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Turniere 2004

Müllem Cup
Sonntag, 28.03.05

Am Sonntag den 28.03.04 hatte Torpedo Eisen die Gelegenheit, ausgesuchten Kölner Karnevalsvereinen mal zu zeigen, wo der Frosch die Locken hat. Kai's Freundin Claudia ist es zu verdanken, dass eine TE-Auswahl beim Hallenturnier 'Müllem Cup 2004' der Karnevalsgesellschaft "Müllemer Junge" mitkicken konnte. Eisen nutzte diese Gelegenheit dann auch prompt aus und nahm nach einem spannenden und umkämpften Turnierverlauf den Pokal mit nach Hause.

Aber der Reihe nach: Am frühen Sonntagmorgen gegen 9 Uhr nach der Zeitumstellung traten elf kurzfristig zusammengetrommelte, müde Torpedos ihre lange Reise nach Köln Holweide in die dortige Gesamtschule an. Gegen 11.15 Uhr war Anpfiff zum ersten Gruppenspiel. Eisen wurde vertreten durch die Torpedorecken Christoph H., Lutz, Marc, Kai, David, Philip, Sebastian, Boris und Christian. Daneben gab sich auch Manager DJ die Ehre und streifte sich das grün-weiße Leibchen über. Im Tor wurde mit Christoph N. ein erfahrener Handball-Keeper eingekauft, ohne ihm aber vorher zu verraten, dass sein Tor etwa doppelt so groß sein würde wie beim Handball...

Im ersten Gruppenspiel gegen das Tanzcorps Müllemer Junge tat sich Torpedo allerdings noch etwas schwer mit dem ungewohnt rutschigen Boden und schrammte nur knapp an einer Blamage vorbei. Dank einer soliden Angriffsleistung von Lutz, Philip, Thommy, Christoph H., DJ und David konnte das Match nach 1:2 Rückstand noch in ein 4:2 gedreht werden. Somit wurden schon früh die ersten drei Punkte eingefahren.

Im zweiten Spiel ging es gegen den eigentlichen Turnierfavoriten die Treuen Husaren, die ihr erstes Gruppenspiel gegen die Tärää Jugend mit 7:0 gewinnen konnten. Wer aber mit einer klaren Niederlage von Torpedo Eisen gerechnet hatte (wie die meisten der rund 250 Zuschauer), sah sich getäuscht. Torpedo spielte couragiert aus einer sicheren Abwehr auf und entschied das Spiel zum Entsetzen der Anhängerschaft der Treuen Husaren eindeutig mit 4:0. Eine sichere Abwehrleistung, ein geschickt kombinierendes Mittelfeld sowie ein treffsicherer Sturm zeichneten das Spiel von Torpedo aus. Die gefährlichen Konter des Gegners konnte ein hervorragend aufgelegter Christoph N. zwischen den Pfosten vereiteln. Die Würfel waren gefallen, TE galt von nun an als Favorit für das Turnier. In den Gängen fragten sich erste Zuschauer und Spieler, von welchem Karnevalsverein denn diese keck aufspielende Truppe stammen würde.

Im Kreis der TE-Spieler lehnte man sich zurück, die gegen 13 Uhr vorgesehene Spielpause wurde zum gemütlichen Bierchenschlürfen in der sonntäglichen Sonne vor der Halle genutzt (ein großes Dankeschön gilt dem edlen Spender des Gerstensaftes, David, verbunden mit den herzlichsten Glückwünschen zur Geburt seines Sohnes, der neuen Torpedohoffnung Elias Alechsandro).

Braungebrannt und etwas beduselt widmete man sich dann gegen 14.30 Uhr dem dritten Vorrundenspiel gegen die Tärää Jugend. Aber aus dem geplanten einfachen Spaziergang wurde nichts. Mit Torpedo ging es schnell bergab: Unerfahren wie ein junges Mädchen im katholischen Mädcheninternat stolperte Kai über das Feld, rutschte aufgrund unpassendem Schuhwerkes aus und verlor den Ball an seinen unmittelbaren Gegenspieler, der die Chance eiskalt zum 1:0 ausnutzte. Auch dem 2:0 für die Tärää Jugend ging ein Stellungsfehler in der Abwehr voraus. Eisen steckte aber nicht auf und wurde motiviert durch die „Eisen“ – Rufe zahlreicher mitgereister Fans (fettes 'Merci' an unsere Frauen!) aufgeweckt. Sebastian „Sebingho“ setzte sich gewohnt grazil auf der linken Seite gegen seinen Gegenspieler durch und markierte aus spitzem Winkel den wichtigen Anschlusstreffer zum 1:2. Der Rest war nur noch Formsache: Geschickt kombinierend aus einer wieder erstarkten Abwehr wurde klug nach vorne gespielt und kaltschnäuzig vor dem Tor vollendet. Es zeigte sich nun auch, dass der trunkfeste Spielertrainer Philip den Alkohol am Besten in seinem Blut verteilt hatte und vollstreckte die entscheidenden zwei Tore persönlich. Knapp vor Schluss des 14minütigen Spieles stand es 3:2, das Wunder war vollbracht. Wer solche Spiele noch umbiegt, ist reif für den Turniersieg, lautete fortan die Devise.

Im vierten und letzten Gruppenspiel ging es gegen die Große Allgemeine, die aus den drei vorangegangenen Vorrundenspielen nur drei Punkte sammeln konnte. Das Bier hatte sich nun scheinbar in den Köpfen der Torpedospieler festgesetzt, Torpedo spielte sich in einen wahren Torrausch. Manager DJ ließ auf der linken Seite einen Gegenspieler nach dem anderen aussteigen, Boris grätschte sich zum „Grätschenkönig“ des Turniers, David und Philip vollführten wahre Kunststücke am Ball, Lutz probierte sich an seinen in der gesamten Bunten Liga gefürchteten Weitschüssen und selbst Abwehrspieler Marc trug sich in der zweiten Halbzeit in die Torschützenliste ein. Am Ende hieß es 10:1 für Torpedo, 2 Minuten vor Schluss entschied die Große Allgemeine sich auf die Verteidigung des Rückstandes zu konzentrieren und kippte ihr eigenes Tor um. Nicht einmal Ballkünstler wie Mittelfeldmotor David oder „Swedish Dynamite“ Philip konnten etwas gegen diesen geschickten Schachzug unternehmen und blieben somit den Rest des Spieles torlos.

Vier Spiele, 12 Punkte, 21:5 Tore so lautete die sehr zufrieden stellende Bilanz für Torpedo Eisen in der Vorrunde. Man qualifizierte sich dementsprechend souverän als Gruppenerster der Gruppe A für das Halbfinale in dem man auf den Turnierveranstalter - die Juniörchen - traf. Auch in diesem Spiel zeigte sich über was für hervorragende passsichere Mittelfeldspieler Torpedo Eisen verfügt. Ein ums andere Mal wurde das Spiel sicher aus der Abwehr aufgebaut, filigran das Mittelfeld überbrückt und vorne eiskalt getroffen. Mit 6:2 ging das umkämpfte Spiel weitaus eindeutiger aus, als es der Spielverlauf zeigte. Torpedo war für das Finale qualifiziert!

Mittlerweile hatte Torpedo nicht nur viele Punkte sondern auch die Sympathien der meisten Zuschauer gewonnen, denn Eisen zelebrierte Fußballkunst vom Allerfeinsten. Darüber hinaus fiel der Finalgegner, die Treuen Husaren, im Halbfinale mit überhartem Einsteigen auf. Das 2 mal 10 Minuten dauernde Endspiel wurde vom umsichtig leitenden Schiedsrichter angepfiffen und es entwickelte sich ein hartes, schwer umkämpftes Spiel. Nach minutenlangem Abtasten und einigen Distanzschüssen, die von den beiden besten Torhütern des Turniers souverän gehalten wurden, schnappte sich David vom ostasiatischen Spielmacher der Husaren in einem hart geführten Zweikampf den Ball an der Mittellinie, ließ einen weiteren Gegner aussteigen und behielt die Übersicht und schob den Ball platziert am Torwart vorbei ins Husaren-Tor. Der Bann war gebrochen, 1:0 für Eisen. Torpedo versuchte den Vorsprung in der zweiten Halbzeit über die Zeit zu bringen. Dies ging wie so oft schon nach hinten los: Einen strammen Schuss der Husaren ließ Torhüter Christoph N. durch die Finger gleiten zum Ausgleich - es sollte aber sein einziger Patzer des Turniers bleiben. Wer jetzt aber mit einem in sich Zusammenbrechen des Torpedoteams gerechnet hatte, wurde auf dem falschen Fuß erwischt. Nur Sekunden nach dem Gegentor wurde Lutz im gegnerischen Dreimeterraum angespielt und konnte von links aus spitzem Winkel zum 2:1 für TE vollenden. Die Husaren warfen alles nach vorne, mehrere Schüsse wurden von den Torpedo Spielern durch mutiges Hineingrätschen und von Christoph N. durch couragierte Paraden entschärft. Die Husaren wurden immer konteranfälliger und es kam wie es kommen musste: Die Torpedo Abwehr spielte einen Ball geschickt auf den in der Husarenhälfte auf Konter lauernden Philip, der nahm den Ball gekonnt an und leitete ihn auf den freistehenden Kai weiter, der mit links zum 3:1 vollendete. Das Spiel war entschieden. Jubel brach aus, Fans und Spieler fielen sich in die Arme. Den verdienten Pokal und die Siegerurkunde nahm vor der versammelten örtlichen Presse, Funktionären und Zuschauern der frischgebackene Vater David entgegen. Torpedo Eisen hatte einen weitere Titel errungen und kann nun mit neuem Elan in die Champions League der Bunten Liga starten.

Ein herzlicher Dank der Mannschaft gilt dem hervorragenden Torhüter Christoph N., dem Manager DJ, dem Stadionsprecher und Präsidenten der Müllemer Junge Michael Pohl, dem Vorsitzenden der Jüniörchen Nico Gassner sowie dem Präsidenten der Juniörchen Markus Pohl für den reibungslosen Ablauf des Turniers, die hervorragende Organisation sowie für die logistische Unterstützung in allen Bereichen. Torpedo Eisen erscheint gerne im nächsten Jahr zur Titelverteidigung!