Spielberichte

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Begegnungen der Saison 2001/2002 in Meisterschaft, Pokal, und bei Freundschaftsspielen



Meisterschaft

K.O.-Runde (Championsleague, Vorrunde)

Meisterschaftsviertelfinale

Torpedo Eisen - Inter Filos 4:2
Freitag, 28. Juni, um 20 Uhr auf der Jahnwiese

Torpedo Eisen gegen Inter Filos ist fast schon ein Klassiker in den KO-Rundenspielen der Bunten Liga. Die letzten beiden Begegnungen konnte Torpedo Eisen in Pokal und Meisterschaft ganz knapp für sich entscheiden. Sollte das diesmal auch wieder gelingen? Das Spiel begann für alle mit drei Paukenschlägen in den ersten drei Minuten:

1. Minute: Direkt nach dem Anpfiff stürmte ein Inter Filos Spieler durch die Reihen von Torpedo Eisen und wurde von den mental noch nicht anwesenden Torpedos bis zum 16-Meterraum nicht gebremst. Der von dort abgegebene Schuß konnte allerdings von Torhüter Markus mit der ersten Glanzparade des Abends entschärft werden.
2. Minute: Im direkten Gegenzug wollte es Torpedo Eisen besser machen. Nach einer schnellen Überbrückung des Mitteldfeldes konnte sich Christian am Flügel in den Rücken der Abwehr spielen und auf den frei stehenden Philip passen. Der brachte allerdings das Kunststück fertig, vor dem leeren Tor aus, man darf es eigentlich nicht sagen, drei Metern zu vergeben.
3. Minute: Und wieder hatte Torpedo Eisen den Turbo ausgepackt und stürmte auf das Inter Filos Tor. Doch der Schuss von Markus ging knapp am Pfosten vorbei.

Aus unerklärlichen Gründen sollte nun aber eine ganz schwache Phase von Torpedo Eisen folgen. Phantasielos wurde der Ball nach vorne gedroschen und förmlich darum gebettelt, daß Inter Filos ein Tor schösse. Der Gegner ließ sich auch nicht zweimal bitten und schnürte Torpedo Eisen in den nächsten 25 Minuten in der eigenen Hälfte ein. Immer wieder kam es zu brenzligen Situationen im Torpedo Strafraum, doch Torwart "Olli" Markus machte das Spiel seines Lebens und hielt einfach alles, zumindest bis zur 25. Minute. 25 Meter vor dem Tor gab es dann nämlich Freistoß für Inter Filos. Der Schütze zog direkt ab und der Ball senkte sich in Manni Kaltz Bananenmanier über die Mauer für Markus unhaltbar in den rechten Torwinkel zum 0:1. Besser kann man keinen Freistoß schießen, da passte einfach alles!

Der Sturmlauf hatte Inter Filos anscheinend viel Kraft gekostet, zumindest verlegte sich die Mannschaft nun darauf, das Ergebnis zu verteidigen. Dies sollte nicht weiter schwer fallen, denn bis auf Thomas, der trotz seiner 41 Jahre in der ersten Hälfte läuferisch alle anderen weit in den Schatten stellte, und Keeper Markus erreichte kein Torpedo-Spieler Normalform. Geradezu pomadig wurde der Ball hoch nach vorne geschlagen wo er eine leichte Beute für Inter Filos wurde. Nur gut, daß der souverän pfeiffende Schiedsrichter Rudolf ein Einsehen mit den wenigen Fans hatte und pünktlich zur Halbzeit pfiff.

In der Pause realisierte Torpedo Eisen erst so richtig, wie schwach man in diesem Viertelfinale bis dahin aufgetreten war. Nach einer berechtigten Standpauke vom "Trainer" Philip sollte die zweite Halbzeit ein anderes Torpedo Eisen erleben, ein ganz anderes. Torpedo Eisen legte zwei Gänge zu und setzte nun seinerseits Inter Filos unter Druck, konnte aber anfänglich noch keine große Gefahr für das Tor von Inter Filos erzeugen. Inter Filos blieb aber durch Konter brandgefährlich und schaffte nach wenigen Minuten in der zweiten Hälfte nach einer schnellen Kombination über die linke Seite und einem tollen Kopfball das 0:2. In dieser Situation gab niemand der Außenstehenden mehr einen Pfifferling auf Torpedo Eisen. Doch was andere Mannschaften psychlogisch ausknockt, macht Torpedo Eisen erst so richtig stark. Nach dem Tor sollte die nun die stärkste 2. Halbzeit der Saison von Torpedo Eisen folgen. Die Abwehr um den mit viel Übersicht und läuferischem Einsatz spielenden Guido mit Marc und Kai sollte den Inter Filos Spielern nun keinerlei Chancen mehr lassen. Im Mittelfeld wurden vom überragend spielenden Thomas die Bälle mit traumhafter Sicherheit verteilt und auch die Gründungsmitglieder Jörg und Christoph M. kämpften nun mit Erfolg bis zum Umfallen. Immer wieder funktionierte nun das gefährliche Flügelspiel, in welches sich auch Lutz, Sinisa, Markus und Christoph H. immer wieder überfallartig einschalteten.

Und der Einsatz sollte nach einer guten Stunde auch belohnt werden. In der eigenen Hälfte fing Stürmerstar Christian einen Ball von Inter Filos ab, passte auf den nun wie aufgedreht agierenden Philip, der David mustergültig in Szene setzte. David umkurvte den gegnerischen Torwart wie es sonst wohl kein Spieler in der Bunten Liga vermag und zirkelte den Ball schon fast vom Toraus noch an einem Abwehrspieler vorbei zum 1:2 ins Netz. Dieses Tor sollte noch mehr Kräfte freisetzen und Inter Filos schien nun mit seinen Künsten am Ende zu sein. Torpedo drängte und erkämpfte sich einige Eckbälle. So auch in der 67. Minute. Libero Guido hielt es nicht mehr auf seiner Position. Mit einem lauten Schrei beorderte er einen Mittelfeldspieler nach hinten und positionierte sich vor dem Inter Filos Tor. Christian trat die Ecke und wie als ob es eine Ansage gegeben hätte drückte Guido den Ball mit dem rechten Fuß zum nun verdienten Ausgleich in die Maschen.

Doch Torpedo Eisen wollte mehr und ließ sich das Zepter nicht mehr aus der Hand nehmen. Alt-Eisen-Spieler Christoph M. zeigte nun, was alles in ihm steckt. Zweimal versuchte er David steil anzuspielen, beim dritten Mal sollte es klappen. Ein genialer 30 Meter-Pass wurde von David noch 25 Meter vor dem Tor direkt weitergeschossen und senkte sich an dem viel zu weit vor dem Tor stehenden Torhüter vorbei zur 3:2 Führung ins Tor. Was hat der Junge nur für ein Auge!

Das Halbfinale vor Augen sollte Torpedo Eisen nun nicht die Fehler der Vergangenheit wiederholen und anstatt sich hinten reinzustellen wurde weiter Druck gemacht. Ein Kracher von Sinisa rutschte dem Filos-Keeper durch die Arme und konnte nur durch eine artistische Einlage von selbigem von der Linie gekratzt werden. Die nun lautstarken Torpedo Fans an der Außenlinie sahen den Ball sogar schon im Tor. Ob dem so war, wird sich allerdings aufgrund fehlender Fernsehaufzeichnungen nicht mehr klären lassen. Schiedsricher Rudolf ließ das Spiel jedenfalls vermutlich zu Recht weiterlaufen. Doch wenige Minuten danach sollte ein Torpedo-Konter mit mehr Erfolg gekrönt werden. Philip und Christian hebelten mit einem klugen Doppelpassspiel die Filos-Abwehr aus und Philip krönte eine starke 2. Halbzeit mit einem für den Torwart unhaltbaren Schuss zum 4:2.

Doch das Spiel war noch nicht vorbei. Libero Guido bekam einen unglücklichen Schlag auf den Knöchel und musste das Spielfeld verlassen. Aber Torpedo Eisen konnte auch diese Situation meistern. Die schnell umgestellte Abwehr um Philip, Kai, Marc, Elmar und Thomas ließ den nun doch noch einmal anrennenden Inter Filos Spielern keine Luft mehr zu einem weiteren Tor. In der Schlussminute verletzte sich dann leider auch noch Thomas nach Einwirkung eines Gegenspielers an den Aduktoren.

Bleibt nur zu hoffen, dass Thomas und Guido sich trotz Aduktorenzerrung und dick geschwollener Knöchel wieder erholen und der krankheitsbedingt fehlende Gregor wieder zur Mannschaft stoßen kann. Mit einer Leistung wie in der 2. Halbzeit muss sich auch die Sprit Conection warm anziehen. Torpedo Eisen will jedenfalls zum dritten Mal in Folge ins Finale und endlich mal den Pott holen.

Tore: 0:1 (25.), 0:2 (53.), 1:2 David (62.), 2:2 Guido (67.), 3:2 David (75.), 4:2 Philip (81.)

Gespielt haben: Markus, Marc, Guido, Kai, Elmar, Sinisa, Philip, Jörg, Markus G., Christoph H., Christoph M., Lutz, Thomas, David, Christian



Meisterschaftshalbfinale

Torpedo Eisen - Sprit Connection 2:4
Sonntag, 7. Juli, um 15 Uhr auf der Jahnwiese

Nach der dramatischen Aufholjagd beim Viertelfinale gegen Inter Filos in der Vorwoche waren sich alle einig: Gegen Sprit Connection muß ein früher Rückstand mit allen Mitteln verhindert wurden. Die Hoffnung, diesen Vorsatz erfüllen zu können, hielt aber nicht viel mehr als eine Minute. Beim ersten Angriff der Sprit Connection wurde einer ihrer Stürmer am Strafraumrand nicht konsequent genug attackiert und konnte aus sechzehn Metern Torentfernung abziehen. Zum Schrecken aller Torpedo-Spieler prallte der stramme Flachschuß vom Innenpfosten ins Tor. Es war also wieder einmal nichts mit der Vermeidung eines frühen Gegentors. Aber es sollte noch schlimmer kommen. In der neunten Minute setzte sich ein Spieler der Sprit Connection an der Seitenlinie durch und schlug eine eigentlich harmlose Flanke in den Torpedo-Strafraum. Libero Guido wollte auf Nummer sicher gehen und versuchte den Ball mit dem Oberkörper zur Ecke zu klären. Dummerweise fälschte er ihn aber unhaltbar ins eigene Tor ab, so daß Torpedo Eisen wieder einmal mit 0:2 hinten lag.

Von Aufbäumen war bei Torpedo Eisen nach dem Schock der beiden Gegentore zunächst merkwürdiger Weise nichts zu sehen. Sprit Connection war weiterhin die spielbestimmende Mannschaft und bereitete mit ihren quirligen Offensivspielern der Torpedo-Abwehr immer wieder Probleme. In der 24. Minute schien Torpedo Eisen die Situation jedoch im Griff zu haben und so wagte ein Spieler von Sprit Connection aus aussichtslosen 25 Metern Torentfernung einen Volleyschuß auf das Torpedo-Tor. Torhüter Markus sah den Ball schon weit über das Tor gehen und konnte daher nicht mehr reagieren, als sich der Ball Richtung Torwinkel senkte und zur Überraschung aller zum 0:3 einschlug.

Obwohl nun ein Desaster drohte, ging Torpedo Eisen weiterhin mit viel zu wenig Biß zu Werke. Letzter Hoffnungsträger war jetzt der frühere Torpedo-Torwart Henning, der eigentlich nur zum Zuschauen gekommen war, aber nach ungefähr einer halben Stunde als Feldspieler eingewechselt wurde. Dies konnte zunächst aber auch nicht viel ändern und so hätte in der ersten Halbzeit durchaus auch noch ein weiteres Gegentor fallen können. Zumindest das blieb Torpedo Eisen aber erspart. In der Halbzeitpause wurden dann die Erinnerungen an die Vorwoche hervorgekramt, als man ein schon verloren geglaubtes Spiel noch umbiegen konnte.

Und tatsächlich fing Torpedo Eisen in der zweiten Halbzeit endlich an zu kämpfen. Es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, in dem auch Torpedo Eisen zu ersten Chancen kam. In der 63. Minute wurden die Bemühungen schließlich belohnt. Eine lange Flanke von rechts landete bei Christian, der ungedeckt im Strafraum der Sprit Connection stand, den Ball sicher stoppte und ohne zu fackeln zum 1:3 in den linken Torwinkel hämmerte.

Doch die Hoffnung auf eine Wende währte nicht sehr lange. In der 71. Minute war ein Stürmer der Sprit Connection bei einem Steilpaß in den Torpedostrafraum den entscheidenden Tick schneller als der aus seinem Tor herausstürzende Markus und ein in der nähe postierter Torpedo-Abwehrspieler und konnte den Ball zum 1:4 ins Tor spitzeln. Torpedo Eisen versuchte jetzt trotz des aussichtlosen Spielstandes noch einmal alles. Und in der 80. Minute gelang tatsächlich noch eine Ergebniskorrektur. Henning nahm an der Strafraumgrenze einen Flachpaß von der rechten Seite direkt an und verwandelte zum 2:4. Am Ende nützte das ganze Aufbäumen aber nichts und es blieb beim 2:4.

Nach zwei Finalteilnahmen in Folge war dieses Jahr also im Halbfinale Endstation für Torpedo Eisen. Nach den Leistungen der Vorrunde konnte man aber kaum damit rechnen, daß Torpedo Eisen so weit kommen würde. Trotzdem war die Art und Weise des Ausscheidens doch sehr enttäuschend. In der völlig verschlafenen ersten Halbzeit hatte Torpedo Eisen dem druckvollen Spiel der Sprit Connection nichts entgegenzusetzen und ging daher völlig verdient als Verlierer vom Platz.

Tore: 0:1 (1.), 0:2 (9.), 0:3 (24.), 1:3 Christian (63.), 1:4 (71.), 2:4 Henning (80.)

Gespielt haben: Markus, Marc, Guido, Kai, Sinisa, Philip, Markus G., Christoph H., Lutz, Gregor, Thomas, David, Christian, Henning




Spiel um Platz 3

Torpedo Eisen - Otze mach et 2:6
Samstag, 13. Juli, um 13 Uhr auf den Stadionvorwiesen

Nach den beiden Finalteilnahmen der Vorjahre stand Torpedo Eisen dieses Jahr erstmals im Spiel um Platz 3. Und da ein dritter Platz besser als ein vierter Platz ist, nahm man sich zum wiederholten Mal vor, diesmal aber wirklich kein frühes Gegentor zu kassieren. Doch gleich in den ersten Minuten wurde die Torpedo Abwehr von den flinken Otze-Spielern ein ums andere Mal schwindelig gespielt. Kein Wunder also, daß in der dritten Minute ein Stürmer von Otze mach et an der Strafraumgrenze zum Schuß kam und unhaltbar zur 1:0-Führung für Otze verwandeln konnte. Und da war er wieder: Der frühe Rückstand von Torpedo Eisen.

Zum Glück ging es jetzt aber erst einmal nicht so weiter wie in der Vorwoche beim Halbfinale, als Torpedo Eisen schon nach 24 Minuten 0:3 hinten lag. Erste Angriffe deuteten daraufhin, daß auch Torpedo Eisen Tore schießen wollte. Marc hatte Pech bei einem Kopfball, der nur an der Latte landete. In der 19. Minute wurde dann Boris, der zum ersten Mal für Torpedo Eisen auf dem Platz stand, auf der linken Seite in der Nähe des Strafraums gefoult. Den resultierenden Freistoß zirkelte Thomas genau auf den nach vorne aufgerückten Libero Guido, der den Ball mit dem Kopf zum Ausgleich verwandelte.

Nach wie vor hatte die Torpedo-Abwehr aber größte Schwierigkeiten mit den Offensivspielern von Otze, so daß es immer wieder zu gefährlichen Szenen vor dem Torpedo-Tor kam. So auch in der 32. Minute, als ein Otze-Stürmer aus 20 Metern einen Flachschuß auf das in der ersten Halbzeit von Henning gehütete Torpedo-Tor abfeuerte. Guido wollte Henning die Arbeit abnehmen und hielt seinen Fuß dazwischen. Damit beförderte er den Ball leider genau vor die Füße eines weiteren Otze-Spielers, der nun keine Mühe mehr hatte zum 2:1 zu verwandeln.

In der Halbzeitpause waren aber alle trotz des Rückstandes und der bis dahin gebotenen äußerst dürftigen Leistung hoffnungsfroh, das Spiel noch umdrehen zu können. In der Zwischenzeit war auch Christian eingetroffen, der in der zweite Halbzeit den Torpedo-Sturm bereichern sollte, und Markus C., der in der ersten Halbzeit ausnahmsweise als Feldspieler eingesetzt wurde, besetzte in der zweiten Halbzeit wieder seine angestammte Torwartposition.

Und es ging gleich ganz gut los in der zweiten Hälfte. Sinisa stand dem bis dahin gefährlichsten Offensivspieler von Otze ständig auf dem Fuß, so daß dieser spürbar die Lust am Fuballspielen verlor. Auch in der 49. Minute konnte Sinisa einen Ball erobern. Weil sein Gegenspieler lieber reklamierte als nachzusetzen, konnte Torpedo Eisen über rechts gefährlich nach vorne spielen. Schließlich setzte sich David auf der rechten Seite durch und flankte flach in die Mitte, wo Marc schon auf den Ball wartete und zum 2:2 verwandelte.

Sah es gerade so aus, als könnte Torpedo Eisen das Spiel vielleicht kippen, so begann nun stattdessen eines der düstersten Kapitel in der Geschichte von Torpedo Eisen. Die Abwehrspieler wurden immer hilfloser gegen die quirligen Otze-Stürmer, denen sie in zunehmendem Maße nur noch als Slalomstangen dienten, und das Mittelfeld tat auch nicht viel, um gegnerische Angriffe früh zu unterbinden. In der 57. Minuten segelte dann eine weite Flanke in den Strafraum von Torpedo Eisen, in dem neben mehreren Torpedo-Spielern nur noch der mit Abstand kleinste Spieler von Otze mach et stand. Da sich niemand für ihn zuständig fühlte, konnte er völlig unbedrängt per Kopf das 3:2 für Otze erzielen. Kurze Zeit später, in der 62. Minute, ließ ein Otze-Spieler an der rechten Außenlinie zunächst Marc alt aussehen und hatte danach auch keine Problem, Guido zu umkurven. Jetzt hatte er nur noch Markus vor sich und ließ ihm mit einem strammen Schuß keine Chance.

Völlig frustriert ließ sich nun innerhalb weniger Minuten die gesamte Torpedo-Abwehr auswechseln. An der drückenden Überlegenheit von Otze mach et änderte sich dadurch aber nichts. Und so kam Otze mach et in der 75. und der 82. Minute noch zu zwei weiteren Treffern gegen eine dilletierende Torpedo-Mannschaft.

Damit hat Torpedo Eisen die Saison auf einem eigentlich sehr guten vierten Platz beendet. Schade nur, daß im letzten Saisonspiel so eine peinliche Leistung gezeigt wurde. Otze mach et hat hingegen einen sehr starken Eindruck hinterlassen und ist in dieser Verfassung sicher zu den Favoriten für die nächste Saison zu zählen.

Tore: 0:1 (3.), 1:1 Guido (19.), 1:2 (32.), 2:2 Marc (49.), 2:3 (57.), 2:4 (62.), 2:5 (75.), 2:6 (82.)

Markus C., Henning, Guido, Kai, Marc, Thomas, Boris, Philip, Markus G., Christoph H., Sinisa, Lutz, Christian, David



Championsleague (K.O.-Runde, Vorrunde)

Torpedo Eisen - Schönheit und Ausdauer 1:2
Sonntag, 14. April, um 15 Uhr auf der Jahnwiese

Nach langer Pause konnte Torpedo Eisen zunächst an die Leistungen aus dem Vorjahr anknüpfen. Schönheit und Ausdauer war zwar der erwartet starke Gegner, aber das Spiel wurde von Torpedo Eisen kontrolliert. Schon nach drei Minuten vergab Markus frei vor dem gegnerischen Torwart die erste 100%-ige Chance. Sein Schlentzer war einfach zu lässig. Diese generelle Grundhaltung bei Torpedo Eisen sollte sich am Ende noch rächen. Doch zunächst ging es weiter mit Chancen für Torpedo Eisen. Geschickt wurde der Gegner aus der Abwehr gelockt und mit schnellen Gegenstößen Torchancen erspielt. Zunächst vergab noch Philip, aber nach einer guten halben Stunde sollte die Geduld belohnt werden. In unnachahmlicher Art nahm Christian einen langen Ball aus der Abwehr auf, sprintete über 40 Meter und ließ dem gegnerischen Torhüter keine Chance, 1:0!

Nach dem Führungstreffer änderte sich wenig. Schönheit und Ausdauer hatte keine Aussichten, gefährlich vor das Torpedo Tor zu kommen. Torpedo Eisen erspielte sich noch ein, zwei gute Torchancen, die aber nicht verwertet werden konnten. Zur Halbzeit war die Führung somit hoch verdient. Nach der Pause änderte sich zunächst wenig, aber Torpedo Eisen versäumte es, die durchaus vorhandenen Chancen zum Ausbau der Führung zu nutzen. Nach gut einer Stunde schlich sich dann der Schlendrian ins Spiel. Niemand bei Torpedo Eisen schien mehr daran zu glauben, daß Schönheit und Ausdauer noch ein Tor erzielen könnte. Doch erste, noch harmlose Fernschüsse deuteten an, daß sich Schönheit noch keineswegs aufgegeben hatte.

10 Minuten vor dem Ende der Partie geschah es dann. Aus einer an für sich völlig harmlosen Szene legte ein Torpedo Eisen Abwehrspieler den Ball einem Gegenspieler vor die Füße. Dieser war zwar überrascht, den Ball zu erhalten, bedankte sich aber unmittelbar mit einem satten Schuß zum 1:1. Torpedo Eisen wurde dadurch zwar wachgerüttelt, aber spielte den Ball in den Folgeminuten meist recht hektisch nach vorne. Trotzdem hätte noch einmal die Führung für Torpedo Eisen fallen können. Doch Philip und ein, zwei andere vergaben die sich bietenden Chancen. Kurz vor Schluß löste dann Torpedo Eisen die Abwehr auf. 3 Punkte oder keiner war nun das Motto. Leider sollte es keiner werden. In der 87. nutzte Schönheit und Ausdauer geschickt einen Konter und spielte den einzig verbliebenen Abwehrspieler aus und erhöhte zum 1:2 Endstand, angesichts des Spielverlaufs noch nichtmal ganz unverdient. Torpedo Eisen fehlte einfach der letzte Einsatz und der unbedingte Siegeswille.

Torpedo Eisen steht jetzt schon mit dem Rücken zur Wand. Will man noch das Achtelfinale erreichen, müssen jetzt die nächsten Spiele gewonnen werden. Andererseits ist die Gruppe auch so stark besetzt, daß sich vielleicht auch noch andere Teams gegenseitig die Punkte wegnehmen. In zwei Wochen wird sich zeigen, wie gut Torpedo Eisen auch mit Niederlagen umgehen kann.

Tore: 1:0 Christian (27.), 1:1 (80.), 1:2 (87.)

Beton Union - Torpedo Eisen 2:4 
Sonntag, 28. April, um 12 Uhr auf der Jahnwiese

Zu ungewohnter Zeit und bei strömenden Regen ging es für Torpedo Eisen nach der Niederlage gegen Schönheit und Ausdauer gegen die Beton Union schon um alles. Da Sascha nicht anwesend war, spielte erstmals Guido auf der Liberoposition und sollte seine Sache ausgezeichnet machen. Torpedo Eisen legte los wie die Feuerwehr und wurde schon beim ersten Angriff belohnt. Nach einer schnellen Überbrückung des Mittlfeldes ließ Christian auf der rechten Außenbahn den Gegnern keine Chance, flankte präzise auf den Kopf von David, der nur noch zum 1:0 einnicken mußte.

Angesichts der Führung wollte Torpedo Eisen nicht den Fehler der Begegnung gegen Schönheit und Ausdauer wiederholen, als man sich nach langer Führung einlullen ließ und der Gegner schließlich das Spiel gewann. Doch Absichten sind das eine, die Umsetzung das andere. Die Beton Union hielt gegen und erkämpfte sich mit Fernschüssen eigene Torchancen. Spätestens nach einer knappen halben Stunde zeigte sich, daß diese Taktik nicht verkehrt war. Auf dem nassen und schlüpfrigen Boden geraten auch ansonsten harmlose Bälle zu gefährlichen Torschüssen. So auch in der 28. Minute als ein Stürmer der Beton Union aus 18 Metern unbedrängt abziehen konnte und der Ball sich unhaltbar zum nicht unverdienten Ausgleich in Netz senkte.

Torpedo Eisen war zum Glück nicht gschockt und spielte weiter nach vorne, wo München Import Christoph seine ganz starke Viertelstunde haben sollte. Sein erster Distanzschuß senkte sich zwar über den Torwart, allerdings auch knapp über das Tor. Wie es besser geht, zeigte er zwei Minuten später. Von der 16-Meterlinie lupfte er den Ball über den zu weit vorne stehenden Keeper zur erneuten Führung ins Tor. Und wiederum zwei Minuten später hätte er fast zum 3:1 erhöht, traf allerdings nur den Pfosten.

Das 3:1 sollte erst nach der Halbzeit fallen. Christian rutschte vor dem gegnerischen Torwart in einen langen Paß von Philip und berührte den Ball leicht. Der nebenstehende Abwehrspieler brachte seinen Fuß an den Ball und schoß ihn ins eigene Netz. Leider dachte Torpedo Eisen nun schon wieder, das Spiel sei gelaufen. Dem war natürlich nicht so. Optisch blieb Torpedo zwar die spielbestimmende Mannschaft und David hätte nach einem schönen Solo wirklich alles klar machen können, doch Beton Union konterte clever und gefährlich. Nach gut 70. Minuten stimmte die Zuordnung in Torpedos Abwehr nicht und schon standen zwei Beton Spieler im Torpedo Strafraum sträflich frei. Zu allem Übel wurden sie auch noch angespielt und einer von beiden konnte zum erneuten Anschlußtreffer einschieben.

Torpedo Eisen brauchte drei Punkte und wollte drei Punkte, so daß nun ein Sturmlauf auf das Beton Union Tor einsetzte. Nach toller Vorarbeit von Thomas und Kai wurde Philip angespielt, der daraufhin frei auf den Beton Torwart zulaufen konnte und zum 4:2 einschob. David und Markus, der zwischenzeitlich zusammen mit einem Beton Union Spieler eine 10-Minutenstrafe verbüßen durfte, hätten danach das Ergebnis noch erhöhen können. Doch dies wäre dem Guten sicherlich zuviel gewesen. Im nächsten Spiel gegen die Meßdiener muß Torpedo Eisen ebenfalls gewinnen, will man die minimal verblieben Chacen auf den Einzug in das Viertelfinale noch wahren.

Tore: 1:0 David (5.), 1:1 (28.), 2:1 Christoph M. (37.), 3:1 Eigentor (55.), 3:2 (70.), 4:2 Philip (76.)

Gespielt haben: Markus C., Marc, Guido, Kai, Elmar, Lutz, Thomas, Jörg, Markus G., Christoph H., David, Philip, Christoph M., Christian

Torpedo Eisen - Messdiener 2:1
Sonntag, 12. Mai, um 15.00 Uhr auf der Jahnwiese

Kann die Taktik ein Spiel entscheiden? Mit einem Quentchen Glück ja. Kommt noch eine starke kämpferische und spielerische Leistung hinzu, dann können auch vermeidlich übermächtige Gegner bezwungen werden. Alle diese Zutaten waren an diesem Sonntag bei Torpedo Eisen nach langer, langer Zeit mal wieder angerührt. Torpedo mußte unbedingt gewinnen, um noch Aussichten auf den Einzug ins Viertelfinale zu haben. Die Meßdiener wollten allerdings auch gewinnen, so daß sich über 90 Minuten eine sehr sehenswerte Partie entwickeln sollte

Den besseren Start erwischte eindeutig Torpedo Eisen. Agressiv wurde der Gegner attackiert und die meisten Zweikämpfe für Torpedo Eisen entschieden. In der von Guido glänzend dirigierten Abwehr ließen Marc und Kai nichts anbrennen. Auch das Mittelfeld um Christoph H., Markus, Sinisa, Jörg und Elmar arbeitete mit einem enormen Laufpensum sowohl nach hinten als auch nach vorne. Die Offensivabteilung um Spielmacher Philip sowie die Spitzen Christian und David wurde so ein ums andere mal gut in Szene gesetzt. Erste Schüsse von David und Christian waren jedoch noch zu harmlos oder strichen am Tor vorbei. Auf der Gegenseite schienen die Meßdiener in der ersten halben Stunde wenig entgegenzusetzen zu haben, kamen sie doch zu keiner einzigen Torchance, auch keinem Weitschuß. Für den außenstehenden Beobachter erschien es nur eine Frage der Zeit, bis Torpedo Eisen in Führung gehen sollte.

Doch nach genau einer halben Stunde zeigten die Meßdiener urplötzlich, warum sie in der Vorrunde ihre Gruppe dominiert hatten und nun ein ganz heißer Anwärter auf das Viertelfinale sind. Im Mittelfeld lief nun der Ball und die schnellen, ständig kreuzenden Stürmer spielten die Torpedo Abwehr ein umss andere mal fast schwindelig. Mit diesem Elan kamen dann auch die Torchancen. Insbesondere Schüsse von der 16-Meterlinie waren brandgefährlich. Doch nun konnte Markus zeigen, warum er die unangefochtene Nummer 1 im Tor von Torpedo Eisen ist. Auf dem tückischen Boden konnte er auch quasi unberechenbare Aufsetzer sicher fangen und fischte alles andere gekonnt aus der Luft. In der 40. Minute war allerdings auch Markus schon geschlagen. Ein wunderschöner Volleyschuß aus fast 20 Metern prallte zum Glück für Torpedo Eisen allerdings auf die Latte.

In der Halbzeit fing sich Torpedo Eisen wieder und konnte das Zepter nach dem Wiederanpfiff zurückgewinnen. Mit enormen läuferischen Aufwand wurden die Bälle schnell erkämpft und auch das Spiel nach vorne wurde immer besser. Ein Tor lag nun in der Luft. Hatte David schon zwei gute Chancen vergeben, so machte er es beim dritten Mal hundertprozentig richtig. Nach einem Einwurf ließ er zwei, drei Gegner wie Fahnenstangen stehen, legte sich den Ball auf den starken rechten Fuß und zog aus 18 Metern für den Torhüter der Meßdiener unhaltbar ins linke Eck ab, 1:0 nach einer Stunde! Zu diesem Zeitpunkt war Torpedo Eisen wieder zurück im Rennen um den Einzug in das Viertelfinale. Torpedo ließ nun nicht wie so oft in der Vergangenheit nach, sondern wollte den zweiten Treffer. Jörg kämpfte im Mittelfeld als ob er gerade erst 20 geworden wäre und Guido pflückte ausnahmelos alle hohen und weiten Bälle der Meßdiener sicher aus der Luft. Über Philip und Christian liefen immer wieder gefährliche Konter, die die nun viel zu weit aufgerückten Meßdiener immer wieder ermöglichten. Doch ein zweites Tor wollte Torpedo Eisen nicht gelingen.

Die Meßdiener ließen ebenfalls nicht locker und drängten auf den Ausgleich. Doch wie schon in der ersten Halbzeit machte Markus in seinem bisher besten Spiel für Torpedo Eisen alle Chancen zunichte. Doch in der 72. Minute sollte das Spiel noch spannender werden. Guido konnte einen Angriff der Meßdiener auf der linken Abwehrseite abfangen. Anstatt den Ball wegzuschlagen, spielte er den Ball auf Marc, der den Ball wegschlagen oder auf den freistehenden Elmar weiterleiten konnte. Marc entschied sich fürs wegschlagen, erwischte den Ball aber nicht voll, so daß ein gegnerischer Spieler ihn in gefährlicher Position am 16 Meterraum aufnehmen konte. Dieser fackelte nicht lange und zog hart ab. Guido schmieß sich mit letzter Kraft in den Ball und konnte ihn tatsächlich noch stoppen, allerding mit der Hand. Schiedsrichter Rudolf entschied sofort und korrekt auf Elfmeter für die Meßdiener. Die Meßdiener hatten noch die Nerven und verwandelten sicher zum nicht unverdienten Ausgleich. Torpedo Eisen war nun so gut wie wieder draußen aus dem Viertelfinale.

Diesmal sollte Torpedo Eisen jedoch nicht das Schicksal des Spieles gegen Schönheit und Ausdauer ereilen. Alle Beteiligten liefen nun auf dem Zahnfleisch und trieben den Ball Richtung Meßdienertor. Allen voran David. Nach 80 Minuten erkämpfte er sich zum wiederholten Male den Ball im Mittelfeld und setzte sich auf der linken Seite durch. Dort hatte er dann im Strafraum noch den Überblick, auf den völlig frei stehenden Markus zu passen. Markus brachte dann jedoch das Kunststück fertig, den Ball aus wenigen Metern nicht über die Linie zu schieben. Normalerweise rächt es sich in einem Spiel, 100%-ige Chancen auszulassen. Doch nicht diesmal. Nach einem direkten Freistoß der Meßdiener konnte Markus seinen Faupax wieder wettmachen und per Kopf auf der Linie für den schon geschlagenen Torhüter klären.

Geduld und Beharrlichkeit zahlen sich im Leben häufig aus. So sollte es auch diesmal sein. Torpedo glaubte an sich und hatte am Schluß noch mal etwas zuzusetzen. Kurz vor Schluß kam David an den Ball, spielte in seiner unnachahmlichen Art gleich vier Gegner aus, paßte im Strafraum quer auf Christian der hart und platziert zum 2:1 einschießen konnte. Torpedo Eisen mußte nun "nur noch" das Ergebnis über die Zeit bringen. Doch das sollte mit dieser Einstellung geradezu spielerisch gelingen. Besonders hervorzuheben war diesmal die in allen Belangen geschlossene Mannschaftsleistung und der große kämpferische Wille. Auch wenn Tore die Spiele entscheiden, so wurde das Spiel diesmal sicherlich auch in der bombenfesten Abwehr und einem fast bis zum Umfallen kämpfenden Mittelfeld gewonnen.

Sollte Torpedo Eisen die heute gezeigte Leistung gegen Independiente wiederholen können, steht die Tür zum Viertelfinale wieder ganz weit offen. Torpedo Eisen kann es jetzt wieder aus eigener Kraft schaffen.

Tore: 1:0 David (60.), 1:1 Handelfmeter(72.), 2:1 Christian (86.)

Gespielt haben: Markus C., Marc, Guido, Kai, Elmar, Sinisa, Jörg, Markus G., Christoph H., David, Philip, Christian

Torpedo Eisen - Independiente 2:1
Sonntag, 26. Mai, um 15 Uhr am Salzburger Weg

Da auf der Jahnwiese eine Großveranstaltung stattfand, mußte das Spiel auf der ungeliebten Asche am Salzburger Weg ausgetragen werden. Auf dem steinharten Platz war Independiente in der Anfangsphase die optisch überlegene Mannschaft. Große Chancen konnte aber zunächst keines der beiden Teams herausspielen.

In der 15. Minute war die Torpedo-Abwehr dann aber bei einem gegnerischen Steilpaß etwas zu weit aufgerückt, so daß ein Stürmer von Independiente sechzehn Meter vor dem Tor gefährlich zum Schuß kam. Mit einer Glanzparade konnte Keeper Markus den Ball jedoch noch gegen den Pfosten lenken.

Nach dieser Szene kam es dann aber auch zu den ersten zaghaften Angriffsversuchen von Torpedo Eisen. In der 25. Minute war es dann soweit: David bekam kurz vor dem Strafraum den Ball, legte ihn auf seinen linken Fuß und schoß unhaltbar in die rechte Torecke. Einige Minuten später wäre dann beinahe sogar das 2:0 gefallen, aber Thomas traf leider nur den Pfosten.

Unverständlicherweise schlichen sich jetzt wieder Unkonzentriertheiten in das Spiel von Torpedo Eisen. Mehrfach nutzte Independiente Lücken im linken Mittelfeld aus, um gefährlich vor das Torpedo-Tor zu kommen. Zweimal konnte sich Torpedo Eisen bei den Spielern von Independiente dafür bedanken, daß sie aus geringer Entfernung das Tor nicht trafen. Mit einer etwas schmeichelhaften 1:0-Führung ging Torpedo Eisen dann in die Halbzeit.

Nach der Pause stimmte die Zuordnung wieder und die Angriffe von Independiente konnten frühzeitig unterbunden werden. Die Offensivabteilung sorgte dann in der 65. Minute für Aufsehen. Nach einem Paß von David, drehte sich Christian mit dem Ball um seinen Gegenspieler und hatte freie Bahn auf das Tor, zumal der Torwart von Independiente unverständlicherweise weit außerhalb seines Strafraums stand und Christian wohl nicht mehr hätte aufhalten können. Dies tat stattdessen der ausgespielte Abwehrspieler, indem er Christian am Trikot festhielt. Für diese klare Notbremse gab es völlig zu Recht die rote Karte.

Für Torpedo Eisen wäre ein Tor besser gewesen als die rote Karte. Nach dem Platzverweis änderte sich nämlich an den Spielanteilen nicht viel und in der 79. Minute kam es dann sogar ganz schlimm. Nach einem Freistoß von Independiente stimmte die Deckungsarbeit bei Torpedo Eisen nicht und ein gegnerischer Stürmer kam am Fünfmeterraum unbehindert zum Kopfball und versenkte den Ball zum 1:1-Ausgleich ins Netz.

Die Qualifikation für das Viertelfinale schien jetzt wieder in großer Ferne zu sein. Doch Torpedo Eisen sollte diesmal das glücklichere Ende für sich behalten. In der 86. Minute flankte David von der rechten Seite in den Strafraum, wo Gregor den Ball stoppte und mit dem rechten Außenrist am Torwart vorbei zum 2:1-Siegtreffer für Torpedo Eisen einschob.

Damit hat Torpedo Eisen zum ersten Mal gegen seinen Angstgegner Independiente gewonnen und sich alle Chancen für den Einzug in das Viertelfinale gewahrt.

Tore: 1:0 David (25.), 1:1 (79.), 2:1 Gregor (86.)

Gespielt haben: Markus C., Marc, Guido, Kai, Lutz, Philip, Sinisa, Jörg, Markus G., Gregor, Thomas, David, Christian

Torpedo Eisen - Graskloppers 3:3
Samstag, 8. Juni, um 11 Uhr auf der Jahnwiese

Bei sonnigem Wetter fand das letzte und entscheidende Spiel der Zwischenrunde zwischen Torpedo Eisen und den Graskloppers statt, ein Spiel, das allmählich in der Reihe der Bunte-Liga-Klassiker seinen Platz findet. Die Ausgangssituation für Torpedo Eisen war klar: Mindestens ein Punkt musste her, um sicher das Viertelfinale zu erreichen. Dank gebührt Ralf, der für Torpedo Eisen im Tor stand, da unser Stammtorhüter leider nicht anwesend sein konnte. Auch Björn, der gefürchtete Torpedo-Stürmer, der in Brasilien seine Fußballkenntnisse vertieft hatte, war gekommen, um das begehrte grünweiße Trikot zu tragen.

Nach den ersten Minuten, in denen beide Mannschaften sich abtasteten, ergaben sich die ersten Torchancen. In der 11. Minute wurde Tommy von Kai angespielt, setzte sich auf der rechten Seite gegen seinen Bewacher durch, ließ mit seiner Schnelligkeit einen zweiten Verteidiger stehen und mit Übersicht spielte er den Ball auf den freistehenden Sinisa, der aus fünf Metern einen harmlosen Schuss in die Arme des gegnerischen Torwarts abgab. Man muss Sinisa zugute halten, dass er trotz des parallel laufenden WM-Krimis zwischen Italien und Kroatien für Torpedo Eisen auf dem Platz stand. Fünf Minuten später ergab sich die nächste Gelegenheit für Torpedo Eisen. Einen Ball, der von Phillip in den 16-Meter-Raum hineingezirkelt wurde, beförderte David mit dem Hinterkopf gegen die Latte.

Der Spruch „wenn man seine Chancen nicht nutzt, wird man bestraft“ sollte sich kurzfristig bewahrheiten. In der 23. Minute holten die Graskloppers einen Eckball heraus. Dieser wurde direkt auf Markus B., einem der beiden Stürmer der Graskloppers, getreten, der den Ball mit der Picke erwischte, und dieser wurde vom Torwart abgewehrt, prallte dann unglücklich von einem Abwehrspieler vor die Füße des anderen Stürmers, Andreas F., der keine Mühe hatte, aus 2 Metern ins leere Tor einzunetzen. Nach dem Tor wurden die Graskloppers stärker. Sie gewannen mehr Zweikämpfe und setzten ihre schnellen Flügelspieler ein. In der 29. Minute wurde ein scharfer Pass in den Sechzener gespielt. Guido wollte verhindern, dass der Pass sein Ziel erreicht, und traf den Ball mit dem linken Schienbein unglücklich, so dass dieser unhaltbar für Ralf ins eigene Tor abgefälscht wurde.

2:0 für die Graskloppers. Torpedo Eisen resignierte nicht, im Gegenteil: Die Mannschaft spielte nun alles oder nichts. In der 33. Minute nahm der rechte Flügelflitzer von Torpedo, Markus, einem Graskloppers-Spieler den Ball ab und spielte den aufgerückten Thomas den Ball in den Lauf. Dieser versuchte den berühmten Außenrist-Ball um den Torwart in den Winkel, doch er erwischte den Ball nicht mit drei, sondern mit vier Zehen, und die Kugel flog knapp am Tor vorbei. 35. Minute – Eckball für Torpedo Eisen. Philip flankte auf den zweiten Pfosten, David sprang zum Kopfball hoch, doch der Ball prallte von seinem Rücken auf Jörg, der goldrichtig stand und mit dem linken Fuß zum 2:1 mühelos einlochte. In der 42. Minute wurde ein schwacher Abschlag des Kloppers-Keepers von Thomas antizipiert. Mit glänzender Übersicht und feiner Technik nahm er den Ball mit dem linken Fuß Volley und spielte einen Zuckerpass in den Lauf von Björn, der mit der Picke am herauseilenden Torwart aus 15 Metern zum psychologisch wichtigen 2:2 vor der Pause verwandelte.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit zeigten beide Mannschaften, warum sie letztes Jahr im Finale der Bunten Liga standen. Das Niveau der Partie steigerte sich. Der Ball lief bei beiden Mannschaften im Mittelfeld besser, und die Zweikämpfe wurden angenommen. Die beinharten Verteidiger von Torpedo Eisen, Mark und Kai, waren für die Bewachung der gefürchteten und torgefährlichen Graskloppers-Stürmer zuständig, eine Aufgabe, die sie überzeugend meisterten, denn die Stürmer kamen zwar oft an den Ball und kombinierten untereinander, glasklare Torchancen waren allerdings Mangelware. In Standardsituationen zeigte sich allerdings die Stärke des amtierenden Bunte Liga – Meisters. In der 55. Minute traf ein Mittelfeldspieler der Graskloppers nach einem Eckball mit einem Vollspannschuss nur die Latte.

In der 60. Minute erkämpfte sich Christian den Ball. In seiner unnachahmlichen Art ließ er zwei Gegenspieler stehen. Als der dritte Verteidiger ihm stellte, schlug er einen Haken mit Rechts und schoss mit dem linken Fuß genau in die Arme des Torwarts. Dann kam die 61. Minute. Erneut gab es einen Eckball für die Graskloppers. Der Ball wurde scharf in den Strafraum gespielt und konnte von der Torpedo-Abwehr nicht geklärt werden, so dass ein Spieler der Graskloppers das Gewusel nutzte und aus 5 Metern zum 3:2 unhaltbar verwandelte.

Torpedo Eisen war von dieser erneuten Rücklage nicht geschockt und stemmte sich mit aller Kraft gegen die drohende Niederlage. In der 68. Minute schickte David Gregor mit einem Steilpass, und dieser schoss aus 13 Metern aufs Tor, doch der Ball konnte vom Torwart pariert werden.

In der 72. Minute sollte die Mühe von Torpedo-Eisen belohnt werden. Sinisa spielte auf Philip, der auf den linken Flügel gestartet war. Er nahm den Ball an, hob im Stil eines Großen den Kopf und flankte auf David, der aus sieben Metern den Ball aus der Luft mit Links pflückte und nicht hart, aber platziert halbhoch auf den ersten Pfosten unhaltbar zog. Eine schöne Kombination war belohnt worden.

In der Schlussphase hatten die Graskloppers wieder eine Chance aus einem Eckball heraus, die aber vom gut haltenden Ralf zunichte gemacht wurde. In der 88. Minute hätte Christian sogar den Sieg für Torpedo perfekt machen können. Er startete von der Mittellinie, verlor den Ball, erkämpfte ihn sich wieder und lief mit Ball schneller als seine beiden Bewacher, doch leider legte er sich den Ball einen Tick zu weit vor, so dass der Torwart vor ihm am Ball war und diese Chance vereitelte.

Es blieb beim 3:3. Angesichts des Chancenverhältnisses wäre heute aber auch ein Sieg für Torpedo Eisen nicht unverdient gewesen. Mit diesem Resultat haben sich beide Teams in der Todesgruppe B den Einzug ins Viertelfinale gesichert.

Tore: 0:1 (23.), 0:2 Guido (Eigentor, 29.), 1:2 Jörg (35.), 2:2 Björn (42.), 2:3 (61.), 3:3 David (72.)

Gespielt haben: Ralf, Marc, Guido, Kai, Sinisa, Philip, Jörg, Markus G., Gregor, Thomas, David, Christian, Björn



Vorrunde (K.O.-Runde, Championsleague)

Torpedo Eisen - Bertis Rache 2:0
Sonntag, 20.8.01, um 15.00 Uhr auf der Jahnwiese

Am heißesten Tag des Jahres fand das erste Vorrundenspiel von Torpedo Eisen statt. Beide Mannschaften litten von Anfang an merklich unter den hohen Temperaturen. Insgesamt kam Torpedo Eisen aber besser mit den Bedingungen zurecht und erspielte sich bald eine deutliche optische Überlegenheit, während sich Bertis Rache in erster Linie auf die Verteidigung konzentrierte. Klare Chancen konnte sich Torpedo Eisen gegen die kompakte Abwehr von Bertis Rache aber zunächst nicht erspielen

In der 22. Minute setzte sich dann aber Björn auf der linken Seite gegen mehrere Abwehrspieler durch, paßte in die Mitte auf Marc, der den Ball wiederum auf Christian weiterleitete. Dieser vollendete dann mit einem schönen Schuß aus der Drehung zum 1:0 für Torpedo Eisen.

In der Folgezeit tat sich Torpedo Eisen zwar weiterhin schwer gegen die massive Abwehr von Bertis Rache, allerdings hatte man nie das Gefühl, daß die Führung in Gefahr geraten könnte. So blieb es dann bis zur Halbzeit auch beim 1:0.

In der zweiten Halbzeit ging es da weiter, wo die erste Halbzeit aufgehört hatte. Torpedo Eisen war weiterhin die klar dominierende Mannschaft, blieb jedoch immer wieder in der vielbeinigen Abwehr von Bertis Rache stecken, so daß das erlösende 2:0 zunächst einfach nicht fallen wollte. Bei zwei langen Pässen von Bertis Rache, wurde es dann auch vor dem Tor von Torpedo Eisen etwas brenzlig. Aber Torhüter Ralf, der für den abwesenden Markus eingesprungen war, lief jeweils rechtzeitig aus seinem Tor heraus und war früher am Ball als die gegnerischen Stürmer.

In der 76. Minute war es dann endlich so weit. In einem der vielen Angriffe von Torpedo Eisen, kam Christoph H. in aussichtsreicher Position zum Schuß und nutzte die Chance zum 2:0. Das Spiel war jetzt entschieden. Angesichts der großen Hitze tat sich bis zum Schlußpfiff nicht mehr sehr viel auf dem Spielfeld und es blieb beim 2:0.

Tore: 1:0 Christian (22.), 2:0 Christoph H. (76.)

Torpedo Eisen - Boca Feez Seniors 1:3
Sonntag, 16.9.01, um 15.00 Uhr auf der Jahnwiese

Letzte Saison gewann Torpedo Eisen in der Championsleague gegen Boca Feez Seniors noch klar mit 5:1. Angesichts dieser Tatsache rechnete ein Großteil der Spieler von Torpedo Eisen anscheinend mit einem leichten Spiel und ließ in der Anfangsphase jeden kämpferischen Einsatz vermissen. Zweikämpfe wurden immer wieder verloren. Hatte man mal den Ball so wurde er planlos nach vorne geschlagen oder bei mißlungenen Kurzpässen dem Gegner in den Fuß gespielt.

So war es kein Wunder, daß Boca Feez Seniors immer wieder gefährlich in die Nähe des Torpedo-Tores gelangte. Verfehlten die ersten Schüsse und Kopfbälle von Boca Feez Seniors noch ihr Ziel, so gabe es in der 27. Minute dann die verdiente Quittung für die lasche Einstellung von Torpedo Eisen. Nachdem die Torpedo-Abwehr einen Spieler von Boca Feez Senior nur per Foul stoppen konnte, gab es 20 Meter vor dem Tor einen Freistoß. Diesen platzierte der Schütze genau ins rechte Toreck und es stand 1:0 für Boca Feez Seniors.

Wer gedacht hatte, daß jetzt ein Ruck durch die Mannschaft von Torpedo Eisen gehen würde, sah sich getäuscht. Bis auf einige Fernschüsse kam auch im Rest der ersten Halbzeit nicht viel auf das Tor von Boca Feez Seniors. Nach einem schweren Foul an David (trotz Schienbeinschonern, waren deutliche Spuren an seinem Schienbein zu sehen) sah zwar ein Spieler von Boca Feez Seniors die rote Karte, aber Torpedo Eisen kam nunächst trotzdem nicht besser ins Spiel.

In der zweiten Halbzeit war dann endlich so etwas wie ein Aufbäumen bei Torpedo Eisen zu sehen. Zusehends wurde die Abwehr von Boca Feez Seniors unter Druck gesetzt. Allerdings wurden die Bälle weiterhin sehr oft planlos hoch in den Strafraum geschlagen, und da das Kopfballspiel bekanntlich nicht die Stärke von Torpedo Eisen ist, waren die meisten Bälle leichte Beute für die Abwehr.

In der 59. Minute kam es dann noch schlimmer für Torpedo Eisen. Bei einem an sich viel zu langen Paß von Boca Feez trat Torhüter Markus über den Ball und ein Stürmer konnte mühelos zum 2:0 einschieben. Torpedo Eisen warf jetzt alles nach vorne und erkämpfte sich jetzt auch einige gute Chancen. Dazu kam eine riesige Anzahl an Fernschüssen, die aber alle das Tor verfehlten oder vom Torwart leicht abgefangen werden konnten. Der Anschlußtreffer lag nun aber in der Luft. Man hatte den Eindruck, daß Boca Feez die Verteidigung mit nur zehn Spielern immer schwerer fiel. Allerdings eröffnete das offensive Spiel von Torpedo Eisen dem Gegner Konterchancen. Eine davon führte dann in der 74. Minute zum 3:0. Dies war der endgültige Knock-Out für Torpedo Eisen. Zwar gelang Christian in der 79. Minute noch das 1:3, aber insgesamt stellte sich Torpedo Eisen zu ungeschickt an, um in den letzen Minuten dem Gegner noch gefährlich werden zu können

In zwei Wochen wird sich zeigen, ob Torpedo Eisen in der Lage ist, diese Niederlage zu verdauen. Um sich für die Championsleague zu qualifizieren, ist jedenfalls eine erhebliche Leistungssteigerung nötig.

Tore: 0:1 (27.), 0:2 (59.), 0:3 (74.), 1:3 Christian (79.)

Torpedo Eisen - Juventus Urin 2:2
Sonntag, 30.9.01, um 15.00 Uhr auf der Jahnwiese

Torpedo Eisen ist nach der zweiten Vizemeisterschaft in Folge automatisch Favorit in allen Spielen und trägt weiterhin schwer an dieser Last. Zum einen sind die Gegner hoch motiviert, zum anderen kämpfen sie bis zum Umfallen vor dem eigenen Tor. Mit dieser Einstellung ging auch Juventus Urin ins Spiel. Dennoch erspielte sich Torpedo Eisen diesmal von Anfang an eine klare Überlegenheit, konnte aber noch keine wirklich zwingenden Torschüsse für sich verbuchen. Nach 12 Minuten kam dann das erstemal eine Art Angriff von Juventus Urin zustande. Die Flanke von der linken Außenseite wäre allerdings ins Leere gelaufen, wenn, ja wenn nicht der von seinem Fußbruch genesene Jörg, der ansonsten eine starke Leistung erbrachte, unglücklich mit der Brust dazwischengekommen wäre und den Ball in das eigene Netz gelenkt hätte.

Nach dem Rückstand verblasste das Spiel von Torpedo Eisen ein wenig und Juventus Urin gewann deutlich Spielanteile hinzu. Die klareren Chancen hatte jedoch weiterhin Torpedo Eisen. Doch der gut aufgelegte Neuzugang Gregor, Marc, Philip, Elmar und andere verfehlten aus aussichtsreichen Positionen oder scheiterten am guten gegnerischen Torhüter. Wie es besser geht, zeigte dann Juventus Urin. Zwei Abwehrspieler von Torpedo Eisen konnten sich nicht einigen, wer den Ball nehmen sollte, was vom Juventus Stürmer eiskalt ausgenutzt wurde. Er konnte so den eigentlich unerreichbaren Ball erlaufen und frei zum Torschuß zum 0:2 kommen. Torpedo Eisen war zwar geschockt, aber noch nicht K.O.

Nach der Halbzeit hatte sich Torpedo Eisen wieder gefangen und das Spiel sollte jetzt auch deutlich besser werden. Juventus Urin wurde in der eigenen Hälfte eingeschnürrt und es rollte Angriff um Angriff, doch Guido, Marc, Lutz und andere scheiterten knapp. Fast sah es schon so aus als ob Torpedo Eisen wieder als Verlierer vom Platz gehen sollte. Doch zuerst verlor Jubentus Urin nach wiederholtem Foulsspiel seinen elften Mann und dann konnte Axel das Trauerspiel nicht mehr mit ansehen. Aus 35 Metern zog er den Ball ab, der über den in dieser Situation schlecht postierten Torhüter zum lange verdienten Anschlußtreffer ins Netz segelte. Jetzt war Torpedo Eisen gar nicht mehr zu halten. Plötzlich klappten auch Spielaufbau und Kombinationsspiel wieder wie in alten Zeiten und der Ausgleich lag in der Luft. Nach einer schönen Kombination über Christian und Philip landete der Ball schließlich bei Lutz, der schon wie in so vielen Spielen zuvor mit einem plaziertem Schuß von der 16-Meterlinie unhaltbar zum 2:2 vollendete.

Jubentus Urin hatte nun nichts mehr entgegenzusetzen. Torpedo Eisen war drauf und drann, das Spiel noch komplett zu drehen. Doch Schiedsrichter Rudolf hatte ein Einsehen und pfiff pünktlich nach 90 Minuten ab. Obwohl Torpedo Eisen wieder Punkte abgegeben hatte, gab es einige Lichtblicke, die für die nächsten Spiele Mut machen. Neuzugang Gregor schlug voll ein und in der zweiten Halbzeit schien Torpedo Eisen auch das Rezept gefunden zu haben, wie man defensiv eingestellte und kämpferisch stark aggierende Teams aushebeln kann. Wenn diese Einstellung auch in das nächste Spiel gegen Inter Leckt mit hineingetragen werden kann, hat Torpedo Eisen noch alle Chancen, sich auch wieder für die Championsleague zu qualifizieren.

Tore: 0:1 Jörg (Eigentor 12.), 0:2 (38.), 1:2 Axel (71.), 2:2 Lutz (82.)

Torpedo Eisen - Inter Leckt 3:1
Sonntag, 14.10.01, um 15.00 Uhr auf der Jahnwiese

23 Grad und Sonnenschein bildeten in Köln-Müngersdorf den perfekten Rahmen für ein schönes Fußballspiel. Torpedo Eisen hatte vor dem Start noch einige spontane Umbesetzungen vorzunehmen, da der für den verreisten Markus engagierte Torhüter nicht erschien. Markus II opferte sich daraufhin und stand erstmals in seinem Leben im Tor. Über 90 Minuten blieb er jedoch ohne Fehl und Tadel und zeigte eine starke Leistung.

Eine starke Leistung zeigte zur Überraschung der heute zahlreich erschienenen Zuschauer auch der Rest von Torpedo Eisen, und das von Anfang an! Der Gegner wurde schnell und agressiv angegangen, Ballverluste provoziert und das eigene Spiel schön ruhig und mit Übersicht aufgebaut. Sogar das Flügelspiel klappte wieder hervorragend. So war es nicht verwunderlich, daß Torpedo Eisen sich in der ersten Halbzeit ein Reihe von Chancen erspielte. Obwohl zahlreich und schön über die Flügel vorgetragen, waren sie allerdings noch nicht so zwingend, daß unbedingt ein Tor hätte fallen müssen. Inter Leckt gelang es in der gesamten ersten Halbzeit nur bei zwei Ecken, für Gefahr vor dem Torpedo-Tor zu sorgen. An sonsten stand die Torpedo Abwehr um Sascha, Kai, Guido und Philip sicher und ließ nichts anbrennen.

War die erste Halbzeit zwar noch arm an echten Höhenpunkten gewesen, so zeigte sie den Torpedo Spielern doch eins, sie hatten das Fußballspielen doch noch nicht verlernt und fingen nun wieder an, an sich zu glauben. In der zweiten Halbzeit kam dann Torpedo Eisen immer häufiger brandgefährlich vor das gegnerische Tor. Inter Leckt konnte sich aber für das "goßzügige" Auslassen von einem halben Dutzend todsicherer Chancen bedanken. Hätte es am Ende 6:1 oder 7:1 gestanden, hätte dies den Spielverlauf auch noch korrekt widergegeben. Das Anrennen von Torpedo Eisen wurde schließlich in der 58. Minute belohnt. Nach einer scharfen Ecke von Elmar reagierte David am schnellsten und verwandelte aus kurzer Distanz sicher zum hochverdienten 1:0. Nur wenig später gab es eine schöne Kombination auf dem linken Flügel. Philip setzte Elmar in Szene, der den Ball auf Höhe des 16 Meterraumes quer auf den freigelaufenen Gregor spielte, der danach mit einem strammen Schuß zum 2:0 verwandelte.

Danach sah es so aus, als ob bei Inter Leckt alle Dämme brechen sollten. Sinisa, David, Christian, Philip, Jörg und andere erspielten sich immer wieder hochkarätige Torchancen, doch der Ball wollte einfach nicht die Linie überqueren. Wer nicht trifft, der wird bestraft. So auch in diesem Spiel. Gut 20 Minuten vor Schluß sollte Inter Leckt zu seiner einzigen Torchance in der zweiten Halbzeit kommen. Nach einem langen Paß nahm der Inter Stürmer den Ball geschickt auf, konnte sich gegen zwei Abwehrspieler durchsetzen und erzielte den Anschlußtreffer zum 1:2. Doch auch nach diesem Tor dominierte Torpedo Eisen weiter das Spiel. Jörg und Christian hätten schon kurz nach dem Gegentor alles klar machen können, doch dies sollte dem wiedererstarkten David vorbehalten bleiben. 30 Meter vor dem Tor erkämpgte er sich einen zu kurzen Paß der Inter-Abwehr, ließ zwei Gegenspieler aussteigen, verlud den Torwart und stellte das 3:1 Endergebnis her. Kurz darauf hätte David noch fast auf 4:1 erhöht, doch sein guter Schuß strich knapp einem Meter am leeren Tor vorbei.

Am Ende gab es dann noch eine unschöne Szene. Ein Spieler von Inter Leckt schmiß völlig gefrustet und unmotiviert den Ball Elmar mit voller Wucht aus zwei Metern ins Gesicht. Dafür gab es dann völlig verdient die rote Karte. Torpedo Eisen konnte heute erstmals nach dem Meisterschaftshalbfinale wieder in allen Belangen überzeugen. Mannschaftlich geschlossen, spielerisch und kämpferisch auf der Höhe kann so wieder mit jedem Gegner mitgehalten werden. Schon nächste Woche im Pokal wird sich zeigen, ob dies tatsächlich die Wende zu Besserem war.

Tore: 1:0 David (58.), 2:0 Gregor (64.), 2:1 (72.), 3:1 David (80.) - Rote Karte: Inter Leckt (82.)

Torpedo Eisen - Zapzarap 6:1 
Sonntag, 4.11.01, um 15.00 Uhr auf der Jahnwiese

Um sicher in die Championsleague zu kommen, mußte Torpedo Eisen heute punkten. Bei herrlichem Herbstwetter hatte Torpedo Eisen erstmalig wieder 14 Spieler an Bord und konnte (fast) aus dem Vollen schöpfen.

Torpedo Eisen begann von Anfang an mit druckvollem Offensivfußball. Der Gegner wurde früh attackiert und der Ball mit sehenswertem Kombinationsspiel nach vorne getragen. In der ersten Viertelstunde sollte Torpedo Eisen aber lediglich erste Warnschüsse aus 16 bis Metern zustande bringen. Zapzarap, die sich auch noch für die Championsleague qualifizieren können, wollte allerdings auch punkten und lauerte auf Konterchancen. Nach gut 15 Minuten wäre der erste Konter überhaupt fast mit Erfolg gekrönt worden. Zapzarap war über die Rechte Seite schnell nach vorne gestoßen. Der Paß in die Mitte wurde direkt aufgenommen und lediglich Markus' überragendem Reflex ist es zu verdanken, daß Torpedo Eisen in dieser Situation nicht in Rückstand geriet.

Wie man es besser macht, zeigte kurz darauf wiedermal Lutz. Am 16 Meter-Raum legte er sich den Ball zurecht, zog ab und verwandelte unhaltbar zum 1:0. Ein Tor, wie es Lutz seit einigen Spielen immer wieder gelingt. Torpedo Eisen wollte aber mehr und machte weiterhin Druck. Nach hinten hatte die Abwehr nun die gelegentlichen Angriffsversuche von Zapzarap gut im Griff. Insbesondere Marc konnte den vermeidlich gefährlichsten Stürmer vollkommen ausschalten. Vorne zeiget David, wie wichtig ein gutes Auge für die Fehler des Gegners ist. Einen zu kurzen Abwurf des Torhüters erlief David als erster und schob den Ball überlegt aus wenigen Metern ins Tor, 2:0! Bis zur Halbzeit sollte dieser Spielstand dann Bestand haben.

Nach dem Wiederanpfiff erhöhte Torpedo Eisen das Tempo. Zapzarap glaubte noch an seine letzte Chance und zog die Abwehr weiter nach vorne, was Torpedo Eisen blitzschnelle Vorstöße erlaubte. Christoph und David setzten jeweils einmal Sinisa in Szene, der allerdings aufgrund der unebenen Platzverhältnisse beide Male aus wenigen Metern den Ball knapp neben das Tor setzte. Schade, die Tore hätte er allemal verdient gehabt. Doch diese Chancen waren der Auftakt für die letztendlich spielentscheidenden fünf Minuten. Christoph setzte sich nach 57. Minuten auf der rechten Seite durch und zirkelte den Ball gekonnt aufs Tor. Der gegnerische Torhüter konnte den Ball allerdings gerade noch ablenken, doch David hatte aufgepaßt und schob den Ball aus vier Metern über die Linie, 3:0. Beim nächsten Angriff machte Christoph es dann besser. Nach einer schönen Ballstaffette an der Strafraumlinie über fünf Positionen landete der Ball bei Christoph, der ihn unhaltbar ins Netz knallte. Weil das 4:0 aber noch nicht genug war, setzte Torpedo Eisen nach. Philip schickte unmittelbar nach dem Wiederanstoß Christian mit einem klugen Paß in die Spitze, der mit dem 5:0 Zapzarap den endgültigen Todestoß versetzte.

Torpedo Eisen schaltete nun einen Gang zurück, was dazu führte, daß Zapzarap sich auch wieder einige Torchancen erspielen konnte. Und diese waren gar nicht mal so schlecht. Doch Torwart Markus wuchs am heutigen Tag über sich hinaus und machte die Chancen durch kluges Stellungsspiel im Ansatz zunichte oder brachte immer wieder ein Körperteil zwischen den Ball und das Tor. Torpedo Eisen versteckte sich aber auch nicht und kam zu weiteren Chancen. Nach etwas mehr als 75 Minuten schickte Jörg David mit einem geschickten Paß Richtung Zapzarap-Tor. Der herauseilende Torhüter wurde von David aber mit einem fast schon lässigen Schlenzer überspielt, der sich zum 6:0 ins Tor senkte.

Torpedo Eisen hätte nun noch weiter erhöhen können. Ein Freistoß von Axel konnte noch so gerade im Nachfassen aus dem Winkel gefischt werden und auch ein Kopfball von Axel nach Freistoß von Philip strich nur knapp am Pfosten vorbei. Das letzte Tor sollte dann aber kurz vor dem Abpfiff Zapzarap vorbehalten bleiben. Geschickt hatte Zapzarap einen Überzahlstellung aufbauen können, in der der gegnerische Stürmer Markus keine Abwehrchance ließ und zum verdienten Ehrentreffer einschob. Torpedo Eisen sicherte sich mit diesem Sieg nun endgültig die Teilnahme an der Championsleague im kommenden Frühjahr. Hoffen wir, daß die am Schluß aufwärts zeigende Formkurve von Torpedo Eisen den Winter übersteht und auch in der Championsleague wieder Akzente gesetzt werden können.

Tore: 1:0 Lutz (18.), 2:0 David (33.), 3:0 David (57.), 4:0 Christoph (60.), 5:0 Christian (62.), 6:0 David (77.), 6:1 (86.)



Pokal

Torpedo Eisen - Bertis Rache 5:0
Der Herbst ist gekommen und die Jahnwiese wurde pünktlich zum Pokalspiel gegen Bertis Rache gesperrt. Glücklicherweise gab es am Salzburger Weg auf Asche Ersatz und das Spiel konnte mit leichter Verspätung angepfiffen werden. Erstmals nach zwei Spielen war Torhüter Markus wieder mit an Bord und auch unser Marathonmann Lutz (ca. Platz 5400, 4:02 Stunden) war wieder mit dabei.

Torpedo Eisen wollte von Anfang an keine Zweifel aufkommen lassen, wer den Platz als Sieger verlassen sollte. Bertis Rache wurde schnell in die eigene Hälfte gedrängt und schon nach wenigen Minuten hätte es im Tor von Bertis Rache klingeln müssen. Doch Christian scheiterte knapp am gegnerischen Torwart. Dieser paßte wenig später allerdings nicht auf und warf den Ball David vor die Füße. Dieser ließ sich nicht zweimal bitten und schlenzte den Ball aus 20 Metern über den Torwart zum 1:0 ins Tor. In der Folgezeit machte Torpedo Eisen weiter Druck und kam zu tollen Torchancen. Allein Saisonneuzugang Markus scheiterte zweimal aus aussichtsreicher Position. Doch auch Schüsse von Christoph, Lutz, Philip und Jörg fanden den Ball nicht ins Tor. Wie man es besser macht, zeigte dann Christian in alter Manier. An der Torauslinie, fast an der Ecke, eroberte sich Christian den Ball, ließ drei Gegner aussteigen und schob den Ball beherzt zum 2:0 über die Linie. Bertis Rache war bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht gefährlich vor das Torpedo Tor gekommen. Zwar spielte die Mannschaft ganz gefällig und vor allem absolut fair. Doch spätestens 20 Meter vor dem Torpedo Tor blieb der Ball in der gut gestaffelten Torpedo-Abwehr hängen, in der Marc mit einer guten Leistung den am Auge verletzten Guido vertrat.

Nach etwas mehr als einer halben Stunde versuchte Bertis Rache einen seiner seltenen Angriffe, der jedoch wiederum erfolglos blieb. Elmar spielte den Ball steil an der linken Außenlinie auf den freigelaufenen Philip, der nach einem kurzen Sprint in die Spitze auf David paßte, der ohne Mühe am gegnerischen Torhüter vorbei zum 3:0 einschießen konnte. Ein Konter wie aus dem Lehrbuch! Wer gedacht hatte, Torpedo Eisen würde jetzt ein wenig zurückschalten, sah sich getäuscht. Weiterhin wurde Druck gemacht. So auch in der 38. Minute. Christian stürmte an der rechten Außenlinie an Freund und Feind vorbei, hatte noch die Kraft, scharf aber platziert in die Mitte zu flanken, wo David den Ball aus vollem Lauf zum 4:0 in die Machen hämmerte.

Nach der Halbzeit machte Torpedo Eisen dort weiter, wo die Mannschaft vor der Pause stehengeblieben war. Die Abwehr um Sascha, Kai und Marc plante den Spielaufbau sehr überlegt. Das Mittelfeld um Lutz, Philip, Jörg, Elmar, Christoph und Markus attackierte zum einen geschickt den Gegner und setzte immer wieder Christian und David gut in Szene. Dennoch sollte das nächste Tor aus einer Standardsituation fallen. Nach einer Ecke von Philip sprang David aus vollem Lauf in den Ball und köpfte zum 5:0 ein. Torpedo Eisen ließ es danach etwas ruhiger angehen. Zwar erspielten sich Philip, Markus und Christian noch eine Reihe an Chancen, aber es fehlte der letzte Biß, zu deutlich war die Führung. Im Gegenzug kam dann auch Bertis Rache zu einigen Chancen, so daß der Ehrentreffer durchaus verdient gewesen wäre. Doch entweder machte Torhüter Markus die Chancen mit großem Einsatz zu nichte oder der Pfosten rettete, wie bei einem Schuß in der 80. Minute.

Torpedo Eisen brachte das Spiel ruhig über die Zeit. Anscheinend wurde die Form aus der Vorsaison tatsächlich wiedergefunden, so daß beim Meisterschaftsspiel in einer Woche die Chancen ganz gut stehen, gegen Zap Zarap, die bisher eine ganz starke Saison spielen und auch in die Championsleague einziehen können, zu punkten.

1:0 David (8.), 2:0 Christian (21.), 3:0 David (33.), 4:0 David (38.), 5:0 David (57.)

Torpedo Eisen - Bum Bum Q-Hof 
Sonntag, 17.2.02, um 15.00 Uhr auf der Jahnwiese

Noch nie hatte Torpedo Eisen so früh im Jahr ein Pflichtspiel bestritten. Jedoch bot das kalte, aber sonnige Wetter einen fast idealen Rahmen. Beiden Mannschaften steckte zwar die Winterpause noch sichtlich in den Knochen, aber Torpedo Eisen wollte von Anfang an zeigen, daß man eine Runde weiterkommen wollte. So entwickelte sich in der ersten Viertelstunde ein Spiel in der Hälfte von Bum Bum Q-Hof. Wirklich zwingende Schüsse wurden in dieser Phase aber noch nicht erarbeitet. Dies änderte sich in der 18. Minute. David bekam den Ball von Philip auf den Fuß gelegt, und zog trocken auf der Höhe des Strafraums ab. Der Ball schlug zum durchaus verdienten 1:0 ins Netz.

In der Folge entwickelte sich allerdings ein auf beiden Seiten recht fehleranfälliges Spiel. Ballannahme, Kombinationsspiel und Schießen funktionierte noch nicht so, wie in der wärmeren Jahreszeit. So kam ein wenig überraschend auch Bum Bum Q-Hof zu einigen gut vorgetragenen Angriffen. Hätte es zur Halbzeit 1:1 gestanden, hätte sich niemand beschweren können. Wie bei Deutschland gegen Israel in der Vorwoche sollte sich das in der zweiten Halbzeit jedoch drastisch ändern.

Ein von Elmar aus der Abwehr aus Verlegenheit nach vorne gedroschener Ball wurde vom Gegner unbedrängt zu einem Eckball verlängert, der Folgen haben sollte. Christian zirkelte die Ecke über den gegnerischen Torwart auf den freigelaufenen Jörg, der den Ball sicher zum 2:0 in Tor nicken konnte. Danach brachen beim Q-Hof dann trotz des zahlreichen und lautstarken Anhangs alle Dämme. Allein der eingewechselte Jebbe hätte zwei drei Tore erzielen können, scheiterte aber jeweils knapp im Abschluß. Das nächste Tor war Markus vorbehalten. Auf der linken Seite erspielte er sich den Ball, ließ in seiner unnachahmlichen Art einen etwas unschlüssigen Verteidiger aussteigen und tunnelte dann den Torwart zum hoch verdienten 3:0, ein Augenschmauß für die Außenstehenden. Wenige Minuten später dann schon das 4:0, David wurde 18 Meter vor dem Tor angespielt und zog den Ball ohne lange zu zögern trocken in das linke untere Eck, keine Chance für den Torhüter.

Bum Bum Q-Hof konnte nun nur noch einen Angriff vortragen, der durchaus zum Ehrentreffer hätte führen können. Doch die ansonsten unterbeschäftigte Abwehr um Sascha, Kai, Guido, Sinisa und den wieder genesenen Thomas gönnte dem Gegner das Tor nicht und spitzelte den Ball rechtzeitig weg. In der Schlußphase war es dann Philip, der mit einem Traumpaß auf David noch einmal eine Ergebniserhöhung vorbereiten sollte. David nahm den Ball gekonnt auf, ließ Abwehrspieler und Torwart aussteigen und schob zum 5:0 Endstand ein.

Alles in allem war dies ein klarer Erfolg für Torpedo Eisen, das nach langer Zeit wieder 16 Spieler aufbieten konnte. Wenn nun noch alle Spieler ihren Winterspeck abtrainieren, kann die Championsleague kommen.

Tore: 1:0 David (18.), 2:0 Jörg (56.), 3:0 Markus (72.), 4:0 David (78.), 5:0 David (89.)

Torpedo Eisen - Meßdiener 2:3 n. V. 
Freitag, 17.5.02, um 18.15 Uhr auf der Jahnwiese

Beim Meisterschaftsspiel beider Mannschaften in der Vorwoche hatte Torpedo Eisen noch die Oberhand behalten. Doch diesmal traten die Meßdiener auf mehreren Positionen deutlich verstärkt an und nahmen David von Beginn an in Manndeckung. Torpedo Eisen stand in der ersten Halbzeit jedoch gut, so daß es kaum Torchancen auf beiden Seiten gab. Die beste Chance für Torpedo Eisen hatte Christian nach schöner Vorarbeit von David.

In der zweiten Halbzeit wurden die Meßdiener zunächst stärker und kam bald zu einem Lattenschuß. In der 57. Minute paßte das Torpedo-Mittelfeld dann bei einem langen Einwurf nicht auf, so daß sich ein Meßdiener-Stürmer alleine mit dem Ball Richtung Torpedo-Tor aufmachen konnte. Libero Guido versuchte noch zu stören, doch der Spieler der Meßdiener machte einen Haken und schoß unhaltbar ins rechte Ecke. Nur wenig später, in der 61. Minute wurde die Torpedo-Abwehr auf der rechten Seite ausgespielt. Nach einem genauen Paß in die Mitte hatten die Meßdiener keine Mühe zum 2:0 zu verwandeln. Torpedo Eisen war geschockt und die Partie schien jetzt entschieden zu sein.

Dann bekam jedoch ein Spieler der Meßdiener eine Zehnminutenstrafe aufgebrummt. Torpedo Eisen nutzte dies, um besser ins Spiel zu kommen. Die Meßdiener wußten sich jetzt einige Male nur noch durch Fouls zu helfen. Einen der daraus resultierenden Freistöße spielte Philip lang auf David, der aus spitzen Winkel und faßt mit dem Rücken zum Tor stehend den Ball auf der Luft annahm und unhaltbar ins lange Eck schoß.

Nach diesem Traumtor witterte Torpedo Eisen Morgenluft. Als acht Minuten vor Schluß ein weiterer Spieler der Meßdiener für zehn Minuten vom Platz flog, entwickelte sich ein Spiel auf ein Tor. Philip setzte nach einem Alleingang den Ball aus spitzem Winkel an den Pfosten und Mark hatte nach Vorarbeit von Gregor eine große Kopfballchance. Nach einem schönen Doppelpaß mit David und Philip schaffte schließlich Markus G. in der 86. Minute mit einem tollen Distanzschuß noch den Ausgleich.

In der Verlängerung gab es zunächst auf beiden Seiten keine nennenswerten Chancen. Nach einer Ecke in der 112. Minute kam dann aber ein Spieler der Meßdiener im Torpedo-Strafraum frei zum Kopfball und erzielte das 3:2 für die Meßdiener. Torpedo Eisen warf jetzt nochmal alles nach vorne. Ein als Flanke gedachter Freistoß von Philip wurde immer länger und konnte vom Meßdiener-Torwart so gerade eben noch zur Ecke geklärt werden. Eine letzte Chance von Mark bracht auch kein zählbares Ergebnis mehr, so daß Torpedo Eisen am Ende knapp geschlagen vom Platz ging.

Damit ist Torpedo Eisen zwar aus dem Pokal ausgeschieden. Allerdings hat die Mannschaft gegen einen starken Gegner eine tolle kämpferische Leistung gezeigt. Obwohl in der zweiten Halbzeit bei anstrengenden Witterungsverhältnissen nur noch genau elf Spieler zur Verfügung standen, gab die Mannschaft trotz 0:2-Rückstand nie auf und hat dem Gegner über 120 Minuten alles abverlangt.

Tore: 1:0 (57.), 2:0 (61.), 2:1 David (75.), 2:2 Markus (86.), 3:2 (112.)

Mitgespielt haben: Markus C., Marc, Guido, Kai, Markus G., Sinisa, Gregor, Philip, Christoph H., Lutz, David, Christian



Freundschaftsspiele

Bisher hat in der Saison 2001/2002 noch kein Freundschaftsspiel stattgefunden.


Diese Seite wurde letztmalig am 8. Juli 2002 geändert. Ersterstellung: 29. November 1997