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Meisterschaft 2006/2007

Champions League:

Torpedo Eisen – FK Trimmdich 4:5 n. V.
Sonntag, 10.06.07, 15 Uhr auf den Jahnwiesen

Im Viertelfinale traf TE bei schwül-warmen Temperaturen auf der Jahnwiese am Super-Viertelfinaltag (alle BuLi Viertelfinale fanden am gleichen Tag statt) auf den Sieger der Gruppe A: FK Trimmdich. Auf den selben Gegner hatte man bereits in der 1. Pokalrunde getroffen; damals behielt TE mit einem 1:0-Sieg die Oberhand. TE musste auf Gregor, Sini, Lutz und USA-Rückkehrer Yannick verzichten.

 

Das Spiel begann verhalten. Man merkte den Trimmdichern an, dass die Pokalniederlage Spuren hinterlassen hatte; zumindest spielten sie in der Anfangsphase nicht so spielstark nach vorne wie gewohnt. TE hatte die Anfangsphase ganz gut im Griff und konnte einige Male gefällig (vor allem über Charif) nach vorne spielen. Große Torchancen sprangen allerdings nicht dabei raus. So ab Mitte der 1. Halbzeit übernahmen die Trimmdicher optisch das Spielgeschehen. Allerdings konnten auch sie sich keine großen Torchancen herausspielen. Die Abwehr um Libero Stefan stand sehr sicher und meist waren die Manndecker Kai und Marc Zweikampfsieger gegen ihre wuseligen Gegenspieler. Die beste TE-Chance im ersten Durchgang hatte Chris nach einer unübersichtlichen Situation 10m vor dem Tor, doch Trimmdichs Keeper konnte den unplatzierten Schuss von Chris abwehren. Die Trimmdicher hatten ihre beste Chance kurz vor Ende der unverständlicher Weise sehr lang andauernden 1. Halbzeit, als sich einer ihrer Stürmer ausnahmsweise gegen Marc im Strafraum durchsetzen konnte, doch an Keeper Markus scheiterte. So ging es mit einem leistungsgerechten 0:0 in die Halbzeit. Leider hatte sich Charif kurz vor der Halbzeit verletzt und konnte nicht mehr weiter spielen.

Eine Schwächung für das Spiel von TE.

 

In der 2. Halbzeit zeichnete sich dann das erwartete Kräfteverhältnis auf dem Spielfeld ab: Trimmdich bemüht um einen konstruktiven Spielaufbau, TE dagegen aus einer sicheren Abwehr auf Konter lauernd. Glück hatte TE in der 50. Min. bei der ersten großen Torchance des Spiels, als ein Trimmdicher 8m völlig frei vor dem Tor zum Torschuss kam, jedoch das Spielgerät weit über das Tor donnerte. TE zwar nicht mit vielen Konterchancen, dennoch aber nicht ungefährlich, wenn der Ball konsequent in die Spitze gespielt wurde. Und wenn die Konter nicht zwangsläufig zu Toren führen, so ergeben sich daraus zumindest Standards. So in der 60. Minute: scharf geschnittener Eckball von Philip auf den Kopf von Björn, dessen Kopfball konnte Trimmdichs Ausnahmekeeper zwar noch reflexartig halten, gegen das entschlossene Nachsetzen von Tommi, der den Ball aus 4m in die Maschen hämmerte, war er allerdings machtlos: 1:0 für TE! Doch die Antwort der Trimmdicher kam gnadenlos schnell. Keine 5 Minuten nach der Führung konnte sich ein Stürmer auf Höhe der Grundlinie im Straufraum von TE durchsetzen, sein Schuss wäre eigentlich leichte Beute für den ansonst tadellosen Keeper Markus, aber irgendwie prallte der Ball zurück von der Brust genau vor die Füße des zweiten Stürmers, der humorlos abstaubte. Unentschieden, alles war wieder offen. Das Spiel begann aufgrund der zunehmenden Intensität nickeliger zu werden. Unschöner Höhepunkt in der 70. Min. als nach groben Foulspiel eines Trimmdicher an Thomas, dieser wenig später verletzt vom Platz musste. Doch TE biss trotz der Ausfälle auf die Zähne. Im defensiven Mittelefeld wuchs vor allem der jüngste Torpedo Tim über sich hinaus und legte ein immenses Laufpensum hin. Immer wieder stopfte er zusammen mit dem stark aufspielenden Boris, den unermüdlichen Björn, Chris, Sega und dem trotz Trainingsrückstand leidenschaftlich kämpfenden Sebi die Löcher im Mittelfeld, die, je länger das Spiel lief umso größer wurden. In der 72. Minute dann mal wieder Befreiung durch eine Einzelaktion von David. Allerdings wurde er im Starfraum regelkonform gestoppt, jedoch berühte der Ball die Hand des Verteidigers. Schiri Capelli entschied sofort auf Freistoß, was ein wenig verwunderte, denn falls Hand, dann im Strafraum, sprich: Elfmeter. So aber Freistoß 17m vor dem Tor, halblinke Position. Philip legte sich den Ball zu recht und zog den ihn Richtung langes Eck. Der Ball lief vorbei an Freund und Feind, wurde noch leicht von einem Trimmdicher Abwehrbein abgefälscht, bis er in seinen vorbestimmten Platz einschlug: 2:1 - TE auf dem Weg ins Halbfinale!

Trimmdich antwortete mit wütenden Angriffen. Doch die TE stand hinten bislang sehr sicher. Zwar zirkulierte der Ball in den Reihen der Trimmdicher bis zum Starfraum recht gefällig und es ergaben sich auch einige Möglichkeiten, doch eine richtige 100%-ige Torchance ließ TE`s Abwehr zunächst nicht zu. Das Spiel bog jetzt in die entscheidene Phase. TE wartete auf den entscheidenen Konter. Pech hatte Tim mit einem fulminanten Schuss aus 18m, den Trimmdichs Katze noch über die Latte lenkte. Dann die vielleicht entscheidende Szene des Spiels: in der 80. Minute konnte sich David gegen zwei Trimmdicher im Strafraum durchsetzen, sein Schuss konnte der Keeper von FK zwar noch abwehren, aber nur vor die Füße von Björn, der nunmehr die Möglichkeit besaß, das Spiel wahrscheinlich vorzeitig zu entscheiden, doch leider jagte er den Ball aus 6m frei vor dem Tor über die Latte! Das wäre der wichtige BigPoint für TE gewesen. So aber blieb Trimmdich im Rennen. Kurz vor Schluss erzielte dann einer der beiden Trimmdicher Stürmer den Ausgleich aus einem unübersichtlichen Getümmel mit einem unhaltbaren Sonntagsschuss in den rechten Winkel.

 

Mit dem Ausgleich ging es in die Verlängerung. Hier machte sich dann doch der Kräfteverschleiß der TE`s und der Ausfall von Charif und Thomas bemerkbar. Zwar kämpften alle Torpedos leidenschaftlich, aber die stärkere Physis des Gegners wurde immer offensichtlicher. So erzielten die Trimmdicher dann auch relativ schnell 2 Tore und schienen bereits auf dem Weg ins Halbfinale. Richtig spannend wurde es aber nochmal, als Trimmdich sogar noch ein drittes Tor erzielte. Diesem wurde allerdings wegen angeblicher Torwartbehinderung nicht die Annerkennung erteilt. Dies hatte Schiri Capelli sofort angezeigt. Im Gegenzug wollte TE schnell schalten, jedoch musste der Konter abgebrochen werden, da Schiri Capelli den Ball noch nicht freigegeben hatte. Stefan wiederholte daraufhin seinen Abschlag, der wieder seinen Weg zu Philip fand und von dort in die Spitze, wo ihn David aufnahm und ein kleines Tänzchen mit seinem Gegenspieler veranstaltete und den Ball aus kurzer Distanz einnetze. Nur noch ein Tor Rückstand. Nach dem Tor entluden sich dann die Emotionen bei den Trimmdichern. Sie hatten ihren dritten Treffer in der Verlängerung als regulär gesehen und darüber hinaus in dem schnell ausgeführten Freistoß eine unfaire Aktion von TE gesehen. Doch diese Aufregung war unberechtigt:

Es war ausreichend Gelegenheit wahr zu nehmen, dass der Treffer nicht zählte. Dies hatte Schiri Capelli sofort angezeigt. Der dann folgende Freistoß durch Stefan musste sogar nochmal wiederholt werden, und die gesamte Verteidigung der Trimmdicher spielte nach dem Abschlag gewohnt weiter. Der Tumult endete schließlich mit einer 10-Min. Strafe für einen Trimmdicher Spieler wegen Schiedsrichter-Beleidigung.

 

Zu Beginn der 2. Halbzeit der Verlängerung hatte TE folglich einen Spieler mehr auf dem Platz und glaubte noch an seine Chance. Die beste Torchance besaß David, doch sein Freistoß aus 18m flog knapp am rechten Pfosten des Tores vorbei. TE bewieß Moral und stemmte sich mit dem letzten Aufgebot gegen die drohende Niederlage. Vor allem David nahm es immer wieder mit der vielbeinigen Abwehr der Trimmdicher auf. Leider konnte er in zwei aussichtsreichen Situation noch von den Tentakeln der unzählbaren Verteidigerbeinen im Strafraum gestoppt werden. Trimmdich besaß dagegen eine Vielzahl von Konterchancen. Eine führte dann auch 5 Minuten vor Schluss zum vermeintlichen 5:3, aber wieder gab Schiri Capelli den Treffer nicht. Nun witterten die Trimmdicher die totale Verschwörung. 1 Minute vor Schluss dann doch noch ein reguläres Tor für Trimmdich: 5:3 - alles vorbei? Weit gefehlt! Eine Minute vor Schluss erzielte Tim mit sehenswerten Rechtsschuss nach Vorarbeit von Tommi den Anschlußtreffer. TE gab einfach nicht auf, aber es sollte letztlich nicht reichen. Trimmdich gewann mit 5:4 und zieht damit in's Halbfinale ein. In einem emotionsgeladen und für die Zuschauer sehr spannenden und packenden Viertelfinale verpasste TE es, den Sack Ende der zweiten Halbzeit vorzeitig zu zu machen und schied nach hartem Kampf aus. TE hat Moral gezeigt und bis ans Ende alles gegeben und aufopferungsvoll gekämpft. Die Trimmdicher waren der erwartet spielstarke Gegner, der am Ende aufgrund seiner besseren Physis nicht unverdient als Sieger vom Platz ging.

 

Noch ein Wort zum Schiedsrichter: Schiri Capelli hatte das Spiel bis Ende der ersten Halbzeit der Verlängerung sehr gut im Griff. Über die beiden nicht anerkannten Treffer lässt sich sicher streiten. Daher ist/war die Aufregung der Trimmdicher nachvollziehbar, dennoch sollte die Kritik auf und außerhalb des Platzes in vernünftiger Art und Weise stattfinden. Jeder Schiedsrichter - wie auch jeder Spieler - hat gute und schlechte Tage.

Positiv hervorzuheben - und dass soll hier auch nicht untergehen - ist, dass sich einer der Reservisten von Trimmdich nach dem Spiel zumindest für die Entgleisungen von außen gegenüber Spielern von TE entschuldigte und die Spieler beider Teams nach dem Spiel versöhnlich miteinander umgingen.

Im Grunde war das Spiel auch nicht unfair und beide Mannschaften hätten es eigentlich verdient gehabt, dass vielmehr die sportliche Leistung erwähnt wird, denn die war heute von beiden sehr sehenswert.

 

Tore: 1:0 Tommi (60. Min.), 1:1 (65. Min.), 2:1 Philip (72. Min.), 2:2 (86. Min.), 2:3 (98. Min.), 2:4 (100. Min.), 3:4 David (105. Min.), 3:5 (116. Min.), 4:5 Tim (119. Min., Tommi)

 

Gespielt haben: Markus - Kai, Stefan, Marc, Philip, Björn, Tim, Charif, Thomas, Chris, Boris, Sebi, Tommi, David, Karl, Sega

 

Torpedo Eisen – Staus und Behinderung 5:1
Sonntag, 03.06.07, 15 Uhr auf den Jahnwiesen

Im letzten CL-Spiel gegen Staus und Behinderungen (SUB) ging es für TE um alles. Nur mit einem Sieg würde sich TE für das Viertelfinale qualifizieren, bei jedem anderen Ergebnis wäre Feine Kerle Köln als Gruppenzweiter ins Viertelfinale eingezogen. Personell musste TE auf Sturmführer Tommi und den etatmäßigen Manndecker Marc verzichten. Ebensowenig konnten die langzeitverletzten Sini, der zwar schon wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen ist, aber für den ein Einsatz in dieser Saison wohl noch zu früh käme, und Lutz mitwirken. Trotz der Ausfälle ging TE selbstbewusst in die Partie, obwohl der Gegner schwierig einzuschätzen war, da er sehr unterschiedliche Ergebnisse in der CL ablieferte.

 

Von Beginn an wurde klar, dass SUB - da es für sie um nichts mehr ging - gar nicht bereit war, das Spiel etwas lässiger anzugehen. Mit vollem Elan stürzte sich SUB in die Partie. Die ersten zehn Minuten schnürte SUB TE in der eigenen Hälfte ein und die Torpedos waren meist zweiter Sieger in der Anfangsphase. Folgerichtig dann auch die Führung für SUB bereits nach 4 Minuten, als sich ein SUB-Spieler auf der rechten Seite durchsetzen konnte und auf den am langen Pfosten lauernden Stürmer flanken konnte, der ein paar Schritte vor Manndecker Sebi, der erst am Vortag aus Japan zurückkehrte, mühelos einnetzen konnte: 0:1 - "Sayonara TE"! Zum Glück brauchte sich TE erst gar nicht lange Gedanken machen, was dies für Folgen haben könnte und warum die Anfangsphase so verschlafen wurde. Drei Minuten später nach der Führung egalisierte Thomas nach feinem Freistoßtrick von Philip und Charif und Flanke von Björn, per Kopf aus allerdings abseitsverdächtiger Position zum 1:1. Durchatmen, manchmal braucht TE halt so einen Weckruf... SUB war trotz des Ausgleichs nicht gewillt, das Spiel abzuschenken. Im Gegenteil, die Zweikämpfe wurden verbissen geführt und es ergab sich eine von beiden Seiten intensiv geführte erste Halbzeit. Etwas zu intensiv war nach Meinung des Schiedsrichters Capelli das Wortgefecht zwischen Gregor und seinem Mitspieler, woraufhin beide mit einer 10 Min.-Strafe des Feldes verwiesen wurden. Nun ja, zumindest war ab dann mehr Platz auf dem eher kleinen Spielfeld auf der Jahnwiese. Diesen Platz nutzte sogleich David, als er in der 19. Minute aus halblinker Position 20m vor dem Tor abzog: ein Mann, ein Schuss, eine Fahrkarte ins Viertelfinale! Unhaltbar schlug das Geschoß in der langen Ecke ein und auch das schlecht befestigte Tornetz konnte David`s Flachschuss nicht standhalten: 2:1 - TE auf Viertelfinalkurs! Doch SUB gab sich nicht geschlagen und antwortete mit wütenden Angriffen. Die größte Chance zum Ausgleich nach einer Ecke, als Boris den Kopfball eines SUB-Spielers gerade noch von der Torlinie kratzen konnte. Nachdem beide Mannschaften wieder vollständig waren, legte TE einen Zahn zu. 10 Minuten vor Ende der ersten Halbzeit erkämpfte sich Gregor im Mittelfeld gegen seinen Gegenspieler den Ball, den Karl direkt auf den durchgestarteten Charif weiterleitete und dieser behielt im 1-gegen-1 Duell gegen den guten Keeper von SUB die Nerven und verwandelte sicher zur beruhigenden 3:1 Führung. Diese Führung hätte kurz vor der Pause von Karl noch ausgebaut werden können, er scheiterte jedoch gleich dreimal aus aussichtsreicher Position nach jeweils schönem Zuspiel von Björn, der sich über das Auslassen der Torchancen so sehr  ärgerte, dass er sich erstmal eine Muskelverhärtung zuzog! Er konnte jedoch in der 2. Halbzeit wieder eingesetzt werden. So blieb es beim 3:1 zur Pause.

 

Nach der Halbzeit wollte TE den Sack frühzeitig zu machen. Nach einem schönen Solo von Chris über die rechte Außenlinie und anschließender Maßflanke hatte Philip keine Mühe, mit einem Heber über den herauseilenden Torhüter von SUB das vorentscheidende 4:1 zu markieren. Danach schonte sich TE etwas und nahm einige Umstellung im Team vor. Daraus ergaben sich einige hochkarätige Torchancen für SUB, die aber entweder durch eigene Unzulänglichkeiten im Abschluss oder von dem gut aufgelegten Keeper Markus vereitelt wurden. Im Spiel nach vorne gab sich TE auch keine große Mühe mehr. Zwar kombinierte man recht flüssig durchs Mittelfeld, viele Torchancen erarbeitete sich TE jedoch nicht. Dennoch gab es noch was erfreuliches, als nämlich Karl nach guter Vorarbeit von Gregor endlich sein Tor kurz vor Schluss erzielen konnte. Der alte "Staubsaugervertreter" hatte wieder zugeschlagen! Insgesamt ein verdienter Arbeitssieg gegen tapfer kämpfende SUB-ler, die vielleicht mit ein bisschen mehr Cleverness in der 2. Halbzeit mehr hätten reißen können. Mit dem zwar teilweise etwas nickeligen, aber insgesamt fairen Spiel hatte der souveräne Schiedsrichter Capelli nie Probleme.

 

Als Gruppenzweiter hinter den Graskloppers zieht TE nunmehr in das Viertelfinale und trifft bereits am nächsten Sonntag auf den Sieger der Gruppe 1, FK Trimmdich, auf die man bereits in der ersten Pokalrunde traf und damals mit 1:0 besiegen konnte. Das erste Saisonziel ist mit der Qualifikation zum Viertelfinale zumindest schon mal erreicht worden - Bravo Torpedo!

 

Tore: 0:1 (4. Min.), 1:1 Thomas (Björn, 7. Min.), 2:1 David (19. Min.), 3:1 Charif (Karl, 34. Min.), 4:1 Philip (Chris, 58. Min.), 5:1 Karl (Gregor, 81. Min.)

 

Gespielt haben: Markus - Kai, Stefan, Sebi - Chris, Gregor, Philip, Charif, Thomas, Boris, Tim, Sega - David, Björn, Karl

 

 

Torpedo Eisen – Grasskloppers 2:3
Freitag, 04.05.07, 19 Uhr auf den Jahnwiesen

Stell dir vor, die Bayern haben (ausnahmsweise) mal wieder das Endspiel in der Champions-League erreicht. Stell dir weiter vor, der Gegner wäre wieder Manchester United wie damals in Barcelona. Und nun stell dir das Spiel vor: wieder führen die Bayern mit 1:0 bis kurz vor Schluss und sehen schon - wie damals - wie der sichere Sieger aus. Mitte der 2. Halbzeit die große Chance auf 2:0 zu erhöhen, doch der Pfosten steht im Weg. Alles macht sich schon für die Siegerehrung bereit, Ulli poliert seine Brille, Kaiser Franz führt die ersten Interviews und der Busfahrer köpft schon die ersten Weizen. Dann, kurz vor Schluss, noch einmal Ecke für Manu. Der Ball kommt herein, wird immer länger, wird von Giggs Kopf Richtung Torlinie verlängert und irgendwie haut sich van Buyten das Ding selbst in die Maschen. Du denkst, hoppla, kommt mir dass nicht bekannt vor? Schon wieder der Ausgleich kurz vor Schluss! Und bevor du darüber so richtig ins Grübeln kommst, rollt auch schon der nächste Angriff in Richtung Bayern-Tor und plötzlich titscht der Ball Lucio an die Hand und der Schiri entscheidet auf Handelfmeter, den Rooney zum 2:1 Sieg verwandelt. Hä? Kommt dir der Spielverlauf nicht bekannt vor? Und bevor du weiter nachdenkst, sagst du, nee, nee, verarschen lass ich mich nicht, so ne Geschichte passiert nicht zweimal im Fußball - sowas geht ja gar nicht!

 

Glaubst du wirklich, dass sich solche Momente nicht wiederholen können? Na, dann warst du wohl weder am 11. Juli 2004, noch heute auf der Jahnwiese bei dem Aufeinandertreffen von TE und Altmeister Graskloppers. Vor drei Jahren standen sich beide Mannschaften schon einmal im Halbfinale gegenüber, heute in der Vorrunde der Champions League. Damals gingen die Graskloppers durch ihren Top-Torjäger Markus in Führung und auch dieses Mal brauchte es keine 25 Minuten bis derselbige nach einem Einwurf von TE und anschließendem Fehlpass im Mittelfeld, seine Gegenspieler narrte und zur Führung einschoss. Damals konnte TE zwar zunächst ausgleichen, aber noch vor der Pause erhöhten die Graskloppers auf 2:1. Den wiederholten Ausgleich erzielte damals wie heute nach einem abgefälschten Schuss Philip, dieses Mal allerdings nach einem erwähnenswerten fulminanten Solo über 50m. Nach dem Ausgleich bog TE das Spiel damals wie heute. Dieses Mal gehen die Torpedos nach einem Konter über David durch einen schöne Einzelaktion von Tommi mit 2:1 in Führung. Als TE-Fan schwebst du im 7. Himmel und träumst schon von Viertelfinalspielen gegen Otze Mach Et oder Interfilos. Mitte der 2. Halbzeit dann zweimal die große Chance die Führung sogar noch auszubauen, aber beides Mal wird aus kurzer Distanz frei vor dem Torwart vergeben. Du sagst dir, wenn dass sich mal nicht rächt. Aber nee, nee denkst du dann weiter, dieses Mal ist die Mannschaft nach neun Spielen in Folge ohne Niederlage so gefestigt, dass ihr das Missgeschick von damals, noch das Spiel aus der Hand zu geben, nicht wieder passiert. Und so verstreichen die Minuten. Bis 7 Minuten vor Schluss noch einmal Freistoß für Graskloppers gegeben wird. Damals waren es wohl 10 Minuten vor Schluss, aber egal, zumindest die selben Protagonisten: langer Freistoß von Markus auf Andreas, der köpft den Ball fast von der Grundlinie zurück in den 5m Raum, von wo aus der Ball einem Verteidiger von TE unglücklich an die Hacke prallt und ins Tor trudelt. Du denkst, hoppla, kommt mir dass nicht bekannt vor? Naja, damals hat Andreas das Tor gleich selber gemacht, aber dafür war dieses Mal der Winkel zu spitz. Aber schon wieder ein Gegentreffer gegen die Graskloppers kurz vor Schluss. Naja, als TE-Fan, denkst du, so ein Pech verdammt, aber ein Punkt würde unter Umständen schon für die Qualifizierung reichen und da nur noch 6 Minuten zu spielen sind, was soll denn da noch schief gehen? Und bevor du überhaupt ins Grübeln kommst, ob deine Überlegungen so haltbar sind, flankt ein Graskloppers Spieler auf Höhe des 16er in den Strafraum und irgendwie springt der Ball aufgrund der schlechten Platzverhältnisse einem weiteren Verteidiger von TE an die Hand. Ohh, Handelfmeter zwei Minuten vor Schluss und schwups macht es aus 2:1 ein 2:3.

So eine Sch...., denkst du als Fan von TE und fluchst, das kann doch alles nicht wahr sein, das kommt mir doch irgendwie bekannt vor und bevor dieser Gedanke vertieft werden kann, ist auch schon Schlusspfiff.

 

Mit dem Pfiff erwachst du schweißgebadet in deinem Bett, guckst auf deinen Radiowecker und realisierst, dass alles nur ein böser Traum war. Puuh, ganz schön übel, denkst du und weiter, was habe ich wohl die Woche über böses verbockt, dass mir solch ein brutaler Alptraum widerfährt? Und plötzlich kommen die Erinnerungen von damals wieder hoch, die man doch eigentlich schon verarbeitet hatte. Aber zur Beruhigung: nur ein Traum!

Denn, mal ehrlich, sowas kann sich auch gar nicht wiederholen, so viele verrückte Fußballgötter gibt es ja gar nicht und soviel Pech wie damals kann ja nicht noch getoppt werden. Tja, nachdem du dich dann beruhigt und getröstet hast, stehst du beschwingt auf, wirfst einen flüchtigen Blick ins Internet und siehst das Ergebnis des heutigen Spieles und wie es zustande gekommen ist. Du schüttelst ungläubig den Kopf und murmelst gedankenlos vor dich hin: Gott sei Dank, dass ich weiß, dass dies nur ein schlechter Traum ist!

 

Geträumt haben: Markus - Kai, Stefan, Marc, Sebi - Boris, Gregor, Tim, Charif, Björn, Philip, Chris - Tommi, Karl, David, Sega

 

Schäfchen gezählt: 0:1 (25 Min.), 1:1 Philip (David, 35. Min), 2:1 Tommi (David, 53. Min.), 2:2 (83. Min.), 2:3 (89. Min.)

Torpedo Eisen – Beton Union 3:1
Samstag, 31.03.07, 10 Uhr am Salzburger Weg

Im dritten Spiel der CL ging es gegen den vermeintlich leichtesten Gruppengegner: Beton Union. BU hatte bereits zweimal verloren, TE wollte dagegen was für’s Torverhältnis tun, nachdem die Konkurrenz (Alcazar und Graskloppers) vorgelegt hatte. Zwar musste TE neben Sini auf Boris, Karl, Stefan, Guido, Tim und Lutz verzichten, trotzdem stand eine ausreichend starke Mannschaft an diesem Samstag morgen zur Verfügung. Bei der Aufstellung verzichtete TE auf einen vierten Mann in der Abwehrkette zugunsten eines weiteren Stürmers.

 

Das Spiel begann wie erwartet. TE nahm das Heft in die Hand und BU zog sich zurück an den eigenen Strafraum, um auf Konter zu lauern. Bereits nach 5 Minuten fast die Führung für TE. Nach schönem Pass von Gregor auf Philip legte dieser für Tommi auf, doch sein Schuss aus 12m sprang vom Innenpfosten zurück ins Feld. In den nächsten Minuten nahm das spielerische Übergewicht von TE zu, jedoch ohne dass 100%-ige Torchancen herausgespielt wurden. Der Gegner machte es etwas cleverer. Gleich bei dem ersten Überschreiten der Mittellinie aus dem Spiel heraus zog ein flinker BU-ler an der linken Abwehrseite unbehelligt vorbei und passte überlegt auf seinen vor dem Tor völlig blank stehenden Mitspieler, der Keeper Markus keine Chance ließ: 0:1. Na, das ging ja schon wieder gut los!

 

Nach dem Rückschlag drehte TE noch mehr auf. Chancen ergaben sich eine ganze Reihe. Die schönste in der 25. Minute, als Charif mustergültig auf K"AIR" flankte, sein Torpedo-Kopfball aber nur knapp über das Gehäuse schoss. Es schien nur eine Frage der Zeit, wann endlich der erlösende erste Treffer für TE fiel. Doch dazu bedurfte es erst einer Umstellung. Sebi tauschte mit Chris die Positionen, was zum einen zur Folge hatte, dass die Konter über die linke Abwehrseite durch Chris unterbunden wurden und zum anderen entwickelte Sebi ungeahnte spielerische Fähigkeiten im Angriff. Mit schönem Doppelpass an der Strafraumgrenze setze er gekonnt Tommi in Szene, der dieses Mal mehr Glück hatte und aus 10m per Flachschuss sein erstes Tor nach 2 Jahren erzielen konnte. Wohl keinem anderen sei dieses Tor so sehr gegönnt wie dem niemals aufgebenden und unermüdlichen Sturmführer von TE, der über 1,5 Jahre wg. seiner schlimmen Verletzungen aussetzen musste.

Damit war der Bann zwar gebrochen, doch TE wollte nachlegen. Die beste Möglichkeit hierzu besaß Sega nach toller Vorarbeit von David, doch er traf den Ball 8m vor dem Tor nicht richtig. Eine weitere Chance vergab Marc, als er ganz frei im Strafraum zum Kopfball kam, den Ball aber nicht mehr drücken konnte. Mittlerweile hatte BU jedoch am eigenen Strafraum reichlich Zement angemischt, so dass ein weiteres Durchdringen der Abwehrmauer im ersten Durchgang nicht mehr gelingen sollte.

 

Die zweite Halbzeit begann dann fast mit einem ähnlichen Paukenschlag wie die erste. Nach wenigen Minuten tauchte plötzlich ein Stürmer von BU frei vor Goalie Markus auf, der aber behielt die Nerven und bewahrte seine Mannschaft vor einem weiteren Rückschlag. Die Erlösung in der 55. Minute: nach dem einzigen Fehler des ansonsten überragenden Torhüter von BU landete sein Abschlag genau bei Björn, der per Drop-Kick den Ball aus 20m in die Maschen hämmerte. Schöne Einzelaktion und das Startsignal, die Torfabrik endlich anzukurbeln. Wenig später Konter über Philip und Charif und letzterer konnte nur per Foul im Strafraum gestoppt werden. Zwar kein schlimmes Foul, aber Schiri Rudolf hatte sich sofort festgelegt. Den fälligen Elfmeter verwandelte Philip sicher. Nun schien TE ins richtige Fahrtwasser gelangt zu sein. Eine Angriffswelle nach der anderen, aus denen sich eine Vielzahl von Chancen ergaben. Hier nur ein Auszug: Charif nach schönem Spielzug mit David: über das Tor; David nach Konter und Pass von Philip: scheiterte am Torwart; Thomas und Sebi mit einer Reihe von Distanzschüssen: drüber oder sichere Beute für BU`s Katze im Tor; Tommi im Strafraum aus der Drehung: halben Meter am Tor vorbei; Gregor nach Zuspiel von Philip volley aus 6m: Zentimeter am rechten Pfosten vorbei; David nach Ecke: an den Pfosten! Hinzu kamen einige starke Paraden von BU´s Keeper, der TE`s Angreifer ein ums andere Mal zur Verzweiflung brachte. Die beste Chance in der zweiten Halbzeit besaß Philip kurz vor Schluss , als Thomas ihn am Strafraum perfekt bediente, er jedoch wiederholt am Torwart scheiterte. So blieb es am Ende an einem aus TE-Sicht enttäuschenden (nur) 3:1 Erfolg.

 

Wieder einmal konnten viele, gute Torchancen nicht in Tore umgewandelt werden. TE kombinierte bis zum 16-er sehr gefällig, allerdings fehlte im Strafraum der richtige "Heißhunger" zu vollstrecken. Trotz allem keine Kritik an den Offensivkräften, die viele Torchancen auch erstmal herausgespielt haben. Fürs nächste Spiel sei dennoch an die "Staubsaugervertretermentalität“ erinnert! Auf der anderen Seite hätte es der sympathische und nicht aufgebende Gegner auch nicht verdient, abgeschossen zu werden. Mit der sehr fairen Partie hatte der souveräne Schiedsrichter Rudolf nie Probleme. Im Hinblick auf das Torverhältnis gegenüber Alcazar und Graskloppers ist TE derzeit im Hintertreffen, aber es reicht ja fürs Weiterkommen, wenn TE die nächsten beiden Spiele einfach gewinnt!

 

Tore: 0:1 (10. Min.), 1:1 Tommi (Sebi, 25. Min.), 2:1 Björn (52. Min.), 3:1 Philip (Foulelfmeter an Charif, 55 Min.)

Gelbe Karte: Marc

 

Gespielt haben: Markus - Kai, Marc, Sebi, Chris - Gregor, Björn, Charif, Thomas, David - Philip, Tommi, Sega

 

Torpedo Eisen – Alcazar 1:1
Sonntag, 25.03.07, 15 Uhr auf den Jahnwiesen

Im zweiten CL-Spiel traf TE seit langer Zeit wieder einmal auf Alcazar. Alcazar gilt neben den Graskloppers und TE als heißester Anwärter auf einen der beiden Play-Off-Plätze. Von daher hatte dieses Spiel schon richtungsweisenden Charakter. Bei einer Niederlage würde es eng werden für eine der beiden Mannschaften, mit einem Sieg hätte man dagegen schon einen großen Schritt in Richtung Viertelfinale gemacht. Personell ergaben sich einige Änderungen im Vergleich zur Vorwoche. Neben dem Dauerverletzten Sini musste TE wiederholt auf Stammlibero Stefan und Karl verzichten, hinzu kamen die kurzfristige Absage von Lutz und Tim. Dagegen war Dauerbrenner Gregor wieder mit von der Partie. Bei Alcazar fehlte u. a. (leider) Alt-Bundesliga-Profi Andreas Kaiser.

 

Die Partie begann zunächst zurückhaltend. Beide Mannschaften spielten bewusst aus einer kontrollierten Defensive. Keiner wollte dem anderen ins Messer laufen. Dennoch ergab sich aus einer vergleichbar harmlosen Situation gleich der frühe Rückstand für TE. Nach einem langen Ball aus der Abwehr über den aufgerückten Aushilfslibero Philip sprang der Ball über Marc und der schnelle Stürmer von Alcazar überwand mit einem Heber Keeper Markus aus 16m. Und wie sich die Geschichte wiederholt: das Tor war eine Kopie des Ausgleichtores von Squadra Jura im letzten Spiel der Hinrunde. Ärgerlich und unnötig. Zwar beschwerte sich TE über das Vorliegen einer Abseitssituation, ob diese aber wirklich vorlag, konnte nicht geklärt werden. Schiri Rudolf gab den Treffer und somit geriet TE bereits früh in Rückstand. Allerdings zeigte dieses Gegentor keinen psychischen Knacks bei TE. TE kombinierte weiter gefällig nach vorne und zeigte sich spielerisch wesentlich verbessert gegenüber der 2. Halbzeit gegen FKK letzte Woche. So war der Ausgleich in der 25. Minute auch nur die logische Konsequenz. Nach einem Einwurf von Sebi und schönem Doppelpass zwischen Charif und Thomas flankte Charif mustergültig auf den in der Mitte durchgestarteten David, der im 1-gegen-1 Duell dem ansonsten starken Keeper von Alcazar keine Chance ließ. Eine wunderbare Kombination hatte zum verdienten Ausgleich geführt. Nicht unerwähnt soll dabei aber bleiben, dass Alcazar bei der Ballannahme „hohes Bein“ von David monierte, aber der Treffer schien einwandfrei.

Noch vor der Halbzeit hätte TE die Führung erzielen können. Nach einem tollen Freistoß von David aus 16m musste schon ein Abwehrspieler auf der Grundlinie per Kopf für den schon geschlagenen Keeper retten, um den Rückstand zu verhindern. TE spielte nach dem Ausgleich beherzt nach vorne und besonders über die rechte Seite über den fleißigen Boris konnten einige gute Chancen vorbereitet werden, die allerdings im Abschluss nicht konsequent genutzt wurden. Pech hatte Sega in der 38. Minute bei seiner besten Aktion, einem Distanzschuss aus 12m, den Alcazar`s Katze noch zur Ecke klären konnte.

Dagegen ergaben sich für Alcazar eigentlich nur Torchancen aus eigenen Unzulänglichkeiten in der TE Hintermannschaft, die es allerdings in sich hatten. So musste Marc in der 35. Minute schon mit vollem Risiko klären nach einem katastrophalen Querschläger in der Abwehr.

 

Zur Halbzeit blieb es beim Unentschieden. Kurz nach Anpfiff der zweiten Halbzeit wieder eine dieser Unsicherheiten in der Abwehr und fast hätte Alcazar die Führung erzielt, wenn nicht ihr linker Mittelfeldspieler aus 15m völlig frei vor dem Tor verzogen hätte. Im Spiel nach vorne blieb aber ansonsten TE das spielerisch bessere Team. Vor allem vermehrt über die linke Seite und den spielstarken Charif wurde das Spiel nach vorne getrieben. Im Mittelfeld bekamen Björn und Thomas das Spiel immer besser in den Griff, was auch daran lag, dass Gregor  im zweiten Durchgang den stärksten Offensivspieler von Alcazar komplett abmeldete. So nach 60. Minute nahm das Spiel dann an Härte und Nickeligkeiten zu. Jeder Einwurf und jeder Zweikampf wurde von beiden Mannschaften kommentiert und es ergaben sich ein paar unschöne Szenen. Hinzu kam, dass sich Alcazar ab Mitte der Halbzeit anscheinend vom Schiedsrichter benachteiligt sah und keine Gelegenheit ausließ, dies offen kund zu tun. So kam es eine Viertelstunde vor Schluss wie es kommen musste: nach einem weiteren Wortgefecht mit dem Schiri zog ein Alcazar Spieler den Kürzeren und musste für 10 Minuten vom Platz. Hektik kam auf. Alcazar nach wie vor gefährlich über ihren schnellen Stürmer, aber noch mehr, wenn TE sich in der Hintermannschaft selber in Bedrängnis brachte. TE dagegen besser im Kombinationsspiel, aber es fehlte die letzte Durchschlagskraft im Angriff. Immer wieder konnte ein Bein der tentakelhaftigen Abwehr von Alcazar - meistens in Form ihres starken Liberos Thorsten - vor TE`s Sturmtrupp klären. Pech hatte allerdings TE in der 70. Minute, als Stürmer Tommi nach starker Einzelaktion im Strafraum nur per Foul gestoppt werden konnte. Der fällige Elfmeterpfiff blieb jedoch aus. Dagegen hatte TE wenig später Glück, als Alcazar`s einzige Spitze kurz vor der Strafraumgrenze fiel, Schiri Rudolf aber auf Stürmerfoul entschied. 10 Minuten vor Ende dann die endgültige Schwächung für Alcazar: Nach einem wiederholten Foulspiel inkl. Meckern zeigte Schiri Rudolf einem Alcazar-Spieler die gelb-rote Karte. TE löste daraufhin Aushilfslibero Philip auf und erhöhte die Schlagzahl. Allerdings hätte sich auch TE nicht beschweren dürfen, wenn wenig später ebenso Sega mit einer Zeitstrafe bedacht worden wäre, nachdem er im Kampf um den Ball zweimal rüde gegen Alcazar`s Libero einstieg.

Die Schlussphase hatte es in sich. Immer wieder fuhr TE Angriffe über die linke Seite und allein Björn hätte die erlösende Führung erzielen können, aber leider verlor er in 2-3 aussichtsreichen Situationen im Strafraum den Kampf gegen Gegner und Platz. Kurz vor Schluss hätte dann aber doch noch der Siegestreffer fallen können: Nach schöner Vorarbeit von Tommi nahm Philip an der Strafraumgrenze Maß und sein Schuss hätte genau ins linke Eck gepasst, wenn nicht Alcazar`s Torhüter mit einem starken Reflex den Ball noch um den Pfosten gelenkt hätte. Wenige Minuten später war schon wieder Alcazar`s Bester im Brennpunkt: einen weiteren guten Freistoß von David aus 18m faustete er über die Latte. Und selbst in der letzten Minute hatte TE noch die große Chance zum Sieg, als nach scharfer Flanke von Philip der Ball auf den langen Pfosten flog, Marc aber aus 5m leider den Ball nicht mehr gedankenschnell gen Tor köpfen konnte.

 

Trotz großer Schlussoffensive schaffte es TE nicht, den großen Rückhalt von Alcazar zu überwinden. TE zeigte sich gegenüber dem Spiel letzte Woche gegen FKK stark verbessert; leider gesellte sich dieses Mal nicht das nötige Quentchen Glück hinzu, so dass trotz guter Chancen in der Schlussphase nur ein Unentschieden zu Buche steht. Trotz vieler Fouls in der zweiten Halbzeit und recht harten und sehr nickelig geführten Partie gab es Gott sei Dank keine größeren Verletzungen auf beiden Seiten. Für Schiri Rudolf keine leichte Aufgabe, die er aber im ganzen konsequent löste. Man merkte, dass es für beide Mannschaften um viel ging, trotzdem geht es auch fairer. Lobenswert aber, dass man sich nach dem Spiel mit den Spielern von Alcazar versöhnte und die Ruppigkeiten des Spiels ad acta legte.

 

Ob dies nun ein gewonnener oder verlorener Punkt ist, wird sich erst in den nächsten Wochen zeigen, spätestens wenn man im Showdown gegen Rekordmeister Graskloppers antritt. Zuvor müssen allerdings die nicht zu unterschätzenden Pflichtaufgaben gegen Betong Union und Stauss und Behinderungen erfüllt werden, wenn TE weiter bei der Vergabe der Play-Off-Plätze mitspielen will.

 

Tore: 0:1 (10. Minute), 1:1 David (25. Minute, Charif)

 

Gespielt haben: Markus - Kai, Marc, Philip, Sebi, Chris - Gregor, Björn, David, Charif, Thomas, Boris - Tommi, Sega

 

Torpedo Eisen – Feine Kerle Köln 1:0
Samstag, 17.03.07, 13 Uhr auf den Jahnwiesen

Im ersten Spiel in der diesjährigen letztmalig ausgetragenen Champions-League-Runde traf TE gleich auf den anderen Tabellenersten der Vorrunde: Feine Kerle Köln (FKK). Gegen die FKK hatte TE bis dato eine makellose Bilanz aufzuweisen und noch frisch waren die Erinnerungen an das letzte Aufeinandertreffen, in dem TE die FKK mit 7:1 förmlich überrollte. FKK konnte jedoch beachtliche Ergebnisse aus der Vorrunde (u. a. 3:2-Sieg gegen Torpedo Pipe) aufweisen, so dass dieses Mal die Kräfte ausgeglichener schienen. Zudem hätte TE durch die Ergebnisse der anderen Champions-League-Spiele am Vormittag gewarnt sein müssen, wo gleich mehrere vermeintliche Favoriten strauchelten (u. a. 0:4 Klatsche von Meister Bocca Fez und 0:1 Niederlage von Rivale Inter Filos). Mannschaftlich konnte TE eine hohe Spieleranzahl (16) aufbieten, jedoch waren darunter einige Spieler, die noch nicht wieder regelmäßig am Trainingsbetrieb teilgenommen hatten. Dagegen fehlten die Leistungsträger Stefan und Gregor neben dem Dauerverletzten Sini.

 

TE hatte sich vorgenommen, trotz des holprigen Geläufs über sein spielstarkes Mittelfeld zum Erfolg zu gelangen. Der Ball lief anfangs gut in den eigenen Reihen. Vor allem über die linke Seite wurden viele Angriffe von Lutz, Charif und Thomas nach vorne getragen. Allerdings konnte aus der spielerischen Überlegenheit zunächst kein Kapital geschlagen werden. Aus den teilweise nett anzuschauenden Kombinationen ergaben sich kaum Torchancen; zu kompakt stand die Abwehr von FKK um dem 16-er. Die erste Torchance von TE ergab sich bezeichnenderweise aus einer Standardsituation: nach einem Freistoß von Thomas köpfte Björn knapp am Torpfosten vorbei. FKK dagegen lauerte auf Konter und hatte in der Anfangsviertelstunde ebenfalls seine beste Torchance durch eine Standardsituation. Nach einem Eckball hätte es dann aber auch schon fast im TE-Tor eingeschlagen, wenn nicht Charif auf der Linie geklärt hätte. Ein weiterer Eckball der FKK kurze Zeit später trudelte parallel zur Grundlinie gefährlich vorbei an Freund und Feind.

Dann bereits die spielentscheidende Szene: In der 14. Minute nahm sich Aushilfslibero Philip in der eigenen Hälfte den Ball, spielte zwei schöne Doppelpässe mit Björn und Charif auf Höhe der Mittellinie und jagte dann den Ball aus ca. 30m gen FKK-Tor. Der Ball flatterte tückisch und schlug mittig unterhalb der Latte ein: 1:0! Ein sehenswerter Treffer, auch wenn ein Torwart nach einem Tor aus solcher Distanz nie den besten Eindruck macht.

Mit der ersehnten Führung tat sich TE etwas leichter. Der nach fast zwei Jahren Abstinenz wieder in einem Champions-League-Spiel auflaufende Tommi rackerte viel und konnte in dieser Phase einige gefährliche Situation hinauf beschwören, allerdings ohne dass es zu 100%-igen Einschussmöglichkeiten kam. FKK dagegen blieb gefährlich. Vor allem über ihren Ex-Profi Football-Kicker, der bewieß, dass er auch mit runderem Spielgerät umzugehen weiß, trug FKK ihre Angriffe vor. Allerdings hatte er in Manndecker Sebi einen würdigen Gegenspieler gefunden, der eine starke Partie machte. 2-3mal musste der aufmerksame Keeper Markus schon sein ganzes Können aufbieten, um den Ausgleich zu verhindern. Kurz vor Ende der ersten Halbzeit wäre aber auch er geschlagen gewesen, als nach einem Freistoß ein FKK-ler 10m vor dem Tor aus halbrechter Position nur um Zentimeter den Ball am langen Pfosten vorbeisetzte. So aber rettete TE die knappe Führung in die Halbzeitpause.

 

Nach dem Wechsel hatte sich TE vorgenommen, frühzeitig die Vorentscheidung in Form eines zweiten Treffers zu erzielen. Aber TE konnte nicht mehr spielerisch zu legen. Vieles blieb Stückwerk, was zwar auch an den wirklich schlechten Platzverhältnissen lag, aber keine Entschuldigung sein sollte. Man merkte, dass dem ein oder anderen noch die Kraft für 90 Minuten fehlte. Das spielerische Niveau der Partie war nicht sehr hoch, dafür aber war die Partie aufgrund des knappen Ergebnisses jederzeit spannend. Die meisten Torchancen resultierten aus eigenen Unzulänglichkeiten. Wie z. B. von Philip, als dieser in der 66. Minute kurz vor dem eigenen Tor über den Ball schlug und der daraus resultierende Torschuss des Angreifers noch so gerade von Sebi von der Linie gekratzt werden konnte. Im Gegenzug hätte Charif alles klar machen können. Nach der einzig wirklich gelungenen Kombination im zweiten Durchgang von TE und schönem Doppelpass mit Champions-League-Debutant Tim verzog Charif aus 8m um Haaresbreite. Ansonsten hing vieles von Einzelaktionen ab, wie von Tommi oder Lutz, die sich auf der rechten Seite zweimal gut durchsetzen konnte, jedoch in der Mitte keinen Abnehmer fanden.

 

Da die Erlösung vorne nicht fiel, beschränkte sich TE darauf, das Ergebnis über die Zeit zu bringen. Dies wäre fast ins Auge gegangen, als 5 Minuten vor Schluss ein FKK-ler aus 5m ganz frei zum Kopfball kam, aber über die Latte köpfte. Die Schlussoffensive von FKK in Form von mehreren Eckbällen konnte TE mit Glück und Geschick überstehen, so dass es schließlich bei dem knappen 1:0-Sieg blieb. Ein schwer erkämpfter Arbeitssieg, bei dem der Gegner ein Unentschieden verdient gehabt hätte. Wichtige drei Punkte für TE im Kampf um einen der beiden Playoff-Plätze gegen einen aufopferungsvollen, aber immer fair kämpfenden Gegner. Mit der von beiden Seiten immer fair geführten Partie hatte der souveräne Schiedsrichter Winzen nie Probleme. Positiv hervorzuheben ist vor allem, dass zum zweiten Mal hintereinander gegen einen guten Gegner die Null hinten stand. Derzeit ist die Verteidigung das Prunkstück von TE, was insbesondere an den guten Leistungen von Sebi, Marc und Chris lag. Ein Extra-Lob verdiente sich Goalie Markus, der mit souveränem Auftreten vor allem bei hohen Bällen den Grundstein für den Erfolg legte. Nächste Woche steht schon das nächste richtungsweisende Spiel gegen Alcazar an. Da wird sich zeigen, ob der Aufwärtstrend von TE weiter nach oben zeigt.

 

Gespielt haben:

Markus - Kai, Chris, Marc, Philip, Sebi - Tim, Björn, Charif, Lutz, Thomas, Boris, David - Tommi, Karl, Sega

 

Tor: 1:0 Philip (14. Min. Charif)

 

Vorrunde:

Torpedo Eisen – Squadra Jura 2:2
Sonntag, 05.11.06, 15 Uhr auf den Jahnwiesen

Im letzten Spiel der Vorrunde ging es für TE darum, verlustpunktfrei zu überwintern. Bereits vor dem Spiel stand TE als Gruppenerster aufgrund des direkten Vergleichs fest. Gegner war Squadra Jura, die bislang noch nicht punkten konnten. TE hatte den derzeit üblichen Kader an Bord, lediglich Lutz und der kurzfristig ausfallende Boris mussten passen.

 

Das Spiel begann wie erwartet: TE kontrollierte von Anfang das Spiel und ließ den Ball gut in den eigenen Reihen laufen. Squadra hatte vor dem eigenen 16er seine "Wagenburg" aufgebaut und lauerte auf Konter. Die erste Torchance besaß TE, als David nach schönem Doppelpass mit Karl aus 8m am Torwart scheiterte. Wenig später dann die ersehnte frühe Führung. Thomas spielte einen hohen Ball über die Abwehr von Squadra gedacht für Karl, der (passiv) im Abseits stand. Karl griff jedoch nicht ins Spiel ein. Philip erkannte die Situation am schnellsten, stieß von hinten in den freien Raum und hatte keine Mühen, den Ball am Torwart zum 1:0 vorbei zu schieben. Wenig später hatte Thomas die große Möglichkeit den Vorsprung auszubauen: nach schönem Solo von David und  überlegten Rückpass von der Grundlinie stand Thomas 7m vor dem Tor frei vor dem Torwart. Er hätte sich die Ecke aussuchen können, schoss aber dem Torwart genau in die Arme. Nicht viel besser machte es Karl in der 25. Minute, als er ebenfalls völlig frei aus kurzer Distanz am starken Rückhalt der Squadra scheiterte. Eine weitere gute Chance besaß Sega nach Pass von Charif und feinem Solo gegen zwei Mann, aber sein Schuss aus spitzem Winkel konnte zur Ecke geklärt werden.

 

Wie man eiskalt vor dem Tor bleibt, zeigte wenig später Abwehrrecke und passionierter Strafraumwuseler Marc. Nach einer Ecke verlängerte Thomas per Kopf auf Gregor, dessen Schuss noch von der Torlinie gekratzt wurde. Der Abpraller landete Marc vor die Füße, von wo aus er direkt in die Masche befördert wurde: 2:0 - eine klare Sache. So schien es zumindest. Doch kurz vor Ende der Halbzeit löste sich Squadra aus ihrer Defensivhaltung und spielte beherzter nach vorne. Allerdings konnte die Abwehr um Stefan, Kai, Marc und Sebi zunächst jede aufkeimende Torchance zunichte machen. So dauerte es bis zur 38. Minute, bis der erste Torschuss von Squadra verbucht werden konnte. Ein Fernschuss aus 25m genau mittig unter die Latte und eigentlich leichte Beute für Keeper Markus. Doch zum Erstaunen aller ließ er den Ball passieren und Squadra konnte somit auf 1:2 verkürzen, was gleichzeitig der Pausenstand war.

 

Nach der Halbzeit das gleiche Bild. TE bemühte sich, den Zwei-Tore-Vorsprung wiederherzustellen. Die erste Chance hatte Sega mit einem Schuss aus 20m nach Kopfballvorlage von Karl. TE versuchte immer wieder über Außen und mit Fernschüssen die massive Abwehr der Juristen zu knacken. Doch meistens verhinderte irgendein Abwehrbein oder der aufmerksamer Torwart einen weiteren Treffer von TE. Die größte Chance, den Sack endgültig zu zu machen, hatte TE in der 60. Minute. Karl war im Strafraum regelwidrig von den Beinen geholt worden und Schiri Winzen entschied sofort auf Strafstoß. Der Gefoulte wollte eigentlich selber schießen, aber die Mannschaft bestand auf eine alte Abmachung, dass den nächsten Elfmeter Kai treten sollte. Er hat in seiner 10-jährigen Spielzeit bei TE noch nie ein Tor in der Meisterschaft geschossen und dies sollte sich nun ändern. Doch Kai`s unplatzierter Elfer konnte Squadra`s Katze parieren und auch die beiden Nachschüsse von Kai und Sega entschärfte der Keeper. Von dieser vertanen Großchance musste sich TE erstmal erholen und es dauerte eine zeitlang bis weitere Torchancen herausgespielt werden konnten. Tim, nach Zuspiel von Philip, scheiterte von der Strafraumgrenze wiederum an Squadra’s Bestem. Ebenso vergab Björn, dessen Kopfball unbedrängt aus 8m nach Flanke Thomas, knapp am Pfosten vorbeistrich. Nachdem sich TE als wahrer Meister im Auslassen von besten Einschussmöglichkeiten präsentiert hatte, kam es, wie es in solchen Spielen eben immer kommen muss. Nach einem unnötigen Ballverlust eines TE-Mittelfeldspielers auf Höhe der Mittellinie spielte ein Squadra Spieler einen langen Ball in die Tiefe, wo ein vereinsamter Stürmer von Squdra den Ball über den weit vor seinem Tor stehenden Markus lupfen konnte. 2:2 - der Spielverlauf war auf den Kopf gestellt. Bei aller Anerkennung für den Ausgleich, der Treffer roch stark nach Abseits. Egal, das Tor zählte und viel schlimmer: TE hatte völlig überflüssig einen 2:0 Vorsprung verspielt. Die letzten 15 Minuten versuchte TE noch einmal den Siegtreffer zu erzählen. Aber bis auf einen Kopfball von David, den Squadra`s Keeper aus dem Winkel fischte, sprang nichts zählbares mehr heraus. TE verzettelte sich immer wieder durch unnötige Einzelaktionen, an einen durchdachten Spielaufbau war nicht mehr zu denken.

 

So blieb es schließlich beim 2:2. Den Punkt hatte sich Squadra Jura aufgrund der kämpferischen Einstellung und tollen Moral redlich verdient. TE verlor dagegen überraschend zwei Punkte. Kausal waren das Auslassen bester Einschussmöglichkeiten und zwei individuelle Fehler. Es bleibt die Erkenntnis, dass nach dem starken Spiel gegen Sprit Connection noch kein Meister vom Himmel gefallen ist. Trotzdem hat TE eine starke Vorstellung in der Vorrunde abgegeben und ist ungeschlagen Gruppenerster geworden und hat somit das erste Etappenziel mit Bravour erreicht. Von daher sollte die Freude über das Erreichte überwiegen und die heutige Partie ganz schnell vergessen machen.

 

Gespielt haben: Markus - Kai, Stefan, Marc, Sebi - Tim, Gregor, Philip, Charif, Thomas, Chris, Björn - Karl, David, Sega

 

Tore: 1:0 Philip (15. Min. Thomas), 2:0 Marc (32. Min.), 2:1 (38. Minute), 2:2 (75. Min.)

 

 

Torpedo Eisen – Sprit Connection 5:2
Sonntag, 15.10.06, 14 Uhr am Salzburger Weg

Im dritten Spiel der Vorrunde hatte es TE mit Sprit Connection zu tun, dem vermeintlich stärksten Rivalen um den Gruppensieg. Die letzte Begegnung gegen Sprit liegt noch gar nicht lange zurück: Im April setzte es in der CL eine derbe 1:4-Klatsche, nachdem TE schon im Pokal an Sprit gescheitert war. TE musste neben Guido, Tommi und Sini kurzfristig auch noch auf den erkrankten Björn verzichten. Dafür war Sega wieder mit im Aufgebot.

Aufgrund des verspätet eintreffenden Schiris hatte Trainer Philip Zeit für eine ausgiebige Mannschaftsansprache, in der er das Team auf ganz besondere Art auf das anstehende Spiel einstimmte, die sich später bezahlt machen sollte. Eisen begann konzentriert und baute bereits in den ersten Minuten einen starken Druck auf den Gegner auf. Die Konsequenz hieraus ließ nicht lange auf sich warten: Nach hohen Steilpass von Thomas auf David erzielt dieser mit feinem Lupfer über den herausstürmenden Torwart das 1:0 nach nur 7 Minuten. Was für ein Auftakt! Normalerweise ist TE bekannt dafür, die Anfangsphase eines Spiels gerne mal zu verschlafen und sich einen frühen Rückstand einzufangen, doch heute lief es endlich mal wieder anders herum. Nach der Führung kombinierte TE weiter sehenswert und ließ dem Gegner nur wenig Raum zum Spielen. Hinten stand die Defensive um Abwehr-Chef Stefan felsenfest, sowohl der pfeilschnelle Sprit-Stürmer Ingo als auch „BigFlo“ wurden von Marc, Sebi und Kau souverän abgemeldet. Nach vorne sorgte besonders Gregor über den rechten Flügel für Furore und Senior Thomas setzte die TE-Stürmer immer wieder mit präzisen Pässen in Szene. Doch zur Pause blieb es beim 1:0.

Zu Beginn der 2. Halbzeit versuchte Sprit, mehr Druck zu machen und so den Ausgleich zu erzielen. Doch genau in diese Drangphase hinein das 2:0: Stefan spielt über Kai hinaus, der geht die Linie entlang, schickt dann Gregor mit langem Pass auf Reisen, der gewinnt das Laufduell gegen seinen Gegenspieler und flankt mustergültig auf den lauernden Sega, der sich im Kopfballduell behauptet und aus 8m unhaltbar einköpft. Nur 5 Minuten später ein weiterer Konter von TE, Thomas spielt einen flachen Ball durch die Gasse auf David, der erneut seine Lieblings-Schusstechnik, den Lupfer, auspackt und so auf 3:0 erhöht. Sprit schien dem offensiven Spiel nichts entgegenzuhalten und so kam es nach 65 Minuten zur endgültigen Vorentscheidung: Philip erkämpft sich den Ball im Mittelfeld, Doppelpass mit David, der spitzelt den Ball an einem Verteidiger im Strafraum vorbei auf Karl, der den Ball uneingennützig auf den im Hintergrund herangepirschten Lutz ablegt, der dann aus kurzer Distanz nur noch ins leere Tor einschieben muss – 4:0, wann hatte es das zuletzt gegen einen der solche Gegner gegeben? Das Spielgeschehen änderte sich, als TE sich darauf konzentrierte, die Führung zu verteidigen. Dadurch kam der Gegner nun doch zu der ein oder anderen gefährlichen Torchance und TE geriet in eine kurze Phase der Unkonzentriertheit: Nach einem Freistoß für Sprit stehen die Torpedos nicht eng genug am Gegner, so dass ein Stürmer von Sprit den Ball mit dem kopf unhaltbar für Markus ins lange Eck verlängert. Angetrieben durch dieses Tor erhöhte Sprit den Druck und kann nur 5 Minuten später auf 2:4 verkürzen, als alle Torpedos auf Abseits spekulierte – bis auf einen eben. Doch bevor man sich hier noch mal in Verlegenheit bringen wollte, drehte TE noch mal auf: Philip fängt einen Ball im Mittelfeld ab, dringt bis an die Strafraumgrenze vor, legt ab auf David, der direkt weiter auf Sega und der schiebt den Ball aus 10m in die lange Ecke zum 5:2 Endstand. Allerdings muss der Fairness halber nicht unerwähnt bleiben, dass die Einwechselung kurz vor dem Tor von Sega auf Höhe des gegnerischen Strafraums nicht ganz astrein war, was der insgesamt souverän pfeifende Schiri Homan aber nicht sehen konnte.

Mit diesem Sieg dürfte TE der Gruppensieg bei noch einem ausstehenden Spiel nicht mehr zu nehmen sein. Viel wichtiger für die Mannschaft ist aber, dass endlich mal wieder ein starker Gegner bezwungen werden konnte. Bester Torpedo war heute eindeutig der bärenstarke David mit 2 Treffern, aber auch Sega überraschte mit fast schon unheimlicher Effizienz: 2 Tore bei 8 Minuten Einsatz, eine beachtliche Quote!

Gespielt haben: Markus - Kai, Marc, Stefan, Sebi, Chris - Gregor, Philip, Charif, Lutz, Thomas, Boris - David, Karl, Sega

Tore: 1:0 David (7. Min. Thomas), 2:0 Sega (50. Min. Gregor), 3:0 David (55. Min. ), 4:0 Lutz (65. Min. Karl), 4:1 (75. Min.), 4:2 (80. Min.), 5:2 Sega (85. Min. David)

 

Torpedo Eisen – Avanti BumBum 6:2
Sonntag, 24.09.06, 15 Uhr auf den Jahnwiesen

Im zweiten Spiel der Vorrunde musste TE ohne Sebi und Guido sowie die Dauerverletzten Tommi und Sini auskommen. Den Gegner Avanti Bumbum kannte man noch aus der CL der vergangenen Saison als es ein klares 6:0 gab. Dieses Mal wollte Avanti aber mehr Paroli bieten und vertraute auf die Unterstützung seiner stimmgewaltigen Fans. Nachdem diese die Jahnwiese mit Fan-Plakaten, bengalischem Feuerwerk (!) und frenetischen Gesängen in "Klein-San Siro" verwandelt hatten, konnte es los gehen.

TE zeigte sich unbeeindruckt von dem Treiben auf den Zuschauerrängen. Mit kontrollierter Offensive beherrschte TE zunächst den Gegner. Die ersten Torchancen resultierten zwangsläufig aus TE´s Dominanz im Mittelfeld. In der 10. Minute hatte Karl Pech bei einem schönen Kopfball, der aber nur an die Latte ging. Nach 15 Minuten war es dann soweit: Hoher Ball von Thomas in die Spitze auf Lutz, dieser drehte sich einmal um die eigene Achse und schob den Ball am Torwart zum 1:0 vorbei. Alles sah nach einer klaren Angelegenheit aus. Wenig Minuten später erzielte Karl das vermeintliche 2:0, doch der umsichtige Schiri R. Capelli verweigerte dem Treffer wegen Abseitsstellung die Anerkennung. In die Drangphase von TE hinein dann der überraschende Ausgleich. Der junge und agile Stürmer von Avanti nutzte ein Missverständnis in der TE Abwehr aus und erzielte per Heber das 1:1. Die Avanti Fans aus dem Häuschen. Bahnte sich hier eine Überraschung an?

Es schien so, denn es sollte für den Underdog noch besser kommen: 26. Minute, Freistoß 30m vor dem TE-Tor für Avanti. Langer Ball in die Spitze, wieder waren sich Torwart und Abwehrspieler uneins und Avanti per Kopf "bumbum" = 1:2. Die Avanti Fans im siebten Himmel, skandierten schon nach der Meisterschaft. Doch sie hatten die Rechnung ohne den Wirt in Form von Jungvater Chris gemacht. Trotz dreiwöchiger Trainingsabwesenheit war Chris heiß wie Frittenfett und brannte darauf, für seinen zwei Wochen alten Sohn Jonas "sein" Tor zu erzielen. Nach Vorarbeit von Thomas setzte er sich entschlossen im Strafraum durch und drosch den Ball aus 8m platziert in die Maschen. Der ersehnte Ausgleich und das schönste Geschenk für Chris. Nach dem Ausgleich spielte TE wieder befreiter auf. Kurz vor der Halbzeit konnte sich Gregor energisch im Mittelfeld durchsetzen und überlegt Karl in Szene setzen, der aus 6m keine Mühe hatte, die Führung wieder herzustellen. Das 3:2 war gleichzeitig auch der Pausenstand.

Nach dem Wiederbeginn spielte TE genauso zielstrebig nach vorne wie in der ersten Halbzeit. Eine Reihe guter Torchancen wurde herausgespielt, die aber zunächst nicht zu zählbarem führten. Dazu bedurfte es einer Standardsituation. Nach Ecke von Philip legte Björn per Kopf auf David ab, der keine Mühe hatte, den Ball aus 3m volley im Tor von Avanti unterzubringen. 4:2 die Vorentscheidung. Glück hatte TE wenig später, als einer der wenigen Torschüsse von Avanti nur an den Innenpfosten sprang, die komplette Torlinie entlang kullerte und der Nachschuss von Keeper Markus pariert werden konnte. Einer hatte aber an diesem Tage noch nicht genug: wieder war es Chris, der mit schönem Pass aus der eigenen Hälfte Philip auf die Reise schickte und dieser hatte keine Problem die Führung auszubauen. Überhaupt hätten weitere Tore für TE fallen können. Boris und Stefan vergaben knapp, Gregor scheiterte etwas eigennützig aus kurzer Distanz am Keeper. Pech hatte Marc, als er den Torwart schon ausgedribbelt hatte, aber ein aufmerksamer Verteidiger noch auf der Torlinie klären konnte. Ein weiterer Treffer von Philip nach schönem Doppelpass mit David wurde wegen angeblicher Abseitsstellung von Karl nicht gegeben. Das letzte Tor resultierte dann aus der schönsten Stafette des Tages: Marc konnte in der Abwehr einen Angriff abfangen und leitete über Kai den Gegenangriff ein. Nach schönem Lauf auf der rechten Seite passte Gregor auf Thomas, der weiter zu Charif und dieser spielte den Ball überlegt in die Gasse, von wo aus Philip den Ball aufnahm und diese schöne Kombination trocken zum Endstand von 6:2 abschloss.

Insgesamt auch in dieser Höhe ein verdienter Sieg von TE gegen eine vor allem in der ersten Halbzeit aufopferungsvoll kämpfende und sehr faire Mannschaft von Avanti Bumbum. In drei Wochen geht es jetzt im vorentscheidenden Spiel gegen Sprit Connection um den Gruppensieg.

Gespielt haben: Markus - Kai, Marc, Stefan, Boris, Chris - Gregor, Björn, Philip, Lutz, Charif, Thomas - Karl, David

Tore: 1:0 Lutz (15. Min. Thomas), 1:1 (21. Min.), 1:2 (26. Min.), 2:2 Chris (35. Min. Thomas), 3:2 Karl (42. Min. Gregor), 4:2 David (63. Min Björn), 5:2 Philip (70. Min. Chris), 6:2 Philip (82 Min. Charif)

 

Torpedo Eisen – Kellerkinder 4:1
Sonntag, 10.09.06, 15 Uhr auf den Jahnwiesen

Im ersten Spiel der neuen Saison ging es für TE gegen Kellerkinder (KK). Es galt, den Gegner nicht zu unterschätzen, da dieser im Vorjahr das ein oder andere beachtliche Ergebnis in der CL (so u. a. 3:3 gegen Dauerrivale Interfilos) erzielen konnte. Nachdem es viel Mühen und Zeit gekostet hatte, einen Platz zu organisieren, konnte das Spiel am Sonntag bei sonnigen 28 Grad auf der Jahnwiese endlich stattfinden. TE musste neben den Dauerverletzten Sini und Tommi noch auf Charif und Guido sowie die kurzfristig ausfallenden Markus und Chris verzichten. Letzterer ist am WE stolzer Vater eines Jungen geworden. Von hier aus nochmal alles Gute, Chris! Für Markus stand erstmals Olli im Tor, der sich spontan bereit erklärte, bei TE auszuhelfen – Danke!

Die Marschroute von TE war klar, man wollte an die guten Leistungen aus den beiden Testspielen anknüpfen und über kombinationssicheren Fußball zum Erfolg gelangen. Diese Vorgabe beherzigte auch TE von Beginn an. TE hielt den Ball gut in den eigenen Reihen und dominierte das Spielgeschehen, während KK abwartend auf Konter spielten. Die meisten Angriffe trug TE über die linke Seite über den in der ersten Halbzeit auffallend gut spielenden Boris, Sebi und Lutz vor. Nach 10 Minuten die erste Torchance für TE durch einen Kopfball von Marc nach Ecke Björn, der aber knapp über das Tor von KK strich. Aus einer weiteren Standardsituation resultierte nach 17 Minuten das 1:0 für TE: nach einem platzierten Freistoß von Thomas auf Björn beförderte Letzterer den Ball aus 8m an den Innenpfosten, von wo aus der Ball Karl genau vor die Füße sprang und dieser aus kürzester Distanz nur noch abzustauben brauchte. Die verdiente Führung. 5 Minuten später hätte Björn nach einem Konter und Alleingang über die gesamte gegnerische Hälfte auf 2:0 erhöhen können, doch der Ball versprang beim Torschuss aufgrund eines Platzfehlers. Nach einer halben Stunde war es aber plötzlich vorbei mit der Torpedo Herrlichkeit. KK spielte mutiger nach vorne und kam zu 2-3 kleineren Chancen über ihre technisch versierten Stürmer. Obwohl Marc und Sebi einen gewohnt guten Job in der Abwehr verrichteten, brauchte es auch etwas Glück, um den Vorsprung in die Halbzeitpause mitzunehmen: kurz vor Ende der 1. Hälfte rettete der Pfosten für TE bei der größten Chance der KK.

Für die 2. Halbzeit hatte sich TE vorgenommen, frühzeitig die Entscheidung herbeizuführen. Entsprechend konzentriert ging TE nun zu Werke. In der 47. Minute dann die schönste Kombination des Spiels: 20m vor dem eigenen Tor Einwurf von Kai (dem zweikampfstärksten Spieler des Tages) auf Philip, schöner Doppelpass mit Thomas und dann ein feines Außenristpässchen von Philip an der KK Abwehr vorbei auf den durchgestarteten David, der mit Auge den Ball aus 12m in die lange Ecke schlenzt: 2:0 - die Vorentscheidung. Direkt nach Wiederanpfiff "revanchierte" sich David mit tollem Zuspiel auf Philip, doch der verzog aus 11m. Zwischen der 50. und 75. Minute die stärkste Phase der Torpedos, dessen physische Überlegenheit immer evidenter wurde. Thomas mit einen ganzen Reihen von "Zuckerpässen", Lutz und Gregor mit unermüdlichen Tatendrang und vorne die immer gefährlichen Spitzen Karl, Yannick, Sega und vor allem der spritzige David bereiteten der Abwehr von KK einige Kopfschmerzen. Das 3:0 fiel dann zwangsläufig. Schönes Zuspiel von Thomas auf Philip, der im Strafraum seinen Gegenspieler austanzte und auf Karl zurücklegte. Karl`s ersten Schuss konnte der gute Keeper von KK noch abwehren, aber gegen den zweiten Nachschuss von Karl war er machtlos. Endlich mal wieder ein Doppelpack von Karl, dessen Torchancenverwertung heute bei fast 100% lag. Da war sie wieder, Karl`s Lieblingstheorie, die „Staubsaugervertretermentalität“! Nach dem 3:0 dann der einzige Wermutstropfen des Tages: nach einem groben Foul der ansonsten fairen KK an Thomas musste dieser verletzt ausscheiden. Die letzten 20 Minuten ließ TE etwas ruhiger angehen, dennoch ergaben sich weitere hochkarätige Torchancen. Vor allem der nimmermüde Gregor hätte ein Törchen verdient gehabt, und Chancen gab es genug, aber er hatte heute kein Schussglück. Den letzten Treffer für TE erzielte Philip mit einem Fernschuss aus 18m. Schließlich konnte KK noch den Ehrentreffer erzielen.

Insgesamt ein verdienter Sieg von TE. KK konnte eine Halbzeit gut mithalten, hatte aber in der 2. Halbzeit TE nichts mehr entgegen zu setzen. Der umsichtige Schiri Winzen hatte mit der weitestgehend fairen Partie nie ein Problem. Somit ein gelungener Auftaktsieg für TE, der anschließend bei Bierchen und Geschenke für den Trainer gefeiert wurde.

Gespielt haben: Olli - Kai, Marc, Sebi, Boris, Stefan - Gregor, Björn, Philip, Lutz,Thomas - Karl, Yannick, David, Sega

Tore: 1:0 Karl (17. Min.), 2:0 David (Philip, 47. Min.), 3:0 Karl (51. Min.), 4:0 Philip (Gregor, 62. Min.), 4:1 (80 Min.)

 

Saisonvorbereitung:

Torpedo Eisen – Die Bestrafer 6:1
Montag, 07.08.06, 19 Uhr beim SC West

Im ersten Testspiel für die neue BuLi-Saison ging es gegen einen Neuling der BuLi: "Die Bestrafer". Auf einem schönen Ascheplatz in Köln-West sollte die erste Standortbestimmung für Torpedo stattfinden. Als Gradmesser diente das 4:0 von Otze mach Et gegen die Bestrafer. Dieses Ergebnis galt es zur toppen. Jedoch musste TE auf die bewährten Stammkräfte Marc, Chris, David, Tommi, Karl und Lutz verzichten. Zudem gestaltete sich die Anfahrt etwas problematisch, so dass das Spiel verspätet angepfiffen werden musste (Björn hatte die Hausnummer (!) nicht gefunden!!)

TE begann mit einem Mann weniger und war nach wenigen Minuten schon gleich dem ersten gefährlichen Angriff der Bestrafer ausgesetzt. Der Schuss des Stürmers ging jedoch knapp an dem von Keeper Markus gehüteten Tor vorbei. Auf der Gegenseite besaß Philip mit einem Schuss aus 16m die erste Chance für TE. Nach einer Viertelstunde war TE dank Sebi komplett. Von da an konnte TE sein Spiel aufziehen. TE übernahm das Spielkommando und ließ den Ball kombinationssicher in den eigenen Reihen laufen. Schon frühzeitig machte sich der Wille bei jedem einzelnen Spieler bemerkbar nicht durch Einzelaktionen, sondern durch gepflegtes Kurzpassspiel zum Erfolg zu kommen. Der Ball lief von der gut gestaffelten Vierer-Abwehrkette über das kombinationssichere Mittelfeld, die die einzige Spitze immer wieder gut in Szene setzten. Als Folge der spielerischen Überlegenheit von TE dauerte es auch nicht lange bis die ersten Tore fielen. Nach schönem Zuspiel von Sebi und geschicktem Durchlassen von Charif hatte Björn keine Mühe, Gegenspieler und Torwart aus 12m zu überwinden.

Nach dem 1:0 häuften sich die Torchancen. Diese resultierten dabei überwiegend aus Ballstaffetten über 4-5 Stationen. Aus dem vor Spielfreude sprühenden Mittelfeld um Thomas, Gregor, Charif und Björn wurde der Ball immer wieder geschickt auf die Außen verlagert, wo sich Kai, Boris und Sebi dem Kombinationsspiel nahtlos anpassten. So erspielte sich TE viele Torchancen, die meistens von Boris oder Philip vergeben oder durch den Besten der Bestrafer, dem Torwart, verhindert wurden. Somit musste schon ein Abwehrspieler für den Ausbau der Führung sorgen. Nach einer zu kurz geklärten Ecke schnappte sich Abwehrchef Stefan den Ball und jagte ihn in seiner ihm unnachahmlichen Art aus 20m in die Maschen zum 2:0.

Die einzige Unnachachtsamkeit an diesem Tage in der Abwehr führte schließlich 10 Minuten vor der Halbzeit zum zwischenzeitlich 1:2. Doch durch dieses Gegentor ließ sich TE von seiner Spielfreude nicht abbringen. Wenig später fiel nach einer weiteren schönen Aktion das 3:1. Im Mittelfeld bediente Thomas mustergültig auf den dieses mal über links gestarteten Björn, der mit präziser Flanke auf den am zweiten Pfosten lauernden Gregor spielte. Im Nachschuss konnte Gregor schließlich aus kurzer Distanz den alten Zwei-Tore-Vorsprung wieder herstellen. Mit einem leistungsgerechten 3:1 ging es in die Pause.

Nach der Pause hatte sich TE vorgenommen, noch konsequenter von hinten heraus zu spielen und den Ball überlegt zu behaupten. Dies wurde in den ersten 20 Minuten nach der Halbzeit besonders gut von den Abwehrspieler umgesetzt. Guido, Kai und Sebi ließen den Ball immer wieder in den eigenen Reihen laufen und warteten bis der freie Mann aus dem Mittelfeld bereit stand. Das Mittelfeld war zweifelsohne das Sahnehäubchen an diesem Tage. Durch eine immense Laufbereitschaft wurden immer wieder Überzahl-Situationen geschaffen, die ein fast ungestörtes Kombinationsspiel zu ließen. So auch vor dem nächsten Tor, als Stefan und Kai aus der Abwehr über die rechte Seite herausspielten, Philip auf der rechten Seiten eingesetzt wurde, der wieder zurück auf den 16-er flankte, von wo aus Gregor eiskalt zum 4:1 vollstreckte. Auch das 5:1 entsprach einer schönen Kombination. Gregor und Thomas im Kurzpassspiel auf der rechten Seite Höhe 16-er, dann die schöne Flanke von Gregor auf den zweiten Pfosten von wo aus Philip den Ball direkt auf Björn servierte, der aus 3m keine Mühe hatte, den Ball in die Tormaschen zu köpfen. Und weil an diesem Tage fast alles gelang, dann auch noch ein Kopfballtor nach einer Ecke: Björn servierte maßgerecht auf Guidos Plät, der aus 8m einnickte. Danach gab es noch eine Vielzahl von Torchancen, doch ein weiteres Gegentor blieb den aufopferungsvoll kämpfenden "Bestrafern" erspart. Pech hatte Boris mit einem Pfostenschuss kurz vor Schluss.

In einem sehr fairen Spiel (ohne Schiedsrichter (!)) gegen einen sympathischen Gegner gewann nach sehenswerten Kombinationsfußball TE auch in dieser Höhe verdient. Vor allem die spielerische Überlegenheit und die flüssigen Kombinationen lassen viel Gutes für die neue Saison hoffen.

Gespielt haben: Markus - Kai, Guido, Stefan, Sebi - Gregor, Thomas, Björn, Boris, Charif - Philip

Tore: 1:0 Björn (17. Min., Sebi), 2:0 Stefan (23. Min.), 2:1 (35. Min.), 3:1 Gregor (40. Min., Björn), 4:1 Gregor (52. Min., Philip), 5:1 Björn (60. Min., Philip), 6:1 Guido (75. Min., Björn)

 

Torpedo Eisen – Otze Mach Et 2:1
Dienstag, 29.08.06, 19 Uhr auf dem Nordfeld

Das zweite Freundschaftsspiel der Saison sollte für Torpedo Eisen eine echte Standortbestimmung werden. Gegner war kein geringerer als der aktuelle BuLi-Kleinfeldmeister Otze Mach Et. Beide Mannschaften hatten erhebliche Personalsorgen. TE musste auf beide Torhüter Markus und Guido sowie Sebi, Chris, Lutz, Kai, Thomas und die Dauerverletzten Tommi und Sini verzichten. Damit stand Neuerwerbung Tim vor seinem Debüt. Im Tor half dankenswerterweise Yannick`s Kumpel Markus K. aus, der eine fehlerfreie Partie abliefern sollte.

Die ersten Minuten spielten beide Mannschaften verhaltend. Beide Abwehrreihen versuchten den Ball lang zu halten und Ordnung ins Spiel zu bringen. Zwingende Chancen ergaben sich somit zunächst nicht. Das änderte sich nach 12 Minuten als Karl einen Fehlpass der Otze-Abwehr abfangen konnte und einen Angriff über die rechte Seite einleitete. Tim zog an der rechten Seitenlinie auf und davon und servierte mustergültig für Björn, der keine Mühe hatte, den Ball aus 10m halbrechte Position zu versenken. Erste Chance, erstes Tor - Effizienz pur! Kurze Zeit später hatte Karl dann selbst die Chance die Führung zu erhöhen, als er aus halblinker Position allein auf den Torwart zu lief, Otze`s Ersatzkeeper aber nicht überwinden konnte. Der fleißige Yannick hatte ebenfalls eine große Chance, doch er zeigte Nerven im Abschluss wie sein Vorbild Roy Makaay am letzten Wochenende. TE stand zu diesem Zeitpunkt sehr gut in Mittelfeld und Abwehr und war im Spiel nach vorne gefährlicher als Otze. Nach 25 Minuten hatte David das 2:0 auf dem Fuß, doch sein Schuss aus 12m flog knapp am Pfosten vorbei.

Nach dieser Aktion herrschte plötzlich Blitz und Donner, der aber nicht von Otze’s Spielertrainer Matthias aufgrund der Defensivleistung seiner Mannschaft hervorgerufen worden, sondern der Himmel öffnete seine Pforten und Schiri Rudolph unterbrach das Spiel für 20 Minuten. Nach der Unterbrechung knüpfte TE da an, wo sie vorher aufgehört hatten: gutes Defensivhalten und schnelles Umschalten mit Zug zum Tor. Die von Stefan hervorragend dirigierte Abwehr kam nur zweimal in Verlegenheit, als zunächst Stefan gerade noch vor dem einschussbereiten Stürmer von Otze klären konnte und wenig später wiederum Stefan einen Ball von der Linie kratzen musste. Im Gegenzug dann das 2:0: David erkämpfte sich den Ball von Otze`s Matthias und Philip spielte mit feinem Pass an zwei Spielern vorbei auf Björn. Dieser lief alleine aus spitzem Winkel auf das Tor zu und schlenzte den Ball mit dem Außenrist überlegt in die lange Ecke. Mit einer verdienten 2:0 Führung ging es in die Halbzeit.

Nach der Halbzeit zeigte Otze Moral und konnte durch eine (einzige) Unachtsamkeit in der Hintermannschaft von TE den Anschlusstreffer herstellen. TE drängte danach sofort auf die Wiederherstellung des Zwei-Tore-Vorsprungs, aber beste Gelegenheiten konnten nicht in Tore umgewandelt werden. Vor allem der agile und stets gefährliche Karl vergab beste Einschussmöglichkeiten bei 1-gegen-1 Situationen. Allerdings machten es David, Yannick, Gregor und Boris bei ihren Torchancen auch nicht besser. Pech hatte Marc mit einem Kopfball, der knapp neben das Tor ging und Björn mit einem Lattenknaller. Obwohl TE eine Vielzahl von Torchancen herausspielen konnte, blieb Otze nicht ungefährlich. Immer wieder versuchte Otze seine beiden quirligen Spitzen in Szene zu setzen, die aber meistens von Stefan und dem starken Marc gestoppt werden konnten. Schließlich blieb es bei dem verdienten 2:1-Sieg von TE, der allerdings auch hätte höher ausfallen können.

Bestnoten verdiente sich das starke Mittelfeld mit Doppel-Torschütz Björn, Charif und Gregor und die Vierer-Abwehrkette um Stefan, Marc, Boris und Tim. Vor allem Tim gab ein gelungenes Debüt und lässt auf weitere (ebenso starke) Einsätze hoffen. Otze war (wie immer) der kämpferisch starke, aber stets faire Gegner. Der gute Schiri Rudolph hatte mit der Partie keine Probleme. Trotz der widrigen Wetterbedingungen ein wichtiger Test für beide Mannschaften, nach dem bei von OME gestiftetem Bierchen noch lange gefachsimpelt wurde.

Gespielt haben: Markus K. - Tim, Marc, Stefan, Boris - Gregor, Björn, Charif, Philip - David, Karl, Yannick.

Tore: 1:0 Björn (Vorarbeit Tim, 11 Min.), 2:0 Björn (Vorarbeit Philip, 20 min.), 2:1 (48. Minute)

 

Pokal

Runde 1

Torpedo Eisen – FK Trimmdich 1:0
Samstag, 20.01.07, 10 Uhr Wiener Weg (Kunstrasen)

Im ersten Spiel des neuen Jahres kam es gleich zu der Knaller-Partie der 1. Pokalrunde: TE musste gegen BuLi-Neuling und Dauermeister der Cologne Champions League (etwas weniger bekannte Alternative zur BuLi) FK Trimmdich ran. Die "schöne FK" zeichnete sich in der Vergangenheit durch Poesie erfüllte Spielberichte und starke Ergebnisse in der BuLi aus. Endlich einmal konnte TE am eigenen Leib erfahren, ob die Lobeshymnen auf die "Babyblauen" gerechtfertigt sind. TE konnte mannschaftlich aus den Vollen schöpfen, lediglich Stammkeeper Markus fiel kurzfristig aus, dazu kamen die Absagen von Thomas, Tim, Karl und dem Dauerverletzten Sini. Im Tor musste daher überraschend Alt-Eisen Präsident Guido einspringen, was nur von dem lang ersehnten Comeback nach 1,5 Jahren (!) von TE Legende Tommi in den Schatten gestellt wurde. Im Vorfeld hieß es aus gut informierten BuLi-Kreisen, man müsse vor allem auf "Lotz", "Specht", "ZooZee" und "Schrader" achten. Naja, wie soll man die denn am Samstag morgen um 10 Uhr mit noch verquollen Augen ausfindig machen?

Zum Glück outete sich der erste "Vogel" gleich mit dem Anstoß selber. Der Stürmer "Specht" nahm den Ball von der Mittellinie und wollte schnurstracks gen TE-Tor marschieren. Hoppla, an Selbstbewusstsein scheint es den Herren aus Bilderstöckchen nicht zu mangeln. Nach 20m konnte der eigenwillige Sturmlauf gestoppt werden und der vermeintlich Top-Torjäger der FK hatte sich enttarnt. Pech für ihn, denn den "Specht abzuservieren" war ein gefundenes Fressen für Special Agent "Marc Kohler Fußballgott", der sogleich den Hammer auspackte und den Specht für 90 Min. neben sich an die Kette pflockte. Das erste Vögelein war somit aus dem Spiel. Jedoch wurde von Beginn an klar, dass FK Trimmdich mehr als einen Spatz zu bieten hatte. Gepflegt spielte die FK von hinten heraus und rückte immer wieder mit ihrem körperlich robusten Mittelfeld in die Spitze nach. TE kam somit zunächst nicht richtig ins Spiel. Zu oft wurde der Ball bei Zweikämpfen im Mittelfeld oder im Sturm verloren. Die erste Chance für TE nach 15 Minuten besaß Comebacker Tommi nach feinem Pass von Gregor, doch sein Abschluss stellte keine größere Gefahr dar. Da zwar die FK schon kombinierte, aber spätestens am 16-er von TE Schluss war, ergaben sich in der ersten halben Stunde keine größeren Torchancen auf beiden Seiten. FK erarbeitete sich eine Vielzahl von Ecken, die aber meistens im Nirvana der Harmlosigkeit verpufften. Die stärkste Phase der Trimmdicher um die 35. Minute. Minutenlang konnte sich TE aus dem eigenen Strafraum nicht befreien und einige Distanzschüsse verfehlten nur bedrohlich knapp das von Ersatzkeeper Guido gehütete Gehäuse. Trotz der Überlegenheit in dieser Phase, eine richtige 100%-ige Torchance wollte für Trimmdich nicht dabei raus springen. Immer wieder stand ein Bein von TE dazwischen. Glück hatte TE, als sich der wuselige zweite Stürmer von Trimmdich gegen Stefan und Kai auf der Außenbahn durchsetzen konnte und zurück in die Strafraummitte legte, jedoch der heraneilende Stürmer von einem aufmerksamen Abwehrbein noch geblockt werden konnte. Der Stürmer von FK beschwerte sich zwar, Kai haben ihn im Strafraum behindert, aber der gute Schiedsrichter Homan ließ zurecht weiterspielen. Kurz vor Ende der ersten Halbzeit dann die größte Chance des Spiels bis dato: Björn hatte sich mit einer feinen Pirouette gegen den Käpt’n von FK durchgesetzt und stand mutterseelenallein vor dem Torwart. Dann verließen ihn die Nerven und es wird wohl sein eigenes Geheimnis bleiben, warum er den Ball aus 10m nicht locker ins Tor schob, sondern stattdessen bei Windstärke 7 einen unangebrachten Heber - der fast noch über den 15m hohen Zaun hinter dem Tor geflogen wäre - ansetzte. Somit ging es mit einem leistungsgerechten 0:0 in die Halbzeit.

Zur zweiten Halbzeit verstärkte der Top-Torjäger von TE der letzten beiden Jahre David die Angriffsbemühungen. Und siehe da, endlich entstand auch so etwas wie Torgefahr vor dem Tor von Trimmdich. Nach dem David zwei Minuten vorher bei einem Angriff noch an einem Verteidiger hängen geblieben war, zeigte er seine ganze Klasse in der 60. Minute: ein Verteidiger von Trimmdich konnte am eigenen Strafraum klären und wollte mit einem Pass hinten rausspielen, als David gedankenschnell dazwischen sprintete und den Ball aus 10m mit links unhaltbar im Tor der FK versenkte. Ein Blackout der Hintermannschaft von FK Trimmdich, den David gnadenlos ausgenutzt hatte.

Mit der 1:0 Führung spielte TE befreiter auf. Das Spiel gewann an Fahrt, FK Trimmdich musste mehr investieren. Immer wieder aber liefen sich die Spieler der FK in der Abwehr um den starken Libero Stefan fest und TE konterte über die bienenfleissigen Charif, Gregor und Björn. Die erste gute Konterchance ereignete sich in der 70. Minute, als Charif von der Grundlinie den im Strafrum lauernden Philip mustergültig bediente. Sein Geschoss aus 10m wäre wohl unter dem Lattenkreuz von Trimmdich eingeschlagen, wenn nicht FK`s Katze mit einem Reflex den Ball über die Latte gelenkt hätte. Dies war der Auftakt von mehreren Konterchancen von TE. Eine weitere gute Torchance besaß Tommi nach schöner Flanke von dem emsigen Gregor als sowohl sein Kopfball als auch sein Nachschuss wieder von FK`s Ausnahmetorwart noch pariert werden konnte. Später vergaben noch Björn und Philip mit Flachschüssen aus halbrechter Position. Da TE es versäumte, den Sack frühzeitig zu zu machen, blieb es weiter spannend. Vor allem das zweikampfstarke Mittelfeld um Boris, Chris, Lutz, Gregor und Björn hatte Schwerstarbeit zu vollrichten. FK Trimmdich kämpfte mit nur einem Auswechselspieler leidenschaftlich, doch oft zu ungestüm. Das Übergewicht an Spielanteilen ist halt nicht zwingend für den Erfolg. Die größte Chance für Trimmdich entwickelte sich bezeichnenderweise aus einem Zufallsprodukt: nach einem Foul an Sebi ließ Schiri Homan weiterspielen und die anschließenden Flanke aus halbrechter Position segelte an Freund und Feind vorbei an den Pfosten. Glück für TE, aber aufgrund der stürmischen Wetterbedingungen ("Kyrill" lässt grüßen) musste mit so einem "krummen Ding" gerechnet werden. 10 Minuten vor Schluss bewahrte dann Guido mit einer Glanzparade gegen den Schuss des aufgerückten Liberos aus 20m nach schnell ausgeführtem Freistoß TE vor einer Verlängerung. Im Gegenzug hätte Philip nach schönem Pass von David allein vor dem Torwart alles klar machen müssen, aber er scheiterte am Keeper von FK. Sowieso hätte der Spielertrainer mit 38,5° Fieber eher ins Bett gehört als auf den Fußballplatz, aber der Käpt’n geht ja bekanntlich zuletzt von Bord. Die letzte Chance des Spiels besaß FK Trimmdich nach einer ihrer vielen Eckbälle durch einen nicht ungefährlichen Kopfball, der knapp am Tor vorbei strich.

Insgesamt aufgrund der starken Abwehrleistung um Kai, Sebi, Marc, Stefan und der geschlossenen Mannschaftsleistung ein glücklicher, aber verdienter 1:0 Erfolg für TE. FK Trimmdich war der erwartet starke Gegner. Eine sehr spielstarke Mannschaft, die bei allem Einsatz immer bemerkenswert fair war. Hierbei sei angemerkt, dass Trimmdich sogar einen Abend vor dem Spiel bei TE anrief und fragte, ob man noch einen Spieler von Torpedo Pipe nachnominieren könne, da man nicht genügend Spieler habe. Ein bemerkenswerter Akt, der zu dem heutigen positiven Gesamtbild der Trimmdicher passt. Bei allem Lob für den Gegner sollte aber nicht unterschlagen werden, dass TE das konsequentere und gefährlichere Team war und seine starke Vorstellung in der BuLi seit der Rückrunde weiter fortsetzt. Vor allem das gelungene Comeback von Tommi lässt optimistisch auf die schweren Aufgaben in der CL blicken. In der zweiten Runde des Pokals trifft TE nunmehr auf den Sieger aus der Partie Zombie Zollstock gegen Sprit Connection.

Tore: 1:0 David (60. Minute, Vorarbeit "Lotz oder Räuber Hotzenplotz....")

Gespielt haben: Guido - Kai, Marc, Stefan, Sebi - Gregor, Philip, Björn, Lutz, Chris, Boris - Charif, Tommi, Sega, David

 

Runde 2

Torpedo Eisen – Sprit Connection 1:0
Mittwoch, 25.04.07, 19 Uhr Kreuzgasse

Die Woche der Wahrheit hat für TE begonnen: zunächst traf TE in der 2. Runde des Pokalwettbewerbs - der aufgrund der starken Gegner (1. Runde: Geheimfavorit FK Trimmdich) aber eher der ab Sommer beginnenden Champions-Liga ähnelt - auf Sprit Connection. Am nächsten Freitag steht dann das vorentscheidende CL-Gruppenspiel gegen Rekordmeister Graskloppers an. Die Sprities waren heiß wie Frittenfett und wollten sich für die 2:5 Klatsche aus der Vorrunde revanchieren. Allerdings mussten sie auf ihren Mittelfeldstrategen Uni verzichten. Bei TE fehlten die Dauerverletzten Sini und Lutz, hinzu kamen die Absagen von Thomas und Sebi. Dagegen stand nach drei Spielen Abstinenz endlich wieder Stammlibero Stefan zur Verfügung. Als Spielstätte diente die Heimat der Sprities: der Ascheplatz auf der Kreuzgasse. Auch dass noch: Auswärtsspiel! Aber noch schlimmer: bei Außentemperaturen Ende April (!) um 19 Uhr von 26-28° hatten beide Mannschaften als dritten Gegner auch noch gegen die Hitze und vor allem den aufwirbelnden Staub zu kämpfen. Keine optimale Voraussetzung also für die "eiskalten"Torpedos.

Das Spiel begann jedoch gleich mit einem Paukenschlag: nach einem weiten Abschlag von Torhüter Markus verlängerte David mit der Hacke auf Tommi, der sich im Zweikampf mit seinem Gegenspieler durchsetzte und aus 12m aus halbrechter Position flach ins linke lange Eck einschoss. Allerdings schien der Ball nicht ganz unhaltbar. Sei`s drum: 1:0 und die so wichtige frühe Führung für TE. Dieses Tor gab Tommi auftrieb, der kurze Zeit später nach Flanke von Boris zum Rückzieher ansetzte und wenig später nach schöner Ecke von Björn nur knapp am Tor vorbei köpfte. Nach einer Viertelstunde zog sich TE zunehmend zurück. Geschickt und sehr spielstark im Abwehrbereich verteilte die Connection die Bälle aus der Tiefe. Allerdings fanden die oft gut durchdachten Angriffe zu wenig Abnehmer, da TE sehr kompakt im Mittelfeld stand. Des Weiteren  waren die gefährlichen Stürmer der Sprities bei Kai und Marc in guten Händen und zumeist nur zweiter Sieger. Die beste Phase von Sprit war zwischen der 25. und 35. Minute. Zweimal musste der gute und konzentrierte Goalie Markus eingreifen, um einen Rückstand zu verhindern. Ansonsten aber stand die Abwehr um Libero Stefan sattelfest. Auch bei den in der Folgezeit zunehmenden Ecken der Connection konnte die Abwehr souverän klären. So blieb es zur Halbzeit bei der knappen Führung von TE.

Für die zweite Halbzeit hatte TE sich vorgenommen, weiterhin so kompakt im Mittelfeld zu stehen und zusätzlich für mehr Entlastung durch zielstrebigere Aktionen im Offensivbereich zu sorgen. Dies wurde auch sofort umgesetzt. In der 50. Minute setzte sich Sega über links auf Höhe der Mittellinie geschickt durch und passte in die Mitte auf Philip. Der nahm den Ball auf und zog an seinem Gegenspieler vorbei und marschierte allein auf den Torwart zu. Mit einem Reflex konnte der Keeper schließlich den Ball noch an den Pfosten lenken, so dass diese gute Chance auf einen frühzeitigen 2-Tore-Vorsprung vergeben wurde. Die Konterchancen von Torpedo häuften sich jetzt, die Sprities dagegen schienen sich an TE`s Defensivkunst die Zähne auszubeißen. Das lag vor allem daran, dass im Mittelfeld Gregor, Tim und Björn Schwerstarbeit verrichteten und die Kreativabteilung der Sprities vollkommen aus dem Spiel nahmen. Selbst die Einwechslung in der 2. Halbzeit ihres Kapitäns und BuLi-All-Star Spieler Benny "the left hammer" konnte daran nichts ändern. Nach 60 Minuten eine weitere Großchance für TE: nach schönem Pass von Gregor aus der eigenen Hälfte täuschte Philip eine Ballannahme vor, ließ den Ball jedoch für den auf der rechte Seite durchgestarteten Chris durchlaufen. Dieser tankte sich bis zur Grundlinie durch und passte überlegt in den Rückraum, von wo aus der mitgelaufenen Philip aus 13m direkt abzog, aber sein Schuss strich einen halben Meter über die Latte. Danach ein kleiner Schock für TE: nach einem unglücklichen Zweikampf verletzte sich David ohne absichtliches Verschulden des Gegenspielers am Auge und musste kurzzeitig behandelt werden. Er konnte aber schließlich weiter spielen.

Auch Mitte der 2. Halbzeit änderte sich nicht viel am Spielgeschehen. TE stand sicher in der Abwehr, den Sprities fiel nach vorne nicht viel ein und die besseren Torchancen besaß TE. So auch in der 70. Minute, als sich der emsige Karl wunderbar von seinem Gegenspieler an der Strafraumgrenze löste, leider den Ball aber aus der Drehung nicht mehr voll traf. Die beste Chance, das Spiel vorzeitig zu entscheiden, besaß Tim: Nach einem feinen Doppelpass mit dem gut aufgelegten Charif stand er in halblinker Position frei vor dem Torwart, doch statt wieder auf den in der Mitte mitgelaufenen Charif zurück zu passen, schoss er selber - leider über das Tor. Da fehlte TE`s Jungspund noch etwas die Übersicht, aber ansonsten lieferte der "blonde Engel" in seinem erst dritten Spiel für TE eine bärenstarke Partie. Zwar verpasste TE es, aus den 3-4 hochkarätigen Torchancen den Sack vorzeitig zu zu machen, jedoch reichte am Ende der knappe Vorsprung.

Mit einem aufgrund des starken Defensivverhalten und der mannschaftlichen Geschlossenheit verdienten 1:0-Sieg zieht TE nunmehr in das Achtelfinale. Bei solch einer starken Mannschaftsleistung sollte man eigentlich keinen besonders hervorheben, aber keiner wird widersprechen, wenn man die heutige Leistung der beiden Manndecker Kai und Marc als überragend bezeichnet. Sprit Connection war der spielerisch starke Gegner, dem allerdings heute zu wenig einfiel, um das Tor von TE ernsthaft in Gefahr zu bringen (Beleg dafür: Sprit hatte im zweiten Durchgang nur eine echte Torchance (Kopfball 1,5m am Pfosten vorbei)). Es war ein ausgesprochen faires Spiel, mit dem der sehr souveräne Schiri D. Winzen nie Probleme hatte. Hierbei sei auch mal erwähnt, dass die letzten 10 Spiele - bis auf eine Ausnahme - alle sehr fair waren und man wirklich das Gefühl hatte, dass bei aller Rivalität und Einsatz die Mannschaften sich mit dem nötigen gegenseitigen Respekt begegnen und der BuLi-Fairplay-Gedanken gewahrt ist. Zu diesem positiven Eindruck paßt auch, dass man nach dem Spiel noch mit Sprit Connection zusammen saß und das ein und andere Bier zusammen zischte. Der Gegner für das Achtelfinale steht zwar noch nicht fest, aber ein weiteres Kracherlos z. B. gegen Dreibeiner oder ein Derby gegen Dauerrivale Interfilos hätte schon seinen eigenen Reiz. Viel wichtiger ist aber das kommende, vorentscheidenen CL-Spiel gegen "Angstgegner" Graskloppers, gegen die eine mindestens genauso konzentrierte und engagierte Leistung nötig sein wird, um die Chancen für das Erreichen des Viertelfinales zu wahren.

Tore: 1:0 Tommi (3. Min - David, Markus)

Gespielt haben: Markus, Kai, Stefan, Marc - Gregor, Philip, Boris, Björn, Charif, Tim, Chris - David, Tommi, Sega, Karl

 

Runde 3

Torpedo Eisen – Alcazar 3:2
Sonntag, 08.07.07, 15 Uhr auf den Jahnwiesen

Im Achtelfinale des Pokalwettbewerbs traf TE auf einen alten bekannten aus der CL-Runde: Alcazar. In der CL trennten sich beide Mannschaften nach hartem Kampf mit 1:1. Dieses Mal verstärkte Ex-Bundesliga-Profi Andreas K. das Team von Alcazar, während TE neben den beiden etatmäßigen Manndeckern Marc und Sebi zusätzlich noch auf Sini, Lutz und Karl verzichten musste. Lutz leistete zumindest durch seine Anwesenheit nach seiner Knie-Operation und mit seinem 3 Wochen alten Töchterchen moralische Unterstützung.

Der Ausfall der Innenverteidigung sollte aber keine Entschuldigung dafür sein, dass TE die Anfangsphase komplett verschlief. Nach der ersten Ecke des Spiels in der 3. Minute konnte ein Alcazar Spieler nach einem Durcheinander in der Hintermannschaft und nicht konsequenten Klären von TE mühelos aus 3m einnetzen. Ganze 5 Minuten später war ein weiteres Missverständnis in TE`s Hintermannschaft zwischen Stefan, Kai und Keeper Markus Ausgangspunkt für den zweiten Streich von Alcazar. Somit lag TE bereits nach 8 Minuten mit 0:2 im Rückstand. Dies war mehr als ärgerlich, denn eigentlich lief der Ball ab Mittelfeld nicht schlecht in den eigenen Reihen. TE konnte immer wieder vor allem über die Außen Charif und Gregor gefällig nach vorne spielen. Allein es fehlte zunächst der durchschlagende Erfolg im Angriff. Für Alcazar war die Ausgangslage dagegen ideal. Sie stellten sich tief hinten rein und versuchten meistens über ihren schnellen Stürmer zu kontern, der aber bei Aushilfs-Manndecker Philip gut aufgehoben war. So kam Alcazar in der ersten Halbzeit nur noch zu einer echten Chance, die aber von Keeper Markus gekonnt vereitelt werden konnte. Für TE galt es, den dicht gestaffelten Abwehrriegel von Alcazar zu knacken. Dies gelang das erste Mal in der 16. Minute: nach Abspielfehler eines Alcazar Verteidigers flankte Björn gedankenschnell auf den am 16-er lauernden David, der seinen Gegenspieler umdribbelte und flach aus 10m einschoss. Der Anschlusstreffer kam zu rechten Zeit, der Glaube an die eigene Stärke war noch vorhanden. Weitere Chancen ergaben sich, die besten hatten Thomas nach Flanke von Kai und David und Charif nach jeweils schönen Freistößen aus 18m vor dem Tor. So aber blieb als Highlight in der 1. Halbzeit aus TE-Sicht neben dem Anschlusstreffer nur noch der gekonnte Beinschuss (!) von Charif gegen Ex-Bundesligaprofi Andreas K.

Für die zweite Halbzeit hatte sich TE vorgenommen, noch mehr Dampf zu machen und vor allem wieder über die Außen zum Erfolg zu kommen. Die erste gute Chance hatte Sega, doch sein Kopfball konnte nicht mehr platziert genug gen Tor gedrückt werden. TE`s Druck auf das Tor von Alcazar nahm zu. TE erarbeite sich eine Reihe von Eckbällen und Freistößen, die aber bis auf zwei Kopfbälle von Stefan keine größere Gefahr entfachten. So bedurfte es schon der Mithilfe des Gegners, um den Ausgleich zu erzielen: Nach einer Flanke von Stefan köpfte Thomas aus halblinker Position 8m vor dem Tor in Richtung Torwart. Der Ball hatte aber so wenig Kraft, dass er vor den Füßen des Goalies aufkam. Eigentlich eine ganz sichere Beute, aber irgendwie glitt der Ball dem Keeper durch die Hosenträger und trudelte mit letzter Kraft über die Torlinie. Ein kurioses Tor und gleichzeitig der Lohn des Einsatzes von TE. Nach dem Ausgleich wollte TE mehr und spielte noch gezielter nach vorne. Pech hatte Tim mit seinem Schuss aus 18m, der nur den Außenpfosten traf. Wenig später war David über rechts kommend durchgestartet, sein Heber konnte der dieses Mal aufmerksame Keeper noch parieren. Es schien nun nur noch eine Frage der Zeit, wann TE das nächste Tor machen würde. Alcazar änderte seine Spielweise nicht und wartete weiter auf seine Konterchancen. Diese waren rar, aber wenn, dann sehr gefährlich. In der letzten Viertelstunde konnte sich ein Stürmer von Alcazar gleich zweimal gegen die aufgerückte Abwehr von TE durchsetzen, doch beide Male scheiterte er an dem starken Keeper Markus. So lag es an TE, für die Entscheidung vor der drohenden Verlängerung zu sorgen. 3 Minuten vor Schluss nahm Tim einen Einwurf von Philip in Höhe der Mittellinie auf, setzte Kai auf links in Szene und dieser zog eine mustergültige Flanke von rechts auf den mittlerweile bis zum Strafraumeck vorgelaufen Tim, der die Flanke direkt aus 12m über den Torwart hinweg in den Winkel köpfte. Was für ein schöner Treffer und was für eine Erlösung für TE! In den letzten Minuten warf Alcazar noch einmal alles nach vorne und für TE ergaben sich daraus Konterchance. Zunächst für Tommi nach Pass von Boris und später für Gregor, der auf der rechten Seite allen davon lief und dessen Torschuss nur knapp am Pfosten vorbeistrich. Da hätte sich Gregor selber das schönste Abschiedsgeschenk in seinem letzten Spiel für TE machen können. Doch leider war ihm dies vergönnt. Es blieb schließlich beim 3:2.

In einem von Schiedsrichter D. Winzen sehr souverän geleiteten und fairen Spiel gewann TE - aufgrund der Mithilfe des Gegners beim Ausgleich - etwas glücklich, aber letztlich verdient. TE war die gesamte Spielzeit über das spielerisch stärkere Team und hatte heute auch den nötigen Willen und Biss, die Partie trotz frühen Rückstands für sich zu entscheiden. Damit zieht TE ins Viertelfinale, wobei der Pokalwettbewerb mittlerweile eher Züge des neuen BuLi-Ligamodus annimmt, denn bislang räumte TE keine geringeren Schwer-Kaliber als den Dritt- und Viertplatzierten der diesjährigen Meisterschaft und nun auch noch die immer als stark einzustufenden Mannen von Alcazar aus dem Weg. Bei TE`s "Losglück" müsste eigentlich als nächster Gegner einer der beiden Finalisten der diesjährigen Meisterschaft zugelost bekommen. Komme es wie es wolle, mit der heutigen Einstellung nach dem Rückstand braucht TE keinen der etwaigen Gegner zu fürchten!

Tore: 0:1 (3. Min.), 0:2 (8. Min.), 1:2 David (Björn, 16. Min.), 2:2 Thomas (Stefan, 62. Min.), 3:2 Tim (88. Min.)

Gespielt haben: Markus - Kai, Stefan, Philip - Gregor, Björn, Tim, Charif, Boris - Tommi, David, Sega.

 

Viertelfinale

Torpedo Eisen – Cream Team Cologne 3:1
Sonntag, 2.9.07, 15 Uhr auf den Jahnwiesen

Die Freude der Torpedos auf das Viertelfinale gegen Cream Team war groß und konnte auch nicht durch die Niederlage in der Meisterschaft vom letzten Wochenende getrübt werden. Im Pokal hatte TE bislang sein wahres Gesicht gezeigt und immerhin so renommierte Gegner wie FK Trimmdich, Sprit Connection und Alcazar aus dem Wettbewerb gekegelt. Hinzu kam, dass man das letzte Aufeinandertreffen beider Mannschaften vor 2 Jahren noch gut in Erinnerung hatte, wo TE vielleicht sein spannendstes Spiel der Geschichte machte und nach 1:3 Rückstand und verschossenem Elfmeter das Spiel in den letzten 20 Minuten noch mit 5:4 zu seinen Gunsten drehte. Die Aussichten auf eine Wiederholung eines solchen Krimis wurden allerdings schon vor dem Spiel gedämpft, denn das Cream Team war in Unterbesetzung erschienen und konnte nur mit Hilfe von 1-2 sehr jungen, spontan aushelfenden Spielern seinen Kader komplettieren. Die ersten 30 Minuten spielte das Cream Team sogar nur mit 10 Mann.

Von daher war das Kräftemessen von Anfang an ungleich verteilt. Dennoch besaß das Cream Team die erste gute Chance des Spiels, als ein unterschätzter Weitschuss aus 25m noch an die Latte knallte. Das war gleichzeitig der Startschuss für eine Dauer-Offensive der Torpedos. Immer wieder rollte der Ball auf ein Tor, wobei es die Creamies schafften, ihre Wagenburg standhaft zu verteidigen. So vergaben oder scheiterten reihenweise Tommi, Charif, Sega und David an den Abwehrbeinen oder an dem gut aufgelegten Keeper der Creamies. Pech hatte TE zudem, als Sega im Strafraum elfmeterreif gefoult wurde, der Pfiff des Unparteiischen aber ausblieb. Auf der Gegenseite bestand nur noch einmal Gefahr bei einem Freistoß, den Keeper Patrick aber souverän entschärfen konnte. So ging es mit einem etwas enttäuschenden 0:0 in die Halbzeit.

 

Nach der Pause drängte TE noch mehr auf die Führung. In der 50. Minute war es dann auch so weit, als Tommi eine Kopfballvorlage von David aus kurzer Distanz über die Linie drückte. Doch der Schiedsrichter gab diesen Treffer wegen vermeintlichen Stürmerfouls von David nicht. Mit der Zeit wurde die Überlegenheit von TE immer größer, es gab kaum noch Entlastungsangriffe aus der eigenen Hälfte der Creamies. Hinten stand die Abwehr mit Marc, Stefan und Kai sehr sicher. Im Spiel nach vorne tat sich vor allem die rechte Angriffseite mit Kai und Sebi hervor. Obwohl sich TE bemühte, spielerische Linie in das Anrennen zu bekommen, bedurfte es einer Standard-Situation zur Führung: Nach einer Ecke von Philip verlängerte David unfreiwillig per Kopf zu Stefan, der den Ball über den Keeper hinweg unter die Latte köpfte.

Bezeichnenderweise erzielte der bis dato willensstärkste Torpedo das Tor; Stefan hielt es schon lange nicht mehr hinten in der 2. Halbzeit. Mit der ersehnten Führung sollte es sich eigentlich leichter spielen lassen, doch die Führung hielt gerade mal 2 Minuten. Durch einen sehenswerten Sonntagsschuss aus 25m egalisierte Cream Team postwendend. Etwas verduzt rappelten sich die Torpedos wieder auf. So sehr sich auch Tim, Thomas, Björn und Charif im Mittelfeld bemühten und einige konstruktive und sehenswerte Spielzüge zustande brachten, brauchte es wieder einer Standardsituation, um erneut in Führung zu gehen: Per direktem Freistoß drosch TE bester an diesem Tage, David, den Ball durch die Mauer in die Maschen.

Nunmehr musste sich das Cream Team aus seiner starren Abwehrhaltung lösen und es ergaben sich einige Konterchancen für TE, die aber fast immer durch einen Abseitspfiff des Schiedsrichters zu Nichte gemacht wurden. Hinzu kam eine sensationelle Parade des Schlussmanns von Cream Team gegen den Kopfball von Tommi aus 7m und eigene Unzulänglichkeit, als Philip nach toller Vorarbeit von David aus 5m über das leere Tor köpfte. So blieb es David quasi im Alleingang vorbehalten, für die endgültige Entscheidung zu sorgen, als er nach klugem Pass von Charif aus der eigenen Hälfte an Verteidiger und Torwart vorbeizog und selbstlos auf den freistehenden Philip passte, der nunmehr seinen Fauxpas wieder wett machen konnte.

 

In einem fairen Spiel ging TE verdient als Sieger vom Platz. Die Mannschaft vom Cream Team war stark ersatzgeschwächt, hielt aber durch fast schon heroischen Kampf über weite Strecken des Spiel dagegen. TE freut sich über das abermalige Erreichen des Pokal Halbfinals nach 4 Jahren und hofft auf einen packenden Halbfinal-Krimi gegen den Sieger aus dem Spiel Torpedo Wiesenriesen gegen Boca Feez Seniors.

 

Tore:  1:0 Stefan (David, 68. Min), 1:1 (70. Min.), 2:1 David (75. Min), 3:1 Philip (David, 85. Min.)

 

Gespielt haben: Patrick - Kai, Stefan, Marc - Sebi, Philip, Tim, Charif, Thomas, Chris, Björn, Sega - Tommi, David

 

 

Halbfinale

Torpedo Eisen – Torpedo Wiesenriesen 3:4 n. V.
Sonntag, 23.9.07, 15 Uhr auf den Jahnwiesen

Endlich hatte TE mal wieder das Halbfinale im Pokalwettbewerb erreicht und das, nachdem man einige renommierte Gegner ausgeschaltet hatte. Der Gegner heute war kein geringerer als Namensvetter Torpedo Wiesenriesen, gegen die man noch schlechte Erinnerungen hatte, als man vor 3 Jahren nach 0:2 Rückstand und 2:2 Ausgleich noch kurz vor Schluss das 2:3 hinnehmen musste. Noch keiner der Protagonisten vom heutigen Tage konnte zu dem Zeitpunkt ahnen, dass sich die bittere Geschichte ähnlich wiederholen würde. Aber der Reihe nach: TE konnte bis auf Sini und Lutz aus den Vollen schöpfen.

 

Zum Spielgeschehen: In den ersten Minuten spielte TE beherzt nach vorne und hatte gleich zwei gute Chancen durch den agilen Karl, der jedoch zweimal am Keeper der Wiesenriesen scheiterte. Nach 15 Minuten war plötzlich ein Bruch im Spiel von TE. Die Wiesenriesen zogen im Mittelfeld ihr Spiel auf und waren vor allem über die rechte Seite kommend brandgefährlich. Einige Male musste der aufmerksame Keeper Markus klären um größeren Schaden zu bewahren, doch in der 34. Minute war auch er chancenlos. Nach einer angetäuschten Schwalbe am Strafraumeck eines Wiesenriesen vergaß die Torpedo-Abwehr kurzzeitig das Weiterspielen und ein gedankenschneller Stürmer der Wiesenriesen jagte den freien Ball aus 15m unhaltbar ins Tor. Die Führung kam nicht überraschend, sie lag förmlich in der Luft, dennoch ein vermeidbarer Treffer. Mit dem nicht unverdienten 0:1 Rückstand ging es in die Pause.

 

Nach der Pause wollte TE nun sein wahres Gesicht zeigen. Und die ersten Minuten gingen auch gut los. Plötzlich war mehr Wille und Einsatzbereitschaft von TE zu sehen. Daraus resultierten zwangsläufig Torchancen. Die beste hatte Karl in der 52. Minute als sein Kopfball nach schöner Flanke von Chris aus 8m an die Latte knallte. Nun begann TE`s beste Phase des Spiels. Der Ball lief flüssiger in den Reihen und wie schon in der Vorwoche im Spiel gegen Lok Libuda brauchte es eine Zeit bis TE seine technische Überlegenheit ausspielen konnte. Allein es fehlte die letzte 100%ige Torchance. Einige Fernschüsse von Philip und David konnten den bis dato sehr souveränen Aushilfskeeper der Wiesenriesen vor keine größeren Probleme stellen. Im Gegenzug versuchte Torpedo Wiesenriesen ihr Heil über Konter, die aber überwiegend von dem souveränen Libero Stefan, den Manndeckern Sebi, Kai oder Philip zu nichte gemacht werden konnten. Nicht so aber in der 65. Minute als nach einer schönen Kombination am Strafraumeck ein Wiesenriese völlig frei gespielt wurde und der aus 12m den Ball unter die Latte schoss, wobei der Schuss nicht ganz unhaltbar wirkte. Der Stoß traf genau in die Magengrube und in die Angriffsversuche von TE. Nach dem 0:2 wirkte TE minutenlang wie gelähmt und schien sich seinem Schicksal ergeben zu wollen. Doch aufgeben war strikt verboten. Nach einem langen Pass von Philip legte Karl per Kopf überlegt auf Charif ab, der allein aufs Tor zu lief, aber statt selbst zu schießen auf den mitgelaufenen Björn passte, der aber wiederum an Wiesenriesen`s Katze scheiterte. Das ersehnte Anschlusstor wollte nicht fallen.

Es wird wohl das Geheimnis des Keepers von Wiesenriesen bleiben, wieso er in einem Moment, als TE schon gar nicht mehr an sich glaubte, mit einem Abstoß den Ball genau vor die Füße von Tim legte und dieser eiskalt zum 1:2 vollstreckte. Ah, endlich hatte auch das Schicksal wieder ein Einsehen mit TE. Nach diesem Geschenk glaubte TE wieder an sich und schaltete noch mal zwei Gänge höher. 5 Minuten nach dem Anschlusstreffer schlug Charif eine weite Flanke auf Karl, der den Ball aber nicht kontrollieren konnte, jedoch dieser über Umwegen wieder zu Tim gelangte und der jüngste Spieler von TE bewies Nerven aus Drahtseilen und schob den Ball wieder unhaltbar am Keeper vorbei ins lange Eck. Wahnsinn!

TE, oder besser: Tim hatte das Spiel gedreht! Nun schien TE moralisch und spielerisch im Vorteil. Leider sollte dies sich jedoch in der regulären Spielzeit nicht in weitere Tore ummünzen lassen.

 

Die Verlängerung begann mit einer fast schön üblichen Nachlässigkeit von TE. Nur einem Reflex von Patrick war es zu verdanken, dass TE nicht gleich nach 5 Minuten der Verlängerung wieder in Rückstand geriet. Dieser kam dann doch und zwar wieder in Form einer Standardsituation. Nach einem langen Einwurf und Gewusel im eigenen Strafraum schaltete ein Wiesenriese schneller als drei Torpedos und jagte den Ball zum 2:3 in die Maschen. Wieder Rückstand, wieder anrennen, wieder nicht aufgeben! Eine Minute später hätten die Wiesenriesen auf einen 2-Tore Vorsprung erhöhen können, doch ein Stürmer der Wiesenriesen vergab aus 8m frei vor dem Tor. Dies war das Signal, dass noch was drin war. 2 Minuten später marschierte Charif die Linie entlang, weiter Pass auf Tommi, der den Ball über den Keeper der Wiesenriesen ins Tor köpfte - TOR! Und wieder einen Rückstand egalisiert!

Das Spiel, das immer fair war, hatte jetzt wirklich Pokalcharakter und entwickelte sich zu einem echten Krimi. In der 2. Halbzeit der Verlängerung hatten sich schon eigentlich alle auf ein Elfmeterschiessen eingestellt, als das Schicksal sich dann endgültig gegen TE an diesem Tage entschied. Nach einem hohen Ball in den Strafraum stolperte ein Torpedo gegen den Rücken eines Stürmers der Wiesenriesen und riss diesen zu Boden. Dem sehr umsichtig pfeiffenden Schiri D. Winzen blieb keine andere Wahl: Elfmeter. Obwohl Keeper Markus noch dran war, konnte er den erneuten Rückstand und den endgültigen K.O. nicht verhindern. Doch auch in den letzten 4 Minuten zeigte TE viel Moral und probierte es nochmal mit der Brechstange und was wäre gewesen, wenn Tim 1 Minute vor Schluss mit seinem Seitfallzieher aus 10m nochmal getroffen hätte........ Nicht auszudenken!

 

So aber gab es kein Happy End für TE, was aufgrund der großen Moral und Leidenschaft verdient gewesen wäre. Aus und vorbei! Wieder einmal scheitert TE letztendlich an sich selber, wenn es wirklich um die Wurst geht. Man mag die verlorenen Halbfinale und Endspiele aus TE Sicht schon gar nicht mehr zählen, aber es soll wohl nicht sein. Der Mannschaft ist kein Vorwurf zu machen, sie hat aufopferungsvoll gekämpft bis zum Schluss. Was bleibt, ist (wieder einmal) die Erkenntnis, dass es für den ganz großen Wurf nicht gereicht hat.

 

Tore: 0:1 (34. Min.), 0:2 (65. Min.), 1:2 Tim (75. Min.), 2:2 Tim (80. Min.), 2:3 (100. Min.), 3:3 Tommi (Charif, 103. Min.), 3:4 (Foulelfmeter, 116. Min.)

 

Gespielt haben: Markus, Patrick - Marc, Sebi, Stefan, Philip - Boris, Tim, Matthias, Charif, David, Thomas, Sega, Chris - Karl, Björn, Tommi