiente-Spieler Ralf den Ball im 16er nach einem Zweikampf mit Philip mit der Hand spielte, aber zum Verdutzen aller Schiri Vincent nicht auf Elfmeter für Torpedo entschied, sondern auf Freistoß für Independiente! Wenig später dann aber eine knifflige Szene: kurz hinter der Mittellinie Zweikampf zwischen einem Independiente-Spieler und Gregor an der Außenlinie. Nachdem Gregor den Ball an seinem Gegenspieler vorbeilegen konnte, reklamierten Independiente-Spieler dass der Ball bereits die Außenlinie passiert hätte, aber der Ball schien nach den Beteiligten Torpedo-Spielern noch im Spiel. Gregor spielte dann einen Pass auf Philip, der den Ball an seinem Gegenspieler und den herauslaufenden Torwart von der Grundlinie parallel aus 12m herüberlupfen konnte und der Ball von der Torlatte dem völlig freistehenden Thommy vor die Füße fiel, der keine Mühe hatte, 4m zu versenken. Eisen war zurück im Spiel und hatten den psychologischen wichtigen Ausgleich kurz vor Halbzeit markiert.

Nach der Halbzeit verflachte die muntere Partie der ersten Hälfte. Independiente blieb aber die spielbestimmende Mannschaft ohne sich jedoch nennenswerte Torchancen herauszuspielen. Eisen spielte abwartend, die wenigen Konter wurden viel zu hastig und unkontrolliert abgeschlossen. So hatten sich dann schon beide Mannschaften mit einem leistungsgerechtem Unentschieden abgefunden als sich die Prophezeiung von Spielertrainer Philip, er würde heute ein entscheidenes Tor schießen, erfüllte. Nach einem der wenig durchdachten Angriffe von Torpedo in der 2. Halbzeit scheiterte Thomas zunächst mit einem Schuss aus 20m, als Philip mit einem Diagonalpass David einsetzte, dessen Schuss jedoch zunächst vom Independiente-Torwart pariert werden konnte. Aber David, der nun auch das Kämpfen bei Torpedo gelernt hat, setzte dem Abpraller nach und hatte die Ruhe und das Auge auf den im Strafraum völlig freistehenden Philip zu flanken. Dieser nahm den Ball volley aus 7m und jagte ihn über den Torwart hinweg unter die Latte: 3:2! Eisen hatte das Spiel gedreht.

Schließlich blieb es bei dem etwas glücklichem Sieg von Torpedo. Das Glück, was Torpedo letzte Woche im Pokal verlassen hatte, war zurückgekehrt. In einer kämpferisch guten, aber spielerisch doch schwachen Mannschaft von Torpedo ist die von Marc gut organisierte Abwehr um Guido, Boris, Sebi, Christoph und Stefan hervorzuheben und natürlich die stark verbesserte Chancenauswertung (fast 100%) der Stürmer. Torpedo`s Weg in der Champions League scheint weiter nach oben zu gehen, in zwei Wochen kommt es im Duell der bislang unbesiegten Mannschaften in der Gruppe gegen Lok Libuda zu einem echten Spitzenspiel.

Besonderem Dank gebührt Werner und seiner Familie, die treusten der Treuen neben Manager 'DJ' Marc und den Spielerfrauen, die nach dem Spiel mit Bier und Grillfleisch aufwarteten und den gelungenen Sonntag Nachmittag für die Torpedos abrundeten.

Tore: 1:0 Tommy (6., Vorarbeit David), 1:1 (31.), 1:2 (36.), 2:2 Tommy (42., Vorarbeit Philip), 3:2 Philip (84., Vorarbeit David)

Gespielt haben: Markus - Sebi, Kai (2 Min. !!), Marc, Stefan, Guido, Boris, Christoph - Björn, Lutz, Sini, Thomas, David, Gregor - Tommy, Philip.

 

 

Torpedo Eisen - Lok Libuda 1:3
Samstag, 15.05.04, 11 Uhr auf den Jahnwiesen

Zwischen den bislang ungeschlagenen Teams von Torpedo Eisen und Lokomotive Libuda ging es nicht nur um drei wichtige Punkte hinsichtlich der Qualifizierung für das Viertelfinale, sondern auch um eine Vorentscheidung um den Gruppensieg. Daher galt es, alle verfügbaren Kräfte von Torpedo zu motivieren, was soweit ging, dass Spielertrainer Philip noch in der Nacht vor dem Spiel zwei seiner Schützlinge aus einem stadtbekannten Etablissement auslösen ließ, um in Bestbesetzung antreten zu können! Bis auf den verletzten Kai waren alle an Bord.

Das Spiel begann wie erwartet: Lok spielte aus einer sehr ballsicheren Abwehr heraus und versuchte, über ihre beiden wuseligen Spielmacher das Spiel anzukurbeln. Daraus ergaben sich Feldvorteile für die Libudaner in den ersten 20 Minuten, die aber zunächst noch nicht zu zwingenden Torchancen führten.

Zwischen der 20. bis 30. Minuten dann eine Drangperiode von Lok auf das Tor von Markus, wobei das ein oder andere Mal nur mit viel Glück ein Rückstand verhindert werden konnte. So auch in der 26. Minute, als Sebi den Ball für den schon geschlagenen Markus noch von der Linie kratzen konnte, es jedoch den Anschein hatte, als sei der Ball bereits mit vollem Umfang hinter der Linie gewesen. Torpedos Bemühungen, sich selber Torchancen zu erspielen, wurden meistens sofort im Keim erstickt. Eisens Stürmer waren zunächst völlig abgemeldet. Gerade als es so schien, dass Libuda sein Pulver verschossen hatte, dann doch die Führung: Über die völlig entblößte linke Seite von TE konnte ein Spieler von Lok ungehindert aus 20m abziehen, Torhüter Markus konnte diesen Schuss noch parieren, gegen den Abstauber war er aber machtlos. Libuda war verdient in Führung gegangen. Nach der Führung bemühte sich TE mehr nach vorne zu spielen. Kurz vor der Halbzeit die einzig echte Torchance für Eisen als Björn nach einem Querschläger von Karl aus 10m am Torwart von Lok scheiterte.

Für die 2. Halbzeit hatte sich Torpedo vorgenommen, das Spiel ausgeglichener zu gestalten. Dies gelang auch ganz gut, Libuda besaß zwar weiterhin Feldvorteile, jedoch verteidigte TE zunächst aufmerksamer als in den ersten 45 Minuten. Dennoch lahmte das Spiel nach vorne, so dass es schon der Mithilfe von Lok bedurfte, um wieder ins Spiel zu gelangen: nach einem schönen Pass von Lutz auf David wusste sich der Libero von Libuda nur mit einem Handspiel im Strafraum zu behelfen. Schiri Vincent entschied sofort auf Elfmeter. Diese Chance ließ sich David nicht entgehen und verwandelte kompromisslos zum 1:1. Torpedo war wieder da.

Dieses Tor schien zu beflügeln, zwischen der 60. und 70. Minute die stärkste Phase von TE. Fünf Minuten nach dem Ausgleich legte David nach kämpferischen Einsatz für Lutz auf, der aus 17m einen seiner gefürchteten Hammer auspackte. 95% aller Bunten-Liga Torhüter hätten angesichts Lutzi`s Gewaltakt wohl nur noch hinter sich greifen können, nicht aber Libuda`s "Katze", die mit den Fingerspitzen den Ball noch um den Torpfosten lenken konnte.

Weitere 5 Minuten später war wieder der Torhüter von Lok im Blickpunkt und es folgte die vielleicht spielentscheidende Szene: Philip erahnte einen Querpass des Torhüters auf seinen Libero, spritzte dazwischen und hatte die Chance im Duell 1:1 gegen den Keeper die Führung zu erzielen. Doch der ansonsten so abgebrühte Schwede scheiterte an seinen Nerven - wieder einmal wenn es gegen Libuda ging - und schob den Ball am Tor vorbei. Dies hätte die Führung sein müssen und vielleicht sogar die (überraschende) Wende des Spielverlaufs.

So aber blieb es beim 1:1 als Lok umstellte und den starken Klaus auf die linke Außenbahn beförderte, von wo er sich ein-zweimal gefährlich in Szene setzen konnte. So auch in der 80. Minute als er an der linken Außenbahn zwei Verteidiger von Torpedo stehen ließ und seine Flanke unglücklich von Stefans Schulter über Markus hinweg ins Tor segelte. Nur drei Minuten später baute der gleiche Spieler die Führung noch aus, als er mit einem schönen Heber aus allerdings abseitsverdächtiger Position Markus überwand. Damit war das Spiel entschieden, obwohl Torpedo noch zwei Chancen in Gestalt eines Drehschusses von Tommy und eines schönen Kopfballs von Marc nach Ecke Philip hatte. Am Ende konnte Torpedo jedoch auch froh sein, dass die Niederlage nicht höher ausfiel, da zweimal das Aluminium weitere Tore von Lok verhinderte.

Insgesamt ein verdienter Sieg für Lok Libuda, die am diesen Tag in fast allen Mannschaftsteilen individuell besser besetzt waren und denen mit dieser Leistung der erste Platz in der Gruppe wohl nicht mehr zu nehmen sein dürfte. Für TE geht es nun darum, in den letzten beiden Spielen gegen Kellerkinder und Mülldeponie die noch benötigten Punkte einzufahren um somit das angestrebte Saisonziel, die Qualifizierung für das Viertelfinale, zu erreichen.

Tore: 0:1 (29. Min.), 1:1 David (Handelfmeter, 60. Minute), 1:2 (80. Minute), 1:3 (83. Minute)

Gespielt haben: Markus - Christoph, Marc, Guido, Sebastian, Stefan, Boris - Gregor, Sini, Thomas, David, Lutz - Tommy, Philip, Björn, Karl

 

 

Torpedo Eisen - Kellerkinder 3:0
Samstag, 5.6.04, um 11 Uhr auf den Poller Wiesen

In dem möglicherweise vorentscheidenen Gruppenspiel gegen Kellerkinder war die Ausgangslage klar: bei einer Niederlage hätte Torpedo in die Sommerpause gehen können, bei einem Sieg dagegen gute Chancen auf das Erreichen des Viertelfinals. Vor diesem wichtigen Spiel gab es jedoch eine Hiobsbotschaft: gleich die komplette Viererabwehrkette um Marc, Kai , Stefan und Boris musste für dieses Spiel passen. Dabei schmerzte besonders der Ausfall von Abwehrchef Stefan, der an diesem Wochenende heiratete. Auch das verlockende Angebot, direkt nach Spielende vom Mannschaftstrainer persönlich zur Kirche gebracht zu werden, schlug der Bräutigam aus. Trotzdem von dieser Seite nochmal alles Gute an den Herrn Gemahl!

Zu allem Überfluss leistete sich das TE-Management auch noch einen Faux pas, in dem es die Mannschaft von Torpedo auf die Jahnwiese und nicht wie angesetzt auf die Poller Wiesen lotste. Nach einem Autokorso durch die Innenstadt und ca. halbstündiger Verspätung konnte das Spiel dann doch noch - auf den Poller Wiesen - angepfiffen werden. Nochmals Dank an Kellerkinder für das Ausharren und die Geduld.

Unbeeindruckt von der ganzen Vorgeschichte spielte Eisen die 1. Halbzeit wie aus einem Guss: Hinten stand die Abwehr um Libero Philip mit den beiden Manndeckern Guido und Sebi bombensicher, im Mittelfeld setzten Thomas und David die Stürmer Tommy, Björn und Karl gekonnt in Szene und die Außen mit Christoph (später Lutz) und vor allem dem starken Gregor konnten immer wieder gefährliche Angriffe einleiten.

Das 1:0 nach 12 Minuten resultierte jedoch aus einer Standardsituation. Nach einem Eckball konnte die Abwehr von Kellerkinder den Ball nicht aus dem Strafraum befördern, David schaltete am schnellsten und markierte mit einem überlegten Schlenzer ins lange Eck die Führung.

Mit der Führung im Rücken spielte es sich für Torpedo noch leichter. Weitere 10 Minuten später schlug Sebi einen Zuckerpass aus der Abwehr heraus auf Tommy, der sich gegen seinen Gegenspieler durchsetzen und auf Karl passen konnte. Karl mit einem feinem Hackentrick zurück auf Tommy, der dann keine Mühe hatte, aus 5m den Ball über die Linie zu drücken, nachdem er wenige Minuten zuvor aus ähnlicher Position noch am Pfosten scheiterte. Die schönste Kombination des Tages folgte dann wenig später zum 3:0: Nachdem sich Gregor bis auf die Grundlinie Höhe Eckfahne durchgetankt hatte, bediente er "AIR" Kalle mit einer Maßflanke, die dieser in Form eines wunderschönen Kopfballs verwertete.

Kellerkinder hatte zumindest in der ersten Halbzeit dem Angriffswirbel von Torpedo wenig entgegen zu setzen. Erst kurz vor Ende der ersten Halbzeit die einzig zwingende Torchance, die der Stürmer von Kellerkinder aber überhastet vergab.

In der 2. Halbzeit änderte sich das Bild ein wenig. Torpedo Eisen blieb zwar spielbestimmend, doch lange nicht mehr so zwingend wie im ersten Durchgang. Zwar wurden die Angriffe gut über die Außen vorgetragen, doch die Flanken verpufften meistens im Niemandsland. Fast ein Dutzend Eckbälle hatte sich Eisen in der 2. Halbzeit erarbeitet, richtig gefährlich waren diese bis auf einen Kopfball von Björn jedoch nicht. Kellerkinder erkannte, dass der Motor Eisen stockte und spielte ihrerseits konsequenter nach vorne. Daraus ergaben sich 2-3 gute Chancen für Kellerkinder, die aber der bravouröse Schlussmann Markus zunichte machte. Je länger das Spiel dauerte, desto mehr verflachte das Niveau der Partie. Dem passte sich auch Schiri Rudolph Capelli an, der ansonsten fehlerfrei pfiff, als er Mitte der 2. Halbzeit nach klarem Handspiel eines Kellerkinder Abwehrspielers im Strafraum nicht auf Elfmeter entschied.

Insgesamt geht in einem fairen Spiel der Sieg von Torpedo auch in dieser Höhe in Ordnung, wenngleich Kellerkinder auf Grund der Chancen in der 2. Halbzeit einen Treffer verdient gehabt hätte. Nun kann Torpedo im letzten Gruppenspiel mit einem Sieg gegen Mülldeponie den ersehnten Einzug in das Viertelfinale perfekt machen.

Tore: 1:0 David (12. Minute), 2:0 Tommy (Vorlage Karl, 20 Minute), 3:0 Karl (Vorlage Gregor, 36. Minute)

Gespielt haben: Markus - Sebi, Philip, Guido - Christoph, Lutz, Thomas, Sini, David, Gregor - Tommy, Karl, Björn.

 

Torpedo Eisen - Mülldeponie 4:1
Samstag, 19.6.04, um 11 Uhr auf den Jahnwiesen

In dem letzten Gruppenspiel ging es für beide Mannschaften um alles. Mülldeponie benötigte einen Sieg zum Weiterkommen, Eisen dagegen würde ein Unentschieden bereits reichen. Torpedo trat fast in Komplettbesetzung an, lediglich Lutz und Stefan fehlten. Aufgrund der jüngsten beachtlichen Ergebnisse von Mülldeponie gegen die Mitkonkurrenten Independiente und Lok Libuda war die Mannschaft um Spielertrainer Philip gewarnt. Dies sollte keine leichte Aufgabe werden. Dementsprechend defensiv ging Eisen zunächst zu Werke. In den ersten Minuten neutralisierten sich beide Mannschaften gegenseitig. Mit der ersten guten Aktion von Torpedo auch gleich die ersehnte Führung: Sini setzte sich in der 6. Minute mit seiner ihm typischen Dynamik auf der rechte Seite durch, von wo er aus eine hohe Flanke auf Höhe des zweiten Pfosten schlug. Björn konnte von da aus überlegt zu dem schon in der Mitte des Strafraums lauernden Marc köpfen, der ebenfalls per Kopf den Ball platziert über den Torwart hinweg in das Dreieck bugsierte. Ein schöner Treffer nach einer perfekten Kombination.

Die Führung gab Eisen zusätzliche Sicherheit. Nur wenige Minuten später hätte Tommy bereits auf 2:0 erhöhen können, doch sein gut getimter Kopfball strich knapp am rechten Torpfosten vorbei. Mülldeponie besaß die beste Torchance in der ersten Halbzeit ebenfalls durch einen Kopfball, der über Torwart Markus hinweg am Pfosten vorbeistrich. Eisen dominierte das Spielgeschehen in der 1. Halbzeit und hätte durch Philip und Karl sogar noch höher in Führung gehen können.

Nach der Halbzeit entwickelte sich zunächst ein anderes Bild. Mülldeponie, entschlossen das Spiel noch zu wenden, begann aggressiver und offensiver. Die Abwehr um Libero Philip und die Manndecker Kai, Sebi und Guido hatte Schwerstarbeit zu vollrichten. Die Angriffsbemühungen von Mülldeponie häuften sich, doch die Abwehr stand sicher. In die Drangphase von Mülldeponie hinein dann das schon vorentscheidende 2:0. Thomas hatte mit einem langen Flachpass mustergültig David bedient, der im Duell Eins-gegen-Eins dem Torwart von Mülldeponie keine Chance ließ. Nun hätte Mülldeponie schon drei Tore bedurft, um noch weiterzukommen.

Der endgültige Genickschuss dann 5 Minuten später, als Philip den Ball aus der eigenen Hälfte nach vorne trieb und überlegt auf Höhe des Strafraums auf den mitgelaufenen David passte, der mit einem allerdings nicht unhaltbaren Flachschuss aus 10m auf 3:0 erhöhte. Damit war das Spiel gelaufen. Mülldeponie spielte dennoch weiter nach vorne und kam durch seine nicht ungefährlichen Stürmer zu 2-3 guten Torchancen. Deren Torschüsse konnte der gute Keeper Markus parieren oder sie strichen knapp am Tor vorbei.

Da Mülldeponie nunmehr seine Abwehr aufgelöst hatte, kam Torpedo zunehmend zu vermehrten Torchancen. Björn und Karl konnten ihre gut herausgespielten Torchancen leider nicht verwerten. Dennoch sollte ein weiterer Treffer folgen: Nach einem Kopfball von Philip aus dem eigenem Strafraum auf David, krönte dieser seine starke Partie mit einem tollen 30m-Pass auf Thommy, der keine Mühe hatte den Ball aus 8m im Tor von Mülldeponie zu versenken. Angesichts dieser hohen Führung konnte es auch verschmerzt werden, dass kurze Zeit später Mülldeponie durch ein schönes Kopfballtor auf 1:4 verkürzen konnte. 5 Minuten vor Schluss gab es noch eine Rote Karte gegen einen Stürmer von Mülldeponie wegen Meckerns nach einem (berechtigterweise) nicht anerkannten Treffers aufgrund einer Abseitsstellung.

In einem sehr fairen Spiel des jederzeit gut leitenden Schiris D. Winzen gewann Torpedo verdient mit 4:1 und zieht damit als Gruppenzweiter in das Viertelfinale ein. Nach dem unglücklichen Ausscheiden in der Hauptrunde im letzten Jahr ist dies der Lohn für eine bislang gute Saison. Dies war Grund genug, das Ereignis nach Spielende mit dem von Werner gesponserten Fässchen Kölsch und der Geburtstagskiste von Gregor ausgiebig zu feiern. Einziger Wehrmutstropfen war die Abwesenheit von Manager DJ. Dies ist wohl nur erklärbar, dass der Manager zur Zeit schon an dem Kader für die nächste Saison bastelt. Entschuldbar ist sein Nichterscheinen aber nur mit einer Kiste!

Nach dem Erreichen des erklärten Saisonziels wird sich zeigen, ob dieses Jahr nicht sogar noch mehr drin ist. Der Gegner im Viertelfinale wird der Sieger aus Gruppe 4 sein, und voraussichtlich ein alter Bekannter: Sprit Connection. Gegen Sprit gab es vor zwei Jahren im Halbfinale eine deutliche Niederlage; mit einer ähnlich couragierten Leistung wie am Samstag braucht sich Torpedo jedoch vor keinem Gegner zu fürchten.

Tore: 1:0 Marc (Vorarbeit Björn, 6. Minute), 2:0 David (Vorarbeit Thomas, 52.Minute), 3:0 David (Vorarbeit Philip, 57. Minute), 4:0 Tommy (Vorarbeit David, 75. Minute), 4:1 (78. Minute.)

Gespielt haben: Markus - Guido, Sebi, Philip, Kai - Boris, Christoph, Marc, Sini, Thomas, Gregor - Björn, David, Tommy, Karl.

 

 

 

Vorrunde 

Torpedo Eisen - Schlaff durch Freude 2:0
Sonntag, 21.9.2003, um 15 Uhr auf der Jahnwiese

Nur vier Stunden vor Spielbeginn erfuhr Torpedo Eisen, dass sich Schlaff durch Freude kurz zuvor aufgelöst hatte. Das Spiel wird demzufolge kampflos mit 2:0 für Eisen gewertet.

 

 

Dreibeiner - Torpedo Eisen 2:3
Sonntag, 12.10.2003, um 15 Uhr auf der Jahnwiese

Nach einer 3:0-Führung zur Pause entschied sich der Trainer für ein taktisches Experiment in der Hintermannschaft. Die noch nicht aufeinander abgestimmte Abwehr hatte so ihre Schwierigkeiten, wodurch die Dreibeiner unnötig gestärkt wurden und sich auf 2:3 herankämpfen konnten.

Alles in Allem aber ein verdienter Sieg für Torpedo Eisen.

Tore: 1:0 Christian (14. Min.), 2:0 Thomas (18. Min.), 3:0 Karl (38. Min.), 1:3 (59. Min.) 2:3 (70. Min.)

 

Beton Union - Torpedo Eisen 1:3
Sonntag, 9.11.2003, um 12 Uhr auf der Jahnwiese

Ohne sieben mußte Torpedo dieses vorentscheidene Gruppenspiel bestreiten. Noch nicht einmal einen Auswechselspieler besaß Eisen als Schiri Rudolph das Spiel anpfiff. Torpedo hatte auf Viererkette umgestellt: hinten zentral die kopfballstarken Marc und Stefan, auf den Außen die schnellen Kai und Christoph. Im Mittelfeld sollte Libero Philip in Abwesenheit von David und Thomas das Spiel ankurbeln. Diese Umstellung fruchtete schon nach zehn Minuten als Boris einen Pass auf Philip spielte und dieser aus 18m mit einem platzierten Flachschuß zum 1:0 einnetzte.

Torpedo spielte die ersten 20 Minuten sehr überlegen. Vor allem über den in der ersten Halbzeit stärksten Eisener Lutz wurde das Spiel über den rechten Flügel schnell nach vorne getragen. Eisen baute den Gegner aber wieder auf indem Karl nach schönem Solo aus kürzester Distanz am Keeper von Union scheiterten und im Gegenzug - während Sini noch mit Karl heftigst über seine Eigensinnigkeit diskutierte - die bis dato sichere Abwehr mit einem Doppelpass überwunden werden und Beton zum 1:1ausgleichen konnte.

Torpedo war aber nur kurz geschockt. Schon fünf Minuten später brachte Lutz mit einem abgefälschten Schuss nach einer Ecke von Björn Eisen wieder in Front. Bis zur Halbzeit hätte Torpedo die Führung ausbauen können. Pech hat Björn mit einem Kopfball an die Latte. Unrühmlicher Höhepunkt der ersten Halbzeit - in einem aber ansonsten sehr fairen Spiel - waren die Zeitstrafen gegen Karl und seinem Gegenspieler und einem weiteren Spieler von Unions wegen groben Foulspiels an Boris.

Zur Halbzeit eine weitere Hiobsbotschaft für Torpedo. Marc hatte sich verletzt, konnte nicht mehr weiter spielen. Spontan erklärte sich der Manager Marc "DJ" Westebbe bereit seine alten Schwur "nie wieder die Fußballschuhe zu schnüren" zu brechen und auszuhelfen. Er ging auf die linke Seite, Boris rückte dafür neben Stefan in die zentrale Abwehrposition. Beton Union hatte sich noch nicht aufgegeben und kämpfte zu Beginn der 2. Halbzeit um den Ausgleich. Torpedo bemühte sich den dritten Treffer nachzulegen, aber je mehr die Chance vergeben wurden, umso mehr witterte Union Morgenluft. Ersatzkeeper Guido musste zweimal in höchster Not klären.

Das Spiel stand auf Messers Schneide. Lutz (Pfostenschuss) und Philip (Ball vom Abwehrspieler noch von der Linie gekratzt) hätten das Spiel schon entscheiden können. Erst als Boris einen Gegenangriff von Union auf der Linie klären und damit den Gegenangriff einleiten konnte, sorgte Björn mit dem 3:1 für die Vorentscheidung. Danach war der Widerstand von Union gebrochen. Das Ergebnis hätte dann noch höher ausfallen können, wäre aber etwas zu viel des Guten gegen die tapfer kämpfenden Unioner gewesen.

Tore: 1:0 Philip (Vorarbeit Boris, 10. Min.), 1:1 (22. Min.), 2:1 Lutz (Vorarbeit Björn, 27. Min.), 3:1 Björn (Vorarbeit Sini, 75. Min.).

10-Min.-Strafe: Karl.

Gespielt haben: Guido - Kai, Marc, Stefan, Boris, Christoph - Lutz, Sini, Philip, Marc "DJ" - Björn und Karl.

 

 

Torpedo Eisen - Dr. Rainer Klimke auf Ahlerich 3:0
Samstag, 6.12.2003, um 11 Uhr auf der Jahnwiese

Mit einem Sieg gegen Klimke hätte Torpedo den Gruppensieg und den Einzug in die CL klar machen können. Nachdem sich Klimke mit 2 Spielern von Zombie Zollstock verstärken konnte und Friseurtermine verschoben wurden, konnte das Spiel mit einer einstündigen (!) Verspätung angepfiffen werden. Klimke hat durch die Verzögerungstaktik Eisen voll aus dem Rhythmus gebracht. Torpedo spielte die schlechteste 1. Halbzeit der Saison. Es ging wirklich wenig. Einzig positive war das 1:0 von Karl. Zu allem Überfluss musste Tommy wegen Verdacht auf Nasenbeinbruch ausgewechselt werden.

Zur Beginn der 2. Halbzeit Eisen stärker. In der 60. Minute kommt nach einer verkürzten Kopfballabwehr Philip freistehend in Ballbesitz und hat keine Probleme den Ball trocken im Netz von Klimke zu versenken. Mit dem 2:0 war der Drops gelutscht. Es wäre vielleicht noch spannend geworden, wenn der Stürmer von Klimke bei seinen Solis etwas Übersicht bewahrt hätte, so aber kam dass von Guido gehütete Tor nie ernsthaft in Gefahr. Eine Viertelstunde vor Schluss stellte Sebastian mit dem 3:0 den Endstand her. Kurzer Bericht zu einem schwachen Spiel, trotz allem: Torpedo Gruppenerster. Dass ist doch wenigstens etwas.

Gespielt haben: Guido - Kai, Marc, Stefan, Sebi, Boris, Christoph - David, Thomas, Philip, Sini - Björn, Karl, Thommy

Tore: 1:0 Karl (35. Min.), 2:0 Philip (60. Min.), 3:0 Sebastian (75. Min.)

 

 

Torpedo Eisen - Zwietracht Dresch und Flegel 4:6
Sonntag, 14.12.2003, um 12 Uhr auf der Jahnwiese

Das letzte Spiel vor der Winterpause. Für beide ging es um nichts mehr. Torpedo stand bereits als Gruppenerster und Zwietracht als Gruppendritter fest. Daraus sollte sich ein äußerst amüsantes Spiel ergeben. In der weihnachtlichen Zeit soll man in sich kehren, an die Mitmenschen denken und Geschenke verteilen. So dachte sich auch Zwietrachts Torhüter, der einen Abschlag David genau in den Fuß spielt und dieser aus 30m volley direkt zur Führung einnetzt "oh du fröhliche....". 5 Minuten später langer Ball von Sini auf Thommy, der Gegenspieler unterläuft den Ball und Thommy kann trocken aus 10m halbrechte Position die Führung ausbauen "oh du selige.....". 

Aber da bekanntlich geben viel schöner als nehmen ist, gestatte Torpedo Zwietracht einen Konter über die vollständig entblößte linke Seite und den daraus resultierenden Anschlußtreffer "huch is dat schön mit soviel Geschenken.....".

Und da ja ein Geschenk selten allein kommt, gleich 5 Minuten später die Zugabe: Torpedo spielt mit der pfeilschnellen Abwehr auf Abseits was nach hinten los geht und schwupsdiewups: 2:2!. Nach soviel Aufregung in den ersten 20 Minuten erstmal Pause. Spielertrainer Philip liest die Weihnachtsmesse zur Halbzeit und "Locke" Werner gibt zu Beginn der zweiten 45 Minuten sein Debüt bei Torpedo auf der rechten Seite. Da nun die christliche Zeit angebrochen ist und man ein bißchen Mitgefühl mit den Trainer hat, verspricht man die taktische Ausrichtung mehr zu beherzigen und siehe da, plötzlich Eisen diszipliniert und die erneute Führung durch einen schönen Treffer von Kalle nach Vorarbeit von Björn. 

Aber, aber wehe vor Knecht Ruprecht in Gestalt der Abwehrspieler: Hü und hott im zehn Minuten-Takt machen aus der 3:2 Führung einen 3:5 Rückstand "himmelhochjauchzend zu Tode betrübt.....".

An diesem Tage schien jedoch alles möglich: 50m - Pass aus der eigenen Hälfte von David auf Philip, sein Gegenspieler wieder in Geberlaune, unterläuft den Ball und Philip umfummelt mühelos den Keeper und hätte sein drittes Tor im dritten Spiel gemacht, wenn nicht Thommy, der Torschützenkönig 2003, sein Torjägerkonto hätte aufstocken wollen "pfui....". Eisen wieder dran, nur noch ein Tor Rückstand, holt die Brechstange raus: Torwart Guido bei eigener Ecke im gegnerischen Strafraum, setzt zum Kopfball an, aber der Geschenkesack ist voll, weitere Geschenke von Zwietracht gibt es nicht mehr. Ganz im Gegenteil: in der letzten Minute Sebinho mit feinem Fümmelchen im Strafraum - leider im eigenen - und anschließendem Ballverlust der gnadenlos zum 4:6 Endstand bestraft wird "süßer die Glocken nie klingen........".

Damit verabschieden sich eure Torpedos in die Winterpause und bedanken sich bei den treuen Fans, Managers und Spielerfrauen und wünschen allen ein frohes Fest und einen guten Rutsch ins Jubiläums-Jahr: 2004 wird Torpedo Eisen 10 Jahre !!!!!!

Gespielt haben: Guido - Kai, Marc, Sebi, Sini, Boris, Werner - Lutz, Philip, David, Björn, Thomas - Karl, Thommy

Tore: 1:0 David (10. Min.), 2:0 Thommy (15. Min.), 2:1 (18. Min), 2:2 (23.Min.), 3:2 (58. Min.) Karl, 3:3 (62. Min.), 3:4 (65. Min.), 3:5 (78. Min.), 4:5 (85. Min.) Thommy, 4:6 (90. Min.)

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Pokal 2003/2004

1. Runde

Torpedo Eisen - Fußballwunder Weißer Holunder  2:1
Sonntag, 15. Februar 15 Uhr auf der Jahnwiese

Mit Spannung wurde erwartet, wie Torpedo Eisen durch die Winterpause gekommen ist und wie sich die Mannschaft nach wochenlangem Hallen-Training auf dem großen Feld zurecht finden würde. Dabei galt es zunächst einige Ausfälle zu verkraften - Markus (wir erwarten sein Comeback zum Champions League-Start) im Tor wurde durch Guido vertreten, des weiteren fehlten Sebastian, Lutz, Ulf und Philip. Letzterer konnte sich aber doch noch von einer unbedeutenden Geburtstagsfeier verdrücken und stieß zur Halbzeitpause zur Mannschaft hinzu.

Torpedo Eisen begann etwas nervös und sah sich in den ersten Minuten einigen Angriffen von Weißer Holunder ausgesetzt, von denen auch recht bald einer zum Erfolg führen sollte. Eine kurze Unachtsamkeit in der Abwehr reichte aus, da war der gegnerische Stürmer durch und konnte recht ungehindert vorbei am machtlosen Guido zum 1:0 in der 11. Minute einschieben. Doch anstatt weiter Druck zu machen, zog sich der Gegner bereits nach einer viertel Stunde weit in die eigene Hälfte zurück und übergab Torpedo Eisen die Spielführung. Den Rest der Halbzeit war es dann nur noch ein Spiel auf ein Tor, einzig und allein die mangelhafte Chancen-Auswertung war zu beklagen. Ansonsten wurde das Spiel immer wieder schön aufgebaut, sei es durch die Mitte über David und Thomas oder aber über die schnellen Außen, Christoph rechts und Julian links, der trotz langer Schlabberhose ein ums andere Mal seinen Gegenspieler stehen lassen konnte. Die größte Chance vergab Christian in der 34. Minute, als er nach feinem Pass aus dem Mittelfeld frei auf den Torwart zulief, aber im letzten Moment durch eine riskante aber faire Grätsche den Ball vom Fuß gespitzelt bekam. So blieb es beim 1:0 zur Halbzeit, wobei der Ausgleich längst verdient gewesen wäre und auch eigentlich nur noch eine Frage der Zeit zu sein schien.

Nach dem Wechsel setzte Torpedo sein Druckvolles Spiel unverändert fort und brachte Weißer Holunder mit aggresivem Pressing schon weit in der gegnerischen Hälfte in arge Bedrängnis. Philip war inzwischen aus dem Anzug ins Trikot geschlüpft und auch Julian fand es jetzt warm genug für eine kurze Hose. Doch so gut Torpedo auch angriff, der Ausgleich wollte einfach nicht fallen. Erst ein als flanke gedachter langer Ball von Philip wurde vom gegnerischen Torwart völlig unterschätzt und senkte sich in hohem Bogen über ihn hinweg ins Tor! 1:1 in der 66. Minute. Das Tor schien den Knoten zum Platzen gebracht zu haben, denn anstatt das Ergebnis jetzt erstmal sichern zu wollen erhöhte Eisen den Druck und wollte unbedingt ein weiteres Tor. Das sollte auch nicht lange auf sich warten lassen. Die 72. Minute: Ein traumhafter Doppelpass zwischen David und Sini wurde von letzterem in eiskalter Knipser-Manier zur 2:1 Führung verwandelt! Ein Spielzug wie aus dem Lehrbuch! Zu diesem Zeitpunkt war das Spiel dann auch eigentlich entschieden, Björn und auch David hätten durchaus noch auf 3 oder 4 zu 1 erhöhen können. Weißer Holunder kam nur noch einmal gefährlich vor's Tor, aber Guido war hellwach und verhinderte den Ausgleich.

Alles in Allem war es aber ein mehr als verdienter Sieg von Torpedo Eisen, wenngleich sich die Mannschaft für die Champions League noch steigern sollte, wenn man dieses Jahr die Play-Offs erreichen möchte!

Gespielt haben: Guido - Kai, Marc, Stefan, Boris, - Christoph, David, Thomas, Philip, Sini, Julian - Björn, Karl, Thommy

Tore: 0:1 (11.), 1:1 Philip (66.); 2:1 Sinisa (72., Vorarbeit David)

 

2. Runde

Torpedo Eisen - Dynamo Tresen 1:2 n.V.
Sonntag, 25.April 2004, 15 Uhr auf der Jahnwiese

In der 2. Runde des Pokals ging es gegen die vorab als starken Gegner eingestuften Jungs von Dynamo Tresen. Beim Bunte-Liga-Kleinfeldturnier hatte Torpedo schlechte Erfahrungen gemacht, als man dem heutigen Gegner und späteren Sieger des Turniers im Achtelfinale knapp mit 0:1 unterlag.

Eisen ging die ersten Minuten entsprechend konzentriert zu Werke und setzte den Gegner stark unter Druck. Die beste Chance besaß bis dato Philip, als er nach schöner Vorarbeit von David im Strafraum frei zum Schuss kam, sein Schuss aber noch auf der Linie von einem Abwehrspieler abgeblockt werden konnte und auch Karl`s Nachschuss-Bemühungen vergeblich waren.

Damit war aber erstmal das Pulver von Eisen verschossen. Ab der 15. Minuten dominierte Dynamo Tresen das Spiel. Gerade über die Außen stießen sie immer wieder in den Rücken der Abwehrkette. Als logische Konsequenz das 1:0 nach 23. Minuten: Nach einer Flanke von der rechten Seite konnte Kai seinen Gegenspieler nicht entscheidend beim Kopfball stören und dieser köpfte aus 7m unhaltbar für Keeper Markus zur Führung ein. Nach diesem Rückschlag bemühte sich Torpedo, das Spiel wieder in den Griff zu bekommen. Jedoch stand die Abwehr von Tresen bis zu diesem Zeitpunkt recht sicher, so dass man schon einen Freistoß benötigte um wieder ins Spiel zu gelangen. Aus halblinker Distanz und 18m zum Tor legte Philip für Thomas auf, dessen Flachschuss unabsichtlich von David noch abgefälscht wurde und zum 1:1 Ausgleich führte. Torpedo war nach 30 Minuten zurück im Spiel. Kurz vor der Halbzeit hätte sogar noch die Führung fallen können: nach einer schönen Flanke von Thommy verfehlte ein Kopfball von David nur knapp das Ziel.

Nach der Halbzeit zunächst das gleiche Bild. Beide Mannschaften mit ähnlicher Spielanlage, Chancen ergaben sich meist aus Standardsituationen. So wie auch in der 55. Minute als Keeper Markus bei einem Nachschuss eines Freistoßes Kopf und Kragen riskieren musste, um den erneuten Rückstand zu vermeiden. Dann in der 60. Minute fast Duplizität der Ereignisse: wie schon im ersten Pokalspiel gegen Weißer Holunder Freistoß aus halbrechter Position, 30m Entfernung, Philip führte aus, der Ball wurde immer länger, und es wäre die Wiederholung eines Kunststücks geworden, wäre der Ball - im Gegensatz zum Spiel gegen Holunder - nicht aus dem Innenpfosten wieder herausgesprungen. Pech für Torpedo, aber gleichzeitig auch das Signal, noch mehr in dieses Spiel zu investieren. Je länger das Spiel dauerte umso deutlicher wurde die physische Überlegenheit von Torpedo. Das Spiel wurde zunehmend über die rechte Seite angekurbelt und der Druck auf das Abwehrbollwerk von Tresen nahm zu, ohne dass allerdings 100%-ige Torchancen heraussprangen. So blieb es beim 1:1 nach 90 Minuten und es ging in die Verlängerung.

Angesichts der Dominanz in der letzten halbe Stunde der regulären Spielzeit schien es für Torpedo nur eine Frage der Zeit, wann das Tor zum Einzug in die nächste Runde fallen würde. Aber es sollte ganz anders kommen. Bei Anpfiff der Verlängerung eine folgenschwere Nachlässigkeit in Torpedos Hintermannschaft: nachdem sich Christoph H. von einem Stürmer von Tresen ausspielen ließ, konnte jener aus 8m unhaltbar zum 2:1 einschieben. Von diesem Schock musste sich Torpedo erstmal erholen. Dabei half der Gegner selber mit: nach einem Disput mit dem gut leitenden Schiri Rudolph Capelli erhielt ein Mittelfeldspieler von Tresen eine 10-Minuten-Strafe. Als dieser daraufhin Beifall klatschte, wurde er mit roter Karte des Feldes verwiesen. Ab dann spielte Tresen nur noch mit 10 Mann. Zu größeren Chancen kam Torpedo in der ersten Halbzeit der Verlängerung jedoch nicht, bis auf einen Schuss von Thommy nach Flanke Björn.

Die zweite Halbzeit der Verlängerung wurde dann zu einem einzigen Sturmlauf von Eisen auf das Tor von Dynamo Tresen. Die Viererkette wurde zu Gunsten eines weiteren Stürmers aufgelöst, Christophoropolus Mathas kam auch noch zu seinem Einsatz. Eisen hatte nun Chancen von David, Christoph H. und Thommy. Doch immer konnten ein Abwehrspieler oder der sich stetig steigernde Torwart von Dynamo in letzter Not retten. Die größte Chance hatte Björn nach schönem Doppelpass mit David an der Strafraumgrenze, als er aus 8m freistehend den Torwart nicht überwinden konnte. Das hätte der Ausgleich sein müssen. Glück hatte Eisen bei einem von zwei gefährlichen Kontern, als nach feiner Vorarbeit eines Stürmers von Tresen der Ball nur knapp am Torpfosten vorbeistrich. Beide Mannschaften kämpften leidenschaftlich, jedoch Eisen ohne Fortune. Auch eine Vielzahl von Eckbällen konnte nicht genutzt werden. So blieb es am Ende beim 2:1 für Dynamo Tresen gleichbedeutend mit dem Pokal-Aus für Torpedo.

In einem insgesamt sehr fairen Spiel gegen einen guten Gegner hat sich die Mannschaft eigentlich nichts vorzuwerfen, es wurde bis zu letzt gekämpft. Es fehlte allerdings wieder einmal die Kaltschnäuzigkeit vor dem gegnerischen Tor. Daran gilt es dringend zu arbeiten, denn schon am nächsten Wochenende wartet in der Hauptrunde das nächste richtungsweisende Meisterschafts-Spiel gegen Independiente. Nun gilt es alle Kräfte für die Champions League zu mobilisieren!

Tore: 0:1 (23.Minute), 1:1 Thomas (30. Minute, Freistoß), 1:2 (91.Minute).

Gespielt haben: Markus - Kai, Marc, Stefan, Sebi, Boris, Guido - Philip, Sini, Thomas, Björn, Chrisoph M., Christoph H. - David, Karl, Thommy

 

Müllem Cup 2004 (28.3.04)

Am Sonntag den 28.03.04 hatte Torpedo Eisen die Gelegenheit, ausgesuchten Kölner Karnevalsvereinen mal zu zeigen, wo der Frosch die Locken hat. Kai's Freundin Claudia ist es zu verdanken, dass eine TE-Auswahl beim Hallenturnier der Karnevalsgesellschaft "Müllemer Junge" mitkicken konnte. Eisen nutzte diese Gelegenheit dann auch prompt aus und nahm nach einem spannenden und umkämpften Turnierverlauf den Pokal mit nach Hause.

Aber der Reihe nach: Am frühen Sonntagmorgen gegen 9 Uhr nach der Zeitumstellung traten elf kurzfristig zusammengetrommelte, müde Torpedos ihre lange Reise nach Köln Holweide in die dortige Gesamtschule an. Gegen 11.15 Uhr war Anpfiff zum ersten Gruppenspiel. Eisen wurde vertreten durch die Torpedorecken Christoph H., Lutz, Marc, Kai, David, Philip, Sebastian, Boris und Christian. Daneben gab sich auch Manager DJ die Ehre und streifte sich das grün-weiße Leibchen über. Im Tor wurde mit Christoph N. ein erfahrener Handball-Keeper eingekauft, ohne ihm aber vorher zu verraten, dass sein Tor etwa doppelt so groß sein würde wie beim Handball...

Im ersten Gruppenspiel gegen das Tanzcorps Müllemer Junge tat sich Torpedo allerdings noch etwas schwer mit dem ungewohnt rutschigen Boden und schrammte nur knapp an einer Blamage vorbei. Dank einer soliden Angriffsleistung von Lutz, Philip, Thommy, Christoph H., DJ und David. konnte das Match nach 1:2 Rückstand noch in ein 4:2 gedreht werden. Somit wurden schon früh die ersten drei Punkte eingefahren.

Im zweiten Spiel ging es gegen den eigentlichen Turnierfavoriten die Treuen Husaren, die ihr erstes Gruppenspiel gegen die Tärää Jugend mit 7:0 gewinnen konnten. Wer aber mit einer klaren Niederlage von Torpedo Eisen gerechnet hatte ( wie die meisten der rund 250 Zuschauer ), sah sich getäuscht. Torpedo spielte couragiert aus einer sicheren Abwehr auf und entschied das Spiel zum Entsetzen der Anhängerschaft der Treuen Husaren eindeutig mit 4:0. Eine sichere Abwehrleistung, ein geschickt kombinierendes Mittelfeld sowie ein treffsicherer Sturm zeichneten das Spiel von Torpedo aus. Die gefährlichen Konter des Gegners konnte ein hervorragend aufgelegter Christoph N. zwischen den Pfosten vereiteln. Die Würfel waren gefallen, TE galt von nun an als Favorit für das Turnier. In den Gängen fragten sich erste Zuschauer und Spieler, von welchem Karnevalsverein denn diese keck aufspielende Truppe stammen würde.

Im Kreis der TE-Spieler lehnte man sich zurück, die gegen 13 Uhr vorgesehene Spielpause wurde zum gemütlichen Bierchenschlürfen in der sonntäglichen Sonne vor der Halle genutzt ( ein großes Dankeschön gilt dem edlen Spender des Gerstensaftes David verbunden mit den herzlichsten Glückwünschen zur Geburt seines Sohnes, der neuen Torpedohoffnung Elias Alechsandro ).

Braungebrannt und etwas beduselt widmete man sich dann gegen 14.30 Uhr dem dritten Vorrundenspiel gegen die Tärää Jugend. Aber aus dem geplanten einfachen Spaziergang wurde nichts. Mit Torpedo ging es schnell bergab: Unerfahren wie ein junges Mädchen im katholischen Mädcheninternat stolperte Kai über das Feld, rutschte aufgrund unpassendem Schuhwerkes aus und verlor den Ball an seinen unmittelbaren Gegenspieler, der die Chance eiskalt zum 1:0 ausnutzte. Auch dem 2:0 für die Tärää Jugend ging ein Stellungsfehler in der Abwehr voraus. Eisen steckte aber nicht auf und wurde motiviert durch die „Eisen“ – Rufe zahlreicher mitgereister Fans aufgeweckt. Sebastian „Sebingho“ setzte sich gewohnt grazil auf der linken Seite gegen seinen Gegenspieler durch und markierte aus spitzem Winkel den wichtigen Anschlusstreffer zum 1:2. Der Rest war nur noch Formsache: Geschickt kombinierend aus einer wieder erstarkten Abwehr wurde klug nach vorne gespielt und kaltschnäuzig vor dem Tor vollendet. Es zeigte sich nun, dass der trunkfeste Spielertrainer Philip den Alkohol am Besten in seinem Blut verteilt hatte und die entscheidenden zwei Tore persönlich vollendete. Knapp vor Schluss des 14minütigen Spieles stand es 3:2, das Wunder war vollbracht. Wer solche Spiele noch umbiegt, ist reif für den Turniersieg lautete fortan die Devise.

 Im vierten und letzten Gruppenspiel ging es gegen die Große Allgemeine, die aus den drei vorangegangenen Vorrundenspielen nur drei Punkte sammeln konnte. Das Bier hatte sich nun scheinbar in den Köpfen der Torpedospieler festgesetzt, Torpedo spielte sich in einen wahren Torrausch. Manager DJ ließ auf der linken Seite einen Gegenspieler nach dem anderen aussteigen, Boris grätschte sich zum „Grätschenkönig“ des Turniers, David und Philip vollführten wahre Kunststücke am Ball, Lutz probierte sich an seinen in der gesamten Bunten Liga gefürchteten Weitschüssen und Marc gewann ein Kopfballduell nach dem anderen. Am Ende hieß es 10:1 für Torpedo, 2 Minuten vor Schluss entschied die Große Allgemeine sich auf die Verteidigung des Rückstandes zu konzentrieren und kippte ihr eigenes Tor um. Nicht einmal Ballkünstler wie Mittelfeldmotor David oder „Swedish Dynamite“ Philip konnten etwas gegen diesen geschickten Schachzug unternehmen und blieben somit den Rest des Spieles torlos.

Vier Spiele, 12 Punkte, 21:5 Tore so lautete die sehr zufrieden stellende Bilanz für Torpedo Eisen in der Vorrunde. Man qualifizierte sich dementsprechend souverän als Gruppenerster der Gruppe A für das Halbfinale in dem man auf den Turnierveranstalter - die Juniörchen - traf. Auch in diesem Spiel zeigte sich über was für hervorragende passsichere Mittelfeldspieler Torpedo Eisen verfügt. Ein ums andere Mal wurde das Spiel sicher aus der Abwehr aufgebaut, filigran das Mittelfeld überbrückt und vorne eiskalt getroffen. Mit 6:2 ging das umkämpfte Spiel weitaus eindeutiger aus, als es der Spielverlauf zeigte. Torpedo war für das Finale qualifiziert!

Mittlerweile hatte Torpedo nicht nur viele Punkte sondern auch die Sympathien der meisten Zuschauer gewonnen, denn Eisen zelebrierte Fußballkunst vom Allerfeinsten. Darüber hinaus fiel der Finalgegner die Treuen Husaren im Halbfinale mit überhartem Einsteigen auf. Das 2 mal 10 Minuten dauernde Endspiel wurde vom umsichtig leitenden Schiedsrichter angepfiffen und es entwickelte sich ein hartes, schwer umkämpftes Spiel. Nach minutenlangem Abtasten und einigen Distanzschüssen, die von den beiden besten Torhütern des Turniers souverän gehalten wurden, schnappte sich David vom ostasiatischen Spielmacher der Husaren in einem hart geführten Zweikampf den Ball an der Mittellinie, ließ einen weiteren Gegner aussteigen und behielt die Übersicht und schob den Ball platziert am Torwart vorbei ins Husaren-Tor. Der Bann war gebrochen, 1:0 für Eisen. Torpedo versuchte den Vorsprung in der zweiten Halbzeit über die Zeit zu bringen. Dies ging wie so oft schon nach hinten los: Einen strammen Schuss der Husaren ließ Torhüter Christoph N. durch die Finger gleiten 1:1. Wer jetzt aber mit einem in sich Zusammenbrechen des Torpedoteams gerechnet hatte, wurde auf dem falschen Fuß erwischt. Nur Sekunden nach dem Gegentor wurde Lutz im gegnerischen Dreimeterraum angespielt und konnte von links aus spitzem Winkel zum 2:1 für TE vollenden. Die Husaren warfen alles nach vorne, mehrere Schüsse wurden von den Torpedo Spielern durch mutiges Hineingrätschen und von Christoph N. durch couragierte Paraden entschärft. Die Husaren wurden immer konteranfälliger und es kam wie es kommen musste: Die Torpedo Abwehr spielte einen Ball geschickt auf den in der Husarenhälfte auf Konter lauernden Philip, der nah den Ball gekonnt an und leitete ihn auf den freistehenden Kai weiter, der mit links zum 3:1 vollendete. Das Spiel war entschieden. Jubel brach aus, Fans und Spieler fielen sich in die Arme. Den verdienten Pokal und die Siegerurkunde nahm vor der versammelten örtlichen Presse, Funktionären und Zuschauern der frischgebackene Vater David entgegen. Torpedo Eisen hatte einen weitere Titel errungen und kann nun mit neuem Elan in die Champions League der Bunten Liga starten.

 Ein herzlicher Dank der Mannschaft gilt dem hervorragenden Torhüter Christoph N., dem Manager DJ, dem Stadionsprecher und Präsidenten der Müllemer Junge Michael Pohl, dem Vorsitzenden der Jüniörchen Nico Gassner sowie dem Präsidenten der Juniörchen Markus Pohl für den reibungslosen Ablauf des Turniers, die hervorragende Organisation sowie für die logistische Unterstützung in allen Bereichen.

    

    

 

BuLi-Kleinfeldturnier (31.7. - 1.8.04)

Nach dem Ausscheiden in der Meisterschaft fiel es zunächst schwer, die nötige Motivation für das Bunte-Liga Kleinfeldturnier aufkommen zu lassen. Dies äußerte sich schon darin, dass TE mit einer völlig umgekrempelten Mannschaft an dem traditionellen Turnier teilnehmen musste. Am ersten Tag hatte Torpedo zunächst große Schwierigkeiten, eine komplette Mannschaft aufzustellen. Nur Dank der Aushilfe von Chris und Altveteran Werner gelang es Torpedo, überhaupt eine konkurrenzfähige Mannschaft in den Wettbewerb zu schicken. Für TE liefen am ersten Tag auf - außer den beiden genannten: Guido im Tor, Stefan, Sini und Philip in der Abwehr, Selcuk, sein Bruder und Karl im Sturm. Wider erwartend sollte diese Mannschaft für viel Furore sorgen.

Bei der Gruppenauslosung besaß TE endlich mal wieder Glück. Mit den Gegnern von Tsunami, Dr. Klimke, BumBum Q-Hof und Beethovens Elfte warteten nicht unbedingt die schweren Brocken in der Vorrunde auf. Pikant aber, dass es im letzten Spiel ausgerechnet gegen die Alteisen Truppe Sudden Death ging, die sich noch mit Tommy (und am Sonntag mit David) verstärkt hatte. Nach mehr oder minder hartem Kampf und einer makellosen Bilanz von vier Siegen in Folge traf Torpedo im letzten Vorrundenspiel auf Sudden Death. In einem rassigen Derby, in dem sich beide Mannschaft nichts schenkten, behielt schließlich die Alteisen-Truppe die Überhand. Erfahrung geht halt doch vor Schönheit. Auch wenn letzteres Ergebnis wurmte, so überwog bei den Torpedos die Freude über den Gruppensieg in der Vorrunde. Dank nochmal an Chris und Werner, die mit viel Engagement zum Gruppensieg beitrugen.

Am nächsten Tag traf TE in der Zwischenrunde auf die Mannschaften von 13m ohne Kopf und Dreibeiner. Mit Stürmer Björn konnte noch eine entscheidende Verstärkung für den Sonntag angeheuert werden. Später trat auch noch Marc hinzu. Im ersten Spiel dauerte es bis kurz vor Schluss, ehe der Sieg gegen 13m ohne Kopf perfekt war. Gegen einen kämpferisch starken Gegner siegte TE durch Tore von Karl, Björn und Philip. Im zweiten Spiel gegen die Spezies von Dreibeiner ging es um den Gruppensieg. Beide Mannschaften schenkten sich nichts und das Spiel endete leistungsgerecht mit einem Unentschieden. Nachdem Bernd die Dreibeiner in Führung gebracht hatte, konnte Philip nach schöner Vorarbeit von Björn noch egalisieren. Da Dreibeiner höher gegen 13m ohne Kopf gewonnen hatte, blieb für Torpedo nur der 2. Rang und damit der Weg durch die Relegation.

Im Spiel gegen Uganda Waragi tat sich Torpedo lange schwer, ehe der Bann durch einen Treffer von Karl gebrochen werden konnte. Selcuk und Björn erhöhten schließlich noch auf 3:0. Damit stand Torpedo im Achtelfinale, was aufgrund der dünnen Personaldecken schon ein großer Erfolg war. Der einzige Wehrmutstropfen war, dass die Alteisen-Mannschaft Sudden Death bereits in der der Relegation unglücklich nach Elfmeterschießen ausschied.

Im Achtelfinale traf Torpedo auf einen der Top-Turnier-Favoriten: Homa. Im Vorfeld hieß es von allen Seiten, keine Chance für Torpedo, zumal sich angeblich Homa auch noch mit einem Spieler vom Oberligsten Junkersdorf verstärkt haben sollte. Allein diese Aussagen waren schon Ansporn genug für Spielertrainer Philip allen zu zeigen, wer die wahre Nr.1 auf dem Platz ist. Vom Anpfiff weg war Torpedo bis unter die Haarspitzen motiviert. Bereits nach zwei Minuten schnappte sich Philip den Ball am eigenen Strafraum und ließ ihn sich bis kurz vor Gegners Tor auch nicht wieder abnehmen und versenkte aus 7m zur 1:0 Führung. TE erkannte seine Chance und wuchs über sich hinaus. Immer wieder schmissen sich Stefan und Selcuk in die Angriffswellen des Gegners und verhinderten den Ausgleich. Kurz vor der Halbzeit baute TE sogar seine Führung aus, als ein langer Ball von Stefan maßgerecht für Philip serviert wurde, und dieser dem Torhüter aus kurzer Distanz keine Chance ließ. Viel Grund zum Jubeln blieb TE allerdings nicht, kurz nach der Halbzeit verkürzte Homa auf 1:2. Nun stand das Spiel auf Messers Schneide. Angepeitscht von Sudden Death und den neutralen Zuschauer entwickelte sich auf dem Center Court ein wahrer Krimi. Nur durch zahlreiche Glanzparaden von Guido und Glück bei einem Lattentreffer konnte der Ausgleich verhindert werden, ehe sich wiederum Philip den Ball an der Mittellinie schnappte, zwei Gegenspieler düpierte und dann mit voller Wucht aus 12m den Ball in den Winkel hämmerte: 3:1. Die Fans standen Kopf. Homa gab sich aber nicht geschlagen und konnte nochmal auf 2:3 verkürzen. Bei diesem Ergebnis blieb es und Torpedo stand aufgrund einer großartigen kämpferischen Leistung im Viertelfinale.

Im Viertelfinale ging es gegen Weißer Holunder und allmählich zollte die glühende Sonne und die vielen Spiele Tribut. Torpedo bemühte sich redlich, fand aber keine Lücke gegen die gut organisierte Abwehr von Holunder. Erst nach einer schönen Abfangaktion von Björn und anschließendem Konter konnte Philip die ersehnte Führung erzielen. Die Partie blieb allerdings spannend bis zum Schluss, bis der Bruder von Selcuk mit einer feinen Aktion die Partie mit 2:0 entschied. Damit stand TE plötzlich im Halbfinale und keiner konnte es so richtig glauben.

Im Halbfinale wartete allerdings mit FK Trimmdich eine ganz harte Nuss. Die Mannschaft hatte schon letztes Jahr das Turnier gewonnen, und gilt mittlerweile auch als Geheimfavorit in der Bunten Liga. Wider erwartend konnte Torpedo das Spiel jedoch zunächst ausgeglichen gestalten. Das Spiel war vom starken Einsatz geprägt, richtig zwingende Torchancen konnten sich beide Mannschaften aber nicht erarbeiten. Mitte der 2. Halbzeit erkämpfte sich ein Spieler von Trimmdich den Ball im Mittelfeld und erzielte aus 10m den Siegtreffer. Torpedo versuchte das Spiel nochmal zu drehen, aber es sollte nicht sein. Die beste Chance vergab kurz vor Schluss Björn, als er freistehend aus halblinker Position an dem guten Keeper von Trimmdich scheiterte.

Damit war TE ausgeschieden. Im zweiten Halbfinale hatte sich Zombie gegen Dreibeiner durchgesetzt, so dass es im Spiel um Platz 3 wieder gegen die Dreibeiner ging. Dieses Mal war jedoch Torpedo die klar stärkerer Mannschaft. Mit einer schönen Aktion eröffnete Karl den Torreigen. Das schönste Tor des Turniers erzielte Selcuk, der mit einem Freistoß von der Mittellinie (!) den Keeper von Dreibeiner ziemlich alt aussehen ließ. Björn und Philip stellten schließlich den Endstand mit 4:0 her.

Somit landete Torpedo auf einem vorher für nicht möglich gehaltenen bemerkenswerten 3. Platz. Dank und Anerkennung gilt vor allem Selcuk und seinem Bruder, die beide aufopferungsvoll bis zum Umfallen kämpften und durch ihre positive Einstellung die Mannschaft immer wieder mitrissen. Ganz stark aber auch die Leistung von Keeper Guido, von den Kämpfern Stefan und Sini und den beiden immer gefährlichen Stürmern Björn und Karl und auch von Philip, als Mann der entscheidenden Tore. Ein toller Erfolg von TE, das sich durch den 3. Platz auch in der ewigen Tabelle des Kleinfeldturniers auf Rang 2 (!) vorschieben konnte. Der perfekte Abschied von einer sehr guten Saison.

Auf ein neues in der nächsten Saison, Torpedo !


Diese Seite wurde letztmalig am 21. September 2004 geändert. Ersterstellung: 29. November 1997