Saison 1998
Saison 1999/00 Saison 2001/02 Saison 2003/04
Saison 1998/99 Saison 2000/01
Torpedo Eisen – 2. FC Holzbein 3:1 n.V.
(0:0, 1:1)
Samstag, 27.6.09,
12.30 Uhr Poller Wiese
Im "kleinen" Finale traf
TE auf die Jungs des 2. FC Holzbein. TE hatte einige Personalsorgen, da mit
Charif, Matthias, Marco D., Sebi, Karl, Philip und dem rot gesperrten Torwart
Tobias einige bewährte Stammkräfte fehlten. So kamen die Neuverpflichtung im
Tor, Rüdiger, und Marius Bruder Niklas zu ihrem Debüt (mit Zustimmung des
Gegners). Auch die Holzbeiner schienen einige Ausfälle zu haben und mussten auf
Fremdkräfte zurückgreifen.
Die Partie begann dem Wetter
(drückende Schwüle) entsprechend verhalten. Die ersten Minuten hatten die
Holzbeiner zwar mehr vom Spiel, aber zwingende Torchancen konnten sie sich
nicht herausspielen. Neu-Keeper Rüdiger, der einen souveränen Eindruck machte,
musste nur einmal ernsthaft eingreifen. Die größte Chance des 2.FC Holzbeins im
ersten Durchgang besaß Mannschaftsführer Hauke, der aufgrund seiner
"Holzbeine" allerdings die Hand zur Hilfe nehmen musste, was jedoch
der jederzeit souveräne Schiedsrichter R. Capelli unterband. Nach 25 Minuten
bekam TE das Spiel besser in den Griff. Besonders über den starken Björn, der
auf der linken Seite Charif hervorragend vertrat, liefen die besten Aktionen im
TE Offensivspiel. Nachdem David E. in der 35. Min. noch per Flachschuss aus 12m
knapp verzog, hätte er es in der 40. Min. besser machen müssen: Nach schönem
Zuspiel von Björn tanzte er seinen Gegenspieler aus und stand frei vor dem
herauslaufenden Keeper, doch statt den Ball in eine Ecke zu schieben, entschied
er sich für einen Lupfer, den der Keeper locker herunterpflückte. So ging es
mit einem 0:0 in die Pause.
Nach Wiederanpfiff nahm TE den Elan
der ersten Hälfte in die zweite Halbzeit mit. Nachdem Boris zwei Minuten zuvor
noch an Holzbeins Keeper scheiterte, machte er es wenige Minuten später besser:
der heute wieder souveräne Kapitän Sini leitete einen klugen Spielzug über den
gewohnt laufstarken Kai ein und nach präziser Vorarbeit von David J. knallte
Boris die Murmel aus 11m in die linke Ecke: 1:0! Boris sei dieser Treffer von
Herzen gegönnt, hat er doch schon seit einer gefühlten Ewigkeit nicht mehr für
Torpedo getroffen. Da die Abwehr um Marco V., Sini und den auf der Manndecker
Position aushelfenden Marius gemeinsam mit dem defensiven Mittelfeld um Stefan,
Christian und dem laufstarken Niklas sicher und geordnet stand, bestand
eigentlich kein Grund zur Sorge, dass dieser knappe Vorsprung nicht reichen
könnte. Im Gegenteil, TE hätte selber den Vorsprung noch ausbauen können, doch
der wie aufgedreht spielende David J. hatte Pech mit seinem Schlenzer aus 16m.,
als er nur die Latte traf. Trotz des massiven Abwehrverbundes gelang es
schließlich den nie aufgebenden Holzbeinern doch noch das Bollwerk durch einen
unhaltbar, abgefälschten Fernschuss aus 20m zu knacken. Somit ging es zur
"Freude" aller ausgelaugten Spieler bei drückender Hitze auch noch in
die Verlängerung.
In der Verlängerung konnte TE das
Spiel wieder mehr an sich reißen und ging folgerichtig auch in Führung. Yannick
hatte sich an der Strafraum-Kante festgebissen und den Ball behaupten können.
Von ihm gelangte der Ball zu Tim, der überlegt auf David J. ablegte, und der
ließ keinen Zweifel aufkommen, dass er seine Durststrecke von über einem halben
Jahr ohne Torerfolg heute beenden wollte, indem er den Ball aus 10m unhaltbar
in die Maschen jagte. Dieses Mal sollte die Führung bis zum Ende bestand haben.
Insbesondere der Organisation und physischen Präsenz der Torpedos, angeführt
von Mittelfeldmotor Christian, war es zu verdanken, dass der Gegner in der
Verlängerung zu keiner echten Torchance mehr kam. Nach einem Konter und einem
schnell ausgeführten Freistoß von Tim hatte David E. freie Bahn und erzielte,
nachdem er den Torwart ausgespielt hatte, schließlich den 3:1 Endstand.
In einem sehr fairen Spiel hat TE
Moral bewiesen und sich verdient den 3. Platz in der abgelaufenen Saison
gesichert. Wie nah dran TE am Titelgewinn in diesem Jahr war, zeigt die
Tatsache, dass FK Trimmdich, gegen die man denkbar knapp im Halbfinale gescheitert
war, im Finale mit 3:0 gegen Inter Filos gewann. Beiden Mannschaften von hier
aus auch noch einmal Lob und Anerkennung für eine tolle Saison; gleiches geht
auch an die sympathischen Jungs des 2. FC Holzbein, die aufgrund ihre
Spielfreude und ihrem jederzeit fairen Auftreten eine Bereicherung für die BuLi
sind. TE kann sich mit erhobenen Hauptes in die Sommerpause verabschieden. Mit
dem 3. Platz hätte nach dem schwachen Abschneiden in der letzten Saison wohl
kaum einer gerechnet. Von daher großes Kompliment an die Mannschaft und alle
Beteiligten für diese tolle Saison!
Tore:
1:0 Boris (David J., 48. Min.), 1:1 (88. Min.), 2:1 David J. (Tim, 98. Min.), 3:1 David E. (Tim, 112.
Min.)
Gespielt haben: Rüdiger - Sini (C),
Marco V., Marius, Boris, Christian, Stefan, Björn, Kai, Niklas, Tim - David J.,
David E., Yannick
Playoff-Halbfinale
Torpedo Eisen –FK Trimmdich 8:9 n.E. (1:3,
4:4)
Sonntag, 21.6.09,
15 Uhr Vorwiese
Nach dem Sieg über die 3beiner
wartete im Halbfinale der amtierende Meister FK Trimmdich (FKT), der sich im
Viertelfinale nach hartem Kampf erst im 11m Schießen gegen die Graskloppers
durch setzen konnte. Im zweiten Halbfinale, dass ebenso auf dem wunderbaren
Platz auf der Vorwiese stattfand, hatte bereits zuvor Inter Filos etwas
überraschend die vielleicht spielstärkste Mannschaft diesen Jahres, den 2. FC
Holzbein, mit 2:1 besiegt.
Durch die Leistung der Filosianer
beflügelt, spielte TE direkt vom Anpfiff an nach vorne. Bereits nach zwei
Minuten hatte Christian nach schönem Doppelpass mit Tim die große Chance zur
Führung auf dem Fuß, doch er schlug aus 8m Torentfernung über den Ball. Dies war
der Auftakt einer 1. Halbzeit die frei von taktischen Zwängen geprägt sein
sollte, und nur eine Marschrichtung kannte: Vollgas auf das gegnerische Tor.
Die Trimmdicher hatten dieses Mal - anders als noch beim Spiel in der Hinrunde
und im Viertelfinale - ihren vollen Fünf-Sterne-Deluxe-Kader aufgefahren und
stürmten ebenso munter auf das Tor von TE. Insbesondere ihr Spieler
("Rossi"), der im Viertelfinale noch als Libero auflief, war im Sturm
nicht zu halten. Nachdem er bei einem feinen Solo Minuten zuvor noch neben das
Tor schoss, zielte er in der 20. Min. genauer und jagte den Ball aus 10m. unter
die Latte. Ärgerlich, da zuvor Matthias die Riesenchance besaß, TE seinerseits
in Führung zu bringen, aber er scheiterte mit einem Heber freistehend vor dem gegnerischen
Torwart aus 6m.
Im Spiel nach vorne ließ sich TE
durch das 0:1 aber nicht entmutigen. Wenige Minuten nach dem Gegentreffer ging
es über die starke rechte Seite von TE und nach Doppelpass mit Matthias netzte
Tim zum Ausgleich ein. Alles war wieder offen. Nach 30 Minuten nahm jedoch der
Druck der Trimmdicher immer stärker zu. Über ihren überragenden
Mittelfeldregisseur ("DTT") leiteten sie eine Angriffswelle nach der
anderen ein. TE's defensives Mittelfeld und die Abwehr war zu diesem Zeitpunkt
ziemlich konfus und wirkte überfordert. Mehrmals lag das 2:1 in der Luft, aber
Keeper Tobias zeigte 1-2 spektakuläre Paraden und konnte zunächst schlimmeres
verhindern. Schließlich fiel das 2:1 dann doch noch. Nach einer fragwürdigen
Freistoßentscheidung knallte der gleiche Torschütze des 1:0 aus 17m den Ball in
die Maschen. Danach schien der Widerstand von TE in der ersten Halbzeit
gebrochen. Ein unnötiges Geschenk von TE durch ein Missverständnis von Sebi und
Tobias bescherte Trimmdich in der Nachspielzeit der 1. Halbzeit das 3:1 und die
vermeintliche Vorentscheidung.
Zumindest dachten dies alle
Zuschauer. Doch in der Halbzeitpause schwor sich TE noch einmal ein diese
Partie nicht kampflos aufzugeben. Mit viel Engagement und Kampfeswille ging TE
in die zweiten 45 Minuten. Und musste gleich einen Nackenschlag hinnehmen. Ein
reguläres Tor von Björn wurde von Schiedsrichter C. Cramm nicht anerkannt und
das obwohl der Linienrichter (zu Recht) kein Abseits angezeigt hatte. Wenige
Minuten danach hatte David E. die größte Chance des Spiels bis dato, aber sein
Kopfball alleine vor dem Tor aus 6m strich am Pfosten vorbei. Spätestens zu
diesem Zeitpunkt hätte wohl kaum einer mehr auf TE gesetzt. Aber irgendwie
ließen diese Rückschläge und ausgelassenen 100%-igen Torchancen TE nicht aus
dem Rhythmus bringen. Weiter, immer weiter spielte TE nach vorne. Der Lohn der
Mühen dann in der 60. Min.: nach schöner Vorarbeit von Matthias behielt David
E. kühlen Kopf und schob den Ball aus 10m an den Innenpfosten, von wo er ins
Tor sprang. Nur noch 2:3! Plötzlich keimte wieder Hoffnung auf. Diese wurde
jedoch nur Minuten später wieder zunichte gemacht. Nach einem Fehler im
Spielaufbau hatte ein Spieler von FKT plötzlich freie Bahn und stellte den
alten Zwei-Tore-Rückstand wieder her. Doch die Moral von TE war an diesem Tage
von nichts und niemanden zu brechen. Nach einem umstrittenen Freistoß flankte
Charif auf den überragenden Christian, der per Kopf zum 3:4 verkürzen konnte.
Das Unmögliche schien in greifbare Nähe zu rücken, als das Schicksal wieder
umbarmherzig zurückschlug. Nach einem Klärungsversuch von Keeper Tobias
außerhalb des Strafraums sprang ihm der Ball mit einem "Klatsch" an
die Brust, den man bis zur Jahnwiese hörte, doch der Schiri entschied zum
Erschrecken aller Torpedos auf Hand und gab Tobias zu allem Überfluss noch die
rote Karte. Dies war von allen Fehlentscheidungen wohl die folgenschwerste. TE
besaß keinen Ersatz- oder Aushilfskeeper und so ging zunächst Boris ins Tor. In
Unterzahl musste sich TE nunmehr dem ungleichen Kampf stellen, aber auch dieser
Tiefschlag konnte TE nicht endgültig zerstören. Mit letzter Kraft und
unbändigen Willen kämpfte TE Meter um Meter und plötzlich hatte auch der
Fußballgott wieder ein Einsehen mit dem heroischen Aufbäumen der Unbeugsamen.
In der 81. Min. zirkelte Charif eine Ecke auf "Air" Christian, der
alle Gesetze der Schwerkraft außer Kraft zu setzen schien, indem er höher stieg
als der Kölner Dom und den Ball zum vielumjubelten 4:4 einköpfte! Wahnsinn, TE
hatte in Unterzahl den Ausgleich erzielt! Und fast hätte TE noch die Krönung draufgesetzt: in der letzten
Minute der regulären Spielzeit setzte Stefan den Ball, wieder nach einer Charif
Ecke, per Kopf noch an den Pfosten! Zentimeter, die über den Finaleinzug
entschieden!
Nach 90 Minuten blieb es beim 4:4
und es ging in die Verlängerung. TE tauschte im Tor Boris gegen David J., der
zwar auch noch nie vorher im Tor stand, aber gleich nach fünf Minuten der
Verlängerung mit einer Riesenparade bewies, das er Torwart-Talent besitzt. Das Spiel
wog nun hin und her, beide Mannschaften schenkten sich nichts und wollten den
Sieg klar machen. Die besten Chancen für TE hatten David E. und Tim, doch ihre
Schüsse aus 15m konnte der Aushilfskeeper von FKT, der normalerweise wohl bei
Zombie Zollstock spielt, aber - mit Genehmigung von TE - heute für FKT auflief,
bravourös parieren. Auf der anderen Seite brauchte David J. nur 1-2mal
angreifen, so sicher stand die neu formierte Abwehr um Marco V., Marco D. und
Marius in der Verlängerung. Da es auch nach 120 Spielminuten keinen Sieger gab,
musste das 11m Schießen die Entscheidung bringen. Normalerweise eine
"Bank" von TE, hatte TE doch noch nie ein 11mSchießen in der BuLi
verloren, wie Ex-Torpedo und Manndecker-Legende Marc vom Zuschauerrand bemerkte.
Doch nun machte sich der Nachteil, ohne echten Torwart antreten zu müssen,
stark bemerkbar. Aushilfskeeper David J. hatte nicht den Hauch einer Chance
gegen die fünf gegnerischen Schützen. David E., Tim, Sebi und Stefan konnten
zwar ihre Elfmeter genauso souverän versenken, jedoch scheiterte Sini am
Keeper.
Nach so einem grandiosen Spiel, was
sicherlich einen Ehrenplatz in der Hall of Fame der besten BuLi-Play-Offs aller
Zeiten bekommen wird, dürfte es eigentlich keinen Sieger geben, denn das was
beide Mannschaften über 120 Minuten gezeigt haben, war Fußball vom Feinsten, in
der Dramaturgie kaum zu überbieten und beste Werbung für die BuLi. TE kann sich
zumindest als moralische Sieger fühlen, denn wer nach zweimaligen Rückstand und
in Unterzahl zurück in ein verloren geglaubtes Spiel kommt, dem gebührt alle
Anerkennung. Ein besonderes Lob auch an den Gegner und alle Spieler, die trotz
der teilweise sehr umstrittenen Schiedsrichter-Entscheidungen einen kühlen Kopf
behielten und sich untereinander auf dem Feld sehr fair begegneten. TE bleibt
nunmehr noch das Spiel um den dritten Platz, in dem man am Samstag auf den 2.
FC Holzbein trifft.
Tore: 0:1 (20. Min.), 1:1 Tim
(Matthias, 24. Min.), 1:2 (36.Min.), 1:3 (45. Min.), 2:3 David E. (Matthias,
60. Min.), 2:4 (64. Min.), 3:4 Christian (Charif, 72.Min.), 4:4 Christian
(Charif, 81. Min.)
Rote Karte: Tobias (75. Min.)
11m-Schießen: 5:4 David E, 5:5, 6:5
Tim, 6:6, 7:6 Sebi, 7:7, Sini verschießt, 7:8, 8:8 Stefan, 8:9.
Gespielt haben: Tobias, Boris, David
J. - Marco D., Marco V., Sini, Sebi - Marius, Stefan, Christian, Charif, Björn
- David E., Tim - Matthias, Karl
Playoff-Viertelfinale
Torpedo Eisen – Dreibeiner 2:1
Mittwoch,
10.6.09, 19 Uhr Jahnwiese
Showdon für Torpedo Eisen nach der unerwarteten
Qualifizierung für die Play-Offs: Im Viertelfinale traf man auf keinen
Geringeren als den souveränen Sieger der Gruppe A und einen der Favoriten auf
den Meistertitel: die 3Beiner. Nachdem es einiges hin und her um den Termin
gab, konnte man sich schließlich einigen. Es sah nicht so aus, als würde an
diesem Tage einer der beiden Mannschaften auf mehrere Leistungsträger
verzichten müssen (soweit der Kader der 3beiner aus Sicht von TE beurteilt
werden kann). TE konnte ebenso größtenteils aus den Vollen schöpfen, vom
aktuellen Kader fehlten allerdings der verletzte Spielertrainer Philip, Boris
und der im Stau stecken gebliebene Christian. Es war also alles angerichtet für
einen großen Fußballabend.
Das Spiel begann - etwas unerwartet
- mit Feldvorteilen für TE. Die 3beiner spielten nicht so offensiv wie man es
zunächst hätte vermuten können, hatten sie doch die meisten Tore aller BuLi
Mannschaften nach der Vorrunde geschossen. Sie schienen eher auf Konter über
ihre brandgefährlichen Spitzen Benji und Matze zu lauern. Damit hätten sie in
der ersten Viertelstunde auch bei zwei Konter fast Erfolg gehabt, als sie sich
jeweils nach einem Solo in Schussposition bringen konnte, doch ihre Schüsse
gingen ungefährlich am Tor vorbei. Nach etwas Anfangsschwierigkeiten bekamen
Stefan, Marco D. und Sini ihre Gegenspieler immer besser in Griff, so dass aus
dem Spiel wenig Torgefahr für das von Tobias gehütete Tor ausging. Die erste
gute Torchance für TE hatte Tim mit seinem Schuss aus halblinker Position, der
aber Torwart Jörg vor kein größeres Problem stellte. Die meiste Zeit des Spiels
in der ersten Halbzeit neutralisierten sich beide Mannschaften im Mittelfeld.
Gefährlich wurde es meist nur bei Standards, bei denen die 3beiner immer wieder
versuchten, ihr Kopfball-Ungeheuer "Header" einzusetzen. Aber auch er
konnte sich im Luftkampf nicht so wie gewohnt durchsetzen. Dennoch war eine
Ecke schließlich Ausgangspunkt für das 0:1. Nach einer Ecke von Benji kurz vor
der Halbzeit köpfte Marco V. den Ball zur Seite, vermeintlich aus der
Gefahrenzone, aber Matze nahm den Ball per Drop-Kick aus 12m und jagte ihn
unhaltbar unter die Latte. Ein ohrenbetäubender Jubel der 3beiner schallte über
die Jahnwiese. Jetzt schien das 1:0 den 3beiner noch mehr in die Karten zu
spielen. Doch TE blieb ruhig und vertraute auf die eigene Spielstärke. Keine
zwei Minuten nach der Führung setzte Sini mit klugem Pass Sebi auf der rechten
Seite ein, der sich gegen 3beiners Ebbs durchsetzen konnte und auf der rechten
Seite durchmarschierte. Kurz vor der Grundlinie zirkelte Torpedos Urgestein
dann mit ungeahnter, filigraner Technik den Ball maßgerecht auf den aus dem
Rückraum kommenden Matthias, der den Ball volley aus 8m unhaltbar in die
Maschen donnerte. Was für eine Antwort, TE war zurück im Spiel!
Mit dem 1:1 ging es in die Pause.
Den 3beiner war deutlich anzumerken, dass sie an diesem Gegentor zu knabbern
hatten. Die erste Viertelstunde nach Wiederanpfiff dominierte TE das
Spielgeschehen. Die Torchancen wurden jetzt zwingender als noch im ersten Durchgang.
Die erste gute Möglichkeit besaß David J. nach einem Solo, sein Schuss ging
jedoch weit am Tor vorbei. Wenig später war es Charif, der im Mittelfeld wie
entfesselt aufspielte, und sich gegen zwei Mann durchsetzte und mit einem
platzierten Schuss nur um Zentimeter das Tor verfehlte. Kurze Zeit später
konnte sich David J. an der Strafraum Grundlinie gegen seinen Gegenspieler
durchsetzen und in die Mitte flanken. Doch ein Verteidiger der 3beiner konnte
per Kopf noch so gerade klären, allerdings hätte diese Rettungstat fast zu
einem Eigentor geführt. Die daraus resultierende Ecke sollte es noch in sich
haben: Charif flankte auf den 5m Punkt, eigentlich eine sichere Beute für
Keeper Jörg, aber dieser ließ den aufgrund des Regens nassen Ball fallen. Gedankenschnell
setzte Yannick nach, 3beiners Bernd versuchte noch zu retten, aber Matthias
blockte den Klärungsversuch direkt in das gegnerische Tor: 2:1! TE hatte die
Partie gedreht.
Die 3beiner versuchten zu reagieren
und schickten mit Oussama einen weiteren torgefährlichen Spieler auf den Platz.
Sie bliesen zum totalen Angriff, aber die Defensive von TE stand an diesem Tage
sehr sicher. Immer wieder konnten die meist durch die Mitte vorgetragenen
Angriffe unterbunden werden. Die seltenen Flanken über Außen wurden fast alle
von dem überragenden Libero Marco V. weggeköpft. Es ergaben sich nur wenige
zwingende Möglichkeiten für die 3beiner. Auch bei Standards (u. a. zwei
Freistössen aus guter Position) konnten sie wenig Torgefahr ausrichten.
Gefährlicher dagegen waren die Konter der Torpedos. Marius tauchte in der 75.
Min. frei vor dem Tor der 3beiner auf, aber sein Schuss konnte von 3beiners
Keeper Jörg noch geblockt werden. Bei dieser Aktion verletzten sich beide und
mussten kurze Zeit behandelt werden. Pech hatte Karl mit einem Kopfball aus
kurzer Distanz, der von dem Rücken eines Verteidigers noch geklärt wurde. Die
größte Chance den Sack vorzeitig zuzumachen hatte Tim, als er vor dem aus dem
Strafraum laufenden Jörg den Ball behaupten konnte, aber statt ihn zu
umspielen, sich für einen Pass auf den mitgelaufenen David E. entschied, der
aber von einem noch zurückgeeilten Verteidiger unterbunden werden konnte. So
blieb die Partie, die zwar manchmal etwas hektisch war, aber nicht unfair,
spannend bis zur letzten Minute. Die letzte Chance der 3beiner war nach einer
Ecke, bei der auch Keeper Jörg mit nach vorne gegangen war, aber der
anschließende Kopfball von Header strich über das Tor. Danach pfiff der
umsichtige Schiedsrichter Cay Cramm die Partie ab.
Eine sehr enge, umkämpfte und
jederzeit ausgeglichene Partie gegen niemals aufgebende 3beiner. Beide
Mannschaften spielten auf gleich hohem Niveau und oft sind es dann in solchen
Spielen eben Nuancen, die über Sieg und Niederlage entscheiden. Eine tolle
Mannschaftsleistung von TE, dass letztendlich auch das nötige Glück, was man in
solch engen Partie haben muss, beim 2:1 auf seiner Seite hatte. Damit hat TE
nach fünf Jahren Abstinenz mal wieder ein Halbfinale erreicht und trifft dort
auf den Sieger der Partie FK Trimmdich gegen Graskloppers. Einen Wunschgegner
gibt es nicht, denn die Trimmdicher werden nach der letzten 1:4 Schmach
bestimmt heiß auf Revanche sein und die Graskloppers sind nach wie vor der
Angstgegner Nr. 1 der Torpedos. Das bislang Erreichte ist aber bereits jetzt
weit mehr als selbst die kühnsten Optimisten von TE vor der Saison - vor allem
nach der letzten schwachen Saison - prophezeit hatten. Von daher ist das
Halbfinale in dieser vielleicht am stärksten besetzten BuLi-Saison aller Zeiten
zu erreichen, schon aller Ehren wert!
Tore: 0:1 Matze (40. Min.), 1:1
Matthias (Sebi, 42.Min.), 2:1 Matthias (60. Min.)
Gespielt haben: Tobias - Sini, Marco
V., Marco D., Kai, Marius, Stefan, Charif, Björn - Tim, David E., Yannick -
Karl, Matthias, David J.
Torpedo Eisen – FK Trimmdich 4:1
Sonntag, 24.5.09, 15 Uhr Jahnwiesen
Am 24. Mai 2009 kam es im letzten
Ligaspiel der Saison 2008/9 zum Showdown für TE: zum einen traf man auf kein
geringeren als den amtierenden Meister FK Trimmdich (FKT), der erst ein Ligaspiel
in dieser Saison verloren hatte, zum anderen ging es noch um die Qualifikation
für das Viertelfinale. Im Fernduell gegen Otze Mach ET hatte Otze am Vortag
durch ein 4:2 Erfolg gegen die Feinen Kerle vorgelegt. TE musste also nicht nur
gewinnen, sondern auch noch mit mindestens zwei Toren Unterschied um aufgrund
des besseren Torverhältnisses (neue Regelung seit dieser Saison) an den dann
punktgleichen Otzes noch vorbei zu ziehen.
Personell konnte TE aus dem Vollen
schöpfen. Endlich stand auch "Reservekeeper" Tobias vor seinem ersten
Einsatz bei TE, der aufgrund seiner Ruhe und Souveränität ein großer Rückhalt
heute war. Lediglich Spielertrainer Philip ging angeschlagen ins Spiel und
musste - wie seit Wochen - bereits nach 10 Min. verletzt das Spielfeld
verlassen. Da jedoch der Kader seit dieser Saison so stark besetzt ist wie noch
nie, tat diese Auswechselung der Stärke von TE keinen großen Abbruch, und
Philip konnte sich auf das konzentrieren, was ein zweifacher Familienvater im
fortgeschrittenen Alter eh am besten kann: Kommandieren von der Seitenlinie!
Obwohl es für FKT in diesem Spiel um
nichts mehr ging, da sie bereits als Gruppenzweiter feststanden, gingen sie
engagiert zur Sache. Die ersten 15 Minuten hatte FKT mehr vom Spiel, ohne
jedoch zu einer nennenswerten Torchance zu kommen. Nach einer Viertelstunde
bekam TE das Spiel besser in den Griff. Vor allem die taktische Umstellung auf
drei Stürmer erwies sich als richtige Maßnahme. Immer wieder konnte der starke
Matthias die Bälle in der Mitte antizipieren und seine Mitspieler klug
einsetzen. So auch in der 20 Min., als er nach einem langen Abschlag von Tobias
den Ball über die Abwehr hinweg auf den durch gestarteten David E. köpfte.
Nachdem David E. mit seinem Zuspiel auf Matthias scheiterte, konnte er sich den
Ball zurück erobern und drang in seiner unnachahmlichen Art in den Strafraum,
wo er nur durch ein Foul gestoppt werden konnte. Schiri Capelli pfiff sofort
Strafstoß. Normalerweise sollte der Gefoulte niemals selber schießen, aber
diese Regel wird spätestens dann hinfällig, wenn der Schütze David
"Pizarro" E. heißt. Ohne den Hauch einer Chance für den gegnerischen
Goalie verwandelte er sicher zu der wichtigen 1:0-Führung.
Mit der erhofften frühen Führung im
Rücken spielte es sich für TE leichter. Der Anfangsdruck der Trimmdicher
erlahmte und TE wurde zunehmend überlegener. Nach schönem Pass von David J.
hatte Matthias kurze Zeit später die Möglichkeit die Führung auszubauen, doch
er scheiterte an dem aufmerksamen Keeper von FKT. Das wichtige 2:0 vor der
Pause sollte aber nicht lange auf sich warten lassen. Nach Zuspiel auf Tim
setzte er zum Tänzchen mit seinen Bewacher Musiklehrer Lippinski an. Wie einen Stehgeiger ließ er diesen stehen
und fiedelte mit zarter Saite von der Grundlinie auf die eiserne Tuba David
E.'s, der per Kopf den Ball aus 7m in die Maschen trommelte. Was für ein
Paukenschlag: die ersehnte Zwei-Tore-Führung war vollbracht! Kurz vor der
Halbzeit hätte der Vorsprung nach der einzigen Unachtsamkeit bei einer
gegnerischen Ecke schnell schmelzen können, aber der Schuss eines FKT'ler aus
10m ging knapp am rechten Pfosten vorbei.
Zur Halbzeit hatte man die halbe
Miete eingefahren, nun ging es darum sie im zweiten Durchgang zu verwalten.
Dafür rührte Eisen Beton um die eigene Abwehr an. Insbesondere die beiden
Manndecker Sini und Marco D. ließen ihren Gegenspieler wenig Luft zu atmen.
Sollte dennoch einmal was durchkommen, dann war spätestens bei Routinier Marco
V. Schluss. Die gute Abwehrarbeit begann allerdings schon im Mittelfeld, wo TE
sehr kompakt stand, was insbesondere der starken Leistung von Marius, Stefan,
Charif, Kai, Björn und dem nimmermüden Christian zu verdanken war. FKT
erspielte sich zwar ein optisches Übergewicht, die gefährlicheren Aktionen in
Form von Kontern konnte aber TE setzen. Nachdem TE bestimmt ein Dutzend Mal in
die Abseitsfalle von FKT tappte, konnte sich Tim, der aufgrund der
bevorstehenden Geburt seines zweiten Kindes am nächsten Tag, so richtig
aufdrehte, im Laufduell gegen Stürmerkollege "EX-King George" und
jetzt wohl "Georg Best" durchsetzen und nur durch ein Foul gestoppt
werden. Die Entscheidung war eindeutig, die Frage war nur: war das Foul
innerhalb oder außerhalb des Strafraums gewesen? Nach langer Beratschlagung a
la Capelli kam man schließlich zu dem Ergebnis, dass das Foul wohl innerhalb
des Strafraums begangen wurde, was nach Auffassung der meisten Spieler wohl
auch der Fall war. Nur der Foulende selber sah das wohl etwas anders, aber was
bitte hat auch ein Stürmer im eigenen Strafraum zu suchen? David E. legte sich
die Kugel für seine Hattrick zurecht. Die heißen Temperaturen auf der JW
schienen kurzeitig auszusetzen, so eiskalt vollstreckte er zum 3:0!
Jetzt schien Eisen auf Kurs gen
Viertelfinale zu sein, denn FKT hätte schon zwei Tore schießen müssen, um TE
noch abzufangen. Fast wäre FKT auch wenig später wieder ran gekommen, als ihre
erste größere Torchance im zweiten Durchgang, ein Fernschuss aus 24m halbrechte
Position, nur knapp am Torwinkel von TE vorbei strich. Im Gegenzug sorgte dann
Schlitzohr Tim "Manni Burgsmüller" für die Vorentscheidung: nach
einem zu kurz geklärten Befreiungsversuch eines Verteidigers knallte er den
Ball aus 16m unhaltbar ins linke Eck: 4:0 - TE stand Kopf! FKT wollte sich aber
nicht abschlachten lassen und bewies sportliche Fairness in dem sie weiter nach
vorne spielte. Der Lohn ihrer Mühen dann in der 80. Min., als sich ein Spieler
von FKT in ähnlicher Manier wie beim 2:0 von TE im Strafraum an der Grundlinie
durchsetzte und seine Flanke aus 5m per Kopf verwertet werden konnte. Ernsthaft
in Gefahr brachte der Anschlusstreffer TE aber nicht mehr. Im Gegenteil, David
E. und Tim hatten noch vielversprechende Möglichkeiten das Ergebnis höher
ausfallen zu lassen (und ein klarer Elfmeter nach Rempler an Tim im Strafraum
hätte eigentlich auch noch gegeben werden können), ein noch höherer Sieg wäre
aber vom Spielverlauf her etwas zuviel des Guten gewesen.
Somit blieb es bei dem verdienten
4:1-Sieg und dem mehr als 2-Tore-Vorsprung von TE, so dass schließlich das
"kleine Wunder von der Jahnwiese" doch noch unerwartet zustande kam.
TE zieht damit als Viertplatzierter in das Viertelfinale ein. Dort trifft man
auf den Erstplatzierten der Gruppe B und Mitfavorit auf den Titel: die 3beiner,
die derzeit wahrscheinlich den besten Sturm der Liga stellen. Auch wenn TE in
diese Begegnung als Außenseiter geht, so bleibt zu hoffen, dass mit einer
ähnlich starken Vorstellung wie am heutigen Tage TE im "Derby" nicht
ganz chancenlos ist. Bei aller Freude über den großartigen Sieg und das Erreichen
des Viertelfinales geht unser Trost und Mitgefühl an unsere Kumpels von Otze
Mach Et, die nur aufgrund der schlechteren Tordifferenz den undankbaren 5.
Platz belegen. Da wir schon so oft in engen Spielen den Kürzeren gezogen haben,
wissen wir nur zu gut, wie sich sowas anfühlt. Besonderen Dank gilt unserem
größten Fan und Trainingsmotivator Werner für die unzähligen Biere während der
Saison und nach dem heutigen Spiel und an alle Grill-Master für die schöne
Grillage am heutigen Abend!
Tore: 1:0 David E. (Foulelfmeter an
David E. 20.Min.), 2:0 David E. (Tim 35.Min.), 3:0 David E. (Foulelfmeter an
Tim 68.Min.), 4:0 Tim (75.Min.), 4:1 (80.Min.)
Gespielt haben: Tobias - Sini, Marco
V., Marco D. - Marius, Christian, Stefan, Charif, Kai - Björn, Matthias, David
E., Tim, David J. (und eigentlich auch Philip, wenn man diese 10 Min.-Auftritte
in den letzten Spielen überhaupt noch als Spieleinsätze bezeichnen kann)
Torpedo Eisen – Friendly Fire FC 0:0
Sonntag, 3.5.09,
14 Uhr Salzburger Weg
Im Stile von Werder-gegen-HSV-Wochen
trifft TE gleich zweimal hintereinander auf die Jungs von Friendly Fire FC
(FFF). In der Liga hat TE das Saisonziel bereits zwei Spieltage vor Schluss
erreicht: Mit dem letzten Sieg gegen Rhenania kann TE auch theoretisch nicht
mehr in die Abstiegszone geraten. Dass man bereits zwei Spieltage vor Schluss
in einer derart starken Gruppe so gut aussehen würde, konnte man aufgrund der
Leistungen in der letzten Saison nicht unbedingt vorhersehen. TE spielt bislang
eine starke Saison und steht zu recht auf einem der vorderen Plätze. Um sogar
noch mehr zu erreichen (Qualifikation für das Viertelfinale) bedarf es
allerdings noch einer Leistungssteigerung in den letzten beiden Spielen, denn
die vermeintlich stärksten Gruppengegner stehen noch bevor. Mit einem Sieg
gegen einen direkten Konkurrenten hätte TE einen großen Schritt gen
Viertelfinale machen können. Personell konnte TE bis auf den angeschlagenen
Philip aus den Vollen schöpfen, lediglich die Torwartposition war bis kurz vor
Anpfiff vakant, doch Gründungsmitglied Guido ließ es sich schließlich nicht
nehmen noch einmal im Tor auszuhelfen.
Die Anfangsminuten kontrollierte TE
das Spiel und ließ den Ball über den weichen Kunstrasen gepflegt in den eigenen
Reihen zirkulieren. FFF, seit 3 Spieltagen sieglos, spielte erstmal abwartend
und lauerte auf Konter. Zwar kombinierte TE recht gefällig, aber zwingende
Torchancen sprangen nicht dabei heraus. Die besten Aktionen hatten Matthias,
der auf Abruf wg. der bevorstehenden Geburt seines zweiten Sohnes stand, und
Kapitän Björn, aber ihre Distanzschüsse konnten den Torwart von FFF nicht
ernsthaft in Verlegenheit bringen. Nach 20 Minuten musste bereits TE im
Mittelfeld umstellen. Philip konnte nicht mehr weiterspielen und Marius
übernahm die Manndecker-Position. David E., der erst in der Nacht zuvor aus
Lima zurückkam und seine Fußballschuhe wohl im Flieger vergessen hatte, nutzte
die Gunst der Stunde. Schnell schnappte er sich Philip's Pantoffel und wechselte für Marius in die
Offensive. Zur Mitte der ersten Halbzeit erlahmten die Kombination von TE und
der Gegner erarbeitet sich ein optisches Übergewicht im Mittelfeld. Eine Reihe
von Ecken und Fernschüssen könnte FFF für sich verbuchen, aber ernsthafte
Gefahr für das von Guido souverän gehütete Tor stellten diese Aktionen auch
nicht dar. Richtig eng wurde es in HZ.1 eigentlich nur einmal bei einem
gezirkelten Freistoß aus 18m, den Guido aber aus dem Winkel fischen konnte.
Nach dem Wechsel ein ähnliches Bild:
FFF spielbestimmend, aber ohne Durchschlagskraft vor dem Tor von TE, was vor
allem daran lag, dass insbesondere Sini und Marius die Stürmer von FFF aus dem
Spiel nahmen und überhaupt die ganze Defensive sehr konzentriert arbeitete. Die
starke Defensivvorstellung von TE ging aber zu Lasten der Offensive. Das
Umschalten von Abwehr auf Angriff funktionierte nicht so recht, so dass die
Spitzen David J. oder Christian oft keine Unterstützung aus dem Mittelfeld
bekamen. Das lag aber auch daran, dass die im Durchschnitt doch einiges
jüngeren Spieler von FFF eine stärkere Physis aufwiesen und dadurch das
Mittelfeld von TE viel Laufarbeit verrichten musste. So mussten Standards oder
Zufallsprodukte für Torgefahr sorgen. Ein Freistoß von Tim, ein Schuss aus 8m
von David J., der den Ball allerdings nicht richtig traf, und zwei Freistöße
von Charif könnte man noch am ehesten als Torchance verbuchen. Auf der anderen
Seite hatte FFF seine beste Chance in der 65. Min., als ein Weitschuss nur
knapp an Pfosten und Latte vorbei strich. In den letzten 15 Min. des Spiels
übernahm TE wieder mehr das Kommando und hatte seine beste Torchance des Spiels
in der 78. Min.: nach schönem Solo von Matthias hatte David E. 10m. vor dem Tor
aus halbrechter Position die Möglichkeit frei aufs Tor zu schießen, entschied
sich aber noch einmal auf den in der Mitte durchgestarteten Christian
abzulegen, was allerdings die falsche Entscheidung war, denn Schiri Capelli
entschied zu recht auf Abseits.
Somit blieb es in einem fairen
Spiel, das von Schiri Capelli souverän geleitet wurde, bei einem
leistungsgerechten 0:0. Beide Mannschaften spielten für BuLi-Verhältnisse auf
taktisch hohem Niveau, wirkten jederzeit sehr konzentriert und machten im
Abwehrbereich keine Fehler. Auch wenn FFF mit dem Punktgewinn wahrscheinlich
besser leben kann als TE können die Torpedos zufrieden mit ihrer heutigen
Leistung sein. Der Gegner erwies sich als erwartet starke, eine junge und
kompakte Truppe. Von daher ist das Unentschieden, vor allem die Art und Weise
wie es zustande kam, als Erfolg zu werten. Vor dem letzten Spiel gegen den
amtierenden Meister FK Trimmdich, der seine Qualifikation am WE mit einem 1:0
Sieg über Otze Mach Et bereits vorab klar machen konnte, ergibt sich eine
interessante Konstellation im Kampf um die verbleibenden zwei Qualifikationsplätze:
FFF kann aus eigener Kraft mit zwei Siege alles klar machen, dagegen könnte es
sowohl Otze Macht ET als auch TE passieren, dass trotz eines Sieges im letzten
Spiel dies aufgrund des Torverhältnisses nicht ausreicht. Auf der anderen
Seiten könnte aber beiden Mannschaften sogar eine knappe Niederlage reichen,
vorausgesetzt der andere verliert mit einer höheren Tordifferenz ebenfalls. Vom
Papier her hat allerdings Otze Mach Et mit Feine Kerle Köln die vermeintlich
leichtere Aufgabe als TE. Den Meister zu schlagen hat diese Saison bislang erst
eine Mannschaft fertig gebracht. Vor dem letzten, entscheidenden Ligaspiel in
dieser Saison steht allerdings erst das "Rückspiel" (im Pokal) gegen
FFF an.
Tore: Fehlanzeige
Gespielt haben: Guido - Sini, Marco
V., Philip - Kai, Stefan, Matthias, Charif, Boris - Marius, Björn, Tim, David
E. - David J., Christian
Torpedo Eisen – FC Rhenania 4:1
Sonntag, 29.3.09,
14 Uhr Jahnwiese
Nach
dem Sieg vom letzten Wochenende gegen Sprit Connection ging es für TE im Spiel
gegen den FC Rhenania (FCR) darum, weiter Anschluss an die
Play-Off-Qualifikationsplätze zu halten. Im Tor gab Alteisen-Legende Guido sein
Comeback nach über zwei Jahren, ansonsten konnte TE aus einem vollen Kader
schöpfen. Vor dem Gegner war man aus vermeintlichen Fachkreisen innerhalb der
Buli eindringlich gewarnt worden.
Dementsprechend
konzentriert gingen die Torpedos in den ersten 20 Minuten zu Werke und knüpften
da an, wo sie im Spiel gegen die Connection aufgehört hatte. Mit gepflegten
Kombinationsfußball und viel Zug zum gegnerischen Tor beherrschte TE den Gegner
in den ersten Minuten eindrucksvoll. Die erste gute Torchance nutzte dann auch
gleich David E. mit einem harten Flachschuss ins kurze Eck nach Pass von Tim.
Wenige Minuten später legte David E. selbstlos für Matthias auf, der aus 16m
den Ball in die Maschen ballerte. Mit der frühen 2:0 Führung im Rücken spielte
TE noch befreiter auf und es hätten durchaus ein paar mehr Treffer fallen
können. Doch Yannick, nach Traumsolo von David E., und Tim vergaben beste
Gelegenheiten.
Nach 25 Minuten war es dann mit der Torpedo-Herrlichkeit vorbei. Nach einer
Ecke konnte ein Mittelfeldspieler von FCR per Drop-Kick unhaltbar aus 10m auf
1:2 verkürzen. Danach witterte der FCR Morgenluft und setzte insbesondere über
die rechte Seite immer wieder gefährliche Konter. Dass mit Aushilfskeeper Guido
auch das Glück zu TE zurückkehrte, zeigte sich in der 32. Min., als sich ein
als Flanke gedachter Torschuss auf die Latte und den Innenpfosten senkte. Wenig
später hatte es dann ein Stürmer von FCR selber auf dem Fuß, den Ausgleich zu
erzielen, aber sein Heber kratzte Marco V. noch von der Linie und machte damit
seinen vorausgegangen Fauxpas wieder wett. TE hätte sich nicht beklagen dürfen,
wenn es zur Pause 2:2 gestanden hätte, so aber blieb es bei der knappen
Führung.
Nach
der Pause festigte sich TE wieder. Vor allem der in der 2. Halbzeit sehr
starken Abwehr um die Manndecker Sini und Philip und Libero Marco V. war es zu
verdanken, dass der Gegner sich nicht mehr so entfalten konnte wie noch vor
Ende der 1. Halbzeit. Im Mittelfeld verrichteten Matthias, Charif, Marius,
Stefan, Kai und Boris wieder gewohnt souverän ihren Job und sorgten dafür, dass
sich der Druck auf das Tor des FCR erhöhte. Die Offensive um Björn, Tim,
Yannick, Christian und David E. erhöhte das Tempo, aber gab sich einen Tick zu
sorglos im Umgang mit der Verwertung von Torchancen. David hätte bereits per
Kopf nach schöner Flanke von Philip den erneuten 2-Tore-Vorsprung herstellen
können, aber erst ein Gewaltkracher von Stefan aus 24m - dessen Einsatz
aufgrund einer Magen-Darm-Verstimmung fraglich war und der mit diesem Schuss
sich seiner querliegenden Fürze entledigte - nach Vorlage von Kai sorgte für
die beruhigende 3:1 Führung.
Damit war die Partie entschieden und die wenigen Angriffe des FCR erlahmten.
Keeper Guido musste nur noch einmal sein Können bei einem Freistoß unter Beweis
stellen. Auf der anderen Seite hätten Yannick, nach "Geschenk" des
gegnerischen Torwarts und Boris, nach Ablage von Christian, die Führung noch
ausbauen können. Das 4:1 resultierte schließlich aus einem weiteren Solo des
stärksten Torpedos in der Offensive heute, David E., der an der Grundlinie
gleich zwei Spieler aussteigen ließ und dann überlegt in den Strafraum
zurücklegte, wo Christian keine Mühe hatte per Direktabnahme(!) den Ball im
gegnerischen Tor zu versenken.
Ein flottes Spielchen, mit dem der aufmerksame Schiri Stefan R. nie Probleme
hatte, gegen einen fairen Gegner, das aufgrund der Vielzahl von Torchancen im
Ergebnis ruhig etwas höher hätte ausfallen dürfen. Aber auch so reicht das
Ergebnis, um wieder ein ernstes Wörtchen bei der Vergabe um die
Play-Off-Qualifikationsplätze mitreden zu dürfen und das sah nach der bitteren
0:1 Niederlage gegen Otze Mach Et vor zwei Wochen noch ganz anders aus. Von
daher großes Kompliment an die Mannschaft, die sich auf dem richtigen Weg
befindet. Wie weit der Weg von TE in dieser Saison tatsächlich noch führen
wird, wird sich dann nach den letzten beiden "Knallerspielen" gegen
Friendly Fire und dem amtierenden BuLi-Meister FK Trimmdich im Mai
zeigen.
Tore: 1:0 David E. (8.Min. Tim), 2:0 Matthias (15.Min. David E.), 2:1 (28.),
3:1 Stefan (65.Min. Kai), 4:1 Christian (81. Min. David E.)
Gespielt haben: Guido - Philip, Marco V.(C), Sini - Boris, Marius, Matthias,
Charif, Tim, David E., Björn, Stefan, Kai - Yannick, Christian
Torpedo Eisen – Sprit Connection 3:2
Sonntag, 22.3.09,
12 Uhr Jahnwiese
Im heutigen BuLi-Spiel war für TE
gleich aus zwei Gründen Wiedergutmachung angesagt: erstens wollte man sich für
die blamable Vorstellung von letzter Woche im Derby etablieren, zudem wollte
man Revanche für das dramatische 2:3 gegen Sprit aus der letzten Saison.
Personell gab es einige kurzfristige Änderungen, nachdem einige Spieler ausfielen
und Spielertrainer Philip wegen einer Erkältung nicht voll einsatzfähig war. So
rutschte Yannick doch noch in die erste Elf, was sich im Nachhinein als
Glücksgriff erweisen sollte.
Das Spiel begann ganz anders als in
der Vorwoche. TE diktierte von Anfang das Spielgeschehen und glänzte mit
hübschen Kombinationsfußball. Die schönste Stafette ereignete sich in der 15.
Min., als Marco V. hinten das Spiel über die linke Seite aufbaute und Matthias
mit tollem Steilpass Charif auf die Reise schickte, der von der Grundlinie in
den 16-er flankte, wo gleich zwei Torpedos, Yannick und Kai, um Haaresbreite am
Ball vorbeirutschten. Soviel Fußballkultur in der ersten Viertelstunde hatte
man schon lange nicht mehr bei TE gesehen und als Außenstehender fragte man
sich, ob wirklich hier die gleiche Mannschaft spielte wie letzte Woche. Aber
gemach, das "alte" Eisen zeigte sein allwöchentlich hässliche Fratze
dann in der 18. Min.: langer Ball in den 16er von TE, Verteidiger und Torwart
mit Abstimmungsschwierigkeiten a la "Nimm-du-ihn-ich-hab-ihn-sicher"
und Sprits Stürmer Ingo als lachender Dritter, der den Ball in die Maschen
köpfte. Voila, 0:1 nach der ersten Torchance von Sprit, TE seit Wochen
Geschenkelieferant! Das Gute aber ist,
dass sich überhaupt keiner mehr über seine Aktion ärgern muss, da diese Lapsi
einfach mittlerweile zum Alltagsgeschäft von TE gehören. Von daher ging es
direkt nach Wiederanpfiff in die Richtung Sprit-Tor. Der Druck von TE nahm zu,
aber noch fehlte es an den 100%-igen Torchancen. Fast hätten die Spritis
allerdings auch aus ihrer zweiten Torchance einen weiteren Treffer erzielt:
Sprits Urgestein Benni Leichtfuß zirkelte mit seiner linken Klebe einen
Freistoß aus 17m sehenswert an die Latte. Damit war es aber auch vorbei mit der
SC Herrlichkeit. TEs Anrennen wurde schließlich in der 42. Min. belohnt. Nach
Freistoß von Charif schnappte sich Marius den Ball im Strafraum und wurde dabei
von seinem Gegenspieler von den Beinen geholt. Klare Sache für Schiri P.
Peters: Elfmeter. Kapitän David blieb eiskalt und verwandelte sicher zum 1:1.
Doch damit nicht genug, TE wollte den Lohn für seine Anstrengungen noch in der
ersten Halbzeit. Und fast wäre dies auch gelungen. Nach Traumpass von Stefan
aus dem Mittelfeld war Tim durch und spitzelte den Ball an dem herauslaufenden
Torhüter vorbei, doch der Ball strich um Zentimeter am Torpfosten vorbei. So
blieb es beim 1:1.
Die zweite Halbzeit begann wie
eine Wiederholung der letzten Wochen. Wieder
nahm man sich zur Halbzeit viel vor, war sich sicher, dass nun in die
"Ernte" eingefahren würde, aber alles kam wieder mal ganz anders.
Nach einer unübersichtlichen Situation auf der linken Seite setzte sich Ingo,
der ansonsten von Sini gut bewacht wurde, gleich gegen zwei Mann durch und
seine Flanke trudelte durch den Strafraum an allen Torpedos vorbei und fand den
völlig freistehenden Jochen, der keine Mühe hatte aus 5m den Ball im leeren Tor
unterzubringen. Wieder ein Rückschlag für TE und dieses Mal schien die
Mannschaft sich davon nicht ganz so schnell zu erholen. Sprit wirkte in dieser
Phase des Spiels leicht feldüberlegen und hätte fast auf 3:1 erhöht, doch Benni
gab ehrlich zu, dass er vor dem Torschuss den Ball im Strafraum mit der Hand
gespielt hatte. Überhaupt ein sehr faires Spiel von beiden Mannschaften und
nicht im Ansatz mit den Vorkommnissen des letzten Aufeinandertreffens zu
vergleichen. Das lag u. a. auch daran, dass Schiri P. Peters die Partie
jederzeit im Griff hatte und erst gar keine Hektik aufkommen ließ. Nach 60.
Min. hatte sich TE von dem Schock erholt und spielte wieder gefälliger nach
vorne. Insbesondere das starke Mittelfeld um Stefan, Matthias, Charif und dem
immens fleißigen Marius kurbelte das Spiel an. Und vorne waren die Spitzen -
egal ob David E., Tim, Björn oder Yannick jederzeit brandgefährlich.
Insbesondere Björn, der zur Höchstform aufläuft seitdem er den "Dr."
Titel trägt, sorgte mit feinen Einzelaktionen für viel Wirbel, so auch in der
60. Min., als er zunächst seinen Gegenspieler am Strafraumeck tunnelte und dann
den Ball gen Winkel jagte. Doch mit einem Reflex lenkte Sprits Katze den
Ball so gerade noch zur Seite. 5 Minuten später war aber auch
er geschlagen. Nach einem schnellen Einwurf von Marius geriet Matthias
gedachter Torschuss zur Flanke, die Björn gedankenschnell aus 8m
einnetzte - der verdiente Ausgleich! TE brannte nun und wollte sich nicht
mit dem Unentschieden zufrieden geben. Und in der 80. Min. belohnte sich TE
schließlich selber: Matthias mit langem Steilpass auf David E., der sich im
Luftkampf gegen seinen Gegenspieler behauptete und auf Tim ablegte. Tim
fackelte nicht lang und knallte den Ball aus 16m aufs Tor, der Schuss konnte
noch abgewehrt werden, aber landete genau vor den Füßen von Yannick, der nur
noch aus 3m abstauben brauchte: 3:2 Spiel gedreht! TE hat anscheinend das
Siegen doch noch nicht verlernt und gewann heute verdient, weil die Mannschaft
nie aufgab und trotz zweimaligen Rückstand immer an sich geglaubt hat. Eine
starke, vor allem mannschaftlich geschlossene Teamleistung, die wieder Hoffnung
für die nächsten Spiele macht.
Gespielt haben: Joachim - Sini,
Marco V., Marco D., Sebi - Kai, Stefan, Matthias, Charif, Tim, David E.,
Marius, Philip - Yannick, Björn
Tore:
0:1 (18.), 1:1 David (42./FE (Foul an Marius)), 1:2 (50.), 2:2 Björn (65. Matthias), 3:2 Yannick (80. Tim)
Torpedo Eisen – Otze mach et 0:1
Sonntag, 15.3.09,
15 Uhr Jahnwiese
"Bei Spielen gegen Otze fallen
nicht viele Tore, meistens Dusel-Tore und die Mannschaft, die zu erst in
Führung geht, gewinnt". Welch weise Worte, die nicht etwa aus dem
bierseeligen Dunstkreis der bedröppelt reinguckenden Torpedos nach dem Spiel
hervorgingen, sondern vielmehr aus Matthias Ansprache vor dem Spiel
entstammten. Der langjährige Spielertrainer von Otze und jetzt im Dienste von
TE stehende Mittelfeldspieler konnte wegen einer Verletzung zwar selber nicht
mitwirken, prophezeite aber schon frühzeitig den Spielverlauf. Doch was nutzt
dir die Erkenntnis, wenn du doch nicht in der Lage bist, den Lauf der Dinge zu
beeinflussen?
So musste Matthias tatenlos mit an
sehen, wie sich seine Torpedos von kämpferisch und taktisch gewohnt gut
eingestellten Otzes im ersten Durchgang den Schneid abkaufen ließen. Trotz
einiger personeller Ausfälle bleibt die schwache Leistung in der ersten
Halbzeit unerklärlich. Ein einziger (!) Angriff (über Philip und Charif) kann
als nennenswerter Chance deklariert werden, ansonsten herrschte Flaute in TE's
Offensive in Halbzeit 1. Hinten stand die Abwehr um die beiden Marco's, Sini
und Kai allerdings recht sicher, so dass auch Otze - bis auf einen Kopfball,
den Joachim gut parierte - kaum Torchancen in der ersten Halbzeit besaß.
Dennoch wirkten Otzes Aktionen zielstrebiger, was vor allem daran lag, dass
TE's Mittelfeld das Spiel überhaupt nicht in den Griff bekam.
In der zweiten Halbzeit versuchte TE
das Spiel mehr an sich zu reißen, aber die vielen Abspielfehler und die
unnötigen Alleingänge, die meist in der von Otze's Abwehrchef Giuseppe
umsichtig organisierte Abwehrreihe hängen blieben, ließen auch in der zweiten
Halbzeit kein konstruktives Spiel von TE aufkommen. Die wenigen Torchancen
(Kopfball von Stefan und David E.'s Schuss aus halbrechter Position)
resultierten folgerichtig auch nicht aus herausgespielten Aktionen, sondern aus
Standards oder Alleingängen. TE verzettelte sich zu oft im Spielaufbau und
verlor den Ball zu schnell insbesondere nach Einwürfen. Aufgrund der mangelnden
Kreativität und Durchsetzungskraft im Offensivspiel brachte man Otze nicht
allzu sehr in Bedrängnis, die nur auf den einen, leider in den letzten Spielen
mit erschreckender Regelmäßigkeit wiederkehrenden Fehler von TE warteten. In
der 70. Min. war es dann soweit: nach einer vermeidbaren Ecke konnte der erste
Kopfball eines Otzes Spieler noch abgewehrt werden, aber statt den Ball
endgültig aus der Gefahrenzone zu klären, wurde einem weiteren Otze der Ball
maßgerecht serviert, der das Geschenk 10m frei vor dem Tor dankend annahm.
Nach dem Rückstand wurde das
Anrennen von TE noch kopfloser und bis auf eine Ausnahme konnte TE keine
Torchance mehr herausspielen. Diese eine Aktion hatte es aber in sich: nachdem
der Ball eine der wenigen Male flach über die linke Seite gespielt wurde,
spielte Philip, in seiner einzig guten Aktion im zweiten Durchgang, den Ball
durch "die Gasse" auf Björn, der plötzlich aus 8m halblinke Position
frei vor Otze's Keeper auftauchte, aber mit links ganz knapp verzog. Das war
die einzig herausgespielte Chance von TE im gesamten Spiel und allein das ist
Beweis genug, dass TE an diesem Tag so gar nichts gelang.
Somit verlor TE nicht unverdient das
"Derby", welches zwar hart umkämpft war, aber stets mit fairen
Mitteln auf beiden Seiten geführt wurde. Damit verabschiedet sich TE zunächst
einmal aus dem Wettkampf um die Play-Off-Qualifikation. Die nächsten beiden
schweren Spiele gegen Sprit Connection und Rhenania werden zeigen, wohin der
Weg von TE diese Saison noch führen wird. Die Euphorie von TE nach dem guten
Start im letzten Jahr ist zumindest nach den letzten beiden Niederlagen
verflogen.
Tore: 0:1 (70. Min.)
Gespielt haben: Joachim - Kai, Sini,
Marco V., Marco D., Dinho - Boris, Stefan, Philip, Charif, Tim - David J.,
Björn, David E.
Torpedo Eisen – 2. FC Holzbein Köln 2:3
Sonntag, 1.3.09,
10.30 Uhr Salzburger Weg
Im ersten
Spiel der Rückrunde traf TE auf einen Geheimfavoriten, den 2. FC Holzbein. Die
Jungs von der SpoHo hatten in den letzten Spielen für viel Furore gesorgt und
TE war entsprechend gewarnt. Allerdings ging TE selbstbewusst ins Spiel. Der
Kader ist derzeit stark wie noch nie, insbesondere Neuzugang Christian ließ die
Erwartungshaltung der TE-Fans in die Höhe schrauben. Zudem konnte Joachim das
derzeitige Torwartproblem für heute lösen.
Die erste Halbzeit sah allerdings nicht danach aus, als dass TE an die letzten
Erfolge anknüpfen würde. Der 2. FC Holzbein hatte klare Feldvorteile und
agierte sehr laufstark aus den eigenen Reihen. Das 0:1 war die Konsequenz aus
einer drückenden spielerischen Überlegenheit. TE versuchte dagegen zu halten,
aber spätestens am gegnerischen 16-er war Schluss. Die beste Chance in der 1.
Halbzeit besaß David J. nach schöner Vorarbeit über Matthias und Christian,
doch sein Kopfball aus 8m konnte Holzbeins Katze im Tor noch so gerade
parieren. Kurz vor Ende der 1. Halbzeit wurde die Dominanz der Holzbeiner immer
größer. Obwohl das 0:2 aus einer Unachtsamkeit nach einer Ecke als vermeidbar
bewertet werden könnte, war der zwei Tore Vorsprung der Holzbeiner zur Pause
nicht unverdient.
Doch in der zweiten Halbzeit zeigte TE sein wahres Gesicht. Nach einer
Umstellung im Mittelfeld und im Angriff spielte TE wesentlich selbstbewusster
nach vorne. Die erste gute Chance bereits nach 5 Minuten als ein Freistoß von
Charif durch Stefan nur knapp vepasst wurde. Plötzlich waren die
Kräfteverhältnisse gedreht und es gab Einbahnstraßen-Fußball in Richtung Tor
der Holzbeiner. Die beste Chance des Spiels bis dato hatte Matthias in der 55.
Minute, als er aus aussichtsreicher Position 8m vor dem Tor noch einmal ablegen
wollte, statt selber den Abschluss zu suchen. Auch wenn das Tor noch nicht
fiel, jetzt rollte ein Angriff nach dem anderen auf das Tor der Holzbeiner. In
der 65. Minute war es dann soweit: Nach einem Ballgewinn aus der eigenen Hälfte
schaltete TE entschlossen um: Matthias flankte auf Christian, der seinen
Gegenspieler stehen ließ und zurück auf Tim legte, der den Ball zum längst
fälligen Anschlusstreffer aus 6m über die Linie bugsierte. Der Salzburger Weg
brannte! Jeder Torpedo legte einen Schüppe drauf und in der 70. Minute stand
der Kessel kurz vor der Explosion: nach einem Foul an dem starken David
zirkelte Philip den fälligen Freistoß an den Pfosten. Das hätte der Ausgleich
sein können. Dieser sollte dann nicht mehr lange auf sich warten. Nachdem Marco
V. am eigenen Strafraum den Ball klären konnte, schaltete er sich bei dem
folgenden Konter energisch mit ein. Die Flanke von Tim konnte noch abgewehrt
werden, aber Marco setzte per Kopf am Strafraum entschlossen nach und Neuzugang
Christian köpfte den Ball über den herauslaufenden Torwart in die Masche.
Wahnsinn: 2:2 - TE hatte ein längst verloren geglaubtes Spiel gedreht!
Die Holzbeiner schienen am Boden. Sie hatten bis zur 85. Min. keine einzige
Torchance im zweiten Durchgang. Alles sprach nun für TE. Doch in einem Moment
der Überheblichkeit zeigte sich das über Jahre anhaftende Trauma von Torpedo
Eisen. Bei eigenem (!) Freistoß 25m vor dem gegnerischen Tor wurde der Ball
leichtsinnig vertändelt und die Holzbeiner konterten gnadenlos schnell. Marco
V. und auch der zuverlässige Torwart Joachim konnten den gegnerischen Stürmer
nicht stoppen, der kurz vor Ende des Spiels dann tatsächlich aus der ersten
Torchance des 2. Spielabschnitts den Siegtreffer für Holzbein erzielte. Da war
es wieder: die Tragik um Torpedo Eisen. Wieder einmal gut gespielt, gekämpft
bis zum letzten Mann, einen der Topfavoriten in der 2. Halbzeit in Grund und
Boden gespielt, aber am Ende bleibt die bittere Erkenntnis: Torpedo Eisen hat
sich wieder einmal selbst geschlagen. Allerdings muss man auch dem Gegner ein
Lob zollen: eine ausgesprochen faire und spielstarke Mannschaft, die
wahrscheinlich im Laufe der Saison noch viel Furore machen wird.
Man sollte aber nicht zu sehr in Wehmut verfallen, sondern sich positiv an der
Stärke von TE im zweiten Durchgang aufrichten und dann mit geballter Energie in
die nächsten Partien gehen. Denn irgendwann einmal wird auch der Fußballgott
ein Einsehen mit TE haben müssen. In diesem Sinne, es ist niemals zu spät um
wieder aufzustehen und anzugreifen. Noch ist Torpedo nicht geschlagen, der
Kampf geht weiter!
Tore: 0:1 (20. Min.), 0:2 (38. Min.), 1:2 Tim (Christian, 65.
Min.), 2:2 Christian (Marco V., 75. Min.), 2:3 (85. Min.)
Gespielt haben: Joachim - Kai, Stefan, Marco V., Charif, Sini, Matthias, Marius
- Tim, Boris, David E., Christian - Philip, David J.
Torpedo Eisen – Lok Libuda 1:1
Sonntag, 9.11.08, 11 Uhr auf den Jahnwiesen
Im vierten Spiel der Saison traf TE auf den zweimaligen BuLi-Meister Lokomotive Libuda. Im letzten Jahr setzte es mit 1:5 die höchste Klatsche seit TE Gedenken (zumindest soweit sich der Verfasser zurück erinnern kann). Dieses Jahr sollte alles besser werden, aber die Vorzeichen waren nicht ganz so rosig. TE hatte viele Ausfälle zu beklagen. Besonders hart traf es die Torhüterposition, wo sich kein etatmäßiger TE-Torwart auftreiben ließ. Erst kurz vor Spiel konnte Manni von Zwietracht Dresch und Flegel aushilfsweise verpflichtet werden. Sehr fair von Lok Libuda, die nichts dagegen einzuwenden hatten, dass sich TE eines "Leihspielers" eines anderen BuLi-Teams bediente. Dank auch an Manni für das spontane Einspringen. Um es vorwegzunehmen, er machte ein gutes Spiel und gerade in der etwas hektischen Schlussphase strahlte er stets Ruhe und Souveränität aus.
Aufgrund des unterschiedlich verlaufenen Saisonstarts waren die Rolle von Anfang an klar verteilt: Libuda mit bereits zwei Niederlagen übernahm von Beginn an das Kommando; das bislang verlustpunktfreie TE agierte erstmal abwartend. So ereignete sich in der 1. Halbzeit ein taktisch geprägtes Spiel mit wenigen Highlights und Torraumszenen. Beide Mannschaften verteidigten gut und die Sturmreihen konnten sich nur selten in Szene setzen. Die beste Chance für TE besaß im ersten Durchgang Karl, der nach einem vermeintlichen Abseits plötzlich allein vor dem Tor stand, aber den Ball nicht mehr richtig unter Kontrolle bringen konnte und den Ball über das Tor schoss. Auf der Gegenseite gab es nur einmal ernsthafte Gefahr für das von Manni souverän gehütete TE-Tor. Nach einem Querschläger landete der Ball vor den Füßen eines Libudaners im Strafraum, aber dieser traf den Ball nicht richtig.
Zur Halbzeit hatte TE schon mit seiner Defensiv-Taktik einen Teilerfolg errungen. Nun galt es auch mal in der Offensive ein paar Nadelstiche zu setzen. Kurz nach Wiederanpfiff gleich die erste richtig gute Torchance für TE: nach Freistoß von Philip wurde der Ball im Gewusel zu Yannick gestochert, der damit aber nicht rechnete und den Ball aus 8m nicht richtig traf. Davon inspiriert öffnete TE die Geschossluken und suchte nunmehr auch öfters sein Heil in der Offensive. Allerdings ohne die defensive Grundordnung aufzugeben. Überhaupt war die Defensive das absolute Prunkstück von TE an diesem Tage. Sebi und Sini räumten gewohnt hinten ab, während Kapitän Marco stets die Übersicht behielt, Charif das Aufbauspiel über links ankurbelte und Matthias und Stefan im Mittelfeld läuferische Schwerstarbeit verrichteten. Auf dieser guten Basis sollte sich auch trotz des Fehlens gestandener Offensivkräfte wie David E, Tim und David J. ein paar Torchancen ergeben. Der beste Angriff und die beste Torchance bis dato in der 65. Minute: Sini servierte mit Maßflanke butterweich für Philip auf, der aus 14m den Ball volley gen Winkel hämmerte und sich schon als Schütze des Tor des Monats wähnte, als Libudas Keeper Marc mit einem Reflex den Ball noch an den Innenpfosten lenkte und somit TE aus allen Träumen von einer Führung riss.
TE schien jetzt etwas offensiver zu werden und hatte noch weitere Chancen u. a. durch eine gute Einzelaktion über rechts von Boris und einen 20m Schuss von Matthias, der knapp über das Tor flog. Doch in die zaghaft aufkommende Euphorie trat plötzlich der Torpedische Schlendrian längst vergessener Tage zum Vorschein. Nach einem schweren Abspielfehler im Spielaufbau hatten die Libudaner im Sturm freie Fahrt und nachdem der erste Ball noch an den Pfosten sprang, war es im Nachsetzen um TE Geschehen: 0:1. Ärgerlich, weil unnötig und weil dies Erinnerungen an die "psychischen Defizite" der vergangenen Jahre in Spitzenbegegnungen hervor rief. Aber anscheinend weht tatsächlich seit dieser Saison ein neuer Geist bei TE. Zumindest zeigte die Mannschaft umgehend Moral und gab sich noch nicht geschlagen. Mit dem letzten Aufgebot kämpfte sich TE zurück ins Spiel, insbesondere der Einsatz der "Jungspunds" Marius und Yannick ist hervorzuheben, die noch einmal alle Kraftreserven mobilisierten. Etwas zuviel Kraft investierte Karl nach einem härteren Zweikampf, als er gegen seinen Gegenspieler (leicht) nachtrat. Hier zeigte der umsichtige Schiri Cay C. Fingerspitzengefühl und stellte Karl nicht vom Platz. Obwohl die Partie zum Ende etwas hitziger wurde, war dies auch keineswegs eine unfaire Partie, sondern blieb jederzeit im Rahmen.
Kurz vor Schluss dann der Lohn für das Nicht-Aufgeben: nach einer scharf geschossenen Ecke von Charif scheiterte Stefan zunächst noch per Kopf, doch den Abpraller jagte er aus kurzer Distanz zum viel umjubelten Ausgleich in die Maschen. Ihm war es besonders zu gönnen, denn Stefan machte ein starkes Spiel und es wäre wirklich tragisch gewesen, wenn sein Lapsus vor dem 0:1 spielentscheidend gewesen wäre. So aber sicherte er seiner Mannschaft den nicht unverdienten Punkt gegen gewohnt starke Libudaner. Damit kann TE die Tabellenspitze - zumindest für den Moment - verteidigen und einen potentiellen Konkurrenten um einen der vier Qualifikationsplätze auf Distanz halten.
Tore: 0:1 (76. Min.), 1:1 Stefan (Charif, 85. Min.)
Gespielt haben: Manni - Sini, Marco (C), Sebi, Charif - Boris, Stefan, Matthias, Philip, Yannick, Marius, Chris - Karl
Torpedo Eisen – Zombie Zollstock 6:2
Sonntag, 21.9.08, 15 Uhr auf den Jahnwiesen
Im dritten Spiel der Saison traf TE
auf Zombie Zollstock. Zombie hat anscheinend derzeit einige Personalsorgen und
musste auch in diesem Spiel auf seinen beiden Top-Verteidiger verzichten;
konnte sich jedoch zumindest quantitativ so verstärken, so dass ein Spiel
11-gegen-11 zustande kam. Bei TE standen Dinho und David J. vor ihrem
BuLi-Debut für Torpedo Eisen.
Das Spiel begann wie erwartet: TE
optisch überlegen und im ständigen Vorwärtsdrang. Zombie hatte sich um den
16-er verschanzt und machte die Räume eng. Dies taten sie auch zunächst derart
geschickt, dass es TE schwer fiel, aus der Feldüberlegenheit auch Kapital zu
schlagen. Aber was macht man, wenn der Gegner sich hinter einer Wagenburg
verschanzt? Richtig, man lässt die "Karl May"-Festspiele beginnen!
Nach einem schönen Doppelpass über die rechte Seite mit Sini, der in der ersten
Halbzeit vor allem auch spielerisch überzeugte, flankte Kai aus 20m genau auf
den Skalp von Karl, der aus kurzer Distanz zur Führung vollstreckte. Der
Durchbruch der Festung schien gemacht. Aber irgendwie wehrte sich die
Kavallerie der Untoten und schlug wenig später erbarmungslos zurück, als sie
ihre erste und einzige Torchance in der 1. HZ. zum zwischenzeitlichen Ausgleich
nutzte. Dies veranlaßsste Karl, wieder auf den Kriegspfad zu gehen. Nachdem
sich Stefan und Philip im gemeinsamen Luftkampf gegen ihre Gegner durchgesetzt
hatten, knallte good-old-Schmetterfuß Karl den Ball aus 16m in die Maschen. Und
TE hatte noch nicht genug. Nach schönem Zuspiel von Dinho konnte der gute
Schlussmann der Zollstocker zunächst noch klären, aber Philip setzte nach und
flankte den Ball zurück in den Strafraum, von wo aus David J. zwar mit seinem
Kopfball noch scheiterte, aber Stefan zielstrebig nachsetzte und den Ball aus
kurzer Distanz über die Linie drückte. Da waren sie wieder, drei Tore in der 1.
HZ. Für TE!
Nach der Halbzeit ließ es TE
zunächst etwas gemächlicher angehen und es dauerte eine zeitlang, bis die
nächsten Tore fielen. Nachdem sich Häuptling Charif auf der linken Seite
durchgesetzt hatte, brauchte Greenhorn David J. nur noch seinen Fuß
hinzuhalten, um sein erstes Tor in einem BuLi-Spiel für TE perfekt zu machen.
Derart inspiriert ließ sich Karl zu seinem dritten Streich hinreißen. Nachdem
er zuvor seinen Gegenspieler an den Marterpfahl gefesselt hatte, konnte er
einen Freistoß ungehindert aus 10m einköpfen. Die Überlegenheit der Rothäute
schien nunmehr grenzenlos, aber im Taumel der Glückseligkeit schlich sich
Unkonzentriertheit ein. Gleich zweimal musste Medizinmann Patrick den Ball
verhexen, damit er nicht seinen Weg in das Tor der Torpedos fand, aber beim
dritten Mal halfen auch seine Zaubertricks nicht mehr. Mit einem wunderschönen
Schuss aus 16m in den Winkel konnten die Zombies zumindest das schönste Tor des
Spiels erzielen.
Karl ließ sich dagegen von solchen
Nebenkriegsschauplätzen wenig beeindrucken. Er schnappte sich wenig später
gekonnt die Kugel und servierte mustergültig für David auf, der frei vor dem
Torwart den Ball aus halbrechter Position ins Tor massakrierte. Ein Festakt,
bei dem aber die Frage gestattet sein muss,
was die großen Manitus von TE so an diesem Tage taten. Philip ließ
gleich mehrere Chancen ungenutzt und schien kein Zielwasser getrunken zu haben.
Matthias, der doppelte Doppeltorschütze aus den letzten beiden Spielen, konnte
heute keinen Skalp erlegen. Seine beste Chance hatte er nach toller Vorarbeit
von Karl, doch sein Kopfball aus 3m verlief sich in den Weiten der Prärie statt
im Tor. War da etwa zuviel Feuerwasser vom Vortag im Spiel?
TE gewann auch in dieser Höhe
verdient gegen eine aufopferungsvoll kämpfende Mannschaft von Zombie Zollstock,
die anscheinend ihre vielen Ausfälle heute nicht kompensieren konnte. Neben dem
überragenden Karl verdient sich vor allem auch Stefan eine Bestnote, der durch
ein immenses Laufpensum im Mittelfeld und Zweikampfstärke überragte. Nach den
drei Siegen in Folge hat sich TE eine gute Ausgangsbasis für die folgenden drei
Spiele bis zur Winterpause geschaffen. Allerdings sollte bei aller Freude über
das Erreichte auch realistisch festgestellt werden, dass vom Papier her die
nächsten Gegner doch wesentlich stärker einzustufen sind als die vorherigen.
Nach dem nächsten Spiel gegen Holzbein wird man sehen, wie stark TE diese
Saison wirklich ist.
Tore: 1:0 Karl (18. Kai), 1:1 (27.), 2:1 Karl (36.
Stefan), 3:1 Stefan (41.), 4:1 David J. (50. Charif), 5:1 Karl (70. Philip),
5:2 (78.), 6:2 David (84. Karl)
Gespielt haben: Patrick - Kai, Sini,
Marco, Charif - Stefan, Matthias, Boris, David, Philip, Dinho - Karl, David J.
Torpedo Eisen – Feine Kerle Köln 5:2
Samstag, 13.9.08,
12.45 Uhr auf den Jahnwiesen
Im Vorfeld der an diesen Tagen
anstehenden Bundesliga-Klassiker Köln gegen Bayern und Dortmund gegen Schalke
fand auf der Jahnwiese als Ouverture auch ein Klassiker der Bunten-Liga statt:
TE traf auf Feine Kerle Köln (FKK). Das verregnete Wetter weckte Erinnerungen
an das legendäre Aufeinandertreffen beider Mannschaften im Viertelfinale 2001,
das TE nach 0:2 Rückstand zur Pause noch mit 4:3 nach Verlängerung für sich
entscheiden konnte. Seit jeher schwört FKK auf Revanche, die bis dato aber noch
nicht geglückt ist. Dieses Mal wollten die Jungs um die Ebertz-Brüder auch
nichts unversucht lassen und engagierten kurzfristig noch BuLi-Auswahlspieler
Marcel von den Dreibeinern. Der Kader von TE war zwar zahlenmäßig unterlegen,
konnte sich jedoch dennoch sehen lassen, zumal es dem Management im Vorfeld
gelang, Stefan und Björn zu einem Comeback zu überreden. Allerdings gab es auch
eine Hiobsbotschaft: TE's Alt-Internationaler Tommi hatte sich vor ein paar
Wochen derart schwer im Training verletzt, dass er voraussichtlich bis Ende des
Jahres ausfällt. Auf diesem Wege noch einmal gute Besserung, Tommi!
Das Spiel begann wie erwartet. TE
übernahm - unter der Führung des Kapitäns Sebi - direkt das Kommando auf dem
Spielfeld und die erste Viertelstunde flipperte die Kugel in den eigenen Reihen
derart souverän, ohne dass FKK überhaupt eine Chance besaß, die
"Tilt"-Taste zu drücken. Allerdings sprangen außer einer Vielzahl von
Ecken keine größeren Torchancen dabei heraus. Eine Ausnahme: nach einem
Präzisionspass von Matthias in die Spitze verzog Tim frei vor dem Schlussmann
der FKK nur knapp. Der Anfangsdruck von TE war schon fast erlahmt, als dann
doch noch die Führung fiel. Ein zu langer Ball schien gemächlich gen Abschlag
laufen zu wollen, als Karl mit einem seine tentakelartigen Stelzen den Ball
noch gegen das Bein eines Verteidigers drückte, von wo aus die Kugel ins Aus
ging. Die daraus resultierende Ecke zirkelte Philip auf Matthias, der den Ball
aus 12m per Kopf unhaltbar unter die Latte wuchtete.
Nach der Führung zog sich TE etwas
zurück und FKK investierte nun mehr ins Spiel. Vor allem über den jüngsten der
Ebertz-Bruder wurden einige gefährliche Angriffe nach vorne getragen, die
allerdings kein Schaden an TE's Deckung nahmen. Mit der Einwechselung von Björn
drückte sich TE in die "Sonderspiele". David und Björn klickerten
sich mit zweifachem Doppelpass von der Mittellinie an die Strafraumkante, von
wo aus David die Murmel mit einem platzierten Flachschuss in die linke Ecke
versenkte. Wow, was für eine Kombi! Und es ging in diesem Stile weiter. Wenige
Minuten später zog der vor allem in der 1. HZ sehr starke Charif auf der linken
Seite an allen vorbei und flankte mustergültig auf Matthias, der nur noch
einnicken brauchte: "Jackpot"!
Zur Pause dass neue
Standard-Ergebnis in dieser Saison: 3:0 für TE! Einziger Wermutstropfen: Björn
konnte wg. einer Wadenverletzung nicht mehr weiterspielen.
Nach der Pause wendete sich die
Überlegenheit auf dem Feld und FKK drehte zunehmend auf. Es war ihnen deutlich
anzumerken, dass sie sich noch nicht aufgegeben hatten. Sie drängte nunmehr mit
aller Macht auf den Anschlusstreffer. Dieser fiel dann auch verdientermaßen.
Nach einer von Patrick zunächst gut abgewehrten Ecke wurde ein FKK'ler nicht
genügend daran gehindert, den Abpraller aus 16m zu versenken. Plötzlich
witterte FKK Morgenluft und vielleicht wäre tatsächlich FKK noch einmal heran
gekommen, wenn wenige Minuten später der Ball nicht an die Latte, sondern ins
Tor gegangen wäre. So aber wartete TE auf den entscheidenden Konter. Nach einer
Ecke am eigenen Strafraum konnte Sini den Ball klären und zu Philip nach vorne
schlagen, der den Ball aufnahm, seinen Gegenspieler umspielte und den Ball über
den herauseilenden Keeper in die Maschen beförderte: 4:1 - die Vorentscheidung.
Danach hatten David, nach beherzten Alleingang und Tim, der am aufmerksamen
Torwart von FKK scheiterte, die Chance die Führung noch komfortabler zu
gestalten. In der Abwehr verrichteten Kai, Marco, Sebi und Charif bis dato
einen souveränen Job, mussten sich aber dann doch noch einmal geschlagen geben,
als der wuselige FKK-Stürmer ("Franz") aus 8m für Patrick unhaltbar
einköpfte. Der alte drei Tore Abstand wurde aber wenig später wieder
hergestellt. Kurz vor Schluss erkämpfte sich David in bewährter Manier den Ball
von einem Verteidiger und servierte selbstlos für Karl auf, der diese Vorlage
auch gerne dankend angenommen hätte, wenn nicht sein Gegenspieler den Job
gleich für ihn mit erledigt hätte.
Mit 5:2 gewann TE verdient gegen einen
- wie immer - sympathischen Gegner. Der gute Schiedsrichter C. Cramm hatte mit
der fairen Partie nie ein Problem. Grundstein für den Sieg war die starke 1.HZ,
in der TE vor allem spielerisch glänzte. Zudem präsentierten sich David und
Matthias in (wiederholt) bestechender Form und die Torfolge 1:0 Matthias, 2:0
David, 3:0 Matthias in einer Halbzeit scheint mittlerweile Standard zu sein! So
kann es weitergehen, TE!
Tore: 1:0 Matthias (20. Min Philip),
2:0 David (30. Min. Björn), 3:0 Matthias (35. Min. Charif), 3:1 (60. Min.), 4:1
Philip (70. Min Sini), 4:2 (80. Min.), 5:2 Eigentor (86. Min David)
Gespielt haben: Patrick - Kai,
Marco, Sebi (C), Charif - Matthias, Stefan, David, Tim, Björn, Sini - Karl,
Philip
Torpedo Eisen – Boca Feez Seniors 3:0
Sonntag, 31.8.08, 15 Uhr auf den
Jahnwiesen
Zur neuen Saison 2008/2009 gibt es
einige Veränderungen bei TE. Zum Einen muss TE diese Saison einen größeren
Aderlass kompensieren: Altgediente Kräfte wie Marc, Markus und auch Sega haben
sich nach der letzten Saison von TE verabschiedet. Hinzu kommt, dass Björn und
Stefan diese Saison eine schöpferische Pause einlegen und ihre Rückkehr derzeit
nicht absehbar ist. Diese personellen Verluste sollen durch eine Vielzahl von
neuen Spielern kompensiert werden. Die andere grundlegende Erneuerung bei TE
beinhaltet die Trainerposition. In Zukunft wird das Traineramt um eine weitere
Person erweitert. Neben Philip wird sich nunmehr auch Matthias um die
sportlichen Belange bei TE kümmern.
Im Auftaktspiel zur neuen Saison
ging es gleich gegen einen guten alten Bekannten: Boca Feez Seniors. TE hatte
gleich einige Personalsorgen. Lediglich 12 Mann standen zunächst zur Verfügung,
wobei Philip und Chris angeschlagen ins Spiel gingen. Dank nochmal an Chris,
der sich trotz Erkältung nicht schonte und auf die Zähne biss. Zur Halbzeit
konnte dann noch Ingo das Team verstärken.
Zum Spiel: Boca hatte vergessen
einen Schiri zu besorgen. Kurzfristig erklärte sich ein Spieler von Homa
bereit, zu pfeifen. Er machte seine Sache gut und hatte mit der sehr fairen
Partie keine Probleme. Nochmal Danke von hier aus für das spontane Aushelfen.
Die ersten Minuten der Partie gehörten eindeutig Boca. Sie konnten sich
frühzeitig ein Übergewicht im Mittelfeld verschaffen und spielten
kombinationssicher in die Spitze. TE tat sich dagegen zunächst sehr schwer,
seinen Spielrhythmus zu finden. Etwas überraschend daher die Führung nach 20
Minuten. Nach weitem Pass von Philip auf Tim legte dieser auf Matthias ab, der
aus 22m halblinker Position den Ball platziert in die lange Ecke schoss. Einen
besseren Zeitpunkt für die Führung hätte es kaum geben können. Denn nunmehr
erlahmten die Angriffsbemühungen der Boca zunehmend. Wenig später konnte sich
David aus ähnlicher Position, dieses Mal allerdings von halbrechts, in Szene
setzen und sein Schuss aus ebenfalls ca. 20m ins lange Eck schien eine
spiegelverkehrte Kopie des ersten Tores. Mit dieser beruhigenden 2:0 Führung
bekam TE das Spiel in den Griff. Die Abwehr um Marco und Sebi stand sehr
sattelsicher und Kai und Charif machten die Außenbahnen dicht. Somit ergaben
sich keine größeren Chancen mehr vor der Halbzeit für die Feezer. Kurz vor der
Halbzeit konnte TE dann selber sogar noch einmal zu schlagen. Nach einem
Freistoß von Philip konnte der Keeper von Boca den Ball nicht festhalten und
Matthias stocherte den Ball aus kurzer Distanz über die Linie. 3:0 zur Halbzeit
- die neue Taktik von Matthias schien aufzugehen, wobei er den Clou seiner
Taktik, dass er einen Doppelpack hinlegen werde, vor dem Spiel noch gar nicht preisgegeben
hatte!
Nach dem Wechsel zog sich TE tief in
die eigene Hälfte zurück. Boca war nun spielbestimmend und versuchte es immer
wieder über ihre starke linke Seite um Davide und Tim. Einige Male konnten sich
die Außen von Boca auch gut in Szene setzen, aber es fehlte an der letzten
Konsequenz im Strafraum und spätestens bei Marco oder Sebi war Endstation. Und
sollten diese ausnahmsweise nicht mehr eingreifen können, so war immer noch
Patrick dar, der heute große Ruhe und Souveränität ausstrahlte. Seine beste
Parade hatte er in der 70. Min., als er einen abgefälschten Schuss noch mit
letzter Kraft an die Latte lenken konnte und somit TE vor dem Anschlussgegentor
bewahrte. Dies war zeitgleich auch der Weckruf für die TE-Offensive, wieder
mehr in das Spiel zu investieren. In der letzten Viertelstunde des Spiels
konnte sich TE von dem Druck der Feezer befreien und hatte einige hochkarätige
Konterchancen. Die größte hatte Ingo als er nach Konter über Tim und Philip
frei vor dem leeren Tor nur die Latte traf. Danach hatte insbesondere Tim noch
drei große Torchancen nach jeweils sehr schön herausgespielten Kontern, aber
seine Schüsse bzw. Kopfbälle verfehlten jeweils knapp das Tor.
Es blieb schließlich bei dem 3:0
Sieg von TE. Ein noch höherer Sieg wäre aufgrund der vielen Konterchancen zwar
durchaus möglich, aber letztlich nicht gerecht gewesen, denn Boca war
keinesfalls so unterlegen wie es das Ergebnis vielleicht aussagt. TE
präsentierte sich vor allem taktisch stark verbessert und war heute vielleicht
dass etwas "ausgebufftere" Team.
Ein gutes Debüt zeigte beide
Neuzugänge Marco und Ingo, wobei insbesondere Marco gemeinsam mit Sebi, Patrick
und Doppeltorschütze Matthias die Säulen des heutigen Sieges waren. Ein toller
Auftakt für TE, der viel Gutes für die neue Saison hoffen lässt.
Tore:
1:0 Matthias (22./Tim); 2:0 David (30.); 3:0 Matthias (38.)
Gespielt haben: Patrick - Kai,
Marco, Sebi, Charif - Matthias, Philip, Boris, David (C), Tim, Chris, Ingo
– Karl
Torpedo Eisen – Dreibeiner 2:2
Sonntag, 26.10.08, 14 Uhr Jahnwiese
Zur Überbrückung der spielfreien
Zeit bot sich ein Freundschaftsspiel gegen die Dreibeiner, die ähnlich stark
wie TE in die Saison gestartet sind und erst im letzten Spiel ihre erste
Niederlage (0:3 gegen das wiedererstarkte Inter Filos) hinnehmen musste. Eine
Hiobsbotschaft musste TE schon in der Woche vor dem Spiel verkraften: TE's
Stammkeeper ab dieser Saison, Patrick, gab bekannt, dass er aus beruflichen
Gründen wohl demnächst für TE nicht mehr zur Verfügung steht. Ein herber
Verlust. Der Ersatz, Daniele, war zudem verletzt, so dass TE ohne etatmäßigen
Torwart antrat. Hinzu kam, dass TE u. a. auf Spieler wie David, Stefan oder
Charif, Garanten für die Erfolge der letzten Wochen, verzichten musste. Dagegen
lief zum ersten Mal für TE Neuzugang Marco D. auf, der im Abwehrbereich einen
guten Eindruck hinterließ und sich für weitere Aufgaben bei TE empfahl. Aber
auch die Dreibeiner hatten nicht ihre Top 11 am Start. Es fehlte der ein oder
andere Haudege aus dem Abwehrbereich.
TE erwischte den besseren Start und
hatte gleich zwei gute Aktionen. Nach einer Minute traf Yannick aus 16m mit
seinem Heber über den herausgeeilten Torwart nur die Latte. Wenige Minuten
später strich ein Fernschuss von Philip knapp am Gehäuse der Dreibeiner vorbei.
Nach einer Viertelstunde sprang dann Zählbares aus den Aktionen heraus: Über
Sini und Kai wurde der Ball über die Seite gut nach vorne gespielt; Philip
legte an der Grundlinie zurück auf Matthias, der im Nachsetzen den Ball zu
David J. stocherte, der keine Mühe hatte, den Ball aus 12m freistehend im Tor
der Dreibeiner unterzubringen.
Nach der ersten Anfangsoffensive von
TE übernahmen die Dreibeiner das Spielgeschehen. Sie kombinierten gefällig im
Mittelfeld und zeigten sicheren Kombinationsfußball, allerdings ohne dass
Aushilfskeeper Marius ernsthaft in Bedrängnis gebracht wurde. Dies änderte sich
so nach einer halben Stunde. Der Druck von den Dreibeiner nahm stetig zu und
die Entlastungsangriffe von TE wurden rarer. In diese Phase hinein eine weitere
Hiobsbotschaft für TE, als der bis dato starke Torschütze David J. mit
Nasenbeinbruch ausgewechselt werden musste. Sehr bitter für ihn und auf diesem
Wege noch einmal beste Genesungswünsche!
Kurz vor der Halbzeit machten die
Dreibeiner dann Ernst und konnten zwei Tore zur zwischenzeitlichen Führung
erzielen.
In der Halbzeit dann der vielleicht
entscheidende taktische Schachzug: Werner erklärte sich bereit, in der 2. Halbzeit
das Tor zu hüten. Was bis dato noch keiner ahnen konnte: der dienstälteste
Spieler von TE ist nicht nur auf dem Feld (und an der Theke), sondern auch im
Kasten noch ein flinkes Häschen! Da aber Werner nicht überstrapaziert werden
sollte, beschloss die Abwehrkette um Kai, Marco V., Dinho und Marco D. erst gar
keine Chancen mehr zuzulassen. Vor allem der starke Dinho sorgte dafür, dass
die gewohnt starken Stürmer der Dreibeiner kaum Torchancen besaßen. Derart gut
stehend in der Defensive kam TE zurück ins Spiel und konnte seinerseits einige
gefährliche Konter fahren. Nach dem schönsten Spielzug des Spiels war es dann
soweit: Matthias hatte Tim auf der Seite geschickt, der sich im Zweikampf
behauptete und flach in den Strafraum flanken konnte, wo Philip im Stile von
Ulf Kirsten den Ball über die Linie grätschte. Schicker Spielzug und der nicht
unverdiente Ausgleich. Fast wäre es noch mehr geworden, als nach schöner Kombi
zwischen Philip und Tim letzterer alleine vor dem Tor auftauchte, aber Keeper
Jörg E. verhinderte mit einer Glanzparade die Niederlage. Das wäre aber
angesichts der optischen Überlegenheit der Dreibeiner vielleicht auch nicht
ganz gerecht gewesen. Somit blieb es bei einem schiedlich friedlichen 2:2.
Besonderer Dank gilt den Dreibeinern für das faire Spiel und dem anschließend
gemeinsam geleerten Kasten Kölsch.
Tore:
1:0 David J. (Matthias, 15.), 1:1 (38.), 1:2 (43.), 2:2 Philip (Tim, 75.)
Gespielt
haben: Marius, Werner - Kai, Marco V., Dinho, Marco D. - Matthias, Sini,
Yannick, Philip, Tim, David J, Selcuk, Thomas,
Torpedo
Eisen – Inter Leckt 3:3
Sonntag, 20.7.08, 15 Uhr Jahnwiese
Bei wunderbarem Fußballwetter trafen
sich die letztjährigen Gruppengegner zu einem Vorbereitungsspiel für die
kommende Saison auf den Jahnwiesen. TE konnte elf Spieler aufbieten, wobei mit
Marco und Dinho zwei Neuerwerbungen das Spiel unseres Teams verstärkten. Auch
Inter Leckt verfügte nur über elf Spieler, so dass nach wenigen Minuten nach
einer Verletzung eines IL´ers Stefan von Otze für die verbleibenden 75 Minuten
des Spiels aushalf.
Für TE galt die Devise, dass
Offensivspiel neu zu kreieren und zu beleben. In einer 4:5:1-Formation wollte
man den Ball schnell in den eigenen Reihen laufen lassen um dann ab der Mitte
der gegnerischen Hälfte zügig und überfallartig zum Torabschluss zu kommen.
Insbesondere das Spiel ohne Ball, das sich Freilaufen und das Anbieten zum
Doppelpass wurde eingefordert.
TE legte engagiert los. Hohe
Laufbereitschaft, gute Spielübersicht und die Bereitschaft, sich früh vom Ball
zu trennen sorgten in den ersten zwanzig Spielminuten für ca. 70% Ballbesitz.
Über die umsichtige Innenverteidigung mit Marco und Stefan wurden die Bälle
gekonnt auf die Außenbahnen zu Sini oder Kai verteilt, die wiederum Charif oder
Matthias in das Spiel einbezogen. Von dort wurde der Ball häufiger über das
zentrale Mittelfeld um Thomas und David auf die andere Seite verlagert oder
über zahlreiche Ballstafetten auch „hintenrum“ in den eigenen
Reihen behauptet. IL lief in diesen zwanzig Minuten dem Gegner hinterher und
nach einer schönen Kombination konnte folgerichtig der Führungstreffer für TE
erzielt werden. Matthias wurde auf der halbrechten Position mustergültig frei
gespielt und hatte von dort aus genug Zeit um überlegt in den Strafraum zu
flanken, wo sich Thomas und Karl anboten. Karl war es dann auch vorbehalten mit
einem feinen Flachschuss ins lange Ecke den gut aufgelegten Stefan im Tor von
IL zu überwinden - 1:0.
IL reagierte auf den Rückstand
unbeeindruckt und entschlossen, das Team um den agilen José attackierte TE nun
wesentlich intensiver in der eigenen Hälfte, so dass nun vermehrt Ballverluste
durch Abspielfehler zwischen der Defensivreihe und dem Mittelfeld den
Spielfluss der ersten zwanzig Minuten ablösten. Die hohe Laufbereitschaft der
ersten zwanzig Minuten forderte ihren Tribut und so wurden im weiteren Verlauf
der ersten Halbzeit nicht mehr die Vielzahl an Anspielalternativen angeboten
werden. Befreiungsschläge und unkontrollierte Abspiele waren die Folge. So
erhöhte sich der Druck auf das eigene Tor in welchem sich Patrick wiederholt
auszeichnen konnte. In der dreißigsten Minute fiel der Ausgleich durch einen
unhaltbaren Kopfball, dem eine schöne Flanke vom unbedrängten Josè vorausging.
Kurz vor der Halbzeit konnte IL sogar durch eine verwandelten Foulelfmeter auf
2:1 erhöhen. Nach einem unnötigen Ballverlust direkt vor der eigenen
Strafraumgrenze war ein Stürmer des Gegners nur durch die Notbremse am
Torschuss zu hindern. Dem umsichtigen Schiedsrichter Rudolf Capelli blieb in
dieser entscheidenden Situation keine andere Möglichkeit, als auf Strafstoß zu
entscheiden.
Nach der Halbzeit veränderte sich
das Spielgeschehen langsam zugunsten von TE. Nachdem IL es verpasste,
hochkarätige Chancen zur 3:1 Führung auszunutzen, schwanden auch beim Gegner ab
der 55. Minute zunehmend die Kräfte. Es entwickelte sich ein
abwechslungsreiches Spiel, bei dem es Sini wiederholt gelang, Bälle im
Mittelfeld energisch zu erobern, woraufhin einige sehenswerte Konter über
Thomas, David, Charif und Karl entstanden. David verlegte sich zunehmend wieder
mehr darauf, seine Stärke im offensiven Dribbling zu suchen und startete
häufiger in die freier werdenden Räume in der gegnerischen Defensive. Nach
einer wunderschönen Kombination über mehrere Stationen auf der rechten Seite
konnte Matthias ihn mit einem flachen Pass in den Lauf in Szene setzen. David
setzte sich im Sprintduell durch und schloss wuchtig zum Ausgleich ab. TE stand
in der Abwehr nun erneut gefestigter und verstand es immer wieder, aus
überlegten Mittelfeldaktionen schnelle Konter zu starten. Ein schnell
vorgetragener Konter über die linke Seite schloss Charif mit einem überlegten
Pass in die Mitte ab, der von einem Abwehrspieler nur unzureichend zum
einschussbereiten David entschärft werden konnte. David verwandelte
kaltschnäuzig zwischen den Abwehrbeinen hindurch halbhoch ins gegnerische.
Inter Leckt blieb aber weiterhin
gefährlich. Insbesondere José und Kai gefährdeten den Vorsprung trickreich und
antrittsschnell. Doch auch die Konter von TE blieben gefährlich, so dass auf
beiden Seiten weitere Tore hätten fallen können. Ein letzter Torerfolg blieb IL
vorbehalten, wodurch sie 10 Minuten vor dem Abpfiff zum Ausgleich kamen. Kurz
vor dem Abpfiff hatte IL noch eine gute Chance zum Siegtreffer doch sie wurde
ebenso vergeben wie die weiteren Kontergelegenheiten der Torpedos. Letztlich
endete ein gutes Fußballspiel verdientermaßen unentschieden 3:3.
Festzuhalten bleibt, dass wir
endlich einmal wieder viel Spaß und Freude am Fußball verspürten, das
Spielverständnis und die offensiven Aktionen für die kommende Saison hoffen
lassen. Die taktischen Vorgaben des Testspiels wurden erfüllt und in den ersten
zwanzig Minuten sogar übertroffen. Alle eingesetzten Spieler zeigten
Spielfreude und Engagement und letztlich eine gute Leistung. Weiter so TE.
Andererseits sollten die deutlichen Defizite im konditionellen Bereich Anlass
für jeden sein, sich diesbezüglich für die kommende Saison auch individuell
gezielt vorzubereiten, denn die Anforderung an ein hohes und intensives Spieltempo
wird uns in der neu gestaffelten Liga ab dem ersten Spieltag begegnen.
Gespielt haben: Patrick - Stefan,
Marco, Sini, Kai - Dinho, Thomas, Charif, Matthias – David, Karl
Tore: 1:0 Karl nach Flanke Matthias (15.)
1:1
(30.)
1:2
(43.)
2:2
David nach Pass Matthias (60.)
3:2
David nach Pass Charif (75.)
3:3
(80.)
Torpedo
Eisen – Friendly Fire FC 1:2
Sonntag, 17.5.09,
14 Uhr Salzburger Weg
Innerhalb von zwei Wochen traf man zum
zweiten Mal auf den gleichen Gegner (FFF), nur dieses Mal im Pokalwettbewerb
(2. Runde). Wieder war das Spiel auf dem neuen Rasenplatz am Salzburger Weg
terminiert worden, wieder sollte man nicht in den Genuss kommen, dort zu
spielen. Angeblich war der Platz unbespielbar - naja. So ging es auf die
Jahnwiese.
Der Gegner schien dieses Mal nicht
mit dem gleichen starken Kader angereist zu sein wie zum letzten Spiel. Dies
merkte man recht schnell, denn von der 1. Minute an übernahm TE das Kommando
auf dem Platz. Die ersten Torchancen ergaben sich allerdings erst nach 15
Minuten (Kopfball von Marco V. nach Ecke Björn, David E. und Christian
scheitern gegen den aufmerksamen Keeper von FFF). Die größte Torchance im
ersten Durchgang besaß allerdings FFF als ein Stürmer aus halbrechter Position
allein vor Aushilfskeeper Manni von Zwietracht Holunder auftauchte, aber an dem
gut parierenden Schlussmann scheiterte.
Zur Halbzeit wollte man den Gegner
noch zusätzlich körperlich schwächen, indem man ihm ein Tor aus kilometerweiter
Entfernung für das Spiel auf dem Nebenplatz zwischen Graskloppers und Stauss
holen ließ. Diese Maßnahme schien zu fruchten: Mit Wiederanpfiff ging das Spiel
nur noch in eine Richtung. Ein Angriff nach dem nächsten rollte auf das Tor von
FFF. Doch das größte Manko an diesem Tage wurde bereits nach wenige Minuten der
2. HZ. offensichtlich: die Chancenverwertung! Hier nur ein kleiner Auszug aus
den hochprozentigen Torchancen von TE: Marius Schuss aus halbrechter Position
aus 10m über das Tor (52.Min.) Volleyschuss von Karl knapp neben das Tor nach
toller Flanke von Marius (54.Min.), wieder Karl mit verzogenem Heber über den
zu weit vor seinem Tor stehenden Keeper (55.Min.), Schuss von David J. aus 7m
neben das Tor - allerdings aus leicht abseitsverdächtiger Position, die der
ansonsten sehr sichere Schiri Stefan R. nicht sah - (58.Min.), Matthias
Alleingang aufs Tor aus halblinker Position nach schönem Zuspiel von David J.
(60.Min.), Björn 6m freistehend vor dem Tor nach Freistoß Charif (62.Min.). Dazwischen
gab es noch eine an sich gute Gelegenheit durch einen Freistoß 16m vor dem Tor
nach dem einzig rüden Foul im ansonsten sehr fairen Spiel, an dem durch
gestarteten David, doch die Ausführung des Freistoß soll aus Schutz der an dem
Freistoß beteiligten Personen besser unerwähnt bleiben. Wie man es bei
Standards besser machen kann, bewies wenig später Björn, der seinen Eckball
genau auf den Schädel von Stefan zirkelte, der wiederum mit einer solchen Wucht
den Ball aus 10m in den Winkel per Kopf in den Winkel hämmerte, dass selbst der
ansonsten überragende Torhüter von FFF keine Abwehrchance besaß.
So, endlich hatten sich alle Mühen
und Anstrengungen gelohnt. Das 1:0 war die längst fällige Führung resultierend
aus drückender Überlegenheit von TE. Nach dem Tor gab es auch nicht den sonst
üblichen Bruch, sondern es ging munter weiter Richtung Tor von FFF. Gleich
mehrmals boten sich beste Chancen für TE die Führung auszubauen. Exemplarisch
erwähnt sei hier nur die Chance von Björn in der 75.Min., als es so aussah,
dass er den Ball aus 3m vor der Torlinie eher klärte statt über die Linie zu
drücken. Aber zu seiner Verteidigung sei gesagt, dass wohl der Torwart noch mit
den Fingerspitzen dran war, und damit die Flugbahn des Balles entscheidend
veränderte.
Eine alte Fußball Wahrheit
verdichtete sich von Minute zu Minute im zweiten Durchgang: wer Torchancen für
drei Spiele im Minutentakt ausläßt, der darf sich nicht wundern, wenn sich dass
am Ende rächt. So kam es, dass, nach dem David E. eine weitere gute Torchance
ungenutzt ließ, im Gegenzug der Gegner sich in der Hälfte von TE verirrte und
ein als Flanke gedachter Schuss ein
Freund und Feind vorbei segelte und zum
Erstaunen aller Beteiligten im langen Toreck ein schlug. Und damit noch nicht
genug. In der 90. Min. wurde der Spielverlauf endgültig auf den Kopf gestellt:
nach einem langen Ball sprangen gleich drei Torpedos inklusive Torwart auf den
ballführenden Spieler, der aber trotzdem den Ball in den Strafraum flanken
konnte, wo ein FFF-Stürmer den Ball, und den um Rettung bemühten Björn gleich
mit, ins Netz beförderte.
Na, wunderbar, 1,5 Torchance des
Gegners im zweiten Durchgang reichten um TE aus dem Pokalwettbewerb zu kegeln.
Dass sich der Gegner nach Spielende sogar für den Sieg entschuldigte, setzt dem
Ganzen die Krone auf. Es bleibt dabei, das "nette Torpedo Eisen von
nebenan" beglückt am liebsten den Gegner statt sich selber. Von daher ist
die Maxime für das letzte entscheidende Gruppenspiel folgerichtig: bitte nur
kein knappes Ergebnis, sondern eine haushohe und verdiente Niederlage!
Tore: 1:0 Stefan (Björn, 69. Min.),
1:1 (80. Min.), 1:2 (90. Min.)
Gespielt haben: Manni - Sini, Marco
V., Marco D. - Kai, Stefan, Marius, Charif, Björn - Matthias, Christian, Karl,
David E., David J., Philip
Runde 1: Freilos