Saison 1998
Saison 1998/99 Saison 2000/01
Begegnungen der Saison 1999/2000 in Meisterschaft und Pokal
K.O.-Runde (Championsleague, Vorrunde)
Meisterschaftsviertelfinale
Torpedo Eisen - Zwietracht Dresch und Flegel 4:1 n.E.
Sonntag, 28.5.2000, um 15.00 Uhr auf der Jahnwiese
Aprilwetter im Sommer! Bei Hagel,
Sturm, Regen und Sonne wurde das Meisterschaftsviertelfinale gegen Zwietracht
Dresch und Flegel ausgetragen. Von Beginn an entwickelte sich eine hochklassige
Begegnung, in der keine Mannschaft der anderen auch nur eine Torchance
ermöglichen wollte. Torpedo Eisen spielte in der Anfangsphase etwas
defensiver, so daß Zwietracht im Mittelfeld eine leichte optische
Überlegenheit hatte. Echte Torchancen konnte Zwietracht zunächst
aber nicht erspielen. Alles was in Richtung Tor gespielt wurde, blieb in
der dichtgestaffelten Torpedoabwehr hängen oder wurde von dem wieder
genesenen Henning, der über die gesamte Partie eine überragende
Leistung bot, souverän abgefangen. In die Gegenrichtung sah es genauso
aus. Zwar konnte Torpedo Eisen einige Male recht schöne Angriffe über
die Flügel vortragen, wirklich gefährlich wurde aber nur ein
Schuß von Kai aus 20 Metern, den der gut aufgelegte Zwietracht Torwart
aber souverän aus dem Winkel fing.
Zur Halbzeit hatten die Zuschauer eine tolle Partie gesehen. Und die zweite
Hälfte knüpfte nahtlos daran an. In der 51. Minute setzte sich
dann Björn auf der linken Seite durch und schlug trotz starken Gegenwindes
eine lange Flanke auf Christian, der den Ball zum 1:0 über die Linie
drückte. Jetzt war das Halbfinale für Torpedo Eisen zum Greifen
nahe. Und der weiterhin hohe kämpferische Einsatz der gesamten Mannschaft
zeigte, daß man sich diese Chance nicht entgehen lassen wollte.
Zwietracht machte jetzt mehr Druck, allerdings lies die gut aufgelegte
Torpedo-Abwehr trotzdem kaum eine Chance zu. Auf der anderen Seite hatte
der Torpedo-Sturm jetzt mehr Raum und konnte siche einige gute Gelegenheiten
erspielen. Gute Schüsse von Philip, Marc, Christian, und Björn
führten aber zu keinem zählbaren Erfolg. In dieser Phase des Spiels
schien das 2:0 in der Luft zu liegen. In der 79. Minute dann aber der Schock
für Torpedo Eisen: Ein Zwietracht-Spieler kam aus 25 Metern Entfernung
recht frei zum Schuß und der Ball landete zum Erstaunen aller unhaltbar
im Torwinkel. Ein tolles Tor zum 1:1!
Zwietracht Dresch und Flegel setzte jetzt wieder mehr auf Defensive, so daß
bis zum Schluß der regulären Spielzeit auf beiden Seiten nichts
mehr anbrannte. Das Bild änderte sich dann auch in der Verlängerung
nicht mehr. Für beide Teams hatte die Torverhinderung höchste
Priorität, folgerichtig hieß es nach 120 Minuten
Elfmeterschießen.
Jetzt kam die große Zeit von Torpedos Elfmeterkiller Henning. Gleich
den ersten Elfmeter von Zwietracht Dresch und Flegel wehrte er mit einer
phantastischen Parade ab. Anschließend verwandelte Phillip zur 2:1
Führung. Der schwach geschossene zweite Elfmeter von Zwietracht stellte
für Henning kein Problem dar. Christian konnte daraufhin zur
3:1-Führung verwandeln. Beim dritten Elfmeter von Zwietracht bot Henning
dann wieder sein ganzes Können auf und wehrte erneut ab. Jetzt hatte
Elmar die Chance, Torpedo Eisen ins Meisterschaftshalbfinale zu schießen.
Und tatsächlich ließ er mit einem Schuß in den linken Winkel
dem gegnerischen Torwart keine Chance. Der größte Erfolg in der
Geschichte von Torpedo Eisen war perfekt!
Die gesamte Torpedo-Mannschaft verdient sich für ihren großen
kämpferischen Einsatz ein dickes Lob und kann mit dieser Leistung
optimistisch auf das Halbfinale schauen. Zwietracht Dresch und Flegel war
ein starker und fairer Gegner, dem das nötige Quentchen Glück in
einem Spiel zweier gleichwertiger Mannschaften fehlte.
Tore: 1:0 Christian (51.), 1:1 (79.), Elfmeterschießen: 2:1 Philip,
3:1 Christian, 4:1 Elmar
Meisterschaftshalbfinale
Torpedo Eisen - Inter Filos 2:2 (6:5 n.E.)
Montag, 5. Juni 2000, um 18.30 Uhr auf der Jahnwiese
Bei schwierigen äußeren
Bedingungen trugen Torpedo Eisen und Inter Filos ihr Meisterschaftshalbfinale
aus. Der ohnehin stark ramponierte Platz auf der Jahnwiese wurde nach einem
heftigen Gewitterschauer vor Spielbeginn durch einige große Pfützen
noch schlechter bespielbar. Doch Torpedo Eisen ließ sich davon nicht
irritieren und legte los wie die Feuerwehr. In der dritten Minute nahm David
einen langen Steilpaß wunderschön an und hob den Ball über
den entgegenkommenden Torwart von Inter Filos ins Tor. Das Spiel hatte kaum
begonnen und Torpedo Eisen führte 1:0.
Doch Inter Filos lies sofort erkennen, daß man den Finaleinzug nicht
einfach Torpedo Eisen überlassen wollte, und versuchte immer wieder,
seine Stürmer gefährlich in Szene zu setzen. Für die erste
Großchance von Inter Filos bedurfte es aber der kräftigen Mithilfe
der Torpedoabwehr. Nach einem Steilpaß kam Marc Z. zwar vor den
gegnerischen Stürmern an den Ball, doch landete sein riskantes Abspiel
bei einem Spieler von Inter Filos, der nun völlig unbehindert von
außen vor das Tor flanken konnte. Dort war ein Stürmer einen Tick
schneller als Guido und beförderte den Ball aus schwieriger Position
direkt mit dem Außenrist zum 1:1 ins Tor. So war die schöne
Führung in der neunten Minute schon wieder dahin.
Nur zehn Minuten später kam es dann nach einer Ecke zum zweiten Aussetzer
in der Torpedo-Abwehr. Obwohl der kurze Pfosten gedeckt war, konnte ein ebenfalls
gedeckter Stürmer von Inter Filos den Ball aus spitzen Winkel irgendwie
zum 1:2 über die Torlinie bringen. Ab jetzt war aber Schluß mit
dem Tag der offenen Tür in der Torpedo-Abwehr und es gab auf beiden
Seiten kaum noch nennenswerte Torchancen. Die Partie war nun vor allem von
Kampf geprägt, da die schlechten Bodenverhältnisse kaum spielerische
Aktzente ermöglichten. Dank der konsequenten Abwehrarbeit auf beiden
Seiten blieb es bis zur Pause beim 1:2.
In der zweiten Halbzeit änderte sich wenig und es sah zunächst
so aus, als ob Torpedo Eisen vergeblich dem Rückstand hinterherlaufen
würde. In der 65. Minute gelang es dann aber Torpedo-Stürmer
Björn, im gegnerischen Straufraum an den Ball zu kommen und einen
Abwehrspieler aussteigen zu lassen. Ganz abgebrüht schaute er nun
zunächst genau, wo sich der gegnerische Torwart befand, und schob daraufhin
den Ball zielsicher an diesem vorbei ins Tor zum 2:2.
Inter Filos verstärkte nun seinen Druck, um die Entscheidung noch in
der regulären Spielzeit zur erzwingen. In der 74. Minute schien diese
Rechnung aufzugehen. Ein Spieler von Inter Filos hielt sein Bein in einen
harten, aber Richtung Eckfahne fliegenden Distanzschuß und beförderte
den Ball so unhaltbar an Torwart Henning vorbei in das Torpedo-Tor. Allerdings
stand ein anderer Spieler von Inter Filos im Abseits, weshalb das Tor nicht
anerkannt wurde. So blieb es bis zur 90. Minute beim 2:2.
In der Verlängerung tat sich dann zunächst nicht sehr viel. Die
letzten zehn Minuten hatten es allerdings in sich. Inter Filos drängte
nun mit aller Macht auf den Sieg und erspielte sich eine Chance nach der
anderen. Einmal verhungerte ein Torschuß in der Pfütze vor dem
Torpedo-Tor und einige andere Male klärte Torpedo-Torwart Henning mit
unglaublichen Paraden. Mit letzter Kraft konnte sich Torpedo Eisen
schließlich ins Elfmeterschießen retten.
Nachdem beide Mannschaften ihren ersten Elfmeter verwandelt hatten, konnte
Henning den zweiten Elfmeter von Inter Filos parieren, doch auch
Torpedo-Stürmer Christian traf mit seinem Elfmeter nur den Pfosten.
Nachdem Inter Filos seinen dritten Elfer wieder verwandeln konnte, scheiterte
Thomas am Filos-Torwart. Da Inter Filos auch mit seinem vierten Elfer traf,
war Torpedo Eisen so gut wie geschlagen. Um noch die Verlängerung des
Elfmeterschießens zu erreichen, mußten Björn und Jörg
die beiden letzen Elfmeter für Torpedo Eisen verwandeln und Henning
mußte den letzten Elfmeter von Inter Filos halten. Und genau so kam
es dann auch. Torpedo Eisen war urplötzlich wieder zurück im Rennen
um den Finaleinzug. Den sicheren Sieg schon vor Augen mußte jetzt doch
noch ein sechster Schütze für Inter Filos antreten und schoß
links am Tor vorbei. Nun hatte es Sascha in der Hand, Torpedo Eisen den Einzug
in das Meisterschaftsfinale zu sichern. Tatsächlich behielt er die Nerven
und schoß den Ball unhaltbar halbhoch in die linke Ecke.
Mit dem Einzug in das Meisterschaftsfinale feiert Torpedo Eisen einen vor
Beginn der Saison kaum für möglich gehaltenen Erfolg. Mit der gleichen
kämpferischen Einstellung wie im Halbfinale ist auch im Finale gegen
Lok Libuda alles möglich.
Tore: 1:0 David (3.), 1:1 (9.), 1:2 (19.), 2:2 Björn (65.)
Elfmeterschießen: 2:3, 3:3 Philip, 3:4, 3:5, 4:5 Björn, 5:5
Jörg, 6:5 Sascha
Meisterschaftsfinale
Torpedo Eisen - Lok Libuda 1:3
Sonntag, 18. Juni 2000, um 15.00 Uhr auf der Jahnwiese
Strahlender Sonnenschein und rund
100 Zuschauer, die große Mehrheit davon aus dem Torpedo Lager, gaben
dem Finalspiel um die Meisterschaft 2000 einen würdigen Rahmen. Bei
rund 40 Grad in der Sonne legte Lok Libuda gleich von Anfang an wie die Feuerwehr
los. Spielerisch, technisch und kämpferisch in allen Belangen
überlegen, rollte ein Angriff nach dem anderen auf das Torpedo Tor,
dem nur gelegentliche Entlastungsangriffe von Torpedo Eisen mit durchaus
guten Abschlüssen von Christian entgegenstanden. Die Torpedo Abwehr
hielt allerdings nicht sonderlich lange. In der 11. Minute kam es zu einer
brenzligen Situation im Torpedo Strafraum. Den ersten Schuß konnte
Henning noch parieren, beim Nachschuß zum 0:1 war er jedoch chancenlos.
Lok Libuda ließ nicht nach und drängte auf das 2:0. Ein um das
andere Mal bewies Torwart Henning in dieser Phase seine Klasse und bewahrte
Torpedo Eisen vor einem höheren Rückstand. Zu allem Übel verletzte
sich Vorstopper Marc Zeiß in dieser Phase ohne Fremdeinwirkung mit
Verdacht auf Muskelfaserriß und mußte leider ausscheiden. Von
dieser Stelle wünschen wir gute Besserung!!!
Nach 25 Minuten hätte es gut und gerne 3:0 für Lok Libuda stehen
können. Doch Torpedo Eisen begriff nun so langsam, daß man zumindest
kämpferisch gegenhalten mußte, um in diesem Spiel nicht unterzugehen.
Und das gelang von einer Minute auf die andere viel besser als irgendein
Zuschauer zu diesem Zeitpunkt noch erwartet hätte. Ab der 25. Minute
übernahm Torpedo Eisen das Zepter und erspielte sich erste Chancen und
eine ganze Reihe an Eckbällen. So gab es in der 35. Minute nach einer
Ecke ein Durcheinander im Strafraum von Lok Libuda. Guido kam nach Vorlage
von Christian aus 5 Metern zum Schuß, doch ein Abwehrspieler wehrte
den Ball auf der Linie mit der Hand ab. Zwar schob Christian den Ball noch
über die Linie, doch, oh Schreck, Schiedsrichter Rudolf hatte zuvor
schon abgepfiffen. Statt des Tores gab es eine rote Karte für Lok Libuda
und Elfmeter für Torpedo Eisen. Philip, der dieses Jahr noch keinen
Elfmeter verschossen hatte, lief an, lockte den Torwart in die rechte Ecke,
schoß selber in die linke Ecke und traf zum Entsetzen aller nur den
Außenpfosten. Daher weiterhin 0:1 für Lok Libuda. Torpedo Eisen
reagierte jedoch gefaßt und erspielte sich für den Rest der ersten
Halbzeit, jetzt allerdings bei Überzahl, die optische
Überlegenheit.
Anfang der zweiten Halbzeit erhöhte Torpedo Eisen nochmal den Druck
auf das Tor von Lok Libuda. Ein Schuß von Kai ging an die Latte. Philips
Schuß aus 5 Metern wurde noch einmal kurz über das Tor
abgefälscht. Christian verfehlte knapp aus 15 Metern. Lok Libuda schien
in dieser Phase die Luft auszugehen. In der 63. Minute setzte sich Philip
an der rechten Seite durch, ließ zwei weitere Abwehrspieler aussteigen
und schoß Richtung Tor. Der gut postierte Marc Schreiner hatte wenig
Mühe, den Ball zu seinem dritten Saisontor zum hoch verdienten Ausgleich
über die Linie zu schieben. Jetzt "brannte" die Jahnwiese. Lautstarke
Torpedo Rufe peitschten die Mannschaft weiter nach vorne. Man merkte, daß
Torpedo Eisen jetzt die Entscheidung wollte. Und es sah gut aus. Lok Libudas
wenige Angriffversuche blieben in der guten Torpedo Abwehr um Sascha, Guido
und Kai, unterstützt von Elmar, Emrah, der sich in alle gegnerischen
Schußversuche wie ein Kamikaze hineinwarf, und Marc hängen. Im
Mittelfeld spielten Jörg, Thomas, Christoph und Lutz den Ball sehr
überlegt und mit guter Übersicht in die Spitzen, wo Björn,
Philip, Christian und David immer wieder für gefährliche Szenen
sorgten. Das 2:1 lag in der Luft und schien nur noch eine Frage der Zeit
zu sein.
Doch meistens kommt es anders als man denkt. In der letzten Viertelstunde
wurde Lok Libuda wieder stärker und kam vor das Tor von Torpedo Eisen.
Lok Libuda erspielte sich eine Kopfballchance, verfehlte aber knapp das Tor.
Trotzdem sollte dies zur vorentscheidenden Szene werden. Obwohl der Lok Libuda
Spieler den Ball ins Toraus geköpft hatte, dies fairerweise auch selber
so sah, entschied Schiedsrichter Rudolf, der ansonsten das Spiel sehr gut
leitete, auf Eckball. Lok Libudas Spieler gab den Ball hoch, mit viel Effé
herein und der ansonsten immer sichere Torwart Henning griff am Ball vorbei,
der sich zum 1:2 in der 81. Minute in das Tor senkte.
In den darauffolgenden Minuten machte Torpedo Eisen die Abwehr auf und
schmiß fast alles nach vorne, um doch noch zum Ausgleich und damit
zur Verlängerung zu kommen. Im Gegenzug eröffneten sich natürlich
Konterchancen für Lok Libuda. So auch kurz vor Beginn der Nachspielzeit
in der 90. Minute, als sich ein Libuda Spieler den Ball an der Mittellinie
schnappte, couragiert und schnell auf das Torpedo Tor zulief, aus 16 Metern
abzog und zum 1:3 traf. Normalerweise hätte Torwart Henning den noch
nicht mal hart geschossenen Ball gehalten. Jedoch rutschte er unglücklich
aus, so daß er keine Chance hatte, den Ball zu erreichen. Schade, denn
ohne Hennings Paraden wäre Torpedo Eisen nie ins Finale gekommen.
Schiedsrichter Rudolf ließ noch 5 Minuten nachspielen. Zwar war Torpedo
Eisen bemüht, das Ergebis nochmal zu verbessern, außer einem
Freistoß sprang aber keine echte Torchance mehr heraus. Lok Libuda
wurde in einem stets fairen Spiel, mit starken Phasen für beide Mannschaften
der Meister 2000 der Bunten Liga Köln. Torpedo Eisen gratuliert von
dieser Stelle zu diesem Erfolg. Mit einem Quentchen mehr Glück hätte
das Spiel auch anders ausgehen können, aber das Glück sollte man
nicht überstrapazieren, schließlich war es uns teilweise schon
im Halbfinale sehr gewogen. Mit dem Vizemeistertitel krönt Torpedo Eisen
die bisher erfolgreichste Saison seit Zugehörigkeit zur Bunten Liga.
Tore: 0:1 (11.), 1:1 Marc S. (63.), 1:2 (81.), 1:3 (90.)
Championsleague (K.O.-Runde, Vorrunde)
Torpedo Eisen - Mainzer Hof 4:2
Sonntag, 26.3.2000, um 15.00 Uhr auf der Jahnwiese
Kurz vor dem Spiel verzogen sich
die dunklen Regenwolken und machten für 90 Minuten strahlendem Sonnenschein
Platz. Torpedo Eisen hatte fast alle Spieler an Bord, wenn auch Lutz und
Emrah etwas spät kamen. Das Spiel begann mit großem Respekt auf
beiden Seiten, schließlich hatte seit November keines der beiden Teams
mehr auf einem großen Platz gespielt.
Der Mainzer Hof konnte sich jedoch schnell seiner Zurückhaltung entledigen
und setzte die Torpedos in den ersten 20 Minuten gehörig unter Druck.
Torhüter Henning verhinderte mit großem Einsatz die in dieser
Phase durchaus verdiente Führung des Mainzer Hofs. Torpedo Eisen begann
sich jedoch langsam aus der Umklammerung zu lösen und erste Torchancen
zu erarbeiten. In der 22. flankte dann Axel in den gegnerischen Strafraum.
Der an für sich harmlose Ball sprang auf dem von der Stadt schon seit
Jahren nicht mehr gepflegten Platz so günstig auf, daß er an dem
völlig fassungslosen Torhüter vorbei ins Netz kullerte, 1:0 für
Torpedo Eisen. In der restlichen Halbzeit war dann Torpedo Eisen die klar
Ton angebende Mannschaft. Außer einem Pfostenschuß von Mark sprang
jedoch nichts Zählbares mehr heraus.
In der zweiten Halbzeit dann ein anderes Bild. Torpedo Eisen war nicht nur
überlegen, sondern erspielte sich im Minutentakt die hochkarätigsten
Chancen. Jedoch scheiterte die halbe Torpedo Mannschaft mit ihren Schüssen
am gegnerischen Torwart. Erst in der 75. konnte Phillip nach Vorlage von
Lutz aus 5 Metern sicher zum hochverdienten 2:0 einschießen. Im direkten
Gegenzug schlief jedoch die gesamte Torpedo Abwehr seelenruhig, so daß
der Anschlußtreffer zum 2:1 wieder für Spannung sorgte. Nur 5
Minuten später gewinnt Elmar in der eigenen Abwehr im Zweikampf den
Ball, flankte ihn über 50 Meter an der linken Außenlinie auf den
frei stehenden Phillip, der noch einen gegnerischen Abwehrspieler aussteigen
ließ und dann zum 3:1 einschoß. Nur drei weitere Minuten danach
machte Phillip nach Zuspiel von Christian mit dem 4:1 alles klar. Der
schöne Schuß zum 4:2 vom Mainzer Hof in der Schlußminute
war dann nur noch Ergebniskorrektur.
Alles in allem machte die zweite Halbzeit große Hoffnungen darauf,
daß Torpedo Eisen an seine Leistungen von der Vorrunde wird
anschließen können. Der Mainzer Hof war eine stets faire Mannschaft,
mit der das Kicken sehr viel Spaß machte. Nach dem Spiel sponserte
Mainzer Hof noch ein Fäßchen Kölsch, so daß ein
harmonischer Championsleague-Auftakt einen schönen Ausklang nahm.
Tore: 1:0 Axel (22.), 2:0 Phillip (76.), 2:1 (77.), 3:1 Phillip (82.), 4:1
Phillip (85.), 4:2 (90.)
Torpedo Eisen - Otze mach et 4:3
Sonntag, 16.4.00, um 15.00 Uhr auf der Jahnwiese
Die Aufstellung: Drei
Änderungen in der Anfangsaufstellung gegenüber dem letzten Spiel:
Mark S. übernimmt die Manndeckerposition von Kai, Emrah kommt
für Mark Z. über links und Thomas spielt defensiv im Mittelfeld
für den verletzten Jörg.
Zum Spiel: Vorsichtiges Abtasten beider Mannschaft in den ersten Minuten.
Torpedo steht diesesmal sicherer in der Abwehr, das liegt vor allem daran,
daß Axel bereits von Anfang an den Libero hinter den Manndeckern mimt.
Trotzdem nach 10 Minuten gleich das erste Gegentor. Egal, Torpedo spielt
weiter taktisch diszipliniert und kommt folgerichtig durch Christian zum
Ausgleich: 1:1.
Aber "Otze mach et" ist aus einem anderem Holz geschnitzt als Mainzer Hof.
Mit ihrer zweiten Chance gehen sie erneut in Führung. Dabei läßt
Christoph seinen Gegenspieler - den er sonst vollständig abmeldete -
kurz aus den Augen, und dieser fackelt nicht lang, keine Chance für
Henning, 1:2.
8 Minuten später der Ausgleich durch David, so dachten alle, aber der
Schiedsrichter erkannte den Treffer wegen zu schnell ausgeführten
Freistoß nicht an. Und es kommt noch dicker für Torpedo. Kurz
vor der Halbzeit bleibt Axel nach einem Kopfballduell verletzt am Boden liegen.
Es hat ihn bös am Auge erwischt, er muß von Sanitätern vom
Spielfeld geführt werden. Daraufhin wird umgestellt: Philip übernimmt
den Liberopart und die Matthas-Brüder werden für Axel und Thomas
eingewechselt.
Kurz nach Anpfiff die große Chance für Christian nach Fehler in
der Otze-Abwehr zum Ausgleich, doch er vergibt. 10 Minuten später dann
das 3:1 für Otze. Die Entscheidung? Torpedo scheint am Boden, Mark S.
kratzt den Ball für den schon geschlagenen Keeper Henning von der Linie.
Puh, das wär wohl der endgültige Knock-Out gewesen. Jetzt hilft
nur noch die Flucht nach vorn. Philip rückt ins zentrale Mittelfeld
und Christoph M. übernimmt den Libero. Und endlich mehr Dampf bei
Torpedo.
Dann der Anschlußtreffer. David, der schon kurz vorher mit einer
Riesenchance scheiterte, trifft aus 10 m zum 2:3. Hoffnung keimt auf, Torpedo
lebt wieder. Und wie, vor allem Julian und Lutz drehen auf der linken Seite
mächtig auf, können nur durch Fouls gestoppt werden. Jeder mobilisiert
nochmal die letzten Kraftreserven.
12 Minuten vor Schluß, Einwurf Philip in den gegnerischen Strafraum,
der Ball wird verlängert, genau auf den Kopf von Mark S., der den Ball
aus 6 m in die Maschen torpediert. Jawohl, Ausgleich, wer hätte das
gedacht? Und der Wahnsinn geht noch weiter: zwei Minuten vor Schluß
wieder einer von vielen Freistößen für Torpedo, halblinke
Position, Torentfernung 22 m. Philip nimmt Maß, der Ball wird immer
länger und schlägt in den Winkel hinter dem verdutzt dreinschauenden
Torhüter ein: 4:3 !! Unglaublich, Torpedo Eisen hat das Spiel gekippt!
Doch noch ist nicht Schluß. In der Nachspielzeit Freistoß für
Otze mach et an der Strafraumgrenze. Der Ball segelt gefährlich in den
Strafraum, aber Torhüter Henning pflückt sich die Kirsche und sichert
den Sieg für Torpedo.
Was für ein Spiel! Eigentlich sollte man noch so einer starken
Mannschaftsleistung keinen Einzelspieler besonders hervorheben, aber die
Leistung von Mark S. verdient besonderer Erwähnung. Auf der für
ihn ungewohnten Position spielte er einen ganz starken Manndecker, schaltete
seinem Gegenspieler aus und krönte seine starke Leistung mit dem
Ausgleich.
Der einzige Wehrmutstropfen ist die schlimme Verletzung von Axel, dem auf
diesem Wege nochmal gute Besserung gewünscht wird.
Mit einem Sieg in 2 Wochen gegen Rathenau kann Torpedo Eisen einen ganz
großen Schritt in Richtung Gruppensieg machen. Auf geht`s !
Tore: 0:1 (10.), 1:1 Christian (17.), 1:2 (23.), 1:3 (61.), 2:3 David (72.),
3:3 Marc S. (78.), 4:3 Phillip (87.)
Torpedo Eisen - Roter Stern Rathenau 3:2
Sonntag, 30.4.00, um 13.00 Uhr auf den Poller Wiesen
Ein vorentscheidenes Spiel stand
für Torpedo Eisen an. Mit einem Sieg gegen einen direkten Konkurrenten
könnte ein großer Schritt in Richtung Viertelfinale gemacht werden.
Der Gedanke an eine vorzeitige Qualifikation schien die Torpedo Eisen - Spieler
aber in den ersten 20 Minuten eher zu lähmen, als zu beflügeln.
Roter Stern Rathenau (=RSR) diktierte von Beginn das Spielgeschehen durch
massives Pressing. Folgerichtig kamen sie bereits nach einigen Minuten -
u.a. durch einen Kopfball an die Latte - zu großen Chancen. Für
die 1:0 Führung der Gäste bedurfte es aber der Mithilfe des
Schiedsrichters, der nach einem Foul an einen Torpedo Eisen - Spieler (!)
zum Erstaunen aller auf Elfmeter für RSR entschied. Der Rückstand
schien jedoch die Spieler von Torpedo Eisen wach zu rütteln. Endlich
wurden die Zweikämpfe angenommen, die Mannschaft stand jetzt
kompakter.
Nach 30 Minuten der Ausgleich. Marc Schreiner führt einen Freistoß
schnell aus, paßt auf Björn Gerstenberger, der sich mit einer
geschickten Drehung von seinem Gegenspieler löst und zum 1:1 problemlos
einschiebt. Mit dem Spielstand von 1:1 ging es in die Pause. Torpedo Eisen
schien nach der Pause da weiterzumachen, wo sie Ende der 1. Halbzeit
aufgehört hatten. Endlich flüssige Kombinationen im Mittelfeld,
die man vorher vermißt hatte. Durch die schönste Kombi des Spieles
ging Torpedo Eisen in Führung. Ausgangspunkt war ein Paß in Höhe
der Mittellinie von Kai auf Philip, der den Ball direkt auf die rechte
Außenbahn weiterleitete, von wo aus Christian mit einer
mustergültigen Flanke Björn bediente und dieser mit einem
wunderschönen Kopfball zum 2:1 vollendete. Klasse, das war richtig
schöner Fußball!
Torpedo Eisen ließ jetzt nicht nach und spielte weiter mutig nach vorne.
5 Minuten nach der Führung schnappt sich Lutz den Ball, spurtet über
das halbe Feld, legt klug auf Björn ab und dieser hat keine Mühe
seinen dritten Streich perfekt zu machen. 3:1, die Vorentscheidung? Sie
wäre es wohl gewesen, wenn der Schiri nach klarer Notbremse an Christian
Thomson die fällige rote Karte gegen den RSR - Spieler gezogen hätte,
aber der Pfiff blieb aus. RSR merkte nun, daß das Spiel vielleicht
doch noch umzubiegen ist. In der 75. Minute dann der Anschlußtreffer.
Die letzten 10 Minuten spielen sich fast ausschließlich am Strafraum
von Torpedo Eisen ab. Die Abwehr um Libero Marc rückt immer mehr in
den Mittelpunkt des Geschehens. Es kommt Hektik auf. Philip läßt
sich von dieser anstecken und rempelt bei einem Eckball seinen Gegenspieler;
dieser fällt spektakulär und es gibt einen berechtigten Elfmeter.
Damit Vorhang auf für unseren "Hexer" Henning. Der in der Bunten Liga
schon gefürchtete Elfmeterkiller wuchs wieder einmal über sich
hinaus. Er parierte sowohl den Elfer als auch den Nachschuß aus 5 m,
einfach meisterlich! Das war das Signal für alle Torpedos noch mal bis
zum Ende zu fighten.
Mit etwas Glück und den überragenden Henning und Björn konnte
Torpedo Eisen schließlich die drei so wichtigen Punkte gegen den
Mitkonkurrenten einfahren. Dieses Spiel hätte aber auch anders ausgehen
können. Schon am kommenden Sonntag hat Torpedo Eisen die Möglichkeit,
sich vorzeitig als Gruppensieger für das Viertelfinale zu
qualifizieren.
Tore: 0:1 (9.), 1:1 Björn (27.), 2:1 Björn (51.), 3:1 Björn
(55.), 3:2 (71.)
Torpedo Eisen - THC Schlaff durch Freude 4:3
Sonntag, 7.5.2000, um 15.00 Uhr auf der Jahnwiese
Mit dem neunten Sieg in Folge erreicht Torpedo Eisen vorzeitig als Gruppensieger
das Meisterschaftsviertelfinale und wird auch für die nächste Saison
wieder gesetzt.
Bei feucht schwülem Wetter erwischte Schlaff durch Freude den besseren
Start und erarbeitete sich in den ersten 15 Minuten fünf, sechs sehr
gute Torchancen, die jedoch alle von Torhüter Markus als Ersatz für
Stammkeeper Henning zunichte gemacht wurden. Danach fand Torpedo Eisen zu
seinem gewohnten Rhythmus. Elmars Schuß nach einer Ecke von Philip
konnte der gegnerische Torhüter noch gerade so aus dem Winkel fischen.
Nur zwei Minuten später hatte er keine Chance mehr. Wiederum nach einer
Ecke von Philip holt Elmar den Ball herunter, paßt auf Christian, der
sich die linke Ecke für den Schuß zum 1:0 aussucht. Danach entwickelte
sich ein Spiel auf ein Tor. Marc, Lutz und andere vergaben gute Torchancen,
bis nach einer Ecke von Björn Philip den Ball am Elfmerterpunkt mit
dem Kopf zum sehenswerten 2:0 in das Tor von Schlaff durch Freude hämmerte.
Nur wenige Minuten später erkämpfte Emrah im gegnerischen Strafraum
den Ball. Anstatt selber zu schießen legte er noch quer auf Björn,
der in aller Seelenruhe zum 3:0 einschießen konnte. Die war auch der
verdiente Halbzeitstand.
In der zweiten Halbzeit ging es zunächst genauso weiter. Björn
ließ gleich die gesamte gegnerische Abwehr stehen, spielte mit Christian
Doppelpaß und schoß zum für den Gegner schon fast degradierenden
4:0 ein. Nur eine Minute später vergab dann Elmar per Kopf freistehend
die Chance zum 5:0. Damit war für Torpedo Eisen das Spiel nach gut einer
Stunde beendet, was sich allerdings rächen sollte.
Im direkten Gegenzug erzielte Schlaff durch Freude zunächst mit einem
unhaltbaren Volleyschuß aus 23 Metern das 1:4. Torpedo Eisen wurde
danach immer nervöser und überlies das Spiel dem Gegner. Insbesondere
nach Ecken ging kein Torpedo Spieler mehr mit dem Kopf zum Ball. Folgerichtig
erzielte Schalff durch Freude nach zwei Ecken die hoch verdienten Tore zum
2:4 und 3:4. Die Abwehr von Torpedo Eisen sah dabei mehr als traurig aus.
Zwar gelangen nach diesem Schock noch zwei Entalstungsangriffe die zu Toren
hätten führen können, jedoch traf Schlaff durch Freude in
den letzten zehn Minuten noch zweimal die Latte, so daß Torpedo Eisen
im Endeffekt noch über die drei Punkte froh sein darf. Aufgrund der
über weite Teile überlegen geführten Begegnung geht der Sieg
jedoch noch in Ordnung. Die stets fairen Spiele gegen Schlaff durch Freude
sind halt immer kurios im Spielverlauf. Für den spannenden Kampf um
Platz zwei in unserer Gruppe wünschen wir alles Gute!
Tore: 1:0 (22.) Christian, 2:0 Philip (33.), 3:0 Björn (42.), 4:0
Björn (58.), 4:1 (61.), 4:2 (74.), 4:3 (80.)
Torpedo Eisen - Sprit Connection 0:2
Freitag, 19.5.00, um 18.30 Uhr auf der Jahnwiese
Nach dem schönen, sommerlichen Wetter der Vortage freuten sich alle
Beteiligten auf ein nettes gemeinsames Fußballspiel, welches für
beide Mannschaften nur noch statistischen Charakter hatte. Es kam jedoch
ganz anders. Zum ersten war das Wetter weder sommerlich noch trocken, aber
dafür kalt und es goß aus Kübeln. Zum zweiten war die Jahnwiese
gesperrt, da am 21.5. auf selbiger die Aufstiegsfeier des 1. FC Köln
stattfinden soll. Zum Aufstieg gratulieren wir zwar herzlich, jedoch werden
wir unser Viertelfinalspiel wahrscheinlich in einem Meer von Glasscherben
zerbrochener Bierflaschen und ähnlichen Hinterlassenschaften austragen
müssen. Die Stadt macht schließlich schon seit Jahren nichts mehr
an dem Platzzustand, kassiert aber weiter fleißig Geld dafür...
Nach einigen koketten Augenaufschlägen und 15 Minuten Diskussion gelang
es Jörg und Elmar schließlich der Dame vom Sport und Bäderamt
einen Platz auf der Stadionvorwiese abzuschwatzen, auf der eh nicht gespielt
wurde. Um allen Gerüchten vorzubeugen, die Stadionvorwiese ist in einem
genauso desolaten Zustand wie die Jahnwiese selbst. Doch nun zum Spiel: Sprit
Connection erwischte den besseren Start und erspielte sich in den ersten
15 Minuten einige, wenn auch relativ harmlose Torchancen. Danach kam Torpedo
Eisen besser ins Spiel und übernahm die optische Überlegenheit.
Erste Schüsse wurden auf das Tor der Sprit Connection abgegeben und
nach 25 Minuten traf Christoph, der als einziger neben Guido, Jörg und
dem hervorragenden Henningersatz Markus Normalform erreichte, den
Außenpfosten. Nur 5 Minuten später trifft Christian nach einer
schönen Kombination und auf Zuspiel von Christoph ins gegnerische Tor.
Der ansonsten sehr gut pfeifende Schiedsrichter La Croix gab den Treffer
jedoch wegen angeblicher Torwartbehinderung nicht.
Eigentlich hatte Torpedo Eisen das Spiel nun im Griff. In der 36. Minute
nutzte Sprit Connection jedoch einen krassen Stellungsfehler in Torpedos
Abwehr aus. Ein langer Paß auf den pfeilschnellen Benny und der konnte
unbehindert drei Torpedo-Spieler passieren, die auch nicht in der Lage waren,
den ballführenden Spieler auf den nächsten 40 Metern einzuholen.
Benny von Sprit hatte dann keine Mühe zum 1:0 einzuschieben. Torhüter
Markus hatte dabei keine Chance.
Zu Beginn der zweiten Halbzeit blitzte kurz das Spielvermögen von Torpedo
Eisen auf. Es entwicklete sich für 10 bis 15 Minuten ein wahres Power
Play auf das Tor von Sprit Connection und der Ausgleich lag in der Luft.
Zwar traf Christoph wiederum den Pfosten und Schüsse von Björn,
David, Philip, Christian und anderen waren durchaus gut, aber ein Tor wollte
nicht fallen. Ganz anders Sprit Connection. In der 67. Minute überquerte
die Mannschaft zum ersten mal in der zweiten Halbzeit die Mittellinie um
mehr als 5 Meter und das mit nur drei Spielern! Aufgrund eines krassen
Mißverständnisses zwischen Emrah und Elmar mogelte sich ein Spieler
von Sprit über die rechte Seite völlig freistehend vor das Torpedo
Tor. Als er dann von der linken Seite auch noch angespielt wurde, hatte er
keine Mühe zum 2:0 einzuschießen. Was dann folgte, waren die
deprimierendsten 30 Minuten von Torpedo Eisen in der gesamten Saison. Zwar
wurde wieder die optische Überlegenheit erkämpft, aber außer
ideelosen, viel zu langen Pässen, die niemanden erreichten, individuellen
Verdribblern und ein generelles Spiel in die Mitte, wo schon alle gegnerischen
Spieler warteten, kam nichts mehr heraus. Kämpferisch fehlte ebenfalls
jegliche Einstellung. Außer Guido traute sich keiner mehr zu
Kopfbällen hochzuspringen und dem Ball wurde nicht entgegengegangen.
Sprit Connection war heute sicherlich trotz des Sieges kein starker Gegner,
der bei mehr Einsatz und FLÜGELSPIEL einige Tore kassiert hätte,
so aber verdient zu seinem ersten Championsleague-Sieg in der laufenden Saison
kam.
Mit der heute gezeigten Leistung hat Torpedo Eisen eigentlich nichts im
Meisterschaftsviertelfinale verloren. Zum Glück hat die Mannschaft in
der laufenden Saison mehrfach gezeigt, daß es auch anders geht. Hoffentlich
ist dies am nächsten Wochenende auch wieder der der Fall.
Tore: 0:1 (36.), 0:2 (67.)
Vorrunde (K.O.-Runde, Championsleague)
Torpedo Eisen - Dr. Rainer Klimke auf Ahlerich 4:2
Sonntag, 12.9.1999, um 15.00 Uhr auf der Jahnwiese
45 Grad in der Sonne und keine
Wolke am Himmel, eine Situation, die es von den äußeren Bedingungen
her schon lange nicht mehr gegeben hatte. Aufgrund der mörderischen
Hitze waren beide Mannschaften gut beraten, mit jeweils vier Auswechselspielern
anzutreten. Bei Dr. Rainer Klimke auf Ahlerich waren urlaubsbedingt dann
auch noch ein paar Spieler von Meine Güte Wundertüte mit dabei.
Das Spiel begann beiderseits trotz der Hitze mit einem hohen Tempo, wobei
sich nach ca. 10 Minuten Torpedo Eisen ein deutliches Übergewicht erspielte.
Die teilweise guten Torchancen wurden jedoch allesamt nicht verwertet. In
der 25. Minute dann der erste schnelle Konter von Dr. Rainer Klimke, Torpedos
Abwehrspieler konnten einen steilen Paß nicht mehr abfangen und Dr.
Rainer Klimkes Stürmer schob den Ball sicher an Torwart Henning vorbei
zum 0:1 ins Tor.
Torpedo Eisen ließ sich jedoch nicht beirren und spielte weiter wie
zuvor. In der 38. Minute dann der verdiente Lohn, Neuzugang Björn schnappte
sich den Ball und ließ zwei Abwehrspieler aussteigen. Der darauf folgende
plazierte Schuß war für den gegenerischen Torwart nicht zu halten,
1:1!
In der zweiten Halbzeit ergab sich dann ein ähnliches Bild wie in der
1. Halbzeit. Torpedo Eisen spielte und Dr. Rainer Klimke lauerte auf Konter.
So in der 53. Minute als ein schöner Steilpaß auf den rechten
Flügel und die direkte Hereingabe auf den einzigen, aber freistehenden
Stürmer zum etwas schmeichelhaften 1:2 führte.
Torpedo Eisen konnte sich aber steigern. In der 57. Minute flankt Jörg
vom rechten Flügel hoch über den Torwart auf den langen Pfosten.
Christian überließ nichts dem Zufall und drückte den Ball
mit einem sehenswerten Flugkopfball endgültig über die Linie. Nur
10 Minuten später faßt sich wiederum Björn am 16-Meter-Raum
ein Herz und schießt unhaltbar zum 3:2 in den Winkel. Kurz darauf in
der 75. Minute machte Rainer mit einem schönen Schuß zum 4:2 Endstand
alles klar.
In den letzten 15 Minuten hätte Torpedo Eisen diesen Spielstand noch
ausbauen können. Da aber Dr. Rainer Klimke noch eine dritte Torchance
erspielte, machte Torpedo Eisen hinten alles zu und brachte einen wohlverdienten
Sieg zum Saisonauftakt nach Hause.
Bemerkenswert: Das Spiel war stets äußerst fair, so daß
es auch keinerlei gelbe oder rote Karten gab.
Tore: 0:1 (25.), 1:1 Björn (38.), 1:2 (53.), 2:2 Christian (57.), 3:2
Björn (67.), 4:2 Rainer (75.)
Alcazar - Torpedo Eisen 1:4
Sonntag, 19.9.1999, um 13.00 Uhr auf der Jahnwiese
Anstoß für Torpedo
Eisen. Ein paar Querpässe in den eigenen Reihen und dann urplötzlich
ein steiler Paß über den rechten Flügel auf Christian. Dieser
setzt sich energisch durch und paßt den Ball quer am Torwart vorbei
auf den freistehenden Björn, der wenig Mühe hat, zum 1:0
einzuschießen. Auftakt nach Maß in der zweiten Spielminute.
War's das? Sollte Alcazar, Meister der vorletzten Saison, etwa schwächer
geworden sein? Mitnichten, in den folgenden 70 Minuten entwickelte sich ein
sehr gutes und faires Fußballspiel. Nach dem Führungstreffer stand
Torpedo Eisen dicht gestaffelt in der eigenen Abwehr und lauerte auf Konter.
Alcazar bestimmte optisch das Spiel bis etwa 10 Meter hinter der Mittellinie.
Spätestens am 16- Meter-Raum war jedoch Schluß für Alcazars
Stürmer. Trotzdem gelangen einige gute Schüsse aus der zweiten
Reihe, bei denen Torwart Henning sein Können unter Beweis stellen
mußte.
Auf der Gegenseite Torpedo Eisen mit weniger Schüssen, aber den klareren
Chancen. Den sehr schnell vorgetragenen Kontern hatte Alcazar meist nur wenig
entgegenzusetzen, doch Lutz, Christian, Christoph M. und Björn
verpaßten es jedesmal, den Spielstand zu erhöhen.
Nach der Pause zunächst dasselbe Bild, jedoch Alcazar deutlich von dem
Willen beseelt, den Ausgleich zu erzwingen. Ein Pfostenschuß, ein guter
Kopfball nach einer Ecke sowie ein Freistoß aus 10 Metern waren die
Ausbeute dieser Drangphase seitens Alcazars, dann hatte die Torpedo-Abwehr
um Sascha, Marc Z., Kai, Emrah und Guido das Zepter wieder in der Hand. Alcazar
wurde agressiver attackiert, die Bälle über das Mittelfeld breit
gefächert nach vorne getragen und wieder Torchancen erspielt. In der
63. Minute konnte Torhüter Frank von Alcazar einen hohen Ball nicht
richtig fassen. Dieser sprang Christian vor die Füße, der sicher
zum 2:0 einschob. Nur 5 Minuten später schnappte sich Christoph 25 Meter
vor dem Tor den Ball, lief noch ein paar Meter und schoß. Ein
Alcazar-Spieler bekam noch den Fuß dazwischen und fälschte den
Ball unhaltbar ab, 3:0.
Zwei Minuten vor dem Ende griff Alcazar nach langer Pause wieder an. Ein
schönes Solo konnte Alcazars Stürmer zum verdienten Ehrentreffer
nutzen. Doch schon im Gegenzug wurde der alte Abstand wieder hergestellt.
Christian donnerte den Ball an die Latte und Christoph schoß den
zurückprallenden Ball zum 4:1 Endstand in das Tor.
Damit ging ein hochklassiges Spiel aufgrund der letzten 30 Minuten und der
größeren Spritzigkeit seitens Torpedo Eisen auch in der Höhe
verdient zu Ende. Die Aufnahem von vier neuen Talenten (Björn, David,
Thomas und Axel (verletzungsbedingt diesmal nicht dabei)), die Neustaffelung
des Mittelfeldes (Elmar, Lutz, David, Jörg, Marc S., Christoph H.) sowie
der ruhige Spielaufbau lassen für die folgenden Spiele noch einiges
erwarten. Zumindest erscheint die Qualifikation zur Championsleauge jetzt
Pflicht. Eine Vorentscheidung könnte schon nächsten Sonntag gegen
Petermann fallen.
Tore: 0:1 Björn (2.), 0:2 Christian (63.), 0:3 Christoph M. (68.), 1:3
(88.), 1:4 Christoph M. (89.)
Torpedo Eisen - Petermann 4:1
Sonntag, 26.9.1999, um 15.00 Uhr auf der Jahnwiese
Pünktlich zu Spielbeginn
rissen die Wolken auf und bei guten äußeren Bedingungen knüpfte
Torpedo Eisen zunächst nahtlos an die Leistung der Vorwoche an. Der
Gegner wurde agressiv und früh angegriffen und läuferisch sowie
spielerisch klar in den Schatten gestellt. Schon nach vier Minuten zappelte
der Ball zum ersten mal im Tor von Petermann. Einen Schuß von Christoph
H. konnte der Torwart noch abklatschen, aber im Nachschuß schob Christian
den Ball zum 1:0 über die Linie.
Danach kannte der Ball nur eine Richtung, das Tor von Petermann. Torpedo
Eisen ließ Ball und Gegner laufen und erspielte sich eine Torchance
nach der anderen. Doch selbst die hochkarätigsten Chancen wurden vergeben.
Nicht so jedoch in der 26. Minute. Nach einer schönen Ballstaffette
auf der linken Seite paßte Lutz steil auf Björn. Dieser schlug
den Ball von der linken Seite über die Petermannabwehr hinweg auf Christian,
der mit einem schönen Kopfball zum 2:0 verwandelte.
Zu diesem Zeitpunkt hofften die diesmal zahlreich mitgereisten Torpedo Fans
schon auf ein Schützenfest, doch wie so häufig, kam es anders.
Petermann hatte bis zu diesem Zeitpunkt noch keine einzige Torchance. Jedoch
wurde das Mittelfeld nach einer halben Stunde komplett ausgetauscht und Torpedo
Eisen zog sich aus unerklärlichen Gründen ganz in die eigene Abwehr
zurück. Doch auch dies führte noch nicht zu Chancen von Petermann.
Dazu war die tatkräftige Hilfe von Torpedo Eisen notwendig. Als Petermann
aus 40 Metern Entfernung hoch in Richtung Torpedo Strafraum schoß,
lief Guido dem Ball hinterher, sprang in Rückenlage nach dem Ball und
köpfte in hart und plaziert ins Tor, leider in das eigene (42.Minute).
In der zweiten Halbzeit Torpedo Eisen zunächst auch noch ein wenig unsicher.
Petermann erspielte sich zwischen der 45. und 60. Spielminuten die ersten
und einzigen eigenen Torchancen, ohne jedoch wirklich gefährlich zu
werden. Die wenigen Schüsse auf das Tor wurden allesamt aus der zweiten
Reihe abgegeben und waren leichte Beute für Torhüter Henning, der
einen geruhsamen Nachmittag verlebte. Nach einer Stunde war es dann zum
Glück wieder vorbei, mit der Schläfrigkeit von Torpedo Eisen. Lutz
und Marc setzten das Zeichen auf Angriff und trugen den Ball aus der Abwehr
schnell nach vorne. Die anderen Torpedo Eisen Spieler ließen sich anstecken
und das Spiel nahm wieder den Charakter der ersten halben Stunde an. Torpedo
überwand schnell das Mittelfeld, so auch in der 66. Minute. Christoph
M. spielte den Ball von der Mittellinie in Richtung des linken Strafraumecks.
Elmar lief seinem Gegenspieler davon, nahm den Ball auf und flankte butterweich
auf den am Elfmeterpunkt postierten David. Dieser drückte den Ball
schulbuchmäßig gegen den Lauf des Torhüters in die linke
Torecke, 3:1!
Jetzt war das Spiel gelaufen, bei Petermann ließ der Wille gegenzuhalten
rapide nach. Torpedo Eisen setzte konsequent nach und erspielte weitere
Torchancen. In der 82. Minute kam der Ball aus der Abwehr über Kai,
Christoph H. zu Christian, der auf Björn in der Mitte zurücklegte.
Mit viel Gefühl schlenzte dieser aus 18 Metern Entfernung den Ball
über den etwas zu weit vor seinem Tor stehenden Torhüter zum 4:1.
Dank einer guten mannschaftlichen Leistung konnte Torpedo Eisen im dritten
Spiel zum dritten mal vier Tore erzielen. Der erste Platz in der Gruppe 4
erscheint nun Pflicht, zumal nur noch ein Sieg bei zwei ausstehenden Spielen
notwendig ist.
Tore: 1:0 Christian (4.), 2:0 Christian (26.), 2:1 Guido (42. - Eigentor),
3:1 David (66.), 4:1 Björn (82.)
Torpedo Eisen - IFC Stehgeiger 9:2
Sonntag, 31.10.1999, um 15.00 Uhr auf der Jahnwiese
Mit einem auch in der Höhe
verdienten 9:2 gegen den Bunte Liga Neuling Stehgeiger sicherte sich Torpedo
Eisen am vorletzten Spieltag bereits vorzeitig den Sieg in der Gruppe 4 und
die Qualifikation zur Championsleague im nächsten Frühjahr.
Das Spiel begann mit einem Paukenschlag. Nach dem Anstoß flog der Ball
gleich in den gegnerischen Strafraum, wo ihn Jörg unter Kontrolle bringen
konnte und plaziert zum 1:0 einschoß. Danach wurde das Spiel von IFC
Stehgeiger leider bis zur Halbzeit sehr ruppig weitergeführt. Die zum
Teil sichtlich übermotivierten Spieler glänzten mit vielen Fouls,
teilweise Sprüngen mit beiden Beinen in die Hacken unserer Spieler und
ähnlichem mehr. Ein Wunder, daß in der ersten Halbzeit niemand
verletzt wurde!
Torpedo Eisen gab die richtige Antwort darauf. Wiederum Jörg konnte
nach einem weiten Einwurf von Elmar den Ball am 16-Meter-Raum aus der Luft
herunterholen und mit einem trockenen Schuß zum 2:0 verwandeln. Nur
wenige Minuten später zeigte Lutz, daß er auch noch treffen kann.
Nach gutem Anspiel lief er frei auf Stehgeigers Torwart zu und schob den
Ball an ihm vorbei ins Tor, 3:0! Endgültig gesichert wurde der Sieg
dann aber von Christoph H., der kurz vor der Halbzeit sehr überlegt
zum 4:0 einschoß.
In der zweiten Halbzeit wurde das Spiel von IFC Stehgeiger deutlich fairer.
Zwar wurde die um eine handvoll brasilianischer Jugendlicher verstärkte
ehemalige Betriebsmannschaft dadurch nicht wesentlich stärker, aber
zum ersten Mal sah das Spiel für die Außenstehenden nach Fußball
aus.
Gelegentliche Angriffe der Stehgeiger führten außer einem
Pfostenschuß zunächst nicht zu zählbaren
Einschußmöglichkeiten. Torpedo Eisen machte dort weiter, wo die
erste Halbzeit endete. Jedoch wurden zahlreiche Torchancen vergeben. In der
57. Minute gab es dann einen Freistoß 20 Meter vor Stehgeigers Tor.
Der von Thomas getretene Ball war eigentlich als Flanke gedacht. Jedoch begrub
der gegnerische Torwart den Ball unter sich und beförderte in dann ins
eigene Netz, 5:0. Quasi im Gegenzug ein Abwehrfehler bei Torpedo Eisen. Der
ansonsten stark spielende Jörg legte den Ball dem gegenerischen
Stürmer genau vor den Fuß. Dieser brauchte den Ball nur noch an
Henning vorbei zum 1:5 reindrücken. Torpedo Eisen beeindruckte das jedoch
nicht. In der 68. Minute erzielte Marc mit dem Kopf das wunderschöne
Tor zum 6:1, unhaltbar für jeden Torwart der Welt auf den kurzen Pfosten
gezielt. Wenige Minuten darauf verlängerte David eine von Björn
getretene Ecke mit der Hacke zum 7:1.
Torpedo Eisen ließ es nun schon deutlich ruhiger angehen. So kamen
die Stehgeiger in der 79. Minute durch einen schönen Heber noch zum
2:7. Daß der Sturm von Torpedo Eisen bis dahin noch gar nicht getroffen
hatte, wurmte offensichtlich Björn. Mit einem Doppelschlag kurz vor
Schluß erzielte er noch die Treffer 8 und 9 für Torpedo Eisen.
Tore: 1:0 Jörg (1.), 2:0 Jörg (19.), 3:0 Lutz (32.), 4:0 Christoph
H. (41.), 5:0 Thomas (57.), 5:1 (59.), 6:1 Marc S. (68.), 7:1 David (72.),
7:2 (79.), 8:2 Björn (81.), 9:2 Björn (85.)
Torpedo Eisen - Traktor Grüngürtel 3:2
Sonntag, 21.11.1999, um 14.00 Uhr auf der Jahnwiese
Obwohl beiden Mannschaften das
Ergebnis eigentlich egal sein konnte, hatten beide noch Ziele: Torpedo Eisen
wollte verlustpunktfrei die Gruppe gewinnen, Traktor Grüngürtel
wollte nicht zweistellig verlieren. Beide sollten Ihre Ziele erreichen.
Torpedo Eisen legte los wie die Feuerwehr. Allein in den ersten 10 Minuten
gab es fünf hochkarätige Chancen. Doch Marc, Christian, Elmar,
Jörg und Lutz verfehlten knapp oder scheiterten am besten Mann auf dem
Platz, Torwart Frank von Traktor Grüngürtel. Doch auch die besten
müssen sich dann und wann geschlagen geben. In der zwölften Minute
verwandelte Christian nach reichlicher Orientierungslosigkeit in der
Traktor-Abwehr verdient aus fünf Metern zum 1:0. Nur fünf Minuten
später nahm Emrah eine zu kurz abgewehrte Ecke am 16m Raum auf und zog
ab. Wie an der Schnur gezogen flog der Ball unhaltbar zum 2:0 in das lange
Eck.
Was dann geschah, gehört in die Rubrik Familienfußball am Sonntag
Nachmittag. In einem netten und stets fairen Kick wurde der Ball hin und
her getragen. Torchancen gab es zunächst nur für Torpedo Eisen,
allerdings wollte diese niemand verwandeln. Da dem Schiedsrichter kalt wurde,
pfiff er die erste Halbzeit nach nur 38 Minuten auch schon ab. In der zweiten
Halbzeit zunächst dasselbe Spiel. In der 52. Minute wurde dann frei
vor dem gegnerischen Torwart fang den Ball gespielt. Elmar legte auf Lutz,
Lutz passte auf Björn, der dann aus zwei Metern den Ball zum 3:0 einschob.
Zurück blieb ein schwindeliger Torhüter.
Wer nun gedacht hatte, das Spiel sei gelaufen, sah sich getäuscht. Torpedo
Eisen löste die Abwehr auf und jeder konnte endlich einmal die Position
spielen, auf der er schon immer glänzen wollte. Zum einen brachte dies
weitere 100%-ige Torchancen ein, doch einzig Torhüter Henning und die
Abwehrspieler um Guido, Kai, Axel und Marc scheiterten nicht aus wenigen
Metern vor dem gegnerischen Tor. Zum anderen erspielte sich nun auch Traktor
Grüngürtel erste Chancen. Nach etwas mehr als einer Stunde war
es dann so weit, der Anschlußtreffer zum 3:1 war fällig. Da sich
anscheinend niemand daran störte gelang Traktor Grüngürtel
kurz vor Schluß mit einem schönen Schuß über Abwehr
und Torhüter hinweg auch noch das 3:2.
Dies war zum Abschluß der Hinrunde auch der verdiente Endstand. In
der Championsleague wird Torpedo Eisen einiges an der Chancenausbeute verbessern
müssen, um oben mitspielen zu können. Traktor Grüngürtel
wird in der B-Gruppe mit Torhüter Frank und frisch formierter Abwehr
wesentlich besser abschneiden als die Resultate aus der Hinrunde vermuten
lassen.
Tore: 1:0 Christian (12.), 2:0 Emrah (17.), 3:0 Björn (52.), 3:1 (64.),
3:2 (86.)
Torpedo Eisen - Mülldeponie 0:0 (4:2 n.E.)
Sonntag, 29.8.99, um 15.00 Uhr auf der Jahnwiese
Nachdem die Mülldeponie
uns in der Kurzsaison 98 rausgeworfen hatte, waren die Kicker von Torpedo
Eisen heiss und top motiviert - eigentlich wie immer.
Leider fehlte unser laufstarker Abwehrhüne und Käpt´n Guido.
Für ihn spielte als linker Innenverteidiger Neuzugang Axel, der bei
seinem Debüt für Torpedo gleich eine hervorragende Leistung bot.
Über 80 % gewonnene Zweikämpfe, sehr ballsicher und mit
Übersicht. Torpedo machte von Anfang an Druck. Es entwickelte sich ein
Spiel auf ein Tor, doch der Ball wollte einfach nicht im Netz zappeln. Sehr
agil und spielfreudig dabei Mittelfeldmotor Lutz. Leider hatte auch er im
Abschluss kein Glück.
Ab der 60. Minute kam auch die Mülldeponie zu Chancen. Einige Bälle
musste Keeper Henning - in gewohnt wütender Manier - herausfischen.
Nach 90 Minuten stand es 0:0. Weil Platz und Schiri nicht länger zur
Verfügung standen, wurde direkt zum Elferschiessen übergegangen.
Tommi verwandelt den ersten Elfer, Henning pariert den ersten Schuss der
Mülldeponie. Lutz und Axel hauen in der Folge ihre rein und auch die
Mülldeponie verwandelt. So steht es 3:2 (für TE) als Rainer schiesst.
Natürlich lässt der nichts anbrennen und drischt die Pille unhaltbar
in die linke Ecke. Jetzt muss die Mülldeponie treffen, um im Rennen
zu bleiben. Der Kollege von der Mülldeponie zieht den Ball sehr plaziert
hoch in die rechte Ecke, doch Henning faustet ihn humorlos raus. Damit ist
Torpedo weiter und Henning braucht für seinen Elfer gar nicht mehr zu
treten.
Die Serie: noch nie hat Torpedo Eisen ein Elfmeterschiessen verloren. Vor
allem wohl dank Elferkiller Henning. TE steht nun im Viertelfinale des
BuLi-Pokalwettbewerbs. Nächster Gegner ist Independiente.
Torpedo Eisen - Independiente 1:4
Sonntag, 10.10.1999, um 15.00 Uhr auf der Jahnwiese
Nach dem guten Auftakt in der
diesjährigen Meisterschaft ging Torpedo Eisen das Pokalviertelfinale
gegen Independiente mit viel Selbstvertrauen an und begann dort, wo man bei
den letzten Spielen aufgehört hatte. Der Gegner wurde von Beginn an
stark unter Druck gesetzt und schon in den ersten Minuten sprangen einige
hochkarätige Chancen heraus. Alles schien optimal zu laufen. Doch auf
einmal lähmendes Entsetzen bei Torpedo Eisen. Was war passiert? Nach
einem Steilpaß lief Stürmer Guido von Indenpendiente an der
Strafraumgrenze auf die Torauslinie zu, neben ihm Abwehrspieler Sascha. Als
dieser den Ball wegspitzeln wollte, traf er unglücklicher Weise Guidos
Beine - Elfmeter. Obwohl Torwart Henning den Ball noch berührte, landete
der Elfmeter im Netz - 0:1 nach elf Minuten.
Torpedo Eisen schien den Schock schnell weggesteckt zu haben und erspielte
sich weitere Chancen. Nur den Weg ins Tor wollte der Ball einfach nicht finden.
In der 20. Minute dann eine der wenigen Ecken für Independiente. Aufgrund
eines Deckungsfehlers in der Torpedo-Abwehr kam ein Spieler von Independiente
unbedrängt zum Kopfball. Torwart Henning konnte gerade noch retten,
doch fiel der Ball genau vor die Füße eines Spielers von
Independiente, der ohne große Mühe einschießen konnte. Jetzt
stand es schon 0:2, obwohl Torpedo Eisen das Spiel beherrschte. Und daran
änderte sich auch im Rest der ersten Halbzeit nichts, aber das gegnerische
Tor war für Torpedo Eisen einfach zu klein. Ein ums andere Mal wurde
es um wenige Zentimeter verfehlt.
Auch zu Beginn der zweiten Halbzeit hatte man das Gefühl, daß
es nur eine Frage der Zeit ist, wann der Ball zum ersten Mal im Netz von
Independiente zappelt. Und in der 64. Minuten war es dann tatsächlich
so weit. Allerdings benötigte Torpedo Eisen die tatkräftige Hilfe
des gegnerischen Torwartes. Dieser beförderte nämlich einen harmlosen
hohen Ball ins eigene Tor und gestaltete damit die Partie wieder offen. Doch
nur kurze Zeit später, in der 72. Minute, wurden die gerade geweckten
Hoffnungen von Torpedo Eisen wieder zunichte gemacht. Independientes
Stürmer Guido schloß einen Konter mit einem schönen Heber
über Torwart Henning zum 1:3 ab.
Aber selbst jetzt war noch nicht alles entschieden, denn die besten Chancen
für Torpedo Eisen kamen noch erst, konnten jedoch von den mittlerweile
traumatisierten Stürmern nicht genutzt werden. In der letzten Minute
ließ dann Henning zu allem Unglück noch einen Rückpaß
von Thomas durch die eigenen Beine ins Tor laufen. Damit hatte Torpedo Eisen
1:4 verloren und niemand verstand wie es bei dem Spielverlauf dazu kommen
konnte.
Tore: 0:1 (11.), 0:2 (20.), 1:2 (64. - Eigentor), 1:3 (72.), 1:4 Thomas (90.
- Eigentor)