Saison
1998
Saison 1999/00
Saison 2001/02 Saison 2003/04
Saison 1998/99 Saison 2000/01
Torpedo Eisen – Lok Libuda 2:3
Sonntag, 14.05.06, 15 Uhr auf den Jahnwiesen
Im letzten Spiel der Saison für TE waren die Rollen vor dem Anpfiff klar verteilt:
für TE ging es nur noch um die "goldene Annanas", Lok Libuda
benötigte im Fernduell gegen Otze Mach Et um den 2. Platz einen hohen Sieg. Libuda
war dementsprechend mit einem großen 15-16 Mann starken Kader vertreten,
während TE personell am Stock ging. Nach den verletzungsbedingten Ausfällen von
Tommi, Sini und Karl mussten auch noch Sebi, Stefan und David absagen. Gerade
mal 11 Torpedinhos standen am Anfang zur Verfügung, wobei Gregor, Boris und
Philip mit leichten Blessuren und Zerrungen ins Spiel gingen.
Trotz der dünnen Personaldecke wollte TE sich nicht kampflos aufgeben, zumal
Spielertrainer Matthias von Otze Mach Et am Spielfeldrand mit Argusaugen
darüber wachte, dass TE sich nicht abschlachten ließ. Die Taktik war der
Personalsituation angepasst: hinten sicher stehen und vorne auf Konter lauern.
Diese Taktik hätte auch bereits nach zwei Minuten zum Erfolg geführt, als Björn
nach einem Konter allein vor Libudas Ersatztorhüter auftauchte, sein Heber aber
misslang und der Ball sicher gehalten werden konnte. Danach diktierte zunehmend
Lok das Spielgeschehen. TE ließ sich weit zurückdrängen und versuchte das Spiel
30m vor dem eigenen Tor zu zerstören. Dies gelang in den ersten Anfangsminuten
auch ganz gut.
Doch nach 15 Minuten die nächste Hiobsbotschaft für TE: nach einem Foul an
Boris fiel dieser so unglücklich auf die Nase, dass er mit Verdacht auf
Nasenbeinbruch nicht mehr weiterspielen konnte, der sich aber zum Glück am
nächsten Morgen nicht bestätigte. Doch was für ein Verletzungspech bei TE.
Schon im dritten (!) Spiel hintereinander, dass ein Torpedo wegen einer
Verletzung nicht mehr weiterspielen kann. Somit spielte TE ab der 15. Minute
nur noch mit 10 Mann. Das machte die ganze Sache nicht einfacher. Und wenig
Minuten später klingelte es dann auch zum ersten Mal. Nachdem TE den Ball im
Mittelfeld vertändelt hatte, schaltete Libuda schnell und einer der beiden
Stürmer zog auf der Außenbahn entlang, Flanke nach inne, Philip konnte den
anderen Stürmer nicht mehr behindern und der vollendete aus 6m zur Führung. Das
Tor ähnelte in seiner ganze Entstehung dem 0:1 beim Spiel TE gegen Sprit. Jetzt
wurde es noch schwerer. Und Lok setzte nach. Die Abwehr um Philip, Marc und
Guido wankte, fiel aber nicht. Was vor allem aber auch daran lag, dass Keeper
Markus mit mehrmaligen Glanzparaden seine Elf vor einem weiteren Rückstand
bewahrte. Die einzige Torchance für TE noch in der 1. Halbzeit hatte der
einzige und bienenfleißige Not-Stürmer Lutz, doch seinem Torschuss in der 36.
Minute fehlte die Kraft.
So ging es mit einem Rückstand von "nur" 0:1 in die Pause. In der
Pause dann eine bemerkenswerte und wirklich faire Geste von Lok Libuda. Da TE
nur noch mit 10 Mann spielte, fragte man bei Lok an, ob man noch einen Spieler
von Dreibeiner (die gerade vorher mit einem Sieg ihre Endrunde-Teilnahme
perfekt gemacht hatten - Glückwunsch!) mitspielen lassen könnte. Und obwohl es
ja noch für Libuda um einiges ging und es gegen einen Gegner mit 10-Mann
leichter gewesen wäre, das Ergebnis höher ausfallen zu lassen, willigte Lok
ein. Nochmals großes Lob an Libuda, dass war ganz im Sinne des Bunten-Liga-Fairplay-Gedanken!
Trotz der numerischen Ausgeglichenheit änderte sich zunächst an den
Kräfteverhältnissen aber nichts. Libuda im Vorwärtsgang, TE hinten drin. Kurze
Zeit nach Wiederanpfiff dann das 0:2. Nach einem Einwurf auf Höhe des 16-ers
hatte Charif seinen Gegenspieler einfach ziehen lassen, in der Annahme beim
Einwurf stände dieser Abseits. Da es bekanntlich beim Einwurf kein Abseits
gibt, war dieser völlig frei und konnte auf den am langen Eck lauernden Stürmer
flanken, der keine Mühe hatte aus 3m den Ball einzuköpfen. Ein unnötiges
Gegentor, über das sich Charif selber am meisten ärgerte. Nach dem 0:2 ahnten
die Torpedo- Fans schön böses. Lok durch dieses Tor beflügelt, griff jetzt im
Minutentakt das Gehäuse um Keeper Markus an. Marc und Guido, der seit über 2
Jahren zum ersten Mal wieder 90 Minuten durchspielte, konnte sich über
mangelnde Beschäftigung nicht beklagen. Lok erspielte sich eine Vielzahl von
Chancen, die aber mit Glück und Geschick (durch Markus) vereitelt werden
konnten. Nach einer halben Stunde hatte sich TE dann wieder gefangen. Nach
einem schönen Konter über Björn war Lutz plötzlich frei vor dem Tor, doch er
verzog. Aufgeweckt durch diese Aktion spielte TE wieder mutiger nach vorne. Nach
einer Ecke war es dann soweit. Zunächst konnte die Ecke von Libudas Abwehr noch
geklärt werden, auch der Nachschuss von Charif konnte abgeblockt werden, aber
gegen den Schuss von Chris aus 23m halblinke Position waren alle Libudaner
machtlos. Chris Hammer schlug unhaltbar im rechten oberen Toreck ein. Und siehe
da: nur noch 1:2. Libuda antwortete mit wütenden Angriffen. Wenig Minuten
später war dann der alte 2-Tore-Rückstand wiederhergestellt. Nach einer Ecke
wurde der Ball immer länger, Markus und Chris behinderten sich gegenseitig und
irgendwie brachte es ein Libudaner fertig den Ball über die Linie zu bugsieren.
Der endgültige Knockout? Überraschenderweise bewies TE Moral und gab sich nicht
auf. Der letzte Mann wurde aufgelöst, Philip ging nach vorne. Charif drängte
darauf, seinen Fauxpas zum 0:2 wieder wett zu machen und die nimmermüden
Gregor, Björn und Kai, Lutz trieben das Spiel nach vorne an. Auch die Leihgabe
von Dreibeiner war stets bemüht, dem Spiel die Wende zu geben und zeigte einige
feine Dribblings. Der Wille noch einmal alles zu geben, wurde schließlich
belohnt: nach einem schönen Pass von Björn in die Tiefe lief Charif auf und
davon und ließ im Duell 1-gegen-1 dem Torwart von Libuda keine Chance. Er hatte
seinen Fehler wieder gut gemacht. Noch zehn Minuten waren nach dem Anschlusstreffer
zu spielen und wer dachte, dass die Libudaner aufgrund ihres großen Kaders
konditionell im Vorteil war, sah sich getäuscht. Plötzlich klafften große
Löcher in der Abwehr von Lok und die Kontertaktik von TE schien aufzugehen.
Zunächst verzog Philip aus linker Position nach schönem Zuspiel von Dreibeiners
Leihgabe, dann hatte Björn nach einem Konter über Philip die Chance zu
egalisieren, doch auch sein Schuss fand nicht den Weg ins Tor. TE besaß jetzt
Konterchancen im Minutenakt. Wieder war es Philip dessen Schuss aus 16m über
das Tor ging, die größte Chance aber besaß der Leihspieler von Dreibeiner kurz
vor Schluss, als er nach einem fulminanten Sprint von der Mittellinie nur den
Außenpfosten traf.
So aber blieb es schließlich beim 2:3 in einem fairen Spiel, mit dem der
umsichtige und souveräne Schiri Winzen nie Probleme hatte. Trotz "des
letzten Aufgebots", des Ausfalls von Boris und dem mehrmaligen Rückstand
haben die Spieler von TE große Moral bewiesen, sind zurück ins Spiel gekommen
und hätten in den letzten Minuten sogar fast noch den Ausgleich erzielt. Ein
halbwegs versöhnlicher Saisonabschluss nach einer Saison, die man aus Sicht von
TE ganz schnell vergessen sollte. So viele Niederlagen und Verletzungen hatte
es schon lange nicht mehr gegeben. Der BuLi-Hallenmaster-Titel ist ein
schwacher Trost für die Tatsache, dass dieses Jahr die Endrunde nicht erreicht
worden ist. Allerdings hätte wohl auch keiner damit gerechnet, dass in dieser
"Todesgruppe" mit TE und Libuda ein Viertelfinalist und der
letztjährige Vizemeister auf der Strecke bleiben.
Tore: 0:1 (17. Minute), 0:2 (48. Minute), 1:2 Chris (64. Minute), 1:3 (70. Minute),
2:3 Charif (Björn, 75. Minute)
Gespielt haben: Markus - Marc, Philip, Guido - Kai, Boris, Gregor, Chris - Charif, Björn - Lutz, Leihspieler von Dreibeiner (2. Halbzeit)
Torpedo Eisen – Feine Kerle
Köln 7:1
Samstag, 29.04.06, 15 Uhr auf dem Kunstrasenplatz des SV Weiden
Nach den beiden letzten Niederlagen in Folge wollte TE mit einem Sieg gegen
Feine Kerle Köln (FKK) wieder für positive Schlagzeilen sorgen. FKK hatte einen
vorzüglichen Kunstrasenplatz beim SV Weiden organisiert, der für zusätzliche
Motivation sorgen sollte.
Dementsprechend couragiert begann TE und ließ von Anfang den nötigen
Einsatzwillen und Laufbereitschaft erkennen. TE spielte aus einer sattelfesten
Defensive nach vorne und bereits nach wenigen Minuten ergaben sich erste
Kontergelegenheiten. Die beste Torchance besaß der aufgerückte Sebi: Nach einem
Handspiel eines FKK-Spielers gelangte der Ball zu Sebi, doch der scheiterte mit
einem Flachschuss am FKK-Torwart. Pech hatte Björn bei seinem Schuss aus 14m,
den der ansonsten gute FKK-Keeper durch die Hosenträger rutschen ließ. Der Ball
hatte mit hoher Wahrscheinlichkeit die Torlinie bereits mit vollem Umfang
überschritten, der Treffer zählte jedoch nicht. Kein Vorwurf an den sicheren
Schiri Winzen, von seiner Position aus war nicht zu erkennen, ob der Ball
tatsächlich mit vollem Umfang die Linie überschritten hatte oder nicht. FKK
hielt das Spiel die ersten 30 Minuten offen und versuchte selber nach vorne zu
spielen. Ihre beste Chance hatten sie nach 15 Minuten mit einem Distanzschuss,
den der aufmerksame Keeper Markus noch über die Latte fausten konnte. Ansonsten
waren die beiden FKK-Stürmer aber bei den TE-Manndeckern Marc und Sebi
abgemeldet. Je länger das Spiel andauerte, umso mehr nahm die physische und
technische Überlegenheit von TE zu. Nach einer halben Stunde die fällige
Führung. Und endlich einmal durch eine Standardsituation: Charif zirkelte einen
Freistoß mustergültig auf den Kopf von Gregor, der den Ball
aus 7m gegen den Innenpfosten wuchtete und von da aus sprang der Ball Marc vor
die Füße, der aus 2m nur noch abzustauben brauchte. Das hatte es schon lange
nicht mehr gegeben, dass sich ein TE-Spieler im Strafraum entscheidend mit dem
Kopf durchsetzen konnte, und dass gegen die groß gewachsenen Abwehrspieler von
FKK. Sehr bemerkenswert! Mit der Führung im Rücken spielte TE noch befreiter
auf. Auf diesem Untergrund konnte TE sein technisch starkes Kurzpassspiel
aufziehen. Immer wieder lief der Bal wie aus einem Guss in den Reihen der
Torpedos und vor allem das "magische Dreieck" um David, Björn und
Spielgestalter Charif trumpfte Ende der ersten Halbzeit groß auf. Eine Vielzahl
von Chancen konnten herausgespielt werden. Doch lediglich eine konnte in Durchgang
1 noch zu einem Tor umgemünzt werden. Nachdem Karl mit seinem Schuss am
FKK-Keeper gescheitert war, setzte er nach, erkämpfte sich den Ball zurück und
passte überlegt auf den heranstürmenden David, der den Ball aus 8m halbrechter
Position ins lange Eck drosch. Das 2:0 war gleichzeitig auch der Halbzeitstand.
Nach dem Wechsel hatte sich FKK viel vorgenommen und wollte dem Spiel die
Wende geben. Doch TE fing da an und wo es in der 1. Halbzeit aufgehört hatte,
mit sehenswertem Offensiv-Fußball. Wieder war eine Standardsituation der
Ausgangspunkt für den dritten Treffer: Flache, hart getretene Ecke durch David,
vorbei an Freund und Feind, und am langen Pfosten brauchte Gregor (vor dem
schon wieder lauernden Marc) den Ball aus kürzester Distanz nur noch über die
Linie zu drücken. Kurze Zeit später der Wehrmutstropfen an diesem Tage für TE:
Stürmer Karl knickte ohne Einwirkung des Gegners um und musste mit Verdacht auf
Bänderriss ausgewechselt werden. Sehr schade, denn Karl befand sich in
ansteigender Form und wollte sein Torkonto noch ausbauen. Selbst nach diesem
Schock ließen die Angriffsbemühungen von TE nicht nach.
Aus einer sicheren Defensive wurde der Ball meist über den starken Libero
Stefan und den in der zweiten Halbzeit eingewechselten und sehr zweikampfstarken
Guido abgefangen, über die flinken Außen Kai, Chris und Gregor nach vorne
getragen und aus dem Mittelfeld wurden mit "tödlichen Pässen" von
Philip und Björn die flinken Lutz, David und Boris bedient. Letzterer hatte
viel Pech als nach einem von mehreren Alleingänge auf das Tor sein Schuss statt
ins Tor nur an den Pfosten prallte. In der 60. Minute erhöhte dann Philip nach
feinem Zuspiel von Lutz auf 4:0. Wie gut TE an diesem Tage aufgelegt war,
zeigte sich beim fünften Tor: Chris spielte aus der Abwehr einen langen Ball
auf den spielfreudigen und an diesem Tage von keinem Manndecker zu stoppenden
David, der umkurvte seinen Gegenspieler an der Eckfahne, flankte auf Boris, der
den Ball per Kopf auf Gregor verlängerte und dieser konnte seinen ersten
"Doppelpack" für TE perfekt machen. Soviel Spiel- und Lauffreude
hatte man bei den Torpedos schon lange nicht mehr gesehen. Fast jeder Angriff
geriet zur Gefahr für das gegnerische Tor. Beim 6:0 konnte der noch beste
FKK-ler, der Keeper, den Schuss von Boris noch halten, im nachsetzen bugsierte
David die Kugel jedoch noch über die Linie. Das 7:0 entstand dann wieder nach
einer tollen Kombination über die rechte Seite. David hatte sich nach schönem
Zusammenspiel mit Lutz und Philip wieder durchgesetzt und spielte mustergültig
auf den am 16-er wartenden Björn. Dieser schoss den Ball direkt mit viel Effet
Richtung Tor, doch FKK`s Katze konnte den Ball noch an den Pfosten lenken.
Gegen den Abstauber von David war er aber machtlos. Damit war es dann aber auch
vorbei mit dem Tore-Schießen auf Seiten der Torpedos. Schade, denn fast wäre
auch der bis dato einzige TE-Feldspieler Kai, der noch nie ein Tor für TE in
der Meisterschaft geschossen hat, in den
Genuss des Torjubels gekommen. Nach einem Foul im Strafraum von FKK pfiff
Schiri Winzen und alle Torpedos riefen schon nach Kai als Elfmeterschützen,
jedoch ließ Schiri Winzen Gnade vor Recht walten und entschied lediglich auf
indirekten Freistoß. Das anerkanntermaßen schönste Tor des Tages schoss kurz
vor Schluss FKK`s aufopferungsvoll kämpfender Stürmer mit einem sehenswerten
Heber aus 18m zum
7:1 Endstand.
Insgesamt ein auch in dieser Höhe verdienter Sieg von TE gegen eine äußerst
faire Mannschaft von FKK (daran ändert auch nichts der Platzverweis eines
FKK-ler kurz vor Schluss wegen Nachtretens an Gregor, die Affekt-Handlung war
auch nicht so schlimm). Grundlage für diesen Erfolg war die stark verbesserte
Laufbereitschaft der Torpedos, die immer einen Schritt eher am Ball waren,
gegen eine im Laufe des Spiels körperlich zunehmend abbauende Mannschaft von
FKK. Hoffentlich kann die Mannschaft in zwei Wochen im letzten Saison-Spiel
gegen Lok Libuda an diese Leistung anknüpfen.
Tore: 1:0 Marc (30. Min.), 2:0 David (Karl, 36. Min.), 3:0 Gregor (David,49.
Min.), 4:0 Philip (Lutz, 60. Min.), 5:0 Gregor (Boris, 65. Min.), 6:0 David
(69. Min.), 7:0 David (76. Min.), 7:1 (80. Min.)
Gespielt haben: Markus - Stefan, Marc, Sebi, Guido - Kai, Philip, Björn,
Charif, Lutz, Boris, Gregor - David, Lutz, Karl
Torpedo Eisen – Sprit
Connection 1:4
Samstag, 22.04.06, 13 Uhr auf den Jahnwiesen
Nach der letzten Niederlage ging es für TE gegen die bislang ungeschlagenen Spritler um alles. Eine Niederlage hätte wohl das vorzeitige Aus zur Folge, mit einem Sieg wäre alles wieder offen. Die Mannschaft konnte in Bestbesetzung auflaufen, lediglich Sebi und der Dauerverletzte Tommi fehlten. Taktisch wurde im Vergleich zum Spiel gegen Otze Mach Et von einem Drei-Mann-Sturm auf ein 4-4-2 umgestellt. Man wollte wie im Pokalspiel gegen Sprit - dass man unglücklich kurz vor Schluss mit 0:1 verloren hatte - kompakt im Mittelfeld stehen.
Diese taktische Vorgabe misslang in den ersten 10 Minuten. Sprit konnte sich in der Anfangsphase ein Übergewicht im Mittelfeld verschaffen und hatte gleich zwei gute Chance. Die beste nach 10 Minuten als ein Spritler aus 6m ganz frei zum Kopfball kam, jedoch den Kopfball verzog. Nach einer Viertelstunde konnte sich Torpedo von dem Druck befreien und bekam das Spiel besser in den Griff. Torchancen blieben allerdings Mangelware. David probierte es 2-3mal mit Weitschüssen, die aber alle am Tor vorbeigingen. Ein Freistoß aus 25m von Stefan verfehlte nur knapp das Tor. Die einzige gefährliche Torchance in der ersten Halbzeit hatte Philip nach schönem Zusammenspiel mit Charif. Nach 30 Minuten dann die erste Hiobsbotschaft für TE: nach einem Zweikampf musste Sini verletzt das Feld verlassen. Wenige Minuten später die Führung für Sprit: Der pfeilschnelle Stürmer von Sprit zog auf der Außenbahn 30m vor dem Tor an Kai vorbei und spielt einen klugen Rückpass auf den am Straufraum-Eck lauernden Kapitän von Sprit und der hatte keine Mühe den Ball aus 8m in die lange Ecke zu schieben: 0:1.
Wieder war TE bereits frühzeitig in Rückstand geraten. Und wie schwer sich die Mannschaft tut, Rückstände aufzuholen, war aus den Spielen gegen Otze Mach Et, Cream Team und Inter Filos hinlänglich bekannt. Dieses Mal schien der Schock allerdings noch größer. TE war völlig verunsichert nach dem Rückstand und konnte bis zur Halbzeit nicht einen konstruktiv vorgetragenen Angriff mehr auf die Reihe bringen. Das Umschalten von Abwehr auf Angriff dauerte viel zu lange, das Mittelfeld war völlig überfordert, ein Sturm existierte es gar nicht. Fassungslos und wie gelähmt schien sich TE seinem Schicksal zu ergeben. Dabei war dies doch heute die letzte Chance.
In der Halbzeitpause versuchte Spielertrainer Philip noch einmal, alle wach zu rütteln. Taktisch wurde ein Verteidiger für eine weitere offensive Kraft geopfert, TE musste jetzt alles oder nichts gehen. Doch kurz nach Wiederanpfiff hätte sich diese Maßnahme schon fast ins Gegenteil verkehrt. Nach einem Konter stand ein Spritler völlig frei vor Keeper Markus, der den Ball jedoch noch zur Ecke klären konnte. Die große Offensive von TE blieb aus. Im Gegensatz zu den vorherigen Spielen tat sich TE immens schwer im Spielaufbau. Das Bemühen war zwar da, aber die Umsetzung war mangelhaft. Konstruktive, durchdachte Spielzüge kamen nicht zu Stande. Im Mittelfeld klafften große Löcher. Die einzige nennenswerte Chance in den ersten 15 Minuten der 2. Halbzeit besaß David nach einer Kopfballverlängerung von Karl. Sein Schuss aus spitzem Winkel ging jedoch am Tor vorbei. Sprit dagegen spielte abwartend und war bei ihren Kontern und Standards stets gefährlich. Aufregung gab es in der 50. Minute als ein Spritler im Strafraum von TE zu Boden ging und die Connection Elfmeter forderte. Schiri Homan entschied auf Schwalbe. Ein knifflige Situation. Der Unparteiische war wenig souverän und pfiff viel auf Zuruf. Allerdings war seine Leistung nicht spielentscheidend. In der 55. Minute schien dann TE endgültig auf die Verliererstraße zu geraten. Nach einer Ecke für Sprit hatte der schnelle Stürmer von Sprit den Ball als letzter ins Aus befördert. Schiri Homan entschied allerdings wieder auf Ecke für Sprit. Die anschließende Ecke köpfte der gleiche Spieler dann zur 2:0-Führung ein. Zwar ein sehenswerter Treffer, allerdings darf die Frage gestellt werden, wie es sein kann, dass ausgerechnet der kleinste Spieler der Spritler so zum Kopfball kommen kann? Die schon seit Wochen bekannte Schwäche beim Kopfballspiel wurde hier schonungslos offenbart.
Nach dem 0:2 bewies TE überraschenderweise Moral. Obwohl manche Spieler frühzeitig das Spiel verließen, fühlte sich TE an der Ehre gepackt und kämpfte sich noch einmal ran. Nach einer schönen Aktion über die rechte Seite und klugen Rückpass auf Gregor, zog dieser im Strafraum ab. Sein Schuss wurde noch abgeblockt, Karl konnte jedoch den Abstauber aus kurzer Distanz verwerten: 1:2. Leise Hoffnung keimte auf. Sollte TE doch nochmal zurück ins Spiel gelangen? Diese Träume wurden bereits wenige Minuten nach dem Anschlusstreffer jäh zerstört. Nach einem für ihn höchst ungewöhnlichen Fehler von Stefan sprintete Sprits Bester an diesem Tage dazwischen und köpfte den Ball über den herauslaufenden Markus. Der alte 2-Tore Rückstand war wiederhergestellt und Eisens letzte Moral gebrochen. In den Schlussminute narrte der gleiche Spieler noch einmal die komplette Hintermannschaft von TE und machte mit seinem Hattrick den Endstand von 1:4 perfekt.
Insgesamt eine verdiente Niederlage. TE fehlte es heute an spielerischer Klasse und vor allem an läuferischem Einsatz. Hinzu kamen eklatante Aussetzer in der Abwehr, läuferische und spielerische Defizite im Mittelfeld und mangelnde Durchschlagskraft im Angriff. Mit dieser Niederlage hat TE keine Chance mehr die Play-Offs zu erreichen. Dass es in dieser Killer-Gruppe von Anfang an schwer werden würde, war allen klar, dass man aber bereits nach drei Spielen in der CL keine Chance mehr haben würde die Play-Offs zu erreichen, ist doch eine schallende Ohrfeige für TE. Zu einem ehrlichen Resumee gehört die Erkenntnis, dass man dieses Jahr nicht zu den stärksten Mannschaften in der BuLi gehört hat. Wer in fünf Spielen gegen vermeintlich gleichstarke Gegner jeweils - auch wenn teilweise unglücklich - den Kürzeren zieht, der hat auch in den Play-Offs nichts zu suchen. Nun warten alle Torpedo-Fans sehnlichst auf das Comeback von Top-Torjäger Tommi. Mit ihm soll die Moral und die Angriffskraft zurückkehren! Denn eins ist klar: ab nächster Saison greift TE wieder an - keine Frage!
Tore: 0:1 (30. Min.), 0:2 (55. Min.), 1:2 Karl (63.Min., Gregor), 1:3 (70. Min.), 1:4 (82. Min.)
Gespielt haben: Markus - Kai, Marc, Stefan, Boris, Chris, Guido - Sini, Gregor, Charif, Björn, Thomas, Lutz - David, Karl, Philip
Torpedo Eisen – Otze Mach Et
0:3
Sonntag, 02.04.06, 15 Uhr auf den Jahnwiesen
Im zweiten CL- Spiel traf TE auf einen guten Bekannten: Otze Mach Et. Nach dem zweimaligen Titelgewinn in der Halle hintereinander von TE beim Otze-Turnier brannten die Jungs um Spielertrainer Matthias förmlich auf Revanche auf dem (braunen) Rasen. Otze trat in Bestbesetzung an, TE musste auf Kai, Lutz, Sebi, Tommi und Karl verzichten.
TE begann die ersten Minuten sehr verhalten und überließ das Mittelfeld Otze, die stürmisch nach vorne spielten. Eine kuriose Szene ereignete sich in der 5. Minute als nach einer Ecke der Ball gleich 3x (!) auf der Querlatte hin und her hüpfte. Nachdem TE die brenzligen Anfangsminuten schadlos überstanden hatte, konnten die ersten eigenen zaghaften Angriffe gefahren werden. Die beste Chance nach einer Viertelstunde besaß David nach feinem Zuspiel von Björn, doch sein Schuss aus 16m stellte Otze`s Keeper vor keine großen Probleme. Mit zunehmender Spieldauer bekam TE das Spiel immer besser in den Griff, ohne allerdings hochprozentige Torchancen herauszuspielen. Ein Freistoß von David und ein abgefälschter Schuss von Chris waren noch die torgefährlichsten Szenen der Torpedos. Otze hielt wie immer kampfstark - aber fair - dagegen, ohne allerdings sich selber Torchancen zu erspielen. Kurz vor der Halbzeit brachte sich dann TE selber aus dem Rhythmus: nach einem Freistoßpfiff von Schiri Rudolph regte sich Thomas auch nach Verwarnung so sehr auf, dass er kurz vor dem Platzverweis stand. Den anschließenden Freistoß führte Otze schnell auf den am Strafraum lauernden Matthias aus, der gleich zwei TE Gegenspieler narrte und aus kurzer Distanz zur 1:0 Führung einschoss. Ein Gegentor aus heiterem Himmel zu einem ungünstigen Zeitpunkt. Entsprechend gefrustet ging TE in die Halbzeitpause.
Nach dem Wechsel wollte TE direkt die Wende einleiten und legte einen Gang höher ein. Vor allem über die agilen Charif und Chris wurden die Angriffe zielstrebig nach vorne getragen. Die bis dato beste Torchance hatte David - nachdem er schon zuvor bei einem Alleingang erst kurz vor Strafraum gestoppt werden konnte - mit einem Kopfball aus 7m frei vor dem Tor, der knapp über das Tor strich. TE bemühte sich das Spiel zu drehen und eine Reihe von Eck- und Freistößen konnte herausgeholt werden, die aber selbst gegen die körperlich kleineren Abwehrspieler von Otze nicht in zählbares umgesetzt werden konnten. Die beste Chance nach einem Freistoß hatte Chris, als er den per Kopf verlängerten Ball aus spitzem Winkel Zentimeter am Tor vorbeisetzte. Das hätte der Ausgleich sein können! Wenig später scheiterte Philip bei seiner einzigen torgefährlichen Szene nach einem Konter aus 10m am gut aufgelegten Keeper von Otze. In die Drangperiode hinein fiel dann das vorentscheidende 2:0. Nach einem Querschläger in den eigenen Abwehrreihen landete der Ball vor Otze`s Richard, der mit viel Gefühl den Ball auf Otze´s Käptn Matthias spielte und der keine Mühe hatte, seinen Doppelpack perfekt zu machen. Damit war der Drops für TE gelutscht. TE bemühte sich nach dem Gegentreffer noch einmal, ins Spiel zurück zu kommen, doch es wollte an diesem Tage nicht gelingen. Björn vergab zweimal per Kopf, Philip setzte einen Freistoß aus 16m über die Latte. Mehr war nicht drin. TE hätte wahrscheinlich noch eine Stunde spielen können und hätte dennoch kein Tor erzielt. Zu allem Überfluss kassierte TE bei einem Konter kurz vor Schluss sogar noch das 0:3.
Insgesamt ein gerechter Sieg für Otze, der allerdings um 1-2 Tore zu hoch ausgefallen ist. TE fehlte es an diesem Tage an der Durchschlagskraft im Angriff. Dies lag vor allem daran, dass Philip und Björn bei ihren Gegenspielern abgemeldet waren und viele Angriffe zu hastig und ohne den notwendigen Biss und letzten Willen abgeschlossen wurden. Hinzu kam eine überragende Leistung von Otze`s Spielertrainer Matthias, den Torpedo`s defensives Mittelfeld nie in den Griff bekam. Allerdings ist diese Niederlage auch kein Grund für ein Zweifeln an der Mannschaftsstärke. TE spielte weitaus besser als es das Ergebnis aussagt und das Spiel wäre wohl anders ausgegangen, wenn TE in Führung gegangen wäre. Von daher sollte nicht zuviel mit der Leistung gehadert werden, sondern selbstbewusst in Richtung nächstes Spiel gegen Sprit Connection geblickt werden. Es gibt so Tage, wo der Ball einfach nicht rein will, aber im nächsten Spiel kann und wird das schon wieder ganz anders aussehen.
Tore. 0:1 (40. Minute), 0:2 (65. Minute), 0:3 (85. Minute)
Gespielt haben: Markus - Chris, Marc, Stefan, Boris, Guido - Gregor, Sini, Charif, Thomas, Björn - Philip, David
Torpedo Eisen – Avanti BummBumm
6:0
Sonntag, 19.03.06, um 15 Uhr auf der Jahnwiese
Zum Auftakt in der CL ging es für Torpedo Eisen gegen den vermeintlichen schwächsten Gruppengegner: Avanti BummBumm. Die Mannschaft entstand durch die Fusion zwischen Avanti Dilettanti und Bumm Bumm Q-Hof und galt dadurch für TE als gutes Omen, hatte man doch gegen Bumm Bumm Q-Hof vor Jahren mit 10:2 den höchsten Vereinssieg in der BuLi erzielt. Bis auf Sini und Boris und den Dauerverletzten Tommi konnte TE personnell aus dem Vollen schöpfen.
Torpedo begann so wie es man sich vorgenommen hatte. Der Gegner wurde bereits 20m in der eigenen Hälfte gestört und an einem konstruktiven Spielaufbau gehindert. Es entwickelte sich von der ersten Minute an ein einseitiges Spiel. Das Spielgeschehen spielte sich fast ausschließlich in der Hälfte der Avantis ab. Bereits nach 2 Minuten die erste Torchance durch den agilen Lutz. Weitere Chancen nach gefälligen Kombinationen über Thomas, Charif, Chris und Gregor folgten. Es dauerte dann aber doch bis zur 20. Minute ehe TE die längst überfällige Führung erzielte. Nach einem schönen Solo von Charif im Mittelfeld spielte dieser auf den über den linken Flügel sich heranpirschenden Lutz, der wiederum mit viel Übersicht auf den im Strafraum lauernden Philip querlegte, und dieser hatte keine Mühe den Ball aus 8m zu versenken.
TE bemühte sich die Führung auszubauen. Nach einer weiteren schönen Kombination über links mit Sebi und Ablage durch Björn schoss Thomas aus 15m nur knapp über das Tor. Pech hatte letzterer auch bei einer Ecke als seine Hereingabe nur die Latte traf. Nach 30 Minuten allerdings gab es einen kleinen Bruch im Spiel von TE. Die Angriffe wurden nicht mehr so kombinationssicher durchs Mittelfeld getragen und im Abschluss traten einige Mängel auf. Avanti konnte sich von dem Druck etwas befreien und bemühte sich über ihre einzige Spitze den ein oder anderen Konter zu fahren. Die Konter wurden aber umgehend von den gewohnt zuverlässigen Abwehrrecken Marc und Stefan zunichte gemacht. Torhüter Markus blieb fast beschäftigungslos. Zur Halbzeit blieb es bei dem etwas mageren 1:0.
Nach der Pause wollte TE frühzeitig den Sack zu machen und beorderte den noch grippegeschwächten David in den Sturm. Viele gute Ansätze bis zum 16-er wurden leider von einer gewissen Verkrampfung beim Abschluss zunichte gemacht. Neben der eigenen Unzulänglichkeit im Abschluss gesellte sich dann auch noch zweimal das Pech: Björn`s Schuss konnte von einem Avanti zwar noch geklärt werden, allerdings erst nach dem der Ball die Torlinie im vollen Umfang überschritten hatte. Allerdings kein Vorwurf an den guten Schiri Rudolph. Von seiner Position aus war nicht zweifelsfrei zu erkennen, ob der Ball wirklich die Linie passiert hatte. Tragischer war dann schon das zweite nicht gegebene Tor: Endlich hatte Kai - der einzige Torpedo-Spieler, der bislang noch nie ein Tor für TE in der BuLi erzielt hat - sein Tor gemacht und dann wurde es wg. vermeintlicher Abseitsstellung nicht gegeben; dabei schien Kai mit ziemlicher Sicherheit nicht im Abseits.
So dauerte es bis zum Ausbau der Führung bis zur 57. Minute. Nach einem Abspielfehler in der Hintermannschaft von Avanti schnappte sich Philip das Leder und spielte überlegt auf den im Strafraum völlig freistehenden David, der sich die Ecke aussuchen konnte und mühelos zum 2:0 einschob. Danach brach Avanti BummBumm völlig auseinander. Die einzige Spitze legte sich zu allem Überfluss mit Schiri Rudolph an. Dass das nicht gut für ihn enden würde, lag auf der Hand und ab der 60. Minute spielten die Avantis nur noch mit 10 Mann. Nur eine Minute später erhöhte Björn nach feinem Pass von Thomas auf 3:0.
Jetzt war der Bann gebrochen und das muntere Toreschießen ging weiter. Nach tollen Pass von Gregor, der auffällig gut spielte, tunnelte Philip den Keeper aus 8m (68. Minute). Nun lang es auch an Karl mit einem Tor seine kleine Formkrise zu beenden. Und nachdem er schon zuvor beste Einschussgelegenheiten ausgelassen hatte, konnte er endlich unter großer Erleichterung in der 70. Minute aus kurzer Distanz im Nachschuss vollstrecken. Das gab ihm soviel Auftrieb, dass er gleich einen weiteren sehenswerten Treffer folgen ließ. Nach Pass von David schoss Karl aus 13m den Ball unhaltbar für den Torwart ins lange Eck. In den letzten 10 Minuten wechselten sich die Abwehrspieler in den Sturm. Allen voran Marc drängte auf sein Tor, aber es wollte nicht fallen. So blieb es schließlich beim 6:0 in einer äußerst fairen Partie gegen einen immer anständigen Gegner. Nicht unerwähnt bleiben sollte das Comeback von Guido als Feldspieler, der nach langer Abwesenheit in der 2. Halbzeit eingewechselt wurde und souverän seinen Abwehrjob verrichtete.
Bei allem Respekt für den bemitleidensfähigen Gegner und bei aller Freude sollte allen Torpedos ganz schnell klar werden, dass schon in 2 Wochen mit Otze Mach Et ein ganz anderes Kaliber auf dem Platz stehen wird.
Tore: 1:0 Philip (20.Min. Lutz), 2:0 David (57.Min. Philip), 3:0 Björn (61. Min. Thomas), 4:0 Philip (68. Min Gregor), 5:0 Karl (73. Min. Philip), 6:0 Karl (78. Min. David)
Gespielt haben: Markus - Chris, Marc, Stefan, Sebi, Kai, Guido - Gregor, Charif, Thomas, Björn - Philip, Karl, Lutz, David, Sega
Vorrunde
Torpedo Eisen - Messdiener 6:3
Sonntag, 28.08.05, um 15 Uhr auf der Jahnwiese
Bestes Fußballwetter war vorbestellt für die Premiere der neuen Torpedo-Trikots, und die sollte gegen die Messdiener erfolgreich sein. Doch Eisen ging mit großen Personalsorgen in dieses erste Saisonspiel: Neben den Dauerverletzten Tommi, Thomas und Charif mussten auch noch Sini, Gregor, Markus, Kai, Lutz, Sebi und Selcuk verletzungs- bzw. urlaubsbedingt absagen. Hinzu kam, dass Lutz am Tag vorher seine Hochzeit feierte (nochmals herzlichen Glückwunsch!) und der ein oder andere ein wenig lädiert zum Spiel erschien. Aber in dieser schweren Gruppe galt es einen Fehlstart wie letztes Jahr zu vermeiden. Daher machte Eisen aus der Not eine Tugend: Werner und der schon seit Jahren auf seinen ersten Einsatz bei Torpedo brennende, hoffnungsvolle Jungstar Yannick sowie Altmeister Tobi (mit mind. 6 Voltaren-Tabletten im Blut) konnten aktiviert werden.
In der ersten Halbzeit lieferte Torpedo eine konzentrierte Leistung ab. Im Gegensatz zu früheren Spielen, wo man meist die ersten 20 Minuten verschlief, waren alle hellwach und diszipliniert. Schon frühzeitig konnte der Gegner in der eigenen Hälfte unter Druck gesetzt werden und der Ball lief trotz der vielen Ausfälle erstaunlich flüssig. Nach 10 Minuten dann die Belohnung: Flügelflitzer Chris setzt sich nach Pass von Philip auf der rechten Seite gekonnt durch und schlägt eine maßgerechte Flanke in den 5-Meter-Raum, die von Sega per Kopf zum wichtigen 1:0 eiskalt versenkt wird. Eine sehenswerte Aktion nach toller Vorarbeit von Chris! Die Mannschaft gab sich damit aber noch nicht zufrieden und machte weiter Druck über die Flügel. Die Stürmer wurden präzise angespielt und konnten sehenswerte Kombinationen durchführen, die zu weiteren Toren führten. In der 15. Minute wurde Sega am linken Flügel angespielt, nahm den Ball an und schlug eine Flanke, die von Karl per Dropkick-Außenriss abgeschlossen wurde: 2:0. In der 20. Minute spielte David, der heute eher blass blieb und kaum Normalform erreichte, einen Pass auf Karl, der ließ blitzsauber per Hacke abtropfen auf den den "weißen Zuma aus Bielefeld" Tobi Tobi und dieser schiebt im Rückwärtsfallen den Ball ins lange Eck. Torpedo schien gar nicht mehr zu stoppen und legte noch einen drauf: In der 24. Minute zauberte Philip einen gut getimten Pass auf den gut aufgelegten Sega, der den Ball am Torwart zum 4:0 vorbeischob. Knapp 30 Minuten gespielt und Torpedo führte bereits 4:0! Es bahnte sich ein Debakel für Messdiener an.
Das Spielgeschehen änderte sich, als sich TE darauf konzentrierte, die
Führung zu verteidigen. So folgte dann bis zur Halbzeit eine kurze Ruhepause
von Eisen, so dass die Messdiener kurz vor der Pause nach dem einzigen
Stellungsfehler der ansonsten bombensicheren Abwehr um Marc und Stefan durch
ihren besten Stürmer Hartmut zum 1:4 verkürzten.
Nach der Pause wollte Torpedo an die gute Leistung aus der ersten Halbzeit
anknüpfen, aber dies misslang zunächst. Messdiener hatte dagegen Morgenluft
geschnuppert und spielte nun mehr mutiger nach vorne. In der 60. Minute hatte
Tobias eine Großchance, um alles klar zu machen, doch er schlug einen Haken
zuviel und verlor den Ball. Der direkte Gegenzug endete mit dem Gegentor.
Schnell wurde das Mittelfeld überbrückt und wieder wurde der schnelle Stürmer
Hartmut mit einem Steilpass freigespielt, dieser legte den Ball vorbei an Guido
zum 4:2. Torpedo musste jetzt aufpassen, dass die hohe Führung nicht noch
einmal ins Wanken geriet. Immerhin hatte in der Vor-Saison Meßdiener bereits im
Spiel gegen Interfilos einen 0:3 Rückstand noch in einen 4:3 Sieg umwandeln
können. Torpedo war entsprechend gewarnt und besann sich zunehmend wieder auf
sein Kombinationsspiel. In der 65. Minute wäre eigentlich die Vorentscheidung
gefallen, als Philip einen 25m-Kracher in den Winkel versengte. Die Wahl zum
Tor des Monats schien bereits Formsache, als der ansonsten gut pfeiffende
Schiri Winzen dem Treffer aus unerklärlichen Gründen die Anerkennung
verweigerte und auch die Messdiener stellten diese Entscheidung keineswegs in
Frage. Es folgte eine Phase von wütenden Angriffen von Eisen. In der 68. Minute
setzte sich Chris auf der rechten Seite durch, zog nach innen und traf mit
einem satten Vollspannschuss leider nur das Aluminium. Wenige Minuten später
dann der Auftritt des jüngsten Torpedo-Spieler aller Zeiten in seinem ersten
(!) Spiel. Nach Flanke von Philip von rechts nahm Yannick aus 12m die Pille
volley und vollendete mit seinem präzisen Links-Schuss gegen die Laufrichtung
des Messdiener-Keepers. Ein abgebrühter Treffer des jüngsten Eisenspielers
aller Zeiten. Die über Jahre kontinuierlich fortgesetzte Nachwuchsarbeit von
Torpedo hatte sich mit einem Schuss bezahlt gemacht. Der Nachwuchs steht
bereit, Eisen`s Zukunft ist gesichert! Dies zeigte sich auch wenig später als
Yannick auf der linken Außenbahn seinen Gegenspieler stehen ließ und mit viel
Übersicht zurücklegte, leider wurde diese Chance vertan. Kaltschnäuziger
dagegen Karl als er nach Ecke von Philip und Durchlassen von Tobi den Ball aus
6m über die Linie zum 6:2 drückte. Damit war der Dropps endgültig gelutscht;
selbst ein weiterer (schöner) Treffer von Meßdiener konnte verschmerzt werden.
David und Björn nach jeweils sehr schönen Alleingängen hätten zwar noch die
Chance zum Ausbau der Führung gehabt, am Ende blieb es aber bei dem leistungsgerechten
3-Tore Unterschied.
Alles in allem präsentierte sich Torpedo in
guter Form. Besonders positiv ist, dass die Abwehr mit Marc, Stefan, Christoph
und Boris sich weniger durch verzweifelte Schüsse nach vorne als vielmehr durch
überlegtes Abspielen auszeichnete. Der Ball lief gepflegt über Torpedos
Abwehrreihen, ein seltenes Bild. Das Mittelfeld war heute nicht der stärkste
Teil, aber die gute Form der Stürmer machte das wieder wett, denn alle Treffer
waren Stürmertore. An diese Leistung muss die Mannschaft beim nächsten Spiel
anknüpfen, um diese nicht einfache Vorrundengruppe erfolgreich zu überstehen.
Ein besonderer Dank gilt Werner und Tobi, die spontan ausgeholfen und ebenso
großen Anteil an dem Auftaktserfolg haben. So kann es weiter gehen!
Tore: 1:0 Sega (Chris, 10. Minute), 2:0 Karl (Sega, 15. Minute), 3:0 Tobías (Karl, 20. Minute), 4:0 Sega (Phillip, 24. Minute), 4:1 (35. Minute), 4:2 (60. Minute), 5:2 Yannick (Phillip, 65. Minute), 5:3 (80. Minute), 6:3 Karl (Phillip, 85. Minute)
Gespielt haben: Guido, Stefan, Marc, Boris, Werner, Chris, Phillip, Björn, David, Sega, Karl, Tobías und Yannick.
Torpedo Eisen - Fußballwunder Weißer Holunder 4:2
Sonntag, 11.09.05, 15 Uhr auf den Jahnwiesen
Gegen das Fußballwunder Weißer Holunder stellte Torpedo im Vergleich zum letzten Spiel gleich auf mehreren Positionen um: für den sich im Vaterschaftsurlaub befindenden Stefan rückte Kai in die Innenverteidigung, Sini ersetzte Gregor und im Sturm spielte Lutz für Sega. Des Weiteren standen Abwehrrecke Sebi und nach längerer Abstinenz Ulf und Charif wieder zur Verfügung.
Das Spiel begann gleich mit einem Paukenschlag: nach 20 Sekunden eroberte sich Lutz links außen den Ball und zwang den guten Torhüter von Holunder mit einem platzierten Schlenzer zu einer Glanzparade. Torpedo begann die ersten Minuten konzentriert und konnte vor allem immer wieder über die starke linke Seite mit Boris, Sini und Lutz für Gefahr sorgen. Nach 12 Minuten folgerichtig das 1:0: Nach einer Ecke konnte Holunder´s Abwehr nicht richtig klären, der Ball landete dem aufgerückten Marc vor die Füße, der mühelos den Ball überlegt aus 7m einschob. Nach 20 Minuten änderte sich das Spielgeschehen ein wenig. Torpedo konnte nicht mehr so zielstrebig nach vorne spielen, da der Weiße Holunder bissiger in die Zweikämpfe ging und geschickt den Ball in den eigenen Reihen behauptete. So mußte Torwart Guido bei Fernschüssen gleich zweimal sein ganzes Können aufbringen um den Ausgleich zu verhindern. In der 34. Minute wäre allerdings auch er geschlagen gewesen, als nach einem Mißverständnis zwischen Sebi und Sini ein Stürmer von Holunder gedankenschnell den Ball eroberte und aus 10m nur knapp am Tor vorbeischoß. Ende der Halbzeit dann auch wieder gute Aktionen von Torpedo. Zunächst scheiterte Karl nach feinem Solo an Holunder`s Katze im Tor und wenig später scheiterte Philip kläglich aus 10m halblinker Position nach starker Vorarbeit von David und Yannick. So blieb es bei der knappen Führung zur Pause.
In der Pause stellte Spielertrainer Philip um und ließ nunmehr Björn über die rechte Außenbahn stürmen. Diese Maßnahme sollte sich als spielentscheidend erweisen. Der Ball lief nach Wiederbeginn wesentlich besser über die rechte Seite. Vor allem Kai und Björn harmonierten prächtig und immer wieder konnten die Angriffe vielversprechend über die Außen vorgetragen werden. In der 55. Minute dann eine knifflige Szene als Björn auf Höhe des Strafraums eine hohe Flanke mit der Brust stoppte während die Abwehr von Holunder abseits reklamierte. Björn, der frei vor dem Torwart stand, legte zurück auf Philip, der aus kurzer Entfernung zum 2:0 einschob. Björn stand definitiv nicht im Abseits, ob Philip jedoch eventuell zunächst passiv abseits stand, konnte nicht zweifelsfrei geklärt werden. Der (ansonsten) gute Schiri Kay gab den Treffer.
Holunders Moral war dadurch aber nicht gebrochen. Zwar spielten sie nicht mehr ganz so zielstrebig nach vonre, was auch daran lag, dass die Abwehr um Kai, Sebi, Marc, Chris, Boris und dem in der 2. Halbzeit sehr starken Ulf sehr sicher stand. Trotzdem kam Holunder noch einmal ran: nach einer Ecke konnte Marc per Kopf zunächst klären, ein Querschläger jedoch fand seinen Weg durch die Abwehr ins Tor von Torpedo: 1:2.
Torpedo davon unbeirrt, wollte den 2-Tore Rückstand wieder herstellen. Chancen hierzu gab es reichlich. Karl, Philip, David und Charif, dem nach seiner langen Pause nur noch die Spritzigkeit fehlte, hatten bei Distanzschüßen gute Möglichkeiten. Schließlich war es wieder Torpedo`s bester an diesem Tage, Björn, der die Vorentscheidung herbeiführte. Nach einem weiten Einwurf von Kai konnte Björn den Ball auf Höhe der Grundlinie maßgerecht für Karl vorlegen, der aus 2m nur noch abstauben brauchte. Holunder konnte nach einem ebenfalls schnell ausgeführten Einwurf zwar noch mal auf 2:3 verkürzen, dies reichte jedoch nicht. David, der unermüdlich rackerte und viele Bälle erorberte, stellte mit seinem Solo in der letzten Minute den Endstand von 4:2 her.
Insgesamt ein verdienter Arbeitssieg gegen einen harten, aber stets auf Fairness bedachten Gegner. Torpedo Eisen hat damit einen blitzsauberen Start mit zwei Siegen hingelegt, der angesichts der schweren Gruppengegner nicht selbstverständlich war. Die Siegesserie darf sich in den nächsten Wochen ruhig weiter fortsetzen. Anlass, daran zu zweifeln, besteht bei dem guten Teamgeist derzeit nicht.
Tore: 1:0 Marc (12. Minute); 2:0 Philip (Björn, 60. Minute); 2:1 (70. Minute); 3:1 Karl (Björn, 75. Minute); 3:2 (88. Minute); 4:2 David (Björn, 90. Minute)
Gespielt haben: Guido - Chris, Kai, Marc, Boris, Sebi - Björn, Sini, David, Ulf - Philip, Karl, Lutz, Yannick, Charif
Torpedo Eisen - Staus und Behinderung 3:0
Sonntag, 25.09.05, 15 Uhr auf den Jahnwiesen
Nach den gelungenen Auftaktsiegen ging es für Torpedo im Spiel gegen Stauss und Behinderungen mit einem weiteren Sieg die Qualifikation zur Champions League weiter zu sichern. Die Voraussetzungen hierzu waren gut, auch wenn man nicht in Bestbesetzung auflaufen konnte. Wieder einmal halfen die Müllers aus - mit Bravour!
Gegen einen defensiv eingestellten Gegner beherrschte Torpedo in den ersten 15 Minuten das Spielgeschehen. Klug wurden die Angriffe über die Außen nach vorne getragen und im Sturmzentrum sorgte vor allem der spritzige Yannick immer wieder für Tor-Gefahr. Der gute Torwart von Stauss konnte zwei, drei gefährliche Schüsse von Yannick und Björn entschärfen. Nach 15 Minuten aber war es vorbei mit der Torpedoschen Herrlichkeit und plötzlich eröffneten sich Lücken im Mittelfeld und Stauss spielte couragiert nach vorne. So musste Keeper Guido in der 23. Minute schon sein ganzes Können aufbieten, um einen gefährlichen Freistoß aus 20m zu entschärfen. 5 Minuten später strich ein weiterer Freistoß von Stauss nur knapp am Tor vorbei. Torpedo versuchte das Spiel wieder an sich zu reißen, was aber nicht gelang. So musste der Gegner schon selber mithelfen, um die Führung zu erzielen: Nachdem Sini und Yannick einen Abwehrspieler von Stauss unter Druck setzten, wußte dieser sich nicht anders zu behelfen, als vom Straufraum-Eck den Ball mustergültig über seinen Keeper ins eigene Tor zu befördern. Feines Törchen, für Stauss nur auf der falschen Seite. Mit etwas Glück ging Torpedo mit 1:0 in die Halbzeit.
In der 2. Halbzeit Torpedo aber wesentlich stärker. Jetzt wurde frühzeitig der nervöse Gegner unter Druck gesetzt. Vor allem über die rechte Seite trugen Björn, Werner und Kai den Ball immer wieder in Richtung Strafraum. Aber da war dann meistens Schluß. Entweder der starke (2.) Keeper von Stauss oder die eigenen Unzulänglichkeiten verhinderten ein Schützenfest. Zunächst vergab Boris frei vor dem Schlussmann, dann scheiterten reihenweise David, Björn, Lutz, Philip Sini und Marc. Vor allem Lutz hatte diverse Chancen, um zum Held des Tages werden zu können - doch es sollte heute einfach nicht klappen bei ihm. So blieb es Björn vorbehalten nach Pass von Chris und schöner Einzelaktion das vorentscheidene 2:0 zu erzielen. Stauss kam im gesamten zweiten Spielabschnitt nur einmal gefährlich vor das Eisen-Tor und hatte Pech mit einem Lattentreffer. Den Schlusspunkt setzte der unermüdliche Sini. Nach feiner Arbeit des starken Sebi auf der linken Außenbahn mit Maßflanke, köpfte Sini den Ball per Aufsetzer aus 11m in die Maschen. 3:0, das war's - Arbeitssieg. Auch wenn sich Torpedo nicht gerade mit Ruhm bekleckerte, so geht der Sieg auch in der Höhe in Ordnung. Stauss war ein immer fairer und freundlicher (siehe Eigentor) Gegner. Der gute Schiri Winzen hatte keine Mühe mit diesem Spiel.
Nach drei Siegen in Folge hat sich Torpedo für die Champions League so gut wie qualifiziert. Allerdings beginnt der wahre Höhepunkt der Vorrunde erst jetzt mit den Spielen gegen Cream Team und Interfilos. Dann wird sich zeigen, ob Torpedo den derzeitigen 1. Tabellenplatz behaupten kann.
Tore: 1:0 (25. Minute) Eigentor, 2:0 (70. Minute) Björn (Chris), 3:0 (85. Minute) Sini (Sebi)
Gespielt haben: Guido - Kai, Marc, Stefan, Sebi - Chris, Björn,Sini, Boris, Werner, Philip, David - Lutz, Yannick
Torpedo Eisen - Cream Team Cologne 0:1
Samstag, 15.10.05, 11 Uhr auf den Poller Wiesen
Nach den drei Siegen in Folge ging Torpedo zum ersten Mal leicht favorisiert in das Spiel gegen Cream Team. Bis auf Lutz, Sega und Ulf waren alle derzeit verfügbaren Spieler an Bord. Mit viel Schwung und Selbstbewusstsein startete Torpedo: Gleich nach einer Minute die erste Ecke von Eisen und ein Fernschuss von Philip neben das Tor. Die ersten 15 Minuten gehörten eindeutig Torpedo, was vor allem an der starken rechten Seite mit Karl und Björn und dem agilen David lag. Allerdings spielten bis zu diesem Zeitpunkt die Creams auch mit einem Mann weniger und ihre besten sollten später noch dazu kommen. Dies hätte Torpedo ausnützen müssen. Chancen dazu bestanden, die beste hatte Karl in der 10. Minute, als sein ansonsten sehr aufmerksamer Gegenspieler ausrutsche und Karl plötzlich 10m völlig freistehend vor dem Tor kläglich verzog. Wenige Minuten später scheiterte Philip mit einem Distanzschuss aus 17m an dem guten Cream-Keeper, der den Ball noch aus dem Winkel fischte.
Nach 30 Minuten änderte sich jedoch das Bild. Cream Team war nunmehr komplett und David musste vorzeitig das Spielfeld verlassen. Dadurch bekam das Cream Team das Spiel immer besser in den Griff. Ihre beste Chance hatten sie kurz vor der Halbzeitpause, als sich ein Stürmer auf der rechten Seite durchdribbeln konnte und nur noch von dem bravourösen Keeper Markus gestoppt werden konnte. So ging es leichtungsrecht mit 0:0 in die Halbzeit.
In der zweite Halbzeit änderte sich nichts an dem Kräfteverhältnis. Cream Team optisch überlegen, allerdings ohne zwingende Torchancen. Die Abwehr um Stefan, Marc, Kai, Chris und Sebi stand sehr sicher. Im Mittelfeld taten Sini und Boris viel für die Defensive, lediglich das Spiel nach vorne krankte. Björn bemühte sich redlich das Spiel zu ordnen, konnte aber ebenso wenig wie der in der zweiten Halbzeit blasse Philip dem Spiel seinen Stempel aufdrücken. Gregor auf der rechten Seite steckten merklich drei Wochen Trainingsrückstand in den Knochen. So leidete das Offensiv-Spiel an eklatanten Abspielfehlern und es fehlte an durchdachten Ideen.
Cream Team zeigte seine wahre Klasse in der 65. Minute: nach einem schnell ausgeführten Freistoß und Uneinigkeit in der Torpedo-Hintermannschaft darüber, ob man nun auf Abseits oder nicht spielen sollte, konnte ein Creamer unbedrängt zur Führung einköpfen. Ein sehr ärgerliches Tor, denn ein einziges Mal war die Hintermannschaft unaufmerksam gewesen. Zu allem Überfluss erwies Sini der Mannschaft noch einen Bärendienst, als er sich mit Schiri Winzen in ein Wortgefecht (über den - zugegeben - sehr umstrittenen Freistoß) verstrickte. Ein ungleicher Kampf, den Sini mit einer 10-Minuten-Strafe verlor.
Mit einem Mann weniger und dem dummen Gegentor im Hinterkopf versuchte Torpedo, das Spiel dennoch zu drehen. Aber viele Chancen hierzu boten sich nicht. Die beste hatte wiederum Kalle, in der 78. Minute nach schöner Vorarbeit von Björn, als er aus 5m - bedrängt durch seinen Gegenspieler - vor dem leeren Tor es nicht schaffte, den Ball ins Netz zu schieben. Der Ball konnte sichtbar vor der Torlinie noch geklärt werden. Cream Team lauerte auf Konter und setzte immer wieder seinen pfeilschnellen und provokanten Stürmer über rechts ein, der aber von Chris (und später von Sebi) eiskalt abgemeldet wurde. Glück hatte Torpedo 5 Minuten vor Schluss, als ein Mittelfeldspieler alleine auf Markus zulief, den Ball aber über das Tor drosch. Die letzte Torchance für Torpedo besaß Gregor: aber selbst ein Geschenk in Form eines Fehlpasses eines Creamer Abwehrspieler am 16er konnte Eisen an diesem Tage nicht annehmen, und Gregor`s Schuss strich 1m am Tor vorbei.
So musste am Ende Torpedo die erste Saisonniederlage einstecken. Ärgerlich war es schon, denn eigentlich war dies ein klassisches Unentschieden-Spiel. Es zeigte sich mal wieder, dass Torpedo einfach den Tick weniger clever ist, als eine Mannschaft wie Cream Team. Zudem konnte der Ausfall von David weder durch Björn und Philip, noch durch andere Eisener kompensiert werden.
Allerdings besteht auch kein Grund, in Wehklagen zur verfallen. Positiv ist die Abwehr hervorzuheben und zudem kann Torpedo schon in 2 Wochen mit einem Sieg im Derby gegen Interfilos alles wieder vergessen machen. Da Interfilos selber unbedingt gewinnen muss, um Weiterzukommen und Torpedo auf Wiedergutmachung drängt, verspricht dies ein ganz heißes Tänzchen zu werden!
Tore: 0:1 (65. Minute)
Gespielt haben: Makus - Kai, Marc, Stefan, Sebi, Chris - Boris, Sini, David, Gregor - Björn, Philip, Karl
Torpedo Eisen - Inter Filos 1:2
Sonntag, 30.10.05, 15 Uhr auf den Jahnwiesen
Die Voraussetzungen für Torpedos letztes Gruppenspiel hätten nicht günstiger sein können: Bei Torpedo war alles an Bord, was derzeit gesund und fit ist. Zudem gab sich Cream Team am Vortag die Blöße und spielte gegen Weißer Holunder nur unentschieden, so dass Torpedo mit einem Sieg den ersten Gruppenplatz klar machen konnte. Interfilos dagegen musste unbedingt gewinnen, um noch seine Chance zur CL-Qualifizierung zu wahren.
Das Spiel begann zunächst verhalten. Beide Mannschaften belauerten sich und spielten abwartend. Inter mit der gewohnten Taktik: lange Bälle nach vorne, Torpedo versuchte, mit Kurzpass-Spiel über die Flügel zum Erfolg zu kommen. Im Mitteldfeld neutralisierten sich beide Mannschaften zunächst. Die erste Torchance resultierte folgegerecht aus einem Freistoß, den aber Philip 2m neben das Tor setzte. Danach kam Torpedo besser ins Spiel. Angetrieben aus einer sicheren Abwehr ergaben sich Feldvorteile für Torpedo. Nach 20 Minuten die beste Chance für Torpedo als Lutz mit klugem Pass Philip in Szene setzte, der auf Höhe des 16-er seinen Gegenspieler ausspielte, sein Schuss aber Zentimeter am Pfosten vorbeistrich. Das hätte die Führung sein können. Wenige Minuten später eine weitere gute Chance durch Sebi, als er sich im Strafraum von Filos durchtankte, aber statt selbst den Abschluss zu suchen, auf den im Abseits stehenden Lutz passte.
In der 30. Minute dann der große Auftritt von Karl: an der Seitenlinie erkämpfte er sich den Ball, drang in den Strafraum, umspielte zwei Gegenspieler und konnte nur per Foul gestoppt werden. Alle warteten auf den Elfmeterpfiff von Schiri Winzen, der blieb aber aus (Vorteilsauslegung ?). Gregor aber schaltete am schnellsten, schnappte sich den Ball und jagte in aus 12m unhaltbar unter die Latte: 1:0. Die ersehnte Führung. Die Führung beflügelte Torpedo. 5 Minuten später hatte Boris nach schönem Solo die Chance, die Führung auszubauen, scheiterte aber mit seinem Links-Schuss am fehlerfreien Zenga, den Nachschuss setzte Gregor über das Tor.
Inter Filos kam bis dato lediglich zu einer guten Torchance, als sich ein Spieler über links gegen Sini und Kai durchsetzen konnte, nach innen flankte und der Stürmer von Filos aus 6m den Ball über das Tor jagte. Dann, kurz vor der Halbzeit, nochmal eine Chance für Inter filos bei einem Freistoß aus 17m. Der eher harmlos geschossene Ball von Jens hätte - wenn er nicht schon in der Mauer hätte hängen bleiben müssen - eigentlich keine große Problem für Keeper Markus bereiten dürfen, jedoch ließ der sonst sichere Eisen-Keeper den Ball durch die Armen gleiten: 1:1. Unglücklicher konnte der Ausgleich nicht fallen.
Nach der Halbzeit drängte Torpedo sofort auf die Wiederherstellung der Führung. Flanke von dem eingewechselten David, ein Abwehrspieler will klären, legt den Ball aber genau für Philip auf, der aus 13m abzieht, aber nur den Außenpfosten triftt. Symptomatisch für die derzeitige Verfassung von Torpedo: hinten individuelle Fehler und vorne fehlt es an der Abgezocktheit beim Abschluss. Und es kam noch schlimmer. In der 60. Minute segelte wieder eine der vielen eigentlich harmlosen hohen Bälle an die Straufraumgrenze, Stefan und Markus uneinig, ein Filos-Stürmer ging als lachender Dritter dazwischen und versenkte mit einem feinem Heber den Ball über Keeper Markus zum 2:1. Torpedo restlos bedient. Danach die Mannschaft total verunsichert. Hanebüchende Fehlpässe im Spielaufbau, unmotivierte Dribblings, jegliches Spielkonzept war verloren. Dabei war - bei allem Respekt - Inter Filos nun wirklich keine Übermannschaft. Die Jungs um Abwehrchef Mario besannen sich lediglich darauf, den Vorsprung über die Zeit zu bringen, indem sie die Bälle hoch nach vorne oder ins Aus schlugen. Aber dieses Rezept reichte, um an diesem Tage gegen eine desolate Eisen-Truppe im zweiten Durchgang zu bestehen. Nicht dass der Wille, das Spiel zu drehen, nicht vorhanden gewesen wäre, - keineswegs - die Mannschaft bemühte sich, aber eine Vielzahl an individuellen Unzulänglichkeiten machten jeden Ansatz einer Torchance zunichte. So konnte nach dem Rückstand bis auf zwei Fernschüsschen von David und Björn keine Torchance mehr herausgespielt werden. Die Schwäche im Spiel nach vorne, die sich schon im Spiel gegen Cream Team angedeutet hatte, wurde in der letzten halben Stunde noch evidenter. Somit geht in einer trotz vieler gelber Karten fairen Partie der Sieg von Inter Filos aufgrund ihrer kämpferischen Leistung in Ordnung. Torpedo wird wohl - trotz der drei Auftakterfolge - nunmehr nur Gruppendritter werden.
Noch Stunden nach dem Spiel verharrte ein Teil der Mannschaft und analysierte kritisch, wieso es derzeit nicht läuft. Gegebenenfalls wird sich das Spielsystem schon im nächsten Spiel ändern: In 2 Wochen steht das schwere Pokalspiel gegen das favorisierte Team Sprit Connection an. Drei Niederlagen in Folge hat es seit Torpedo Gedenken nicht gegeben. Sollten die eklatanten und spielentscheidenen, individuellen Fehler allerdings nicht schleunigst behoben werden und jeder einzelne seine eigene Leistung nicht kritisch hinterfragen, kann es sein, dass dieser unrühmliche Rekord schon bald Wirklichkeit wird.
Tore:
1:0 Gregor (30. Minute), 1:1 (42. Minute), 1:2 (60. Minute)
Gespielt haben: Markus - Sebi,
Marc, Stefan, Chris, Kai - Sini, Boris, Philip, Gregor - Björn, Karl, Lutz,
Sega, David
Pokal
Runde 1
Juventus Urin - Torpedo Eisen 0:2
Sonntag, 12.12.04, 15 Uhr auf den Jahnwiesen
Das Spiel wurde kampflos für TE gewertet.
Runde 2
Torpedo Eisen - Inter Leckt 2:1
Sonntag, 19.02.05, 15 Uhr auf den Jahnwiesen
Knapp aber verdient zieht TE in die 3. Runde des BuLi-Pokals ein.
Runde 3
Torpedo Eisen - Sprit Connection 0:1
Sonntag, 27.11.05, 11 Uhr auf den Jahnwiesen
Im letzten Spiel vor der Winterpause ging es für Torpedo darum, den Super-Gau "drei Niederlagen in Folge" zu vermeiden und im Pokalwettbewerb zu überwintern. Allerdings war der Gegner kein geringer als die bislang verlustpunktfreie Truppe von Sprit Connection. Rechtzeitig zum Jahresende hat sich das Lazarett gelichtet, so dass TE mit einem vollen Kader aufwarten konnte. Jedoch musste TE die ersten 60 Minuten ohne Stamnmlibero Stefan und den erkälteten David auskommen.
Die ersten Minuten begannen von beiden Seiten verhalten. Das Spielgeschehen hielt sich überwiegend im Mittelfeld auf. TE ging gut in die Zweikämpfe und ließ dem Gegner wenig Platz. Schon frühzeitig zeigte sich, dass es sich bei diesem Spiel um ein harten Pokalfight handeln würde, bei dem sich beide Seiten nichts schenken würden. Torchancen blieben in der ersten Halbzeit auf beiden Seiten Mangelware. Die größte Chance hatte Sprit in der 24. Minute, als ein Stürmer den Ball an Marc vorbeilegte, alleine auf s Tor zu lief und den Ball nur um Zentimeter am von Markus gehüteten Tor vorbeilegte. Allerdings ging der Aktion ein klarer Regelverstoß voraus. Der Stürmer von Sprit hatte sich durch ein Foul an Marc erst in Position bringen können. Wieso der ansonsten gute Schiri Kay dies nicht pfiff, blieb sein eigenes Geheimnis. Torchancen seitens Torpedo konnten im ersten Durchgang nicht verbucht werden. Die taktische Opferung eines Stürmers zugunsten eines weiteren Mittelfeldspielers ließ TE Durchschlagskraft im Angriff vermissen. Dafür stand das defensive Mittelfeld um Björn, Sini, Boris und Gregor sehr sicher. In der Abwehr erledigten Aushilfslibero Philip, Marc, Sebi und Chris ihre Arbeit souverän. Mit einem leistungsgerechten 0:0 ging es in die Halbzeit.
Nach der Halbzeit das gewohnte Bild: Sprit Connection leicht feldüberlegen, aber nicht zwingend. Spätestens bei Philip verpufften die Angriffsbemühungen der Spritler. Je länger das Spiel dauerte, umso mehr investierte TE in das Spiel nach vorne. Besonders Björn und Charif und der wiedergenessene Thomas kurbelten das Spiel nach vorne an. Es ergaben sich gut vorgetragene Angriff, jedoch fand des öfteren kein TE-Stürmer den Abschluss. Sega, Karl und Lutz waren bei ihren Gegenspieler abgemeldet und immer offensichtlicher macht sich das Fehlen von Torjäger Tommi bemerkbar. Es fehlt eben derzeit an der Durchschlagskraft im Angriff gegen die Top Teams der Liga.
Nach einer Stunde stellte TE deshalb um. Stefan übernahm seinen etatmäßigen Liberoposten, Philip rückte dafür zusammen mit Björn in den Sturm. Und dies hätte sich fast bezahlt gemacht. In der 75. Minute die beste Chance für Torpedo als nach einem groben Abwehrfehler der Ball Björn vor die Füße fiel, der aber aus 12m verzog. Derzeit symptomatisch für TE: selbst Geschenke des Gegners können nicht in Tore umgewandelt werden. Trotz allem wurde TE mit zunehmender Spieldauer immer stärker. Eisen erspielte sich eine Reihe von Eckstößen und der Druck auf das Sprit-Tor nahm zu.
Doch dann die 88. Minute: Freistoß vor dem Torpedo-Tor, 24m halblinke Position. Der Ball konnte zunächst aus der Gefahrenzone geköpft werden, dann aber landete Björn´s Querschläger genau vor den Füßen des Freistoßschützen, der zog aufs Tor, umdribbelte den halbherzig angreifenden Kai und schoß aufs Tor. Ein eher harmloser Schuss auf glitschigem Untergrund, der jedoch von Keeper Markus nicht festgehalten und dem einschussbereiten Stürmer von Sprit vor die Füße serviert wurde: 0:1 - ganz bitter. Eine Kette von Fehlern, die Sprit - zu diesem Zeitpunkt überraschend - die Führung einbrachte. Das ganze Pech und Unzulänglichkeiten der letzten Spiele klebte bei dieser Aktion den TE-Spielern an den Füßen. Trotzdem gab sich TE nicht auf und antwortete mit stürmischen Angriffen.
Nochmal Ecke in der Nachspielzeit, der Ball segelte an Freund und Feind vorbei, iregendein Torpedo bugsierte den Ball Richtung Tor, jedoch nicht fest genug und der Torhüter von Sprit konnte den Ball vor der Linie wegfischen. Es fehlte der letzte Biss und Wille so ein Ding auch mal reinzuknallen. Die letzte Chance vergab Sekunden später Philip, als nach einer weiteren Ecke sein Schuss am langen Pfosten vorbeizog.
Schließlich blieb es beim 0:1. TE hatte sich wieder selbst geschlagen. In einem fairen Spiel musste TE erkennen, dass derzeit die Abgebrühtheit und der letze Wille im Angriff fehlt und in der Abwehr sich regelmäßig ein Kapitalfehler einschleicht, der spielentscheidend ist. So bitter dass jetzt ist, TE muss weiter an sich glauben. Eins ist auf jeden Fall hervorzuheben: die Stimumung untereinander und das Kämpfen füreinander waren vorbildlich. Die Moral der Truppe ist in Takt. Daher gibt es auch kein Bangemachen vor den möglichen schweren Aufgaben in der CL. Torpedo ist bereit und will es nach der Winterpause erst recht wissen! Zudem sind angeschlagene Boxer bekanntlich die gefährlichsten.
Tore: 0:1 (88. Minute)
Gespielt haben: Markus - Chris, Marc, Philip, Sebi, Kai, Stefan - Gregor, Sini, Björn, Boris, Thomas, Charif - Karl, Sega, Lutz, David.
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