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Meisterschaft 2009/2010

Pokal 2010

Im Pokalwettbewerb der Saison 2009/2010 griff TE nach einem Freilos erst in der 2. Runde ein und dann auch noch verspätet, da das Spiel mehrfach verschoben wurde. So war dies ein guter Test für den kommenden Saisonauftakt in 2 Wochen. Mit den 3beinern trat man zwar auf keinen geringeren als den amtierenden Vizemeister und Pokalsieger, doch ist die Bilanz der letzten Jahre aus TE-Sicht sehr positiv, so dass man durchaus optimistisch in die Partie ging. Auf beiden Seiten gab es einige personelle Ausfälle. TE hatte nach den Abgängen von Boris, Sebi, Vincent, Karl, der heute sein letztes Spiel machte, und den Langzeitverletzten Sini, Christian und Philip bereits frühzeitig akquiriert und einige Neuerwerbungen zu vermelden, von denen heute einige am Start waren.


Der Beginn hätte besser nicht laufen können. Gleich nach zwei Minuten flankte Nils auf David, der auf Karl ablegte und dieser drosch den Ball mit den Außenrist aus 10m unhaltbar an den Innenpfosten zur frühen Führung. Wenige Zeit knallte der nicht zu stoppende Nils einen Schuß aus 18m gen Torwartmitte, doch statt den Ball sicher festzuhalten, ließ der Ersatzkeeper der 3beiner die Murmel durch die Hände gleiten und Karl schippte den Ball gedankenschnell über die Linie.
Wow! Was für ein Auftakt! Und es schien zunächst gar kein Ende der Torpedo Herrlichkeit zu nehmen. Locker zirkulierte der Ball in den eigen Reihen, ohne dass die 3beiner ernsthaft am Spielgeschehen teilnehmen konnten, nur mit der Torausbeute haperte es noch, exemplarisch: Levin, nach selbstloser Vorarbeit von Karl, konnte den Ball frei vor dem Tor nicht mehr unter Kontrolle bringen und Davids Kracher aus 18m halblinker Position strich nur um Zentimeter am Torpfosten vorbei. So aber rächte sich das Auslassen bester Chancen und durch einen Doppelschlag innerhalb kurzer Zeit konnten die 3beiner noch vor der Halbzeit egalisieren.


Zur zweiten Halbzeit stellte TE um und ließ CK die Manndeckung von Benji übernehmen, der damit aus dem Spiel genommen war. Aus einer sicheren Abwehr um Libero Marco V. und den zweiten Manndecker Stefan kontrollierte TE nunmehr wieder das Spiel. Torchancen ergaben sich jetzt zwangsläufig. Pech hatte Stefan mit einem Lattenkracher, Nils und Tobias scheiterten am Keeper der 3beiner. Besser machte es Karl: nach einem klugen Pass von Elert auf den über den Flügel durchgestarteten Matthias, vollendete Karl die Musterflanke mit der Routine von über 50 BuLi-Spielen zu seinem ersten Dreierpack. Ein besseres Abschiedsgeschenk hätte er Torpedo gar nicht machen können! Nach der erneuten Führung schien die Gegenwehr der 3beiner vollends zu erlahmen. Nemanja hatte leichtes Spiel mit seinem unbedrängten Schuß aus 16m und stellte den alten Zwei-Tore-Vorspung wieder her. Ein weiterer Verständigungsfehler zwischen Abwehr und Torhüter erlaubte es auch Tobias,in seinem ersten Spiel für TE, mit einem feinen Heber sein erstes Tor für TE zu erzielen.Mit der Drei-Tore-Führung im Rücken schaltete TE gleich zwei Gänge runter, was sich fast noch gerächt hätte. Nach einem schönen Freistoßtreffer, wobei Schiri Gauf genau hingesehen hatte, und einem weiteren Kopfballtreffer kurz vor Schluß wurde es noch einmal ziemlich wackelig, aber TE fiel nicht.


Durch diesen Sieg in einem sehr fairen, von Schiri Gauf gut geleitetem und sehr unterhaltsamen Spiel gegen niemals aufgebende 3beiner scheint TE auf einem guten Weg, die richtige Mischung zwischen Jung und Alt gefunden zu haben, zumal der eine oder andere Neuzugang noch hinzustoßen sollte. Das Spiel stimmt optimistisch für den weiteren Verlauf der Saison. Im Achtelfinale trifft TE am nächsten Sonntag auf die Jungs von Boca.

Tore: 1:0 Karl (David, 2.Min.), 2:0 Karl (14.Min.), 2:1 (38.Min.), 2:2  
(43.Min.), 3:2 Karl (Matthias, 58.Min.), 4:2 Nemanja (Stefan, 64.Min.), 5:2  
Tobias (Nils, 68.Min.), 5:3 (80.Min.), 5:4 (85.Min.)

Gespielt haben: Joachim - Stefan, Marco V., CK, Ingo, Levin,  
Nils,Elert, Charif, Matthias, David E., Tobias, Karl, Nemanja

 

Meisterschaft Viertelfinale:

Torpedo Eisen – 2. FC Holzbein 1:2 n. V. (0:1, 1:1)
Sonntag, 27. Juni 2010, 12 Uhr Westkampfbahn

Im Viertelfinale traf TE auf den Sieger der Gruppe A, den 2. FC Holzbein. Die Holzbeiner hatten in ihren letzten BuLi-Spielen die Gegner teilweise zweistellig besiegt und sind laut Wettbüros erster Favorit auf den BuLi-Titel 2010. In der Rolle des Underdog fühlt sich aber TE nicht ganz unwohl. Dies bewies die letzte Saison, als man im Viertelfinale schon einmal einen Erstplatzierten (die 3beiner) besiegte. Dieses Jahr standen die Vorzeichen ähnlich gut. Allerdings musste TE 4 Stunden vor Spielbeginn eine Hiobsbotschaft verkraften: Stammlibero Marco V. musste wegen Geburt seines Sohnes Arthur passen. Aus der Not wurde eine Tugend gemacht, indem sich Matthias selber vom Sturm in die Abwehr dirigierte.

 

Mit dieser Umstellung hatte sich die neu formierte Abwehr noch nicht vertraut gemacht, als TE durch einen langen Ball kalt erwischt wurde. Der flinke Mittelfeldspieler der Holzbeiner nutzte die Verwirrung und legte den Ball an den herauseilenden Torhüter Rüdi vorbei zum 0:1. Die frühe Führung des Favoriten schien logische Konsequenz der seit Wochen starken Leistungen der Holzbeiner zu sein. Für TE gab es aber erstmal kein Grund die Taktik zu ändern. Aus einem dicht gestaffelten Defensivverbund setzte TE auf kontrollierte Offensive. Die Hoffnungen lagen vor allem in Einzelaktionen der Offensivkräfte. Der mit eigenem Fanclub angereiste David E. schien besonders motiviert. In der 20. Min. jagte er nach schönem Alleingang den Ball. aus 15m an die Latte! TE schien nunmehr das Spiel in den Griff zu bekommen. 10 Minuten später hatte Tim aus halblinker Position die Chance zum Ausgleich, doch sein Schuss verzog um Zentimeter das Tor.

 

Zur Halbzeit stand es zwar 0:1, doch die Angst vor einem angeblich übermächtigen Gegner war längst gewichen. TE war mindestens ebenbürtig. Nach der Pause taktierten beide Mannschaften lange Zeit und es gab kaum nennenswerte Torchancen auf beiden Seiten. TE kontrollierte das Spiel, Holzbein lauerte auf den finalen Konter. Dabei hatte TE bei einem Konterversuch der Holzbeiner zunächst etwas Glück, als der unsicher wirkende Schiri Neuloh auf Zuruf eine vermeintliche Abseitsstellung anzeigte. Wenig später war jedoch eine verunglückte Abseitsfalle Ausgangspunkt für Rüdis Rettungstat gegen den durch gestarteten Stürmer. Leider konnte Rüdi den Stürmer außerhalb des Strafraums nur regelwidrig stoppen und der Schiri verwies Rüdi des Feldes. Taktisch wurde daraufhin umgestellt: David J. ging ins Tor und Stefan übernahm für Matthias den Liberopart. Mit nur noch 10 Mann Mitte der 2. Halbzeit und 0:1 hinten, schienen die Chancen für TE aussichtslos. Aber TE bewies Moral und spielte weiter engagiert nach vorne. Den ganz großen Druck konnte TE zwar nicht entfachen, aber TE kämpfte Meter um Meter. Das Engagement wurde schließlich belohnt. Nach einer Flanke von Christian W. in den gegnerischen Strafraum gelangte der Ball vor die Füße von David E., der aus 14m Maß nahm. Seinen strammen Schuss konnte der Keeper zwar noch parieren, aber den Abpraller drosch der nimmermüde CK unhaltbar in die Maschen. Damit hatte TE kurz vor Ende der regulären Spielzeit in Unterzahl noch den Ausgleich geschafft. Und fast hätte TE gegen die jetzt konfusen Holzbeiner den Todesstoß gesetzt: ein tückischer Aufsetzer von Charif von der Strafraumkante verfehlte nur um Haaresbreite das Tor!

 

So aber ging es mit 1:1 in die Verlängerung. Die erste Halbzeit der Verlängerung konnte die TE die Partie ausgeglichen gestalten und hatte nach einem Freistoß von Charif durch David E. die beste Torchance, doch leider erwischte er den Ball per Kopf nicht richtig. In der 2. Halbzeit der Verlängerung musste TE dem Altersunterschied und der Bürde mit einem Mann weniger zu spielen, immer mehr Tribut zollen. Die Angriffe der jungen Studenten nahmen zu, aber die Fernschüsse stellten für den souveränen Aushilfskeeper David J. zunächst keine Probleme dar. Eine gute Kontergelegenheit für TE bot sich, als sich Christian W. über die linke Seite durchgesetzt hatte, seine Flanke aber von CK knapp verfehlt wurde. Als sich schon alles auf ein 11m-Schießen eingerichtet hatte, führte eine Minute vor Ende der Spielzeit eine der wenigen Unachtsamkeiten im Torpedo Deckungsverbund zum entscheidenden 1:2.

 

Damit ist dieses Jahr für TE bereits im Viertelfinale Schluss. Der 2. FC Holzbein, den man letztes Jahr noch im Spiel um Platz 3 in der Verlängerung mit 3:1 besiegen konnte, trifft nun im Halbfinale auf die 3beiner. Dem fairen Gegner wird aufrichtig gratuliert. Die Niederlage ist insoweit verschmerzbar, als dass man keinem Torpedo einen Vorwurf machen kann. Die taktischen Vorgaben wurden hervorragend umgesetzt und jeder Torpedo gab im Glutofen der Westkampfbahn einfach alles. Die Moral ist intakt und so bleibt zu offen, dass auch das Glück im letzten (Pokal-)Spiel der Saison wieder zu TE zurückkehrt.

 

Tore: 0:1 (3. Min.), 1:1 CK (David E., 85. Min.), 1:2 (118. Min.) Rote Karte: Rüdiger (70.)

 

Gespielt haben: Rüdiger, David J. - Marco D., Matthias, Stefan, Marius - Kai, CK, Charif, Vincent, Boris, Elert, Björn - Tim, David E., Christian W.

 

Torpedo Eisen – 1. FC Torpedo Pipe 1:4 (0:2)
Mittwoch, 26.5.10, 19 Uhr Jahnwiese

Das war nix! Dank Graskloppers-Sieg gegen Trimmdich dennoch fürs Viertelfinale qualifiziert.

 

Das Spiel sollten schleunigst vergessen: Rüdiger - Marco D., Marco V., Marius - Kai, James, Björn, Charif, Boris, Stefan, Christian W. - Matthias, Jochen, David E.

 

Tore: 0:1 (6.Min.), 0:2 (38.Min.), 0:3 (52.Min.), 1:3 Jochen (77.Min. Marius), 1:4 (85. Min.)

 

Torpedo Eisen – Graskloppers 1:0 (1:0)
Sonntag, 25.4.10, 15 Uhr Jahnwiese

Im vorletzten Spiel ging es für TE um alles. Nur ein Sieg würde die Chance auf den Einzug ins Viertelfinale wahren. Die Voraussetzungen schienen denkbar ungünstig, da bis zum Freitagmittag gerade einmal 11 Torpedos gesund zur Verfügung standen. Insbesondere die zunächst (teilweise) verletzungsbedingten Absagen von Keeper Rüdiger, Matthias, CK und Stefan schienen zunächst kaum kompensierbar. Doch das schöne Wetter und die „doc“-Salbe schienen magische Wirkung zu entfachen: zum Anpfiff waren schließlich so viele Torpedos einsatzbereit wie bislang noch in keinem Saisonspiel. Da bahnte sich bereits an, dass dieser Tag ein „historischer“ Tag für TE werden würde! Historisch nicht, weil der Coach vom Vorabend noch erheblich unter Alkoholeinfluss stand (das kam schon öfter vor), sondern deshalb, weil man seit über 10 Jahren gegen den mittlerweile Trainingspartner und Rekordmeister der Bunten Liga nicht mehr gewonnen hatte.

 

Taktisch variierte TE ein wenig gegenüber dem letzten Spiel und spielte nur mit einer echten Spitze. Die dafür zusätzliche Offensivkraft im Mittelfeld sollte für zusätzliche Kreativität im Mittelfeld sorgen. Diese Marschroute ging zunächst gut auf, denn die ersten Minuten lief der Ball recht flott in den Reihen der Torpedos. Es wurde sehr ansehnlich bis zum Strafraum der Graskloppers kombiniert. Echte Torchancen blieben aber zunächst aus. Die erste hatte Matthias nach einer Unsicherheit eines Abwehrspielers, aber sein gedachter Lupfer verzog doch um Einiges. TE erspielte sich frühzeitig ein Übergewicht an Frei- und Eckstößen. Eine solche Standardsituation führte dann auch zum zählbaren Erfolg. Elert zirkelte einen Freistoß aus 20m über die Mauer und der Ball schlug im kurzen Eck zur Führung ein. Es war Elerts erster Treffer für TE und dann gleich so ein schöner!

 

Danach hätte es ihm Charif fast gleich getan. Sein Freistoß 10 Minuten später aus ähnlicher Position konnte der Keeper der Graskloppers gerade noch aus dem Winkel fischen. Auf der Gegenseite hatten die Graskloppers ihre beste Aktion nach einem Fernschuss, den Tobias aber ebenso gekonnt aus dem Tordreieck faustete. Ansonsten gab es keine größeren Torchancen auf beiden Seiten; TE kam lediglich durch Fernschüsse vom starken Björn und Tim noch zu zwei guten Aktionen vor der Halbzeit.

 

In der zweiten Halbzeit nahmen die Angriffsbemühungen der Graskloppers mehr und mehr zu. TE hatte sich tief zurückgezogen und lauerte auf Konter. Diese waren aber rar und wurden oft zu unpräzise abgeschlossen, wobei zugestanden wird, dass der ein oder andere Fehlpass auch dem schlechten Zustand des Platzes zugeschrieben werden muss. So lag TE’s Heil heute in dem starken Abwehr- und Defensivverbund. Die Graskloppers hatten zwar deutliche Feldvorteile, aber große Chancen konnte sie sich nicht herausspielen. Die Abwehr um Cheforganisator Marco V. stand sehr sicher, was auch daran lag, dass Stefan den Antreiber des Graskloppers-Spiel Max im Mittelfeld nicht zur gewohnten Entfaltung kommen ließ und insbesondere die Manndecker Marius und Marco D. ein bärenstarkes Zweikampfverhalten an den Tag legten. Dennoch benötigte TE auch ein Quäntchen Glück, als zunächst ein Spieler der Graskloppers in der 75. Min. frei vor dem Tor per Kopf verzog und wenig später die Querlatte den Ausgleich verhinderte.

 

In den letzten Minuten des Spiels konnte sich TE noch einmal befreien und spielte geschickt die Zeit runter. So blieb es bei dem knappen Sieg, der TE im Kampf um die Qualifikation zum Viertelfinale wieder alle Chancen lässt. Vor allem die starke taktische Beibehaltung der Positionen trotz vieler Wechsel, das gute Zweikampfverhalten und das Vermeiden von Konzentrationsfehlern war der Grund für diesen Erfolg. Kompliment auch an den Schiri (Name unbekannt), der heute zum ersten Mal ein Spiel von TE pfiff, und seine Sache sehr gut machte. Im letzten Spiel der Ligasaison geht es gegen Namensvetter Torpedo Pipe um den Einzug ins Viertelfinale.

 

Gespielt haben: Tobias - MarcoD., Marco V., Marius - Kai, Stefan, Vincent, Björn, Boris, Charif - Elert, Tim, Christian W., David J. - Matthias, David E.

 

Tore: 1:0 Elert (13. Min., direkt verwandelter Freistoß)

 

 

Torpedo Eisen – Zeugen Yeboahs 2:2 (0:1)
Sonntag, 11.4.10, 15 Uhr Jahnwiese

Im dritten Spiel des Jahres ging es gegen die Zeugen Yeboahs. Der Tabellenplatz täuscht ein wenig darüber hinweg, dass dieser Gegner alles andere als eine leicht zu schlagende Mannschaft ist, die ihre vorigen Spiele nur knapp verloren hatte und in diesem Spiel unbedingt gegen den Abstieg punkten musste.

 

Torpedo Eisen kam hellwach in die Partie hinein. In der 3. Minute Einwurf von Charif auf David, der direkt auf Elert verlängert, doch sein starker Schuss trifft leider nur die Latte. Gefühlte 80 Prozent Ballbesitz für Torpedo Eisen, doch leider keine zwingenden Aktionen im gegnerischen Strafraum. In der 20 Minute dann eine Ecke von Charif, Matthias verlängert mit dem Kopf auf David, der den Ball spektakulär per Seitenfallzieher trifft, doch der starke Yeboah-Keeper kann die Kugel mit einer Blitzreaktion an die Latte leiten. Die spielerische Überlegenheit konnte nicht in Zählbares umgesetzt werden, und so kam es, wie es kommen musste. In der 30 Minute erfolgte ein unnötiger Ballverlust im Mittelfeld und die schnellen Offensivspieler der Zeugen schafften das, was Torpedo heute bislang misslungen war: aus einer Chance einen Treffer zu machen. Torpedo machte in den nächsten Minuten aus dem Fußballspielen eine schwere und komplizierte Sportart, oft wurde die Mitte gesucht, der Ball wurde lange gehalten, nicht präzise gespielt, und die Außenbahnen wurden als reine Dekoration des Spielfelds betrachtet. Halbzeit.

 

Matthias Ansprache spiegelte das wider, was alle dachten. „Wenn wir so weitermachen, gehen wir hier mit 0:1 unter“. Nun sollte bissiger, präziser, einfacher gespielt werden, und so begann man auch in der zweiten Halbzeit. Die Zeugen zogen sich zurück und standen um den guten Libero stabil und dicht an den Torpedo-Stürmern. In der 50. Minute verfehlte ein Schuss von David aus 18 Metern nur knapp das Ziel. Die Ecken landeten meistens hinter dem Tor, so dass Eisen daraus kein Kapital schlagen konnte. Die Mannschaft war aufgerückt, und das nützten die Zeugen Yeboahs eiskalt zum Kontern aus. In der 64. Minute wurden – ähnlich wie in Halbzeit 1 – ein schneller Konter über die linke Seite von Yeboah gefahren, dann kam ein einfacher Pass in die Mitte, wo der mitgelaufene Stürmer zum 0:2 einnetzte. Das Spiel von Eisen wurde unruhiger, der Frust über die vergebenen Chancen größer, vor allem in der 70. Minute, als nach schöner Vorarbeit von Boris David aus 8 Metern eher den trockenen Rasen als den Ball traf, der über dem Tor den Weg zur Anzeigetafel fand, doch die Moral blieb unangetastet. Dann ein Freistoß aus halblinker Position von Charif in der 83. Minute. Der Ball titschte einmal im 16er auf, und dann wurde er vom aufgerückten Marco V. per Kopf über die Linie bugsiert. Im Gegenzug fiel fast das 1:3, doch zum Glück konnte der Konter von den Zeugen nicht erfolgreich abgeschlossen werden. In der 86. Minute spielte Charif einen schönen Pass auf David, der in den Rücken der Abwehr gestartet war, den Torwart umkurvte und zum 2:2 einnetzte. In der Nachspielzeit köpfte David nach Ecke von Charif knapp am Pfosten vorbei.

 

Mit dem Ergebnis kann Torpedo Eisen auf Grund des Spielverlaufs und der Chancenverwertung nicht zufrieden sein. Sicherlich kam mit den beiden Lattenkrachern noch Pech dazu, doch in dieser Verfassung hat Torpedo Eisen im Viertelfinale der Bunten Liga nichts verloren. Nun steht die Mannschaft mit dem Rücken zur Wand und ist zum Siegen gegen den Angstgegner Graskloppers verdammt.

 

Gespielt haben: Rüdiger, Kai, Marco V., Stefan, Marius, Charif, Björn, Selcuk, Elert, Boris, Vincent, Matthias, David

 

Tore: 0:1 (30.), 0:2 (64.), 1:2 Marco (83., Charif) 2:2 David (86., Charif)

 

Torpedo Eisen – 3Beiner 2:2
Sonntag, 21.3.10, 14 Uhr Jahnwiese

Im zweiten Spiel nach der Winterpause traf man auf einen der engsten Rivalen in der BuLi: die 3beiner. Nicht erst seit dieser Saison gelten die 3beiner als einer der heißesten Favoriten auf den Meistertitel. Im letzten Spiel bezwangen sie den amtierenden Meister Trimmdich und gingen damit voller Selbstvertrauen in das "Derby". Aber kein Grund für TE im Vorfeld nervös zu werden. Man erinnert sich an den letztjährigen Viertelfinal-Coup, als man mit einem 2:1 Sieg alle  Titelträume der 3beiner begrub. Personell gab es wie so oft dieses Saison einige Ausfälle, so dass man mit einer ehe dünnen Personaldecke antrat. Zu allem Überfluß verletzte sich auch noch Elert beim Aufwärmen, so dass gerade mal zwei  Auswechselspieler zur Verfügung standen.

 

Die 3beiner brannten auf Revanche und gleich mit Anpfiff stürmten sie nach vorne. Nach gefühlten 5 Sekunde gab es schon die erste Ecke für  die 3beiner, die aber ebenso wenig einbrachte, wie die nachfolgenden.  TE versuchte zunächst abwartend und ruhig das Spiel zu kontrollieren.  Das gelang ansatzweise, ohne dass sich zunächst nennenswerte Chance ergaben. Die erste große Chance des Spiels nach 20 Minuten war eher  ein Zufallsprodukt. Im Strafraum schlug ein 3beiner Abwehrbein über  den Ball und plötzlich hatte Kai aus 10m freie Schussbahn, doch leider traf auch er den Ball nicht richtig. Fünf Minuten später hatte TE Pech, als nach schöner Vorarbeit von Ex-3beiner Vincent Matthias aus 8m vor dem Tor den Ball per Drop-Kick nur an die Latte torpedierte. Besser zielte 3beiners Ausnahmestürmer Benji in der 32. Min., als er eine 35m Flanke von rechts aus 16m volley unter die Latte hämmerte! In solch einem Moment gibt es angesichts dieses Tor "Marke Tor des Monats" auch als Gegner nur eins: Staunen und Beifall-Klatschen. Zudem ist ein 0:1 Rückstand gegen die 3beiner auch kein Beinbruch. Wie im Viertelfinale bedurfte es ganzer zwei Minuten um den Rückstand zu egalisieren. Einwurf von Charif auf Matthias, der sich geschickt drehte und zu David E. ablegte, der den Ball gefühlvoll mit dem Außenriss aus 8m in die Maschen beförderte. Das 1:1 hielt auch bis zum Pausentee, der aufgrund der nasskalten Bedingungen angebracht gewesen wäre.

 

Nach der Pause änderte sich am Spielgeschehen zunächst nicht viel. Die  3beiner versuchten insbesondere über ihr magisches Trio (Ossama, Matze  und Benji) zum Erfolg zu kommen; diese wurden aber überwiegend von den laufstarken Marius und Stefan sehr gut abgemeldet. TE konnte sich insbesondere über die starke linke Seite um Charif und Selcuk in Szene setzen. Ein über links vorgetragener Angriff war dann auch Ausgangspunkt für das 2:1. Charif konnte sich bis zur Grundlinie durchsetzen, passte auf Matthias, der überlegt auf den aus dem Rückraum auftauchenden David E. ablegte, und dieser hatte keine Mühe,  den Ball aus 7m ganz cool an Verteidiger und Torwart ins Nez zu schieben. Nach der Führung spielte TE aus einem sicheren Abwehrverbund, der  heute wieder vom souveränen Libero Marco V. angeführt wurde. Im  Mittelfeld wurde CK zunehmend effektiver, so dass man in dieser Phase des Spiels recht kompakt stand. TE besaß gute Aktionen bei  Fernschüssen von David E. und Marco D. und Matthias scheiterte nach  einem missratenen Abstoß, den David E. gedankenschnell returnierte, aus 10m halbrechter Position. Die 3beiner wollten aber nicht schon wieder als Verlierer vom Platz  gehen und drehten in der letzten Viertelstunde des Spiels noch einmal  auf. Nach einem Solo von Benji über TE's rechte Abwehrseite war es  schließlich um TE geschehen. Gleicher Spieler hatte kurze Zeit später  sogar noch die Chance ein drittes Tor zu erzielen, aber er vergab  freistehend aus 5m. Auf der anderen Seite hätte Vincent seinen alten  Kameraden den Todesstoß versetzen können, doch nach einem Freistoß von  Charif rutschte ihm frei vor dem Tor der Ball vom Oberschenkel. Somit blieb es bei einem leistungsgerechten Unentschieden in einer umkämpften Partie, die mit allen zu einem Derby dazu gehörenden Emotionen geführt wurde, aber nicht unfair war. Lob an den umsichtigen  Schiri A. Ittenbach, der TE heute zum ersten Mal pfiff, und die Partie  jederzeit im Griff hatte. Mit dem Unentschieden gegen die hoch einzuschätzenden Dreibeiner kann  TE gut leben. Als nächstes trifft TE auf einen nicht minder großen  Rivalen, den Rekordmeister Graskloppers, gegen den es in der  Vergangenheit fast nie was zu holen gab. Es wird Zeit, dass sich dies  ändert.

 

Tore: 0:1 (32. Min.), 1:1 David (Matthias, 34.Min.), 2:1 David  (Matthias, 58. Min.), 2:2 (78. Min.)

 

Gespielt haben: Rüdiger - Stefan, Marco V. Marco D. - Kai, CK, Marius,  Charif, Sebi, Selcuk - Vincent, David E., Matthias

 

Torpedo Eisen – Feine Kerle Köln 4:0
Samstag, 6.2.10, 10 Uhr  Kunstrasenplatz Salzburger Weg

Im ersten Spiel des nach der Winterpause ging es gegen die Feinen Kerle, einen der Lieblingsgegner von Torpedo Eisen. Das Lazarett und die Abwesenheitsliste ließen nichts Gutes erahnen. Gleich 10 Ausfälle mussten verkraftet werden. Neben den verletzten Lutz, Philip und Sini musste Eisen auf Marco V., Stefan, Marius, David J., Boris, Christian W. und Kalle verzichten. Glücklicherweise konnten Selcuk, Elert und Alt-Eisen Marc mobilisiert werden.

 

Beide Mannschaften brauchten 10 Minuten, um im ersten Spiel nach der Winterpause anzukommen. Torpedo zog sich zurück und lauerte auf Konter, von denen in der 16. Minute einer in Zählbares umgewandelt werden konnte: David schickte Charif über die linke Seite, dieser ließ seinen Gegenspieler stehen und passte mit viel Übersicht auf den in der Mitte mitgelaufenen Matthias, der unhaltbar per Direktabnahme verwandelte. Die Antwort der Kerle ließ nicht lange auf sich warten, sie drückten auf den Ausgleich und hatten eine Großchance durch einen Kopfball, der knapp das Eisentor verfehlte. Fast im Gegenzug setzte Torpedo den nächsten Stich. Kai schickte Matthias mit einem langen Ball über rechts, dieser schirmte den Ball perfekt ab und verwandelte aus 16 Metern mit einem wuchtigen Schuss zum 2:0. Ein beruhigender Halbzeitstand.

 

In der zweiten Halbzeit legte Eisen einen Gang zu. Der Ball zirkulierte gut in den eigenen Reihen, lediglich die Chancenverwertung lief nicht optimal. David, Christian und Vincent scheiterten am guten Keeper von FKK. Also musste es Matthias wieder richten. Ein schlechter Abschlag vom Gegner wurde vom hellwachen Charif abgefangen, Pass auf Matthias, Direktabnahme, 3:0. Das 4:0 erzielte David per Direktabnahme nach Vorarbeit von Matthias, der diesmal überlegt in die Mitte passte.

 

Das 4:0 war auf Grund der Spielanteile, insbesondere der zweiten Halbzeit, verdient. Die Partie war wie gewohnt zwischen FKK und Eisen sehr fair. Dank einer soliden Leistung und eines überragenden Matthias konnte Torpedo Eisen einen guten Start ins Jahr 2010 hinlegen.

 

Tore 1:0 Matthias (Charif), 2:0 Matthias (Kai), 3:0 Matthias (Charif), 4:0 David (Matthias)

 

Gespielt haben: Rüdiger - Sebi, Elert, Marco D., Marc - Kai, CK, Björn, Charif, Vincent, Selcuk - Matthias, David E.

 

Torpedo Eisen – Lok Libuda 4:1
Sonntag, 29.11.09, 14 Uhr Jahnwiese

Im letzten Spiel des Jahres 2009 ging es gegen Altmeister Lokomotive Libuda. Bei diesem Gegner kommen zwangsläufig Erinnerungen an legendäre Spiele hoch, die stets voller Spannung und Dramatik waren. Zwar konnte TE in den letzten beiden Spielen nicht gegen Libuda gewinnen, doch waren die Vorzeichen heute anders verteilt als noch in den letzten Partien. Als Dritter der letzten BuLi - Saison ging TE als Favorit in dieses Spiel. Allerdings war die Personaldecke durch den kurzfristigen Ausfall von drei Spielern bei TE recht dünn, so dass die beiden kreuzbandgeschädigten Spieler Sini und Philip zum Einsatz gebeten wurden. Während Sini ohne Kreuzband eine bravouröse Partie ablieferte, musste Philip sein Comeback nach einem halben Jahr bereits nach 10 Minuten Einsatzzeit wieder abbrechen. Daher war es gut, dass der zunächst angeschlagene Björn TE zur 2. Halbzeit noch verstärken konnte.

 

Die 1. Halbzeit begann so wie es sich für einen „Favoriten“ gehört: man ließ den Gegner gewähren und spielte, positiv formuliert, recht abwartend. Dies gab Keeper Rüdiger die Gelegenheit sein Können bei einem Kopfball aus kurzer Distanz und einem Flachschuss aus 12m der Libudaner unter Beweis zu stellen. Ansonsten stand die Abwehr um Kapitän Stefan aber recht sicher. Nach 15 Minuten löste sich TE erstmalig aus der Mittelfeld Okkupation der Lok und Matthias schnippte den Ball knapp am rechten Torpfosten vorbei. Da deutete TE schon einmal seine Torgefährlichkeit an, die sich kurzer Zeit später eindrucksvoll entfaltete. Nach einem Zuckerpass von Marius enteilte David auf der linken Seite seinem Bewacher, drang in die Box und wurde dort von Libudas Torwart regelwidrig zu Fall gebracht. Den anschließenden Elfmeter verwandelte der Gefoulte gleich selber. Danach ließ er sich auswechseln, um sich den wirklich wichtigen Dingen an diesem Nachmittag zu beschäftigen: Kartenspielen mit seinem Sohn Elias.

 

Währenddessen bemühten sich die Kollegen auf dem Platz, den Vorsprung weiter auszubauen. Die beste Gelegenheit bot sich Christian W., der in der 43. Min. zunächst frei vor dem Tor am Keeper Libudas scheiterte, im Nachschuss dann zwar nach einem Zuspiel von Matthias ins Tor traf; doch der umsichtige Schiedsrichter D. Winzen verweigerte dem Treffer wg. Abseitsstellung - wahrscheinlich zu Recht - die Anerkennung. Im Gegenzug fing sich dann TE nach einem marokkanischen Luftloch und einer Volleyball-Einlage von Rüdiger das 1:1.

 

Man hätte sich zu Pause über diesen Lapsus ärgern und mit der zuvor ausgelassenen Großchance zum 2:0 hadern können, doch das Vertrauen in die eigene Stärke war heute so groß, dass dieser Fauxpas nur ein Schmunzeln bei den Torpedos hervorrief. In der zweiten Halbzeit wollte man die angestrebten drei Punkte einfahren. Zunächst musste jedoch Rüdiger beim Herauslaufen beherzt eingreifen, um einen Rückstand zu vermeiden. Nach einer kurzen Druckphase der Libudaner drehte TE zunehmend auf. Der Gegner wurde frühzeitig unter Druck gesetzt und TE gewann die entscheidenden Zweikämpfe. In der 55. Min. erkämpfte sich Vincent den Ball im Mittelfeld, Doppelpass mit Matthias und aus 12m halbrechter Position jagte der französische Neuzugang den Ball zu seinem ersten Treffer für TE unter die Latte. Danach hätte nach einem Charif Eckball und anschließendem Gewusel im Strafraum der Ball eigentlich zum dritten Mal über die Linie bugsiert gehört, aber irgendwie kam immer noch ein Abwehrbein der Libudaner vor dem einschussbereiten CK dazwischen und verhinderte die Vorentscheidung. Ein (Torpedo) Abwehrbein war es dann, das den dritten Treffer vorbereitete. Nach Zuspiel auf einen der beiden Lok-Stürmer war der aufmerksame Manndecker Marco D. schneller am Ball und beförderte diesen zu Matthias, der postwendend den mittlerweile wieder eingewechselten David auf die Reise schickte. Der peruanische Puma hatte keine Mühe, seinen Gegenspieler abzuschütteln und knallte den Ball aus vollem Lauf aus 13m ins linke Toreck. Damit brach Libudas Moral endgültig zusammen. Wenig später hätte eigentlich Christian W. den vierten Treffer machen müssen, doch allein vor dem Torwart zögerte er zu lange. Den vierten Treffer markierte dann wiederum David nach einem Konter: eine gegnerische Ecke köpfte Kai aus dem Strafraum, Christian W. legte auf den in der 2. Halbzeit wie aufgedreht spielenden Matthias, der David auf Strafraumhöhe klug in Szene setze. Mit seiner dritten Torvorlage am heutigen Tage war der dienstälteste Torpedo neben dem dreifachen Torschütze David der überragende Spieler auf dem Platz. Die Krönung wäre Matthias widerfahren, wenn er kurze Zeit später nach mustergültige Flanke von Christian W. den Kopfball aus 8m genetzt hätte.

 

Zum Schluss hätte der Sieg sogar noch höher ausfallen können, was aufgrund der guten Leistung der Libudaner in der 1. Halbzeit aber wohl etwas zu viel des Guten gewesen wäre. Die Partie war fair und Schiedsrichter D. Winzen war jederzeit Herr des Geschehens. Mit diesem Sieg behält TE Anschluss an das obere Drittel und hat sich damit eine ganz gute Ausgangsposition für die nächsten Spiele im Frühjahr geschaffen.

 

Tore: 1:0 David E. (Foulelfmeter an David E., 20. Min.), 1:1 (44. Min.), 2:1 Vincent (Matthias, 55. Min.), 3:1 David E. (Matthias, 65. Min.), 4:1 David E. (Matthias, 70. Min.)

 

Gespielt haben: Rüdiger - Marco D., Stefan (C), Sini - Kai, CK, Marius, Charif, Vincent, Christian W., Philip, Björn - David E., Matthias

 

Torpedo Eisen – Alcazar
Sonntag, 30.8.09, 15 Uhr Jahnwiese

Im ersten Auftaktspiel zur BuLi Saison 2009/10 hagelte es Absagen bei TE. In jedem Mannschaftsteil fehlten 1-2 Stammspieler und es war fast ein Wunder, dass TE überhaupt noch eine konkurrenzfähige Mannschaft  zusammen bekam. Großer Dank gilt insbesondere Alteisen Marc und den beiden Debutanten Christian W. und Stefan für ihr spontanes Aushelfen. Noch schwieriger erwies sich allerdings das Unterfangen einen Schiri für Sonntag zu organisieren. So kam es, dass für die erste Halbzeit Marcel von Otze Mach Et netterweise aushalf, bis Cay C. übernahm. Großer Dank nochmal an dieser Stelle an Marcel, der seinen Sache sehr gut machte.

 

Alcazar hatte trotz der vielen Ausfälle von TE anscheinend mächtig Respekt vor dem Dritten der vorangegangenen Saison. Das Hauptaugenmerk lag zunächst auf der Defensive. TE tat sich gegen diese Taktik zunächst etwas schwer. Zwar wurde der Ball überlegt aus der Abwehr nach vorne getragen, aber spätestens 20m vor dem gegnerischen Tor fehlte es an der Durchschlagskraft. Die beiden besten Chancen in der Anfangszeit hatte sogar Alcazar, und TE hätte sich nicht beschweren  dürfen, wenn der Gegner in Führung gegangen wäre. Doch mit dem  Vertrauen in die eigene Stärke nahm Mitte der ersten Halbzeit der Druck von TE auf das gegnerische Tor zu. Nachdem man eine Reihe von Ecke herausholen konnte, war es schließlich auch eine solche  Standardsituation, die zum 1:0 führte. Nach einer Ecke von Charif  köpfte Christian K. den Ball gen langen Pfosten. Der auf der Linie  stehende Verteidiger konnte den Ball vor Überschreiten der Torlinie  zwar noch klären, doch dabei schoß er den vor sich stehenden Marc an,  von dessen Standbein der Ball aus kürzester Distanz über die Linie  trudelte. Ausgerechnet Marc, der schon seit über einem Jahr nicht mehr  im TE-Dress aufgelaufen ist und dessen letztes Tor solange her ist,  dass sich nur noch die ältere Generation der Torpedos daran erinnern  kann, erzielte das "psychologisch" wichtige 1:0!

Diese Führung tat TE sichtlich gut und so ging man frohen Mutes in die  Halbzeit. Nach der Pause nahm die spielerische und körperliche  Überlegenheit von Eisen von Minute zu Minute zu. Folgerichtig ließ das  zweite Tor nicht lange auf sich warten. Wieder waren es Charif, mit  einem Freistoß, und "AIR" Christian K., mit einem Kopfball, die die  Vorbereitung leisteten; Karl brauchte schließlich den Ball aus 1m nur  noch über die Linie zu drücken. Bei der bis dato schönsten Kombination  des Spiels tankte sich in der 63. Minute der stark spielende Björn im  Mittelfeld durch, und Debutant Christian W. ließ dem Torwart mit einem  platzierten Schuss aus 8m frei vor dem Tor keine Chance: 3:0. Danach  gingen es die Torpedos, bei denen Christian K., Charif, Björn, Sini  und Stefan heute zu den besten gehörten, etwas langsamer an. Es gab  noch einige gute Torchancen, die aber bis kurz vor Schluss ungenutzt  blieben. Dann passierte etwas, was so wohl nicht oft vorkommt: nachdem  Charif darum gebettelt hatte im Sturm eingestezt zu werden, gab  Spielertrainer Philip "Eisen-Magath"schließlich nach und setzte  Kapitän Charif, der normalerweise auf der linken Außenbahn spielt, im  Sturmzentrum ein. Charif dankte es auf seine Weise, indem er eine  butterweiche Flanke des im zweiten Abschnitts immer stärker werdenden  Christian W. aus 7m. in die Maschen köpfte. Auf der Gegenseite wäre  den aufopferungsvoll kämpfenden Alcazianern fast der Ehrentreffer  gelungen, doch der ansonsten selten geforderte Stefan parierte per  Fußabwehr beim 1-gegen-1 Duell. Den Schluss- und Glanzpunkt setzte  schließlich David J., der aus 15m. den Ball sehenswert unter die Latte  hämmerte.

 

Letztendlich ein gelungener Auftakt gegen einen sehr fairen Gegner der  zeigt, dass TE auch ohne seine vermeintlichen Starspieler ordentlich  Fußball spielen kann. Zumindest vorübergehend ist TE jetzt da, wo es  am liebsten die ganze Saison über bleiben will: auf Platz 1 der Gruppe  Gelb (B)!

 

Tore: 1:0 Marc (38. Min.), 2:0 Karl (CK, 55. Min.), 3:0 Christian W. (Björn, 63. Min.), 4:0 Charif (Christian W., 87. Min.), 5:0 David J. (Tim, 90. Min.)

 

Gespielt haben: Stefan - Sini, Stefan, Marius, Marc - Kai, Björn, Christian K.,Charif (C), Christian W., David J., Tim, Karl

 

Torpedo Eisen – Dynamo Tresen
Sonntag, 27.9.09, 15 Uhr Jahnwiese

Im zweiten Spiel der neuen Saison wollte TE gegen Dynamo Tresen (DT) an den Erfolg im ersten Spiel anknüpfen, musste jedoch notgedrungen auf gleich sechs bewährte Stammkräfte verzichten. Doch schon gegen Alcazar hatte sich gezeigt, dass der vermeintlich "zweite Anzug" von TE sitzt, warum also auch heute nicht gegen den ambitionierten Aufsteiger, der im ersten Spiel den Meister überraschend mit 4:2 bezwang. Der Blick auf die Statistik machte jedoch ein wenig Angst, denn in den letzten beiden Spielen gegen DT ging man immer als Verlierer vom Platz.

 

Konzentriert ging man daher zu Werke und die erste Viertelstunde war TE spielbestimmend. Besonders über die rechte Seite von Boris und Christian W. wurden einige vielversprechende Angriffe vorgetragen. In der 10. Min. die erste gute Chance für TE, doch der Rechtsschuss von dem im ersten Durchgang agilen David J. aus 10m halbrechter Position konnte Tresens Torwart gut parieren. Danach hatte Christian W. nach schöner Kopfballvorlage von David die größe Chance zur Führung, doch sein Schuss 12m frei vor dem Tor verlor sich in den Weiten Müngersdorf. Nach 20 Min. war der ansehnliche Auftakt allerdings nur noch Makulatur. Die Zweikämpfe wurden im Mittelfeld verloren und DT konnte sich ein Übergewicht erarbeiten. Bis auf einige Ecken blieben die Dynamos allerdings zunächst ungefährlich. Dies sollte sich jedoch mit der ersten, echten Torchance für DT nach 35 Minuten ändern. Nachdem ein Spieler im Mittelfeld durch die gesamte Verteidigung marschieren durfte, ohne dass ein TE Spieler ernsthaft den Versuch unternommen hätte, ihn aufzuhalten, kullerte das Bällchen unaufhaltsam gen Tor und  Schwups stand es 0:1. Matthias versuchte diesen Fauxpas gleich wieder wett zu machen, indem er vom Anstoß aus direkt den Ball ins verwaiste - der Tresen-Torwart war vor Freude über das Tor seine erste Flasche Bier holen -  gegnerische Tor versenken wollte, doch sein Schuss aus 40m ging knapp über das Tor. Vielmehr brachte TE im ersten Durchgang nicht mehr zustande.

 

Leider änderte sich diese Momentaufnahme auch nicht in der zweiten  Halbzeit. TE zwar bemüht, aber ohne zwingende Durchschlagskraft in der  Offensive. So kam es wie es kommen musste, quasi eine Kopie der Szene zum 0:1 aus der 1. Halbzeit: wieder konnte ein DT-Spieler ungestört  durch das Mittelfeld spazieren, um dann selbstlos auf den Stürmer Kollegen abzulegen, der furztrocken zum 0:2 abschloss. Die Messe war damit gelesen, der Drops gelutscht. Zu allem Überfluss gab es noch einen berechtigten Elfmeter, der das 0:3 und damit die Klatsche bescherte. Dennoch spielte TE mit Moral weiter und besaß durch Matthias zwei gute Torchancen, und durch Sini, Vincent und David E. einige Distanzschüsse, die aber meist eher den Kölner Dom anvisierten als das gegnerische Tor. Schließlich gewannen die Dynamos nicht unverdient, denen aufgrund ihrer zwar nicht besonders spektakulären, dafür ziemlich abgezockten Spielweise (vor allem im Abwehrbereich) zu zu trauen ist, noch weiter für Furore in dieser Saison zu sorgen. Vielleicht hat sich da sogar nach zwei Spieltagen schon ein neuer Geheimfavorit herausgebildet? Mal abwarten. Viel Zeit zum Grämen bleibt TE jedoch nicht, denn schon am WE steht die nächste Partie gegen die Babyblauen aus Bilderstöckchen an. Es bleibt zu hoffen, dass sich die Personalsituation bis dahin zumindest  ein wenig entspannt.

 

Tore: 0:1 (38. Min.), 0:2 (59. Min.), 0:3 (75. Min.)

 

Gespielt haben: Rüdiger - Sebi, Marco V., Sini (C), Marco D. - Boris, Marius, Vincent, Björn - Christian W., David E. - David J., Matthias

 

Torpedo Eisen – FK Trimmdich
Sonntag, 4.10.09, 15 Uhr Jahnwiese

Im dritten Spiel der Saison stand die Revanche gegen den Meister FK Trimmdich an. Die größte Sorge war wie schon seit Wochen die dünne Personaldecke. Kurz vor dem Spiel fiel auch noch Sini wegen einer Grippe aus. Ganze 12 mehr oder wenige gesunde Spieler standen für dieses richtungweisende Spiel zur Verfügung. Die Abwehr musste komplett umgebaut werden. Dank Debütant Karsten, der ein gutes Spiel machte, konnte TE zumindest drei gelernte Defensivkräfte in der Abwehr aufstellen.

Die ganzen Ausfälle taten aber der Spielfreudigkeit von TE zunächst keinen Abriss. Locker rollte der Ball über die Unebenheit der Jahnwiese in den eigenen Reihen, ohne dass der Gegner nur ansatzweise den Spielrausch unterbinden hätte können. Folgerichtig die frühe Führung nach einer sehenswerten Kombination über mehrere Stationen. Über Charif gelangte der Ball zu Björn, der im Doppelpass mit David E. den Ball nach vorne trieb, und als alle dachten, David würde 16m vor seinem Tor seinen gefürchteten Hammer herausholen, legte er geschickt auf Matthias ab, der mit einem herrlichen Schlenzer über den herauslaufenden Schlussmann die tolle Kombination erfolgreich abschloss. Das dieser temporeiche „one touch football“ keine Eintagsfliege war, bewies TE wenige Minuten nach dem 1:0. Der in der 1. HZ. sehr agile Björn hatte sich nach Doppelpass wieder durchgesetzt und seine Flanke von links in die Mitte des Strafraums hätte David J. eigentlich nur noch einnicken müssen, doch sein Kopfball ging über das Tor.

Was wäre wohl gewesen, wenn hier das 2:0 erzielt worden wäre und wenn nicht eine sehr umstrittene Entscheidung des Schiris in der 25. Min. den toten Patienten Trimmdich wieder belebt hätte? Alles spekulativ, die Realität sah so aus: nach einem Foul an Christian im eigenen Strafraum ließ der Schiri Capelli zunächst weiterspielen, um Sekunden später auf Freistoß für FK Trimmdich zu entscheiden. Verdutzt schauten sich alle an. Die Tragweite dieses Pfiffs war wohl allen nicht ganz klar, denn zum einen gab es lediglich ein Foul, und dass an einem Torpedo(!), zum anderen spielte sich das „Foul“ im Strafraum ab. Kurzum der Schiri entschied zum Erschrecken aller TE-Spieler auf Elfmeter. Der Gegner ließ sich dieses Geschenk - Pardon aber anders kann man es nicht ausdrücken - nicht nehmen und verwandelte ohne Skrupel. Die Bekundungen der Auswechselspieler des Gegners am Seitenrand nach dem Elfmeter wohlgemerkt, dass sei ja niemals ein solcher gewesen, halfen da wenig.

Durch diesen unberechtigten Elfmeterpfiff nahm sich TE völlig aus dem Spiel. Plötzlich war es vorbei mit der Leichtigkeit des Fußballspielens und die Kombinationsmaschinerie stockte. Es kam noch schlimmer für TE: nach einem Befreiungsschlag aus der eigenen Abwehr landete der Ball postwendend beim gegnerischen Stürmer, der mit der zweiten Torchance des Spiels für Trimmdich das 2:1 erzielen konnte. Dementsprechend gefrustet ging TE in die Halbzeit.

 

Im zweiten Durchgang versuchte TE das Spiel wieder mehr in den Griff zu bekommen. Doch je länger das Spiel andauerte, umso verkrampfter wirkte das Spiel der Torpedos. Zudem waren einigen TE-Spieler deutlich körperliche Defizite anzumerken, spätestens jetzt machte sich die dünne Personaldecke bemerkbar. Eine Ausnahme machte Marius, der immer wieder in die gegnerischen Zweikämpfe ging und viele brenzlige Situation klären konnte. Trotz der spielerischen Unzulänglichkeiten in der 2. Halbzeit gab es zwei hochprozentige Torchancen für TE, als Matthias aus jeweils abseitsverdächtiger Position allein auf das Tor zu lief, aber beide Male am gegnerischen Keeper scheiterte. Nach diesen vergebenen Chancen schien TE Mitte der 2. Halbzeit mausetot. FK Trimmdich hatte ab der 75. Min. Konterchancen im Minutentakt und hätte mehrmals bei 3:1 Situation nur noch den Torwart ausspielen brauchen, aber sie scheiterten entweder an ihren eigenen Nerven und an TE’s letzter Bastion Keeper Rüdiger. Er hielt TE am Leben. Nachdem Sini am Spielfeldrand aufgrund des zermürbenden Gekickes in der zweiten Halbzeit fast eine Herzattacke bekommen hätte, besann sich TE kurz vor Schluss noch einmal auf seine spielerischen Fähigkeiten. David E. leitete über rechts den letzten Angriffs des Spiels ein und 20m vor dem gegnerischen Tor warf Matthias ein letztes Mal den Turbo an. Wie eine junge Gazelle zog er an seinem Gegenspieler vorbei und flankte von der Grundlinie millimetergenau auf dem aus dem Rückraum herbeieilenden Kai, der aus 4m nur noch den Ball über die Linie drücken brauchte. Der Ausgleich in letzter Minute gegen den amtierenden Meister – Punktgewinn oder aufgrund der ersten Halbzeit Punktverlust? Alles sekundär, denn das historische Ereignis, was sich hinter diesem Ausgleich verbarg, gilt vielmehr dem Schützen des Tores. Seit über 10 Jahren Zugehörigkeit bei TE und gefühlten 150 BuLi-Spielen schaffte Kai das, was unter eingefleischten TE-Fans schon gar nicht mehr als möglich gehalten wurde, sein erstes Tor in einem BuLi-Spiel!

Von daher nahm diese nicht gerade berauschende 2. Halbzeit dann Dank Kai doch noch ein gutes Ende. Über 90 Minuten gesehen wohl ein gerechter Punkt, durch den TE Anschluss an die obere Tabellenhälfte hält. Im letzten Spiel des Jahres gegen Lok Libuda Ende November gilt es für die Torpedos ein letztes Mal in diesem Jahr die fast aufgebrachten Kraftreserven zu mobilisieren um eine gute Ausgangsbasis für die Spiele im kommenden Jahr zu schaffen.

 

Tore: 1:0 Matthias (David E., 5 Min.), 1:1 (24. Min.), 1:2 (36. Min.), 2:2 Kai (Matthias, 90. Min.)

 

Gespielt haben: Rüdiger - Marius, Stefan, Karsten - Boris, Christian (C), Björn, Charif, Kai - David E, David J., Matthias

 

Torpedo Eisen – Lok Libuda
Sonntag, 29.11.09, 15 Uhr Jahnwiese

Torpedo Eisen – Feine Kerle Köln
Samstag, 6.2.10, 13 Uhr Jahnwiese

Torpedo Eisen – Zeugen Yeboahs
Sonntag, 7.3.10, 15 Uhr Jahnwiese

Torpedo Eisen – 3Beiner
Sonntag, 21.3.10, 15 Uhr Jahnwiese

Torpedo Eisen – Graskloppers
Sonntag, 25.4.10, 15 Uhr Jahnwiese

Torpedo Eisen – 1. FC Torpedo Pipe
Sonntag, 16.5.10, 15 Uhr Jahnwiese

Torpedo Eisen – Homa
Sonntag, 30.5.10, 15 Uhr Jahnwiese