Saison 1998
Saison 1999/00 Saison 2001/02 Saison 2003/04
Saison 1998/99 Saison 2000/01
Torpedo
Eisen – FK Trimmdich 4:5 n. V.
Sonntag, 10.06.07, 15 Uhr auf den
Jahnwiesen
Im Viertelfinale traf TE bei schwül-warmen
Temperaturen auf der Jahnwiese am Super-Viertelfinaltag (alle BuLi
Viertelfinale fanden am gleichen Tag statt) auf den Sieger der Gruppe A: FK
Trimmdich. Auf den selben Gegner hatte man bereits in der 1. Pokalrunde
getroffen; damals behielt TE mit einem 1:0-Sieg die Oberhand. TE musste auf
Gregor, Sini, Lutz und USA-Rückkehrer Yannick verzichten.
Das Spiel begann verhalten. Man
merkte den Trimmdichern an, dass die Pokalniederlage Spuren hinterlassen hatte;
zumindest spielten sie in der Anfangsphase nicht so spielstark nach vorne wie
gewohnt. TE hatte die Anfangsphase ganz gut im Griff und konnte einige Male
gefällig (vor allem über Charif) nach vorne spielen. Große Torchancen sprangen
allerdings nicht dabei raus. So ab Mitte der 1. Halbzeit übernahmen die
Trimmdicher optisch das Spielgeschehen. Allerdings konnten auch sie sich keine
großen Torchancen herausspielen. Die Abwehr um Libero Stefan stand sehr sicher
und meist waren die Manndecker Kai und Marc Zweikampfsieger gegen ihre
wuseligen Gegenspieler. Die beste TE-Chance im ersten Durchgang hatte Chris
nach einer unübersichtlichen Situation 10m vor dem Tor, doch Trimmdichs Keeper
konnte den unplatzierten Schuss von Chris abwehren. Die Trimmdicher hatten ihre
beste Chance kurz vor Ende der unverständlicher Weise sehr lang andauernden 1.
Halbzeit, als sich einer ihrer Stürmer ausnahmsweise gegen Marc im Strafraum
durchsetzen konnte, doch an Keeper Markus scheiterte. So ging es mit einem
leistungsgerechten 0:0 in die Halbzeit. Leider hatte sich Charif kurz vor der
Halbzeit verletzt und konnte nicht mehr weiter spielen.
Eine Schwächung für das Spiel
von TE.
In der 2. Halbzeit zeichnete
sich dann das erwartete Kräfteverhältnis auf dem Spielfeld ab: Trimmdich bemüht
um einen konstruktiven Spielaufbau, TE dagegen aus einer sicheren Abwehr auf
Konter lauernd. Glück hatte TE in der 50. Min. bei der ersten großen Torchance
des Spiels, als ein Trimmdicher 8m völlig frei vor dem Tor zum Torschuss kam,
jedoch das Spielgerät weit über das Tor donnerte. TE zwar nicht mit vielen
Konterchancen, dennoch aber nicht ungefährlich, wenn der Ball konsequent in die
Spitze gespielt wurde. Und wenn die Konter nicht zwangsläufig zu Toren führen,
so ergeben sich daraus zumindest Standards. So in der 60. Minute: scharf geschnittener
Eckball von Philip auf den Kopf von Björn, dessen Kopfball konnte Trimmdichs
Ausnahmekeeper zwar noch reflexartig halten, gegen das entschlossene Nachsetzen
von Tommi, der den Ball aus 4m in die Maschen hämmerte, war er allerdings
machtlos: 1:0 für TE! Doch die Antwort der Trimmdicher kam gnadenlos schnell.
Keine 5 Minuten nach der Führung konnte sich ein Stürmer auf Höhe der
Grundlinie im Straufraum von TE durchsetzen, sein Schuss wäre eigentlich
leichte Beute für den ansonst tadellosen Keeper Markus, aber irgendwie prallte
der Ball zurück von der Brust genau vor die Füße des zweiten Stürmers, der
humorlos abstaubte. Unentschieden, alles war wieder offen. Das Spiel begann
aufgrund der zunehmenden Intensität nickeliger zu werden. Unschöner Höhepunkt
in der 70. Min. als nach groben Foulspiel eines Trimmdicher an Thomas, dieser
wenig später verletzt vom Platz musste. Doch TE biss trotz der Ausfälle auf die
Zähne. Im defensiven Mittelefeld wuchs vor allem der jüngste Torpedo Tim über
sich hinaus und legte ein immenses Laufpensum hin. Immer wieder stopfte er
zusammen mit dem stark aufspielenden Boris, den unermüdlichen Björn, Chris,
Sega und dem trotz Trainingsrückstand leidenschaftlich kämpfenden Sebi die
Löcher im Mittelfeld, die, je länger das Spiel lief umso größer wurden. In der
72. Minute dann mal wieder Befreiung durch eine Einzelaktion von David.
Allerdings wurde er im Starfraum regelkonform gestoppt, jedoch berühte der Ball
die Hand des Verteidigers. Schiri Capelli entschied sofort auf Freistoß, was
ein wenig verwunderte, denn falls Hand, dann im Strafraum, sprich: Elfmeter. So
aber Freistoß 17m vor dem Tor, halblinke Position. Philip legte sich den Ball
zu recht und zog den ihn Richtung langes Eck. Der Ball lief vorbei an Freund
und Feind, wurde noch leicht von einem Trimmdicher Abwehrbein abgefälscht, bis
er in seinen vorbestimmten Platz einschlug: 2:1 - TE auf dem Weg ins
Halbfinale!
Trimmdich antwortete mit
wütenden Angriffen. Doch die TE stand hinten bislang sehr sicher. Zwar
zirkulierte der Ball in den Reihen der Trimmdicher bis zum Starfraum recht
gefällig und es ergaben sich auch einige Möglichkeiten, doch eine richtige
100%-ige Torchance ließ TE`s Abwehr zunächst nicht zu. Das Spiel bog jetzt in
die entscheidene Phase. TE wartete auf den entscheidenen Konter. Pech hatte Tim
mit einem fulminanten Schuss aus 18m, den Trimmdichs Katze noch über die Latte
lenkte. Dann die vielleicht entscheidende Szene des Spiels: in der 80. Minute
konnte sich David gegen zwei Trimmdicher im Strafraum durchsetzen, sein Schuss
konnte der Keeper von FK zwar noch abwehren, aber nur vor die Füße von Björn,
der nunmehr die Möglichkeit besaß, das Spiel wahrscheinlich vorzeitig zu
entscheiden, doch leider jagte er den Ball aus 6m frei vor dem Tor über die
Latte! Das wäre der wichtige BigPoint für TE gewesen. So aber blieb Trimmdich
im Rennen. Kurz vor Schluss erzielte dann einer der beiden Trimmdicher Stürmer
den Ausgleich aus einem unübersichtlichen Getümmel mit einem unhaltbaren
Sonntagsschuss in den rechten Winkel.
Mit dem Ausgleich ging es in die
Verlängerung. Hier machte sich dann doch der Kräfteverschleiß der TE`s und der
Ausfall von Charif und Thomas bemerkbar. Zwar kämpften alle Torpedos
leidenschaftlich, aber die stärkere Physis des Gegners wurde immer offensichtlicher.
So erzielten die Trimmdicher dann auch relativ schnell 2 Tore und schienen
bereits auf dem Weg ins Halbfinale. Richtig spannend wurde es aber nochmal, als
Trimmdich sogar noch ein drittes Tor erzielte. Diesem wurde allerdings wegen
angeblicher Torwartbehinderung nicht die Annerkennung erteilt. Dies hatte
Schiri Capelli sofort angezeigt. Im Gegenzug wollte TE schnell schalten, jedoch
musste der Konter abgebrochen werden, da Schiri Capelli den Ball noch nicht
freigegeben hatte. Stefan wiederholte daraufhin seinen Abschlag, der wieder
seinen Weg zu Philip fand und von dort in die Spitze, wo ihn David aufnahm und
ein kleines Tänzchen mit seinem Gegenspieler veranstaltete und den Ball aus
kurzer Distanz einnetze. Nur noch ein Tor Rückstand. Nach dem Tor entluden sich
dann die Emotionen bei den Trimmdichern. Sie hatten ihren dritten Treffer in
der Verlängerung als regulär gesehen und darüber hinaus in dem schnell
ausgeführten Freistoß eine unfaire Aktion von TE gesehen. Doch diese Aufregung
war unberechtigt:
Es war ausreichend Gelegenheit
wahr zu nehmen, dass der Treffer nicht zählte. Dies hatte Schiri Capelli sofort
angezeigt. Der dann folgende Freistoß durch Stefan musste sogar nochmal
wiederholt werden, und die gesamte Verteidigung der Trimmdicher spielte nach
dem Abschlag gewohnt weiter. Der Tumult endete schließlich mit einer 10-Min.
Strafe für einen Trimmdicher Spieler wegen Schiedsrichter-Beleidigung.
Zu Beginn der 2. Halbzeit der
Verlängerung hatte TE folglich einen Spieler mehr auf dem Platz und glaubte
noch an seine Chance. Die beste Torchance besaß David, doch sein Freistoß aus
18m flog knapp am rechten Pfosten des Tores vorbei. TE bewieß Moral und stemmte
sich mit dem letzten Aufgebot gegen die drohende Niederlage. Vor allem David
nahm es immer wieder mit der vielbeinigen Abwehr der Trimmdicher auf. Leider
konnte er in zwei aussichtsreichen Situation noch von den Tentakeln der
unzählbaren Verteidigerbeinen im Strafraum gestoppt werden. Trimmdich besaß
dagegen eine Vielzahl von Konterchancen. Eine führte dann auch 5 Minuten vor
Schluss zum vermeintlichen 5:3, aber wieder gab Schiri Capelli den Treffer
nicht. Nun witterten die Trimmdicher die totale Verschwörung. 1 Minute vor
Schluss dann doch noch ein reguläres Tor für Trimmdich: 5:3 - alles vorbei? Weit
gefehlt! Eine Minute vor Schluss erzielte Tim mit sehenswerten Rechtsschuss
nach Vorarbeit von Tommi den Anschlußtreffer. TE gab einfach nicht auf, aber es
sollte letztlich nicht reichen. Trimmdich gewann mit 5:4 und zieht damit in's
Halbfinale ein. In einem emotionsgeladen und für die Zuschauer sehr spannenden
und packenden Viertelfinale verpasste TE es, den Sack Ende der zweiten Halbzeit
vorzeitig zu zu machen und schied nach hartem Kampf aus. TE hat Moral gezeigt
und bis ans Ende alles gegeben und aufopferungsvoll gekämpft. Die Trimmdicher
waren der erwartet spielstarke Gegner, der am Ende aufgrund seiner besseren
Physis nicht unverdient als Sieger vom Platz ging.
Noch ein Wort zum
Schiedsrichter: Schiri Capelli hatte das Spiel bis Ende der ersten Halbzeit der
Verlängerung sehr gut im Griff. Über die beiden nicht anerkannten Treffer lässt
sich sicher streiten. Daher ist/war die Aufregung der Trimmdicher
nachvollziehbar, dennoch sollte die Kritik auf und außerhalb des Platzes in
vernünftiger Art und Weise stattfinden. Jeder Schiedsrichter - wie auch jeder
Spieler - hat gute und schlechte Tage.
Positiv hervorzuheben - und dass
soll hier auch nicht untergehen - ist, dass sich einer der Reservisten von
Trimmdich nach dem Spiel zumindest für die Entgleisungen von außen gegenüber
Spielern von TE entschuldigte und die Spieler beider Teams nach dem Spiel
versöhnlich miteinander umgingen.
Im Grunde war das Spiel auch
nicht unfair und beide Mannschaften hätten es eigentlich verdient gehabt, dass
vielmehr die sportliche Leistung erwähnt wird, denn die war heute von beiden
sehr sehenswert.
Tore:
1:0 Tommi (60. Min.), 1:1 (65. Min.), 2:1 Philip (72. Min.), 2:2 (86. Min.), 2:3 (98.
Min.), 2:4 (100. Min.), 3:4 David (105. Min.), 3:5 (116. Min.), 4:5 Tim (119.
Min., Tommi)
Gespielt haben: Markus - Kai,
Stefan, Marc, Philip, Björn, Tim, Charif, Thomas, Chris, Boris, Sebi, Tommi,
David, Karl, Sega
Torpedo
Eisen – Staus und Behinderung 5:1
Sonntag, 03.06.07, 15 Uhr auf den
Jahnwiesen
Im letzten CL-Spiel gegen Staus
und Behinderungen (SUB) ging es für TE um alles. Nur mit einem Sieg würde sich
TE für das Viertelfinale qualifizieren, bei jedem anderen Ergebnis wäre Feine
Kerle Köln als Gruppenzweiter ins Viertelfinale eingezogen. Personell musste TE
auf Sturmführer Tommi und den etatmäßigen Manndecker Marc verzichten.
Ebensowenig konnten die langzeitverletzten Sini, der zwar schon wieder ins
Mannschaftstraining eingestiegen ist, aber für den ein Einsatz in dieser Saison
wohl noch zu früh käme, und Lutz mitwirken. Trotz der Ausfälle ging TE
selbstbewusst in die Partie, obwohl der Gegner schwierig einzuschätzen war, da
er sehr unterschiedliche Ergebnisse in der CL ablieferte.
Von Beginn an wurde klar, dass
SUB - da es für sie um nichts mehr ging - gar nicht bereit war, das Spiel etwas
lässiger anzugehen. Mit vollem Elan stürzte sich SUB in die Partie. Die ersten
zehn Minuten schnürte SUB TE in der eigenen Hälfte ein und die Torpedos waren
meist zweiter Sieger in der Anfangsphase. Folgerichtig dann auch die Führung
für SUB bereits nach 4 Minuten, als sich ein SUB-Spieler auf der rechten Seite
durchsetzen konnte und auf den am langen Pfosten lauernden Stürmer flanken
konnte, der ein paar Schritte vor Manndecker Sebi, der erst am Vortag aus Japan
zurückkehrte, mühelos einnetzen konnte: 0:1 - "Sayonara TE"! Zum
Glück brauchte sich TE erst gar nicht lange Gedanken machen, was dies für
Folgen haben könnte und warum die Anfangsphase so verschlafen wurde. Drei
Minuten später nach der Führung egalisierte Thomas nach feinem Freistoßtrick von
Philip und Charif und Flanke von Björn, per Kopf aus allerdings
abseitsverdächtiger Position zum 1:1. Durchatmen, manchmal braucht TE halt so
einen Weckruf... SUB war trotz des Ausgleichs nicht gewillt, das Spiel
abzuschenken. Im Gegenteil, die Zweikämpfe wurden verbissen geführt und es
ergab sich eine von beiden Seiten intensiv geführte erste Halbzeit. Etwas zu
intensiv war nach Meinung des Schiedsrichters Capelli das Wortgefecht zwischen
Gregor und seinem Mitspieler, woraufhin beide mit einer 10 Min.-Strafe des
Feldes verwiesen wurden. Nun ja, zumindest war ab dann mehr Platz auf dem eher
kleinen Spielfeld auf der Jahnwiese. Diesen Platz nutzte sogleich David, als er
in der 19. Minute aus halblinker Position 20m vor dem Tor abzog: ein Mann, ein
Schuss, eine Fahrkarte ins Viertelfinale! Unhaltbar schlug das Geschoß in der
langen Ecke ein und auch das schlecht befestigte Tornetz konnte David`s
Flachschuss nicht standhalten: 2:1 - TE auf Viertelfinalkurs! Doch SUB gab sich
nicht geschlagen und antwortete mit wütenden Angriffen. Die größte Chance zum
Ausgleich nach einer Ecke, als Boris den Kopfball eines SUB-Spielers gerade
noch von der Torlinie kratzen konnte. Nachdem beide Mannschaften wieder
vollständig waren, legte TE einen Zahn zu. 10 Minuten vor Ende der ersten
Halbzeit erkämpfte sich Gregor im Mittelfeld gegen seinen Gegenspieler den
Ball, den Karl direkt auf den durchgestarteten Charif weiterleitete und dieser
behielt im 1-gegen-1 Duell gegen den guten Keeper von SUB die Nerven und
verwandelte sicher zur beruhigenden 3:1 Führung. Diese Führung hätte kurz vor
der Pause von Karl noch ausgebaut werden können, er scheiterte jedoch gleich
dreimal aus aussichtsreicher Position nach jeweils schönem Zuspiel von Björn,
der sich über das Auslassen der Torchancen so sehr ärgerte, dass er sich erstmal eine
Muskelverhärtung zuzog! Er konnte jedoch in der 2. Halbzeit wieder eingesetzt
werden. So blieb es beim 3:1 zur Pause.
Nach der Halbzeit wollte TE den Sack
frühzeitig zu machen. Nach einem schönen Solo von Chris über die rechte
Außenlinie und anschließender Maßflanke hatte Philip keine Mühe, mit einem
Heber über den herauseilenden Torhüter von SUB das vorentscheidende 4:1 zu
markieren. Danach schonte sich TE etwas und nahm einige Umstellung im Team vor.
Daraus ergaben sich einige hochkarätige Torchancen für SUB, die aber entweder
durch eigene Unzulänglichkeiten im Abschluss oder von dem gut aufgelegten
Keeper Markus vereitelt wurden. Im Spiel nach vorne gab sich TE auch keine
große Mühe mehr. Zwar kombinierte man recht flüssig durchs Mittelfeld, viele
Torchancen erarbeitete sich TE jedoch nicht. Dennoch gab es noch was
erfreuliches, als nämlich Karl nach guter Vorarbeit von Gregor endlich sein Tor
kurz vor Schluss erzielen konnte. Der alte "Staubsaugervertreter"
hatte wieder zugeschlagen! Insgesamt ein verdienter Arbeitssieg gegen tapfer
kämpfende SUB-ler, die vielleicht mit ein bisschen mehr Cleverness in der 2.
Halbzeit mehr hätten reißen können. Mit dem zwar teilweise etwas nickeligen,
aber insgesamt fairen Spiel hatte der souveräne Schiedsrichter Capelli nie
Probleme.
Als Gruppenzweiter hinter den
Graskloppers zieht TE nunmehr in das Viertelfinale und trifft bereits am
nächsten Sonntag auf den Sieger der Gruppe 1, FK Trimmdich, auf die man bereits
in der ersten Pokalrunde traf und damals mit 1:0 besiegen konnte. Das erste
Saisonziel ist mit der Qualifikation zum Viertelfinale zumindest schon mal
erreicht worden - Bravo Torpedo!
Tore: 0:1 (4. Min.), 1:1 Thomas
(Björn, 7. Min.), 2:1 David (19. Min.), 3:1 Charif (Karl, 34. Min.), 4:1 Philip
(Chris, 58. Min.), 5:1 Karl (Gregor, 81. Min.)
Gespielt haben: Markus - Kai,
Stefan, Sebi - Chris, Gregor, Philip, Charif, Thomas, Boris, Tim, Sega - David,
Björn, Karl
Torpedo
Eisen – Grasskloppers 2:3
Freitag, 04.05.07, 19 Uhr auf den
Jahnwiesen
Stell dir vor, die Bayern haben
(ausnahmsweise) mal wieder das Endspiel in der Champions-League erreicht. Stell
dir weiter vor, der Gegner wäre wieder Manchester United wie damals in
Barcelona. Und nun stell dir das Spiel vor: wieder führen die Bayern mit 1:0
bis kurz vor Schluss und sehen schon - wie damals - wie der sichere Sieger aus.
Mitte der 2. Halbzeit die große Chance auf 2:0 zu erhöhen, doch der Pfosten
steht im Weg. Alles macht sich schon für die Siegerehrung bereit, Ulli poliert
seine Brille, Kaiser Franz führt die ersten Interviews und der Busfahrer köpft
schon die ersten Weizen. Dann, kurz vor Schluss, noch einmal Ecke für Manu. Der
Ball kommt herein, wird immer länger, wird von Giggs Kopf Richtung Torlinie
verlängert und irgendwie haut sich van Buyten das Ding selbst in die Maschen.
Du denkst, hoppla, kommt mir dass nicht bekannt vor? Schon wieder der Ausgleich
kurz vor Schluss! Und bevor du darüber so richtig ins Grübeln kommst, rollt
auch schon der nächste Angriff in Richtung Bayern-Tor und plötzlich titscht der
Ball Lucio an die Hand und der Schiri entscheidet auf Handelfmeter, den Rooney
zum 2:1 Sieg verwandelt. Hä? Kommt dir der Spielverlauf nicht bekannt vor? Und
bevor du weiter nachdenkst, sagst du, nee, nee, verarschen lass ich mich nicht,
so ne Geschichte passiert nicht zweimal im Fußball - sowas geht ja gar nicht!
Glaubst du wirklich, dass sich
solche Momente nicht wiederholen können? Na, dann warst du wohl weder am 11.
Juli 2004, noch heute auf der Jahnwiese bei dem Aufeinandertreffen von TE und
Altmeister Graskloppers. Vor drei Jahren standen sich beide Mannschaften schon
einmal im Halbfinale gegenüber, heute in der Vorrunde der Champions League.
Damals gingen die Graskloppers durch ihren Top-Torjäger Markus in Führung und
auch dieses Mal brauchte es keine 25 Minuten bis derselbige nach einem Einwurf
von TE und anschließendem Fehlpass im Mittelfeld, seine Gegenspieler narrte und
zur Führung einschoss. Damals konnte TE zwar zunächst ausgleichen, aber noch
vor der Pause erhöhten die Graskloppers auf 2:1. Den wiederholten Ausgleich
erzielte damals wie heute nach einem abgefälschten Schuss Philip, dieses Mal
allerdings nach einem erwähnenswerten fulminanten Solo über 50m. Nach dem
Ausgleich bog TE das Spiel damals wie heute. Dieses Mal gehen die Torpedos nach
einem Konter über David durch einen schöne Einzelaktion von Tommi mit 2:1 in
Führung. Als TE-Fan schwebst du im 7. Himmel und träumst schon von Viertelfinalspielen
gegen Otze Mach Et oder Interfilos. Mitte der 2. Halbzeit dann zweimal die
große Chance die Führung sogar noch auszubauen, aber beides Mal wird aus kurzer
Distanz frei vor dem Torwart vergeben. Du sagst dir, wenn dass sich mal nicht
rächt. Aber nee, nee denkst du dann weiter, dieses Mal ist die Mannschaft nach
neun Spielen in Folge ohne Niederlage so gefestigt, dass ihr das Missgeschick
von damals, noch das Spiel aus der Hand zu geben, nicht wieder passiert. Und so
verstreichen die Minuten. Bis 7 Minuten vor Schluss noch einmal Freistoß für
Graskloppers gegeben wird. Damals waren es wohl 10 Minuten vor Schluss, aber
egal, zumindest die selben Protagonisten: langer Freistoß von Markus auf
Andreas, der köpft den Ball fast von der Grundlinie zurück in den 5m Raum, von
wo aus der Ball einem Verteidiger von TE unglücklich an die Hacke prallt und
ins Tor trudelt. Du denkst, hoppla, kommt mir dass nicht bekannt vor? Naja,
damals hat Andreas das Tor gleich selber gemacht, aber dafür war dieses Mal der
Winkel zu spitz. Aber schon wieder ein Gegentreffer gegen die Graskloppers kurz
vor Schluss. Naja, als TE-Fan, denkst du, so ein Pech verdammt, aber ein Punkt
würde unter Umständen schon für die Qualifizierung reichen und da nur noch 6
Minuten zu spielen sind, was soll denn da noch schief gehen? Und bevor du
überhaupt ins Grübeln kommst, ob deine Überlegungen so haltbar sind, flankt ein
Graskloppers Spieler auf Höhe des 16er in den Strafraum und irgendwie springt
der Ball aufgrund der schlechten Platzverhältnisse einem weiteren Verteidiger
von TE an die Hand. Ohh, Handelfmeter zwei Minuten vor Schluss und schwups
macht es aus 2:1 ein 2:3.
So eine Sch...., denkst du als
Fan von TE und fluchst, das kann doch alles nicht wahr sein, das kommt mir doch
irgendwie bekannt vor und bevor dieser Gedanke vertieft werden kann, ist auch
schon Schlusspfiff.
Mit dem Pfiff erwachst du
schweißgebadet in deinem Bett, guckst auf deinen Radiowecker und realisierst,
dass alles nur ein böser Traum war. Puuh, ganz schön übel, denkst du und
weiter, was habe ich wohl die Woche über böses verbockt, dass mir solch ein
brutaler Alptraum widerfährt? Und plötzlich kommen die Erinnerungen von damals
wieder hoch, die man doch eigentlich schon verarbeitet hatte. Aber zur
Beruhigung: nur ein Traum!
Denn, mal ehrlich, sowas kann
sich auch gar nicht wiederholen, so viele verrückte Fußballgötter gibt es ja
gar nicht und soviel Pech wie damals kann ja nicht noch getoppt werden. Tja,
nachdem du dich dann beruhigt und getröstet hast, stehst du beschwingt auf,
wirfst einen flüchtigen Blick ins Internet und siehst das Ergebnis des heutigen
Spieles und wie es zustande gekommen ist. Du schüttelst ungläubig den Kopf und
murmelst gedankenlos vor dich hin: Gott sei Dank, dass ich weiß, dass dies nur
ein schlechter Traum ist!
Geträumt haben: Markus - Kai,
Stefan, Marc, Sebi - Boris, Gregor, Tim, Charif, Björn, Philip, Chris - Tommi,
Karl, David, Sega
Schäfchen gezählt: 0:1 (25
Min.), 1:1 Philip (David, 35. Min), 2:1 Tommi (David, 53. Min.), 2:2 (83.
Min.), 2:3 (89. Min.)
Torpedo
Eisen – Beton Union 3:1
Samstag, 31.03.07, 10 Uhr am Salzburger
Weg
Im dritten Spiel der CL ging es
gegen den vermeintlich leichtesten Gruppengegner: Beton Union. BU hatte bereits
zweimal verloren, TE wollte dagegen was für’s Torverhältnis tun, nachdem
die Konkurrenz (Alcazar und Graskloppers) vorgelegt hatte. Zwar musste TE neben
Sini auf Boris, Karl, Stefan, Guido, Tim und Lutz verzichten, trotzdem stand
eine ausreichend starke Mannschaft an diesem Samstag morgen zur Verfügung. Bei
der Aufstellung verzichtete TE auf einen vierten Mann in der Abwehrkette
zugunsten eines weiteren Stürmers.
Das Spiel begann wie erwartet.
TE nahm das Heft in die Hand und BU zog sich zurück an den eigenen Strafraum,
um auf Konter zu lauern. Bereits nach 5 Minuten fast die Führung für TE. Nach
schönem Pass von Gregor auf Philip legte dieser für Tommi auf, doch sein Schuss
aus 12m sprang vom Innenpfosten zurück ins Feld. In den nächsten Minuten nahm
das spielerische Übergewicht von TE zu, jedoch ohne dass 100%-ige Torchancen
herausgespielt wurden. Der Gegner machte es etwas cleverer. Gleich bei dem
ersten Überschreiten der Mittellinie aus dem Spiel heraus zog ein flinker
BU-ler an der linken Abwehrseite unbehelligt vorbei und passte überlegt auf
seinen vor dem Tor völlig blank stehenden Mitspieler, der Keeper Markus keine
Chance ließ: 0:1. Na, das ging ja schon wieder gut los!
Nach dem Rückschlag drehte TE
noch mehr auf. Chancen ergaben sich eine ganze Reihe. Die schönste in der 25.
Minute, als Charif mustergültig auf K"AIR" flankte, sein
Torpedo-Kopfball aber nur knapp über das Gehäuse schoss. Es schien nur eine
Frage der Zeit, wann endlich der erlösende erste Treffer für TE fiel. Doch dazu
bedurfte es erst einer Umstellung. Sebi tauschte mit Chris die Positionen, was
zum einen zur Folge hatte, dass die Konter über die linke Abwehrseite durch
Chris unterbunden wurden und zum anderen entwickelte Sebi ungeahnte
spielerische Fähigkeiten im Angriff. Mit schönem Doppelpass an der
Strafraumgrenze setze er gekonnt Tommi in Szene, der dieses Mal mehr Glück
hatte und aus 10m per Flachschuss sein erstes Tor nach 2 Jahren erzielen
konnte. Wohl keinem anderen sei dieses Tor so sehr gegönnt wie dem niemals
aufgebenden und unermüdlichen Sturmführer von TE, der über 1,5 Jahre wg. seiner
schlimmen Verletzungen aussetzen musste.
Damit war der Bann zwar
gebrochen, doch TE wollte nachlegen. Die beste Möglichkeit hierzu besaß Sega
nach toller Vorarbeit von David, doch er traf den Ball 8m vor dem Tor nicht richtig.
Eine weitere Chance vergab Marc, als er ganz frei im Strafraum zum Kopfball
kam, den Ball aber nicht mehr drücken konnte. Mittlerweile hatte BU jedoch am
eigenen Strafraum reichlich Zement angemischt, so dass ein weiteres
Durchdringen der Abwehrmauer im ersten Durchgang nicht mehr gelingen sollte.
Die zweite Halbzeit begann dann
fast mit einem ähnlichen Paukenschlag wie die erste. Nach wenigen Minuten
tauchte plötzlich ein Stürmer von BU frei vor Goalie Markus auf, der aber
behielt die Nerven und bewahrte seine Mannschaft vor einem weiteren Rückschlag.
Die Erlösung in der 55. Minute: nach dem einzigen Fehler des ansonsten
überragenden Torhüter von BU landete sein Abschlag genau bei Björn, der per
Drop-Kick den Ball aus 20m in die Maschen hämmerte. Schöne Einzelaktion und das
Startsignal, die Torfabrik endlich anzukurbeln. Wenig später Konter über Philip
und Charif und letzterer konnte nur per Foul im Strafraum gestoppt werden. Zwar
kein schlimmes Foul, aber Schiri Rudolf hatte sich sofort festgelegt. Den
fälligen Elfmeter verwandelte Philip sicher. Nun schien TE ins richtige
Fahrtwasser gelangt zu sein. Eine Angriffswelle nach der anderen, aus denen
sich eine Vielzahl von Chancen ergaben. Hier nur ein Auszug: Charif nach
schönem Spielzug mit David: über das Tor; David nach Konter und Pass von
Philip: scheiterte am Torwart; Thomas und Sebi mit einer Reihe von
Distanzschüssen: drüber oder sichere Beute für BU`s Katze im Tor; Tommi im
Strafraum aus der Drehung: halben Meter am Tor vorbei; Gregor nach Zuspiel von
Philip volley aus 6m: Zentimeter am rechten Pfosten vorbei; David nach Ecke: an
den Pfosten! Hinzu kamen einige starke Paraden von BU´s Keeper, der TE`s
Angreifer ein ums andere Mal zur Verzweiflung brachte. Die beste Chance in der
zweiten Halbzeit besaß Philip kurz vor Schluss , als Thomas ihn am Strafraum
perfekt bediente, er jedoch wiederholt am Torwart scheiterte. So blieb es am
Ende an einem aus TE-Sicht enttäuschenden (nur) 3:1 Erfolg.
Wieder einmal konnten viele,
gute Torchancen nicht in Tore umgewandelt werden. TE kombinierte bis zum 16-er
sehr gefällig, allerdings fehlte im Strafraum der richtige
"Heißhunger" zu vollstrecken. Trotz allem keine Kritik an den
Offensivkräften, die viele Torchancen auch erstmal herausgespielt haben. Fürs
nächste Spiel sei dennoch an die "Staubsaugervertretermentalität“
erinnert! Auf der anderen Seite hätte es der sympathische und nicht aufgebende
Gegner auch nicht verdient, abgeschossen zu werden. Mit der sehr fairen Partie
hatte der souveräne Schiedsrichter Rudolf nie Probleme. Im Hinblick auf das
Torverhältnis gegenüber Alcazar und Graskloppers ist TE derzeit im
Hintertreffen, aber es reicht ja fürs Weiterkommen, wenn TE die nächsten beiden
Spiele einfach gewinnt!
Tore:
0:1 (10. Min.), 1:1 Tommi (Sebi, 25. Min.), 2:1 Björn (52. Min.), 3:1 Philip
(Foulelfmeter an Charif, 55 Min.)
Gelbe
Karte: Marc
Gespielt
haben: Markus - Kai, Marc, Sebi, Chris - Gregor, Björn, Charif, Thomas, David -
Philip, Tommi, Sega
Torpedo
Eisen – Alcazar 1:1
Sonntag, 25.03.07, 15 Uhr auf den
Jahnwiesen
Im zweiten CL-Spiel traf TE seit
langer Zeit wieder einmal auf Alcazar. Alcazar gilt neben den Graskloppers und
TE als heißester Anwärter auf einen der beiden Play-Off-Plätze. Von daher hatte
dieses Spiel schon richtungsweisenden Charakter. Bei einer Niederlage würde es
eng werden für eine der beiden Mannschaften, mit einem Sieg hätte man dagegen
schon einen großen Schritt in Richtung Viertelfinale gemacht. Personell ergaben
sich einige Änderungen im Vergleich zur Vorwoche. Neben dem Dauerverletzten
Sini musste TE wiederholt auf Stammlibero Stefan und Karl verzichten, hinzu
kamen die kurzfristige Absage von Lutz und Tim. Dagegen war Dauerbrenner Gregor
wieder mit von der Partie. Bei Alcazar fehlte u. a. (leider)
Alt-Bundesliga-Profi Andreas Kaiser.
Die Partie begann zunächst
zurückhaltend. Beide Mannschaften spielten bewusst aus einer kontrollierten
Defensive. Keiner wollte dem anderen ins Messer laufen. Dennoch ergab sich aus
einer vergleichbar harmlosen Situation gleich der frühe Rückstand für TE. Nach
einem langen Ball aus der Abwehr über den aufgerückten Aushilfslibero Philip
sprang der Ball über Marc und der schnelle Stürmer von Alcazar überwand mit
einem Heber Keeper Markus aus 16m. Und wie sich die Geschichte wiederholt: das
Tor war eine Kopie des Ausgleichtores von Squadra Jura im letzten Spiel der
Hinrunde. Ärgerlich und unnötig. Zwar beschwerte sich TE über das Vorliegen
einer Abseitssituation, ob diese aber wirklich vorlag, konnte nicht geklärt
werden. Schiri Rudolf gab den Treffer und somit geriet TE bereits früh in
Rückstand. Allerdings zeigte dieses Gegentor keinen psychischen Knacks bei TE.
TE kombinierte weiter gefällig nach vorne und zeigte sich spielerisch
wesentlich verbessert gegenüber der 2. Halbzeit gegen FKK letzte Woche. So war
der Ausgleich in der 25. Minute auch nur die logische Konsequenz. Nach einem
Einwurf von Sebi und schönem Doppelpass zwischen Charif und Thomas flankte
Charif mustergültig auf den in der Mitte durchgestarteten David, der im
1-gegen-1 Duell dem ansonsten starken Keeper von Alcazar keine Chance ließ.
Eine wunderbare Kombination hatte zum verdienten Ausgleich geführt. Nicht
unerwähnt soll dabei aber bleiben, dass Alcazar bei der Ballannahme
„hohes Bein“ von David monierte, aber der Treffer schien einwandfrei.
Noch vor der Halbzeit hätte TE
die Führung erzielen können. Nach einem tollen Freistoß von David aus 16m
musste schon ein Abwehrspieler auf der Grundlinie per Kopf für den schon
geschlagenen Keeper retten, um den Rückstand zu verhindern. TE spielte nach dem
Ausgleich beherzt nach vorne und besonders über die rechte Seite über den
fleißigen Boris konnten einige gute Chancen vorbereitet werden, die allerdings
im Abschluss nicht konsequent genutzt wurden. Pech hatte Sega in der 38. Minute
bei seiner besten Aktion, einem Distanzschuss aus 12m, den Alcazar`s Katze noch
zur Ecke klären konnte.
Dagegen ergaben sich für Alcazar
eigentlich nur Torchancen aus eigenen Unzulänglichkeiten in der TE
Hintermannschaft, die es allerdings in sich hatten. So musste Marc in der 35.
Minute schon mit vollem Risiko klären nach einem katastrophalen Querschläger in
der Abwehr.
Zur Halbzeit blieb es beim
Unentschieden. Kurz nach Anpfiff der zweiten Halbzeit wieder eine dieser
Unsicherheiten in der Abwehr und fast hätte Alcazar die Führung erzielt, wenn
nicht ihr linker Mittelfeldspieler aus 15m völlig frei vor dem Tor verzogen
hätte. Im Spiel nach vorne blieb aber ansonsten TE das spielerisch bessere
Team. Vor allem vermehrt über die linke Seite und den spielstarken Charif wurde
das Spiel nach vorne getrieben. Im Mittelfeld bekamen Björn und Thomas das
Spiel immer besser in den Griff, was auch daran lag, dass Gregor im zweiten Durchgang den stärksten
Offensivspieler von Alcazar komplett abmeldete. So nach 60. Minute nahm das
Spiel dann an Härte und Nickeligkeiten zu. Jeder Einwurf und jeder Zweikampf
wurde von beiden Mannschaften kommentiert und es ergaben sich ein paar unschöne
Szenen. Hinzu kam, dass sich Alcazar ab Mitte der Halbzeit anscheinend vom
Schiedsrichter benachteiligt sah und keine Gelegenheit ausließ, dies offen kund
zu tun. So kam es eine Viertelstunde vor Schluss wie es kommen musste: nach
einem weiteren Wortgefecht mit dem Schiri zog ein Alcazar Spieler den Kürzeren
und musste für 10 Minuten vom Platz. Hektik kam auf. Alcazar nach wie vor
gefährlich über ihren schnellen Stürmer, aber noch mehr, wenn TE sich in der
Hintermannschaft selber in Bedrängnis brachte. TE dagegen besser im
Kombinationsspiel, aber es fehlte die letzte Durchschlagskraft im Angriff. Immer
wieder konnte ein Bein der tentakelhaftigen Abwehr von Alcazar - meistens in
Form ihres starken Liberos Thorsten - vor TE`s Sturmtrupp klären. Pech hatte
allerdings TE in der 70. Minute, als Stürmer Tommi nach starker Einzelaktion im
Strafraum nur per Foul gestoppt werden konnte. Der fällige Elfmeterpfiff blieb
jedoch aus. Dagegen hatte TE wenig später Glück, als Alcazar`s einzige Spitze
kurz vor der Strafraumgrenze fiel, Schiri Rudolf aber auf Stürmerfoul
entschied. 10 Minuten vor Ende dann die endgültige Schwächung für Alcazar: Nach
einem wiederholten Foulspiel inkl. Meckern zeigte Schiri Rudolf einem
Alcazar-Spieler die gelb-rote Karte. TE löste daraufhin Aushilfslibero Philip
auf und erhöhte die Schlagzahl. Allerdings hätte sich auch TE nicht beschweren
dürfen, wenn wenig später ebenso Sega mit einer Zeitstrafe bedacht worden wäre,
nachdem er im Kampf um den Ball zweimal rüde gegen Alcazar`s Libero einstieg.
Die Schlussphase hatte es in
sich. Immer wieder fuhr TE Angriffe über die linke Seite und allein Björn hätte
die erlösende Führung erzielen können, aber leider verlor er in 2-3
aussichtsreichen Situationen im Strafraum den Kampf gegen Gegner und Platz.
Kurz vor Schluss hätte dann aber doch noch der Siegestreffer fallen können:
Nach schöner Vorarbeit von Tommi nahm Philip an der Strafraumgrenze Maß und
sein Schuss hätte genau ins linke Eck gepasst, wenn nicht Alcazar`s Torhüter
mit einem starken Reflex den Ball noch um den Pfosten gelenkt hätte. Wenige
Minuten später war schon wieder Alcazar`s Bester im Brennpunkt: einen weiteren
guten Freistoß von David aus 18m faustete er über die Latte. Und selbst in der
letzten Minute hatte TE noch die große Chance zum Sieg, als nach scharfer
Flanke von Philip der Ball auf den langen Pfosten flog, Marc aber aus 5m leider
den Ball nicht mehr gedankenschnell gen Tor köpfen konnte.
Trotz großer Schlussoffensive
schaffte es TE nicht, den großen Rückhalt von Alcazar zu überwinden. TE zeigte
sich gegenüber dem Spiel letzte Woche gegen FKK stark verbessert; leider
gesellte sich dieses Mal nicht das nötige Quentchen Glück hinzu, so dass trotz
guter Chancen in der Schlussphase nur ein Unentschieden zu Buche steht. Trotz
vieler Fouls in der zweiten Halbzeit und recht harten und sehr nickelig
geführten Partie gab es Gott sei Dank keine größeren Verletzungen auf beiden
Seiten. Für Schiri Rudolf keine leichte Aufgabe, die er aber im ganzen
konsequent löste. Man merkte, dass es für beide Mannschaften um viel ging,
trotzdem geht es auch fairer. Lobenswert aber, dass man sich nach dem Spiel mit
den Spielern von Alcazar versöhnte und die Ruppigkeiten des Spiels ad acta
legte.
Ob dies nun ein gewonnener oder
verlorener Punkt ist, wird sich erst in den nächsten Wochen zeigen, spätestens
wenn man im Showdown gegen Rekordmeister Graskloppers antritt. Zuvor müssen
allerdings die nicht zu unterschätzenden Pflichtaufgaben gegen Betong Union und
Stauss und Behinderungen erfüllt werden, wenn TE weiter bei der Vergabe der
Play-Off-Plätze mitspielen will.
Tore: 0:1 (10. Minute), 1:1
David (25. Minute, Charif)
Gespielt haben: Markus - Kai,
Marc, Philip, Sebi, Chris - Gregor, Björn, David, Charif, Thomas, Boris -
Tommi, Sega
Torpedo
Eisen – Feine Kerle Köln 1:0
Samstag, 17.03.07, 13 Uhr auf den
Jahnwiesen
Im ersten Spiel in der diesjährigen
letztmalig ausgetragenen Champions-League-Runde traf TE gleich auf den anderen
Tabellenersten der Vorrunde: Feine Kerle Köln (FKK). Gegen die FKK hatte TE bis
dato eine makellose Bilanz aufzuweisen und noch frisch waren die Erinnerungen
an das letzte Aufeinandertreffen, in dem TE die FKK mit 7:1 förmlich
überrollte. FKK konnte jedoch beachtliche Ergebnisse aus der Vorrunde (u. a.
3:2-Sieg gegen Torpedo Pipe) aufweisen, so dass dieses Mal die Kräfte
ausgeglichener schienen. Zudem hätte TE durch die Ergebnisse der anderen
Champions-League-Spiele am Vormittag gewarnt sein müssen, wo gleich mehrere
vermeintliche Favoriten strauchelten (u. a. 0:4 Klatsche von Meister Bocca Fez
und 0:1 Niederlage von Rivale Inter Filos). Mannschaftlich konnte TE eine hohe
Spieleranzahl (16) aufbieten, jedoch waren darunter einige Spieler, die noch
nicht wieder regelmäßig am Trainingsbetrieb teilgenommen hatten. Dagegen
fehlten die Leistungsträger Stefan und Gregor neben dem Dauerverletzten Sini.
TE hatte sich vorgenommen, trotz
des holprigen Geläufs über sein spielstarkes Mittelfeld zum Erfolg zu gelangen.
Der Ball lief anfangs gut in den eigenen Reihen. Vor allem über die linke Seite
wurden viele Angriffe von Lutz, Charif und Thomas nach vorne getragen.
Allerdings konnte aus der spielerischen Überlegenheit zunächst kein Kapital
geschlagen werden. Aus den teilweise nett anzuschauenden Kombinationen ergaben
sich kaum Torchancen; zu kompakt stand die Abwehr von FKK um dem 16-er. Die
erste Torchance von TE ergab sich bezeichnenderweise aus einer
Standardsituation: nach einem Freistoß von Thomas köpfte Björn knapp am
Torpfosten vorbei. FKK dagegen lauerte auf Konter und hatte in der
Anfangsviertelstunde ebenfalls seine beste Torchance durch eine
Standardsituation. Nach einem Eckball hätte es dann aber auch schon fast im
TE-Tor eingeschlagen, wenn nicht Charif auf der Linie geklärt hätte. Ein
weiterer Eckball der FKK kurze Zeit später trudelte parallel zur Grundlinie
gefährlich vorbei an Freund und Feind.
Dann bereits die spielentscheidende
Szene: In der 14. Minute nahm sich Aushilfslibero Philip in der eigenen Hälfte
den Ball, spielte zwei schöne Doppelpässe mit Björn und Charif auf Höhe der
Mittellinie und jagte dann den Ball aus ca. 30m gen FKK-Tor. Der Ball flatterte
tückisch und schlug mittig unterhalb der Latte ein: 1:0! Ein sehenswerter
Treffer, auch wenn ein Torwart nach einem Tor aus solcher Distanz nie den
besten Eindruck macht.
Mit der ersehnten Führung tat
sich TE etwas leichter. Der nach fast zwei Jahren Abstinenz wieder in einem
Champions-League-Spiel auflaufende Tommi rackerte viel und konnte in dieser
Phase einige gefährliche Situation hinauf beschwören, allerdings ohne dass es
zu 100%-igen Einschussmöglichkeiten kam. FKK dagegen blieb gefährlich. Vor
allem über ihren Ex-Profi Football-Kicker, der bewieß, dass er auch mit
runderem Spielgerät umzugehen weiß, trug FKK ihre Angriffe vor. Allerdings
hatte er in Manndecker Sebi einen würdigen Gegenspieler gefunden, der eine
starke Partie machte. 2-3mal musste der aufmerksame Keeper Markus schon sein
ganzes Können aufbieten, um den Ausgleich zu verhindern. Kurz vor Ende der
ersten Halbzeit wäre aber auch er geschlagen gewesen, als nach einem Freistoß
ein FKK-ler 10m vor dem Tor aus halbrechter Position nur um Zentimeter den Ball
am langen Pfosten vorbeisetzte. So aber rettete TE die knappe Führung in die
Halbzeitpause.
Nach dem Wechsel hatte sich TE
vorgenommen, frühzeitig die Vorentscheidung in Form eines zweiten Treffers zu
erzielen. Aber TE konnte nicht mehr spielerisch zu legen. Vieles blieb
Stückwerk, was zwar auch an den wirklich schlechten Platzverhältnissen lag,
aber keine Entschuldigung sein sollte. Man merkte, dass dem ein oder anderen
noch die Kraft für 90 Minuten fehlte. Das spielerische Niveau der Partie war nicht
sehr hoch, dafür aber war die Partie aufgrund des knappen Ergebnisses jederzeit
spannend. Die meisten Torchancen resultierten aus eigenen Unzulänglichkeiten.
Wie z. B. von Philip, als dieser in der 66. Minute kurz vor dem eigenen Tor
über den Ball schlug und der daraus resultierende Torschuss des Angreifers noch
so gerade von Sebi von der Linie gekratzt werden konnte. Im Gegenzug hätte
Charif alles klar machen können. Nach der einzig wirklich gelungenen
Kombination im zweiten Durchgang von TE und schönem Doppelpass mit
Champions-League-Debutant Tim verzog Charif aus 8m um Haaresbreite. Ansonsten
hing vieles von Einzelaktionen ab, wie von Tommi oder Lutz, die sich auf der
rechten Seite zweimal gut durchsetzen konnte, jedoch in der Mitte keinen
Abnehmer fanden.
Da die Erlösung vorne nicht
fiel, beschränkte sich TE darauf, das Ergebnis über die Zeit zu bringen. Dies
wäre fast ins Auge gegangen, als 5 Minuten vor Schluss ein FKK-ler aus 5m ganz
frei zum Kopfball kam, aber über die Latte köpfte. Die Schlussoffensive von FKK
in Form von mehreren Eckbällen konnte TE mit Glück und Geschick überstehen, so
dass es schließlich bei dem knappen 1:0-Sieg blieb. Ein schwer erkämpfter
Arbeitssieg, bei dem der Gegner ein Unentschieden verdient gehabt hätte.
Wichtige drei Punkte für TE im Kampf um einen der beiden Playoff-Plätze gegen
einen aufopferungsvollen, aber immer fair kämpfenden Gegner. Mit der von beiden
Seiten immer fair geführten Partie hatte der souveräne Schiedsrichter Winzen
nie Probleme. Positiv hervorzuheben ist vor allem, dass zum zweiten Mal
hintereinander gegen einen guten Gegner die Null hinten stand. Derzeit ist die
Verteidigung das Prunkstück von TE, was insbesondere an den guten Leistungen
von Sebi, Marc und Chris lag. Ein Extra-Lob verdiente sich Goalie Markus, der
mit souveränem Auftreten vor allem bei hohen Bällen den Grundstein für den
Erfolg legte. Nächste Woche steht schon das nächste richtungsweisende Spiel
gegen Alcazar an. Da wird sich zeigen, ob der Aufwärtstrend von TE weiter nach
oben zeigt.
Gespielt haben:
Markus - Kai, Chris, Marc,
Philip, Sebi - Tim, Björn, Charif, Lutz, Thomas, Boris, David - Tommi, Karl,
Sega
Tor: 1:0 Philip (14. Min.
Charif)
Vorrunde:
Torpedo
Eisen – Squadra Jura 2:2
Sonntag, 05.11.06, 15 Uhr auf den
Jahnwiesen
Im letzten Spiel der Vorrunde
ging es für TE darum, verlustpunktfrei zu überwintern. Bereits vor dem Spiel
stand TE als Gruppenerster aufgrund des direkten Vergleichs fest. Gegner war
Squadra Jura, die bislang noch nicht punkten konnten. TE hatte den derzeit
üblichen Kader an Bord, lediglich Lutz und der kurzfristig ausfallende Boris
mussten passen.
Das Spiel begann wie erwartet:
TE kontrollierte von Anfang das Spiel und ließ den Ball gut in den eigenen
Reihen laufen. Squadra hatte vor dem eigenen 16er seine "Wagenburg"
aufgebaut und lauerte auf Konter. Die erste Torchance besaß TE, als David nach
schönem Doppelpass mit Karl aus 8m am Torwart scheiterte. Wenig später dann die
ersehnte frühe Führung. Thomas spielte einen hohen Ball über die Abwehr von
Squadra gedacht für Karl, der (passiv) im Abseits stand. Karl griff jedoch
nicht ins Spiel ein. Philip erkannte die Situation am schnellsten, stieß von
hinten in den freien Raum und hatte keine Mühen, den Ball am Torwart zum 1:0
vorbei zu schieben. Wenig später hatte Thomas die große Möglichkeit den
Vorsprung auszubauen: nach schönem Solo von David und überlegten Rückpass von der Grundlinie stand
Thomas 7m vor dem Tor frei vor dem Torwart. Er hätte sich die Ecke aussuchen können,
schoss aber dem Torwart genau in die Arme. Nicht viel besser machte es Karl in
der 25. Minute, als er ebenfalls völlig frei aus kurzer Distanz am starken
Rückhalt der Squadra scheiterte. Eine weitere gute Chance besaß Sega nach Pass
von Charif und feinem Solo gegen zwei Mann, aber sein Schuss aus spitzem Winkel
konnte zur Ecke geklärt werden.
Wie man eiskalt vor dem Tor
bleibt, zeigte wenig später Abwehrrecke und passionierter Strafraumwuseler
Marc. Nach einer Ecke verlängerte Thomas per Kopf auf Gregor, dessen Schuss
noch von der Torlinie gekratzt wurde. Der Abpraller landete Marc vor die Füße,
von wo aus er direkt in die Masche befördert wurde: 2:0 - eine klare Sache. So
schien es zumindest. Doch kurz vor Ende der Halbzeit löste sich Squadra aus
ihrer Defensivhaltung und spielte beherzter nach vorne. Allerdings konnte die
Abwehr um Stefan, Kai, Marc und Sebi zunächst jede aufkeimende Torchance
zunichte machen. So dauerte es bis zur 38. Minute, bis der erste Torschuss von
Squadra verbucht werden konnte. Ein Fernschuss aus 25m genau mittig unter die
Latte und eigentlich leichte Beute für Keeper Markus. Doch zum Erstaunen aller
ließ er den Ball passieren und Squadra konnte somit auf 1:2 verkürzen, was
gleichzeitig der Pausenstand war.
Nach der Halbzeit das gleiche
Bild. TE bemühte sich, den Zwei-Tore-Vorsprung wiederherzustellen. Die erste
Chance hatte Sega mit einem Schuss aus 20m nach Kopfballvorlage von Karl. TE
versuchte immer wieder über Außen und mit Fernschüssen die massive Abwehr der
Juristen zu knacken. Doch meistens verhinderte irgendein Abwehrbein oder der
aufmerksamer Torwart einen weiteren Treffer von TE. Die größte Chance, den Sack
endgültig zu zu machen, hatte TE in der 60. Minute. Karl war im Strafraum
regelwidrig von den Beinen geholt worden und Schiri Winzen entschied sofort auf
Strafstoß. Der Gefoulte wollte eigentlich selber schießen, aber die Mannschaft
bestand auf eine alte Abmachung, dass den nächsten Elfmeter Kai treten sollte.
Er hat in seiner 10-jährigen Spielzeit bei TE noch nie ein Tor in der
Meisterschaft geschossen und dies sollte sich nun ändern. Doch Kai`s
unplatzierter Elfer konnte Squadra`s Katze parieren und auch die beiden
Nachschüsse von Kai und Sega entschärfte der Keeper. Von dieser vertanen
Großchance musste sich TE erstmal erholen und es dauerte eine zeitlang bis
weitere Torchancen herausgespielt werden konnten. Tim, nach Zuspiel von Philip,
scheiterte von der Strafraumgrenze wiederum an Squadra’s Bestem. Ebenso
vergab Björn, dessen Kopfball unbedrängt aus 8m nach Flanke Thomas, knapp am
Pfosten vorbeistrich. Nachdem sich TE als wahrer Meister im Auslassen von
besten Einschussmöglichkeiten präsentiert hatte, kam es, wie es in solchen
Spielen eben immer kommen muss. Nach einem unnötigen Ballverlust eines
TE-Mittelfeldspielers auf Höhe der Mittellinie spielte ein Squadra Spieler
einen langen Ball in die Tiefe, wo ein vereinsamter Stürmer von Squdra den Ball
über den weit vor seinem Tor stehenden Markus lupfen konnte. 2:2 - der
Spielverlauf war auf den Kopf gestellt. Bei aller Anerkennung für den
Ausgleich, der Treffer roch stark nach Abseits. Egal, das Tor zählte und viel
schlimmer: TE hatte völlig überflüssig einen 2:0 Vorsprung verspielt. Die
letzten 15 Minuten versuchte TE noch einmal den Siegtreffer zu erzählen. Aber
bis auf einen Kopfball von David, den Squadra`s Keeper aus dem Winkel fischte,
sprang nichts zählbares mehr heraus. TE verzettelte sich immer wieder durch
unnötige Einzelaktionen, an einen durchdachten Spielaufbau war nicht mehr zu
denken.
So blieb es schließlich beim
2:2. Den Punkt hatte sich Squadra Jura aufgrund der kämpferischen Einstellung
und tollen Moral redlich verdient. TE verlor dagegen überraschend zwei Punkte.
Kausal waren das Auslassen bester Einschussmöglichkeiten und zwei individuelle
Fehler. Es bleibt die Erkenntnis, dass nach dem starken Spiel gegen Sprit
Connection noch kein Meister vom Himmel gefallen ist. Trotzdem hat TE eine
starke Vorstellung in der Vorrunde abgegeben und ist ungeschlagen Gruppenerster
geworden und hat somit das erste Etappenziel mit Bravour erreicht. Von daher
sollte die Freude über das Erreichte überwiegen und die heutige Partie ganz
schnell vergessen machen.
Gespielt haben: Markus - Kai,
Stefan, Marc, Sebi - Tim, Gregor, Philip, Charif, Thomas, Chris, Björn - Karl,
David, Sega
Tore: 1:0 Philip (15. Min. Thomas), 2:0 Marc (32. Min.), 2:1 (38. Minute), 2:2
(75. Min.)
Torpedo Eisen – Sprit
Connection 5:2
Sonntag, 15.10.06, 14 Uhr am Salzburger
Weg
Im dritten Spiel der Vorrunde hatte es
TE mit Sprit Connection zu tun, dem vermeintlich stärksten Rivalen um den
Gruppensieg. Die letzte Begegnung gegen Sprit liegt noch gar nicht lange
zurück: Im April setzte es in der CL eine derbe 1:4-Klatsche, nachdem TE schon
im Pokal an Sprit gescheitert war. TE musste neben Guido, Tommi und Sini kurzfristig
auch noch auf den erkrankten Björn verzichten. Dafür war Sega wieder mit im
Aufgebot.
Aufgrund des verspätet eintreffenden
Schiris hatte Trainer Philip Zeit für eine ausgiebige Mannschaftsansprache, in
der er das Team auf ganz besondere Art auf das anstehende Spiel einstimmte, die
sich später bezahlt machen sollte. Eisen begann konzentriert und baute bereits
in den ersten Minuten einen starken Druck auf den Gegner auf. Die Konsequenz
hieraus ließ nicht lange auf sich warten: Nach hohen Steilpass von Thomas auf
David erzielt dieser mit feinem Lupfer über den herausstürmenden Torwart das
1:0 nach nur 7 Minuten. Was für ein Auftakt! Normalerweise ist TE bekannt
dafür, die Anfangsphase eines Spiels gerne mal zu verschlafen und sich einen
frühen Rückstand einzufangen, doch heute lief es endlich mal wieder anders
herum. Nach der Führung kombinierte TE weiter sehenswert und ließ dem Gegner
nur wenig Raum zum Spielen. Hinten stand die Defensive um Abwehr-Chef Stefan
felsenfest, sowohl der pfeilschnelle Sprit-Stürmer Ingo als auch
„BigFlo“ wurden von Marc, Sebi und Kau souverän abgemeldet. Nach
vorne sorgte besonders Gregor über den rechten Flügel für Furore und Senior
Thomas setzte die TE-Stürmer immer wieder mit präzisen Pässen in Szene. Doch
zur Pause blieb es beim 1:0.
Zu Beginn der 2. Halbzeit versuchte
Sprit, mehr Druck zu machen und so den Ausgleich zu erzielen. Doch genau in
diese Drangphase hinein das 2:0: Stefan spielt über Kai hinaus, der geht die
Linie entlang, schickt dann Gregor mit langem Pass auf Reisen, der gewinnt das
Laufduell gegen seinen Gegenspieler und flankt mustergültig auf den lauernden
Sega, der sich im Kopfballduell behauptet und aus 8m unhaltbar einköpft. Nur 5
Minuten später ein weiterer Konter von TE, Thomas spielt einen flachen Ball
durch die Gasse auf David, der erneut seine Lieblings-Schusstechnik, den
Lupfer, auspackt und so auf 3:0 erhöht. Sprit schien dem offensiven Spiel
nichts entgegenzuhalten und so kam es nach 65 Minuten zur endgültigen
Vorentscheidung: Philip erkämpft sich den Ball im Mittelfeld, Doppelpass mit
David, der spitzelt den Ball an einem Verteidiger im Strafraum vorbei auf Karl,
der den Ball uneingennützig auf den im Hintergrund herangepirschten Lutz
ablegt, der dann aus kurzer Distanz nur noch ins leere Tor einschieben muss
– 4:0, wann hatte es das zuletzt gegen einen der solche Gegner gegeben?
Das Spielgeschehen änderte sich, als TE sich darauf konzentrierte, die Führung
zu verteidigen. Dadurch kam der Gegner nun doch zu der ein oder anderen
gefährlichen Torchance und TE geriet in eine kurze Phase der
Unkonzentriertheit: Nach einem Freistoß für Sprit stehen die Torpedos nicht eng
genug am Gegner, so dass ein Stürmer von Sprit den Ball mit dem kopf unhaltbar
für Markus ins lange Eck verlängert. Angetrieben durch dieses Tor erhöhte Sprit
den Druck und kann nur 5 Minuten später auf 2:4 verkürzen, als alle Torpedos
auf Abseits spekulierte – bis auf einen eben. Doch bevor man sich hier
noch mal in Verlegenheit bringen wollte, drehte TE noch mal auf: Philip fängt
einen Ball im Mittelfeld ab, dringt bis an die Strafraumgrenze vor, legt ab auf
David, der direkt weiter auf Sega und der schiebt den Ball aus 10m in die lange
Ecke zum 5:2 Endstand. Allerdings muss der Fairness halber nicht unerwähnt
bleiben, dass die Einwechselung kurz vor dem Tor von Sega auf Höhe des
gegnerischen Strafraums nicht ganz astrein war, was der insgesamt souverän
pfeifende Schiri Homan aber nicht sehen konnte.
Mit diesem Sieg dürfte TE der
Gruppensieg bei noch einem ausstehenden Spiel nicht mehr zu nehmen sein. Viel
wichtiger für die Mannschaft ist aber, dass endlich mal wieder ein starker
Gegner bezwungen werden konnte. Bester Torpedo war heute eindeutig der
bärenstarke David mit 2 Treffern, aber auch Sega überraschte mit fast schon
unheimlicher Effizienz: 2 Tore bei 8 Minuten Einsatz, eine beachtliche Quote!
Gespielt haben: Markus - Kai, Marc,
Stefan, Sebi, Chris - Gregor, Philip, Charif, Lutz, Thomas, Boris - David,
Karl, Sega
Tore:
1:0 David (7. Min. Thomas), 2:0 Sega (50. Min.
Gregor), 3:0 David (55. Min. ), 4:0 Lutz (65. Min. Karl), 4:1 (75. Min.), 4:2
(80. Min.), 5:2 Sega (85. Min. David)
Torpedo Eisen – Avanti BumBum
6:2
Sonntag, 24.09.06, 15 Uhr auf den
Jahnwiesen
Im zweiten Spiel der Vorrunde musste TE
ohne Sebi und Guido sowie die Dauerverletzten Tommi und Sini auskommen. Den
Gegner Avanti Bumbum kannte man noch aus der CL der vergangenen Saison als es
ein klares 6:0 gab. Dieses Mal wollte Avanti aber mehr Paroli bieten und
vertraute auf die Unterstützung seiner stimmgewaltigen Fans. Nachdem diese die
Jahnwiese mit Fan-Plakaten, bengalischem Feuerwerk (!) und frenetischen
Gesängen in "Klein-San Siro" verwandelt hatten, konnte es los gehen.
TE zeigte sich unbeeindruckt von dem
Treiben auf den Zuschauerrängen. Mit kontrollierter Offensive beherrschte TE
zunächst den Gegner. Die ersten Torchancen resultierten zwangsläufig aus TE´s
Dominanz im Mittelfeld. In der 10. Minute hatte Karl Pech bei einem schönen
Kopfball, der aber nur an die Latte ging. Nach 15 Minuten war es dann soweit:
Hoher Ball von Thomas in die Spitze auf Lutz, dieser drehte sich einmal um die
eigene Achse und schob den Ball am Torwart zum 1:0 vorbei. Alles sah nach einer
klaren Angelegenheit aus. Wenig Minuten später erzielte Karl das vermeintliche
2:0, doch der umsichtige Schiri R. Capelli verweigerte dem Treffer wegen
Abseitsstellung die Anerkennung. In die Drangphase von TE hinein dann der
überraschende Ausgleich. Der junge und agile Stürmer von Avanti nutzte ein
Missverständnis in der TE Abwehr aus und erzielte per Heber das 1:1. Die Avanti
Fans aus dem Häuschen. Bahnte sich hier eine Überraschung an?
Es schien so, denn es sollte für den
Underdog noch besser kommen: 26. Minute, Freistoß 30m vor dem TE-Tor für
Avanti. Langer Ball in die Spitze, wieder waren sich Torwart und Abwehrspieler
uneins und Avanti per Kopf "bumbum" = 1:2. Die Avanti Fans im siebten
Himmel, skandierten schon nach der Meisterschaft. Doch sie hatten die Rechnung
ohne den Wirt in Form von Jungvater Chris gemacht. Trotz dreiwöchiger
Trainingsabwesenheit war Chris heiß wie Frittenfett und brannte darauf, für
seinen zwei Wochen alten Sohn Jonas "sein" Tor zu erzielen. Nach
Vorarbeit von Thomas setzte er sich entschlossen im Strafraum durch und drosch
den Ball aus 8m platziert in die Maschen. Der ersehnte Ausgleich und das
schönste Geschenk für Chris. Nach dem Ausgleich spielte TE wieder befreiter
auf. Kurz vor der Halbzeit konnte sich Gregor energisch im Mittelfeld
durchsetzen und überlegt Karl in Szene setzen, der aus 6m keine Mühe hatte, die
Führung wieder herzustellen. Das 3:2 war gleichzeitig auch der Pausenstand.
Nach dem Wiederbeginn spielte TE genauso
zielstrebig nach vorne wie in der ersten Halbzeit. Eine Reihe guter Torchancen
wurde herausgespielt, die aber zunächst nicht zu zählbarem führten. Dazu bedurfte
es einer Standardsituation. Nach Ecke von Philip legte Björn per Kopf auf David
ab, der keine Mühe hatte, den Ball aus 3m volley im Tor von Avanti
unterzubringen. 4:2 die Vorentscheidung. Glück hatte TE wenig später, als einer
der wenigen Torschüsse von Avanti nur an den Innenpfosten sprang, die komplette
Torlinie entlang kullerte und der Nachschuss von Keeper Markus pariert werden
konnte. Einer hatte aber an diesem Tage noch nicht genug: wieder war es Chris,
der mit schönem Pass aus der eigenen Hälfte Philip auf die Reise schickte und
dieser hatte keine Problem die Führung auszubauen. Überhaupt hätten weitere
Tore für TE fallen können. Boris und Stefan vergaben knapp, Gregor scheiterte
etwas eigennützig aus kurzer Distanz am Keeper. Pech hatte Marc, als er den
Torwart schon ausgedribbelt hatte, aber ein aufmerksamer Verteidiger noch auf
der Torlinie klären konnte. Ein weiterer Treffer von Philip nach schönem
Doppelpass mit David wurde wegen angeblicher Abseitsstellung von Karl nicht
gegeben. Das letzte Tor resultierte dann aus der schönsten Stafette des Tages:
Marc konnte in der Abwehr einen Angriff abfangen und leitete über Kai den
Gegenangriff ein. Nach schönem Lauf auf der rechten Seite passte Gregor auf
Thomas, der weiter zu Charif und dieser spielte den Ball überlegt in die Gasse,
von wo aus Philip den Ball aufnahm und diese schöne Kombination trocken zum
Endstand von 6:2 abschloss.
Insgesamt auch in dieser Höhe ein
verdienter Sieg von TE gegen eine vor allem in der ersten Halbzeit
aufopferungsvoll kämpfende und sehr faire Mannschaft von Avanti Bumbum. In drei
Wochen geht es jetzt im vorentscheidenden Spiel gegen Sprit Connection um den
Gruppensieg.
Gespielt haben: Markus - Kai, Marc,
Stefan, Boris, Chris - Gregor, Björn, Philip, Lutz, Charif, Thomas - Karl,
David
Tore: 1:0 Lutz (15. Min. Thomas), 1:1
(21. Min.), 1:2 (26. Min.), 2:2 Chris (35. Min. Thomas), 3:2 Karl (42. Min.
Gregor), 4:2 David (63. Min Björn), 5:2 Philip (70. Min. Chris), 6:2 Philip (82
Min. Charif)
Torpedo Eisen – Kellerkinder
4:1
Sonntag, 10.09.06, 15 Uhr auf den Jahnwiesen
Im ersten Spiel der neuen Saison ging es
für TE gegen Kellerkinder (KK). Es galt, den Gegner nicht zu unterschätzen, da
dieser im Vorjahr das ein oder andere beachtliche Ergebnis in der CL (so u. a.
3:3 gegen Dauerrivale Interfilos) erzielen konnte. Nachdem es viel Mühen und
Zeit gekostet hatte, einen Platz zu organisieren, konnte das Spiel am Sonntag
bei sonnigen 28 Grad auf der Jahnwiese endlich stattfinden. TE musste neben den
Dauerverletzten Sini und Tommi noch auf Charif und Guido sowie die kurzfristig
ausfallenden Markus und Chris verzichten. Letzterer ist am WE stolzer Vater
eines Jungen geworden. Von hier aus nochmal alles Gute, Chris! Für Markus stand
erstmals Olli im Tor, der sich spontan bereit erklärte, bei TE auszuhelfen
– Danke!
Die Marschroute von TE war klar, man
wollte an die guten Leistungen aus den beiden Testspielen anknüpfen und über
kombinationssicheren Fußball zum Erfolg gelangen. Diese Vorgabe beherzigte auch
TE von Beginn an. TE hielt den Ball gut in den eigenen Reihen und dominierte
das Spielgeschehen, während KK abwartend auf Konter spielten. Die meisten
Angriffe trug TE über die linke Seite über den in der ersten Halbzeit
auffallend gut spielenden Boris, Sebi und Lutz vor. Nach 10 Minuten die erste
Torchance für TE durch einen Kopfball von Marc nach Ecke Björn, der aber knapp
über das Tor von KK strich. Aus einer weiteren Standardsituation resultierte
nach 17 Minuten das 1:0 für TE: nach einem platzierten Freistoß von Thomas auf
Björn beförderte Letzterer den Ball aus 8m an den Innenpfosten, von wo aus der
Ball Karl genau vor die Füße sprang und dieser aus kürzester Distanz nur noch
abzustauben brauchte. Die verdiente Führung. 5 Minuten später hätte Björn nach
einem Konter und Alleingang über die gesamte gegnerische Hälfte auf 2:0 erhöhen
können, doch der Ball versprang beim Torschuss aufgrund eines Platzfehlers.
Nach einer halben Stunde war es aber plötzlich vorbei mit der Torpedo
Herrlichkeit. KK spielte mutiger nach vorne und kam zu 2-3 kleineren Chancen
über ihre technisch versierten Stürmer. Obwohl Marc und Sebi einen gewohnt
guten Job in der Abwehr verrichteten, brauchte es auch etwas Glück, um den
Vorsprung in die Halbzeitpause mitzunehmen: kurz vor Ende der 1. Hälfte rettete
der Pfosten für TE bei der größten Chance der KK.
Für die 2. Halbzeit hatte sich TE
vorgenommen, frühzeitig die Entscheidung herbeizuführen. Entsprechend
konzentriert ging TE nun zu Werke. In der 47. Minute dann die schönste
Kombination des Spiels: 20m vor dem eigenen Tor Einwurf von Kai (dem
zweikampfstärksten Spieler des Tages) auf Philip, schöner Doppelpass mit Thomas
und dann ein feines Außenristpässchen von Philip an der KK Abwehr vorbei auf
den durchgestarteten David, der mit Auge den Ball aus 12m in die lange Ecke
schlenzt: 2:0 - die Vorentscheidung. Direkt nach Wiederanpfiff
"revanchierte" sich David mit tollem Zuspiel auf Philip, doch der
verzog aus 11m. Zwischen der 50. und 75. Minute die stärkste Phase der
Torpedos, dessen physische Überlegenheit immer evidenter wurde. Thomas mit
einen ganzen Reihen von "Zuckerpässen", Lutz und Gregor mit
unermüdlichen Tatendrang und vorne die immer gefährlichen Spitzen Karl,
Yannick, Sega und vor allem der spritzige David bereiteten der Abwehr von KK
einige Kopfschmerzen. Das 3:0 fiel dann zwangsläufig. Schönes Zuspiel von
Thomas auf Philip, der im Strafraum seinen Gegenspieler austanzte und auf Karl
zurücklegte. Karl`s ersten Schuss konnte der gute Keeper von KK noch abwehren,
aber gegen den zweiten Nachschuss von Karl war er machtlos. Endlich mal wieder
ein Doppelpack von Karl, dessen Torchancenverwertung heute bei fast 100% lag.
Da war sie wieder, Karl`s Lieblingstheorie, die
„Staubsaugervertretermentalität“! Nach dem 3:0 dann der einzige
Wermutstropfen des Tages: nach einem groben Foul der ansonsten fairen KK an
Thomas musste dieser verletzt ausscheiden. Die letzten 20 Minuten ließ TE etwas
ruhiger angehen, dennoch ergaben sich weitere hochkarätige Torchancen. Vor
allem der nimmermüde Gregor hätte ein Törchen verdient gehabt, und Chancen gab
es genug, aber er hatte heute kein Schussglück. Den letzten Treffer für TE
erzielte Philip mit einem Fernschuss aus 18m. Schließlich konnte KK noch den
Ehrentreffer erzielen.
Insgesamt ein verdienter Sieg von TE. KK
konnte eine Halbzeit gut mithalten, hatte aber in der 2. Halbzeit TE nichts
mehr entgegen zu setzen. Der umsichtige Schiri Winzen hatte mit der
weitestgehend fairen Partie nie ein Problem. Somit ein gelungener Auftaktsieg
für TE, der anschließend bei Bierchen und Geschenke für den Trainer gefeiert
wurde.
Gespielt haben: Olli - Kai, Marc, Sebi,
Boris, Stefan - Gregor, Björn, Philip, Lutz,Thomas - Karl, Yannick, David, Sega
Tore: 1:0 Karl (17. Min.), 2:0 David (Philip,
47. Min.), 3:0 Karl (51. Min.), 4:0 Philip (Gregor, 62. Min.), 4:1 (80 Min.)
Saisonvorbereitung:
Torpedo Eisen – Die Bestrafer
6:1
Montag, 07.08.06, 19 Uhr beim SC West
Im ersten Testspiel für die neue BuLi-Saison
ging es gegen einen Neuling der BuLi: "Die Bestrafer". Auf einem
schönen Ascheplatz in Köln-West sollte die erste Standortbestimmung für Torpedo
stattfinden. Als Gradmesser diente das 4:0 von Otze mach Et gegen die
Bestrafer. Dieses Ergebnis galt es zur toppen. Jedoch musste TE auf die
bewährten Stammkräfte Marc, Chris, David, Tommi, Karl und Lutz verzichten.
Zudem gestaltete sich die Anfahrt etwas problematisch, so dass das Spiel
verspätet angepfiffen werden musste (Björn hatte die Hausnummer (!) nicht
gefunden!!)
TE begann mit einem Mann weniger und war
nach wenigen Minuten schon gleich dem ersten gefährlichen Angriff der Bestrafer
ausgesetzt. Der Schuss des Stürmers ging jedoch knapp an dem von Keeper Markus
gehüteten Tor vorbei. Auf der Gegenseite besaß Philip mit einem Schuss aus 16m
die erste Chance für TE. Nach einer Viertelstunde war TE dank Sebi komplett.
Von da an konnte TE sein Spiel aufziehen. TE übernahm das Spielkommando und
ließ den Ball kombinationssicher in den eigenen Reihen laufen. Schon frühzeitig
machte sich der Wille bei jedem einzelnen Spieler bemerkbar nicht durch
Einzelaktionen, sondern durch gepflegtes Kurzpassspiel zum Erfolg zu kommen.
Der Ball lief von der gut gestaffelten Vierer-Abwehrkette über das
kombinationssichere Mittelfeld, die die einzige Spitze immer wieder gut in
Szene setzten. Als Folge der spielerischen Überlegenheit von TE dauerte es auch
nicht lange bis die ersten Tore fielen. Nach schönem Zuspiel von Sebi und
geschicktem Durchlassen von Charif hatte Björn keine Mühe, Gegenspieler und
Torwart aus 12m zu überwinden.
Nach dem 1:0 häuften sich die
Torchancen. Diese resultierten dabei überwiegend aus Ballstaffetten über 4-5
Stationen. Aus dem vor Spielfreude sprühenden Mittelfeld um Thomas, Gregor,
Charif und Björn wurde der Ball immer wieder geschickt auf die Außen verlagert,
wo sich Kai, Boris und Sebi dem Kombinationsspiel nahtlos anpassten. So
erspielte sich TE viele Torchancen, die meistens von Boris oder Philip vergeben
oder durch den Besten der Bestrafer, dem Torwart, verhindert wurden. Somit
musste schon ein Abwehrspieler für den Ausbau der Führung sorgen. Nach einer zu
kurz geklärten Ecke schnappte sich Abwehrchef Stefan den Ball und jagte ihn in
seiner ihm unnachahmlichen Art aus 20m in die Maschen zum 2:0.
Die einzige Unnachachtsamkeit an diesem
Tage in der Abwehr führte schließlich 10 Minuten vor der Halbzeit zum
zwischenzeitlich 1:2. Doch durch dieses Gegentor ließ sich TE von seiner
Spielfreude nicht abbringen. Wenig später fiel nach einer weiteren schönen
Aktion das 3:1. Im Mittelfeld bediente Thomas mustergültig auf den dieses mal
über links gestarteten Björn, der mit präziser Flanke auf den am zweiten
Pfosten lauernden Gregor spielte. Im Nachschuss konnte Gregor schließlich aus
kurzer Distanz den alten Zwei-Tore-Vorsprung wieder herstellen. Mit einem
leistungsgerechten 3:1 ging es in die Pause.
Nach der Pause hatte sich TE
vorgenommen, noch konsequenter von hinten heraus zu spielen und den Ball
überlegt zu behaupten. Dies wurde in den ersten 20 Minuten nach der Halbzeit
besonders gut von den Abwehrspieler umgesetzt. Guido, Kai und Sebi ließen den
Ball immer wieder in den eigenen Reihen laufen und warteten bis der freie Mann
aus dem Mittelfeld bereit stand. Das Mittelfeld war zweifelsohne das Sahnehäubchen
an diesem Tage. Durch eine immense Laufbereitschaft wurden immer wieder
Überzahl-Situationen geschaffen, die ein fast ungestörtes Kombinationsspiel zu
ließen. So auch vor dem nächsten Tor, als Stefan und Kai aus der Abwehr über
die rechte Seite herausspielten, Philip auf der rechten Seiten eingesetzt
wurde, der wieder zurück auf den 16-er flankte, von wo aus Gregor eiskalt zum
4:1 vollstreckte. Auch das 5:1 entsprach einer schönen Kombination. Gregor und
Thomas im Kurzpassspiel auf der rechten Seite Höhe 16-er, dann die schöne
Flanke von Gregor auf den zweiten Pfosten von wo aus Philip den Ball direkt auf
Björn servierte, der aus 3m keine Mühe hatte, den Ball in die Tormaschen zu
köpfen. Und weil an diesem Tage fast alles gelang, dann auch noch ein Kopfballtor
nach einer Ecke: Björn servierte maßgerecht auf Guidos Plät, der aus 8m
einnickte. Danach gab es noch eine Vielzahl von Torchancen, doch ein weiteres
Gegentor blieb den aufopferungsvoll kämpfenden "Bestrafern" erspart.
Pech hatte Boris mit einem Pfostenschuss kurz vor Schluss.
In einem sehr fairen Spiel (ohne
Schiedsrichter (!)) gegen einen sympathischen Gegner gewann nach sehenswerten
Kombinationsfußball TE auch in dieser Höhe verdient. Vor allem die spielerische
Überlegenheit und die flüssigen Kombinationen lassen viel Gutes für die neue
Saison hoffen.
Gespielt haben: Markus - Kai, Guido,
Stefan, Sebi - Gregor, Thomas, Björn, Boris, Charif - Philip
Tore: 1:0 Björn (17. Min., Sebi), 2:0
Stefan (23. Min.), 2:1 (35. Min.), 3:1 Gregor (40. Min., Björn), 4:1 Gregor
(52. Min., Philip), 5:1 Björn (60. Min., Philip), 6:1 Guido (75. Min., Björn)
Torpedo Eisen – Otze Mach Et
2:1
Dienstag, 29.08.06, 19 Uhr auf dem
Nordfeld
Das zweite Freundschaftsspiel der Saison
sollte für Torpedo Eisen eine echte Standortbestimmung werden. Gegner war kein
geringerer als der aktuelle BuLi-Kleinfeldmeister Otze Mach Et. Beide
Mannschaften hatten erhebliche Personalsorgen. TE musste auf beide Torhüter
Markus und Guido sowie Sebi, Chris, Lutz, Kai, Thomas und die Dauerverletzten
Tommi und Sini verzichten. Damit stand Neuerwerbung Tim vor seinem Debüt. Im
Tor half dankenswerterweise Yannick`s Kumpel Markus K. aus, der eine
fehlerfreie Partie abliefern sollte.
Die ersten Minuten spielten beide
Mannschaften verhaltend. Beide Abwehrreihen versuchten den Ball lang zu halten
und Ordnung ins Spiel zu bringen. Zwingende Chancen ergaben sich somit zunächst
nicht. Das änderte sich nach 12 Minuten als Karl einen Fehlpass der Otze-Abwehr
abfangen konnte und einen Angriff über die rechte Seite einleitete. Tim zog an
der rechten Seitenlinie auf und davon und servierte mustergültig für Björn, der
keine Mühe hatte, den Ball aus 10m halbrechte Position zu versenken. Erste
Chance, erstes Tor - Effizienz pur! Kurze Zeit später hatte Karl dann selbst
die Chance die Führung zu erhöhen, als er aus halblinker Position allein auf
den Torwart zu lief, Otze`s Ersatzkeeper aber nicht überwinden konnte. Der
fleißige Yannick hatte ebenfalls eine große Chance, doch er zeigte Nerven im
Abschluss wie sein Vorbild Roy Makaay am letzten Wochenende. TE stand zu diesem
Zeitpunkt sehr gut in Mittelfeld und Abwehr und war im Spiel nach vorne
gefährlicher als Otze. Nach 25 Minuten hatte David das 2:0 auf dem Fuß, doch
sein Schuss aus 12m flog knapp am Pfosten vorbei.
Nach dieser Aktion herrschte plötzlich
Blitz und Donner, der aber nicht von Otze’s Spielertrainer Matthias
aufgrund der Defensivleistung seiner Mannschaft hervorgerufen worden, sondern
der Himmel öffnete seine Pforten und Schiri Rudolph unterbrach das Spiel für 20
Minuten. Nach der Unterbrechung knüpfte TE da an, wo sie vorher aufgehört
hatten: gutes Defensivhalten und schnelles Umschalten mit Zug zum Tor. Die von
Stefan hervorragend dirigierte Abwehr kam nur zweimal in Verlegenheit, als
zunächst Stefan gerade noch vor dem einschussbereiten Stürmer von Otze klären
konnte und wenig später wiederum Stefan einen Ball von der Linie kratzen
musste. Im Gegenzug dann das 2:0: David erkämpfte sich den Ball von Otze`s
Matthias und Philip spielte mit feinem Pass an zwei Spielern vorbei auf Björn.
Dieser lief alleine aus spitzem Winkel auf das Tor zu und schlenzte den Ball
mit dem Außenrist überlegt in die lange Ecke. Mit einer verdienten 2:0 Führung
ging es in die Halbzeit.
Nach der Halbzeit zeigte Otze Moral und
konnte durch eine (einzige) Unachtsamkeit in der Hintermannschaft von TE den
Anschlusstreffer herstellen. TE drängte danach sofort auf die Wiederherstellung
des Zwei-Tore-Vorsprungs, aber beste Gelegenheiten konnten nicht in Tore
umgewandelt werden. Vor allem der agile und stets gefährliche Karl vergab beste
Einschussmöglichkeiten bei 1-gegen-1 Situationen. Allerdings machten es David,
Yannick, Gregor und Boris bei ihren Torchancen auch nicht besser. Pech hatte
Marc mit einem Kopfball, der knapp neben das Tor ging und Björn mit einem
Lattenknaller. Obwohl TE eine Vielzahl von Torchancen herausspielen konnte,
blieb Otze nicht ungefährlich. Immer wieder versuchte Otze seine beiden
quirligen Spitzen in Szene zu setzen, die aber meistens von Stefan und dem
starken Marc gestoppt werden konnten. Schließlich blieb es bei dem verdienten
2:1-Sieg von TE, der allerdings auch hätte höher ausfallen können.
Bestnoten verdiente sich das starke
Mittelfeld mit Doppel-Torschütz Björn, Charif und Gregor und die
Vierer-Abwehrkette um Stefan, Marc, Boris und Tim. Vor allem Tim gab ein
gelungenes Debüt und lässt auf weitere (ebenso starke) Einsätze hoffen. Otze
war (wie immer) der kämpferisch starke, aber stets faire Gegner. Der gute
Schiri Rudolph hatte mit der Partie keine Probleme. Trotz der widrigen
Wetterbedingungen ein wichtiger Test für beide Mannschaften, nach dem bei von
OME gestiftetem Bierchen noch lange gefachsimpelt wurde.
Gespielt haben: Markus K. - Tim, Marc,
Stefan, Boris - Gregor, Björn, Charif, Philip - David, Karl, Yannick.
Tore: 1:0 Björn (Vorarbeit Tim, 11
Min.), 2:0 Björn (Vorarbeit Philip, 20 min.), 2:1 (48. Minute)
Runde 1
Torpedo
Eisen – FK Trimmdich 1:0
Samstag, 20.01.07, 10 Uhr Wiener Weg
(Kunstrasen)
Im ersten Spiel des neuen Jahres kam es
gleich zu der Knaller-Partie der 1. Pokalrunde: TE musste gegen BuLi-Neuling
und Dauermeister der Cologne Champions League (etwas weniger bekannte
Alternative zur BuLi) FK Trimmdich ran. Die "schöne FK" zeichnete
sich in der Vergangenheit durch Poesie erfüllte Spielberichte und starke
Ergebnisse in der BuLi aus. Endlich einmal konnte TE am eigenen Leib erfahren,
ob die Lobeshymnen auf die "Babyblauen" gerechtfertigt sind. TE
konnte mannschaftlich aus den Vollen schöpfen, lediglich Stammkeeper Markus
fiel kurzfristig aus, dazu kamen die Absagen von Thomas, Tim, Karl und dem
Dauerverletzten Sini. Im Tor musste daher überraschend Alt-Eisen Präsident
Guido einspringen, was nur von dem lang ersehnten Comeback nach 1,5 Jahren (!)
von TE Legende Tommi in den Schatten gestellt wurde. Im Vorfeld hieß es aus gut
informierten BuLi-Kreisen, man müsse vor allem auf "Lotz",
"Specht", "ZooZee" und "Schrader" achten. Naja,
wie soll man die denn am Samstag morgen um 10 Uhr mit noch verquollen Augen ausfindig
machen?
Zum Glück outete sich der erste
"Vogel" gleich mit dem Anstoß selber. Der Stürmer "Specht"
nahm den Ball von der Mittellinie und wollte schnurstracks gen TE-Tor
marschieren. Hoppla, an Selbstbewusstsein scheint es den Herren aus
Bilderstöckchen nicht zu mangeln. Nach 20m konnte der eigenwillige Sturmlauf
gestoppt werden und der vermeintlich Top-Torjäger der FK hatte sich enttarnt.
Pech für ihn, denn den "Specht abzuservieren" war ein gefundenes
Fressen für Special Agent "Marc Kohler Fußballgott", der sogleich den
Hammer auspackte und den Specht für 90 Min. neben sich an die Kette pflockte.
Das erste Vögelein war somit aus dem Spiel. Jedoch wurde von Beginn an klar,
dass FK Trimmdich mehr als einen Spatz zu bieten hatte. Gepflegt spielte die FK
von hinten heraus und rückte immer wieder mit ihrem körperlich robusten
Mittelfeld in die Spitze nach. TE kam somit zunächst nicht richtig ins Spiel.
Zu oft wurde der Ball bei Zweikämpfen im Mittelfeld oder im Sturm verloren. Die
erste Chance für TE nach 15 Minuten besaß Comebacker Tommi nach feinem Pass von
Gregor, doch sein Abschluss stellte keine größere Gefahr dar. Da zwar die FK
schon kombinierte, aber spätestens am 16-er von TE Schluss war, ergaben sich in
der ersten halben Stunde keine größeren Torchancen auf beiden Seiten. FK
erarbeitete sich eine Vielzahl von Ecken, die aber meistens im Nirvana der
Harmlosigkeit verpufften. Die stärkste Phase der Trimmdicher um die 35. Minute.
Minutenlang konnte sich TE aus dem eigenen Strafraum nicht befreien und einige
Distanzschüsse verfehlten nur bedrohlich knapp das von Ersatzkeeper Guido
gehütete Gehäuse. Trotz der Überlegenheit in dieser Phase, eine richtige
100%-ige Torchance wollte für Trimmdich nicht dabei raus springen. Immer wieder
stand ein Bein von TE dazwischen. Glück hatte TE, als sich der wuselige zweite
Stürmer von Trimmdich gegen Stefan und Kai auf der Außenbahn durchsetzen konnte
und zurück in die Strafraummitte legte, jedoch der heraneilende Stürmer von
einem aufmerksamen Abwehrbein noch geblockt werden konnte. Der Stürmer von FK
beschwerte sich zwar, Kai haben ihn im Strafraum behindert, aber der gute
Schiedsrichter Homan ließ zurecht weiterspielen. Kurz vor Ende der ersten
Halbzeit dann die größte Chance des Spiels bis dato: Björn hatte sich mit einer
feinen Pirouette gegen den Käpt’n von FK durchgesetzt und stand
mutterseelenallein vor dem Torwart. Dann verließen ihn die Nerven und es wird
wohl sein eigenes Geheimnis bleiben, warum er den Ball aus 10m nicht locker ins
Tor schob, sondern stattdessen bei Windstärke 7 einen unangebrachten Heber -
der fast noch über den 15m hohen Zaun hinter dem Tor geflogen wäre - ansetzte.
Somit ging es mit einem leistungsgerechten 0:0 in die Halbzeit.
Zur zweiten Halbzeit verstärkte der
Top-Torjäger von TE der letzten beiden Jahre David die Angriffsbemühungen. Und
siehe da, endlich entstand auch so etwas wie Torgefahr vor dem Tor von
Trimmdich. Nach dem David zwei Minuten vorher bei einem Angriff noch an einem
Verteidiger hängen geblieben war, zeigte er seine ganze Klasse in der 60.
Minute: ein Verteidiger von Trimmdich konnte am eigenen Strafraum klären und
wollte mit einem Pass hinten rausspielen, als David gedankenschnell dazwischen
sprintete und den Ball aus 10m mit links unhaltbar im Tor der FK versenkte. Ein
Blackout der Hintermannschaft von FK Trimmdich, den David gnadenlos ausgenutzt
hatte.
Mit der 1:0 Führung spielte TE befreiter
auf. Das Spiel gewann an Fahrt, FK Trimmdich musste mehr investieren. Immer
wieder aber liefen sich die Spieler der FK in der Abwehr um den starken Libero Stefan
fest und TE konterte über die bienenfleissigen Charif, Gregor und Björn. Die
erste gute Konterchance ereignete sich in der 70. Minute, als Charif von der
Grundlinie den im Strafrum lauernden Philip mustergültig bediente. Sein
Geschoss aus 10m wäre wohl unter dem Lattenkreuz von Trimmdich eingeschlagen,
wenn nicht FK`s Katze mit einem Reflex den Ball über die Latte gelenkt hätte.
Dies war der Auftakt von mehreren Konterchancen von TE. Eine weitere gute
Torchance besaß Tommi nach schöner Flanke von dem emsigen Gregor als sowohl
sein Kopfball als auch sein Nachschuss wieder von FK`s Ausnahmetorwart noch
pariert werden konnte. Später vergaben noch Björn und Philip mit Flachschüssen
aus halbrechter Position. Da TE es versäumte, den Sack frühzeitig zu zu machen,
blieb es weiter spannend. Vor allem das zweikampfstarke Mittelfeld um Boris,
Chris, Lutz, Gregor und Björn hatte Schwerstarbeit zu vollrichten. FK Trimmdich
kämpfte mit nur einem Auswechselspieler leidenschaftlich, doch oft zu ungestüm.
Das Übergewicht an Spielanteilen ist halt nicht zwingend für den Erfolg. Die
größte Chance für Trimmdich entwickelte sich bezeichnenderweise aus einem
Zufallsprodukt: nach einem Foul an Sebi ließ Schiri Homan weiterspielen und die
anschließenden Flanke aus halbrechter Position segelte an Freund und Feind
vorbei an den Pfosten. Glück für TE, aber aufgrund der stürmischen
Wetterbedingungen ("Kyrill" lässt grüßen) musste mit so einem
"krummen Ding" gerechnet werden. 10 Minuten vor Schluss bewahrte dann
Guido mit einer Glanzparade gegen den Schuss des aufgerückten Liberos aus 20m
nach schnell ausgeführtem Freistoß TE vor einer Verlängerung. Im Gegenzug hätte
Philip nach schönem Pass von David allein vor dem Torwart alles klar machen
müssen, aber er scheiterte am Keeper von FK. Sowieso hätte der Spielertrainer
mit 38,5° Fieber eher ins Bett gehört als auf den Fußballplatz, aber der
Käpt’n geht ja bekanntlich zuletzt von Bord. Die letzte Chance des Spiels
besaß FK Trimmdich nach einer ihrer vielen Eckbälle durch einen nicht ungefährlichen
Kopfball, der knapp am Tor vorbei strich.
Insgesamt aufgrund der starken
Abwehrleistung um Kai, Sebi, Marc, Stefan und der geschlossenen
Mannschaftsleistung ein glücklicher, aber verdienter 1:0 Erfolg für TE. FK
Trimmdich war der erwartet starke Gegner. Eine sehr spielstarke Mannschaft, die
bei allem Einsatz immer bemerkenswert fair war. Hierbei sei angemerkt, dass
Trimmdich sogar einen Abend vor dem Spiel bei TE anrief und fragte, ob man noch
einen Spieler von Torpedo Pipe nachnominieren könne, da man nicht genügend
Spieler habe. Ein bemerkenswerter Akt, der zu dem heutigen positiven Gesamtbild
der Trimmdicher passt. Bei allem Lob für den Gegner sollte aber nicht
unterschlagen werden, dass TE das konsequentere und gefährlichere Team war und
seine starke Vorstellung in der BuLi seit der Rückrunde weiter fortsetzt. Vor
allem das gelungene Comeback von Tommi lässt optimistisch auf die schweren
Aufgaben in der CL blicken. In der zweiten Runde des Pokals trifft TE nunmehr
auf den Sieger aus der Partie Zombie Zollstock gegen Sprit Connection.
Tore: 1:0 David (60. Minute, Vorarbeit
"Lotz oder Räuber Hotzenplotz....")
Gespielt haben: Guido - Kai, Marc,
Stefan, Sebi - Gregor, Philip, Björn, Lutz, Chris, Boris - Charif, Tommi, Sega,
David
Runde 2
Torpedo Eisen – Sprit Connection 1:0
Mittwoch, 25.04.07, 19 Uhr Kreuzgasse
Die Woche der Wahrheit hat für TE
begonnen: zunächst traf TE in der 2. Runde des Pokalwettbewerbs - der aufgrund
der starken Gegner (1. Runde: Geheimfavorit FK Trimmdich) aber eher der ab Sommer
beginnenden Champions-Liga ähnelt - auf Sprit Connection. Am nächsten Freitag
steht dann das vorentscheidende CL-Gruppenspiel gegen Rekordmeister
Graskloppers an. Die Sprities waren heiß wie Frittenfett und wollten sich für
die 2:5 Klatsche aus der Vorrunde revanchieren. Allerdings mussten sie auf
ihren Mittelfeldstrategen Uni verzichten. Bei TE fehlten die Dauerverletzten
Sini und Lutz, hinzu kamen die Absagen von Thomas und Sebi. Dagegen stand nach
drei Spielen Abstinenz endlich wieder Stammlibero Stefan zur Verfügung. Als
Spielstätte diente die Heimat der Sprities: der Ascheplatz auf der Kreuzgasse.
Auch dass noch: Auswärtsspiel! Aber noch schlimmer: bei Außentemperaturen Ende
April (!) um 19 Uhr von 26-28° hatten beide Mannschaften als dritten Gegner
auch noch gegen die Hitze und vor allem den aufwirbelnden Staub zu kämpfen.
Keine optimale Voraussetzung also für die "eiskalten"Torpedos.
Das Spiel begann jedoch gleich mit einem
Paukenschlag: nach einem weiten Abschlag von Torhüter Markus verlängerte David
mit der Hacke auf Tommi, der sich im Zweikampf mit seinem Gegenspieler
durchsetzte und aus 12m aus halbrechter Position flach ins linke lange Eck
einschoss. Allerdings schien der Ball nicht ganz unhaltbar. Sei`s drum: 1:0 und
die so wichtige frühe Führung für TE. Dieses Tor gab Tommi auftrieb, der kurze
Zeit später nach Flanke von Boris zum Rückzieher ansetzte und wenig später nach
schöner Ecke von Björn nur knapp am Tor vorbei köpfte. Nach einer Viertelstunde
zog sich TE zunehmend zurück. Geschickt und sehr spielstark im Abwehrbereich
verteilte die Connection die Bälle aus der Tiefe. Allerdings fanden die oft gut
durchdachten Angriffe zu wenig Abnehmer, da TE sehr kompakt im Mittelfeld
stand. Des Weiteren waren die
gefährlichen Stürmer der Sprities bei Kai und Marc in guten Händen und zumeist
nur zweiter Sieger. Die beste Phase von Sprit war zwischen der 25. und 35.
Minute. Zweimal musste der gute und konzentrierte Goalie Markus eingreifen, um
einen Rückstand zu verhindern. Ansonsten aber stand die Abwehr um Libero Stefan
sattelfest. Auch bei den in der Folgezeit zunehmenden Ecken der Connection
konnte die Abwehr souverän klären. So blieb es zur Halbzeit bei der knappen
Führung von TE.
Für die zweite Halbzeit hatte TE sich
vorgenommen, weiterhin so kompakt im Mittelfeld zu stehen und zusätzlich für
mehr Entlastung durch zielstrebigere Aktionen im Offensivbereich zu sorgen.
Dies wurde auch sofort umgesetzt. In der 50. Minute setzte sich Sega über links
auf Höhe der Mittellinie geschickt durch und passte in die Mitte auf Philip.
Der nahm den Ball auf und zog an seinem Gegenspieler vorbei und marschierte
allein auf den Torwart zu. Mit einem Reflex konnte der Keeper schließlich den
Ball noch an den Pfosten lenken, so dass diese gute Chance auf einen frühzeitigen
2-Tore-Vorsprung vergeben wurde. Die Konterchancen von Torpedo häuften sich
jetzt, die Sprities dagegen schienen sich an TE`s Defensivkunst die Zähne
auszubeißen. Das lag vor allem daran, dass im Mittelfeld Gregor, Tim und Björn
Schwerstarbeit verrichteten und die Kreativabteilung der Sprities vollkommen
aus dem Spiel nahmen. Selbst die Einwechslung in der 2. Halbzeit ihres Kapitäns
und BuLi-All-Star Spieler Benny "the left hammer" konnte daran nichts
ändern. Nach 60 Minuten eine weitere Großchance für TE: nach schönem Pass von
Gregor aus der eigenen Hälfte täuschte Philip eine Ballannahme vor, ließ den
Ball jedoch für den auf der rechte Seite durchgestarteten Chris durchlaufen.
Dieser tankte sich bis zur Grundlinie durch und passte überlegt in den Rückraum,
von wo aus der mitgelaufenen Philip aus 13m direkt abzog, aber sein Schuss
strich einen halben Meter über die Latte. Danach ein kleiner Schock für TE:
nach einem unglücklichen Zweikampf verletzte sich David ohne absichtliches
Verschulden des Gegenspielers am Auge und musste kurzzeitig behandelt werden.
Er konnte aber schließlich weiter spielen.
Auch Mitte der 2. Halbzeit änderte sich
nicht viel am Spielgeschehen. TE stand sicher in der Abwehr, den Sprities fiel
nach vorne nicht viel ein und die besseren Torchancen besaß TE. So auch in der
70. Minute, als sich der emsige Karl wunderbar von seinem Gegenspieler an der
Strafraumgrenze löste, leider den Ball aber aus der Drehung nicht mehr voll
traf. Die beste Chance, das Spiel vorzeitig zu entscheiden, besaß Tim: Nach
einem feinen Doppelpass mit dem gut aufgelegten Charif stand er in halblinker
Position frei vor dem Torwart, doch statt wieder auf den in der Mitte
mitgelaufenen Charif zurück zu passen, schoss er selber - leider über das Tor.
Da fehlte TE`s Jungspund noch etwas die Übersicht, aber ansonsten lieferte der
"blonde Engel" in seinem erst dritten Spiel für TE eine bärenstarke
Partie. Zwar verpasste TE es, aus den 3-4 hochkarätigen Torchancen den Sack
vorzeitig zu zu machen, jedoch reichte am Ende der knappe Vorsprung.
Mit einem aufgrund des starken
Defensivverhalten und der mannschaftlichen Geschlossenheit verdienten 1:0-Sieg
zieht TE nunmehr in das Achtelfinale. Bei solch einer starken
Mannschaftsleistung sollte man eigentlich keinen besonders hervorheben, aber
keiner wird widersprechen, wenn man die heutige Leistung der beiden Manndecker
Kai und Marc als überragend bezeichnet. Sprit Connection war der spielerisch
starke Gegner, dem allerdings heute zu wenig einfiel, um das Tor von TE
ernsthaft in Gefahr zu bringen (Beleg dafür: Sprit hatte im zweiten Durchgang
nur eine echte Torchance (Kopfball 1,5m am Pfosten vorbei)). Es war ein
ausgesprochen faires Spiel, mit dem der sehr souveräne Schiri D. Winzen nie
Probleme hatte. Hierbei sei auch mal erwähnt, dass die letzten 10 Spiele - bis
auf eine Ausnahme - alle sehr fair waren und man wirklich das Gefühl hatte,
dass bei aller Rivalität und Einsatz die Mannschaften sich mit dem nötigen
gegenseitigen Respekt begegnen und der BuLi-Fairplay-Gedanken gewahrt ist. Zu
diesem positiven Eindruck paßt auch, dass man nach dem Spiel noch mit Sprit
Connection zusammen saß und das ein und andere Bier zusammen zischte. Der
Gegner für das Achtelfinale steht zwar noch nicht fest, aber ein weiteres
Kracherlos z. B. gegen Dreibeiner oder ein Derby gegen Dauerrivale Interfilos
hätte schon seinen eigenen Reiz. Viel wichtiger ist aber das kommende,
vorentscheidenen CL-Spiel gegen "Angstgegner" Graskloppers, gegen die
eine mindestens genauso konzentrierte und engagierte Leistung nötig sein wird,
um die Chancen für das Erreichen des Viertelfinales zu wahren.
Tore: 1:0 Tommi (3. Min - David, Markus)
Gespielt haben: Markus, Kai, Stefan,
Marc - Gregor, Philip, Boris, Björn, Charif, Tim, Chris - David, Tommi, Sega,
Karl
Torpedo
Eisen – Alcazar 3:2
Sonntag, 08.07.07, 15 Uhr auf den
Jahnwiesen
Im Achtelfinale des Pokalwettbewerbs
traf TE auf einen alten bekannten aus der CL-Runde: Alcazar. In der CL trennten
sich beide Mannschaften nach hartem Kampf mit 1:1. Dieses Mal verstärkte
Ex-Bundesliga-Profi Andreas K. das Team von Alcazar, während TE neben den
beiden etatmäßigen Manndeckern Marc und Sebi zusätzlich noch auf Sini, Lutz und
Karl verzichten musste. Lutz leistete zumindest durch seine Anwesenheit nach
seiner Knie-Operation und mit seinem 3 Wochen alten Töchterchen moralische
Unterstützung.
Der Ausfall der Innenverteidigung sollte
aber keine Entschuldigung dafür sein, dass TE die Anfangsphase komplett
verschlief. Nach der ersten Ecke des Spiels in der 3. Minute konnte ein Alcazar
Spieler nach einem Durcheinander in der Hintermannschaft und nicht konsequenten
Klären von TE mühelos aus 3m einnetzen. Ganze 5 Minuten später war ein weiteres
Missverständnis in TE`s Hintermannschaft zwischen Stefan, Kai und Keeper Markus
Ausgangspunkt für den zweiten Streich von Alcazar. Somit lag TE bereits nach 8
Minuten mit 0:2 im Rückstand. Dies war mehr als ärgerlich, denn eigentlich lief
der Ball ab Mittelfeld nicht schlecht in den eigenen Reihen. TE konnte immer
wieder vor allem über die Außen Charif und Gregor gefällig nach vorne spielen.
Allein es fehlte zunächst der durchschlagende Erfolg im Angriff. Für Alcazar
war die Ausgangslage dagegen ideal. Sie stellten sich tief hinten rein und
versuchten meistens über ihren schnellen Stürmer zu kontern, der aber bei
Aushilfs-Manndecker Philip gut aufgehoben war. So kam Alcazar in der ersten
Halbzeit nur noch zu einer echten Chance, die aber von Keeper Markus gekonnt
vereitelt werden konnte. Für TE galt es, den dicht gestaffelten Abwehrriegel
von Alcazar zu knacken. Dies gelang das erste Mal in der 16. Minute: nach
Abspielfehler eines Alcazar Verteidigers flankte Björn gedankenschnell auf den
am 16-er lauernden David, der seinen Gegenspieler umdribbelte und flach aus 10m
einschoss. Der Anschlusstreffer kam zu rechten Zeit, der Glaube an die eigene
Stärke war noch vorhanden. Weitere Chancen ergaben sich, die besten hatten
Thomas nach Flanke von Kai und David und Charif nach jeweils schönen Freistößen
aus 18m vor dem Tor. So aber blieb als Highlight in der 1. Halbzeit aus
TE-Sicht neben dem Anschlusstreffer nur noch der gekonnte Beinschuss (!) von
Charif gegen Ex-Bundesligaprofi Andreas K.
Für die zweite Halbzeit hatte sich TE
vorgenommen, noch mehr Dampf zu machen und vor allem wieder über die Außen zum Erfolg
zu kommen. Die erste gute Chance hatte Sega, doch sein Kopfball konnte nicht
mehr platziert genug gen Tor gedrückt werden. TE`s Druck auf das Tor von
Alcazar nahm zu. TE erarbeite sich eine Reihe von Eckbällen und Freistößen, die
aber bis auf zwei Kopfbälle von Stefan keine größere Gefahr entfachten. So
bedurfte es schon der Mithilfe des Gegners, um den Ausgleich zu erzielen: Nach
einer Flanke von Stefan köpfte Thomas aus halblinker Position 8m vor dem Tor in
Richtung Torwart. Der Ball hatte aber so wenig Kraft, dass er vor den Füßen des
Goalies aufkam. Eigentlich eine ganz sichere Beute, aber irgendwie glitt der
Ball dem Keeper durch die Hosenträger und trudelte mit letzter Kraft über die
Torlinie. Ein kurioses Tor und gleichzeitig der Lohn des Einsatzes von TE. Nach
dem Ausgleich wollte TE mehr und spielte noch gezielter nach vorne. Pech hatte
Tim mit seinem Schuss aus 18m, der nur den Außenpfosten traf. Wenig später war
David über rechts kommend durchgestartet, sein Heber konnte der dieses Mal aufmerksame
Keeper noch parieren. Es schien nun nur noch eine Frage der Zeit, wann TE das
nächste Tor machen würde. Alcazar änderte seine Spielweise nicht und wartete
weiter auf seine Konterchancen. Diese waren rar, aber wenn, dann sehr
gefährlich. In der letzten Viertelstunde konnte sich ein Stürmer von Alcazar
gleich zweimal gegen die aufgerückte Abwehr von TE durchsetzen, doch beide Male
scheiterte er an dem starken Keeper Markus. So lag es an TE, für die
Entscheidung vor der drohenden Verlängerung zu sorgen. 3 Minuten vor Schluss
nahm Tim einen Einwurf von Philip in Höhe der Mittellinie auf, setzte Kai auf
links in Szene und dieser zog eine mustergültige Flanke von rechts auf den
mittlerweile bis zum Strafraumeck vorgelaufen Tim, der die Flanke direkt aus 12m
über den Torwart hinweg in den Winkel köpfte. Was für ein schöner Treffer und
was für eine Erlösung für TE! In den letzten Minuten warf Alcazar noch einmal
alles nach vorne und für TE ergaben sich daraus Konterchance. Zunächst für
Tommi nach Pass von Boris und später für Gregor, der auf der rechten Seite
allen davon lief und dessen Torschuss nur knapp am Pfosten vorbeistrich. Da
hätte sich Gregor selber das schönste Abschiedsgeschenk in seinem letzten Spiel
für TE machen können. Doch leider war ihm dies vergönnt. Es blieb schließlich
beim 3:2.
In einem von Schiedsrichter D. Winzen
sehr souverän geleiteten und fairen Spiel gewann TE - aufgrund der Mithilfe des
Gegners beim Ausgleich - etwas glücklich, aber letztlich verdient. TE war die
gesamte Spielzeit über das spielerisch stärkere Team und hatte heute auch den
nötigen Willen und Biss, die Partie trotz frühen Rückstands für sich zu
entscheiden. Damit zieht TE ins Viertelfinale, wobei der Pokalwettbewerb
mittlerweile eher Züge des neuen BuLi-Ligamodus annimmt, denn bislang räumte TE
keine geringeren Schwer-Kaliber als den Dritt- und Viertplatzierten der
diesjährigen Meisterschaft und nun auch noch die immer als stark einzustufenden
Mannen von Alcazar aus dem Weg. Bei TE`s "Losglück" müsste eigentlich
als nächster Gegner einer der beiden Finalisten der diesjährigen Meisterschaft
zugelost bekommen. Komme es wie es wolle, mit der heutigen Einstellung nach dem
Rückstand braucht TE keinen der etwaigen Gegner zu fürchten!
Tore: 0:1 (3. Min.), 0:2 (8. Min.), 1:2
David (Björn, 16. Min.), 2:2 Thomas (Stefan, 62. Min.), 3:2 Tim (88. Min.)
Gespielt haben: Markus - Kai, Stefan,
Philip - Gregor, Björn, Tim, Charif, Boris - Tommi, David, Sega.
Torpedo
Eisen – Cream Team Cologne 3:1
Sonntag, 2.9.07, 15 Uhr auf den Jahnwiesen
Die Freude der Torpedos auf das
Viertelfinale gegen Cream Team war groß und konnte auch nicht durch die
Niederlage in der Meisterschaft vom letzten Wochenende getrübt werden. Im Pokal
hatte TE bislang sein wahres Gesicht gezeigt und immerhin so renommierte Gegner
wie FK Trimmdich, Sprit Connection und Alcazar aus dem Wettbewerb gekegelt.
Hinzu kam, dass man das letzte Aufeinandertreffen beider Mannschaften vor 2
Jahren noch gut in Erinnerung hatte, wo TE vielleicht sein spannendstes Spiel der
Geschichte machte und nach 1:3 Rückstand und verschossenem Elfmeter das Spiel
in den letzten 20 Minuten noch mit 5:4 zu seinen Gunsten drehte. Die Aussichten
auf eine Wiederholung eines solchen Krimis wurden allerdings schon vor dem
Spiel gedämpft, denn das Cream Team war in Unterbesetzung erschienen und konnte
nur mit Hilfe von 1-2 sehr jungen, spontan aushelfenden Spielern seinen Kader
komplettieren. Die ersten 30 Minuten spielte das Cream Team sogar nur mit 10
Mann.
Von daher war das Kräftemessen
von Anfang an ungleich verteilt. Dennoch besaß das Cream Team die erste gute
Chance des Spiels, als ein unterschätzter Weitschuss aus 25m noch an die Latte
knallte. Das war gleichzeitig der Startschuss für eine Dauer-Offensive der
Torpedos. Immer wieder rollte der Ball auf ein Tor, wobei es die Creamies
schafften, ihre Wagenburg standhaft zu verteidigen. So vergaben oder
scheiterten reihenweise Tommi, Charif, Sega und David an den Abwehrbeinen oder
an dem gut aufgelegten Keeper der Creamies. Pech hatte TE zudem, als Sega im
Strafraum elfmeterreif gefoult wurde, der Pfiff des Unparteiischen aber
ausblieb. Auf der Gegenseite bestand nur noch einmal Gefahr bei einem Freistoß,
den Keeper Patrick aber souverän entschärfen konnte. So ging es mit einem etwas
enttäuschenden 0:0 in die Halbzeit.
Nach der Pause drängte TE noch
mehr auf die Führung. In der 50. Minute war es dann auch so weit, als Tommi
eine Kopfballvorlage von David aus kurzer Distanz über die Linie drückte. Doch der
Schiedsrichter gab diesen Treffer wegen vermeintlichen Stürmerfouls von David
nicht. Mit der Zeit wurde die Überlegenheit von TE immer größer, es gab kaum
noch Entlastungsangriffe aus der eigenen Hälfte der Creamies. Hinten stand die
Abwehr mit Marc, Stefan und Kai sehr sicher. Im Spiel nach vorne tat sich vor
allem die rechte Angriffseite mit Kai und Sebi hervor. Obwohl sich TE bemühte,
spielerische Linie in das Anrennen zu bekommen, bedurfte es einer
Standard-Situation zur Führung: Nach einer Ecke von Philip verlängerte David
unfreiwillig per Kopf zu Stefan, der den Ball über den Keeper hinweg unter die
Latte köpfte.
Bezeichnenderweise erzielte der
bis dato willensstärkste Torpedo das Tor; Stefan hielt es schon lange nicht
mehr hinten in der 2. Halbzeit. Mit der ersehnten Führung sollte es sich
eigentlich leichter spielen lassen, doch die Führung hielt gerade mal 2
Minuten. Durch einen sehenswerten Sonntagsschuss aus 25m egalisierte Cream Team
postwendend. Etwas verduzt rappelten sich die Torpedos wieder auf. So sehr sich
auch Tim, Thomas, Björn und Charif im Mittelfeld bemühten und einige
konstruktive und sehenswerte Spielzüge zustande brachten, brauchte es wieder
einer Standardsituation, um erneut in Führung zu gehen: Per direktem Freistoß
drosch TE bester an diesem Tage, David, den Ball durch die Mauer in die
Maschen.
Nunmehr musste sich das Cream
Team aus seiner starren Abwehrhaltung lösen und es ergaben sich einige
Konterchancen für TE, die aber fast immer durch einen Abseitspfiff des
Schiedsrichters zu Nichte gemacht wurden. Hinzu kam eine sensationelle Parade
des Schlussmanns von Cream Team gegen den Kopfball von Tommi aus 7m und eigene
Unzulänglichkeit, als Philip nach toller Vorarbeit von David aus 5m über das
leere Tor köpfte. So blieb es David quasi im Alleingang vorbehalten, für die
endgültige Entscheidung zu sorgen, als er nach klugem Pass von Charif aus der
eigenen Hälfte an Verteidiger und Torwart vorbeizog und selbstlos auf den
freistehenden Philip passte, der nunmehr seinen Fauxpas wieder wett machen
konnte.
In einem fairen Spiel ging TE
verdient als Sieger vom Platz. Die Mannschaft vom Cream Team war stark
ersatzgeschwächt, hielt aber durch fast schon heroischen Kampf über weite
Strecken des Spiel dagegen. TE freut sich über das abermalige Erreichen des
Pokal Halbfinals nach 4 Jahren und hofft auf einen packenden Halbfinal-Krimi
gegen den Sieger aus dem Spiel Torpedo Wiesenriesen gegen Boca Feez Seniors.
Tore: 1:0 Stefan (David, 68. Min), 1:1 (70. Min.),
2:1 David (75. Min), 3:1 Philip (David, 85. Min.)
Gespielt haben: Patrick - Kai,
Stefan, Marc - Sebi, Philip, Tim, Charif, Thomas, Chris, Björn, Sega - Tommi,
David
Torpedo
Eisen – Torpedo Wiesenriesen 3:4 n. V.
Sonntag, 23.9.07, 15 Uhr auf den Jahnwiesen
Endlich hatte TE mal wieder das
Halbfinale im Pokalwettbewerb erreicht und das, nachdem man einige renommierte
Gegner ausgeschaltet hatte. Der Gegner heute war kein geringerer als
Namensvetter Torpedo Wiesenriesen, gegen die man noch schlechte Erinnerungen
hatte, als man vor 3 Jahren nach 0:2 Rückstand und 2:2 Ausgleich noch kurz vor
Schluss das 2:3 hinnehmen musste. Noch keiner der Protagonisten vom heutigen
Tage konnte zu dem Zeitpunkt ahnen, dass sich die bittere Geschichte ähnlich
wiederholen würde. Aber der Reihe nach: TE konnte bis auf Sini und Lutz aus den
Vollen schöpfen.
Zum Spielgeschehen: In den
ersten Minuten spielte TE beherzt nach vorne und hatte gleich zwei gute Chancen
durch den agilen Karl, der jedoch zweimal am Keeper der Wiesenriesen
scheiterte. Nach 15 Minuten war plötzlich ein Bruch im Spiel von TE. Die
Wiesenriesen zogen im Mittelfeld ihr Spiel auf und waren vor allem über die
rechte Seite kommend brandgefährlich. Einige Male musste der aufmerksame Keeper
Markus klären um größeren Schaden zu bewahren, doch in der 34. Minute war auch
er chancenlos. Nach einer angetäuschten Schwalbe am Strafraumeck eines
Wiesenriesen vergaß die Torpedo-Abwehr kurzzeitig das Weiterspielen und ein
gedankenschneller Stürmer der Wiesenriesen jagte den freien Ball aus 15m
unhaltbar ins Tor. Die Führung kam nicht überraschend, sie lag förmlich in der
Luft, dennoch ein vermeidbarer Treffer. Mit dem nicht unverdienten 0:1
Rückstand ging es in die Pause.
Nach der Pause wollte TE nun
sein wahres Gesicht zeigen. Und die ersten Minuten gingen auch gut los.
Plötzlich war mehr Wille und Einsatzbereitschaft von TE zu sehen. Daraus
resultierten zwangsläufig Torchancen. Die beste hatte Karl in der 52. Minute
als sein Kopfball nach schöner Flanke von Chris aus 8m an die Latte knallte.
Nun begann TE`s beste Phase des Spiels. Der Ball lief flüssiger in den Reihen
und wie schon in der Vorwoche im Spiel gegen Lok Libuda brauchte es eine Zeit
bis TE seine technische Überlegenheit ausspielen konnte. Allein es fehlte die
letzte 100%ige Torchance. Einige Fernschüsse von Philip und David konnten den
bis dato sehr souveränen Aushilfskeeper der Wiesenriesen vor keine größeren
Probleme stellen. Im Gegenzug versuchte Torpedo Wiesenriesen ihr Heil über
Konter, die aber überwiegend von dem souveränen Libero Stefan, den Manndeckern
Sebi, Kai oder Philip zu nichte gemacht werden konnten. Nicht so aber in der
65. Minute als nach einer schönen Kombination am Strafraumeck ein Wiesenriese
völlig frei gespielt wurde und der aus 12m den Ball unter die Latte schoss,
wobei der Schuss nicht ganz unhaltbar wirkte. Der Stoß traf genau in die
Magengrube und in die Angriffsversuche von TE. Nach dem 0:2 wirkte TE minutenlang
wie gelähmt und schien sich seinem Schicksal ergeben zu wollen. Doch aufgeben
war strikt verboten. Nach einem langen Pass von Philip legte Karl per Kopf
überlegt auf Charif ab, der allein aufs Tor zu lief, aber statt selbst zu
schießen auf den mitgelaufenen Björn passte, der aber wiederum an
Wiesenriesen`s Katze scheiterte. Das ersehnte Anschlusstor wollte nicht fallen.
Es wird wohl das Geheimnis des Keepers
von Wiesenriesen bleiben, wieso er in einem Moment, als TE schon gar nicht mehr
an sich glaubte, mit einem Abstoß den Ball genau vor die Füße von Tim legte und
dieser eiskalt zum 1:2 vollstreckte. Ah, endlich hatte auch das Schicksal
wieder ein Einsehen mit TE. Nach diesem Geschenk glaubte TE wieder an sich und
schaltete noch mal zwei Gänge höher. 5 Minuten nach dem Anschlusstreffer schlug
Charif eine weite Flanke auf Karl, der den Ball aber nicht kontrollieren
konnte, jedoch dieser über Umwegen wieder zu Tim gelangte und der jüngste
Spieler von TE bewies Nerven aus Drahtseilen und schob den Ball wieder
unhaltbar am Keeper vorbei ins lange Eck. Wahnsinn!
TE, oder besser: Tim hatte das
Spiel gedreht! Nun schien TE moralisch und spielerisch im Vorteil. Leider
sollte dies sich jedoch in der regulären Spielzeit nicht in weitere Tore
ummünzen lassen.
Die Verlängerung begann mit
einer fast schön üblichen Nachlässigkeit von TE. Nur einem Reflex von Patrick
war es zu verdanken, dass TE nicht gleich nach 5 Minuten der Verlängerung
wieder in Rückstand geriet. Dieser kam dann doch und zwar wieder in Form einer
Standardsituation. Nach einem langen Einwurf und Gewusel im eigenen Strafraum
schaltete ein Wiesenriese schneller als drei Torpedos und jagte den Ball zum
2:3 in die Maschen. Wieder Rückstand, wieder anrennen, wieder nicht aufgeben!
Eine Minute später hätten die Wiesenriesen auf einen 2-Tore Vorsprung erhöhen
können, doch ein Stürmer der Wiesenriesen vergab aus 8m frei vor dem Tor. Dies
war das Signal, dass noch was drin war. 2 Minuten später marschierte Charif die
Linie entlang, weiter Pass auf Tommi, der den Ball über den Keeper der
Wiesenriesen ins Tor köpfte - TOR! Und wieder einen Rückstand egalisiert!
Das Spiel, das immer fair war,
hatte jetzt wirklich Pokalcharakter und entwickelte sich zu einem echten Krimi.
In der 2. Halbzeit der Verlängerung hatten sich schon eigentlich alle auf ein
Elfmeterschiessen eingestellt, als das Schicksal sich dann endgültig gegen TE
an diesem Tage entschied. Nach einem hohen Ball in den Strafraum stolperte ein
Torpedo gegen den Rücken eines Stürmers der Wiesenriesen und riss diesen zu
Boden. Dem sehr umsichtig pfeiffenden Schiri D. Winzen blieb keine andere Wahl:
Elfmeter. Obwohl Keeper Markus noch dran war, konnte er den erneuten Rückstand
und den endgültigen K.O. nicht verhindern. Doch auch in den letzten 4 Minuten
zeigte TE viel Moral und probierte es nochmal mit der Brechstange und was wäre
gewesen, wenn Tim 1 Minute vor Schluss mit seinem Seitfallzieher aus 10m nochmal
getroffen hätte........ Nicht auszudenken!
So aber gab es kein Happy End
für TE, was aufgrund der großen Moral und Leidenschaft verdient gewesen wäre.
Aus und vorbei! Wieder einmal scheitert TE letztendlich an sich selber, wenn es
wirklich um die Wurst geht. Man mag die verlorenen Halbfinale und Endspiele aus
TE Sicht schon gar nicht mehr zählen, aber es soll wohl nicht sein. Der
Mannschaft ist kein Vorwurf zu machen, sie hat aufopferungsvoll gekämpft bis
zum Schluss. Was bleibt, ist (wieder einmal) die Erkenntnis, dass es für den
ganz großen Wurf nicht gereicht hat.
Tore: 0:1 (34. Min.), 0:2 (65.
Min.), 1:2 Tim (75. Min.), 2:2 Tim (80. Min.), 2:3 (100. Min.), 3:3 Tommi
(Charif, 103. Min.), 3:4 (Foulelfmeter, 116. Min.)
Gespielt haben: Markus, Patrick
- Marc, Sebi, Stefan, Philip - Boris, Tim, Matthias, Charif, David, Thomas,
Sega, Chris - Karl, Björn, Tommi