Spielberichte

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Begegnungen der Saison 1999/2000 in Meisterschaft und Pokal


Meisterschaft

K.O.-Runde  (Championsleague, Vorrunde)

Meisterschaftsviertelfinale

Torpedo Eisen - Zwietracht Dresch und Flegel 4:1 n.E.
Sonntag, 28.5.2000, um 15.00 Uhr auf der Jahnwiese

Aprilwetter im Sommer! Bei Hagel, Sturm, Regen und Sonne wurde das Meisterschaftsviertelfinale gegen Zwietracht Dresch und Flegel ausgetragen. Von Beginn an entwickelte sich eine hochklassige Begegnung, in der keine Mannschaft der anderen auch nur eine Torchance ermöglichen wollte. Torpedo Eisen spielte in der Anfangsphase etwas defensiver, so daß Zwietracht im Mittelfeld eine leichte optische Überlegenheit hatte. Echte Torchancen konnte Zwietracht zunächst aber nicht erspielen. Alles was in Richtung Tor gespielt wurde, blieb in der dichtgestaffelten Torpedoabwehr hängen oder wurde von dem wieder genesenen Henning, der über die gesamte Partie eine überragende Leistung bot, souverän abgefangen. In die Gegenrichtung sah es genauso aus. Zwar konnte Torpedo Eisen einige Male recht schöne Angriffe über die Flügel vortragen, wirklich gefährlich wurde aber nur ein Schuß von Kai aus 20 Metern, den der gut aufgelegte Zwietracht Torwart aber souverän aus dem Winkel fing.

Zur Halbzeit hatten die Zuschauer eine tolle Partie gesehen. Und die zweite Hälfte knüpfte nahtlos daran an. In der 51. Minute setzte sich dann Björn auf der linken Seite durch und schlug trotz starken Gegenwindes eine lange Flanke auf Christian, der den Ball zum 1:0 über die Linie drückte. Jetzt war das Halbfinale für Torpedo Eisen zum Greifen nahe. Und der weiterhin hohe kämpferische Einsatz der gesamten Mannschaft zeigte, daß man sich diese Chance nicht entgehen lassen wollte.

Zwietracht machte jetzt mehr Druck, allerdings lies die gut aufgelegte Torpedo-Abwehr trotzdem kaum eine Chance zu. Auf der anderen Seite hatte der Torpedo-Sturm jetzt mehr Raum und konnte siche einige gute Gelegenheiten erspielen. Gute Schüsse von Philip, Marc, Christian, und Björn führten aber zu keinem zählbaren Erfolg. In dieser Phase des Spiels schien das 2:0 in der Luft zu liegen. In der 79. Minute dann aber der Schock für Torpedo Eisen: Ein Zwietracht-Spieler kam aus 25 Metern Entfernung recht frei zum Schuß und der Ball landete zum Erstaunen aller unhaltbar im Torwinkel. Ein tolles Tor zum 1:1!

Zwietracht Dresch und Flegel setzte jetzt wieder mehr auf Defensive, so daß bis zum Schluß der regulären Spielzeit auf beiden Seiten nichts mehr anbrannte. Das Bild änderte sich dann auch in der Verlängerung nicht mehr. Für beide Teams hatte die Torverhinderung höchste Priorität, folgerichtig hieß es nach 120 Minuten Elfmeterschießen.

Jetzt kam die große Zeit von Torpedos Elfmeterkiller Henning. Gleich den ersten Elfmeter von Zwietracht Dresch und Flegel wehrte er mit einer phantastischen Parade ab. Anschließend verwandelte Phillip zur 2:1 Führung. Der schwach geschossene zweite Elfmeter von Zwietracht stellte für Henning kein Problem dar. Christian konnte daraufhin zur 3:1-Führung verwandeln. Beim dritten Elfmeter von Zwietracht bot Henning dann wieder sein ganzes Können auf und wehrte erneut ab. Jetzt hatte Elmar die Chance, Torpedo Eisen ins Meisterschaftshalbfinale zu schießen. Und tatsächlich ließ er mit einem Schuß in den linken Winkel dem gegnerischen Torwart keine Chance. Der größte Erfolg in der Geschichte von Torpedo Eisen war perfekt!

Die gesamte Torpedo-Mannschaft verdient sich für ihren großen kämpferischen Einsatz ein dickes Lob und kann mit dieser Leistung optimistisch auf das Halbfinale schauen. Zwietracht Dresch und Flegel war ein starker und fairer Gegner, dem das nötige Quentchen Glück in einem Spiel zweier gleichwertiger Mannschaften fehlte.

Tore: 1:0 Christian (51.), 1:1 (79.), Elfmeterschießen: 2:1 Philip, 3:1 Christian, 4:1 Elmar


Meisterschaftshalbfinale

Torpedo Eisen - Inter Filos 2:2 (6:5 n.E.)

Montag, 5. Juni 2000, um 18.30 Uhr auf der Jahnwiese

Bei schwierigen äußeren Bedingungen trugen Torpedo Eisen und Inter Filos ihr Meisterschaftshalbfinale aus. Der ohnehin stark ramponierte Platz auf der Jahnwiese wurde nach einem heftigen Gewitterschauer vor Spielbeginn durch einige große Pfützen noch schlechter bespielbar. Doch Torpedo Eisen ließ sich davon nicht irritieren und legte los wie die Feuerwehr. In der dritten Minute nahm David einen langen Steilpaß wunderschön an und hob den Ball über den entgegenkommenden Torwart von Inter Filos ins Tor. Das Spiel hatte kaum begonnen und Torpedo Eisen führte 1:0.

Doch Inter Filos lies sofort erkennen, daß man den Finaleinzug nicht einfach Torpedo Eisen überlassen wollte, und versuchte immer wieder, seine Stürmer gefährlich in Szene zu setzen. Für die erste Großchance von Inter Filos bedurfte es aber der kräftigen Mithilfe der Torpedoabwehr. Nach einem Steilpaß kam Marc Z. zwar vor den gegnerischen Stürmern an den Ball, doch landete sein riskantes Abspiel bei einem Spieler von Inter Filos, der nun völlig unbehindert von außen vor das Tor flanken konnte. Dort war ein Stürmer einen Tick schneller als Guido und beförderte den Ball aus schwieriger Position direkt mit dem Außenrist zum 1:1 ins Tor. So war die schöne Führung in der neunten Minute schon wieder dahin.

Nur zehn Minuten später kam es dann nach einer Ecke zum zweiten Aussetzer in der Torpedo-Abwehr. Obwohl der kurze Pfosten gedeckt war, konnte ein ebenfalls gedeckter Stürmer von Inter Filos den Ball aus spitzen Winkel irgendwie zum 1:2 über die Torlinie bringen. Ab jetzt war aber Schluß mit dem Tag der offenen Tür in der Torpedo-Abwehr und es gab auf beiden Seiten kaum noch nennenswerte Torchancen. Die Partie war nun vor allem von Kampf geprägt, da die schlechten Bodenverhältnisse kaum spielerische Aktzente ermöglichten. Dank der konsequenten Abwehrarbeit auf beiden Seiten blieb es bis zur Pause beim 1:2.

In der zweiten Halbzeit änderte sich wenig und es sah zunächst so aus, als ob Torpedo Eisen vergeblich dem Rückstand hinterherlaufen würde. In der 65. Minute gelang es dann aber Torpedo-Stürmer Björn, im gegnerischen Straufraum an den Ball zu kommen und einen Abwehrspieler aussteigen zu lassen. Ganz abgebrüht schaute er nun zunächst genau, wo sich der gegnerische Torwart befand, und schob daraufhin den Ball zielsicher an diesem vorbei ins Tor zum 2:2.

Inter Filos verstärkte nun seinen Druck, um die Entscheidung noch in der regulären Spielzeit zur erzwingen. In der 74. Minute schien diese Rechnung aufzugehen. Ein Spieler von Inter Filos hielt sein Bein in einen harten, aber Richtung Eckfahne fliegenden Distanzschuß und beförderte den Ball so unhaltbar an Torwart Henning vorbei in das Torpedo-Tor. Allerdings stand ein anderer Spieler von Inter Filos im Abseits, weshalb das Tor nicht anerkannt wurde. So blieb es bis zur 90. Minute beim 2:2.

In der Verlängerung tat sich dann zunächst nicht sehr viel. Die letzten zehn Minuten hatten es allerdings in sich. Inter Filos drängte nun mit aller Macht auf den Sieg und erspielte sich eine Chance nach der anderen. Einmal verhungerte ein Torschuß in der Pfütze vor dem Torpedo-Tor und einige andere Male klärte Torpedo-Torwart Henning mit unglaublichen Paraden. Mit letzter Kraft konnte sich Torpedo Eisen schließlich ins Elfmeterschießen retten.

Nachdem beide Mannschaften ihren ersten Elfmeter verwandelt hatten, konnte Henning den zweiten Elfmeter von Inter Filos parieren, doch auch Torpedo-Stürmer Christian traf mit seinem Elfmeter nur den Pfosten. Nachdem Inter Filos seinen dritten Elfer wieder verwandeln konnte, scheiterte Thomas am Filos-Torwart. Da Inter Filos auch mit seinem vierten Elfer traf, war Torpedo Eisen so gut wie geschlagen. Um noch die Verlängerung des Elfmeterschießens zu erreichen, mußten Björn und Jörg die beiden letzen Elfmeter für Torpedo Eisen verwandeln und Henning mußte den letzten Elfmeter von Inter Filos halten. Und genau so kam es dann auch. Torpedo Eisen war urplötzlich wieder zurück im Rennen um den Finaleinzug. Den sicheren Sieg schon vor Augen mußte jetzt doch noch ein sechster Schütze für Inter Filos antreten und schoß links am Tor vorbei. Nun hatte es Sascha in der Hand, Torpedo Eisen den Einzug in das Meisterschaftsfinale zu sichern. Tatsächlich behielt er die Nerven und schoß den Ball unhaltbar halbhoch in die linke Ecke.

Mit dem Einzug in das Meisterschaftsfinale feiert Torpedo Eisen einen vor Beginn der Saison kaum für möglich gehaltenen Erfolg. Mit der gleichen kämpferischen Einstellung wie im Halbfinale ist auch im Finale gegen Lok Libuda alles möglich.

Tore: 1:0 David (3.), 1:1 (9.), 1:2 (19.), 2:2 Björn (65.) Elfmeterschießen: 2:3, 3:3 Philip, 3:4, 3:5, 4:5 Björn, 5:5 Jörg, 6:5 Sascha


Meisterschaftsfinale

Torpedo Eisen - Lok Libuda 1:3

Sonntag, 18. Juni 2000, um 15.00 Uhr auf der Jahnwiese

Strahlender Sonnenschein und rund 100 Zuschauer, die große Mehrheit davon aus dem Torpedo Lager, gaben dem Finalspiel um die Meisterschaft 2000 einen würdigen Rahmen. Bei rund 40 Grad in der Sonne legte Lok Libuda gleich von Anfang an wie die Feuerwehr los. Spielerisch, technisch und kämpferisch in allen Belangen überlegen, rollte ein Angriff nach dem anderen auf das Torpedo Tor, dem nur gelegentliche Entlastungsangriffe von Torpedo Eisen mit durchaus guten Abschlüssen von Christian entgegenstanden. Die Torpedo Abwehr hielt allerdings nicht sonderlich lange. In der 11. Minute kam es zu einer brenzligen Situation im Torpedo Strafraum. Den ersten Schuß konnte Henning noch parieren, beim Nachschuß zum 0:1 war er jedoch chancenlos. Lok Libuda ließ nicht nach und drängte auf das 2:0. Ein um das andere Mal bewies Torwart Henning in dieser Phase seine Klasse und bewahrte Torpedo Eisen vor einem höheren Rückstand. Zu allem Übel verletzte sich Vorstopper Marc Zeiß in dieser Phase ohne Fremdeinwirkung mit Verdacht auf Muskelfaserriß und mußte leider ausscheiden. Von dieser Stelle wünschen wir gute Besserung!!!

Nach 25 Minuten hätte es gut und gerne 3:0 für Lok Libuda stehen können. Doch Torpedo Eisen begriff nun so langsam, daß man zumindest kämpferisch gegenhalten mußte, um in diesem Spiel nicht unterzugehen. Und das gelang von einer Minute auf die andere viel besser als irgendein Zuschauer zu diesem Zeitpunkt noch erwartet hätte. Ab der 25. Minute übernahm Torpedo Eisen das Zepter und erspielte sich erste Chancen und eine ganze Reihe an Eckbällen. So gab es in der 35. Minute nach einer Ecke ein Durcheinander im Strafraum von Lok Libuda. Guido kam nach Vorlage von Christian aus 5 Metern zum Schuß, doch ein Abwehrspieler wehrte den Ball auf der Linie mit der Hand ab. Zwar schob Christian den Ball noch über die Linie, doch, oh Schreck, Schiedsrichter Rudolf hatte zuvor schon abgepfiffen. Statt des Tores gab es eine rote Karte für Lok Libuda und Elfmeter für Torpedo Eisen. Philip, der dieses Jahr noch keinen Elfmeter verschossen hatte, lief an, lockte den Torwart in die rechte Ecke, schoß selber in die linke Ecke und traf zum Entsetzen aller nur den Außenpfosten. Daher weiterhin 0:1 für Lok Libuda. Torpedo Eisen reagierte jedoch gefaßt und erspielte sich für den Rest der ersten Halbzeit, jetzt allerdings bei Überzahl, die optische Überlegenheit.

Anfang der zweiten Halbzeit erhöhte Torpedo Eisen nochmal den Druck auf das Tor von Lok Libuda. Ein Schuß von Kai ging an die Latte. Philips Schuß aus 5 Metern wurde noch einmal kurz über das Tor abgefälscht. Christian verfehlte knapp aus 15 Metern. Lok Libuda schien in dieser Phase die Luft auszugehen. In der 63. Minute setzte sich Philip an der rechten Seite durch, ließ zwei weitere Abwehrspieler aussteigen und schoß Richtung Tor. Der gut postierte Marc Schreiner hatte wenig Mühe, den Ball zu seinem dritten Saisontor zum hoch verdienten Ausgleich über die Linie zu schieben. Jetzt "brannte" die Jahnwiese. Lautstarke Torpedo Rufe peitschten die Mannschaft weiter nach vorne. Man merkte, daß Torpedo Eisen jetzt die Entscheidung wollte. Und es sah gut aus. Lok Libudas wenige Angriffversuche blieben in der guten Torpedo Abwehr um Sascha, Guido und Kai, unterstützt von Elmar, Emrah, der sich in alle gegnerischen Schußversuche wie ein Kamikaze hineinwarf, und Marc hängen. Im Mittelfeld spielten Jörg, Thomas, Christoph und Lutz den Ball sehr überlegt und mit guter Übersicht in die Spitzen, wo Björn, Philip, Christian und David immer wieder für gefährliche Szenen sorgten. Das 2:1 lag in der Luft und schien nur noch eine Frage der Zeit zu sein.

Doch meistens kommt es anders als man denkt. In der letzten Viertelstunde wurde Lok Libuda wieder stärker und kam vor das Tor von Torpedo Eisen. Lok Libuda erspielte sich eine Kopfballchance, verfehlte aber knapp das Tor. Trotzdem sollte dies zur vorentscheidenden Szene werden. Obwohl der Lok Libuda Spieler den Ball ins Toraus geköpft hatte, dies fairerweise auch selber so sah, entschied Schiedsrichter Rudolf, der ansonsten das Spiel sehr gut leitete, auf Eckball. Lok Libudas Spieler gab den Ball hoch, mit viel Effé herein und der ansonsten immer sichere Torwart Henning griff am Ball vorbei, der sich zum 1:2 in der 81. Minute in das Tor senkte.

In den darauffolgenden Minuten machte Torpedo Eisen die Abwehr auf und schmiß fast alles nach vorne, um doch noch zum Ausgleich und damit zur Verlängerung zu kommen. Im Gegenzug eröffneten sich natürlich Konterchancen für Lok Libuda. So auch kurz vor Beginn der Nachspielzeit in der 90. Minute, als sich ein Libuda Spieler den Ball an der Mittellinie schnappte, couragiert und schnell auf das Torpedo Tor zulief, aus 16 Metern abzog und zum 1:3 traf. Normalerweise hätte Torwart Henning den noch nicht mal hart geschossenen Ball gehalten. Jedoch rutschte er unglücklich aus, so daß er keine Chance hatte, den Ball zu erreichen. Schade, denn ohne Hennings Paraden wäre Torpedo Eisen nie ins Finale gekommen.

Schiedsrichter Rudolf ließ noch 5 Minuten nachspielen. Zwar war Torpedo Eisen bemüht, das Ergebis nochmal zu verbessern, außer einem Freistoß sprang aber keine echte Torchance mehr heraus. Lok Libuda wurde in einem stets fairen Spiel, mit starken Phasen für beide Mannschaften der Meister 2000 der Bunten Liga Köln. Torpedo Eisen gratuliert von dieser Stelle zu diesem Erfolg. Mit einem Quentchen mehr Glück hätte das Spiel auch anders ausgehen können, aber das Glück sollte man nicht überstrapazieren, schließlich war es uns teilweise schon im Halbfinale sehr gewogen. Mit dem Vizemeistertitel krönt Torpedo Eisen die bisher erfolgreichste Saison seit Zugehörigkeit zur Bunten Liga.

Tore: 0:1 (11.), 1:1 Marc S. (63.), 1:2 (81.), 1:3 (90.)


Championsleague  (K.O.-Runde, Vorrunde)

Torpedo Eisen - Mainzer Hof 4:2
Sonntag, 26.3.2000, um 15.00 Uhr auf der Jahnwiese

Kurz vor dem Spiel verzogen sich die dunklen Regenwolken und machten für 90 Minuten strahlendem Sonnenschein Platz. Torpedo Eisen hatte fast alle Spieler an Bord, wenn auch Lutz und Emrah etwas spät kamen. Das Spiel begann mit großem Respekt auf beiden Seiten, schließlich hatte seit November keines der beiden Teams mehr auf einem großen Platz gespielt.

Der Mainzer Hof konnte sich jedoch schnell seiner Zurückhaltung entledigen und setzte die Torpedos in den ersten 20 Minuten gehörig unter Druck. Torhüter Henning verhinderte mit großem Einsatz die in dieser Phase durchaus verdiente Führung des Mainzer Hofs. Torpedo Eisen begann sich jedoch langsam aus der Umklammerung zu lösen und erste Torchancen zu erarbeiten. In der 22. flankte dann Axel in den gegnerischen Strafraum. Der an für sich harmlose Ball sprang auf dem von der Stadt schon seit Jahren nicht mehr gepflegten Platz so günstig auf, daß er an dem völlig fassungslosen Torhüter vorbei ins Netz kullerte, 1:0 für Torpedo Eisen. In der restlichen Halbzeit war dann Torpedo Eisen die klar Ton angebende Mannschaft. Außer einem Pfostenschuß von Mark sprang jedoch nichts Zählbares mehr heraus.

In der zweiten Halbzeit dann ein anderes Bild. Torpedo Eisen war nicht nur überlegen, sondern erspielte sich im Minutentakt die hochkarätigsten Chancen. Jedoch scheiterte die halbe Torpedo Mannschaft mit ihren Schüssen am gegnerischen Torwart. Erst in der 75. konnte Phillip nach Vorlage von Lutz aus 5 Metern sicher zum hochverdienten 2:0 einschießen. Im direkten Gegenzug schlief jedoch die gesamte Torpedo Abwehr seelenruhig, so daß der Anschlußtreffer zum 2:1 wieder für Spannung sorgte. Nur 5 Minuten später gewinnt Elmar in der eigenen Abwehr im Zweikampf den Ball, flankte ihn über 50 Meter an der linken Außenlinie auf den frei stehenden Phillip, der noch einen gegnerischen Abwehrspieler aussteigen ließ und dann zum 3:1 einschoß. Nur drei weitere Minuten danach machte Phillip nach Zuspiel von Christian mit dem 4:1 alles klar. Der schöne Schuß zum 4:2 vom Mainzer Hof in der Schlußminute war dann nur noch Ergebniskorrektur.

Alles in allem machte die zweite Halbzeit große Hoffnungen darauf, daß Torpedo Eisen an seine Leistungen von der Vorrunde wird anschließen können. Der Mainzer Hof war eine stets faire Mannschaft, mit der das Kicken sehr viel Spaß machte. Nach dem Spiel sponserte Mainzer Hof noch ein Fäßchen Kölsch, so daß ein harmonischer Championsleague-Auftakt einen schönen Ausklang nahm.

Tore: 1:0 Axel (22.), 2:0 Phillip (76.), 2:1 (77.), 3:1 Phillip (82.), 4:1 Phillip (85.), 4:2 (90.)


Torpedo Eisen - Otze mach et 4:3
Sonntag, 16.4.00, um 15.00 Uhr auf der Jahnwiese

Die Aufstellung: Drei Änderungen in der Anfangsaufstellung gegenüber dem letzten Spiel: Mark S. übernimmt die Manndeckerposition von   Kai, Emrah kommt für Mark Z. über links und Thomas spielt defensiv im Mittelfeld für den verletzten Jörg.
Zum Spiel: Vorsichtiges Abtasten beider Mannschaft in den ersten Minuten. Torpedo steht diesesmal sicherer in der Abwehr, das liegt vor allem daran, daß Axel bereits von Anfang an den Libero hinter den Manndeckern mimt. Trotzdem nach 10 Minuten gleich das erste Gegentor. Egal, Torpedo spielt weiter taktisch diszipliniert und kommt folgerichtig durch Christian zum Ausgleich: 1:1.

Aber "Otze mach et" ist aus einem anderem Holz geschnitzt als Mainzer Hof. Mit ihrer zweiten Chance gehen sie erneut in Führung. Dabei läßt Christoph seinen Gegenspieler - den er sonst vollständig abmeldete - kurz aus den Augen, und dieser fackelt nicht lang, keine Chance für Henning, 1:2.

8 Minuten später der Ausgleich durch David, so dachten alle, aber der Schiedsrichter erkannte den Treffer wegen zu schnell ausgeführten Freistoß nicht an. Und es kommt noch dicker für Torpedo. Kurz vor der Halbzeit bleibt Axel nach einem Kopfballduell verletzt am Boden liegen. Es hat ihn bös am Auge erwischt, er muß von Sanitätern vom Spielfeld geführt werden. Daraufhin wird umgestellt: Philip übernimmt den Liberopart und die Matthas-Brüder werden für Axel und Thomas eingewechselt.

Kurz nach Anpfiff die große Chance für Christian nach Fehler in der Otze-Abwehr zum Ausgleich, doch er vergibt. 10 Minuten später dann das 3:1 für Otze. Die Entscheidung? Torpedo scheint am Boden, Mark S. kratzt den Ball für den schon geschlagenen Keeper Henning von der Linie. Puh, das wär wohl der endgültige Knock-Out gewesen. Jetzt hilft nur noch die Flucht nach vorn. Philip rückt ins zentrale Mittelfeld und Christoph M. übernimmt den Libero. Und endlich mehr Dampf bei Torpedo.

Dann der Anschlußtreffer. David, der schon kurz vorher mit einer Riesenchance scheiterte, trifft aus 10 m zum 2:3. Hoffnung keimt auf, Torpedo lebt wieder. Und wie, vor allem Julian und Lutz drehen auf der linken Seite mächtig auf, können nur durch Fouls gestoppt werden. Jeder mobilisiert nochmal die letzten Kraftreserven.

12 Minuten vor Schluß, Einwurf Philip in den gegnerischen Strafraum, der Ball wird verlängert, genau auf den Kopf von Mark S., der den Ball aus 6 m in die Maschen torpediert. Jawohl, Ausgleich, wer hätte das gedacht? Und der Wahnsinn geht noch weiter: zwei Minuten vor Schluß wieder einer von vielen Freistößen für Torpedo, halblinke Position, Torentfernung 22 m. Philip nimmt Maß, der Ball wird immer länger und schlägt in den Winkel hinter dem verdutzt dreinschauenden Torhüter ein: 4:3 !! Unglaublich, Torpedo Eisen hat das Spiel gekippt!

Doch noch ist nicht Schluß. In der Nachspielzeit Freistoß für Otze mach et an der Strafraumgrenze. Der Ball segelt gefährlich in den Strafraum, aber Torhüter Henning pflückt sich die Kirsche und sichert den Sieg für Torpedo.

Was für ein Spiel! Eigentlich sollte man noch so einer starken Mannschaftsleistung keinen Einzelspieler besonders hervorheben, aber die Leistung von Mark S. verdient besonderer Erwähnung. Auf der für ihn ungewohnten Position spielte er einen ganz starken Manndecker, schaltete seinem Gegenspieler aus und krönte seine starke Leistung mit dem Ausgleich.

Der einzige Wehrmutstropfen ist die schlimme Verletzung von Axel, dem auf diesem Wege nochmal gute Besserung gewünscht wird.

Mit einem Sieg in 2 Wochen gegen Rathenau kann Torpedo Eisen einen ganz großen Schritt in Richtung Gruppensieg machen. Auf geht`s !

Tore: 0:1 (10.), 1:1 Christian (17.), 1:2 (23.), 1:3 (61.), 2:3 David (72.), 3:3 Marc S. (78.), 4:3 Phillip (87.)


Torpedo Eisen - Roter Stern Rathenau 3:2
Sonntag, 30.4.00, um 13.00 Uhr auf den Poller Wiesen

Ein vorentscheidenes Spiel stand für Torpedo Eisen an. Mit einem Sieg gegen einen direkten Konkurrenten könnte ein großer Schritt in Richtung Viertelfinale gemacht werden. Der Gedanke an eine vorzeitige Qualifikation schien die Torpedo Eisen - Spieler aber in den ersten 20 Minuten eher zu lähmen, als zu beflügeln. Roter Stern Rathenau (=RSR) diktierte von Beginn das Spielgeschehen durch massives Pressing. Folgerichtig kamen sie bereits nach einigen Minuten - u.a. durch einen Kopfball an die Latte - zu großen Chancen. Für die 1:0 Führung der Gäste bedurfte es aber der Mithilfe des Schiedsrichters, der nach einem Foul an einen Torpedo Eisen - Spieler (!) zum Erstaunen aller auf Elfmeter für RSR entschied. Der Rückstand schien jedoch die Spieler von Torpedo Eisen wach zu rütteln. Endlich wurden die Zweikämpfe angenommen, die Mannschaft stand jetzt kompakter.

Nach 30 Minuten der Ausgleich. Marc Schreiner führt einen Freistoß schnell aus, paßt auf Björn Gerstenberger, der sich mit einer geschickten Drehung von seinem Gegenspieler löst und zum 1:1 problemlos einschiebt. Mit dem Spielstand von 1:1 ging es in die Pause. Torpedo Eisen schien nach der Pause da weiterzumachen, wo sie Ende der 1. Halbzeit aufgehört hatten. Endlich flüssige Kombinationen im Mittelfeld, die man vorher vermißt hatte. Durch die schönste Kombi des Spieles ging Torpedo Eisen in Führung. Ausgangspunkt war ein Paß in Höhe der Mittellinie von Kai auf Philip, der den Ball direkt auf die rechte Außenbahn weiterleitete, von wo aus Christian mit einer mustergültigen Flanke Björn bediente und dieser mit einem wunderschönen Kopfball zum 2:1 vollendete. Klasse, das war richtig schöner Fußball!

Torpedo Eisen ließ jetzt nicht nach und spielte weiter mutig nach vorne. 5 Minuten nach der Führung schnappt sich Lutz den Ball, spurtet über das halbe Feld, legt klug auf Björn ab und dieser hat keine Mühe seinen dritten Streich perfekt zu machen. 3:1, die Vorentscheidung? Sie wäre es wohl gewesen, wenn der Schiri nach klarer Notbremse an Christian Thomson die fällige rote Karte gegen den RSR - Spieler gezogen hätte, aber der Pfiff blieb aus. RSR merkte nun, daß das Spiel vielleicht doch noch umzubiegen ist. In der 75. Minute dann der Anschlußtreffer. Die letzten 10 Minuten spielen sich fast ausschließlich am Strafraum von Torpedo Eisen ab. Die Abwehr um Libero Marc rückt immer mehr in den Mittelpunkt des Geschehens. Es kommt Hektik auf. Philip läßt sich von dieser anstecken und rempelt bei einem Eckball seinen Gegenspieler; dieser fällt spektakulär und es gibt einen berechtigten Elfmeter. Damit Vorhang auf für unseren "Hexer" Henning. Der in der Bunten Liga schon gefürchtete Elfmeterkiller wuchs wieder einmal über sich hinaus. Er parierte sowohl den Elfer als auch den Nachschuß aus 5 m, einfach meisterlich! Das war das Signal für alle Torpedos noch mal bis zum Ende zu fighten.

Mit etwas Glück und den überragenden Henning und Björn konnte Torpedo Eisen schließlich die drei so wichtigen Punkte gegen den Mitkonkurrenten einfahren. Dieses Spiel hätte aber auch anders ausgehen können. Schon am kommenden Sonntag hat Torpedo Eisen die Möglichkeit, sich vorzeitig als Gruppensieger für das Viertelfinale zu qualifizieren.

Tore: 0:1 (9.), 1:1 Björn (27.), 2:1 Björn (51.), 3:1 Björn (55.), 3:2 (71.)


Torpedo Eisen - THC Schlaff durch Freude 4:3
Sonntag, 7.5.2000, um 15.00 Uhr auf der Jahnwiese

Mit dem neunten Sieg in Folge erreicht Torpedo Eisen vorzeitig als Gruppensieger das Meisterschaftsviertelfinale und wird auch für die nächste Saison wieder gesetzt.

Bei feucht schwülem Wetter erwischte Schlaff durch Freude den besseren Start und erarbeitete sich in den ersten 15 Minuten fünf, sechs sehr gute Torchancen, die jedoch alle von Torhüter Markus als Ersatz für Stammkeeper Henning zunichte gemacht wurden. Danach fand Torpedo Eisen zu seinem gewohnten Rhythmus. Elmars Schuß nach einer Ecke von Philip konnte der gegnerische Torhüter noch gerade so aus dem Winkel fischen. Nur zwei Minuten später hatte er keine Chance mehr. Wiederum nach einer Ecke von Philip holt Elmar den Ball herunter, paßt auf Christian, der sich die linke Ecke für den Schuß zum 1:0 aussucht. Danach entwickelte sich ein Spiel auf ein Tor. Marc, Lutz und andere vergaben gute Torchancen, bis nach einer Ecke von Björn Philip den Ball am Elfmerterpunkt mit dem Kopf zum sehenswerten 2:0 in das Tor von Schlaff durch Freude hämmerte. Nur wenige Minuten später erkämpfte Emrah im gegnerischen Strafraum den Ball. Anstatt selber zu schießen legte er noch quer auf Björn, der in aller Seelenruhe zum 3:0 einschießen konnte. Die war auch der verdiente Halbzeitstand.

In der zweiten Halbzeit ging es zunächst genauso weiter. Björn ließ gleich die gesamte gegnerische Abwehr stehen, spielte mit Christian Doppelpaß und schoß zum für den Gegner schon fast degradierenden 4:0 ein. Nur eine Minute später vergab dann Elmar per Kopf freistehend die Chance zum 5:0. Damit war für Torpedo Eisen das Spiel nach gut einer Stunde beendet, was sich allerdings rächen sollte.

Im direkten Gegenzug erzielte Schlaff durch Freude zunächst mit einem unhaltbaren Volleyschuß aus 23 Metern das 1:4. Torpedo Eisen wurde danach immer nervöser und überlies das Spiel dem Gegner. Insbesondere nach Ecken ging kein Torpedo Spieler mehr mit dem Kopf zum Ball. Folgerichtig erzielte Schalff durch Freude nach zwei Ecken die hoch verdienten Tore zum 2:4 und 3:4. Die Abwehr von Torpedo Eisen sah dabei mehr als traurig aus. Zwar gelangen nach diesem Schock noch zwei Entalstungsangriffe die zu Toren hätten führen können, jedoch traf Schlaff durch Freude in den letzten zehn Minuten noch zweimal die Latte, so daß Torpedo Eisen im Endeffekt noch über die drei Punkte froh sein darf. Aufgrund der über weite Teile überlegen geführten Begegnung geht der Sieg jedoch noch in Ordnung. Die stets fairen Spiele gegen Schlaff durch Freude sind halt immer kurios im Spielverlauf. Für den spannenden Kampf um Platz zwei in unserer Gruppe wünschen wir alles Gute!

Tore: 1:0 (22.) Christian, 2:0 Philip (33.), 3:0 Björn (42.), 4:0 Björn (58.), 4:1 (61.), 4:2 (74.), 4:3 (80.)


Torpedo Eisen - Sprit Connection 0:2
Freitag, 19.5.00, um 18.30 Uhr auf der Jahnwiese

Nach dem schönen, sommerlichen Wetter der Vortage freuten sich alle Beteiligten auf ein nettes gemeinsames Fußballspiel, welches für beide Mannschaften nur noch statistischen Charakter hatte. Es kam jedoch ganz anders. Zum ersten war das Wetter weder sommerlich noch trocken, aber dafür kalt und es goß aus Kübeln. Zum zweiten war die Jahnwiese gesperrt, da am 21.5. auf selbiger die Aufstiegsfeier des 1. FC Köln stattfinden soll. Zum Aufstieg gratulieren wir zwar herzlich, jedoch werden wir unser Viertelfinalspiel wahrscheinlich in einem Meer von Glasscherben zerbrochener Bierflaschen und ähnlichen Hinterlassenschaften austragen müssen. Die Stadt macht schließlich schon seit Jahren nichts mehr an dem Platzzustand, kassiert aber weiter fleißig Geld dafür...

Nach einigen koketten Augenaufschlägen und 15 Minuten Diskussion gelang es Jörg und Elmar schließlich der Dame vom Sport und Bäderamt einen Platz auf der Stadionvorwiese abzuschwatzen, auf der eh nicht gespielt wurde. Um allen Gerüchten vorzubeugen, die Stadionvorwiese ist in einem genauso desolaten Zustand wie die Jahnwiese selbst. Doch nun zum Spiel: Sprit Connection erwischte den besseren Start und erspielte sich in den ersten 15 Minuten einige, wenn auch relativ harmlose Torchancen. Danach kam Torpedo Eisen besser ins Spiel und übernahm die optische Überlegenheit. Erste Schüsse wurden auf das Tor der Sprit Connection abgegeben und nach 25 Minuten traf Christoph, der als einziger neben Guido, Jörg und dem hervorragenden Henningersatz Markus Normalform erreichte, den Außenpfosten. Nur 5 Minuten später trifft Christian nach einer schönen Kombination und auf Zuspiel von Christoph ins gegnerische Tor. Der ansonsten sehr gut pfeifende Schiedsrichter La Croix gab den Treffer jedoch wegen angeblicher Torwartbehinderung nicht.

Eigentlich hatte Torpedo Eisen das Spiel nun im Griff. In der 36. Minute nutzte Sprit Connection jedoch einen krassen Stellungsfehler in Torpedos Abwehr aus. Ein langer Paß auf den pfeilschnellen Benny und der konnte unbehindert drei Torpedo-Spieler passieren, die auch nicht in der Lage waren, den ballführenden Spieler auf den nächsten 40 Metern einzuholen. Benny von Sprit hatte dann keine Mühe zum 1:0 einzuschieben. Torhüter Markus hatte dabei keine Chance.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit blitzte kurz das Spielvermögen von Torpedo Eisen auf. Es entwicklete sich für 10 bis 15 Minuten ein wahres Power Play auf das Tor von Sprit Connection und der Ausgleich lag in der Luft. Zwar traf Christoph wiederum den Pfosten und Schüsse von Björn, David, Philip, Christian und anderen waren durchaus gut, aber ein Tor wollte nicht fallen. Ganz anders Sprit Connection. In der 67. Minute überquerte die Mannschaft zum ersten mal in der zweiten Halbzeit die Mittellinie um mehr als 5 Meter und das mit nur drei Spielern! Aufgrund eines krassen Mißverständnisses zwischen Emrah und Elmar mogelte sich ein Spieler von Sprit über die rechte Seite völlig freistehend vor das Torpedo Tor. Als er dann von der linken Seite auch noch angespielt wurde, hatte er keine Mühe zum 2:0 einzuschießen. Was dann folgte, waren die deprimierendsten 30 Minuten von Torpedo Eisen in der gesamten Saison. Zwar wurde wieder die optische Überlegenheit erkämpft, aber außer ideelosen, viel zu langen Pässen, die niemanden erreichten, individuellen Verdribblern und ein generelles Spiel in die Mitte, wo schon alle gegnerischen Spieler warteten, kam nichts mehr heraus. Kämpferisch fehlte ebenfalls jegliche Einstellung. Außer Guido traute sich keiner mehr zu Kopfbällen hochzuspringen und dem Ball wurde nicht entgegengegangen. Sprit Connection war heute sicherlich trotz des Sieges kein starker Gegner, der bei mehr Einsatz und FLÜGELSPIEL einige Tore kassiert hätte, so aber verdient zu seinem ersten Championsleague-Sieg in der laufenden Saison kam.

Mit der heute gezeigten Leistung hat Torpedo Eisen eigentlich nichts im Meisterschaftsviertelfinale verloren. Zum Glück hat die Mannschaft in der laufenden Saison mehrfach gezeigt, daß es auch anders geht. Hoffentlich ist dies am nächsten Wochenende auch wieder der der Fall.

Tore: 0:1 (36.), 0:2 (67.)


Vorrunde  (K.O.-Runde, Championsleague)

Torpedo Eisen - Dr. Rainer Klimke auf Ahlerich 4:2
Sonntag, 12.9.1999, um 15.00 Uhr auf der Jahnwiese

45 Grad in der Sonne und keine Wolke am Himmel, eine Situation, die es von den äußeren Bedingungen her schon lange nicht mehr gegeben hatte. Aufgrund der mörderischen Hitze waren beide Mannschaften gut beraten, mit jeweils vier Auswechselspielern anzutreten. Bei Dr. Rainer Klimke auf Ahlerich waren urlaubsbedingt dann auch noch ein paar Spieler von Meine Güte Wundertüte mit dabei.
Das Spiel begann beiderseits trotz der Hitze mit einem hohen Tempo, wobei sich nach ca. 10 Minuten Torpedo Eisen ein deutliches Übergewicht erspielte. Die teilweise guten Torchancen wurden jedoch allesamt nicht verwertet. In der 25. Minute dann der erste schnelle Konter von Dr. Rainer Klimke, Torpedos Abwehrspieler konnten einen steilen Paß nicht mehr abfangen und Dr. Rainer Klimkes Stürmer schob den Ball sicher an Torwart Henning vorbei zum 0:1 ins Tor.
Torpedo Eisen ließ sich jedoch nicht beirren und spielte weiter wie zuvor. In der 38. Minute dann der verdiente Lohn, Neuzugang Björn schnappte sich den Ball und ließ zwei Abwehrspieler aussteigen. Der darauf folgende plazierte Schuß war für den gegenerischen Torwart nicht zu halten, 1:1!
In der zweiten Halbzeit ergab sich dann ein ähnliches Bild wie in der 1. Halbzeit. Torpedo Eisen spielte und Dr. Rainer Klimke lauerte auf Konter. So in der 53. Minute als ein schöner Steilpaß auf den rechten Flügel und die direkte Hereingabe auf den einzigen, aber freistehenden Stürmer zum etwas schmeichelhaften 1:2 führte.
Torpedo Eisen konnte sich aber steigern. In der 57. Minute flankt Jörg vom rechten Flügel hoch über den Torwart auf den langen Pfosten. Christian überließ nichts dem Zufall und drückte den Ball mit einem sehenswerten Flugkopfball endgültig über die Linie. Nur 10 Minuten später faßt sich wiederum Björn am 16-Meter-Raum ein Herz und schießt unhaltbar zum 3:2 in den Winkel. Kurz darauf in der 75. Minute machte Rainer mit einem schönen Schuß zum 4:2 Endstand alles klar.
In den letzten 15 Minuten hätte Torpedo Eisen diesen Spielstand noch ausbauen können. Da aber Dr. Rainer Klimke noch eine dritte Torchance erspielte, machte Torpedo Eisen hinten alles zu und brachte einen wohlverdienten Sieg zum Saisonauftakt nach Hause.
Bemerkenswert: Das Spiel war stets äußerst fair, so daß es auch keinerlei gelbe oder rote Karten gab.

Tore: 0:1 (25.), 1:1 Björn (38.), 1:2 (53.), 2:2 Christian (57.), 3:2 Björn (67.), 4:2 Rainer (75.)


Alcazar - Torpedo Eisen 1:4
Sonntag, 19.9.1999, um 13.00 Uhr auf der Jahnwiese

Anstoß für Torpedo Eisen. Ein paar Querpässe in den eigenen Reihen und dann urplötzlich ein steiler Paß über den rechten Flügel auf Christian. Dieser setzt sich energisch durch und paßt den Ball quer am Torwart vorbei auf den freistehenden Björn, der wenig Mühe hat, zum 1:0 einzuschießen. Auftakt nach Maß in der zweiten Spielminute.
War's das? Sollte Alcazar, Meister der vorletzten Saison, etwa schwächer geworden sein? Mitnichten, in den folgenden 70 Minuten entwickelte sich ein sehr gutes und faires Fußballspiel. Nach dem Führungstreffer stand Torpedo Eisen dicht gestaffelt in der eigenen Abwehr und lauerte auf Konter. Alcazar bestimmte optisch das Spiel bis etwa 10 Meter hinter der Mittellinie. Spätestens am 16- Meter-Raum war jedoch Schluß für Alcazars Stürmer. Trotzdem gelangen einige gute Schüsse aus der zweiten Reihe, bei denen Torwart Henning sein Können unter Beweis stellen mußte.
Auf der Gegenseite Torpedo Eisen mit weniger Schüssen, aber den klareren Chancen. Den sehr schnell vorgetragenen Kontern hatte Alcazar meist nur wenig entgegenzusetzen, doch Lutz, Christian, Christoph M. und Björn verpaßten es jedesmal, den Spielstand zu erhöhen.
Nach der Pause zunächst dasselbe Bild, jedoch Alcazar deutlich von dem Willen beseelt, den Ausgleich zu erzwingen. Ein Pfostenschuß, ein guter Kopfball nach einer Ecke sowie ein Freistoß aus 10 Metern waren die Ausbeute dieser Drangphase seitens Alcazars, dann hatte die Torpedo-Abwehr um Sascha, Marc Z., Kai, Emrah und Guido das Zepter wieder in der Hand. Alcazar wurde agressiver attackiert, die Bälle über das Mittelfeld breit gefächert nach vorne getragen und wieder Torchancen erspielt. In der 63. Minute konnte Torhüter Frank von Alcazar einen hohen Ball nicht richtig fassen. Dieser sprang Christian vor die Füße, der sicher zum 2:0 einschob. Nur 5 Minuten später schnappte sich Christoph 25 Meter vor dem Tor den Ball, lief noch ein paar Meter und schoß. Ein Alcazar-Spieler bekam noch den Fuß dazwischen und fälschte den Ball unhaltbar ab, 3:0.
Zwei Minuten vor dem Ende griff Alcazar nach langer Pause wieder an. Ein schönes Solo konnte Alcazars Stürmer zum verdienten Ehrentreffer nutzen. Doch schon im Gegenzug wurde der alte Abstand wieder hergestellt. Christian donnerte den Ball an die Latte und Christoph schoß den zurückprallenden Ball zum 4:1 Endstand in das Tor.
Damit ging ein hochklassiges Spiel aufgrund der letzten 30 Minuten und der größeren Spritzigkeit seitens Torpedo Eisen auch in der Höhe verdient zu Ende. Die Aufnahem von vier neuen Talenten (Björn, David, Thomas und Axel (verletzungsbedingt diesmal nicht dabei)), die Neustaffelung des Mittelfeldes (Elmar, Lutz, David, Jörg, Marc S., Christoph H.) sowie der ruhige Spielaufbau lassen für die folgenden Spiele noch einiges erwarten. Zumindest erscheint die Qualifikation zur Championsleauge jetzt Pflicht. Eine Vorentscheidung könnte schon nächsten Sonntag gegen Petermann fallen.

Tore: 0:1 Björn (2.), 0:2 Christian (63.), 0:3 Christoph M. (68.), 1:3 (88.), 1:4 Christoph M. (89.)


Torpedo Eisen - Petermann 4:1
Sonntag, 26.9.1999, um 15.00 Uhr auf der Jahnwiese

Pünktlich zu Spielbeginn rissen die Wolken auf und bei guten äußeren Bedingungen knüpfte Torpedo Eisen zunächst nahtlos an die Leistung der Vorwoche an. Der Gegner wurde agressiv und früh angegriffen und läuferisch sowie spielerisch klar in den Schatten gestellt. Schon nach vier Minuten zappelte der Ball zum ersten mal im Tor von Petermann. Einen Schuß von Christoph H. konnte der Torwart noch abklatschen, aber im Nachschuß schob Christian den Ball zum 1:0 über die Linie.

Danach kannte der Ball nur eine Richtung, das Tor von Petermann. Torpedo Eisen ließ Ball und Gegner laufen und erspielte sich eine Torchance nach der anderen. Doch selbst die hochkarätigsten Chancen wurden vergeben. Nicht so jedoch in der 26. Minute. Nach einer schönen Ballstaffette auf der linken Seite paßte Lutz steil auf Björn. Dieser schlug den Ball von der linken Seite über die Petermannabwehr hinweg auf Christian, der mit einem schönen Kopfball zum 2:0 verwandelte.

Zu diesem Zeitpunkt hofften die diesmal zahlreich mitgereisten Torpedo Fans schon auf ein Schützenfest, doch wie so häufig, kam es anders. Petermann hatte bis zu diesem Zeitpunkt noch keine einzige Torchance. Jedoch wurde das Mittelfeld nach einer halben Stunde komplett ausgetauscht und Torpedo Eisen zog sich aus unerklärlichen Gründen ganz in die eigene Abwehr zurück. Doch auch dies führte noch nicht zu Chancen von Petermann. Dazu war die tatkräftige Hilfe von Torpedo Eisen notwendig. Als Petermann aus 40 Metern Entfernung hoch in Richtung Torpedo Strafraum schoß, lief Guido dem Ball hinterher, sprang in Rückenlage nach dem Ball und köpfte in hart und plaziert ins Tor, leider in das eigene (42.Minute).

In der zweiten Halbzeit Torpedo Eisen zunächst auch noch ein wenig unsicher. Petermann erspielte sich zwischen der 45. und 60. Spielminuten die ersten und einzigen eigenen Torchancen, ohne jedoch wirklich gefährlich zu werden. Die wenigen Schüsse auf das Tor wurden allesamt aus der zweiten Reihe abgegeben und waren leichte Beute für Torhüter Henning, der einen geruhsamen Nachmittag verlebte. Nach einer Stunde war es dann zum Glück wieder vorbei, mit der Schläfrigkeit von Torpedo Eisen. Lutz und Marc setzten das Zeichen auf Angriff und trugen den Ball aus der Abwehr schnell nach vorne. Die anderen Torpedo Eisen Spieler ließen sich anstecken und das Spiel nahm wieder den Charakter der ersten halben Stunde an. Torpedo überwand schnell das Mittelfeld, so auch in der 66. Minute. Christoph M. spielte den Ball von der Mittellinie in Richtung des linken Strafraumecks. Elmar lief seinem Gegenspieler davon, nahm den Ball auf und flankte butterweich auf den am Elfmeterpunkt postierten David. Dieser drückte den Ball schulbuchmäßig gegen den Lauf des Torhüters in die linke Torecke, 3:1!

Jetzt war das Spiel gelaufen, bei Petermann ließ der Wille gegenzuhalten rapide nach. Torpedo Eisen setzte konsequent nach und erspielte weitere Torchancen. In der 82. Minute kam der Ball aus der Abwehr über Kai, Christoph H. zu Christian, der auf Björn in der Mitte zurücklegte. Mit viel Gefühl schlenzte dieser aus 18 Metern Entfernung den Ball über den etwas zu weit vor seinem Tor stehenden Torhüter zum 4:1.

Dank einer guten mannschaftlichen Leistung konnte Torpedo Eisen im dritten Spiel zum dritten mal vier Tore erzielen. Der erste Platz in der Gruppe 4 erscheint nun Pflicht, zumal nur noch ein Sieg bei zwei ausstehenden Spielen notwendig ist.

Tore: 1:0 Christian (4.), 2:0 Christian (26.), 2:1 Guido (42. - Eigentor), 3:1 David (66.), 4:1 Björn (82.)


Torpedo Eisen - IFC Stehgeiger 9:2
Sonntag, 31.10.1999, um 15.00 Uhr auf der Jahnwiese

Mit einem auch in der Höhe verdienten 9:2 gegen den Bunte Liga Neuling Stehgeiger sicherte sich Torpedo Eisen am vorletzten Spieltag bereits vorzeitig den Sieg in der Gruppe 4 und die Qualifikation zur Championsleague im nächsten Frühjahr.

Das Spiel begann mit einem Paukenschlag. Nach dem Anstoß flog der Ball gleich in den gegnerischen Strafraum, wo ihn Jörg unter Kontrolle bringen konnte und plaziert zum 1:0 einschoß. Danach wurde das Spiel von IFC Stehgeiger leider bis zur Halbzeit sehr ruppig weitergeführt. Die zum Teil sichtlich übermotivierten Spieler glänzten mit vielen Fouls, teilweise Sprüngen mit beiden Beinen in die Hacken unserer Spieler und ähnlichem mehr. Ein Wunder, daß in der ersten Halbzeit niemand verletzt wurde!

Torpedo Eisen gab die richtige Antwort darauf. Wiederum Jörg konnte nach einem weiten Einwurf von Elmar den Ball am 16-Meter-Raum aus der Luft herunterholen und mit einem trockenen Schuß zum 2:0 verwandeln. Nur wenige Minuten später zeigte Lutz, daß er auch noch treffen kann. Nach gutem Anspiel lief er frei auf Stehgeigers Torwart zu und schob den Ball an ihm vorbei ins Tor, 3:0! Endgültig gesichert wurde der Sieg dann aber von Christoph H., der kurz vor der Halbzeit sehr überlegt zum 4:0 einschoß.

In der zweiten Halbzeit wurde das Spiel von IFC Stehgeiger deutlich fairer. Zwar wurde die um eine handvoll brasilianischer Jugendlicher verstärkte ehemalige Betriebsmannschaft dadurch nicht wesentlich stärker, aber zum ersten Mal sah das Spiel für die Außenstehenden nach Fußball aus.

Gelegentliche Angriffe der Stehgeiger führten außer einem Pfostenschuß zunächst nicht zu zählbaren Einschußmöglichkeiten. Torpedo Eisen machte dort weiter, wo die erste Halbzeit endete. Jedoch wurden zahlreiche Torchancen vergeben. In der 57. Minute gab es dann einen Freistoß 20 Meter vor Stehgeigers Tor. Der von Thomas getretene Ball war eigentlich als Flanke gedacht. Jedoch begrub der gegnerische Torwart den Ball unter sich und beförderte in dann ins eigene Netz, 5:0. Quasi im Gegenzug ein Abwehrfehler bei Torpedo Eisen. Der ansonsten stark spielende Jörg legte den Ball dem gegenerischen Stürmer genau vor den Fuß. Dieser brauchte den Ball nur noch an Henning vorbei zum 1:5 reindrücken. Torpedo Eisen beeindruckte das jedoch nicht. In der 68. Minute erzielte Marc mit dem Kopf das wunderschöne Tor zum 6:1, unhaltbar für jeden Torwart der Welt auf den kurzen Pfosten gezielt. Wenige Minuten darauf verlängerte David eine von Björn getretene Ecke mit der Hacke zum 7:1.

Torpedo Eisen ließ es nun schon deutlich ruhiger angehen. So kamen die Stehgeiger in der 79. Minute durch einen schönen Heber noch zum 2:7. Daß der Sturm von Torpedo Eisen bis dahin noch gar nicht getroffen hatte, wurmte offensichtlich Björn. Mit einem Doppelschlag kurz vor Schluß erzielte er noch die Treffer 8 und 9 für Torpedo Eisen.

Tore: 1:0 Jörg (1.), 2:0 Jörg (19.), 3:0 Lutz (32.), 4:0 Christoph H. (41.), 5:0 Thomas (57.), 5:1 (59.), 6:1 Marc S. (68.), 7:1 David (72.), 7:2 (79.), 8:2 Björn (81.), 9:2 Björn (85.)


Torpedo Eisen - Traktor Grüngürtel 3:2
Sonntag, 21.11.1999, um 14.00 Uhr auf der Jahnwiese

Obwohl beiden Mannschaften das Ergebnis eigentlich egal sein konnte, hatten beide noch Ziele: Torpedo Eisen wollte verlustpunktfrei die Gruppe gewinnen, Traktor Grüngürtel wollte nicht zweistellig verlieren. Beide sollten Ihre Ziele erreichen.

Torpedo Eisen legte los wie die Feuerwehr. Allein in den ersten 10 Minuten gab es fünf hochkarätige Chancen. Doch Marc, Christian, Elmar, Jörg und Lutz verfehlten knapp oder scheiterten am besten Mann auf dem Platz, Torwart Frank von Traktor Grüngürtel. Doch auch die besten müssen sich dann und wann geschlagen geben. In der zwölften Minute verwandelte Christian nach reichlicher Orientierungslosigkeit in der Traktor-Abwehr verdient aus fünf Metern zum 1:0. Nur fünf Minuten später nahm Emrah eine zu kurz abgewehrte Ecke am 16m Raum auf und zog ab. Wie an der Schnur gezogen flog der Ball unhaltbar zum 2:0 in das lange Eck.

Was dann geschah, gehört in die Rubrik Familienfußball am Sonntag Nachmittag. In einem netten und stets fairen Kick wurde der Ball hin und her getragen. Torchancen gab es zunächst nur für Torpedo Eisen, allerdings wollte diese niemand verwandeln. Da dem Schiedsrichter kalt wurde, pfiff er die erste Halbzeit nach nur 38 Minuten auch schon ab. In der zweiten Halbzeit zunächst dasselbe Spiel. In der 52. Minute wurde dann frei vor dem gegnerischen Torwart fang den Ball gespielt. Elmar legte auf Lutz, Lutz passte auf Björn, der dann aus zwei Metern den Ball zum 3:0 einschob. Zurück blieb ein schwindeliger Torhüter.

Wer nun gedacht hatte, das Spiel sei gelaufen, sah sich getäuscht. Torpedo Eisen löste die Abwehr auf und jeder konnte endlich einmal die Position spielen, auf der er schon immer glänzen wollte. Zum einen brachte dies weitere 100%-ige Torchancen ein, doch einzig Torhüter Henning und die Abwehrspieler um Guido, Kai, Axel und Marc scheiterten nicht aus wenigen Metern vor dem gegnerischen Tor. Zum anderen erspielte sich nun auch Traktor Grüngürtel erste Chancen. Nach etwas mehr als einer Stunde war es dann so weit, der Anschlußtreffer zum 3:1 war fällig. Da sich anscheinend niemand daran störte gelang Traktor Grüngürtel kurz vor Schluß mit einem schönen Schuß über Abwehr und Torhüter hinweg auch noch das 3:2.

Dies war zum Abschluß der Hinrunde auch der verdiente Endstand. In der Championsleague wird Torpedo Eisen einiges an der Chancenausbeute verbessern müssen, um oben mitspielen zu können. Traktor Grüngürtel wird in der B-Gruppe mit Torhüter Frank und frisch formierter Abwehr wesentlich besser abschneiden als die Resultate aus der Hinrunde vermuten lassen.

Tore: 1:0 Christian (12.), 2:0 Emrah (17.), 3:0 Björn (52.), 3:1 (64.), 3:2 (86.)


Pokal

Torpedo Eisen - Mülldeponie 0:0 (4:2 n.E.)
Sonntag, 29.8.99, um 15.00 Uhr auf der Jahnwiese

Nachdem die Mülldeponie uns in der Kurzsaison 98 rausgeworfen hatte, waren die Kicker von Torpedo Eisen heiss und top motiviert - eigentlich wie immer.

Leider fehlte unser laufstarker Abwehrhüne und Käpt´n Guido. Für ihn spielte als linker Innenverteidiger Neuzugang Axel, der bei seinem Debüt für Torpedo gleich eine hervorragende Leistung bot. Über 80 % gewonnene Zweikämpfe, sehr ballsicher und mit Übersicht. Torpedo machte von Anfang an Druck. Es entwickelte sich ein Spiel auf ein Tor, doch der Ball wollte einfach nicht im Netz zappeln. Sehr agil und spielfreudig dabei Mittelfeldmotor Lutz. Leider hatte auch er im Abschluss kein Glück.

Ab der 60. Minute kam auch die Mülldeponie zu Chancen. Einige Bälle musste Keeper Henning - in gewohnt wütender Manier - herausfischen.

Nach 90 Minuten stand es 0:0. Weil Platz und Schiri nicht länger zur Verfügung standen, wurde direkt zum Elferschiessen übergegangen. Tommi verwandelt den ersten Elfer, Henning pariert den ersten Schuss der Mülldeponie. Lutz und Axel hauen in der Folge ihre rein und auch die Mülldeponie verwandelt. So steht es 3:2 (für TE) als Rainer schiesst. Natürlich lässt der nichts anbrennen und drischt die Pille unhaltbar in die linke Ecke. Jetzt muss die Mülldeponie treffen, um im Rennen zu bleiben. Der Kollege von der Mülldeponie zieht den Ball sehr plaziert hoch in die rechte Ecke, doch Henning faustet ihn humorlos raus. Damit ist Torpedo weiter und Henning braucht für seinen Elfer gar nicht mehr zu treten.

Die Serie: noch nie hat Torpedo Eisen ein Elfmeterschiessen verloren. Vor allem wohl dank Elferkiller Henning. TE steht nun im Viertelfinale des BuLi-Pokalwettbewerbs. Nächster Gegner ist Independiente.


Torpedo Eisen - Independiente 1:4
Sonntag, 10.10.1999, um 15.00 Uhr auf der Jahnwiese

Nach dem guten Auftakt in der diesjährigen Meisterschaft ging Torpedo Eisen das Pokalviertelfinale gegen Independiente mit viel Selbstvertrauen an und begann dort, wo man bei den letzten Spielen aufgehört hatte. Der Gegner wurde von Beginn an stark unter Druck gesetzt und schon in den ersten Minuten sprangen einige hochkarätige Chancen heraus. Alles schien optimal zu laufen. Doch auf einmal lähmendes Entsetzen bei Torpedo Eisen. Was war passiert? Nach einem Steilpaß lief Stürmer Guido von Indenpendiente an der Strafraumgrenze auf die Torauslinie zu, neben ihm Abwehrspieler Sascha. Als dieser den Ball wegspitzeln wollte, traf er unglücklicher Weise Guidos Beine - Elfmeter. Obwohl Torwart Henning den Ball noch berührte, landete der Elfmeter im Netz - 0:1 nach elf Minuten.

Torpedo Eisen schien den Schock schnell weggesteckt zu haben und erspielte sich weitere Chancen. Nur den Weg ins Tor wollte der Ball einfach nicht finden. In der 20. Minute dann eine der wenigen Ecken für Independiente. Aufgrund eines Deckungsfehlers in der Torpedo-Abwehr kam ein Spieler von Independiente unbedrängt zum Kopfball. Torwart Henning konnte gerade noch retten, doch fiel der Ball genau vor die Füße eines Spielers von Independiente, der ohne große Mühe einschießen konnte. Jetzt stand es schon 0:2, obwohl Torpedo Eisen das Spiel beherrschte. Und daran änderte sich auch im Rest der ersten Halbzeit nichts, aber das gegnerische Tor war für Torpedo Eisen einfach zu klein. Ein ums andere Mal wurde es um wenige Zentimeter verfehlt.

Auch zu Beginn der zweiten Halbzeit hatte man das Gefühl, daß es nur eine Frage der Zeit ist, wann der Ball zum ersten Mal im Netz von Independiente zappelt. Und in der 64. Minuten war es dann tatsächlich so weit. Allerdings benötigte Torpedo Eisen die tatkräftige Hilfe des gegnerischen Torwartes. Dieser beförderte nämlich einen harmlosen hohen Ball ins eigene Tor und gestaltete damit die Partie wieder offen. Doch nur kurze Zeit später, in der 72. Minute, wurden die gerade geweckten Hoffnungen von Torpedo Eisen wieder zunichte gemacht. Independientes Stürmer Guido schloß einen Konter mit einem schönen Heber über Torwart Henning zum 1:3 ab.

Aber selbst jetzt war noch nicht alles entschieden, denn die besten Chancen für Torpedo Eisen kamen noch erst, konnten jedoch von den mittlerweile traumatisierten Stürmern nicht genutzt werden. In der letzten Minute ließ dann Henning zu allem Unglück noch einen Rückpaß von Thomas durch die eigenen Beine ins Tor laufen. Damit hatte Torpedo Eisen 1:4 verloren und niemand verstand wie es bei dem Spielverlauf dazu kommen konnte.

Tore: 0:1 (11.), 0:2 (20.), 1:2 (64. - Eigentor), 1:3 (72.), 1:4 Thomas (90. - Eigentor)


Diese Seite wurde letztmalig am 4. Oktober 2003 geändert. Ersterstellung: 29. November 1997